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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

457 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Cold Case, Aktenzeichen Xy ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

29.01.2026 um 17:13
@Manatee
@Gildonus

Ich kenne einen Fall bei dem ein Mörder wegen einer Tat von 2001 in Haft saß. Man hatte auch die DNA von einem Mord von ihm 1995 der aber nicht aufgeklärt war. Das wurde nicht erkannt weil die DNA von 1995 anhand von 8 Merkmalen in der Datenbank war, die DNA von 2001 anhand von 16 Merkmalen. Erst als der Opferanwalt Druck machte und die alte DNA nochmals untersucht wurde kam es zu dem Treffer und der Mordfall von 1995 war geklärt.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

29.01.2026 um 18:11
@Manatee

Herzlich willkommen im Thread! Schön das du mitschreibst. :Y:
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Wichtiger Punkt zum Thema Porsche. Laut Zeuge war es kein Kampf, sondern ein Raufen. Das ist ein wichtiger Unterschied. Denn trotz der beengten Verhältnisse der ersten 911er sind Techtelmachtel in dem Wagen absolut möglich und können sicherlich von außen als Rauferei wahrgenommen werden.
Früher wurde der Begriff "Rauferei" aus meiner Erinnerung heraus durchaus auch häufiger und mMn "globaler" angewandt, als es heute der Fall ist. Es bezeichnete eine körperliche Auseinandersetzung ohne Waffen. Im Gegensatz zu einer Schlägerei wurde dabei weitestgehend auf den Faustkampf verzichtet. Es ging darum, den Gegner festzuhalten ggf. zu Fall zu bringen oder in den berühmt/berüchtigten "Schwitzkasten" zu nehmen, damit die Kraftverhältnisse und "Rangordnung" geklärt sind. Es ging weniger um das Zufügen von Schmerz/Verletzungen, eher um Dominanz.

Ich wage deshalb vorsichtig zu bezweifeln, ob einvernehmlich ausgeübte, sexuelle Handlungen außerhalb von SM-Praktiken diesen falschen Eindruck einer körperlichen Auseinandersetzung bei einem Zeugen erwecken konnten. Möglich ist es freilich schon, wenn auch mMn recht unwahrscheinlich.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Es wird von Ede und dem Polizeibeamten erwähnt, daß dieser Chris mehrfach, die Wortwahl impliziert auch mit Marion zusammen über einen längeren Zeitraum hinweg, gesehen wurde. Der äuffällige rote Motorradhelm beispielsweise stammt nicht aus einer Beschreibung von Marion, sondern von ihren Freunden, die die beiden gesehen haben.
Mit Betonung auf "impliziert". Ich behaupte nicht, dass es jenen Chris(sy) nie gegeben hat. Aber das Marion Baier mit dieser Person ein romantisches Verhältnis hatte bezweifle ich schon. Das ist der entscheidende Unterschied. Für mich ist völlig unklar, woher ihn Marion kennen sollte und warum sie nur mit ihm "gesehen" wurde, aber sonst niemand mit ihm gesprochen hat, ihn zuordnen und identifizieren konnte. Zudem wurden scheinbar keine Beobachtungen gemacht, dass zwischen ihm und Marion Zärtlichkeiten ausgetauscht wurden, noch wurde bestätigt, dass beide ein Paar waren/eine -wie auch immer geartete- Beziehung hatten. Ich halte das alles ehrlich gesagt für völlig überbewertet.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Ich finde es sehr bemerkenswert, daß dieser Chris nach dem Mord nie wieder im Unfeld der Familie Baier aufgetaucht ist und sich auch nie bei der Polizei gemeldet hat. Selbst wenn es für ihn nur eine flüchtige Liebelei gewesen wäre, wenn jemand deine Freundin abmurkst, wärst du nicht äußerst interessiert daran, daß der Mörder geschnappt wird?
Mich wundert das nicht, da es absolut zu meiner derzeitigen(!) Annahme passt, dass Marion und Chris(sy) überhaupt gar keine Beziehung hatten. Marion war dem zufolge nicht einmal ansatzweise seine Freundin. Vielleicht wusste er nicht einmal davon, dass Marion möglicherweise in ihn "verknallt" war und kannte sie nur flüchtig. Als er dann von diesem Mord erfuhr, mag er vielleicht betroffen gewesen sein. Aber was sollte er beitragen? Das er sie zufällig ein paar mal irgendwo getroffen und ein paar Worte mit ihr gewechselt hat? Das sie weder zu seinem Freundeskreis gehörte und schon gar nicht mit ihm "zusammen" war? Er hatte da nichts beizutragen, weil es möglicherweise nichts relevantes gab. Daher keine Meldung.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Dieser Chris blieb immer auf Tauchstation und ich halte ihn für den wichtigsten Verdächtigen in diesem Fall. Dafür sprechen auch die Kampfspuren, die sich nur im Tatortbereich finden, Marion muß bis dorthin ruhig und ahnungslos gewesen sein. Was glaubt ihr, wo das eher der Fall ist? Bei einem Typen den sie kurz zuvor auf einem Fest kennengelernt und der gerade 4 Möglichkeiten sie zuhause abzusetzen umfahren hat? Wohl kaum! Oder in Gegenwart von Chris, der für einige Zeit bereits sowas wie ihrer erster fester Freund war?
Ich fürchte, ich kann dir in der Argumentation nicht ganz folgen. Was genau sagen die Kampfspuren denn aus? Sie befinden sich in/an der Baugrube, also dem Tatort. Klar, da lag Sand. Deshalb waren sie sichtbar. Wo sollten sie auch sonst sein? Auf der Straße wären Kampfspuren nicht sichtbar gewesen, solange kein Blut geflossen ist. Wo sollten also sonst noch Kampfspuren zu finden sein, hätte die Auseinandersetzung früher begonnen und Marion wäre nicht ruhig gewesen?
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Warum sollte er nicht bei einer Baugrube übergriffig werden, ich denke ihm war das egal.
Ganz so egal ist es nur, wenn er eh das Ziel verfolgte ohne Rücksicht auf Verluste das zu bekommen, was er von Marion will, egal ob sie damit einverstanden ist. Wenn sie ihm etwas bedeutet hätte und er mit ihr nur einen verliebt/romantischen Moment verbringen wollte, dann hätte er sie nicht in eine sandig-steinige Baugrube gebracht, in der man weder bequem sitzen, noch vernünftig/komfortabel kuscheln kann. Sprich -> Wenn er nur einen abgelegeneren Ort für einen sexuellen Übergriff (Vergewaltigung) gesucht hat, war er da ggf. richtig. Für einen romantischen Abend der ungeplant eskalierte, war er da mit ihr mMn falsch.
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Es würde mich interessieren ob diese 3 Frauen die sexuell belästigt wurden alle die gleiche oer eine ähnliche Täterbeschreibung abgegeben haben.
Das würde mich auch sehr stark interessieren. Ich hoffe, die EB können aus den Mitteilungen zu dem Fall eine heiße Spur generieren!
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Nimm es mir nicht krumm, aber in diesem Fall unterschätzt du die alten Zeiten völlig. Ich war in den Achtzigern und frühen Neunzigern ein Teenager und kann dir versichern, daß wir ob mit oder ohne Telefon, Verabredungen aller Art hinbekommen haben. :-) Und die Jungs und Mädels der 50er, 60er und 70er haben das auch geschafft.
Alles gut. Ich nehme da nichts krumm. Ob du es glaubst oder auch nicht, ich habe tatsächlich auch die 80er und 90er sehr bewusst miterlebt und es war auch meine Jugend. Deshalb kann ich nur dazu sagen, dass aus meiner persönlichen Erfahrung heraus Verabredungen entweder in der Schule getroffen wurden, man sich telefonisch verabredete (bei uns damals kein Problem, da so ziemlich alle ein Telefon hatten), oder indem man einfach spontan an der Haustür der Kameraden/Freunde klingelt bzw. bestimmte Treffpunkte aufsucht. Mehr Möglichkeiten gab es so nicht, wenn man sich nicht eh in einem Verein traf.

