Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

3.378 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Köln, Cold Case ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

12.03.2026 um 18:37
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Ok. Mir war nur als hätte hier mal jemand geschrieben das es doch einen toten Winkel gegeben hätte der nicht einsehbar war.
Das war ich:
Zitat von Andy_MachtHochAndy_MachtHoch schrieb:Was bei uns damals die Regel war, dass man die Funzel Richtung Fenster gedreht hat, d.h. die "Funzel" strahlte in Richtung (Innen)Fenster, so dass eine mögliche Person, die etwas von UvD wollte, geblendet wurde und der Rest des Zimmers relativ im Dunkeln blieb. So wurde vermieden, dass eine Person nicht sofort die ungewaschnen Teller, Pizzaschachteln, Mülleimer oder Schmuddelhefte erblicken konnte. Das war je nach Einheit wichtig wenn der Spieß, Offz oder OvWa vorbeikam, sonst gab es gleich den nächsten "freiwilligen" Dienst am WE obendrauf.

Wenn eine Person dabei das GvD/UvD/TePo-Zimmer komplett hat einsehen wollen, musste diese Person schon sehr nah an die Scheibe rantreten. Das hat aber niemand gemacht, der nur was kurz abgeben musste oder mal "Hallo" gesagt hat.
Bei "uns" war das (Innen)Fenster auch so verbaut, dass man wenn man nur mal kurz "vorbeigeschaut hat" relativ schräg an dieses Fenster rangegangen ist und man den Bereich von der Tür bis zum Schreibtisch im Totenwinkel hatte.
Das waren meinen Erfahrungswerte.
In den UvD-Zimmern die ich "besuchen" durfte wahr das verstecken bzw. eine Positionierung einer Person im UvD-Zimmer so möglich, dass ein Außenstehender diese nicht bemerken konnten. Das war überhaupt KEIN Problem.
Wenn es jemand zu 100 % darauf anlegt und sich vor dem Fenster auch noch bewegt, wird es natürlich schwieriger. Aber das dürfte Weber kaum gemacht haben, da der Blick meistens auf den Schreibtisch vor dem Fenster ging.


melden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

12.03.2026 um 19:45
@Andy_MachtHoch
Das mit dem toten Winkel im UvD-Raum war bereits im letzten Jahr Thema:

Beitrag von in1968 (Seite 94)

Beitrag von in1968 (Seite 95)

Beitrag von EST (Seite 95)


melden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

12.03.2026 um 19:52
Zitat von Der_SchwabeDer_Schwabe schrieb:Ich halte es daher durchaus für möglich, dieses Wörtchen so auszulegen, dass "Weber" eigentlich die Kaserne nicht verlassen durfte, es aber in Wahrheit anders war. Warum sollte dies nicht möglich sein? Ich hatte nie gesagt, dass es so sein "müsse", wie Du behauptest.
Okay, dann hatte ich dich in diesem Punkt missverstanden. Ich ging davon aus, dass du aus der Aussage des Kommissars im Podcast einen zwingenden Umkehrschluss ziehen wolltest.
Mein Fehler also, ich bitte um Verzeihung!
Zitat von Der_SchwabeDer_Schwabe schrieb:Das einzige was sein muss ist, dass die Polizei einen Grund gehabt haben "muss", dass sie "Weber" so schnell ausgeschlossen hat.
Es ist ja nach der Tat im Juni 1989 überhaupt nur 3 Monate lang ermittelt worden. Ende September 1989 wurden die Ermittlungsakten bereits geschlossen, weil der Fall ausermittelt war. Zitat des damaligen Kommissars in dem alten KStA-Artikel, der als Bild in diese Diskussion Eingang gefunden hat: "In diesem Fall waren wir chancenlos".
Diese Aussage ist für mich im gesamten Kontext des Falls nur durch die dürftige Spurenlage und das Fehlen jeglicher Zeugen - und zwar über viele Stunden von etwa 20 Uhr abends bis morgens gegen 6 Uhr der Tatnacht - erklärbar. Was in diesem Zeitraum im Gebäude geschah, war und ist für die Ermittler letztlich nicht rekonstruierbar.

