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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

207 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Cold Case, Aktenzeichen Xy ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

gestern um 17:13
@Manatee
@Gildonus

Ich kenne einen Fall bei dem ein Mörder wegen einer Tat von 2001 in Haft saß. Man hatte auch die DNA von einem Mord von ihm 1995 der aber nicht aufgeklärt war. Das wurde nicht erkannt weil die DNA von 1995 anhand von 8 Merkmalen in der Datenbank war, die DNA von 2001 anhand von 16 Merkmalen. Erst als der Opferanwalt Druck machte und die alte DNA nochmals untersucht wurde kam es zu dem Treffer und der Mordfall von 1995 war geklärt.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

gestern um 18:11
@Manatee

Herzlich willkommen im Thread! Schön das du mitschreibst. :Y:
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Wichtiger Punkt zum Thema Porsche. Laut Zeuge war es kein Kampf, sondern ein Raufen. Das ist ein wichtiger Unterschied. Denn trotz der beengten Verhältnisse der ersten 911er sind Techtelmachtel in dem Wagen absolut möglich und können sicherlich von außen als Rauferei wahrgenommen werden.
Früher wurde der Begriff "Rauferei" aus meiner Erinnerung heraus durchaus auch häufiger und mMn "globaler" angewandt, als es heute der Fall ist. Es bezeichnete eine körperliche Auseinandersetzung ohne Waffen. Im Gegensatz zu einer Schlägerei wurde dabei weitestgehend auf den Faustkampf verzichtet. Es ging darum, den Gegner festzuhalten ggf. zu Fall zu bringen oder in den berühmt/berüchtigten "Schwitzkasten" zu nehmen, damit die Kraftverhältnisse und "Rangordnung" geklärt sind. Es ging weniger um das Zufügen von Schmerz/Verletzungen, eher um Dominanz.

