Eigentlich ist der frühere „Ausschluss“ des damaligen TV „Weber“ gar nicht so mysteriös. Wichtige Anhaltspunkte dazu findet man z.B. in dem alten Zeitungsartikel
„Mord in Kaserne: Einzige Spur ein Fingerabdruck“, den
@HolzaugeSHK vor längerer Zeit hier in die Bildergalerie eingestellt hatte (
https://www.allmystery.de/bilder/km172001-id3245475 ).
Im Artikel heißt es, dass die Ermittler damals in diesem Fall auf keine der üblichen Fragen eine Antwort fanden, z.B.:
„Wie kam der Mörder auf das Kasernengelände? War es ein Kamerad? Wurde Stolz Opfer eines Einbrechers? Wo blieb das Tatmesser?“
Einen Einbruch hielten die Ermittler damals schon für nicht sehr wahrscheinlich. Und obwohl schon seinerzeit 3.000 DM Belohnung ausgelobt waren, kamen keine Hinweise,
„weder zum Motiv noch zum Täter“.
Im Verdacht hatten die damaligen Ermittler laut Artikel zwar von Anfang an den anderen Soldaten, der sich am Tatwochenende neben Norbert Stolz als Einziger in der Kaserne aufhielt, also „Weber“. Doch da sich keine der oben zitierten Fragen beantworten ließ und „Weber“ [der fast die ganze Zeit auf seiner Stube mit Kopfhörern Musik gehört / geschlafen und nichts mitbekommen haben will] nichts nachgewiesen werden konnte, kamen die Ermittler zu dem Schluss:
„In diesem Fall sind wir chancenlos.“ _____________
Das heißt, die Probleme der Ermittler waren damals, vor 37 Jahren, im Prinzip schon die gleichen, denen auch die heutigen Ermittler noch gegenüberstehen. Die offenen Fragen konnten bis heute nicht sicher beantwortet werden, weil die Gesamtumstände der Tat und die fehlenden Zeugen die Aufklärung verhinderten, zumindest bisher. Der Verdacht gegen den früheren TV „Weber“ ließ sich nicht erhärten, und ein anderer TV fand sich anscheinend bis heute nicht. Aber die Ermittler gehen offenbar davon aus, dass der Fall, vielleicht auch mit den heutigen, verbesserten Möglichkeiten der Kriminaltechnik, noch lösbar sein könnte, sonst hätten sie ihn sicher nicht aufgearbeitet und in „Aktenzeichen XY“ vorgestellt.
(Alle wörtlichen Zitate im Beitrag oben sind dem verlinkten Artikel
„Mord in Kaserne: Einzige Spur ein Fingerabdruck“ entnommen; aus dem PDF kann nicht kopiert werden.)