@Anya1981 @JosephConrad @kaleko @Retsiemfoh @321meins Herzlich willkommen in diesem Thread! Schön das ihr mitschreibt.
:Y:
321meins schrieb:Ein Bezug von vielen wäre meiner Meinung nach die Bundeswehr, zumindest gibt es einen Bezug des Christophorus dazu
Auch wenn es diesen Bezug zur Bundeswehr natürlich gibt, wurde der Hl. Christopherus zu jener Zeit eher als Schutzpatron der Autofahrer verwendet. In den 70/80er, teilw. auch noch 90er Jahren hat man diese im Fahrzeug befestigten oder z.B. am Spiegel hängend mitgeführten Medaillen/Anhänger öfter gesehen. Das war durchaus verbreitet. Auch als Schlüsselanhänger für den Autoschlüssel war sowas durchaus beliebt. Ich denke es kann selbstverständlich einen Bezug zur Bundeswehr gehabt haben natürlich, allerdings war die Schutzfunktion für Autofahrer vermutlich viel verbreiteter.
kaleko schrieb:Naja auf dem Foto dass hier von ihr eingestellt ist, finde ich schon dass sie älter wirkt, also nicht so sehr vom Aussehen, aber einfach der Gesichtsausdruck scheint mir sehr selbstständig und entschlossen. (aber für 17 würde auch ich sie nicht halten.)
Ich teile den Eindruck. Sie hat einen durchaus willensfesten, selbstbewussten Gesichtsausdruck und auch einen entschlossenen Blick. Trotzdem wirkt sie rein körperlich mMn schon noch eher kindlich/jugendlich, nicht wie an der Schwelle zur erwachsenen Frau mit 17. Es dürfte dennoch schwer sein zu beurteilen, wie sie an jenem Abend gewirkt hat. Denn wir wissen leider nicht, wann das Foto genau entstanden ist und wie sich Marion generell verhalten hat.
kaleko schrieb:Weshalb wird sie dann trotzdem mehr oder weniger in der Nähe ihres Elternhauses gefunden?
Außerdem war die Entdeckung ja zeitnah, komisch dass es überhaupt niemand gibt, dem sie auf dem Fest nach 20 Uhr noch aufgefallen ist.
Das kann Zufall sein. Ich persönlich vermute derzeit nicht, dass sie bei ihrer Oma übernachten wollte, auch wenn das wohl öfter vorgekommen ist. Marion wollte ihre Oma an dem Tag mMn nur besuchen. Im Filmfall von 1974 spricht sie auch von "Oma
kurz besuchen", sofern ich mich korrekt erinnere, als sie sich von ihrer Freundin verabschiedet. Ob sie das wirklich so gesagt hat, kann sein, muss aber nicht. Da sie am nächsten Tag aber Schule hatte und ihre Schultasche ohnehin in der elterlichen Wohnung war, gehe ich tatsächlich nur von einem von ihr geplanten Kurzbesuch bei der Oma und anschließender Übernachtung daheim aus. Irgendwo zwischen Fest und dem Weg zur Oma muss der Täter sie dann mMn aufgegriffen haben.
Interessant finde ich, dass sie das Fest scheinbar verließ, dann aber wieder zurückkehrte. Wo war Marion in der Zwischenzeit? Bei der Oma -so wie von ihr gegenüber der Freundin angekündigt- jedenfalls nicht. Wie lang war der Zeitraum genau? Das sie dann nach der Rückkehr gegen 20 Uhr nicht mehr gesehen wurde ist auch komisch. Vielleicht ein Treffen mit diesem "Chris" oder "Chrissy"? Den halte ich allerdings derzeit nicht für den Täter. Das passt nicht zum Fundort und der Porschesichtung.
HolzaugeSHK schrieb:Ich stelle erst mal ein paar Bilder hier ein, damit wir eine Diskussionsgrundlage haben.
Danke dir für die Bilder! Ich denke es war ein Anhänger, der eher an einem Schlüsselbund oder Innenspiegel eines Fahrzeuges befestigt war. Möglicherweise wurde er auch lose mitgeführt. An Kette oder Armband getragen denke ich derweil eher weniger.
kaleko schrieb:Auch in Zirndorf gab es eine amerikanische Kaserne, aber da die Inschrift auf Deutsch ist, vielleicht hat Marion es als Geschenk dabei gehabt. Ich finde es sieht nicht aus wie "abgerissen"
Der oben sichtbare Befestigungsring ist noch rund und intakt. Das stimmt. Von daher können da keine rohen Kräfte gewirkt haben. Vielleicht wurde er auch lose mitgeführt und fiel dann im Zuge des Kampfes zwischen Täter und Opfer aus der Tasche. Das diese Medaille einem amerikanischen Soldaten gehört haben könnte ist zwar nicht auszuschließen, aber in meinen Augen schon eher unwahrscheinlich. Aber das ist eher so ein Bauchgefühl von mir. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass ein GI eine Medaille mitführt auf der "Gott schütze dich" auf deutsch steht...
Dancingfool schrieb:
HolzaugeSHK schrieb:Konnte man denn an dem Medaillon DNA-Spuren sichern?
Das scheint es zu sein, nach sovielen Jahren kommt sonst nichts in Frage.
Das vermute ich tatsächlich nicht. Die Medaille/der Anhänger scheint mir schon durch zu viele ungeschützte Hände gegangen zu sein. Wenn, dann eher nachträglich auf der möglicherweise noch asservierten Kleidung des Opfers. Hätte man in beiden Fällen Baier/Hurler irgendwie DNA gesichert, wüsste man das es wohl derselbe Täter war. Man spricht aber derzeit "nur" von Parallelen. Wir müssen da mal den kommenden Beitrag von Aktenzeichen Xy ungelöst abwarten. Vielleicht wissen wir dann mehr.
Dancingfool schrieb:Die Turnschuhspur sagt leider nicht viel, denn es gab in der Nähe den Werksverkauf von Adidas.
Möglicherweise ja doch. Wir wissen, dass der Täter eventuell mit einem ebenso auffälligen wie damals wohl auch seltenen, gelben Porsche 911 Targa mit 4 zusätzlichen Scheinwerfern und Dachantenne unterwegs gewesen sein könnte. Wenn man sich damals so ein Fahrzeug leisten konnte, war man sicherlich keine Aushilfskraft oder einfacher Arbeiter, sondern in der Leitungsebene eines Unternehmens oder sehr erfolgreich selbstständig. Könnte es sein, dass der Täter ggf. bei Adidas beschäftigt war? Ein Manager oder Abteilungsleiter, der viel unterwegs war, natürlich die Produkte seines Arbeitgebers trug und einen Faible für junge Frauen hatte? Ist nur mal so ein Idee...
Dancingfool schrieb:Aber seltsam, daß man den jungen Mopedfahrer Chris nicht ermitteln konnte. Mit dem Moped wird er ja nicht soo weit fahren.
Außerdem ist auffällig, daß er einen Sprachfehler hat.
Das kann ich mich auch bislang nicht erklären. Schon sehr merkwürdig. Bei so einer genauen Beschreibung sollte er in diesem ländlichen Umfeld eigentlich zu finden sein.