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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

344 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Cold Case, Aktenzeichen Xy ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

20.01.2026 um 01:36
Vielen Dank für das Einstellen dieses Falles.
Ich war damals erst 9 Jahre alt und hab das damals überhaupt nicht mitbekommen.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Möglicherweise ja doch. Wir wissen, dass der Täter eventuell mit einem ebenso auffälligen wie damals wohl auch seltenen, gelben Porsche 911 Targa mit 4 zusätzlichen Scheinwerfern und Dachantenne unterwegs gewesen sein könnte. Wenn man sich damals so ein Fahrzeug leisten konnte, war man sicherlich keine Aushilfskraft oder einfacher Arbeiter, sondern in der Leitungsebene eines Unternehmens oder sehr erfolgreich selbstständig. Könnte es sein, dass der Täter ggf. bei Adidas beschäftigt war? Ein Manager oder Abteilungsleiter, der viel unterwegs war, natürlich die Produkte seines Arbeitgebers trug und einen Faible für junge Frauen hatte? Ist nur mal so ein Idee...
War es denn nicht möglich über die KFZ-Zulassung herauszufinden, ob so ein Porsche im fränkischen Raum angemeldet war.
Ist ja doch eher selten dieses Fahrzeug.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Ich finde den Verweis von @Slaterator
zu den zwei gesichteten Fahrzeugen, speziell zum Porsche sehr wichtig. Schon nach der XY-Ausstrahlung am 13.12.1974 wurde ein Hinweis zu einem Porsche gegeben. Ist das jetzt Zufall, der gelbe Porsche, welcher in Wien ab Juli 1973 stand, hatte ein Nürnberger Kennzeichen!? Was ist überhaupt aus dieser Spur geworden? Konnte der Halter damals ermittelt werden?
Da wäre es doch leicht gewesen, den Halter zu ermitteln, wenn sogar das Kennzeichen bekannt ist.

Ich hoffe, dass wird bei AZxy aufgeklärt.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

20.01.2026 um 02:38
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:War es denn nicht möglich über die KFZ-Zulassung herauszufinden, ob so ein Porsche im fränkischen Raum angemeldet war.
Ist ja doch eher selten dieses Fahrzeug.
Doch, das ist sicherlich möglich gewesen und vermutlich auch getan worden. Nur sollte man nicht unterschätzen, wie viele solche Fahrzeuge es im Grossraum Nürnberg gegeben hat, das werden schon einige gewesen sein.

Ebenso, wie es viele VWs mit amerikanischen Kennzeichen (damals noch auffällig grün) gegeben hat, da im Grossraum Nürnberg tausende amerikanische Soldaten stationiert waren.

Und Chris...s und Mopeds wird es auch einige tausende gegeben haben. Das ist das Problem, die bisher bekannten Spuren sind zu vage.

Ich frage mich allerdings immer noch, worin der Zusammenhang zwischen der Tat in Kempten und der Tat in Franken bestehen soll. Ohne zu weit gehen zu wollen, fällt mir dazu nur ein Gedanke ein, der allerdings beide Fahrzeuge und das Moped eher ausschliesst:

Beide Taten wurden im Zusammenhang mit Volksfesten begangen. Und da findet sich immer auch ein Rummelplatz mit fahrenden Schaustellern...


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

20.01.2026 um 04:06
Habe mich vertan und drum gebeten, dass der obige Beitrag gelöscht wird. Gleichwohl gilt trotzdem: Das gefundene Medaillon zeigt den Hl. Christopherus, er wird zwar bei den Katholiken stark verehrt, aber ich kenne das eher, dass man eine Plakette von ihm im Fahrzeug anbringt, oder eine am Schlüsselbund mit sich trägt, ein Silbermedaillon spricht aber eher für eine Medaille, die man an einer Kette um den Hals trägt, oder? Was ist aber, wenn der Täter zusätzlich auch selbst den Namen Christoph trägt, Christopherus so sein Namenspatron ist? (Wie von @Mickelangelo bereits erwähnt) Dann könnte man den Chris vielleicht schon eher eingrenzen, wenn man als Arbeitshypothese die Christians weglässt, und sich auf Christoph/Christophers beschränkt. Dass jemand nur „Chris“ getauft wurde, halte ich für die damalige Zeit noch ziemlich unwahrscheinlich.
Hoffentlich hatte dieser Chris Kumpels oder Geschwister, denen ein Fehlen dieses Medaillons aufgefallen ist, und die sich heute noch daran erinnern können.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

