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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

3.425 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Köln, Cold Case ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 13:32
Zitat von Harald111Harald111 schrieb:Ein sehr guter Gedanke, in diese Richtung hatte ich noch überhaupt nicht gedacht.
Wenn "Weber" zu diskutieren anfängt war die Hoffnung von Stolz vielleicht das "Weber" seine Notlage erkennt und ihm beisteht oder sonst irgendwie Alarm schlägt.
Das erscheint mir doch etwas konstruiert, dass eine Unterschrift verweigert wurde, damit "Weber" (Meinungs-)Verstärkung holt bezüglich einer weiteren Person im GvD Zimmer.

Naheliegend - vor allem, wenn wir berücksichtigen, wie das Opfer beschrieben wird - wäre doch, dass es objektive Gründe für Stolz gab, die Unterschrift nicht abzugeben. Nicht wegen Verstreichen einer Uhrzeit oder weil Stolz schon schlafen wollte, sondern weil er ihm die final nicht geben wollte. Aus validem Grund. Etwa weil er die Kaserne unerlaubt verlassen hatte.

Dass Stolz ihm die am nächsten Morgen geben wollte, kann stimmen, muss aber nicht. Das sagt allerdings aber noch nichts darüber aus, wer die Tat begangen hat.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 13:42
Zitat von sören42sören42 schrieb:dass es objektive Gründe für Stolz gab, die Unterschrift nicht abzugeben
So etwa in die Richtung sind meine Gedanken bisher auch gegangen, aber das mit dem versteckten Hilferuf hat auch etwas für sich was "Weber" entlasten könnte.
Normalerweise leistet der UvD die Unterschrift ist ja kein aufwand .


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 13:44
Zitat von DewDew schrieb:Diese andere ist mir durchgegangen, aber die ist ebenfalls unverständlich. Wo kommt die denn her?
N.S. hatte Dienst, "Weber" hatte ein dienstliches Anliegen mit Zeitvorgabe. Unterschrift Anwesenheitskontrolle 2200. Da schleicht man sich doch nicht vorbei und wird nicht bemerkt, da klopft man höflich an, macht sich bemerkbar und kriegt sein Autogramm von dem dienstbeflissenen Kameraden.

N.S. hat doch von "Weber" gewusst, kurz vorher hatte der ihn ja noch vertreten dürfen, weil N.S. Stapler fahren musste. Dann noch der Anruf. Wird alles immer seltsamer.
@Dew

Eben.

Die Quelle der 22 Uhr-Version, wo "Weber" Stolz vorm Fernseher sitzend sieht, ohne, dass die Kameraden miteinander sprechen, ist vom Kölner Stadtanzeiger vom 03.03.2023:
In jener Nacht hält sich noch ein zweiter Soldat im Gebäude auf. Wegen einer Verfehlung steht der Mann unter Arrest, er darf die Kaserne nicht verlassen. Gegen 22 Uhr geht er an der Wachstube vorbei und bemerkt Stolz, der vor dem Fernseher sitzt. In der ARD läuft an diesem Abend „Gott und die Welt“, eine Dokumentation über die Rolle der Kirche in der französischen Revolution, auf RTL plus der Spielfilm „Schüler lieben hübsche Hasen“, auf Sat1 ein Western: „Der Marshal“.
Der Gefreite ist allein in seiner Wachstube, er trägt seinen Kampfanzug, die Stiefel hat er unter dem Bett abgestellt. Die beiden Männer sprechen nicht miteinander, Stolz bemerkt den Kameraden womöglich nicht einmal. Was in den nächsten Stunden in seiner Wachstube geschieht, ist bis heute unklar.
Quelle:
Cold Cases Köln: Norbert Stolz - Mord in der Kaserne | Kölner Stadt-Anzeiger https://share.google/BLgAkUBQnU1yzD4lt


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 13:49
@Harald111 :
Zitat von Harald111Harald111 schrieb:Ein sehr guter Gedanke,
Danke.
Zitat von Harald111Harald111 schrieb:Wenn "Weber" zu diskutieren anfängt war die Hoffnung von Stoltz vielleicht das "Weber" seine Notlage erkennt und ihm beisteht oder sonst irgendwie Alarm schlägt.
Ja, das wollte ich damit sagen. Unter dieser Vorgabe könnte man diese Version nachvollziehen. Dass sich "Weber" hingegen am G.v.D.-Zimmer "vorbeischlich", ohne sich bemerkbar zu machen, verstehe ich gar nicht.