Das sehe ich hier aber nicht als gegeben an. Aus der Schule konnten sich Marion und Chris(sy) eigentlich nicht kennen. Sonst hätte man ihn identifizieren können. Telefon hatte Marion nicht. Das Chris(sy) spontan bei ihm oder er bei ihr an der Tür klingelte kann zwar sein, aber das wäre sicher irgendwie mal beobachtet worden z.B. durch Eltern, Geschwister etc. Über Treffpunkte wissen wir nichts. Aber diese waren ja oft durch einige Jugendliche gleichzeitig frequentiert, was ja Sinn der Sache war. Da hätte man ihn auch gekannt und identifizieren können. Über eine gemeinsame Mitgliedschaft in einem Verein ist auch nichts bekannt. Also wie sollte sie da mit ihm zusammengekommen sein?
Zitat von DancingfoolDancingfool schrieb:
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Es gibt immer Möglichkeiten sich irendwo kennenzulernen, und verabreden konnte man sich früher auch ohne Telefon oder Internet.
Natürlich, man kennt sich vom sehen, trifft sich auf dem Fest, tanzt zusammen, knutscht rum, tauscht die Telefonnummern aus.
Na eine Telefonnummer konnte sie ja eben nicht austauschen. Sie hatte kein Telefon. Außerdem ist man normalerweise nie ganz allein auf einem Fest. Da hätte man sie mal miteinander tanzen und knutschen gesehen. Ich halte es für ein Gerücht, dass sie mit jenem Chris(sy) zusammen war.
Zitat von DancingfoolDancingfool schrieb:Wenn ich an meine Mopedzeiten denke, habe ich mich im 20km Umkreis bewegt, selten mal weiter.
Der User @sallomaeander ergänzt:
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Mich wundert, dass dieser "Chrissi" von niemandem erkannt bzw. benannt wurde - unter Mopedfahrern kannte man sich oft, traf sich, schraubte gemeinsam oder machte auch gemeinsame Ausfahrten.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Wenn es ihn gab, muss er in der Szene bekannt gewesen sein.
Das sehe ich ganz genauso. Deshalb schließe ich daraus, dass jener Chris(sy) höchstens in Marions Phantasie eine Beziehung mit ihr hatte. Im wahren Laben hatten beide wahrscheinlich nicht wirklich etwas miteinander zu tun. Natürlich können sich sich begegnet sein, sich gegrüßt und auch ein paar Worte miteinander gewechselt haben. Viel mehr war es aber meiner derzeitigen Auffassung nicht. Sonst hätte sich dieser Chris(sy) entweder gemeldet oder er wäre gemeldet worden. Das er -durch seine Familie/Freundes-/Bekanntenkreis gedeckt- einfach so untertaucht, ist derzeit für mich unrealistisch.
Zitat von DewDew schrieb:Gerade in der "Öffentlichkeit" eines solchen Festes kann ein Treffen mit Zufall erklärt werden, wenn ggfs. nicht gerade jeder davon erfahren sollte, dass M.B. mit "Chrissy" "ging".
Wenn man den Umstand denn überhaupt geheimhalten will/kann. Wenn sie schon ihren Freundinnen davon erzählt hat, hätte sie es genauso gut auch im Radio erzählen können. Erfahrungsgemäß weiß es ein paar Stunden später jede(r) in diesem Alter aus ihrem Umfeld.
Zitat von DewDew schrieb:
Zitat von DewDew schrieb am 22.01.2026:Sucht man auch nach Meldungen von Belästigungen, ( versuchten ) Vergewaltigungen? Oder Annäherungen, die ggfs. von anderen Festbesuchern unterbunden wurden? Ich mag mir gar keine Dunkelziffer vorstellen.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 22.01.2026:Das ist in der Tat eine ziemlich gruselige Vorstellung. Wenn es sich um einen Serientäter handelt, würde ich von weiteren, entweder ungeklärten oder nie aufgeklärten Taten unbekannten Umfangs ausgehen. Das ein solcher Täter nur zwei Taten begeht und dann nie wieder zur Tat schreitet, kann ich mir nicht wirklich vorstellen.
Das sind so die Momente, wo man sich über Bestätigung eigener Gedankengänge nicht freut.
Da hast du vollkommen Recht. Das ist ziemlich bitter.
Zitat von DewDew schrieb:Ich wünsche jedem Opfer von Straftaten Genesung, die Kraft, mit den Folgen klarzukommen und die Aufklärung der Fälle, natürlich auch insofern sie vielleicht nichts mit dem vorliegenden zu tun haben. Möge es ihnen helfen, darüber zu einer Art Abschluss mit diesen Erlebnissen zu kommen, soweit das überhaupt möglich ist.
Dem möchte ich mich absolut anschließen.
Zitat von DewDew schrieb:Das kann sein. Ich erinnere mich an zwei Bekannte, die sich wenn sie "auf Tour" waren, den Mädels als "Detlev Plane und Peter Spriegel" vorstellten.
Das waren Fernfahrer richtig? :D
Zitat von Nala-NynaNala-Nyna schrieb:Da bin ich wohl im guten Glauben davon ausgegangen, dass man doch in den lezten Jahren ein paar Leute aquiriert hat, die mögliche DNA aus alten Fällen von Aservaten nehmen, untersuchen lassen und einpflegen.
Der Aufwand alle Asservate ungeklärter Kapitaldelikte unabhängig einer aktuellen Fallbearbeitung akribisch nach DNA zu untersuchen wäre zu kosten-/zeit- und personalaufwändig. dazu stehen weder die nötigen Ressourcen (Monetär/Personell), noch der politische Wille zur Verfügung. Es wäre schön und wünschenswert, derzeit in Deutschland aber eine Utopie.
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Immerhin gibt es die Hoffnung das der Täter tatsächlich "nur" zweimal zugeschlagen hat.
Hätte er "nur" zweimal zugeschlagen, wäre das schlimm genug. Aber ich persönlich befürchte, es waren mehr Delikte.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

29.01.2026 um 18:37
Hallo @Slaterator , hallo @alle !


Beim Thema Chrissy ist mir eine Kleinigkeit aufgefallen, die vieleicht einfach nur belanglos ist.
In meiner Mofa - Rocker Zeit haben wir mehr über den Bock gewußt, als über den Kerl der drauf saß.

In diesem Fall trug trug Moped - Chrissy einen roten Helm und soll irgend einen Sprachfehler gehabt haben, aber was für eine Farbe hatte sein Moped, welches Modell war es und hatte man da die Drossel ausgebaut ( heiß gemacht ). In meiner Jugend hätte ich zuerst darauf geschaut und mir das zuerst gemerkt. Ein Moped, besonders wenn es neu war oder heiß gemacht wurde, war auch ein Objekt, mit dem "Mann" ein wenig angeben konnte. Diesen "Blick" aufs Moped vermisse ich hier, das scheint mir "untypisch".