Ich wage deshalb vorsichtig zu bezweifeln, ob einvernehmlich ausgeübte, sexuelle Handlungen außerhalb von SM-Praktiken diesen falschen Eindruck einer körperlichen Auseinandersetzung bei einem Zeugen erwecken konnten. Möglich ist es freilich schon, wenn auch mMn recht unwahrscheinlich.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Es wird von Ede und dem Polizeibeamten erwähnt, daß dieser Chris mehrfach, die Wortwahl impliziert auch mit Marion zusammen über einen längeren Zeitraum hinweg, gesehen wurde. Der äuffällige rote Motorradhelm beispielsweise stammt nicht aus einer Beschreibung von Marion, sondern von ihren Freunden, die die beiden gesehen haben.
Mit Betonung auf "impliziert". Ich behaupte nicht, dass es jenen Chris(sy) nie gegeben hat. Aber das Marion Baier mit dieser Person ein romantisches Verhältnis hatte bezweifle ich schon. Das ist der entscheidende Unterschied. Für mich ist völlig unklar, woher ihn Marion kennen sollte und warum sie nur mit ihm "gesehen" wurde, aber sonst niemand mit ihm gesprochen hat, ihn zuordnen und identifizieren konnte. Zudem wurden scheinbar keine Beobachtungen gemacht, dass zwischen ihm und Marion Zärtlichkeiten ausgetauscht wurden, noch wurde bestätigt, dass beide ein Paar waren/eine -wie auch immer geartete- Beziehung hatten. Ich halte das alles ehrlich gesagt für völlig überbewertet.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Ich finde es sehr bemerkenswert, daß dieser Chris nach dem Mord nie wieder im Unfeld der Familie Baier aufgetaucht ist und sich auch nie bei der Polizei gemeldet hat. Selbst wenn es für ihn nur eine flüchtige Liebelei gewesen wäre, wenn jemand deine Freundin abmurkst, wärst du nicht äußerst interessiert daran, daß der Mörder geschnappt wird?
Mich wundert das nicht, da es absolut zu meiner derzeitigen(!) Annahme passt, dass Marion und Chris(sy) überhaupt gar keine Beziehung hatten. Marion war dem zufolge nicht einmal ansatzweise seine Freundin. Vielleicht wusste er nicht einmal davon, dass Marion möglicherweise in ihn "verknallt" war und kannte sie nur flüchtig. Als er dann von diesem Mord erfuhr, mag er vielleicht betroffen gewesen sein. Aber was sollte er beitragen? Das er sie zufällig ein paar mal irgendwo getroffen und ein paar Worte mit ihr gewechselt hat? Das sie weder zu seinem Freundeskreis gehörte und schon gar nicht mit ihm "zusammen" war? Er hatte da nichts beizutragen, weil es möglicherweise nichts relevantes gab. Daher keine Meldung.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Dieser Chris blieb immer auf Tauchstation und ich halte ihn für den wichtigsten Verdächtigen in diesem Fall. Dafür sprechen auch die Kampfspuren, die sich nur im Tatortbereich finden, Marion muß bis dorthin ruhig und ahnungslos gewesen sein. Was glaubt ihr, wo das eher der Fall ist? Bei einem Typen den sie kurz zuvor auf einem Fest kennengelernt und der gerade 4 Möglichkeiten sie zuhause abzusetzen umfahren hat? Wohl kaum! Oder in Gegenwart von Chris, der für einige Zeit bereits sowas wie ihrer erster fester Freund war?
Ich fürchte, ich kann dir in der Argumentation nicht ganz folgen. Was genau sagen die Kampfspuren denn aus? Sie befinden sich in/an der Baugrube, also dem Tatort. Klar, da lag Sand. Deshalb waren sie sichtbar. Wo sollten sie auch sonst sein? Auf der Straße wären Kampfspuren nicht sichtbar gewesen, solange kein Blut geflossen ist. Wo sollten also sonst noch Kampfspuren zu finden sein, hätte die Auseinandersetzung früher begonnen und Marion wäre nicht ruhig gewesen?
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Warum sollte er nicht bei einer Baugrube übergriffig werden, ich denke ihm war das egal.
Ganz so egal ist es nur, wenn er eh das Ziel verfolgte ohne Rücksicht auf Verluste das zu bekommen, was er von Marion will, egal ob sie damit einverstanden ist. Wenn sie ihm etwas bedeutet hätte und er mit ihr nur einen verliebt/romantischen Moment verbringen wollte, dann hätte er sie nicht in eine sandig-steinige Baugrube gebracht, in der man weder bequem sitzen, noch vernünftig/komfortabel kuscheln kann. Sprich -> Wenn er nur einen abgelegeneren Ort für einen sexuellen Übergriff (Vergewaltigung) gesucht hat, war er da ggf. richtig. Für einen romantischen Abend der ungeplant eskalierte, war er da mit ihr mMn falsch.
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Es würde mich interessieren ob diese 3 Frauen die sexuell belästigt wurden alle die gleiche oer eine ähnliche Täterbeschreibung abgegeben haben.
Das würde mich auch sehr stark interessieren. Ich hoffe, die EB können aus den Mitteilungen zu dem Fall eine heiße Spur generieren!
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Nimm es mir nicht krumm, aber in diesem Fall unterschätzt du die alten Zeiten völlig. Ich war in den Achtzigern und frühen Neunzigern ein Teenager und kann dir versichern, daß wir ob mit oder ohne Telefon, Verabredungen aller Art hinbekommen haben. :-) Und die Jungs und Mädels der 50er, 60er und 70er haben das auch geschafft.
Alles gut. Ich nehme da nichts krumm. Ob du es glaubst oder auch nicht, ich habe tatsächlich auch die 80er und 90er sehr bewusst miterlebt und es war auch meine Jugend. Deshalb kann ich nur dazu sagen, dass aus meiner persönlichen Erfahrung heraus Verabredungen entweder in der Schule getroffen wurden, man sich telefonisch verabredete (bei uns damals kein Problem, da so ziemlich alle ein Telefon hatten), oder indem man einfach spontan an der Haustür der Kameraden/Freunde klingelt bzw. bestimmte Treffpunkte aufsucht. Mehr Möglichkeiten gab es so nicht, wenn man sich nicht eh in einem Verein traf.