N.S. hatte sich vorher doch auch kameradschaftlich verhalten, als er den Anruf von "Webers" Freundin vermittelte, indem er den ans Telefon holte. Wenn´s da nicht auch verschiedene Versionen gibt...

MfG

Dew


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 14:04
Zitat von DewDew schrieb:Dass sich "Weber" hingegen am G.v.D.-Zimmer "vorbeischlich", ohne sich bemerkbar zu machen, verstehe ich gar nicht.
Ich halte das auch für schlicht falsch. In diesem Fall glaube ich sogar nicht, dass diese Version von "Weber" stammt, sondern dass der Reporter einfach schlecht recherchiert hat.

Grundsätzlich halte ich die manchmal falsche Wiedergabe von vermeintlichen Fakten durch Presse usw. für ein großes Problem bei den hier diskutierten Kriminalfällen. Ein Beipiel:

Der "Polizeiticker" (polizeiticker.online) von 27.11.2025 schreibt in einem Artikel zu dem Mord an NSt:
Erst rund ein halbes Jahr zuvor hatte Norbert Stolz seinen Wehrdienst in dieser Einheit begonnen.
Norbert Stolz war erst zwei Monaten im Dienst als Soldat. (Bildquelle: Polizei Köln)
Quelle: https://polizeiticker.online/artikel/cold-case-koeln-nw-mord-an-soldat-norbert-stolz-1989-neuer-dna-abgleich-gestartet-258324

Und das in einem und demselben Artikel und von der Polizei! Da kann man nur hoffen, dass die Ermittlungsarbeit nicht ähnlich schlampig gehandhabt wurde und wird.

Wenn man dann noch liest. dass in der Kaserne sich anscheinend niemand für 2 Löcher im Zaun interessiert hat, dass unklar ist, an wen die offene Kellertüre gemeldet wurde, dass (nach Aussage von Kommissar Weber) der Todeszeitpunkt von NSt weitgehend unklar ist und noch ein paar andere Sachen, dann kann man schon vom Glauben an die Institutionen abfallen.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 14:09
@Shiloh :

Danke für den Hinweis. Der gute alte Stadtanzünder...

Da setze ich um diese Version mal Klammern, ohne sie indessen völlig zu vergessen.