Gruß, Gildonus


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

29.01.2026 um 19:09
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:
Zitat von DewDew schrieb:Das kann sein. Ich erinnere mich an zwei Bekannte, die sich wenn sie "auf Tour" waren, den Mädels als "Detlev Plane und Peter Spriegel" vorstellten.
Das waren Fernfahrer richtig? :D
Dass Detlev Plane als Fernfahrer Wert auf eine Plane legt, kann ich nachvollziehen. :D

Und Spriegel gibt Gas/Sprit und guckt gleichzeitig in den Spiegel? :D

Aber um auf den Mopedfahrer „Chrissy“ zurückzukommen, ist es schon seltsam, dass man in Aktenzeichen xy ungelöst nur das Medaillon gezeigt hat, aber nichts weiter von dem Schwarm mit dem roten Helm erwähnt hat, wenn man Mopedfahrer so einfach anhand ihrer Clique identifizieren könnte, wie hier des Öfteren geschrieben steht.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

29.01.2026 um 19:21
@Slaterator
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:ich habe tatsächlich auch die 80er und 90er sehr bewusst miterlebt und es war auch meine Jugend. Deshalb kann ich nur dazu sagen, dass aus meiner persönlichen Erfahrung heraus Verabredungen entweder in der Schule getroffen wurden, man sich telefonisch verabredete (bei uns damals kein Problem, da so ziemlich alle ein Telefon hatten), oder indem man einfach spontan an der Haustür der Kameraden/Freunde klingelt bzw. bestimmte Treffpunkte aufsucht. Mehr Möglichkeiten gab es so nicht, wenn man sich nicht eh in einem Verein traf.

Das sehe ich hier aber nicht als gegeben an. Aus der Schule konnten sich Marion und Chris(sy) eigentlich nicht kennen. Sonst hätte man ihn identifizieren können. Telefon hatte Marion nicht. Das Chris(sy) spontan bei ihm oder er bei ihr an der Tür klingelte kann zwar sein, aber das wäre sicher irgendwie mal beobachtet worden z.B. durch Eltern, Geschwister etc. Über Treffpunkte wissen wir nichts. Aber diese waren ja oft durch einige Jugendliche gleichzeitig frequentiert, was ja Sinn der Sache war. Da hätte man ihn auch gekannt und identifizieren können. Über eine gemeinsame Mitgliedschaft in einem Verein ist auch nichts bekannt. Also wie sollte sie da mit ihm zusammengekommen sein?
Das sind gewichtige Argumente gegen "Chrissy" im Rahmen der Zeit, in der auch meine Jugend stattfand. Dazu kommt sicher auch noch der Altersunterschied, der verschiedene Lebenskreise bedingte. Wobei die Mädels meiner Erinnerung nach eher den älteren Jungs Interesse entgegenbrachten.
Während Marion also noch zur Schule ging, könnte "Chrissy" in der Lehre gewesen sein. Komplett anderes Umfeld mit wenigen bis keinen Überschneidungen.

Meine erste "richtige" Freundin lernte ich völlig zufällig auf der Landstraße kennen, auf der sie recht schwungvoll eine Yamaha RD80 bewegte. Es entwickelte sich ein kurzes Rennen, das meine Zündapp KS80 für mich entschied, ein nettes "Benzingespräch" an einer Bushaltestelle. Eins führte zum anderen aber bis meine Freunde, Eltern etc. was davon mitbekamen, dauerte es etwas.
Ich ging auf´s Gymnasium, sie machte eine Lehre. Das brachte völlig unterschiedliche Freizeit mit sich.

Aus diesen Erfahrungen heraus möchte ich "Chrissy" noch nicht völlig ins Reich der Fantasie entwischen lassen.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:
Zitat von DewDew schrieb:Gerade in der "Öffentlichkeit" eines solchen Festes kann ein Treffen mit Zufall erklärt werden, wenn ggfs. nicht gerade jeder davon erfahren sollte, dass M.B. mit "Chrissy" "ging".
Wenn man den Umstand denn überhaupt geheimhalten will/kann. Wenn sie schon ihren Freundinnen davon erzählt hat, hätte sie es genauso gut auch im Radio erzählen können. Erfahrungsgemäß weiß es ein paar Stunden später jede(r) in diesem Alter aus ihrem Umfeld.
Abgesehen davon, dass das Verhalten von Jugendlichen nicht immer streng rational nachvollziehbar sein muss: vielleicht ging es bei einer gewissen Heimlichkeit nicht um ihr Altersumfeld sondern um das Elternhaus.

@Slaterator
@Füchschen
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:
Zitat von DewDew schrieb:Das kann sein. Ich erinnere mich an zwei Bekannte, die sich wenn sie "auf Tour" waren, den Mädels als "Detlev Plane und Peter Spriegel" vorstellten.
Das waren Fernfahrer richtig? :D
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb:Dass Detlev Plane als Fernfahrer Wert auf eine Plane legt, kann ich nachvollziehen. :D

Und Spriegel gibt Gas/Sprit und guckt gleichzeitig in den Spiegel? :D
Nah dran. Sie hatten bei der Bundeswehr den LKW-Führerschein gemacht. Als "Spriegel" bezeichnet man die man die Einzelteile des Gestells, über das die Plane gespannt wird.

@Gildonus
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Beim Thema Chrissy ist mir eine Kleinigkeit aufgefallen, die vieleicht einfach nur belanglos ist.
In meiner Mofa - Rocker Zeit haben wir mehr über den Bock gewußt, als über den Kerl der drauf saß.

In diesem Fall trug trug Moped - Chrissy einen roten Helm und soll irgend einen Sprachfehler gehabt haben, aber was für eine Farbe hatte sein Moped, welches Modell war es und hatte man da die Drossel ausgebaut ( heiß gemacht ). In meiner Jugend hätte ich zuerst darauf geschaut und mir das zuerst gemerkt. Ein Moped, besonders wenn es neu war oder heiß gemacht wurde, war auch ein Objekt, mit dem "Mann" ein wenig angeben konnte. Diesen "Blick" aufs Moped vermisse ich hier, das scheint mir "untypisch".
Aus Sicht der Jungsseite stimmt das. Von der Mädelsseite war es eher die Ausnahme. Da blieb allenfalls mal die Farbe des Gefährts im Gedächtnis.

MfG

Dew


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

29.01.2026 um 19:32
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Mit Betonung auf "impliziert". Ich behaupte nicht, dass es jenen Chris(sy) nie gegeben hat. Aber das Marion Baier mit dieser Person ein romantisches Verhältnis hatte bezweifle ich schon. Das ist der entscheidende Unterschied. Für mich ist völlig unklar, woher ihn Marion kennen sollte und warum sie nur mit ihm "gesehen" wurde, aber sonst niemand mit ihm gesprochen hat, ihn zuordnen und identifizieren konnte. Zudem wurden scheinbar keine Beobachtungen gemacht, dass zwischen ihm und Marion Zärtlichkeiten ausgetauscht wurden, noch wurde bestätigt, dass beide ein Paar waren/eine -wie auch immer geartete- Beziehung hatten. Ich halte das alles ehrlich gesagt für völlig überbewertet.
Hallo @Slaterator, Hallo @alle!
Das ist das XY der 70er, wo alles mögliche "Delikate" nur impliziert und verschlüsselt dargestellt wurde. Du magst dich vielleicht an den legendären Satz erinnern "Edeltraut war aus geschäftlichen Gründen auf dem Weg dorthin" und im Bild siehst du 2 leichte Mädels auf dem Weg zur Arbeit. :-)
Der Polizist in der Folge von 1974 sagt paraphrasiert "Aus den Gesprächen mit ihren Freundinnen wissen wir, daß sich Marion in letzter Zeit oft mit einem jungen Mann getroffen hat, den sie Chris oder Chrissi nannte." Das kann man eigentlich nicht missverstehen, was der gute Inspektor Madloch da impliziert.

