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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

2.885 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Köln, Cold Case ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

05.03.2026 um 10:50
Mal kurz zusammengefasst:
- nach der Sendung AZ gab es einen Hinweis, dass sich eine weitere Person in der Kaserne aufgehalten hat bzw. haben könnte.
Spoiler
Zitat von duvalduval schrieb am 09.10.2025:Besonders interessant war ein Tipp, dass sich eine weitere Person in der Kaserne aufgehalten haben könnte.

- NSt hatte seinen Dienst kurzfristig getauscht. Der Personenkreis, der darüber Kenntnis hatte, war sehr begrenzt.
- Eine Bürotür, die normalerweise verschlossen zu sein pflegte, wurde als Fluchtweg genutzt. Der Personenkreis, der Schlüsselgewalt zu dieser Tür hatte, ist offenbar sehr übersichtlich.
Spoiler
Zitat von KTGKTG schrieb:Bei uns hatten die Soldaten des Geschäftszimmer sowie Kompaniechef und Kompaniefeld die Schlüssel immer bei sich. Ersatzschlüssel gab es in der Wache. GvD hätte nur den Schlüssel für die Eingangstür und sein GvD-Zimmer.


Sollten sich in diesem Raum Spuren eines ranghöheren Soldaten mit Schlüsselgewalt befinden, wären diese womöglich auch anderweitig erklärbar, wenn dieser diesen Raum regelmäßig dienstlich nutzte.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

05.03.2026 um 11:09
@sören42
Das hast du richtig erkannt. Dieser Raum mit dem vermeintlichen Fluchtfenster wurde bis zum Dienstschluss Freitagmittag sicher von mehreren Soldaten betreten und für deren Arbeitsbereich genutzt. Die Hauptspur die dem Täter zuzuordnen sein dürfte werden woll Spuren am Fluchtfenster sein.Hier vorallem jene Fingerabdrücke mit Blutspuren.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

05.03.2026 um 12:46
Dass ein Arrestant einen Wachhabenden vertritt, auch wenn es sich nur um 2-3 Stunden handelt, finde ich sehr merkwürdig. Paradox.
Verkehrte Welt irgendwie.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

05.03.2026 um 13:03
Wer hätte denn diese Wach-Vertretung gemacht, wenn Stolz alleine - ohne einen Arrestanten im Gebäude - gewesen wäre und seine Anwesenheit draußen bei den Verladetätigkeiten aufgrund seines Staplerscheins unbedingt erforderlich gewesen wäre?


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

05.03.2026 um 13:06
Ich habe ja schon früher geschrieben, dieser BW-Standort war anscheinend ein lustiger Verein, bei dem es merkwürdige Sachen gab wie 2 Löcher im Zaun, um die sich anscheinend niemand kümmerte.

Allmählich halte ich dort allerlei Machenschaften, die sicher nicht ans Licht kommen sollten, für möglich.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

05.03.2026 um 13:24
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Allmählich halte ich dort allerlei Machenschaften, die sicher nicht ans Licht kommen sollten, für möglich.
Ja. Und je mehr Infos jetzt dazu kommen, z. B. das mit der Verladeaktion, leuchtet mir ein, warum die Kripo damals nicht weiter gekommen ist. Jeder, der von solchen, möglicherweise nicht üblichen, "Verladeaktionen" an Freitag nachmittagen (oder auch Samstagen oder Sonntagen?) wusste, wird damals vorsichtshalber geschwiegen haben. Aus Sorge vor (beruflichen) Konsequenzen womöglich.
Dass dann auch noch nach einer solchen Aktion direkt in der Nacht ein Mord in der Kaserne passiert, verstärkt das noch. Wenn sich keiner äußert, kann die Kripo nicht weiter kommen.

Jetzt, nach mehr als 35 Jahren besteht für die Zurückhaltung aber doch kein Grund mehr, so dass die Personen sich doch jetzt bei der Kripo melden könnten, um für Aufklärung zu sorgen.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

05.03.2026 um 13:31
Zitat von in1968in1968 schrieb:Regulär dürften am Standort unter der Woche 700 bis 900 Personen beschäftigt gewesen sein
Hat man damals von allen Beschäftigten, also Soldaten und Zivilangestellten, der Kaserne Fingerabdrücke genommen?
So richtig wird das aus dem hier im Forum verlinkten Zeitungsartikel nicht deutlich.

