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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

4.249 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Köln, Cold Case ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

02.09.2026 um 09:07
@HolzaugeSHK
Fremde Fuhrunternehmer waren kaum auf dem Gelände. Das waren idR Bundeswehr LKWs .
Die Toiletten befanden sich dort wo auch die Waschräume waren .Das war jeweils am anderen Ende des Ganges. Denke so 20 m vom GvD Zimmer entfernt.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

02.09.2026 um 17:08
Zitat von in1968in1968 schrieb:Für den Außenbereich war der GvD nicht zuständig. Er hat nur innerhalb des Gebäudes Kontrollgänge verrichtet.Für aussen war die Streife der Hauptwache zuständig. Aber ganz ehrlich, ich habe mir damals auf Streife auch nicht die Kellertüren der Kompanien angeschaut. Auch an der besagten Türe bin ich damals öfters vorbeigelaufen. Viel interessanter ist eigentlich die Frage warum diese Türe, welche ja offenbar mindestens seit der Mittagszeit offen war, trotz mehrfacher Meldungen nicht geschlossen wurde...
Natürlich wird so ein Streifendienst unterschiedlich gehandhabt. Ich denke mal, wenn die eigene Karriere nicht davon abhängt, was bei vielen Wehrdienstleistenden sicher der Fall war da sie sich nicht verpflichten wollten, hatte man dahingehend dann auch mal der Bequemlichkeit den Vorrang vor Akribie und Diensteifrigkeit gegeben. Absolut verständlich. Das hätte ich wahrscheinlich auch. Befehle und Drill gab es eh schon genug.

Trotzdem sprichst du einen wahren Punkt an, der mich auch sehr grübeln lässt. Die Tür wird öfter als geöffnet gemeldet. Warum reagiert niemand darauf? Wer hat den Missstand überhaupt gemeldet? Wer hätte den Schlüssel gehabt die Tür zu schließen? Das sie bereits Mittags offen stand, spricht tatsächlich dagegen, dass bereits zu diesem Zeitpunkt für später am Abend vorgeplant worden war. Es sei denn, man hatte sie nur aufgeschlossen, aber nicht geöffnet und sie wurde unbeabsichtigt z.B. durch Zugluft geöffnet.
Zitat von heritageheritage schrieb:Ist denn bekannt ob Norbert Raucher war?
An der offenen Eingangstür ist ein Aschenbecher angeschraubt, und man müsste das Haus zum rauchen nicht wirklich verlassen, und das grüne behältnis, sieht aus wie ein Ascheineimer.
Es gab sicherlich Büros in denen geraucht wurde. Das war zu der Zeit auch bei Unternehmen so. Ob auf den Stuben oder den Gängen oder in der Truppenküche geraucht werden durfte wage ich zu bezweifeln. Ob Stolz selbst Raucher war, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber es wäre für ihn ja einfacher gewesen, dafür kurz vor den Haupteingang zu gehen. Das Büro des GvD/UvD war ja direkt daneben, so ferm er dort nicht hätte rauchen dürfen.
Zitat von MayorQuimbyMayorQuimby schrieb:Das ist eine Spekultion, völlig ohne Begründung.
Okay, weißt du zufällig noch wie das Gerücht entstanden ist?


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

02.09.2026 um 19:12
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Ob auf den Stuben oder den Gängen oder in der Truppenküche geraucht werden durfte wage ich zu bezweifeln
Auf den Stuben durfte damals geraucht werden, deshalb wurden. Raucherstuben und Nichtraucherstuben getrennt. Im Gang und in "Funktionsräumen" durftean nicht rauchen. Da das UvD Zimmer ein Dienstzimmer bzw ein "Funktionsraum" war, wurde das oft vom Spieß etc entschieden. Das war also unterschiedlich.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Die Tür wird öfter als geöffnet gemeldet. Warum reagiert niemand darauf? Wer hat den Missstand überhaupt gemeldet
Das ist eine Frage, die ich mir auch stelle. Gemeldet und verbummelt kann ja mal passieren. Aber dass bei keinem Rundgang was auffällt? Irgendwer müsste die Tür doch nur zuknallen. Normal hatten die Kellertüren aussen einen Knauf, zumindest bei uns. Wenn zu, dann von aussen nur mit Schlüssel zu öffnen