MfG

Dew


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 14:47
Zitat von in1968in1968 schrieb:Wenn Weber wirklich die Tat begangen haben sollte stellt sich mir die Frage wo er denn schon alleine seine blutverschmierten Kleidung hätte entsorgen wollen?
Wir wissen nicht genau, wie die Kleidung des Täters nach der Messerattacke auf NS ausgesehen hat. Nach den bekannt gewordenen Informationen wird der Täter Blut an mindestens einer Hand gehabt haben, vermutlich an der messerführenden Hand.
Ob auch seine Kleidung beeinträchtigt war, und falls ja wie stark, das wissen wir nicht. Unter den Schuhen wird der Täter jedenfalls kein Blut gehabt haben, da von Spuren in Bezug auf Sohlenabdrücke oder einer durch Blutspuren nachvollziehbaren Fluchtrichtung keine Rede war.
Letzteres lässt mich davon ausgehen, dass die Messerattacke auf NS überfallartig erfolgte und innerhalb kürzester Zeit (Größenordnung z.B. anderthalb Minuten, also alle 9 Sekunden ein Stich) ablief und dass der Täter das Dienstzimmer nach den Stichen und dem Durchtrennen der Telefonleitung wieder verließ.
Durch die Stiche verursachte Sickerblutungen unter der Kleidung des Opfers hätten den Täter und dessen Kleidung in dieser kurzen Zeit nicht oder nicht sonderlich in Mitleidenschaft gezogen.
Diese Annahme ist auch stimmig mit der dürftigen Spurenlage, denn ein mit Opferblut besudelter Täter hätte auch auf seiner Flucht vom Tatort (abgesehen von Telefonkabel und Fenster) weitere (Blut-)Spuren hinterlassen. Davon war aber keine Rede.
(Und jetzt bitte nicht wieder mit dem "kecken" Hinweis kommen,
Zitat von DewDew schrieb:Ermittlungsergebnisse werden nun mal nicht immer im Detail bekanntgegeben.
denn die Vermutung, dass derartige Informationen in einem 37 Jahre alten Cold Case von der Kripo zurückgehalten werden könnten, ist unglaubhaft. Schließlich verfolgt die Kripo gerade ihre allerletzte Chance, diesen Altfall doch noch zu lösen. Gleiches gilt übrigens für hier immer mal wieder ins Feld geführte Behauptungen, es existierten "faktische Ausschlussgründe" einer potenziellen Täterschaft von "Weber".). Das ist allein schon deshalb falsch, weil der verantwortliche Cold Case Ermittler selbst Szenarien, bei denen "Weber" die Rolle der Täterschaft zukommt, ausdrücklich nicht ausschließt.)
Zitat von in1968in1968 schrieb:Ich denke das hat 1989 auch mit dazu geführt ihn recht schnell als dringend tatverdächtig auszuschließen.
Für diese deine Vermutung gibt es keine Anhaltspunkte. Sie ist "aus der Luft gegriffen", denn es deutet nicht das Geringste darauf hin, dass "Überlegungen der Ermittler bezüglich der Täterkleidung" damit zu hätten, dass der Tatverdacht gegen "Weber" damals fallen gelassen wurde.
Zitat von DewDew schrieb:Das sich der Täter verletzt haben "muss" ist alleine auf Deinem Mist gewachsen, ich habe das nicht behauptet.
Na ja, "auf meinem Mist" gewachsen ist das nicht, denn du warst es, der geschrieben hat:
Zitat von DewDew schrieb:Man dürfte "Schütze Weber" demnach schon angesehen haben, dass er nicht in die Auseinandersitzung mit tödlichem Ausgang für N.S. verwickelt war.
Daraus geht klar hervor, dass du das Vorhandensein eines nicht zu übersehenden Verletzungsbildes beim Täter im Anschluss an die Tat unterstellst.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 15:07
@Sherlock_H :
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Ich halte das auch für schlicht falsch. In diesem Fall glaube ich sogar nicht, dass diese Version von "Weber" stammt, sondern dass der Reporter einfach schlecht recherchiert hat.
Jepp. Und sich mangels eigener Erfahrung in keinster Weise in die Situation reindenken konnte. Dann hätte ihm was auffallen müssen. Aber immerhin wissen wir nun, was im Fernseher zur Wahl stand.
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Grundsätzlich halte ich die manchmal falsche Wiedergabe von vermeintlichen Fakten durch Presse usw. für ein großes Problem bei den hier diskutierten Kriminalfällen.
Wenn´s dabei nur um Diskussionen wie hier ginge, wär´s noch zu verschmerzen.
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Ein Beipiel:

Der "Polizeiticker" (polizeiticker.online) von 27.11.2025 schreibt in einem Artikel zu dem Mord an NSt:
Erst rund ein halbes Jahr zuvor hatte Norbert Stolz seinen Wehrdienst in dieser Einheit begonnen.
Norbert Stolz war erst zwei Monaten im Dienst als Soldat. (Bildquelle: Polizei Köln)
Da bleibt kein Wunsch trocken und kein Auge offen, was? Wenn die auch von Dienststelle zu Dienststelle so genau kommunizieren, wird jeder Fahndungserfolg zum reinen Glückstreffer. Vielleicht sollte man auf seine alten Tage noch kriminell werden, die Chancen, damit durchzukommen steigen. U.A. ein Resultat jahrzehntelang vergeigter Bildungspolitik. Aufmerksamkeitsspannen vergleichbar mit denen von Goldfischen gepaart mit "copy & paste", was will man erwarten?
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Wenn man dann noch liest. dass in der Kaserne sich anscheinend niemand für 2 Löcher im Zaun interessiert hat,
Ja, da schmeißt es mich auch jedes Mal von Wand zu Wand.
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:dass unklar ist, an wen die offene Kellertüre gemeldet wurde,
Geschweige denn, ob man durch diese Tür tatsächlich ins Gebäude kam oder ob sie in einen Raum führte, der wiederum von innen verschlossen war oder eben nicht.
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:dass (nach Aussage von Kommissar Weber) der Todeszeitpunkt von NSt weitgehend unklar ist
Wobei die Auffindesituation ( geschlossener Raum mit bekannter Temperatur ) eine recht gute Eingrenzung des Tatzeitraums ermöglicht hätte.
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:dann kann man schon vom Glauben an die Institutionen abfallen.
Den was? An wen?