250 Personen wurden zumindest vernommen. Aber vermutlich nur die der Einheit, zu der Norbert S. gehörte...

Noch etwas:
Das Messer wurde ja bisher nicht gefunden. Innerhalb der Kaserne wurde gesucht, auch außerhalb? Also ab dem Punkt, wo die Löcher im Zaun waren? Ich gehe davon aus, dass der Täter zu Fuß aus der Kaserne gelaufen ist und das Messer irgendwann weg geworfen hat. An dem Messer dürften ja Blutspuren gewesen sein. Und er selbst müsste aufgrund der Abwehr von Norbert S. und der Blutspuren deutlich verschmutzte Kleidung - Uniform? - getragen haben.
Gab es einen Soldaten, der sich in den Wochen nach der Tat bei der Bekleidungskammer der StoV neue Kleidung hat geben lassen? Wenn ja, müsste die Ausgabe belegt worden sein - wobei es die Unterlagen bestimmt nicht mehr gibt.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

05.03.2026 um 13:39
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Dass ein Arrestant einen Wachhabenden vertritt, auch wenn es sich nur um 2-3 Stunden handelt, finde ich sehr merkwürdig. Paradox.
Es war ja kein Wachhabender (das ist was anderes) sondern nur ein GvD bzw. Telefonposten. Das ist nichts weltbewegendes. Den GvD-Posten macht jeder in der Kompanie. Das man "Weber" dahin gesetzt hat, ist nicht wirklich besonders. Wir müssten auch in der Grundausbildung den GvD besetzen. Wir hatten in der Grundausbildung mal einen Kameraden, der hat sich abends dermaßen zugesoffen, dass wir das am nächsten Morgen gemeldet haben, weil ein Schießtraining Anstand und wir es für keine gute Idee hielten, ihm nach der Nacht noch eine Waffe in die Hand zu geben. Der wurde dann kurzfristig als GvD eingesetzt und der eigentliche GvD hat beim Schießen mitgemacht.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

05.03.2026 um 14:34
@KTG
Also machte Norbert Stolz keinen Wachdienst in der Wachstube sondern lediglich den "Schliess- und Telefondienst". OK.
Und "Weber" durfte während seines "Diziplinar-Arrests" (richtig?) auch ganz normalen Dienst machen? So eben auch den Schliess- und Telefondienst? "Weber" hatte demnach über 2-3 Stunden die Verantwortung für sämtliche Telefonein- und -ausgänge und für sämtliche Zu- und Abgänge im Gebäude? Musste der GvD nicht auch alle Vorfälle in einem Buch dokumentieren? So z.B. auch Be- und Entladung von Fahrzeugen? Dokumentation der verladenen Güter usw.? Zumindestens abends nach Feierabend und am Wochenende? Die Büros waren dann ja geschlossen und abgeschlossen.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

05.03.2026 um 15:22
Zitat von ShilohShiloh schrieb:nd "Weber" durfte während seines "Diziplinar-Arrests" (richtig?) auch ganz normalen Dienst machen?
Davon gehe ich aus.
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Weber" hatte demnach über 2-3 Stunden die Verantwortung für sämtliche Telefonein- und -ausgänge und für sämtliche Zu- und Abgänge im Gebäude?
Ja, aber normalerweise dürfte da auch nichts passieren. Wer sollte bspw. In einem leeren Gebäude anrufen? Bei uns war es am Wochenende total langweilig. Da passierte nichts.
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Musste der GvD nicht auch alle Vorfälle in einem Buch dokumentieren? So z.B. auch Be- und Entladung von Fahrzeugen? Dokumentation der verladenen Güter usw.
Man müsste nur außergewöhnliche Vorfälle, die das Gebäude betreffen notieren. Die Verladung fand ja draußen statt, hätte also mit dem Gebäude nichts zu tun und dürfte nicht im GvD-Buch notiert worden sein.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