Insbesondere ist nicht rekonstruierbar, ob "Weber" das Gebäude und/oder das Gelände in diesem Zeitraum verließ. Allerdings gibt es keine Anhaltspunkte dafür.
Schon gar nicht möglich ist es deshalb auch, eine Täterschaft von "Weber " auszuschließen.
Wie sollte denn ein "Beweis", dass "Weber" gar nicht der Täter gewesen sein kann, aussehen, wenn der Zeitraum 20 Uhr bis 6 Uhr der Tatnacht eine "Black Box" ist und Weber selbst aussagt, dass er die ganze Nacht im Zimmer verbracht hätte, Musik gehört und geschlafen hätte.
Wollen wir mit frei erfundenen Annahmen arbeiten, dass es in Wirklichkeit Beweise gibt, dass "Weber" in der Tatnacht viele Stunden außerhalb der Kaserne verbracht hat und deshalb überhaupt keine Möglichkeit hatte, NS umzubringen - nur die Kripo würde uns diesen Sachverhalt verschweigen? Das wäre doch geradezu absurd und ist jedenfalls nicht die Art und Weise, wie ich an die Beurteilung ungelöster Fälle herangehe.
Einen Tatverdacht aufrecht zu erhalten, wenn es keinen einzigen Beweis für die Täterschaft gibt und der Fall als ausermittelt gilt, ist nicht möglich.
Insofern wurde "Weber" damals, nachdem er zunächst Tatverdächtiger war, später vom Tatverdacht ausgeschlossen.
Das ist nicht gleichbedeutend damit, dass es Beweise gegeben haben muss, die belegen würden, dass er die Tat nicht begangen haben kann und dass der Täter also jemand anders gewesen sein muss.
Diese Sichtweise steht in Übereinstimmung mir der Aussage des Cold Case Ermittlers (also dem Kommissar aus dem Podcast) bei Aktenzeichen
Zitat von DewDew schrieb:Man dürfte "Schütze Weber" demnach schon angesehen haben, dass er nicht in die Auseinandersitzung mit tödlichem Ausgang für N.S. verwickelt war.
Deinen aufrichtigen Versuch, eine Beweisführung zu entwickeln, dass "Weber" gar nicht der Täter gewesen sein kann, in allen Ehren!
Dass der Mörder von NS bei der Tat offensichtliche Verletzungen davon getragen haben muss, "Weber" aber nach der Tat keine erkennbaren Verletzungen auswies, und deshalb als möglicher Täter ausscheidet, und dass die Behörden diesen Umstand der Öffentlichkeit gegenüber bis heute verheimlichen würden, halte ich für eine nicht glaubhafte Annahme.
Ich persönlich schließe das aus.


1x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 09:37
Ich gehe an das Thema von Webers möglicher Täterschaft mal ganz einfach dran. Wenn Weber wirklich die Tat begangen haben sollte stellt sich mir die Frage wo er denn schon alleine seine blutverschmierten Kleidung hätte entsorgen wollen? Eine Waschmaschine und einen Trockener im KP-Gebäude gab es nicht. Und selbst wenn er die Kleidung irgendwo entsorgt haben sollte wäre der Fehlbestand spätestens beim Aus checken am Ende der Wehrdienstzeit aufgefallen. Nächster Punkt Tatortreinigung und Beseitigung von Spuren? Wie hätte er das ernsthaft machen sollen? Ich denke zu allen diesen Dingen war er logistisch überhaupt nicht in der Lage. Das ist meine Meinung zu Weber. Ich denke das hat 1989 auch mit dazu geführt ihn recht schnell als dringend tatverdächtig auszuschließen.