20.01.2026 um 05:07
Das exakt gleiche Medaillon wurde übrigens hier im Internet zum Verkauf angeboten:
41841 72b c
Darüber hinaus habe ich eventuell die Vorgängerversion dieser Medaille ausfindig gemacht (bei diesem tschechischen Onlineshop), sie wird als Medaille au der Zeit des 2. WK beschrieben, in dem Zusammenhang wird auch Schwabach und das Sudetenland genannt. Vielleicht von einem Händler, der früher im Sudetenland und später in Schwabach tätig war?
Nur die Rückseite der Medaille ist etwas anders gesetzt als bei der späteren Version:
stribro-svaty-krystof-ww2-sudety-svabach
Wie auch die Rückseite, ist die Vorderseite bereits stark abgenutzt:
stribro-svaty-krystof-ww2-sudety-svabach

Schwabach ist ja nur ein Katzensprung von Oberasbach/Fürth entfernt, ich finde diese geographische Nähe schon etwas eigenartig, evtl. sogar bedeutsam?


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

20.01.2026 um 05:23
Im Landkreis Nürnberger Land, als auch im benachbarten Nürnberg und Schwabach, und vermutlich auch im ebenfalls benachbarten LK Fürth lebten damals sehr viele Sudetendeutsche. Das kann ein Hinweis sein, aber wieder auf eine sehr grosse Bevölkerungsgruppe.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

20.01.2026 um 06:11
Da gebe ich Dir auf jeden Fall Recht. Für Schwabach werden 1970 ca 31.000 Einwohner angegeben, und es gab zwischen 1951 und 1960 rund 3100 Geburten (https://fgg-erlangen.de/fgg/ojs/index.php/mfgg/article/download/193/176/723 - hier wird auch auf den Anteil an Sudetendeutschen eingegangen.)
Da in Nürnberg in den 70er Jahren rund 37% Katholiken waren, die Gegend war ja stärker protestantisch geprägt, dürfte der Anteil in Schwabach und Umland ähnlich gewesen sein. (Quelle: https://www.nordbayern.de/nuernberg/nur-noch-52-prozent-immer-weniger-christen-in-nurnberg-1.6766473)
Wenn man nun eine gewisse Altersspanne, Geschlecht und möglicherweise sogar die Konfession miteinbezieht, und unter den Verbleibenden schauen könnte, wer von diesen bis Sommer 1981 weggezogen ist, blieben vielleicht deutlich weniger übrig, als erwartet. Ich wage aber zu bezweifeln, dass die entsprechenden Datensammlungen dergestalt durchsuchbar sind.
Morgen Abend bekommen die Ermittler hoffentlich gute Hinweise zu beiden Fällen.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

20.01.2026 um 07:20
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Herzlich willkommen in diesem Thread! Schön das ihr mitschreibt. :Y:
Danke für die Begrüßung und das Erstellen eines eigenen Threads für Marion.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Könnte es sein, dass der Täter ggf. bei Adidas beschäftigt war? Ein Manager oder Abteilungsleiter, der viel unterwegs war, natürlich die Produkte seines Arbeitgebers trug und einen Faible für junge Frauen hatte? Ist nur mal so ein Idee...
Dazu hatte ich auch überlegt, wie ein Mädchen 1973 ältere Männer kennenlernen konnte, natürlich ältere Mitschüler aber auch Lehrer.
Und ein jüngerer Lehrer könnte durchaus versetzt worden sein.

Interessant auch, dass Chris einen roten Helm gehabt haben soll, weil die Helmpflicht gab es erst ab 1976
Helmpflicht für Mopedfahrer[1] wurde 1978 eingeführt
Quelle: Wikipedia: Helmpflicht


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

20.01.2026 um 10:22
Zitat von kalekokaleko schrieb:Dazu hatte ich auch überlegt, wie ein Mädchen 1973 ältere Männer kennenlernen konnte, natürlich ältere Mitschüler aber auch Lehrer.
Und ein jüngerer Lehrer könnte durchaus versetzt worden sein.
Da gibt es doch einige Möglichkeiten z.B. Dorffeste sind auch eine Sache, wo Leute aus umliegenden Orten kamen. Ein Feuerwehrfest oder so was? Da niemand in der Umgebung von Marion den Chris zu kennen schien und nur die Freundin ihn gesehen hat, muß er ja zumindest aus einem anderen Ort gekommen sein. Nicht zu weit weg, so daß er mit dem Moped hinkam. Aber 20km liegen da schon drin.