Das sehe ich hier aber nicht als gegeben an. Aus der Schule konnten sich Marion und Chris(sy) eigentlich nicht kennen. Sonst hätte man ihn identifizieren können. Telefon hatte Marion nicht. Das Chris(sy) spontan bei ihm oder er bei ihr an der Tür klingelte kann zwar sein, aber das wäre sicher irgendwie mal beobachtet worden z.B. durch Eltern, Geschwister etc. Über Treffpunkte wissen wir nichts. Aber diese waren ja oft durch einige Jugendliche gleichzeitig frequentiert, was ja Sinn der Sache war. Da hätte man ihn auch gekannt und identifizieren können. Über eine gemeinsame Mitgliedschaft in einem Verein ist auch nichts bekannt. Also wie sollte sie da mit ihm zusammengekommen sein?
Zitat von DancingfoolDancingfool schrieb:
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Es gibt immer Möglichkeiten sich irendwo kennenzulernen, und verabreden konnte man sich früher auch ohne Telefon oder Internet.
Natürlich, man kennt sich vom sehen, trifft sich auf dem Fest, tanzt zusammen, knutscht rum, tauscht die Telefonnummern aus.
Na eine Telefonnummer konnte sie ja eben nicht austauschen. Sie hatte kein Telefon. Außerdem ist man normalerweise nie ganz allein auf einem Fest. Da hätte man sie mal miteinander tanzen und knutschen gesehen. Ich halte es für ein Gerücht, dass sie mit jenem Chris(sy) zusammen war.
Zitat von DancingfoolDancingfool schrieb:Wenn ich an meine Mopedzeiten denke, habe ich mich im 20km Umkreis bewegt, selten mal weiter.
Der User @sallomaeander ergänzt:
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Mich wundert, dass dieser "Chrissi" von niemandem erkannt bzw. benannt wurde - unter Mopedfahrern kannte man sich oft, traf sich, schraubte gemeinsam oder machte auch gemeinsame Ausfahrten.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Wenn es ihn gab, muss er in der Szene bekannt gewesen sein.
Das sehe ich ganz genauso. Deshalb schließe ich daraus, dass jener Chris(sy) höchstens in Marions Phantasie eine Beziehung mit ihr hatte. Im wahren Laben hatten beide wahrscheinlich nicht wirklich etwas miteinander zu tun. Natürlich können sich sich begegnet sein, sich gegrüßt und auch ein paar Worte miteinander gewechselt haben. Viel mehr war es aber meiner derzeitigen Auffassung nicht. Sonst hätte sich dieser Chris(sy) entweder gemeldet oder er wäre gemeldet worden. Das er -durch seine Familie/Freundes-/Bekanntenkreis gedeckt- einfach so untertaucht, ist derzeit für mich unrealistisch.
Zitat von DewDew schrieb:Gerade in der "Öffentlichkeit" eines solchen Festes kann ein Treffen mit Zufall erklärt werden, wenn ggfs. nicht gerade jeder davon erfahren sollte, dass M.B. mit "Chrissy" "ging".
Wenn man den Umstand denn überhaupt geheimhalten will/kann. Wenn sie schon ihren Freundinnen davon erzählt hat, hätte sie es genauso gut auch im Radio erzählen können. Erfahrungsgemäß weiß es ein paar Stunden später jede(r) in diesem Alter aus ihrem Umfeld.
Zitat von DewDew schrieb:
Zitat von DewDew schrieb am 22.01.2026:Sucht man auch nach Meldungen von Belästigungen, ( versuchten ) Vergewaltigungen? Oder Annäherungen, die ggfs. von anderen Festbesuchern unterbunden wurden? Ich mag mir gar keine Dunkelziffer vorstellen.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 22.01.2026:Das ist in der Tat eine ziemlich gruselige Vorstellung. Wenn es sich um einen Serientäter handelt, würde ich von weiteren, entweder ungeklärten oder nie aufgeklärten Taten unbekannten Umfangs ausgehen. Das ein solcher Täter nur zwei Taten begeht und dann nie wieder zur Tat schreitet, kann ich mir nicht wirklich vorstellen.
Das sind so die Momente, wo man sich über Bestätigung eigener Gedankengänge nicht freut.
Da hast du vollkommen Recht. Das ist ziemlich bitter.
Zitat von DewDew schrieb:Ich wünsche jedem Opfer von Straftaten Genesung, die Kraft, mit den Folgen klarzukommen und die Aufklärung der Fälle, natürlich auch insofern sie vielleicht nichts mit dem vorliegenden zu tun haben. Möge es ihnen helfen, darüber zu einer Art Abschluss mit diesen Erlebnissen zu kommen, soweit das überhaupt möglich ist.
Dem möchte ich mich absolut anschließen.
Zitat von DewDew schrieb:Das kann sein. Ich erinnere mich an zwei Bekannte, die sich wenn sie "auf Tour" waren, den Mädels als "Detlev Plane und Peter Spriegel" vorstellten.
Das waren Fernfahrer richtig? :D
Zitat von Nala-NynaNala-Nyna schrieb:Da bin ich wohl im guten Glauben davon ausgegangen, dass man doch in den lezten Jahren ein paar Leute aquiriert hat, die mögliche DNA aus alten Fällen von Aservaten nehmen, untersuchen lassen und einpflegen.
Der Aufwand alle Asservate ungeklärter Kapitaldelikte unabhängig einer aktuellen Fallbearbeitung akribisch nach DNA zu untersuchen wäre zu kosten-/zeit- und personalaufwändig. dazu stehen weder die nötigen Ressourcen (Monetär/Personell), noch der politische Wille zur Verfügung. Es wäre schön und wünschenswert, derzeit in Deutschland aber eine Utopie.
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Immerhin gibt es die Hoffnung das der Täter tatsächlich "nur" zweimal zugeschlagen hat.
Hätte er "nur" zweimal zugeschlagen, wäre das schlimm genug. Aber ich persönlich befürchte, es waren mehr Delikte.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