MfG

Dew


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 15:22
@Kielius :
Zitat von KieliusKielius schrieb:
Zitat von DewDew schrieb:Man dürfte "Schütze Weber" demnach schon angesehen haben, dass er nicht in die Auseinandersitzung mit tödlichem Ausgang für N.S. verwickelt war.
Daraus geht klar hervor, dass du das Vorhandensein eines nicht zu übersehenden Verletzungsbildes beim Täter im Anschluss an die Tat unterstellst.
Kommt da auch noch was Sachliches?

Es ist fruchtlos, mit jemandem zu diskutieren, der einem entweder aus Böswilligkeit, mangels Textverständnis oder Kenntnis des Konjunktiv Aussagen verdreht oder unterstellt, die man so nicht getroffen hat. Ich erspar´ mir das.

Dew


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 15:40
Zitat von DewDew schrieb:Kommt da auch noch was Sachliches?
Tut mir leid, aber jetzt muss ich wirklich lachen...

Denn dein letzter Post ist es, der keinerlei Sachbezug hat, sondern 100% Userbezug.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 16:30
@sören42 :
Zitat von sören42sören42 schrieb:Naheliegend - vor allem, wenn wir berücksichtigen, wie das Opfer beschrieben wird - wäre doch, dass es objektive Gründe für Stolz gab, die Unterschrift nicht abzugeben. Nicht wegen Verstreichen einer Uhrzeit oder weil Stolz schon schlafen wollte, sondern weil er ihm die final nicht geben wollte. Aus validem Grund. Etwa weil er die Kaserne unerlaubt verlassen hatte.
Das ist es ja gerade. Diesen "validen Grund" hätte N.S., korrekt, wie er beschrieben ist, doch eingetragen. Für genau solche Vorkommnisse ist extra Raum in den Büchern gewesen.
Ob "Weber" irgendwann zwischendurch die Kaserne verlassen hatte oder nicht, das konnte N.S. gar nicht wissen. Musste ihn auch nicht interessieren. Er hätte lediglich quittieren können und müssen, dass sich "Weber" zum befohlenen Zeitpunkt 2200 im Kompaniegebäude eingefunden hatte.

Oder eben nicht. Gehen wir jetzt mal davon aus, dass N.S. kein befehlshöriger Unmensch war, wären 2215 vielleicht auch noch o.k. gewesen für eine 2200-Bestätigung. Aber danach wäre es für N.S. selbst schwierig geworden. Er hätte ja nicht wissen können, was der "schräge Vogel Weber" in der verstrichenen Zeit angestellt haben mochte. Dann wäre spätestens ein Eintrag "2200, "Weber" nicht eingetroffen" fällig gewesen. Und wenn dieser dann z. B. um 2252 endlich angewankt gekommen wäre, dann hätte dort stehen müssen: "2252, "Weber" eingetroffen". Meinetwegen noch: "Behauptet, im Mannschaftsheim hat Toilettentür geklemmt, war eingesperrt."

Aber eine im U.v.D/G.v.D.-Buch nicht eingetragene Verweigerung der Unterschrift ergibt keinen Sinn. Dazu wäre N.S. überdies nicht "einfach so" berechtigt gewesen, das beißt sich auch wieder mit der Beschreibung.

MfG

Dew


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 16:47
Zitat von DewDew schrieb:Aber eine im U.v.D/G.v.D.-Buch nicht eingetragene Verweigerung der Unterschrift ergibt keinen Sinn. Dazu wäre N.S. überdies nicht "einfach so" berechtigt gewesen, das beißt sich auch wieder mit der Beschreibung.
Daher ist die Version "Die verlangte 22 Uhr Unterschrift wurde von Stolz auf später vertröstet" für mich genauso merkwürdig wie "Stolz saß um 22 Uhr alleine vorm Fernseher und nahm "Weber" im Vorbeilaufen nicht wahr". Beides passt nicht.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 17:34
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Beides passt nicht.
Und vor allem:
Beides ist nicht auch nur ansatzweise überprüfbar.

Deshalb kann die Beschäftigung mit der Frage, welche der beiden Versionen denn nun "die richtige" sein könnte, auch nicht einen Millimeter weiterführen (immer vorausgesetzt man verfolgt das Ziel, sich einer möglichen Lösung des Falls gedanklich weiter anzunähern.)