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

02.09.2026 um 20:24
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Okay, weißt du zufällig noch wie das Gerücht entstanden ist?
Das ist hier entstanden.
Erst Damenbesuch für einen romantischen Freitagabend und danach sogar die Frau eines Vorgesetzten, ich glaube, es war auch mal ein Darkroom (für alle, die se nicht wissen, das ist ein Rudelbumsraum für Schwule) in der absurden Spekulation.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

02.09.2026 um 21:27
Zitat von abberlineabberline schrieb:Auf den Stuben durfte damals geraucht werden, deshalb wurden. Raucherstuben und Nichtraucherstuben getrennt. Im Gang und in "Funktionsräumen" durftean nicht rauchen. Da das UvD Zimmer ein Dienstzimmer bzw ein "Funktionsraum" war, wurde das oft vom Spieß etc entschieden. Das war also unterschiedlich.
Ah okay. Danke für die Info. Dann gehe ich jetzt einfach mal davon aus, dass die Kellertür nicht für Raucherpausen genutzt wurde, sondern aus anderen Gründen offenstand. Aber mal das Rauchen generell beiseite, was könnte es für generelle -auch praktische nicht mit einem Verbrechen zusammenhängende- Gründe gegeben haben, diese Tür bewusst(!!) offen zu lassen? Man sollte nicht vergessen, es könnte auch unabsichtlich geschehen sein oder keinen besonderen Grund gehabt haben. Aber wenn es einen Grund gab, welcher könnte das sein? Vielleicht kann man sich so eher herantasten, ob diese Tür bei der Tat überhaupt eine Rolle spielte oder eine Beschäftigung damit vergebliche Liebesmühe ist...Ich weiß, hier im Thread wurde darüber schon viel spekuliert. Aber man müsste das mal zusammenfassen.
Zitat von abberlineabberline schrieb:Normal hatten die Kellertüren aussen einen Knauf, zumindest bei uns. Wenn zu, dann von aussen nur mit Schlüssel zu öffnen
Wenn es in diesem Fall auch so wäre, müsste man also davon theoretisch ausgehen, dass jemand mit oder ohne Schlüssel die Tür nutzte und sehr wahrscheinlich bewusst nicht hinter sich abschloss oder zumindest ins Schloss warf.

Meine erste Idee dazu wäre, dass jemand oder eine Gruppe öfter raus und wieder rein musste, vielleicht auch etwas dabei hatte und deshalb die Tür nicht bei jedem Gang auf- bzw. verschloss. Könnte etwas angeliefert worden sein oder fanden Bau- oder Wartungsarbeiten statt? Ich kenne solche Nachlässigkeiten persönlich eher von Handwerkern, Anlieferern.
Zitat von MayorQuimbyMayorQuimby schrieb:Das ist hier entstanden.
Erst Damenbesuch für einen romantischen Freitagabend und danach sogar die Frau eines Vorgesetzten, ich glaube, es war auch mal ein Darkroom (für alle, die se nicht wissen, das ist ein Rudelbumsraum für Schwule) in der absurden Spekulation.
Ach so, ich dachte das kam von außen. Gab es da nicht sogar mal einen Namen dieser Lady? Keine Ahnung.

Ich hatte diesen grundsätzlichen Gedanken mit einem amorösen Treffen oder Besuch von außen zum Zeitvertreib während der Nachtschicht ja selbst früher schon eingebracht. Es würde vieles erklären, wenn man davon ausgeht, dass der/die Täter von außen kam(en) und eben nicht berechtigt auf das Gelände konnte(n).

Aber wenn man das nun mal außen vor lässt, gibt es für ein Eindringen von außen mit dem Zweck der gezielten Ermordung von Norbert Stolz mMn keinen vernünftigen Grund oder? Hätte man ihm nach dem Leben trachten wollen, hätte man ihn außerhalb der Kaserne viel leichter und risikoloser erwischen können.