gestern um 18:37
Hallo @Slaterator , hallo @alle !


Beim Thema Chrissy ist mir eine Kleinigkeit aufgefallen, die vieleicht einfach nur belanglos ist.
In meiner Mofa - Rocker Zeit haben wir mehr über den Bock gewußt, als über den Kerl der drauf saß.

In diesem Fall trug trug Moped - Chrissy einen roten Helm und soll irgend einen Sprachfehler gehabt haben, aber was für eine Farbe hatte sein Moped, welches Modell war es und hatte man da die Drossel ausgebaut ( heiß gemacht ). In meiner Jugend hätte ich zuerst darauf geschaut und mir das zuerst gemerkt. Ein Moped, besonders wenn es neu war oder heiß gemacht wurde, war auch ein Objekt, mit dem "Mann" ein wenig angeben konnte. Diesen "Blick" aufs Moped vermisse ich hier, das scheint mir "untypisch".


Gruß, Gildonus


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

gestern um 19:09
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:
Zitat von DewDew schrieb:Das kann sein. Ich erinnere mich an zwei Bekannte, die sich wenn sie "auf Tour" waren, den Mädels als "Detlev Plane und Peter Spriegel" vorstellten.
Das waren Fernfahrer richtig? :D
Dass Detlev Plane als Fernfahrer Wert auf eine Plane legt, kann ich nachvollziehen. :D