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 17:50
Ich nehme auch an, dass "Weber" in dem Punkt "22-Uhr-Unterschrift" unglaubwürdig ist. Aus meiner Sicht lautet die interessante Frage dann:

1. Hat "Weber" gelogen, aber hat er trotzdem mit dem Mord/Totschlag nichts zu tun?
oder
2. Ist "Weber" in das Tötungsgeschehen irgendwie verwickelt, ohne selbst derjenige zu sein, der NSt umgebracht hat?
oder
3. Ist "Weber" der Täter, der NSt umgebracht hat? ?


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 17:51
Zitat von DewDew schrieb:Aber eine im U.v.D/G.v.D.-Buch nicht eingetragene Verweigerung der Unterschrift ergibt keinen Sinn. Dazu wäre N.S. überdies nicht "einfach so" berechtigt gewesen, das beißt sich auch wieder mit der Beschreibung.
Vielleicht ist das Buch auch so nachlässig oder lückenhaft geführt worden wie zum Beispiel die Löcher im Zaun, wäre in das Buch korrekt alles eingetragen worden wüsten wir wehr hat die offene Kellertür zu welcher Zeit an welchen UvD gemeldet und was ist dann wegen der offenstehenten Türe unternommen worden. Aber laut Aussagen der Polizei weis man nichts genaues .
Zitat von KieliusKielius schrieb:Deshalb kann die Beschäftigung mit der Frage, welche der beiden Versionen denn nun "die richtige" sein könnte, auch nicht einen Millimeter weiterführen
Sehe ich jetzt anders, für mich ist das eigentlich einer der Punkte die die Glaubwürdigkeit von "Weber" endscheiten.
Hätte "Weber" die 22 Uhr Unterschrift würde ich ihm das geschlafen nichts gehört glauben, aber so eigentlich nicht.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 18:05
@Kielius

Wie nähert man sich hier im Forum einer möglichen Lösung des Falls gedanklich weiter an? Indem man verschiedene, evtl. mögliche Szenarien auf Plausibilität durchdenkt. Und das machen mMn hier alle teilnehmenden Foristen.

Dazu gehört eben auch die Beschäftigung mit den Aussagen von "Weber", den (soweit kommunizierten) Schilderungen der EB (XY-Filmbeitrag, Presseberichte, Podcasts) und den (mMn sehr wichtigen) Aussagen von möglichen Zeitzeugen. Dies alles in einem für uns begrenzten Rahmen, da natürlich niemand von uns hier Akteneinsicht hat.

Daher finde ich deine Aussage, dass bestimmte Beschäftigungen mit bestimmten Fragen "nicht einen Millimeter weiterführen können" schon etwas befremdlich - oder warst du dabei?


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 18:35
Zitat von KieliusKielius schrieb:Wir wissen nicht genau, wie die Kleidung des Täters nach der Messerattacke auf NS ausgesehen hat. Nach den bekannt gewordenen Informationen wird der Täter Blut an mindestens einer Hand gehabt haben, vermutlich an der messerführenden Hand.
Ganz Blutfrei kann die Tat aber auch nicht von statten gegangen sein, denn schließlich findet sich Blut von NS an dem Fenster durch das der Täter geflohen ist. Daher kann man davon ausgehen, dass auch auf der Kleidung des Täters Blut sein sollte. Sicherlich nicht wie im Splatter-Movie, aber doch genug, dass die Kleidung verschwinden muss. Dafür spricht auch, dass das Messer ja auch iwie transportiert werden musste und dabei bestimmt auch nochmal Spuren an der Kleidung hinterlassen hat. Entweder durch einstecken oder einklemmen etc. Wenn das Fenster mit der Tathand geöffnet wurde (die blutige) dann muss auch die andere Hand blutig sein, da hiermit das Messer gehalten wurde beim öffnen. Eine Tüte wird der Täter wohl nicht dabei gehabt haben.
Die Blutspur am Fenster zeigt auch, dass der Täter nicht der komplett berechnende eiskalte Killer gewesen sein wird. Daher denke ich, dass es durchaus mehr Blutspuren gibt und der Täter wenigstens Blut an den Händen hatte und den Ärmel. All das muss verschwinden und dafür hat Weber zwar Zeit aber vmtl nicht so richtig die Möglichkeiten.