Die Beschreibung von "Chris" in der alten XY Folge stammt NICHT von Marion selbst, sondern von ihren Freundinnen und Freunden! Das bedeutet, sie haben auch ab und an mit diesem Chris gesprochen, sonst wüssten sie nämlich nichts über den Sprachfehler, den er damals hatte. Wenn man sich die Folge ansieht, kann kein Zweifel daran bestehen, daß dieser Chris so etwas wie der erste feste Freund von Marion war.
Der nach dem Mord nie wieder im Umfeld der Familie Baier oder den Freunden auftauchte und sich ebenfalls nie bei der Polizei gemeldet hat, trotz Aufforderung während XY. Du kannst mir nicht erzählen, daß er den Mord an seiner Freundin nicht mitbekommen hat. Ich halte "Chris" oder wie auch immer sein Name sein mag, für wesentlich tatverdächtiger als die Insassen des Porsche und des VW.
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Beim Thema Chrissy ist mir eine Kleinigkeit aufgefallen, die vieleicht einfach nur belanglos ist.
In meiner Mofa - Rocker Zeit haben wir mehr über den Bock gewußt, als über den Kerl der drauf saß.

In diesem Fall trug trug Moped - Chrissy einen roten Helm und soll irgend einen Sprachfehler gehabt haben, aber was für eine Farbe hatte sein Moped, welches Modell war es und hatte man da die Drossel ausgebaut ( heiß gemacht ). In meiner Jugend hätte ich zuerst darauf geschaut und mir das zuerst gemerkt. Ein Moped, besonders wenn es neu war oder heiß gemacht wurde, war auch ein Objekt, mit dem "Mann" ein wenig angeben konnte. Diesen "Blick" aufs Moped vermisse ich hier, das scheint mir "untypisch".
Hallo @Gildonus! In der alten Folge wird davon gesprochen, daß Chris meist mit einem schwarzen Moped und dem auffallenden roten Helm unterwegs war, wenn motorisiert auf Achse.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Früher wurde der Begriff "Rauferei" aus meiner Erinnerung heraus durchaus auch häufiger und mMn "globaler" angewandt, als es heute der Fall ist. Es bezeichnete eine körperliche Auseinandersetzung ohne Waffen. Im Gegensatz zu einer Schlägerei wurde dabei weitestgehend auf den Faustkampf verzichtet. Es ging darum, den Gegner festzuhalten ggf. zu Fall zu bringen oder in den berühmt/berüchtigten "Schwitzkasten" zu nehmen, damit die Kraftverhältnisse und "Rangordnung" geklärt sind. Es ging weniger um das Zufügen von Schmerz/Verletzungen, eher um Dominanz.
Ich wage deshalb vorsichtig zu bezweifeln, ob einvernehmlich ausgeübte, sexuelle Handlungen außerhalb von SM-Praktiken diesen falschen Eindruck einer körperlichen Auseinandersetzung bei einem Zeugen erwecken konnten. Möglich ist es freilich schon, wenn auch mMn recht unwahrscheinlich.
Die frühen Elfer hatten einen relativ kleinen Innenraum, aber immer noch groß genug, um Spaß zu haben, wenn auch mit teils akrobatischer Leistung verbunden. :-) Springender Punkt ist hier, daß aufgrund der Raumbeschränkungen ein sich vergnügendes Pärchen von außen betrachtet sicher durch übertrieben und komisch wirkende Bewegungen auffällt. Da schlicht nicht der Platz einer S Klasse vorhanden ist und man mit dem was da ist auskommen muß.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

29.01.2026 um 23:22
Die Ermittler Jan Frühwald und Michael Dietsch von der Kripo Fürth sprechen in der Abendschau des BR am 29.01.2026 über den Fall Marion Baier.


Die Sprecherin des Beitrages sagt, dass Marion auf dem Heimweg vom Fischerfest wahrscheinlich über die Brücke am Zirndorfer Stadtpark in Richtung Oberasbach ging und am nächsten Morgen am Heinberg vergewaltigt und erschlagen aufgefunden wurde.


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- An dieser karierten Bluse von Marion wurde 2025 die männliche DNA-Spur extrahiert -


Die Kripo bittet immer noch um Fotos vom Fischerfest, darauf könnten noch weitere Personen die Zeugen sind, und auch der spätere Täter, abgebildet sein.

Es leben heute noch Mitschüler, Freunde und Angehörige von Marion die an einer Aufklärung des Mordes ein großes Interesse haben. Die Ermittler sind mit 80 bis 90 % sehr zuversichtlich den Fall doch noch aufzuklären!


Interessant finde ich die Formulierung Vergewaltigung. Bisher wurde auf der Seite der Polizei Bayern geschrieben
Aufgrund des teilweise entkleideten Leichnams gingen die Ermittler davon aus, dass Marion Baier einem Sexualstraftäter zum Opfer gefallen war.
Quelle:
https://www.polizei.bayern.de/aktuelles/pressemitteilungen/096844/index.html

und im XY-Filmfall von 1974 wird gesagt, dass
Am Tatort muss ein heftiger Kampf mit einem Sexualverbrecher stattgefunden haben.
Quelle:
https://www.wikixy.de/Sendung_vom_13.12.1974

Wurde hier eindeutig eine Vergewaltigung medizinisch festgestellt?


Weiterhin wird erläutert, dass der Täter heute zwischen Ende 60 und 80 Jahren alt sein könnte. Dies bedeutet, dass der Täter im Fall Marion Baier zum Tatzeitpunkt zwischen ca. 14-27 Jahren alt gewesen sein muss. Ergo bedeutet dies jedoch, dass der Täter im Mordfall Sonja Hurler zum Tatzeitpunkt entsprechend 22-35 Jahre alt war, sodass die Theorie mit den Jugendlichen, welche Sonja durch die Straße zerrten, nicht zutreffen kann.

Quelle Abendschau BR vom 29.01.2026
📺
https://www.ardmediathek.de/video/abendschau/cold-case-fuerther-kripo-macht-fortschritte-im-mordfall-marion-baier/br/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdC9GMjAyNVdPMDE3NDkyQTAvc2VjdGlvbi85ODNmYmU5OC0wNGI1LTRiNDQtYjU1MS0xY2IyOTk3OWIyNGU


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

29.01.2026 um 23:57
Hallo @HolzaugeSHK !

Danke für diese neuen Informationen, sehr interessant. Ich finde es auch hoffnungsvoll, daß die Ermittler ihre Chancen so hoch ansetzen können. Da müssen in den letzten Monaten/Jahren und auch seit XY einige sehr wertvolle Hinweise reingekommen sein. Falls es gelänge, eine Aufklärung zu erreichen, wäre das wohl der älteste gelöste Altfall überhaupt, schließlich werden es im Sommer 53 Jahre. Bin gespannt wie der sprichwörtliche Flitzebogen, was da noch kommen wird.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Weiterhin wird erläutert, dass der Täter heute zwischen Ende 60 und 80 Jahren alt sein könnte. Dies bedeutet, dass der Täter im Fall Marion Baier zum Tatzeitpunkt zwischen ca. 14-27 Jahren alt gewesen sein muss. Ergo bedeutet dies jedoch, dass der Täter im Mordfall Sonja Hurler zum Tatzeitpunkt entsprechend 22-35 Jahre alt war, sodass die Theorie mit den Jugendlichen, welche Sonja durch die Straße zerrten, nicht zutreffen kann.
Da die Kemptener bestimmt nicht doof sind, aber trotzdem an der Gruppe in Thingers mit besonderem Interesse festhalten, könnte folgermaßen ein Schuh draus werden(Achtung Spekulation): Der Anführer der Jugendlichen ist der Älteste und auch ein Stück älter als der Rest, so Mitte Zwanzig. Nachdem die Gruppe ihren "Spaß" mit dem Drangsalieren von Sonja hatte, lassen sie von ihr ab. Der Anführer entweder folgt Sonja, vergewaltigt und tötet sie später nahe Heiligkreuz oder die perfide Variante, er spielt sich als Retter auf und "vertreibt die Gruppe", begleitet Sonja und kurz vor dem Haus der Oma (Rudi sagte etwas von 200 Metern, glaube ich) zeigt er dann sein wahres Gesicht. Die Jugendlichen bringt er zum Stillhalten mit der Warnung, daß sie alle wegen Beihilfe zu Vergewaltigung und Mord dran wären, wenn sie reden.
Auch wäre es möglich, daß die sehr kriminelle Motorradbande darin verwickelt ist, denn wenn man vom Anführer ausgeht, waren die alle nicht so unmäßig alt. Und auf entfernung kann man die, wenn nicht in Motrradkluft gekleidet, nicht direkt von anderen Jugendlichen unterscheiden.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

30.01.2026 um 09:06
Hallo @Höhenburg , hallo @alle !
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:In der alten Folge wird davon gesprochen, daß Chris meist mit einem schwarzen Moped
Schwarz !?