Also wenn man da nichts an Motiven findet, ist für mich ein Angriff von innen wesentlich plausibler. Dann wären zwar Loch im Zaun und die offene Tür Zufall und würden mit der Tat nicht in Verbindung stehen, aber dafür wäre ziemlich sicher, das der/die Täter BW-Angehörig(e) war(en). Fehlt eben nur das Motiv. Aber weil es zusammen mit Spuren fehlt, ist der Fall wohl auch nicht gelöst.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

02.09.2026 um 22:05
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Meine erste Idee dazu wäre, dass jemand oder eine Gruppe öfter raus und wieder rein musste, vielleicht auch etwas dabei hatte und deshalb die Tür nicht bei jedem Gang auf- bzw. verschloss. Könnte etwas angeliefert worden sein oder fanden Bau- oder Wartungsarbeiten statt? Ich kenne solche Nachlässigkeiten persönlich eher von Handwerkern, Anlieferern.
Wie gesagt, ich weiß nicht, wie es in dieser konkreten Kaserne war. Ich kann mir aber vorstellen, dass jemand was zb tagsüber aus dem Keller geholt hat, zwei Hände voll - und einfach die Tür nicht zugemacht hat. Es war eine Nachschubkompanie, evtl musste man da öfter mal in den Keller.
Nur hätte die Tür dann echt lange aufgestanden - ab Freitags Mittags war ja quasi niemand mehr da und die Verladearbeiten hatten vermutlich nichts mit diesem Kellerraum im Mannschaftsblock zu tun?


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

02.09.2026 um 22:26
Zitat von abberlineabberline schrieb:Nur hätte die Tür dann echt lange aufgestanden - ab Freitags Mittags war ja quasi niemand mehr da und die Verladearbeiten hatten vermutlich nichts mit diesem Kellerraum im Mannschaftsblock zu tun?
Das ist genau der Punkt. Mir fehlen irgendwie die Ideen. Ich gelange gerade fast zu der Annahme, dass sowohl die offene Tür als auch die Löcher im Zaun so rein gar nichts mit diesem Verbrechen zu tun hatten und dies eine bislang unbekannte Privatfehde zwischen Norbert Stolz und einem/mehreren Kameraden war.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

03.09.2026 um 00:02
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:
Zitat von in1968in1968 schrieb:Wir hatten jedoch,ich sprach es vor einiger Zeit schonmal an,auf dem Gelände kleinere Häuser die von Offizieren bewohnt wurden.
Habt ihr noch einen Überblick wieviele Offiziere mit Familie dort wohnten? Sicher gab es dann auch noch Kinder/Jugendliche mit auf dem Gelände? Haben die Kinder immer gespurt oder könnten die vielleicht den Zaun kaputt gemacht haben?
Nach meiner Erinnerung waren es keine "Wohnhäuser" oder Gebäude, die faktisch bewohnt waren. Es waren dort Unterkünfte, in denen u.a. auswärtige Fahrer nächtigen konnten. Hierfür hatte ich zu meiner Zeit die Buchungen vorzunehmen (in der Kaserne war das Transportbataillon 801 und eine Kompanie war die 2./Nachschubbataillon 805 - da war ich). Hin und wieder kamen Anrufe anderer Kasernen, die angefragt hatten, für einen bestimmten Tag / eine bestimmte Nacht jemand übernachten zu lassen. Es hat dann auch eine Zeit gegeben, in denen ich die Zimmer soweit vorbereitet hatte mit Bettdecke usw.

Im Butzerweilerhof fanden ja Verladetätigkeiten statt und da kamen öfter Lkw's von auswärts und wenn die Strecke zu weit war durften die Jungs übernachten.