Und Spriegel gibt Gas/Sprit und guckt gleichzeitig in den Spiegel? :D

Aber um auf den Mopedfahrer „Chrissy“ zurückzukommen, ist es schon seltsam, dass man in Aktenzeichen xy ungelöst nur das Medaillon gezeigt hat, aber nichts weiter von dem Schwarm mit dem roten Helm erwähnt hat, wenn man Mopedfahrer so einfach anhand ihrer Clique identifizieren könnte, wie hier des Öfteren geschrieben steht.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

gestern um 19:21
@Slaterator
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:ich habe tatsächlich auch die 80er und 90er sehr bewusst miterlebt und es war auch meine Jugend. Deshalb kann ich nur dazu sagen, dass aus meiner persönlichen Erfahrung heraus Verabredungen entweder in der Schule getroffen wurden, man sich telefonisch verabredete (bei uns damals kein Problem, da so ziemlich alle ein Telefon hatten), oder indem man einfach spontan an der Haustür der Kameraden/Freunde klingelt bzw. bestimmte Treffpunkte aufsucht. Mehr Möglichkeiten gab es so nicht, wenn man sich nicht eh in einem Verein traf.

Das sehe ich hier aber nicht als gegeben an. Aus der Schule konnten sich Marion und Chris(sy) eigentlich nicht kennen. Sonst hätte man ihn identifizieren können. Telefon hatte Marion nicht. Das Chris(sy) spontan bei ihm oder er bei ihr an der Tür klingelte kann zwar sein, aber das wäre sicher irgendwie mal beobachtet worden z.B. durch Eltern, Geschwister etc. Über Treffpunkte wissen wir nichts. Aber diese waren ja oft durch einige Jugendliche gleichzeitig frequentiert, was ja Sinn der Sache war. Da hätte man ihn auch gekannt und identifizieren können. Über eine gemeinsame Mitgliedschaft in einem Verein ist auch nichts bekannt. Also wie sollte sie da mit ihm zusammengekommen sein?
Das sind gewichtige Argumente gegen "Chrissy" im Rahmen der Zeit, in der auch meine Jugend stattfand. Dazu kommt sicher auch noch der Altersunterschied, der verschiedene Lebenskreise bedingte. Wobei die Mädels meiner Erinnerung nach eher den älteren Jungs Interesse entgegenbrachten.
Während Marion also noch zur Schule ging, könnte "Chrissy" in der Lehre gewesen sein. Komplett anderes Umfeld mit wenigen bis keinen Überschneidungen.

Meine erste "richtige" Freundin lernte ich völlig zufällig auf der Landstraße kennen, auf der sie recht schwungvoll eine Yamaha RD80 bewegte. Es entwickelte sich ein kurzes Rennen, das meine Zündapp KS80 für mich entschied, ein nettes "Benzingespräch" an einer Bushaltestelle. Eins führte zum anderen aber bis meine Freunde, Eltern etc. was davon mitbekamen, dauerte es etwas.
Ich ging auf´s Gymnasium, sie machte eine Lehre. Das brachte völlig unterschiedliche Freizeit mit sich.

Aus diesen Erfahrungen heraus möchte ich "Chrissy" noch nicht völlig ins Reich der Fantasie entwischen lassen.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:
Zitat von DewDew schrieb:Gerade in der "Öffentlichkeit" eines solchen Festes kann ein Treffen mit Zufall erklärt werden, wenn ggfs. nicht gerade jeder davon erfahren sollte, dass M.B. mit "Chrissy" "ging".
Wenn man den Umstand denn überhaupt geheimhalten will/kann. Wenn sie schon ihren Freundinnen davon erzählt hat, hätte sie es genauso gut auch im Radio erzählen können. Erfahrungsgemäß weiß es ein paar Stunden später jede(r) in diesem Alter aus ihrem Umfeld.
Abgesehen davon, dass das Verhalten von Jugendlichen nicht immer streng rational nachvollziehbar sein muss: vielleicht ging es bei einer gewissen Heimlichkeit nicht um ihr Altersumfeld sondern um das Elternhaus.