05.03.2026 um 15:26
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Also machte Norbert Stolz keinen Wachdienst in der Wachstube sondern lediglich den "Schliess- und Telefondienst". OK.
Ja, der saß im Prinzip nur rum und machte alle zwei Stunden eine Runde durch den Block. Am Wochenende rief für gewöhnlich auch so gut wie niemand an.
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Und "Weber" durfte während seines "Diziplinar-Arrests" (richtig?) auch ganz normalen Dienst machen? So eben auch den Schliess- und Telefondiens
Ja klar. Stubenarrest heißt, dass der tagsüber in der Woche normal Dienst macht und halt nur über Nacht in der Kaserne sein muss. Der war fürs Essen etc ganz normal in der Kantine etc
Dass der als GvD einspringen musste, ist nicht ungewöhnlich, war ja sonst keiner da und auch in der Grundausbildung hat man schon GvD gemacht. Da braucht man keine großen Kenntnisse. Höchstens gute Filme und Fernsehprogramm, Bücher, genug Chips und Co...Der GvD ist auch unbewaffnet.
Angewiesen wurde der Tausch aber "von oben" (OvWA oder ähnlich, der halt an dem Tag vor Ort war, könnt ich mir vorstellen, Spieß und Co waren vermutlich nicht da)


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

05.03.2026 um 17:11
Zitat von abberlineabberline schrieb:Dass der als GvD einspringen musste, ist nicht ungewöhnlich, war ja sonst keiner da
Es war aber doch Norbert Stolz da? Oder hatte "Weber" keinen Staplerschein und kam daher als Hilfe bei den Verladetätigkeiten am Freitagnachmittag nicht in Betracht? Denn wenn er normal Dienst während des Arrests schieben durfte, hätte er das ja auch machen können?
Zitat von abberlineabberline schrieb:Angewiesen wurde der Tausch aber "von oben" (OvWA oder ähnlich, der halt an dem Tag vor Ort war, könnt ich mir vorstellen, Spieß und Co waren vermutlich nicht da)
Ich gehe davon aus mit "Tausch" meinst du jetzt die 2-3 stündige Vertretung von Stolz durch "Weber" und nicht den kompletten GvD-Diensttausch durch Stolz für die 24 Stunden vom Freitag 8 Uhr bis Samstag 8 Uhr.

Also diese 2-3 stündige Vertretung wurde vom OvWA (Offizier vom Wachdienst) angewiesen. Ist das der Offizier, der auch dort im Gebäude seinen Büroraum hat und der Norbert Stolz auch frühmorgens fand, nachdem der OvWA das Fenster zum Wachraum mit einem Stein eingeschlagen hatte? Der OvWA hatte dieselbe 24 Stunden Schicht?


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

05.03.2026 um 17:38
Also beim OvWA-Dienst würden Offiziere oder höhere Unteroffiziere eingeteilt. Der Dienst dauert auch 24 Stunden. Besetzt wurde er reihum durch alle Offiziere der Kaserne. Während des Dienstes hätte er sein Dienstzimmer im Wachgebäude oder zumindest in der Nähe davon. Also nicht im Gebäude von NS. Ob dieser OvWA gerade zufällig normal in der Kompanie von NS Dienst tat, keine Ahnung.

Aber nochmal zu den Verladetätigkeiten. Wenn ein Vorgesetzter sowas anordnet (auch Freitag Nachmittag( dann denkst du dir als kleiner Wehrpflichtiger "hat bestimmt seine Ordnung" und bist nicht misstrauisch. Wenn er misstrauisch war und das das Motiv war, warum wurde er dann erst nachts ermordet.?


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

05.03.2026 um 17:45
Beisst euch nicht in der Verladetätigkeit am Freitag Nachmittag fest.
Ein Auftrag konnte erst am Nachmittag durchgeführt werden, und Norbert wurde dorthin befohlen. Das ist alles.
Ich kenne es so, dass fertig gemacht wird.
Sollte da ein krummes Ding gelaufen sein, dann hätte das schon am Montag nach dem Mord gewaltige Wellen geschlagen, es war damals nicht geheim und ist nicht erst 2026 entdeckt worden.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