Ob zu der besagten Nacht jemand fremdes dort übernachtet hat glaube ich nicht weil es zum einen die Nacht Freitag auf Samstag war und zum anderen hatten die Sommerferien gerade erst begonnen.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

03.09.2026 um 06:09
@EST
Hallo EST,uns sagte man damals das diese Häuser,die rechts der Wache in Randlage des Geländes waren Offizierswohnungen seien.Sie waren auch so ca.200 bis 300 m von den Unterkünften entfernt.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

03.09.2026 um 06:16
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Ich gelange gerade fast zu der Annahme, dass sowohl die offene Tür als auch die Löcher im Zaun so rein gar nichts mit diesem Verbrechen zu tun hatten
Sehe ich auch so. Wenn ich es richtig verstanden habe, stand die Tür ja sichtbar auf. Wenn jemand die Tür absichtlich offen gehalten haben wollte, um heimlich ins Gebäude zu gelangen, hätte man die doch eher angelehnt, dass man es nicht von weitem sieht


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

03.09.2026 um 09:29
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Ach so, ich dachte das kam von außen. Gab es da nicht sogar mal einen Namen dieser Lady? Keine Ahnung.
Du meinst vermutlich jene "Anette", die die Familie Stolz, nicht lange nach Norberts Tod, brieflich um ein Foto von Norbert bat und es dann auch erhielt.
Obwohl sie ihnen nicht bekannt war.
Norberts Bruder hat den Brief 2013 an die Kölner Kripo abgegeben, das Kuvert und damit der Name und die Adresse der Frau waren jedoch verloren.
Jedenfalls hat sich die Frau danach nie wieder gemeldet.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

03.09.2026 um 12:56
@Slaterator
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Ich gelange gerade fast zu der Annahme, dass sowohl die offene Tür als auch die Löcher im Zaun so rein gar nichts mit diesem Verbrechen zu tun
Ich glaube auch sehr stark daran das die offene Kellertüre nichts mit der Tat zu tun hat. Wer lässt eine Kellertüre so viele Stunden vor einer Tat auf.Wir wissen das die ersten Meldungen bereits mittags kamen.Womöglich war die Türe aber ja schon sogar vormittags auf.Etwas verwunderlich finde ich ihm Nachhinein jedoch das offenbar Rekruten auf dem Weg in Wochenende die offene Türe gesehen haben sollen,wie im Filmfall dargestellt.Der normale Weg um zur Wache und somit nach draußen zu kommen ging nach dem Haupteingang rechts raus in Richtung Kantine und dann wieder rechts ca 200 m zur Wache.Eigentlich gab es keinen Grund bei Dienstschluss diesen Weg einzuschlagen.Das aber nur nebenbei.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

03.09.2026 um 13:21
@in1968

Ein Zeuge sieht das Wohl anders:
Zitat von ESTEST schrieb am 06.03.2025:Die Löcher im Zaun waren meines Wissens schon länger da und wurden häufig als Abkürzung von der Straßenbahn genutzt, da sonst der lange Weg zur Wache/Pforte und innen zurück zu den Gebäuden gegangen werden musste.



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03.09.2026 um 17:57
Zitat von KTGKTG schrieb:Wenn ich es richtig verstanden habe, stand die Tür ja sichtbar auf. Wenn jemand die Tür absichtlich offen gehalten haben wollte, um heimlich ins Gebäude zu gelangen, hätte man die doch eher angelehnt, dass man es nicht von weitem sieht
User @in1968 ergänzt:
Zitat von in1968in1968 schrieb:Ich glaube auch sehr stark daran das die offene Kellertüre nichts mit der Tat zu tun hat. Wer lässt eine Kellertüre so viele Stunden vor einer Tat auf.Wir wissen das die ersten Meldungen bereits mittags kamen.Womöglich war die Türe aber ja schon sogar vormittags auf
Das jemand die Tür bewusst so früh am Tag so weit offen stehen lässt um damit erst spät am Abend einen "heimlichen" Zugang zum Gebäude zu ermöglichen, glaube ich persönlich inzwischen auch nicht mehr wirklich. Das ist viel zu auffällig und man würde ja auch im Normalfall davon ausgehen, dass die offene Tür zeitnah bemerkt und wieder verschlossen wird. Möglich ist natürlich, dass einfach Durchzug die zuvor angelehnte Tür ungewollt öffnete.
Zitat von heritageheritage schrieb:Du meinst vermutlich jene "Anette", die die Familie Stolz, nicht lange nach Norberts Tod, brieflich um ein Foto von Norbert bat und es dann auch erhielt.
Ja richtig, genau die meine ich. Das ist doch aber schon merkwürdig oder? Man hat sich die hier ja nicht ausgedacht. Ich will da jetzt keine Uralt-Diskussion wieder aufwärmen, doch ich meine, wenn niemand aus dem Umfeld von Norbert Stolz inklusive seiner Eltern von einer "Annette" wusste, warum betrieb sie den Aufwand seine Eltern anzuschreiben, um ein Foto von ihm zu bekommen? Da kann man sich meiner Meinung nach schon mal Gedanken machen, ob da im "Geheimen" eine wie auch immer geartete Beziehung bestand oder ob es einfach eine psychisch beeinträchtigte Person war, die über die Öffentlichkeit von der Sache erfuhr und aus "kranken" Gründen dieses Foto haben wollte ohne ihn zu kennen.