@Slaterator
@Füchschen
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:
Zitat von DewDew schrieb:Das kann sein. Ich erinnere mich an zwei Bekannte, die sich wenn sie "auf Tour" waren, den Mädels als "Detlev Plane und Peter Spriegel" vorstellten.
Das waren Fernfahrer richtig? :D
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb:Dass Detlev Plane als Fernfahrer Wert auf eine Plane legt, kann ich nachvollziehen. :D

Und Spriegel gibt Gas/Sprit und guckt gleichzeitig in den Spiegel? :D
Nah dran. Sie hatten bei der Bundeswehr den LKW-Führerschein gemacht. Als "Spriegel" bezeichnet man die man die Einzelteile des Gestells, über das die Plane gespannt wird.

@Gildonus
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Beim Thema Chrissy ist mir eine Kleinigkeit aufgefallen, die vieleicht einfach nur belanglos ist.
In meiner Mofa - Rocker Zeit haben wir mehr über den Bock gewußt, als über den Kerl der drauf saß.

In diesem Fall trug trug Moped - Chrissy einen roten Helm und soll irgend einen Sprachfehler gehabt haben, aber was für eine Farbe hatte sein Moped, welches Modell war es und hatte man da die Drossel ausgebaut ( heiß gemacht ). In meiner Jugend hätte ich zuerst darauf geschaut und mir das zuerst gemerkt. Ein Moped, besonders wenn es neu war oder heiß gemacht wurde, war auch ein Objekt, mit dem "Mann" ein wenig angeben konnte. Diesen "Blick" aufs Moped vermisse ich hier, das scheint mir "untypisch".
Aus Sicht der Jungsseite stimmt das. Von der Mädelsseite war es eher die Ausnahme. Da blieb allenfalls mal die Farbe des Gefährts im Gedächtnis.

MfG

Dew


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

gestern um 19:32
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Mit Betonung auf "impliziert". Ich behaupte nicht, dass es jenen Chris(sy) nie gegeben hat. Aber das Marion Baier mit dieser Person ein romantisches Verhältnis hatte bezweifle ich schon. Das ist der entscheidende Unterschied. Für mich ist völlig unklar, woher ihn Marion kennen sollte und warum sie nur mit ihm "gesehen" wurde, aber sonst niemand mit ihm gesprochen hat, ihn zuordnen und identifizieren konnte. Zudem wurden scheinbar keine Beobachtungen gemacht, dass zwischen ihm und Marion Zärtlichkeiten ausgetauscht wurden, noch wurde bestätigt, dass beide ein Paar waren/eine -wie auch immer geartete- Beziehung hatten. Ich halte das alles ehrlich gesagt für völlig überbewertet.
Hallo @Slaterator, Hallo @alle!
Das ist das XY der 70er, wo alles mögliche "Delikate" nur impliziert und verschlüsselt dargestellt wurde. Du magst dich vielleicht an den legendären Satz erinnern "Edeltraut war aus geschäftlichen Gründen auf dem Weg dorthin" und im Bild siehst du 2 leichte Mädels auf dem Weg zur Arbeit. :-)
Der Polizist in der Folge von 1974 sagt paraphrasiert "Aus den Gesprächen mit ihren Freundinnen wissen wir, daß sich Marion in letzter Zeit oft mit einem jungen Mann getroffen hat, den sie Chris oder Chrissi nannte." Das kann man eigentlich nicht missverstehen, was der gute Inspektor Madloch da impliziert.

Die Beschreibung von "Chris" in der alten XY Folge stammt NICHT von Marion selbst, sondern von ihren Freundinnen und Freunden! Das bedeutet, sie haben auch ab und an mit diesem Chris gesprochen, sonst wüssten sie nämlich nichts über den Sprachfehler, den er damals hatte. Wenn man sich die Folge ansieht, kann kein Zweifel daran bestehen, daß dieser Chris so etwas wie der erste feste Freund von Marion war.
Der nach dem Mord nie wieder im Umfeld der Familie Baier oder den Freunden auftauchte und sich ebenfalls nie bei der Polizei gemeldet hat, trotz Aufforderung während XY. Du kannst mir nicht erzählen, daß er den Mord an seiner Freundin nicht mitbekommen hat. Ich halte "Chris" oder wie auch immer sein Name sein mag, für wesentlich tatverdächtiger als die Insassen des Porsche und des VW.
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Beim Thema Chrissy ist mir eine Kleinigkeit aufgefallen, die vieleicht einfach nur belanglos ist.
In meiner Mofa - Rocker Zeit haben wir mehr über den Bock gewußt, als über den Kerl der drauf saß.