5x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 10:10
Zitat von ESTEST schrieb:Meines Wissens mussten wir früher in dem Dienst nur Rundgänge innerhalb des Gebäudes machen, da außerhalb die Streife zuständig war.
Zitat von ESTEST schrieb:Die im Gebäude liegende Kellertreppe endete unten in einem Flur. Die anscheinend offen gestandene Kellertüre außen ging in einen Funktionsraum, der normalerweise abgeschlossen war. „Weber“ hätte entweder einen Schlüssel gehabt (was ich ausschliesse) oder die innere Türe hätte unverschlossen sein müssen. Die Beamten werden sicherlich damals den Zustand im Keller geprüft haben und werden wissen, was hier Sache war. Ich schätze nur, wenn die offene Kellertür außen Bestandteil der Ermittlungen ist wird sie wohl tatsächlich unverschlossen gewesen sein, sonst wäre das wohl ausgeschlossen worden.
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Ich meine, irgendwo stand das auch schon mal geschrieben oder es wurde im Podcast gesagt, dass Stolz den Aussenbereich nicht zu kontrollieren brauchte. Obwohl, die Kellertür würde doch eigentlich noch zum Gebäude gehören? Wäre es da nicht egal gewesen, ob die innere Tür dieses Funktionsraums offen oder abgeschlossen war? Oder würde dieser Funktionsraum, wenn abgeschlossen, nicht mit kontrolliert? War das dieser Raum, wo die Soldaten auf Außenwachrundgang, zunächst den "Typ, der die Wäsche immer aus dem Keller holt" mit verbunden haben?
Zitat von in1968in1968 schrieb:wo er denn schon alleine seine blutverschmierten Kleidung hätte entsorgen wollen?
@in1968
@EST
Dieser Funktionsraum im Keller? Hatte der die Funktion eines "Wäschelagers"?


1x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 10:13
Zitat von in1968in1968 schrieb:Und selbst wenn er die Kleidung irgendwo entsorgt haben sollte wäre der Fehlbestand spätestens beim Aus checken am Ende der Wehrdienstzeit aufgefallen.
@in1968:
Dazu eine Frage: Durfte denn "Weber" während des Wochenendes in der Kaserne Zivilkleidung tragen? Und falls ja, war es üblich, dass ein Arrestant seine zivile Kleidung trug? Ich erinnere mich daran, dass ich in der Grundausbildung froh war, wenn ich am Freitag Nachmittag nach dem "Stuben- und Revier-Reinigen" meine Zivilkleidung anziehen konnte.


melden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 10:19
@Sherlock_H
Gerade bei der Theorie "Weber war draußen und wurde beim nächtlichen Reinschleichen erwischt" hätte er zivil getragen.


melden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 10:19
Zitat von skyffmskyffm schrieb:Bei uns ist der UvD zum essen in die Kantine, auch am WE. War eventuell abhängig von der Grösse des Standorts, ob die Kantine auf war.
Dann wurde die UvD Stube natürlich abgeschlossen, das Gebäude blieb meistens offen. Das wurde erst am Abend abgeschlossen.
Geraucht wurde 89 selbstverständlich auf den Stuben.
Zitat von in1968in1968 schrieb:beim Aus checken am Ende der Wehrdienstzeit aufgefallen. Nächster Punkt Tatortreinigung und Beseitigung von Spuren? Wie hätte er das ernsthaft machen sollen? Ich denke zu allen diesen Dingen war er logistisch überhaupt nicht in der Lage.
Vielleicht ist er noch da (Zeitsoldat) und hat noch nicht ausgecheckt ;-) nein Spaß so sehe ich das auch. Die Thesen mit Kleidung klein schneiden in diesem psychischen Ausnahmezustand, unter den Druck das jederzeit jemand in der Kaserne auftaucht-schwer vollstellbar.