05.03.2026 um 17:53
Zitat von ShilohShiloh schrieb:war aber doch Norbert Stolz da? Oder hatte "Weber" keinen Staplerschein und kam daher als Hilfe bei den Verladetätigkeiten am Freitagnachmittag nicht in Betracht? Denn wenn er normal Dienst während des Arrests schieben durfte, hätte er das ja auch machen können?
Es ging darum, dass Norbert den Staplerschein hatte
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Also diese 2-3 stündige Vertretung wurde vom OvWA (Offizier vom Wachdienst) angewiesen. Ist das der Offizier, der auch dort im Gebäude seinen Büroraum hat und der Norbert Stolz auch frühmorgens fand, nachdem der OvWA das Fenster zum Wachraum mit einem Stein eingeschlagen hatte? Der OvWA hatte dieselbe 24 Stunden Schicht?
Der OvWa könnte (!) die Anweisung gegeben haben. Spiess und Co waren vermutlich nicht im Haus.
Der OvWa war nicht im gleichen Gebäude wie Norbert und "Weber".
Zitat von MayorQuimbyMayorQuimby schrieb:Sollte da ein krummes Ding gelaufen sein, dann hätte das schon am Montag nach dem Mord gewaltige Wellen geschlagen, es war damals nicht geheim und ist nicht erst 2026 entdeckt worden.
Nicht unbedingt. Man weiss ja nicht, wer überhaupt etwas wusste, wenn (!) denn da krumme Sachen liefen. Es muss ja auch nicht beim Verladen sein, es reicht ja, wenn Norbert irgendwas gesehen hätte, was hier oder da nicht hingehört und mit der Verladung an sich nicht zwangsläufig zu tun hatte
Das ist Spekulation, natürlich und kein Fakt - nur eins von diversen Szenarien.
Irgendwas ist nun einmal passiert - Waffenkammer wird ausgeschlossen, ein Täter mit persönlichem Motuv, der von außerhalb der Kaserne kommt, wird lt den Ermittlern im Podcast für nicht sehr wahrscheinlich gehalten, ohne natürlich das ganz auszuschließen. Wenn man dann andere Szenarien durchspielt, ist eine eben die, dass die Nachmittagsaktion in irgendeiner Form eine Rolle spielen könnte (!)


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

05.03.2026 um 17:54
@Sherlock_H
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Ich habe ja schon früher geschrieben, dieser BW-Standort war anscheinend ein lustiger Verein, bei dem es merkwürdige Sachen gab wie 2 Löcher im Zaun, um die sich anscheinend niemand kümmerte.

Allmählich halte ich dort allerlei Machenschaften, die sicher nicht ans Licht kommen sollten, für möglich.
Dieser Gedanke ist mir auch gekommen.


@MayorQuimby
Zitat von MayorQuimbyMayorQuimby schrieb:Ich finde es völlig normal, dass am Freitag Nachmittag noch was verladen wird, die Begründung hat @in1968 ja selbst gegeben, ein LKW, zivil oder militärisch, der verspätet war und deswegen zur "Unzeit" abgefertigt wurde.
Grundsätzlich gebe ich Dir da recht, das Zusammentreffen von ungewöhnlichen Vorgängen sollte aber schon stutzig machen. Bislang war der Informationsstand doch der, dass es ein völlig normaler Freitagnachmittag war. In der Kaserne quasi "tote Hose". Jetzt auf einmal außerplanmäßige Aktivitäten.

Wenn ich mir überlege, wie das bei mir ausgesehen hätte, stellen sich mir schon Fragen.

Also gesetzt den Fall, ich wäre an einem Freitagnachmittag kurzfristig als G.v.D. eingeteilt gewesen und es wäre irgendein Fall eingetreten, dass man überraschend genau mich mit meinen speziellen Fähigkeiten dringend anderweitig benötigt hätte. Für das Beispiel musste ich jetzt schon überlegen. Was hatte ich zu dem Zeitpunkt für besondere Fähigkeiten?

Aber o.k., Beispiel:
Die Wache hätte bemerkt, es hat sich ein Reh im Kasernenzaun verfangen und zufällig wüsste jemand, dass ich Jäger bin und mich in der Kaserne aufhalte.
Da tun sich doch schon die ersten Schwierigkeiten auf.

Der Personenkreis, der von meiner kurzfristigen Einteilung gewusst hätte, wäre begrenzt gewesen. Von denen wusste nicht jeder, dass ich Jäger war, was die Möglichkeit, dass jemand auf mich gekommen und zugekommen wäre, nochmal eingrenzte. Aber nehmen wir das einfach mal an.