Ich habe mir bei der alte Folge die betreffende Passage noch einmal angesehen. Ede sagt tatsächlich das Beide zusammen gesehen wurden, wahrend sich der Komissar etwas zurückhaltend ausdrückte. Über die Krafträder von 1973 kann ich nicht viel sagen, während meiner "Mofa - Rocker" Zeit und auch später gab es viele Teile am Kraftrad, die schwarz waren. Ich kann mich aber an Keines erinnern, das ich als Schwarz bezeichnen würde. Das hätte auch reichlich "düster" ausgesehen.


Gruß, Gildonus


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

30.01.2026 um 09:08
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Da die Kemptener bestimmt nicht doof sind, aber trotzdem an der Gruppe in Thingers mit besonderem Interesse festhalten
Ich hatte es in Sonjas Fall auch schon geschrieben, das Festhalten an der Gruppe in Thingers mit der Möglichkeit einer Tatbeteiligung liegt meiner Meinung nach an der Tatsache dass bei Sonja 2 DNA-Spuren gefunden wurden
Es konnten mittlerweile zwei DNA-Spuren in Kempten gesichert werden, eine davon findet sich auch an Marion B. wieder
Quelle: https://www.wikixy.de/Sendung_vom_21.01.2026


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

30.01.2026 um 11:54
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Über die Krafträder von 1973 kann ich nicht viel sagen
In Nürnberg wurden die Hercules Mopeds hergestellt, es gab in dieser Zeit die MK3 und MK4, die außer dem Tank schwarz waren. Man mußte also nur den Tank nachlackieren, wenn man alles in schwarz haben wollte. Andere beliebte Marken waren Kreidler und Zündapp.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

30.01.2026 um 12:39
Zitat von 321meins321meins schrieb:Ich hatte es in Sonjas Fall auch schon geschrieben, das Festhalten an der Gruppe in Thingers mit der Möglichkeit einer Tatbeteiligung liegt meiner Meinung nach an der Tatsache dass bei Sonja 2 DNA-Spuren gefunden wurden
Hallo @321meins , Hallo @alle! Danke für die Info! Das könnte für meine Überlegungen hinsichtlich der Motorradbande und ihrer Beteiligung am Mord sprechen. Diese Gruppe war ja bereits 1981 massiv im Fokus der Polizei, nur hatten die Ermittler damals nicht die Möglichkeiten und Spielsachen von heute zur Verfügung und damit schlechtere Karten.
Wäre auch ein Anknüpfungspunkt zu Marion. Motorrad 1981, Moped 1973, denn ich halte "Chris"( wer weiß schon, ob das sein echter oder auch nur sein zweiter Vorname war) nachwievor für den am meisten Verdächtigen. Selbst bei einer hypothetisch rein platonischen Beziehung oder reinen Freundschaft zwischen Chris und Marion kann ich mir nicht vorstellen, daß die Ermordung seiner Freundin ihn völlig kalt gelassen hat. Ich an seiner Stelle wäre äußerst interessiert gewesen den Killer meiner Freundin zu fassen. Aber was hat Chris getan? Abgetaucht, nie wieder im Umfeld der Familie Baier und dem Bekanntenkreis gesehen worden, nie mit der Polizei gesprochen. Da passt doch was nicht zusammen.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

30.01.2026 um 12:50
Es konnten mittlerweile zwei DNA-Spuren in Kempten gesichert werden, eine davon findet sich auch an Marion B. wieder. Parallelen: Beides Morde nach Festen an 1. Juliwochenende
Hier dazu der Link:
Beitrag von HolzaugeSHK (Seite 5)

@HolzaugeSHK
Vielen Dank für die schöne Recherche!

Ich halte mal fest:
Marion B.: Mord 1973/ Täter-DNA von 1 Täter
Sonja H.: Mord 1981/ Täter-DNA von 2 Tätern

Sehe ich das richtig so?

Wenn ja, wollte der Täter auf einem Fest möglicherweise nicht mehr alleine morden und hat sich einen Gefährten gesucht.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

30.01.2026 um 18:29
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb:(...) ist es schon seltsam, dass man in Aktenzeichen xy ungelöst nur das Medaillon gezeigt hat, aber nichts weiter von dem Schwarm mit dem roten Helm erwähnt hat, wenn man Mopedfahrer so einfach anhand ihrer Clique identifizieren könnte, wie hier des Öfteren geschrieben steht.
Was die aktuelle Folge von Aktenzeichen XY ungelöst betrifft, ist das so richtig. Es wurde weder irgendetwas über den Moped fahrenden Chris(sy), noch über die beiden Fahrzeuge am Fundort/Tatort von Marion Baier berichtet. Ich halte das für etwas irritierend. Auf mich persönlich machte darüber hinaus sowohl der Beitrag an sich, als auch das Gespräch mit den Ermittlern im Anschluss den Eindruck, als hätte man alles bereits im Vorfeld nur auf den Mordfall Sonja Hurler ausgerichtet und die Information zum Spur-Spur-Treffer wäre erst ganz kurz vor der Sendung bekannt geworden und wurde dann zusammen mit der Medaille und dem Foto der Marion Baier irgendwie noch in letzter Minute "hineingewürgt" um überhaupt noch Erwähnung zu finden.

Da der Beitrag aus 1974 wohl niemandem mehr ernsthaft im Gedächtnis sein dürfte, war die Aufbereitung dieser ja offensichtlich eng miteinander verknüpften Fälle in der Sendung ziemlich unerfreulich. Allerdings bedeutet die Absenz der Erwähnung von Chris(sy), dessen Mopeds und den verdächtigen Fahrzeugen, sowie das Festhalten an der Theorie mit den Jugendlichen die Sonja Hurler durch das Dorf gezerrt haben könnten jedoch keines Falles, dass sich diese Spuren/Hinweise damit zwischenzeitlich erledigt haben. Wenn dem nämlich so wäre, hätte zumindest diese Tatsache mMn erwähnt werden müssen. Das fand jedoch nicht statt.
Zitat von DewDew schrieb:Das sind gewichtige Argumente gegen "Chrissy" (...) Dazu kommt sicher auch noch der Altersunterschied, der verschiedene Lebenskreise bedingte. (...)
Während Marion also noch zur Schule ging, könnte "Chrissy" in der Lehre gewesen sein. Komplett anderes Umfeld mit wenigen bis keinen Überschneidungen.
Wie ich hier schonmal geschrieben habe sind Altersunterschiede von wenigen Jahren (2-5) ab dem Erwachsenenalter 18+ aber eher jenseits der 20 zumindest bei Männern oftmals nicht mehr so entscheidend und für viele kein zwingendes KO-Kriterium für eine Beziehung. Das ist im Jugendalter unter 18 noch ganz anders. Da ist es ein riesiger Unterschied, ob man 10 oder 17 ist. In diesen Jahren setzen Geschlechtsreife, körperliche Entwicklung und Pubertät ein. Auch persönlich macht man eine ziemliche Entwicklung durch. Es werden andere Dinge wichtig, als die im Kindesalter. Das Umfeld verändert sich, die Anforderungen steigen mit Selbstverantwortung und Selbstständigkeit, mit einer evtl. Lehre beginnt der sog. "Ernst des Lebens".