In diesem Fall trug trug Moped - Chrissy einen roten Helm und soll irgend einen Sprachfehler gehabt haben, aber was für eine Farbe hatte sein Moped, welches Modell war es und hatte man da die Drossel ausgebaut ( heiß gemacht ). In meiner Jugend hätte ich zuerst darauf geschaut und mir das zuerst gemerkt. Ein Moped, besonders wenn es neu war oder heiß gemacht wurde, war auch ein Objekt, mit dem "Mann" ein wenig angeben konnte. Diesen "Blick" aufs Moped vermisse ich hier, das scheint mir "untypisch".
Hallo @Gildonus! In der alten Folge wird davon gesprochen, daß Chris meist mit einem schwarzen Moped und dem auffallenden roten Helm unterwegs war, wenn motorisiert auf Achse.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Früher wurde der Begriff "Rauferei" aus meiner Erinnerung heraus durchaus auch häufiger und mMn "globaler" angewandt, als es heute der Fall ist. Es bezeichnete eine körperliche Auseinandersetzung ohne Waffen. Im Gegensatz zu einer Schlägerei wurde dabei weitestgehend auf den Faustkampf verzichtet. Es ging darum, den Gegner festzuhalten ggf. zu Fall zu bringen oder in den berühmt/berüchtigten "Schwitzkasten" zu nehmen, damit die Kraftverhältnisse und "Rangordnung" geklärt sind. Es ging weniger um das Zufügen von Schmerz/Verletzungen, eher um Dominanz.
Ich wage deshalb vorsichtig zu bezweifeln, ob einvernehmlich ausgeübte, sexuelle Handlungen außerhalb von SM-Praktiken diesen falschen Eindruck einer körperlichen Auseinandersetzung bei einem Zeugen erwecken konnten. Möglich ist es freilich schon, wenn auch mMn recht unwahrscheinlich.
Die frühen Elfer hatten einen relativ kleinen Innenraum, aber immer noch groß genug, um Spaß zu haben, wenn auch mit teils akrobatischer Leistung verbunden. :-) Springender Punkt ist hier, daß aufgrund der Raumbeschränkungen ein sich vergnügendes Pärchen von außen betrachtet sicher durch übertrieben und komisch wirkende Bewegungen auffällt. Da schlicht nicht der Platz einer S Klasse vorhanden ist und man mit dem was da ist auskommen muß.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

gestern um 23:22
Die Ermittler Jan Frühwald und Michael Dietsch von der Kripo Fürth sprechen in der Abendschau des BR am 29.01.2026 über den Fall Marion Baier.


Die Sprecherin des Beitrages sagt, dass Marion auf dem Heimweg vom Fischerfest wahrscheinlich über die Brücke am Zirndorfer Stadtpark in Richtung Oberasbach ging und am nächsten Morgen am Heinberg vergewaltigt und erschlagen aufgefunden wurde.


IMG-20260129-WA0013

- An dieser karierten Bluse von Marion wurde 2025 die männliche DNA-Spur extrahiert -


Die Kripo bittet immer noch um Fotos vom Fischerfest, darauf könnten noch weitere Personen die Zeugen sind, und auch der spätere Täter, abgebildet sein.

Es leben heute noch Mitschüler, Freunde und Angehörige von Marion die an einer Aufklärung des Mordes ein großes Interesse haben. Die Ermittler sind mit 80 bis 90 % sehr zuversichtlich den Fall doch noch aufzuklären!