1x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 10:22
@KTG: Danke!
Zitat von fcmlarsfcmlars schrieb:Die Thesen mit Kleidung klein schneiden in diesem psychischen Ausnahmezustand, unter den Druck das jederzeit jemand in der Kaserne auftaucht-schwer vollstellbar.
@fcmlars
Was wäre denn die Alternative für "Weber" gewesen, wenn er denn den Mord tatsächlich begangen hätte? Sich neben die Leiche setzen und warten, bis er verhaftet wird?

Dass jederzeit jmd. in der Kaserne auftaucht, war meiner Meinung nach nicht sehr realistisch für die Zeit zwischen - sagen wir - 23 Uhr und 6 Uhr.


1x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 10:24
@Shiloh
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Dieser Funktionsraum im Keller? Hatte der die Funktion eines "Wäschelagers"?
Was da in diesem Raum war weiss ich nicht mehr. Ich könnte mir jedoch denken das es ggf. ein Technikraum war, Heizingskeller, Wasserversorgung, etc. Ja, vielleicht wurde auch Wäsche dort gelagert die dann von der Wäscherei abgeholt wurde. Wäre möglich.


melden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 10:29
@Sherlock_H
Dazu eine Frage: Durfte denn "Weber" während des Wochenendes in der Kaserne Zivilkleidung tragen? Und falls ja, war es üblich, dass ein Arrestant seine zivile Kleidung trug? Ich erinnere mich daran, dass ich in der Grundausbildung froh war, wenn ich am Freitag Nachmittag nach dem "Stuben- und Revier-Reinigen" meine Zivilkleidung anziehen konnte.
quote

Gute Frage. Ich hatte mir diese auch gestellt ob er verpflichtet war als Arrestanz BW-Klamotten tragen zu müssen, ob wohl offiziell Wochenende war... Gefühlsmässig würde ich sagen Ja. Er stand ja offiziell unter Arrest und von daher könnte ich mir vorstellen das er NICHT in zivil sein durfte.



melden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 10:32
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Was wäre denn die Alternative für "Weber" gewesen, wenn er denn den Mord tatsächlich begangen hätte? Sich neben die Leiche setzen und warten, bis er verhaftet wird?
Ja,klar gute Frage..ca 8 Stunden Zeit zu handeln wie die nächsten ca 8 Jahre verlaufen (denke solange wäre die Haftstrafe ca gewesen).
Aber so eine Abgebrühtheit und (muss man ja leider auch sagen) Cleverniss und Geschick von einem 20 jährigen "komischen Vogel".
Ich vermute (behaupte nicht) das funktioniert nicht.


melden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 10:45
@Kielius :
Zitat von KieliusKielius schrieb:Deinen aufrichtigen Versuch, eine Beweisführung zu entwickeln, dass "Weber" gar nicht der Täter gewesen sein kann, in allen Ehren!
Dass der Mörder von NS bei der Tat offensichtliche Verletzungen davon getragen haben muss, "Weber" aber nach der Tat keine erkennbaren Verletzungen auswies, und deshalb als möglicher Täter ausscheidet, und dass die Behörden diesen Umstand der Öffentlichkeit gegenüber bis heute verheimlichen würden, halte ich für eine nicht glaubhafte Annahme.
Ich persönlich schließe das aus.
Lies bitte genau und pass´ bitte auf, was Du schreibst. Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass beim nach den uns vorliegenden Informationen bzgl. Tatverlauf ( tätliche Auseinandersetzung, Faustschlag ins Gesicht des Opfers, dann multiple Stichverletzungen, Gegenwehr des Opfers ) und Tatwaffe eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass der Täter sich verletzt und dass ich es daher für unwahrscheinlich halte, dass das ausgerechnet dort nicht passiert ist.
Das sich der Täter verletzt haben "muss" ist alleine auf Deinem Mist gewachsen, ich habe das nicht behauptet.