Dann wäre ein Wachsoldat losgeschickt worden, mich zu holen. Oder gleich der Wachhabende mit einem Soldaten, der mich an meinem Dienstort vertreten hätte. Der Wachhabende wäre schon gut gewesen, weil der mich vorübergehend von meinem G.v.D.-Posten hätte entbinden können. Ich hätte ja nicht "einfach so" mal weggekonnt. Keinesfalls hätte der sich wiederum darauf verlassen, dass er in meinem Kompaniegebäude unter irgendeinem Stein eine Vertretung für mich hervorzaubern könnte. Dann wäre das natürlich im G.v.D.-Buch als Vorkommnis eingetragen worden mit Grund, Uhrzeit, Name, Dienstgrad, Einheit des Vertreters und allem Drum und Dran. Im Wachbuch hätte das auch gestanden, nebst Ausgang des Ereignisses und bei meiner Rückkehr an meinen Platz auch das.

Das vermisse ich im vorliegenden Fall irgendwie.

In dem "Verein" schien das irgendwie so mehr wie "Wallensteins Heerlager" abgelaufen zu sein.

Aber die Schwierigkeiten wären die gleichen gewesen.

Es wusste doch kaum jemand, dass unter den paar Hanseln, die sich da am WE aufhielten, ausgerechnet der N.S. war, der einen Staplerschein hatte. Oder wie muss ich mir das vorstellen?
Es kommt zu einer außerplanmäßigen Verladetätigkeit und dann latscht jemand von Tür zu Tür und fragt nach einem Staplerfahrer? Oder macht ´ne Telefonumfrage?

Als Standortkundiger hat uns @in1968 informiert, dass es sich bei so einer Aktion, insbesondere Freitagnachmittags, um etwas Ungewöhnliches gehandelt hat und wenn ich auch hier @MayorQuimby durchaus zustimmen kann:
Zitat von MayorQuimbyMayorQuimby schrieb:Ich finde es völlig normal, dass am Freitag Nachmittag noch was verladen wird, die Begründung hat @in1968 ja selbst gegeben, ein LKW, zivil oder militärisch, der verspätet war und deswegen zur "Unzeit" abgefertigt wurde. Kein Mysterium und der Kripo sicherlich auch 1989 bekannt, auch die daran beteiligten Soldaten und eventuellen Zivilfahrern.

Weil es eben völlig normal ist, einen Auftrag fertig zu machen, wurde es eben von der Kripo nicht thematisiert.

Alle Gedienten wissen ja auch, dass es bei der Bundeswehr, wie bei jeder anderen Armee, manchmal ein wenig chaotisch zugeht, Freitagverladung eingeschlossen, wenn auch nicht oft.
...hätte ich doch als alter Infanterist die Vorstellung, dass man für solche Fälle in einem Logistikstandort eine Art Bereitschaft unterhält und nicht mal schaut, wer zufällig da ist und helfen könnte.

Was war in dem Laden los?

MfG ( Melde mich ab. )

Dew


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

05.03.2026 um 18:05
Zitat von DewDew schrieb:Es wusste doch kaum jemand, dass unter den paar Hanseln, die sich da am WE aufhielten, ausgerechnet der N.S. war, der einen Staplerschein hatte
Nicht unbedingt, wenn das eine reine Logistikkompanie war, kann es doch durchaus sein, dass fast alle Soldaten in der Kompanie von NS einen Staplerführerschein hatten und der zur Ausbildung dazu gehört hat und somit die Trefferquote Recht hoch war, dass der GvD es auch kann. Vielleicht hat man das ganze aber doch auch schon am Vormittag geplant ("heute Nachmittag kommt noch ein LKW rein"). Bevor man jetzt einen weiteren Soldaten länger in der Kompanie lässt, nimmt man NS, der vor Ort ist. Neben NS müssen ja noch mehr Soldaten sich um den LKW gekümmert haben. Also keine vom Wachpersonal.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