Deshalb kann ich mir derzeit auch nicht vorstellen, wie diese beiden Lebensumstände von Marion und diesem "Chris(sy)" zusammenpassen sollen?! Wie hätte Chris(sy) seine Freundin denn in seinem Umfeld einbringen sollen? Seine Freunde ggf. Kollegen hätten ihn doch ausgelacht wenn er mit einem 12 Jährigen Kind aufgetaucht wäre. Was hätten seine Eltern dazu gesagt und/oder mögliche Geschwister? Früher oder später wäre die Beziehung bekannt geworden. Allein schon deshalb, weil Oberasbach keine anonyme Großstadt ist und man sich nicht immer verstecken kann. Was hätten die beiden miteinander Unternehmen sollen? Wo hätten sie gleiche Interessen gehabt? Für mich passt eine Liebesbeziehung da absolut nicht in die Lebenssituation.
Zitat von DewDew schrieb:Meine erste "richtige" Freundin lernte ich völlig zufällig auf der Landstraße kennen (...) Eins führte zum anderen aber bis meine Freunde, Eltern etc. was davon mitbekamen, dauerte es etwas.
Ich ging auf´s Gymnasium, sie machte eine Lehre. Das brachte völlig unterschiedliche Freizeit mit sich.
Auch wenn es etwas dauerte bis deine/ihre Eltern etwas von der Beziehung mitbekamen, war sie ja schon reif und im Arbeitsleben angekommen, hatte einen Zweiradführerschein und spielte eher wohl nicht mehr mit Puppen. Eine Beziehung war daher auch kein "Tabu" oder moralisch problembehaftet. Aber hier sprechen wir ja über das Jahr 1974 und wir sprechen über ein 12 Jahre altes Kind, welches mit einem erwachsenen oder fast erwachsenen jungen Mann eine Beziehung geführt haben soll. Ich halte das im Moment zumindest für ziemlich unrealistisch. Es ist für mich wahrscheinlicher, dass hier das Interesse nur einseitig war. In dem Fall war jener Chris(sy) eine Schwärmerei von Marion, die sich -am Beginn ihrer geschlechtlichen Entwicklung stehend- in ihn "verknallt" haben mag. Das jener Chris(sy) ihr erster "richtiger" Freund war, glaube ich derzeit nicht.
Zitat von DewDew schrieb:
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Wenn man den Umstand denn überhaupt geheimhalten will/kann. Wenn sie schon ihren Freundinnen davon erzählt hat, hätte sie es genauso gut auch im Radio erzählen können. Erfahrungsgemäß weiß es ein paar Stunden später jede(r) in diesem Alter aus ihrem Umfeld.
Abgesehen davon, dass das Verhalten von Jugendlichen nicht immer streng rational nachvollziehbar sein muss: vielleicht ging es bei einer gewissen Heimlichkeit nicht um ihr Altersumfeld sondern um das Elternhaus.
Das Elternhaus wäre im Jahr 1973 ganz sicher auf ihrer, wie auch auf seiner Seite völlig eskaliert, wenn es von einer Liebesbeziehung zwischen den beiden erfahren hätte. Meiner persönlichen Meinung nach auch zurecht. Ich habe selbst Kinder und wäre mit solch einer Beziehung ganz sicher nicht einverstanden. Doch diese Beziehung (wenn es denn eine gab was ich derzeit ja nicht vermute) war garantiert nicht geheim zu halten, wenn die Freundinnen/ das Umfeld von Marion davon wusste(n). Irgendwann hätte sich jemand "verplappert", irgendwelche Eltern hätten davon erfahren usw. usf. Es wäre mMn eher früher als später aufgeflogen.
Zitat von DewDew schrieb:Sie hatten bei der Bundeswehr den LKW-Führerschein gemacht.
Dann passt das ja ungefähr. :D Ich war ja selbst nicht beim Bund, sondern im Zivildienst, habe aber meinen besten Kumpel darum beneidet, dass er dort ebenfalls bei der Instandhaltungskompanie den LKW-FS machen durfte. Aber immerhin habe ich noch die alte Klasse 3 bis 7,5 Tonnen. ;)
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Der Polizist in der Folge von 1974 sagt paraphrasiert "Aus den Gesprächen mit ihren Freundinnen wissen wir, daß sich Marion in letzter Zeit oft mit einem jungen Mann getroffen hat, den sie Chris oder Chrissi nannte." Das kann man eigentlich nicht missverstehen, was der gute Inspektor Madloch da impliziert.
Ich missverstehe das auch nicht. Er sagt absolut nichts von einer Liebesbeziehung. Auch nicht "durch die Blume". Das sie Chris(sy) traf, sagt ja nichts über die Art/den Charakter der Treffen aus. Vielleicht besuchte sie ihn ja auch um ihrem "Schwarm" beim schrauben am Moped Gesellschaft zu leisten und ihn dabei anzuschmachten. Das kann alles völlig einseitig gewesen sein. Er fand das vielleicht ganz nett und witzig, muss nicht einmal etwas gemerkt haben und das wars.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:(...) sie haben auch ab und an mit diesem Chris gesprochen, sonst wüssten sie nämlich nichts über den Sprachfehler, den er damals hatte. Wenn man sich die Folge ansieht, kann kein Zweifel daran bestehen, daß dieser Chris so etwas wie der erste feste Freund von Marion war.
Marion kann ihren Freundinnen auch von dem Sprachfehler berichtet haben. Die Kenntnis der Freundinnen darüber bedeutet nicht zwangsläufig, dass sie selbst mit jenem Chris(sy) gesprochen haben. Außerdem bestehen für mich aus vorgenannten Gründen sehr wohl überaus starke Zweifel daran, dass dieser Chris der erste feste Freund von Marion war.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Du kannst mir nicht erzählen, daß er den Mord an seiner Freundin nicht mitbekommen hat. Ich halte "Chris" oder wie auch immer sein Name sein mag, für wesentlich tatverdächtiger als die Insassen des Porsche und des VW.
Ich denke, Chris(sy) hat Kenntnis von dem Verbrechen erlangt. Sehr wahrscheinlich sogar, wenn er ohnehin Verbindung zu diesem Ort hatte. Allerdings erklärt sich sein gezeigtes Desinteresse (keine Meldung bei Polizei/Eltern) meiner persönlichen Meinung nach damit, dass er eben keine Beziehung mit Marion geführt hat. Sie hat ihn ein paar mal aufgesucht, man hat belanglos miteinander gequatscht und das war es dann. Warum sollte er sich da die Unannehmlichkeiten mit der Polizei antun, wenn er eh nichts zu berichten hat? Warum sollte er die Eltern aufsuchen, wenn er ja schon Marion nicht wirklich kannte? Er wollte einfach keinen Aufwand und Stress.