Die Verletzungen an der Hand, die man sich bei einem heftigen Faustschlag ins Gesicht eines Opponenten zuziehen kann, reichen von Prellungen über Blutergüsse, Abschürfungen, Platzwunden an den Knöcheln, passiven Bissverletzungen durch Kontakt mit den Zähnen des Opponenten bis hin zur klassischen Boxerfraktur. Nicht umsonst tragen Boxer spezielle Handschuhe. Und in denen werden die Hände sogar noch bandagiert um das Verletzungsrisiko zu minimieren. Ausschließen kann man´s selbst da nicht.

Selbst das Tragen der dienstlich gelieferten Handschuhe hätte nur einen sehr eingeschränkten Schutz geboten.
Da es überdies einen Fingerabdruck im Zusammenhang mit einer Blutspur gab, kann man davon ausgehen, dass keine Handschuhe getragen wurden.

Dass die EB im Bezug auf "Schütze Weber" etwas "verheimlichen" halte ich doch für eine etwas tendenziös-überspitzte Formulierung. Ermittlungsergebnisse werden nun mal nicht immer im Detail bekanntgegeben.
Sie haben "Schütze Weber" als Verdächtigen ausgeschlossen und ich gehe davon aus, dass sie den einzigen offiziellen Mitinsassen des Kompaniegebäudes schon genau durchleuchtet haben. Wir wüssten es natürlich gerne, was der Grund war, im Prinzip geht es uns aber nichts an.

Das "Schütze Weber" offenbar keine Verletzungen aufwies, die sich mit dem Tathergang in Vereinbarung ließen, dürfte bei seiner Entlastung sicher eine Rolle gespielt haben. Selbst wenn es kein Beweis für seine Unschuld war, so doch mit hoher Wahrscheinlichkeit ein gewichtiges Indiz.

Die Zusatzkonstruktionen, die nötig sind, um "Schütze Weber" als den Täter zu präsentieren, also die "Erklärungen", wie, oder gar mit wessen Hilfe von außen, der Spuren, die zu ihm führten vermieden, verwischt, versteckt oder verbracht hätte haben können, kommen mir doch eher verzweifelt, verwegen-bemüht daher als die Akzeptanz der Tatsache, dass da, wo man nichts fand auch nichts war. Sollten neue Informationen auftauchen, bin ich gerne zu einer Neubewertung bereit.

MfG

Dew


2x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 11:31
Zitat von DewDew schrieb:Wenn der Täter sich in einem toten Winkel aufhielt und zu diesem Zeitpunkt noch in "Verhandlungen" mit N.S. bzgl. der Meldung eines für ihn folgenschweren Fehlverhaltens war oder diesen schon bedrohte ( Telefonverbindung schon gekappt ), wäre das eine mögliche Erklärung für die Verweigerung dieser Lappalie.
Ich bin weiter oben zur genau gegensätzlichen Meinung gekommen, die Unterschrift zu leisten dauert keine Minute bei einer Verweigerung der Unterschrift kann es zu einer längeren Diskussion mit "Weber" kommen und ich habe in dann nicht möglichst schnell abgewimmelt.
Ich persönlich verstehe es sowieso nicht warum sich "Weber" ohne Diskussion abwimmeln lässt , ich bin Arrestant und brauche diese Unterschrift, stehe extra von meiner ruhestäte um ca. 22 Uhr auf nehme meinen Zettel zum Unterschreiben, laufe zum UvD Zimmer ins Erdgeschoß und der Herr UvD ist zu Faul aufzustehen um die Unterschrift zu leisten ?
Etwas anderes wäre es gewesen wenn die zwei die Unterschrift schon im Vorfeld auf den nächsten Tag verschoben hätten, haben Sie aber nicht laut Aussage von "Weber" nicht .