Es kann natürlich sein, dass am Tatort nicht alles zu perfekt ermittelt wurde, aber ich denke Blutspuren abseits des vermuteten Fluchtweges wären schon aufgefallen. Und es bedeutet, dass Weber erst aus der Kaserne geflohen sein muss. (Davon ausgehend, dass der Täter wirklich durch das Fenster geflohen ist und es nicht nur geöffnet hat.) Um dann später wieder zurück zu kehren. In neuen sauberen Klamotten. Die Option dass er extra mit blutigen Händen noch das Fenster geöffnet hat um eine Spur zu legen, wäre dann wieder sehr kaltblütig und bedarf fast einer Planung oder sehr sehr kühlem Kopf, nachdem man gerade jmd erstochen hat, denn der erste Reflex dürfte schon sein sich die Hände zu waschen.

So wie der Tathergang in der XY Folge dargestellt wird, halte ich es auch nicht für so unwahrscheinlich, dass Weber oben nichts hört. Das Wachzimmer ist ja ein geschlossenes Zimmer, Weber wird seine Tür geschlossen haben zum Schlafen und zusätzlich ist der Schlafbereich auf einem anderen Stockwerk. Walkmen hin oder her ist das Schalltechnisch schon einigermaßen abgeschottet. Wenn nun entweder NSt im (Halb)Schlaf überrascht wurde und kaum die Möglichkeit hatte sich zu wehren und zunächst geschlagen und dann erstochen wurde, so ist das vermutlich nichtmal besonders laut. Es scheint ja keinen Kampf gegeben zu haben. Er scheint aber in jedem Fall arglos gewesen zu sein, sodass er sich vmtl nicht bemerkbar gemacht hat.

Die Unterschrift ist sicherlich merkwürdig, aber aus anderen Nachtschichten kann ich sagen, dass man, wenn man es schafft mal ein wenig die Augen zu schließen, froh ist, wenn das so bleibt und man nicht für eine "Lappalie" wieder aufstehen muss und erneut versuchen muss Ruhe zu finden, damit man einschlafen kann.

Der Hintergrund der Tat bleibt sicherlich die größte Frage hier und damit einher geht die Frage wie die Kaserne betreten wurde und warum. Ich fand die Verwechslung nicht so abwegig, aber sicherlich hat man auch dahingehend mal das Umfeld des eigentlich Wachhabenden grob geprüft.

Ja wirklich interessant. Aber ich glaube hier oder da geht im Forum die Fantasie mal wieder etwas zu weit. Auch die Idee, dass man hier einen Kriminalfall auf Grundlage eines Podcasts und ein paar Zeitungsartikeln lösen kann, hat doch eine gewisse hybris... Aber dafür sind wir ja hier :D


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 18:54
Zitat von Harald111Harald111 schrieb:Hätte "Weber" die 22 Uhr Unterschrift würde ich ihm das geschlafen nichts gehört glauben, aber so eigentlich nicht.
Noch ein anderer Aspekt zur angeblich verweigerten 22-Uhr-Unterschrift:

Es gibt ja verschiedene Hinweise darauf, dass „Webers“ Geschichte von der verweigerten Unterschrift womöglich nicht stimmt (Norbert war sehr gewissenhaft / er war als GvD zu der Unterschrift verpflichtet / er wusste, dass „Weber“ um 22 Uhr kommen musste / es war nur ein geringer Aufwand, aber er hätte „Weber“ dafür umsonst zum GvD-Zimmer laufen lassen). Wenn „Weber“ diese Geschichte trotzdem erzählt hat, ergibt sich noch eine andere Frage:

„Weber“ müsste sicher gewesen sein, dass Norbert um 22 Uhr noch gelebt hat. Nachweislich gesehen hat „Weber“ Norbert zum letzten Mal um ca. 19:30 Uhr, als „Webers“ Freundin anrief und Norbert ihn ans Telefon holte. Danach ging Weber nach seinen Angaben hinauf in sein Zimmer, hörte Musik / schlief ein und bekam nichts mehr mit.

Von 19:30 bis 22 Uhr sind es 2 ½ Stunden. In dieser Zeit hätte viel passieren können. Was, wenn sich bei den Ermittlungen später herausgestellt hätte, dass Norbert z.B. schon um 20:30 Uhr nicht mehr am Leben war? Dann wäre „Webers“ 22-Uhr-Geschichte eine offenkundige Lüge gewesen.

Mit der (mutmaßlich falschen) Behauptung, Norbert hätte ihm um 22 Uhr die Unterschrift verweigert, wäre „Weber“ also ein großes Risiko eingegangen. Demnach wusste er vermutlich, dass Norbert um 22 Uhr noch lebte. Aber woher?