Man sollte ja nicht vergessen, dass wegen Frauen schon Kriege geführt wurden und Eifersucht oder Beziehungskrisen schon immer ein Mordmotiv waren...


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

03.09.2026 um 18:26
Zitat von in1968in1968 schrieb:Wer lässt eine Kellertüre so viele Stunden vor einer Tat auf.Wir wissen das die ersten Meldungen bereits mittags kamen.Womöglich war die Türe aber ja schon sogar vormittags auf.
Guter Punkt. Denn wenn er drin war, hätte er die Tür ja hinter sich zumachen können. Von innen war bestimmt kein Türknauf, sondern normaler Griff.
Und wenn er aus dem Keller nicht bis direkt ins Gebäude gekommen wäre, weil noch ne Tür und die zu - dann macht die offene Kellertür auch keinen Unterschied.
Und als Fremder Vormittags durch den Keller angeschlappt zu kommen, ist ja noch auffälliger, als durch die Haustür. Norbert hatte mit den Kameraden in diesem Block bekanntlich wenig bis nichts zu tun, wenn er selbst dort gar keine Stube hatte. Und im Normalfall wäre ja jeder an der Wache vorbei aufs Gelände gekommen. Da hätte kein GvD nachgefragt, wenn einer einfach in den Block geht.
Gegenargument aber hier: wenn das ein böser Mörder mit gezieltem Plan war, dann hätte Norbert den doch gekannt?
In der Zeit, als "Weber" GvD Dienst machte, kam ja wohl keiner alleine mal so am Nachmittag in den Block.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

03.09.2026 um 19:33
Zitat von in1968in1968 schrieb:Ich glaube auch sehr stark daran das die offene Kellertüre nichts mit der Tat zu tun hat. Wer lässt eine Kellertüre so viele Stunden vor einer Tat auf.Wir wissen das die ersten Meldungen bereits mittags kamen.Womöglich war die Türe aber ja schon sogar vormittags auf.Etwas verwunderlich finde ich ihm Nachhinein jedoch das offenbar Rekruten auf dem Weg in Wochenende die offene Türe gesehen haben sollen,wie im Filmfall dargestellt.Der normale Weg um zur Wache und somit nach draußen zu kommen ging nach dem Haupteingang rechts raus in Richtung Kantine und dann wieder rechts ca 200 m zur Wache.Eigentlich gab es keinen Grund bei Dienstschluss diesen Weg einzuschlagen.Das aber nur nebenbei.
Das ist richtig, der direkte und schnellere Weg ging aus dem Gebäude rechts herum. Die Kellertüre hätte man aber auf der gegenüberliegenden Seite sehen können (also links rum). Die Autos fuhren diesen Weg. Aber natürlich hätte man diesen Weg auch gehen können obwohl ungünstiger.

Und vielleicht war das damals mit der Meldung über eine offene Kellertüre auch nur eine Schutzbehauptung und es war denen im Grunde egal.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

03.09.2026 um 20:01
Zitat von ESTEST schrieb:Und vielleicht war das damals mit der Meldung über eine offene Kellertüre auch nur eine Schutzbehauptung und es war denen im Grunde egal.
Mussten solche Meldungen denn nicht protokolliert werden?