Interessant finde ich die Formulierung Vergewaltigung. Bisher wurde auf der Seite der Polizei Bayern geschrieben
Aufgrund des teilweise entkleideten Leichnams gingen die Ermittler davon aus, dass Marion Baier einem Sexualstraftäter zum Opfer gefallen war.
Quelle:
https://www.polizei.bayern.de/aktuelles/pressemitteilungen/096844/index.html

und im XY-Filmfall von 1974 wird gesagt, dass
Am Tatort muss ein heftiger Kampf mit einem Sexualverbrecher stattgefunden haben.
Quelle:
https://www.wikixy.de/Sendung_vom_13.12.1974

Wurde hier eindeutig eine Vergewaltigung medizinisch festgestellt?


Weiterhin wird erläutert, dass der Täter heute zwischen Ende 60 und 80 Jahren alt sein könnte. Dies bedeutet, dass der Täter im Fall Marion Baier zum Tatzeitpunkt zwischen ca. 14-27 Jahren alt gewesen sein muss. Ergo bedeutet dies jedoch, dass der Täter im Mordfall Sonja Hurler zum Tatzeitpunkt entsprechend 22-35 Jahre alt war, sodass die Theorie mit den Jugendlichen, welche Sonja durch die Straße zerrten, nicht zutreffen kann.

Quelle Abendschau BR vom 29.01.2026
📺
https://www.ardmediathek.de/video/abendschau/cold-case-fuerther-kripo-macht-fortschritte-im-mordfall-marion-baier/br/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdC9GMjAyNVdPMDE3NDkyQTAvc2VjdGlvbi85ODNmYmU5OC0wNGI1LTRiNDQtYjU1MS0xY2IyOTk3OWIyNGU


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

gestern um 23:57
Hallo @HolzaugeSHK !

Danke für diese neuen Informationen, sehr interessant. Ich finde es auch hoffnungsvoll, daß die Ermittler ihre Chancen so hoch ansetzen können. Da müssen in den letzten Monaten/Jahren und auch seit XY einige sehr wertvolle Hinweise reingekommen sein. Falls es gelänge, eine Aufklärung zu erreichen, wäre das wohl der älteste gelöste Altfall überhaupt, schließlich werden es im Sommer 53 Jahre. Bin gespannt wie der sprichwörtliche Flitzebogen, was da noch kommen wird.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Weiterhin wird erläutert, dass der Täter heute zwischen Ende 60 und 80 Jahren alt sein könnte. Dies bedeutet, dass der Täter im Fall Marion Baier zum Tatzeitpunkt zwischen ca. 14-27 Jahren alt gewesen sein muss. Ergo bedeutet dies jedoch, dass der Täter im Mordfall Sonja Hurler zum Tatzeitpunkt entsprechend 22-35 Jahre alt war, sodass die Theorie mit den Jugendlichen, welche Sonja durch die Straße zerrten, nicht zutreffen kann.
Da die Kemptener bestimmt nicht doof sind, aber trotzdem an der Gruppe in Thingers mit besonderem Interesse festhalten, könnte folgermaßen ein Schuh draus werden(Achtung Spekulation): Der Anführer der Jugendlichen ist der Älteste und auch ein Stück älter als der Rest, so Mitte Zwanzig. Nachdem die Gruppe ihren "Spaß" mit dem Drangsalieren von Sonja hatte, lassen sie von ihr ab. Der Anführer entweder folgt Sonja, vergewaltigt und tötet sie später nahe Heiligkreuz oder die perfide Variante, er spielt sich als Retter auf und "vertreibt die Gruppe", begleitet Sonja und kurz vor dem Haus der Oma (Rudi sagte etwas von 200 Metern, glaube ich) zeigt er dann sein wahres Gesicht. Die Jugendlichen bringt er zum Stillhalten mit der Warnung, daß sie alle wegen Beihilfe zu Vergewaltigung und Mord dran wären, wenn sie reden.
Auch wäre es möglich, daß die sehr kriminelle Motorradbande darin verwickelt ist, denn wenn man vom Anführer ausgeht, waren die alle nicht so unmäßig alt. Und auf entfernung kann man die, wenn nicht in Motrradkluft gekleidet, nicht direkt von anderen Jugendlichen unterscheiden.


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