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 19:39
Danke @alle für die vielen guten Überlegungen zur fehlenden 22:00 Uhr Unterschrift. Ich schreibe extra nicht "zur verweigerten" Unterschrift. Es ist für mich absolut undenkbar, dass selbst das größte Kameradenschw.... als Diensttuer die Unterschrift verweigert hätte.
Selbst die Annahme, dass "Weber" die Nachmittagsvertretung für Stolz aufgrund dessen Umschlagearbeiten nachlässig bis faul ausgeführt hätte, so hätte Stolz dann doch als mögliche Retourkutsche bereits die 19:00 Uhr Unterschrift verweigert und um 19:30 "Webers" Freundin am Telefon gesagt "Der ist unterwegs, Tschüss". Aber um 22:00 Uhr die Unterschrift verweigern?
Zitat von DewDew schrieb:Wir "Altgedienten" verstehen das ja alle nicht, und vielleicht liegt genau da das Problem.

Unter der Annahme, dass sich noch jemand im G.v.D.-Zimmer aufhielt, der N.S. bedrohte, könnte man doch auf den Gedanken kommen, dass der durch sein unkooperatives Verhalten provozieren wollte, dass "Schütze Weber" Krach schlägt.
"Weber" konnte sicher auf weitere Diszis verzichten und brauchte deshalb die Unterschrift, die bestätigte, dass er sich um 2200 im Kompaniegebäude aufhielt. Was wäre denn gewesen, wenn "Weber", stinksauer, zur Wache gegangen wäre, um sich da unter Beschwerden seinen Kasernenaufenthalt quittieren zu lassen, weil der "Herr G.v.D." sich weigert?
Ich als Wachhabender wäre wahrscheinlich mal hingegangen und hätte nach der Ursache gefragt. Man war ja für jede Abwechslung zu haben.
War es vielleicht das, was N.S. erreichen wollte?
@Dew
Das ist eine sehr steile These. Sie hat zwar einen gewissen Charme, krankt aber mutmaßlich bereits ab der Frage, wie "Weber" auf dem Weg zur Wache den den Block verlassen wollte, ohne dass Stolz ihm aufschließt.

Ich für mich kann jedenfalls nicht nachvollziehen, mit welch rheinischer Lockerheit der von mir sonst sehr geschätzte Ermittler Weber für die fehlende Unterschrift ein "das passt schon" zusammenbastelt. Ich fürchte, er hat nicht gedient.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 20:37
Zitat von Gast_01Gast_01 schrieb:Ich für mich kann jedenfalls nicht nachvollziehen, mit welch rheinischer Lockerheit der von mir sonst sehr geschätzte Ermittler Weber für die fehlende Unterschrift ein "das passt schon" zusammenbastelt.
Man könnte daraus eventuell zwischen den Zeilen lesen, dass die EB nicht wirklich "Weber" sondern eine andere Person im Fokus haben?

"Weber" ist eventuell Mitwisser aber nicht Mittäter? Deckt er eventuell eine "dritte Person", die sich laut eines Anrufers während der XY-Sendung zusätzlich neben Stolz und "Weber" im Gebäude am besagten Abend aufgehalten haben soll? Laut EB war dieser Hinweis während der Sendung "sehr konkret". Es gab darüber seitdem keine neue Mitteilung an die Öffentlichkeit. Hat sich diese Spur zerschlagen? Oder ist das noch aktuell?

Was dann folgte, war die Untersuchung der Kleidung von Norbert Stolz auf DNA-Spuren sowie die DNA-Reihentestung im Nov./Dez.des letzten Jahres. Die "ersten Ergebnisse" gab Ermittler Weber im letzten Podcast "Episode 108" bekannt. Und es wurde erstmals auch mitgeteilt, dass es eine sogenannte Mischspur von Opfer (bereits in XY kommuniziert) UND Täter (neue Info) am Fensterrahmen gab. Auch der Fund von Täter-DNA an der Kleidung von Norbert Stolz war im Podcast eine neue Info. Laut neuesten Berichten waren nicht alle Personen der Einladung zur DNA-Abgabe gefolgt, aber die Mehrheit. Bedeutet, es fehlte oder fehlt noch DNA von einigen Personen. Der Abgleich mit den bisher vorliegenden DNA-Proben ergab laut Ermittler Weber keinen Treffer.


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