05.03.2026 um 18:09
Zitat von DewDew schrieb:hätte ich doch als alter Infanterist die Vorstellung, dass man für solche Fälle in einem Logistikstandort eine Art Bereitschaft unterhält und nicht mal schaut, wer zufällig da ist und helfen könnte.
Vor allem weiß man doch, bei Dienstschluss Freitags Mittags, ob da jetzt noch irgendwann ein LKW etc von sonstwo mit Ware kommt. Der wurde ja irgendwann mal losgeschickt und gerade, wenn der Freitags erst kommt, sollte darüber doch informiert werden, damit jemand mit Staplerschein vor Ort wartet.
Wenn bei uns Freitags Nachmittags unverhofft ein Lkw angekommen wäre, hätte vermutlich die Bereitschaft rangemusst - aber das wäre doch vorher geklärt worden.
Zitat von DewDew schrieb:Dann wäre ein Wachsoldat losgeschickt worden, mich zu holen. Oder gleich der Wachhabende mit einem Soldaten, der mich an meinem Dienstort vertreten hätte. Der Wachhabende wäre schon gut gewesen, weil der mich vorübergehend von meinem G.v.D.-Posten hätte entbinden können. Ich hätte ja nicht "einfach so" mal weggekonnt. Keinesfalls hätte der sich wiederum darauf verlassen, dass er in meinem Kompaniegebäude unter irgendeinem Stein eine Vertretung für mich hervorzaubern könnte
Der OvWa war mit Sicherheit unterrichtet, dass "Weber" "Stubenarrest" hatte. Wobei der bestimmt persönlich vorbeikam, gerade wegen Eintragung im Buch.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

05.03.2026 um 19:57
Zitat von abberlineabberline schrieb:Vor allem weiß man doch, bei Dienstschluss Freitags Mittags, ob da jetzt noch irgendwann ein LKW etc von sonstwo mit Ware kommt. Der wurde ja irgendwann mal losgeschickt und gerade, wenn der Freitags erst kommt, sollte darüber doch informiert werden, damit jemand mit Staplerschein vor Ort wartet.
Wenn bei uns Freitags Nachmittags unverhofft ein Lkw angekommen wäre, hätte vermutlich die Bereitschaft rangemusst - aber das wäre doch vorher geklärt worden.
Ich kann mir keinen Reim auf die Verladetätigkeit machen. Im zwoten Teil des Podcasts spricht Ermittler Weber von "zwo bis drei Stunden" Ladetätigkeit. Was ist denn da passiert? Da ist doch kein verspäteter oder versprengter 5-Tonner angekommen. Der wäre doch incl. Trödeln in einer halben Stunde entladen worden. Das war doch dann eher keine "Ladetätigkeit" von ein bis fünf Paletten, sondern eine echte Umschlagtätigkeit. Daher mutmaße ich, dass dort soviel BW-Personal anwesend war, dass es doch kein "geheimer Zirkel" war. Trotzdem sind dort entstandene Konflikte nicht auszuschließen.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

gestern um 07:23
@Gast_01
Zitat von Gast_01Gast_01 schrieb:Ich kann mir keinen Reim auf die Verladetätigkeit machen. Im zwoten Teil des Podcasts spricht Ermittler Weber von "zwo bis drei Stunden" Ladetätigkeit. Was ist denn da passiert? Da ist doch kein verspäteter oder versprengter 5-Tonner angekommen. Der wäre doch incl. Trödeln in einer halben Stunde entladen worden. Das war doch dann eher keine "Ladetätigkeit" von ein bis fünf Paletten, sondern eine echte Umschlagtätigkeit. Daher mutmaße ich, dass dort soviel BW-Personal anwesend war, dass es doch kein "geheimer Zirkel" war. Trotzdem sind dort entstandene Konflikte nicht auszuschließen.
Genau 2-3 Stunden war schon eine längere Aktion. So einen Zeitaufwand hat man regulär bei einen voll ausgeladenen LKW nicht. Das dauert bei 36 Paletten vielleicht eine Stunde. Vielleicht musste am Lager aber noch etwas vorher umgestaut werden oder der Fahrweg des Staplers zum Lagerplatz war länger. Es wurden auch schonmal Hilfslieferungen für Krisenbgebiete gepackt die dann zum Flughafen Köln Bonn gefahren wurden und hier dann auf eine Transall o. ä gingen. Solche Aktionen liefen dann aber unter der Woche mit ent. Manpower und nicht an einem Freitagnachmittag wo die Kaserne bis auf wenige die Dienste zu verrichten hatten leer war. Von daher ist diese damalige Aktion für mich schon als für den Standort ungewöhnlich einzuordnen.


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