Ich kann mir vorstellen, daß es nach Aktenzeichen Hinweise geben könnte.
Zitat von kalekokaleko schrieb:Interessant auch, dass Chris einen roten Helm gehabt haben soll, weil die Helmpflicht gab es erst ab 1976
Das stimmt. Helme waren wohl noch nicht Pflicht. Ich glaube aber, die waren beliebt, weil sie einem cool aussehen ließen, so Easy Rider Feeling und weil das Moped dann mehr nach ausgewachsenem Motorrad wirkte…


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

20.01.2026 um 11:04
Ich glaube nicht, dass man durch den Anhänger weiter kommen wird. Ich besitze selbst so einen, hat mir mein Stiefvater 1989 zum Führerschein geschenkt. Nur ist auf meinem auf der Rückseite Mutter Maria und dem Text Schmerzhafte Mutter zu sehen. Anhänger dieser Art dürften wohl viele meines Alters besitzen.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

20.01.2026 um 13:09
Zitat von PlaytecciPlaytecci schrieb:Ich glaube nicht, dass man durch den Anhänger weiter kommen wird.
Er ist schon einzigartig, denn genau denselben hat man nicht gefunden. Ähnlichkeiten bei einem österreichischen und einem tschechischen Händler.

Es ist übrigens am Anfang des Originalbeitrages davon die Rede, daß MB eine Nasenoperation hatte. Ich denke, das vorliegende Foto ist vor der Operation. Vielleicht wollte sie nach der Operation, viel hübscher, einfach schauen wie sie ankommt in der Männerwelt.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

20.01.2026 um 13:20
Zitat von DancingfoolDancingfool schrieb:Vielleicht wollte sie nach der Operation, viel hübscher, einfach schauen wie sie ankommt in der Männerwelt.
Ich würde mal stark annehmen, dass wenn eine 12-jährige Heranwachsende in den 70er Jahren eine Nasen-OP hatte, das im Medizinischen begründet liegt. Also, dass es z.B. Atemprobleme o.ä. gab.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

20.01.2026 um 14:08
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:Doch, das ist sicherlich möglich gewesen und vermutlich auch getan worden. Nur sollte man nicht unterschätzen, wie viele solche Fahrzeuge es im Grossraum Nürnberg gegeben hat, das werden schon einige gewesen sein.

Ebenso, wie es viele VWs mit amerikanischen Kennzeichen (damals noch auffällig grün) gegeben hat, da im Grossraum Nürnberg tausende amerikanische Soldaten stationiert waren.

Der Porsche soll ja auch zusätzliche Anbauteile (Zusatzscheinwerfer/Antenne) gehabt haben und wahrscheinlich musste man diese Anbauteile damals nicht im Kfz-Schein eintragen lassen, sonst wäre es vielleicht einfacher gewesen.


Und Chris...s und Mopeds wird es auch einige tausende gegeben haben. Das ist das Problem, die bisher bekannten Spuren sind zu vage.
Das stimmt, da kenne ja sogar ich einen mit Sprachfehler, der aber damals erst so 14 gewesen sein müsste und bestimmt noch kein Moped hatte.
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:Ich frage mich allerdings immer noch, worin der Zusammenhang zwischen der Tat in Kempten und der Tat in Franken bestehen soll. Ohne zu weit gehen zu wollen, fällt mir dazu nur ein Gedanke ein, der allerdings beide Fahrzeuge und das Moped eher ausschliesst:
Soll der Zusammenhang nicht der gelbe Porsche mit dem Nürnberger Kennzeichen sein?
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:Beide Taten wurden im Zusammenhang mit Volksfesten begangen. Und da findet sich immer auch ein Rummelplatz mit fahrenden Schaustellern...
Das ist auch eine Idee, der man nachgehen könnte. Denn gerade bei Autoscootern oder sonstigen Fahrgeschäften waren immer mal wieder junge Männer als Helfer mit dabei und sicherlich geht es so mit 12 Jahren schon los, dass man Interesse am anderen Geschlecht zeigt und vielleicht etwas flirty unterwegs war.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