Der Porsche und der VW bleiben aber natürlich auch verdächtig. Sie waren am Abend des Geschehens am Tatort. Im Fall des Porsche wurde sogar angeblich eine Auseinandersetzung zw. Mann und Frau beobachtet.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Die frühen Elfer hatten einen relativ kleinen Innenraum, aber immer noch groß genug, um Spaß zu haben, wenn auch mit teils akrobatischer Leistung verbunden. :-)
Wie man es nimmt. Der 911 hatte ja Sportsitze, die neben den störenden, erhöhten Seitenwangen noch nicht einmal in eine horizontale Liegeposition gekurbelt werden konnten. Das war dann schon ziemlich unbequem und akrobatisch.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Springender Punkt ist hier, daß aufgrund der Raumbeschränkungen ein sich vergnügendes Pärchen von außen betrachtet sicher durch übertrieben und komisch wirkende Bewegungen auffällt.
Also ich vermute persönlich schon, dass man zwischen Auseinandersetzung/Rauferei und Liebesspiel durchaus unterscheiden kann. Aber okay. Die Frage lässt sich abschließend nicht beantworten.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Interessant finde ich die Formulierung Vergewaltigung.
Und weiter....
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Wurde hier eindeutig eine Vergewaltigung medizinisch festgestellt?
Eine wirklich sehr gute Frage! Bislang wurde mMn sehr bewusst darauf verzichtet, von einer Vergewaltigung zu sprechen. Es wurde eben nur erwähnt, dass aufgrund der halb entkleideten Leiche auf ein Sexualdelikt geschlossen wurde.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Dies bedeutet, dass der Täter im Fall Marion Baier zum Tatzeitpunkt zwischen ca. 14-27 Jahren alt gewesen sein muss. Ergo bedeutet dies jedoch, dass der Täter im Mordfall Sonja Hurler zum Tatzeitpunkt entsprechend 22-35 Jahre alt war, sodass die Theorie mit den Jugendlichen, welche Sonja durch die Straße zerrten, nicht zutreffen kann.
Exakt davon gehe ich ja auch aus. Das ein Mädchen durch halbstarke Jugendliche durch die Straßen des Ortes gezerrt/geschubst wurde mag ja stimmen. Das stelle ich gar nicht in Frage. Aber wenn der Mörder von Marion auch für den Mord an Sonja (mit)verantwortlich ist, kann es nicht Sonja gewesen sein, die bei diesem Vorfall beobachtet wurde. Da passt das Alter einfach nicht.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Der Anführer der Jugendlichen ist der Älteste und auch ein Stück älter als der Rest, so Mitte Zwanzig. Nachdem die Gruppe ihren "Spaß" mit dem Drangsalieren von Sonja hatte, lassen sie von ihr ab. Der Anführer entweder folgt Sonja, vergewaltigt und tötet sie später nahe Heiligkreuz oder die perfide Variante, er spielt sich als Retter auf und "vertreibt die Gruppe", begleitet Sonja und kurz vor dem Haus der Oma (Rudi sagte etwas von 200 Metern, glaube ich) zeigt er dann sein wahres Gesicht. Die Jugendlichen bringt er zum Stillhalten mit der Warnung, daß sie alle wegen Beihilfe zu Vergewaltigung und Mord dran wären, wenn sie reden.
Das ist eine sehr interessante und phantasievolle Spekulation, in meinen Augen jedoch fern jeder Realität. Eine Bande von Störenfrieden im geschätzten Alter zwischen 14 und 17, angeführt von einem Oberrocker von Mitte 20 (!), der nichts besseres zu tun hat, als am Wochenende mit seiner bartlosen Jugendbande Kinder zu drangsalieren und dann mit einem Kumpel aus der gemeingefährlichen Mopedrocker-Jugendgang kleine Mädchen zu vergewaltigen und zu töten. Tut mir Leid aber das klingt für mich völlig unrealistisch. Man hat darüber hinaus sämtliche zum Tatzeitpunkt dort wohnhafte Personen die in das Schema passen auch einem Massengentest unterzogen. Ohne Treffer. Außerdem sind bestimmt nicht alle die damals in dieser Randaleclique waren heute gestandene Hells Angels oder Bandidos, welche nicht mit EB sprechen. Da hätte man diesen ominösen "Anführer" sicherlich bereits identifiziert.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Auch wäre es möglich, daß die sehr kriminelle Motorradbande darin verwickelt ist, denn wenn man vom Anführer ausgeht, waren die alle nicht so unmäßig alt. Und auf entfernung kann man die, wenn nicht in Motrradkluft gekleidet, nicht direkt von anderen Jugendlichen unterscheiden.
Natürlich kann man das. Wenn die Motorradführerscheine hatten, waren die schon 1973 um die 20. Also 1981 Ende 20. Da hält man die doch nicht für heranwachsende Jugendliche! Gerade Rocker aus den MCs betreiben doch Bodybuilding und sind für gewöhnlich keine "Hungerhaken". Warum sollten die 12-13 Jährige Mädchen öffentlich durch die Straße zerren? Mit Verlaub, das ist doch Unsinn.
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb:Marion B.: Mord 1973/ Täter-DNA von 1 Täter
Sonja H.: Mord 1981/ Täter-DNA von 2 Tätern
So sieht es wohl aus. Es ist allerdings für mich zumindest nicht klar, um welche Art von Spur es sich gehandelt hat, aus der die DNA gewonnen werden konnte. Von daher sind für mich nicht zwingend auch zwei Täter für den Mord verantwortlich.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

30.01.2026 um 20:12
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Wie ich hier schonmal geschrieben habe sind Altersunterschiede von wenigen Jahren (2-5) ab dem Erwachsenenalter 18+ aber eher jenseits der 20 zumindest bei Männern oftmals nicht mehr so entscheidend und für viele kein zwingendes KO-Kriterium für eine Beziehung. Das ist im Jugendalter unter 18 noch ganz anders. Da ist es ein riesiger Unterschied, ob man 10 oder 17 ist. In diesen Jahren setzen Geschlechtsreife, körperliche Entwicklung und Pubertät ein. Auch persönlich macht man eine ziemliche Entwicklung durch. Es werden andere Dinge wichtig, als die im Kindesalter. Das Umfeld verändert sich, die Anforderungen steigen mit Selbstverantwortung und Selbstständigkeit, mit einer evtl. Lehre beginnt der sog. "Ernst des Lebens".

Deshalb kann ich mir derzeit auch nicht vorstellen, wie diese beiden Lebensumstände von Marion und diesem "Chris(sy)" zusammenpassen sollen?! Wie hätte Chris(sy) seine Freundin denn in seinem Umfeld einbringen sollen? Seine Freunde ggf. Kollegen hätten ihn doch ausgelacht wenn er mit einem 12 Jährigen Kind aufgetaucht wäre. Was hätten seine Eltern dazu gesagt und/oder mögliche Geschwister? Früher oder später wäre die Beziehung bekannt geworden. Allein schon deshalb, weil Oberasbach keine anonyme Großstadt ist und man sich nicht immer verstecken kann. Was hätten die beiden miteinander Unternehmen sollen? Wo hätten sie gleiche Interessen gehabt? Für mich passt eine Liebesbeziehung da absolut nicht in die Lebenssituation.
Also 1976 war ich 12 und da wirft man schonmal einen Blick auf Jungs, aber ganz sicher nicht auf die Gleichaltrigen.
So mit 13 ging es dann los mit Privatpartys oder auch Partys von der Kirche oder Tanzschulen und da waren auch immer Jungs, die schon 16-18 Jahre alt waren. Ich kannte damals keinen einzigen Jungen, der gleichaltrig war, die hatten da noch ganz andere Interessen.
Man "ging" dann mit einem ein paar Wochen und mehr als Küssen und Händchenhalten und vielleicht ein bißchen Fummeln lief da nicht. Eine Liebesbeziehung war das auf keinen Fall und Eltern wurden da schon gar nicht mit einbezogen.
In Jugendtreffs oder auch bei öffentlichen Tischtennisplatten traf man sich, oder wie bei mir damals in der Milchbar nach der Schule und da waren auch schon einige Jungs mit 16/17 die schon in der Ausbildung waren.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