@all
Die Kleidung ob Zivil oder BW konnte ja in der Kaserne versteckt werden genug Zeit wer ja da , Ich glaube gelesen zu haben das eben nicht die ganze Kaserne durchsucht wurde.
Zitat von in1968in1968 schrieb:Und selbst wenn er die Kleidung irgendwo entsorgt haben sollte wäre der Fehlbestand spätestens beim Aus checken am Ende der Wehrdienstzeit aufgefallen.
Es gab damals noch mehr als heutzutage sogenannte " Nato Shops " da konnte man alles von der Bundeswehr in neuen oder gebrauchten Zustand kaufen gebraucht meist für einen sehr geringen Preis , bei uns damals hatte eigentlich jeder das ein oder andere Teil privat gekauft .
Zitat von DewDew schrieb:Sie haben "Schütze Weber" als Verdächtigen ausgeschlossen und ich gehe davon aus, dass sie den einzigen offiziellen Mitinsassen des Kompaniegebäudes schon genau durchleuchtet haben. Wir wüssten es natürlich gerne, was der Grund war, im Prinzip geht es uns aber nichts an.
Sie haben damals "Weber" als Täter ausgeschlossen und das damals ziemlich schnell.
Bei der Aufnahme der neuen Ermittlungen wurde das "Alibi" die Ausschlussgründe für "Weber" wieder in Zweifel gezogen, was dabei jetzt rausgekommen ist gibt die Polizei nicht bekannt , oder es ist an mir vorbeigegangen.


2x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 11:47
Zitat von Harald111Harald111 schrieb:Sie haben damals "Weber" als Täter ausgeschlossen und das damals ziemlich schnell.
Bei der Aufnahme der neuen Ermittlungen wurde das "Alibi" die Ausschlussgründe für "Weber" wieder in Zweifel gezogen, was dabei jetzt rausgekommen ist gibt die Polizei nicht bekannt , oder es ist an mir vorbeigegangen.
Eben.
Die Betonung liegt für mich da auch klar auf "damals" und die EB halten sich aktuell sehr bedeckt.


melden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 12:20
@Harald111 :
Zitat von Harald111Harald111 schrieb:Ich bin weiter oben zur genau gegensätzlichen Meinung gekommen, die Unterschrift zu leisten dauert keine Minute bei einer Verweigerung der Unterschrift kann es zu einer längeren Diskussion mit "Weber" kommen und ich habe in dann nicht möglichst schnell abgewimmelt.
Ich persönlich verstehe es sowieso nicht warum sich "Weber" ohne Diskussion abwimmeln lässt , ich bin Arrestant und brauche diese Unterschrift, stehe extra von meiner ruhestäte um ca. 22 Uhr auf nehme meinen Zettel zum Unterschreiben, laufe zum UvD Zimmer ins Erdgeschoß und der Herr UvD ist zu Faul aufzustehen um die Unterschrift zu leisten ?
Wir "Altgedienten" verstehen das ja alle nicht, und vielleicht liegt genau da das Problem.

Unter der Annahme, dass sich noch jemand im G.v.D.-Zimmer aufhielt, der N.S. bedrohte, könnte man doch auf den Gedanken kommen, dass der durch sein unkooperatives Verhalten provozieren wollte, dass "Schütze Weber" Krach schlägt.
"Weber" konnte sicher auf weitere Diszis verzichten und brauchte deshalb die Unterschrift, die bestätigte, dass er sich um 2200 im Kompaniegebäude aufhielt. Was wäre denn gewesen, wenn "Weber", stinksauer, zur Wache gegangen wäre, um sich da unter Beschwerden seinen Kasernenaufenthalt quittieren zu lassen, weil der "Herr G.v.D." sich weigert?
Ich als Wachhabender wäre wahrscheinlich mal hingegangen und hätte nach der Ursache gefragt. Man war ja für jede Abwechslung zu haben.
War es vielleicht das, was N.S. erreichen wollte?

MfG

Dew


3x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 12:55
Zitat von DewDew schrieb:Wir "Altgedienten" verstehen das ja alle nicht, und vielleicht liegt genau da das Problem.
Für mich liegt das Problem eher darin, dass es ja anscheinend zwei 22 Uhr-Versionen gab.