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

03.09.2026 um 20:27
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Man sollte ja nicht vergessen, dass wegen Frauen schon Kriege geführt wurden und Eifersucht oder Beziehungskrisen schon immer ein Mordmotiv waren...
Zu dieser "Annette" wurde ja schon recht früh im Thread fast alles gesagt, was man darüber sagen kann:
Zitat von peoplesplacepeoplesplace schrieb am 05.03.2025:Annette, die sich seinen Eltern gegenüber in dem Brief als seine Freundin vorstellte. Weder die Eltern noch die Brüder von Norbert scheinen diese Annette zu kennen. Könnte sein, dass die Liebschaft noch relativ frisch war und es auf der anderen Seite einen verlassenen, eifersüchtigen Ex-Freund gegeben hat.
Sollte es diese "Annette", oder wie auch immer sie tatsächlich geheißen haben mag, tatsächlich gegeben haben, stellen sich doch einige Fragen:

1. Wie tief, andauernd oder bedeutsam kann die Beziehung zu "Annette" gewesen sein, wenn niemand im Umkreis auch nur andeutungsweise davon wusste ("Ich habe da jemand ganz Tolles kennengelernt...")?

2. Wie kann jemand, der (durch die Zeitung ?) vom Mord an dem jungen Mann erfahren hat, die Eltern anschreiben und um ein Foto bitten, ohne zugleich plausibel zu machen, welcher Art die Freundschaft war, dass sie den Wunsch nach einem Erinnerungsfoto begründet?

("Sie wundern sich vielleicht, dass ich Sie in ihrem Schmerz störe, aber N. und ich hatten uns erst kurz vor der Tat kennengelernt. Ich gehe noch zur Schule, deshalb sollte niemand von unserer Freundschaft erfahren...")

Ich halte es für möglich, dass es "Annette" vielleicht gar nicht gegeben hat, und der Brief eine falsche Spur legen sollte.

Es gab doch auch in Kreisen gläubiger, praktizierender Katholiken jener Zeit keinen Grund, dass ein junger Mann die Freundschaft zu einer Frau geheim hält. Man hätte sich ja z.B. verloben können.

Denkbar, das wurde hier auch schon gesagt, dass es sich um eine rein einseitige Schwärmerei handelte, oder dass Annette vielleicht sehr jung war - aber das ist reine Spekulation.

Wenn es die vorgebliche "Annette" aber gar nicht gab, könnte das Schreiben den Verdacht von jemandem weggelenkt haben, der eben nicht Annette hieß, sondern vielleicht Andreas, Arnold oder Klaus. Und den gleichfalls niemand im Umfeld kannte, sonst hätte das Schreiben ja nicht funktionieren können.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

03.09.2026 um 20:48
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Wie kann jemand, der (durch die Zeitung ?) vom Mord an dem jungen Mann erfahren hat, die Eltern anschreiben und um ein Foto bitten, ohne zugleich plausibel zu machen, welcher Art die Freundschaft war, dass sie den Wunsch nach einem Erinnerungsfoto begründet?
Wir wissen ja nicht ob "Annette" eine Freundin Norberts war, und auch nicht was in ihrem Brief stand.
Unter seinen Kameraden in der Truppe, haben einige in ihren Befragungen gesagt das Norbert Stolz eine Freundin hatte.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Es gab doch auch in Kreisen gläubiger, praktizierender Katholiken jener Zeit keinen Grund, dass ein junger Mann die Freundschaft zu einer Frau geheim hält. Man hätte sich ja z.B. verloben können.
Eine Beziehung geheim zu halten,nun dafür kann es legitime Gründe geben.


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Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

03.09.2026 um 21:00
Zitat von heritageheritage schrieb:Eine Beziehung geheim zu halten,nun dafür kann es legitime Gründe geben.
Ja, natürlich. Nur, würde die legitime Geheimniskrämerei auch einer Mordermittlung standgehalten haben?

Gerade im Nahbereich wurde doch sicher sehr intensiv ermittelt.


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