31.01.2026 um 03:19
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:Also 1976 war ich 12 und da wirft man schonmal einen Blick auf Jungs, aber ganz sicher nicht auf die Gleichaltrigen.
So mit 13 ging es dann los mit Privatpartys oder auch Partys von der Kirche oder Tanzschulen und da waren auch immer Jungs, die schon 16-18 Jahre alt waren. Ich kannte damals keinen einzigen Jungen, der gleichaltrig war, die hatten da noch ganz andere Interessen.
Man "ging" dann mit einem ein paar Wochen und mehr als Küssen und Händchenhalten und vielleicht ein bißchen Fummeln lief da nicht. Eine Liebesbeziehung war das auf keinen Fall und Eltern wurden da schon gar nicht mit einbezogen.
In Jugendtreffs oder auch bei öffentlichen Tischtennisplatten traf man sich, oder wie bei mir damals in der Milchbar nach der Schule und da waren auch schon einige Jungs mit 16/17 die schon in der Ausbildung waren.
Hallo @Slaterator! Hallo @Agrimony ! Danke für diesen Schwank aus dem Leben als Unterfütterung für unsere Argumentation! Denn genau das, erste Liebelei/erster Freund mit Knutschen und Fummeln dürfte das bei Marion und Chris auch gewesen sein und als er mehr wollte und sie nicht, kam es zum Mord. Das ist viel wahrscheinlicher als die Annahme Marion wäre für eine Ministrecke von rund 2 Kilometern bis zuhause zu einem Wildfremden ins Auto gestiegen.
Ede und der Inspektor haben so "offen" wie es im 60er/70er Jahre XY angesprochen wurde, exakt diese Situation erste Liebelei/erster Freund beschrieben.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

31.01.2026 um 10:54
Ich hab mir noch mal Gedanken über den Heimweg von Marion gemacht. Sie ging vermutlich über die Brücke am Zirndorfer Stadtpark und traf dort vielleicht auf ihren späteren Mörder? Kann es sein, dass evtl. ein Auto- oder Mopedfahrer nach 20:00 Uhr an ihr vorbeifuhr? Es war Anfang Juli und bestimmt herrlichstes Badewetter. Kam eventuell ein junger Mann aus dem Zirndorfer Freibad an der Neptunstraße oder vom Hainberg-Weiher? Die Leiche wurde ja auch an der Hainberger Straße gefunden! Kann ein ortsansässiger User mal berichten wo damals im Sommer gebadet wurde in der Gegend!?


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Im XY-Filmfall aus dem Jahre 1974 erwähnte bei 10:45 min die Mutter gegenüber der Polizei die Verletzung am Fuß von Marion. Was war da genau passiert in der Vorwoche - Schul- oder Mopedunfall? In dieser Filmszene wird auch die Nasenoperation erwähnt. Hat Marion ihren Chris vielleicht beim Hals-Nasen-Ohrenarzt getroffen, er war wegen seines Lispelproblems dort in Behandlung?


Bildquelle:
https://www.radio8.de/oberasbach-hinweise-zu-cold-case-4640


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

31.01.2026 um 14:22
Hallo @alle !


Nach der Einschätzung der Polizei ist Marion Baier "zu Fuß" nach Oberasbach gegangen.

Wenn sie dabei vom Täter begleitet wurde oder auf dem Heimweg getroffen hat, spricht eigendlich Vieles dafür das der Täter ebenfalls aus Oberasbach oder vieleicht Zirndorf kommt und das Marion Baier ihn tatsächlich auch gekannt hat. Auch eine Jungmädchen Schwärmerei rückt da in den realistischen Bereich. Es stellt sich für mich die etwas "unheimliche" Frage, wie der Täter da "unter dem Radar" bleiben konnte. So viele Männer, die da als Täter in Frage kommen, gibt es da auch nicht.

Ich vermute mal das der Hebel, den die Polizei hat, darin besteht zu klären wohin die Betreffenden alle gezogen sind o. Ä..


Gruß, Gildonus


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

31.01.2026 um 15:09
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Die Kripo bittet immer noch um Fotos vom Fischerfest, darauf könnten noch weitere Personen die Zeugen sind, und auch der spätere Täter, abgebildet sein.
Schade, offenbar wurden bisher keine Fotos eingereicht
Zur Identifizierung von Personen, die auf dem Fischerfest in Zirndorf Kontakt zu Marion Baier hatten, hoffen die Ermittler weiterhin auf die Zusendung von Fotos bzw. Filmen vom Festbetrieb am 01. Juli 1973. Bislang ging bei der Kriminalpolizei kein entsprechendes Bildmaterial ein.
Quelle: https://www.polizei.bayern.de/aktuelles/pressemitteilungen/097700/index.html
Dabei könnte ein Foto meiner Meinung nach ganz entscheidend sein. Und ich kann mir absolut nicht vorstellen dass auf dem Fest niemand fotografiert hat.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

31.01.2026 um 15:27
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Im XY-Filmfall aus dem Jahre 1974 erwähnte bei 10:45 min die Mutter gegenüber der Polizei die Verletzung am Fuß von Marion. Was war da genau passiert in der Vorwoche - Schul- oder Mopedunfall? In dieser Filmszene wird auch die Nasenoperation erwähnt. Hat Marion ihren Chris vielleicht beim Hals-Nasen-Ohrenarzt getroffen, er war wegen seines Lispelproblems dort in Behandlung?
Hallo @HolzaugeSHK! Das mit dem HNO ist eine interessante Idee, danke für den Einwurf! Bei Ärzten kommen alle möglichen Leute zusammen, durchaus denkbar, daß sie sich dort zuerst getroffen haben.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Ich hab mir noch mal Gedanken über den Heimweg von Marion gemacht. Sie ging vermutlich über die Brücke am Zirndorfer Stadtpark und traf dort vielleicht auf ihren späteren Mörder? Kann es sein, dass evtl. ein Auto- oder Mopedfahrer nach 20:00 Uhr an ihr vorbeifuhr? Es war Anfang Juli und bestimmt herrlichstes Badewetter. Kam eventuell ein junger Mann aus dem Zirndorfer Freibad an der Neptunstraße oder vom Hainberg-Weiher? Die Leiche wurde ja auch an der Hainberger Straße gefunden!
Bin nicht von dort, aber selbst als Auswärtiger kann man auf dem Stadtplan einiges sehen. Das Marion den Heimweg über die Bibert-Brücke angetreten hat, egal ob zu Fuß oder motorisiert, denn das ist die schnellste und kürzeste Querung des Flüßchens vom Fest aus, düfte nahezu 100% sicher sein. Marions Wegstrecke war rund 2 Kilometer, in den 70ern, wo noch viel mehr und häufiger gelaufen wurde, ist das garnichts. Als meine Eltern Teenager waren, liefen sie gerade wochenends regelmäßig längere Strecken durch die Stadt.
Darum halte ich ein Trampen Marions für nahezu ausgeschlossen (Du bist schneller gelaufen als das ein Auto anhält) und eine Mitnahme nur wahrscheinlich bei einer Person, die sie kannte. Der Tatort liegt hinter Marions Zuhause, mit mehreren Möglichkeiten vorher sie dort abzusetzen. Egal ob zu Fuß oder motorisiert, halte ich nur einen Täter für wahrscheinlich, den Marion gekannt hat (wie flüchtig oder gut auch immer)
Ich stimme mit @Gildonus überein, daß der Täter fast sicher ein Bekannter Marions war.
Und was die Sichtung des plakativen Porsche und des Streites im Wagen angeht, wäre ich nicht verwundert, wenn sich der Melder eines Tages als "Chris" herausstellt. Denn nachdem ich mich etwas über alte Porsche schlaugemacht habe, weiß ich nun: Die Kombination gelber Targa mit 4 Extrascheinwerfern und Dachantenne vorne (beim Targa Fummelarbeit und pannenanfällig, darum nur in sehr geringer Zahl verbaut) war superselten, davon dürfte es 1973 nur 2-3 in ganz Bayern gegeben haben! Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, daß ein so seltener Wagen in den Mordfall verwickelt ist? Möglich, aber es ist wahrscheinlicher, daß der Porsche irgendwo anders einmal gesehen und dann am Hainweg "plaziert" wurde, um die Ermittler auf Autojagd zu schicken und von der eigenen Tatortnähe abzulenken. Ob der Porsche in jener Julinacht jemals dort gestanden hat, bin ich nicht mehr überzeugt davon.


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