Einmal die Version, dass Stolz laut "Weber" gegen 22 Uhr vorm Fernseher saß, die beiden nicht miteinander gesprochen haben und Stolz seinen Kameraden womöglich auch gar nicht wahrgenommen hat.

Und dann die Version, dass Stolz laut "Weber" die benötigte Unterschrift um 22 Uhr auf später verlegte, da Stolz sich bereits hingelegt hatte.


3x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 13:12
Zitat von DewDew schrieb:Was wäre denn gewesen, wenn "Weber", stinksauer, zur Wache gegangen wäre, um sich da unter Beschwerden seinen Kasernenaufenthalt quittieren zu lassen, weil der "Herr G.v.D." sich weigert?
Ich als Wachhabender wäre wahrscheinlich mal hingegangen und hätte nach der Ursache gefragt. Man war ja für jede Abwechslung zu haben.
War es vielleicht das, was N.S. erreichen wollte?
Ein sehr guter Gedanke, in diese Richtung hatte ich noch überhaupt nicht gedacht.
Wenn "Weber" zu diskutieren anfängt war die Hoffnung von Stoltz vielleicht das "Weber" seine Notlage erkennt und ihm beisteht oder sonst irgendwie Alarm schlägt.
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Für mich liegt das Problem eher darin, dass es ja anscheinend zwei 22 Uhr-Versionen gab
Auch wieder so ein Punkt der seltsam ist .


2x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 13:30
@Shiloh :
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Für mich liegt das Problem eher darin, dass es ja anscheinend zwei 22 Uhr-Versionen gab.
Danke für den Hinweis, das ist wirklich ein Problem.
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Und dann die Version, dass Stolz laut "Weber" die benötigte Unterschrift um 22 Uhr auf später verlegte, da Stolz sich bereits hingelegt hatte.
Ja.
Ich war von dieser Version ausgegangen, in der N.S. "Schütze Weber" aktiv auf den nächsten Morgen vertröstet. Die ist ja unter normalen Umständen schon schwer nachvollziehbar.
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Einmal die Version, dass Stolz laut "Weber" gegen 22 Uhr vorm Fernseher saß, die beiden nicht miteinander gesprochen haben und Stolz seinen Kameraden womöglich auch gar nicht wahrgenommen hat.
Diese andere ist mir durchgegangen, aber die ist ebenfalls unverständlich. Wo kommt die denn her?
N.S. hatte Dienst, "Weber" hatte ein dienstliches Anliegen mit Zeitvorgabe. Unterschrift Anwesenheitskontrolle 2200. Da schleicht man sich doch nicht vorbei und wird nicht bemerkt, da klopft man höflich an, macht sich bemerkbar und kriegt sein Autogramm von dem dienstbeflissenen Kameraden.

N.S. hat doch von "Weber" gewusst, kurz vorher hatte der ihn ja noch vertreten dürfen, weil N.S. Stapler fahren musste. Dann noch der Anruf. Wird alles immer seltsamer.

MfG

Dew


1x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

13.03.2026 um 13:31
Sehe ich sehr ähnlich.

Es war ja durchaus Blut im Spiel, da dürfte er keinen Tropfen an der falschen Stelle verlieren dürfen. Auf der Treppe oder sonst wo. Der Täter hat das Gebäude duch ein Fenster verlassen. "Weber" muss also zusätzlich nachdem er seine Flucht fingiert hat, wieder iwo rein gekommen sein. Nicht unmöglich aber auch schon sehr ambitioniert. Dazu die Tatkleidung inkl Messer verschwinden lassen und sich selber vom Blut reinigen ohne dass es auffällt. Also nicht in der Kaserne abwaschen, da sicherlich die Waschräume etc überprüft wurden und da reicht es nicht einfach danach gründlich sauber zu machen, da muss man schon sehr gründlich sauber machen und auch davon bleiben Spuren. (feuchte Lappen etc.)


melden