20.01.2026 um 14:26
@inkaspesbach @Pesca @Agrimony @Mantua @Playtecci

Herzlich willkommen im Thread! Schön das ihr dabei seid. :Y:
Zitat von inkaspesbachinkaspesbach schrieb:Mal ehrlich, wer erinnert sich Tage oder Wochen später in einem solchen Detailgrad an ein Auto, an dem er in der Nacht vorbeigefahren ist? Selbst wenn es ihn geblendet hat.
Man darf ja nicht vergessen, dass es hier besonders auffällige Merkmale bei den Autos gab. Beim VW waren es die amerikanischen Kennzeichen, die zwar im Großraum Nürnberg wegen der dort stationierten US-Streitkräfte nicht selten waren, dennoch aber natürlich aus der Masse hervorstachen. Der Porsche hatte gleich mehrere Merkmale die sehr auffällig waren. Zunächst ist ein gelber 911 Targa in der damaligen Zeit natürlich besonders. Die charakteristische Form, der breite, silberne Targabügel (B-Säule). Dann gleich 4(!) Zusatzscheinwerfer und die ungewöhnliche Dachantenne. Das war natürlich sehr auffällig. Zudem stand das Fahrzeug entgegen der Fahrtrichtung, weswegen der Zeuge geblendet wurde und ausweichen musste. Schlussendlich dann noch der Kampf im Inneren des Fahrzeuges. Ich persönlich denke das so eine Situation schon ziemlich einprägsam ist.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Ist das jetzt Zufall, der gelbe Porsche, welcher in Wien ab Juli 1973 stand, hatte ein Nürnberger Kennzeichen!? Was ist überhaupt aus dieser Spur geworden? Konnte der Halter damals ermittelt werden?
Das habe ich mich allerdings auch gefragt. Was hat es mit diesem Hinweis auf sich? Natürlich sind die deutschen EB nicht in Österreich zuständig und benötigen Amtshilfe. War der Porsche da schon weg? Konnten die österreichischen EB noch irgendetwas dazu herausfinden? Man weiß es nicht. Vielleicht gibt ja die morgige Ausgabe von Aktenzeichen Xy Aufschluss darüber, auch wenn ich das persönlich nicht glaube.
Zitat von CorydalisCorydalis schrieb:möglich ist trotz allem auch, dass weder der VW noch der Porsche einen Zusammenhang mit der Tat haben.
Da hast du natürlich Recht. Allerdings ist es natürlich ein enormer Zufall, wenn ein Mann und eine Frau im Auto kämpfend genau an der Stelle gesehen werden, wo dann später die Leiche von Marion Baier gefunden wird, sie aber nichts mit dem Mordfall zu tun haben. Wenn sie aus der Region gekommen sein sollten und der Mordfall "Tagesgespräch" war, hätten die sich ebenfalls melden können. Es wäre ja klar gewesen das -gerade wegen des Autos- definitiv sie beobachtet wurden.

Was den VW angeht, so messe ich diesem eher weniger Bedeutung zu. Man müsste den genauen Todeszeitpunkt kennen, um das näher eingrenzen zu können. Schließlich war die VW-Sichtung gegen 23 Uhr, die des Porsche erst gegen 02:30 Uhr.
Zitat von CorydalisCorydalis schrieb:Und wenn man die ominöse Parallele, die lt. Ermittlern zu dem Kemptener Fall bestehen soll, mal außen vor lässt, deutet eigentlich vieles darauf hin, dass Marion bei einem aus dem Ruder gelaufenen Date getötet wurde: die Turnschuhspuren und die blauen Fasern (Jeansstoff), die gefunden wurden, lassen einen eher jungen Täter vermuten. Der Ablauf - mit einem Stein erschlagen - sieht nach spontaner Tat aus. Ich nehme an, es wurde ein zufällig auf der Baustelle herumliegender Stein verwendet, also kein vorgefasster Plan des Täters. Und der Hergang wie er immer wieder vorkommt: der männliche Part wird zudringlich, sie will nicht und wehrt sich, sie schreit, die Situation eskaliert
Es ist aus meiner Sicht schon anzunehmen, dass diese "Parallelen" zwischen den beiden Kapitaldelikten nicht nur Kleinigkeiten sind. Denn wenn man sich die Mühe macht, extra deswegen neue Aufrufe zu starten und Aktenzeichen Xy ungelöst zu bemühen, dann muss da mMn schon etwas dran sein. Auch wenn ich mir (noch) nicht vorstellen kann, was konkret.

Allerdings habe ich natürlich auch über die naheliegendste Möglichkeit nachgedacht, dass es ein aus dem Ruder gelaufenes Date gewesen sein könnte. Was mich an diesem Gedanken allerdings irritiert ist der Ort. Wenn wir davon ausgehen, dass Marion und "Chris(sy)" auf dem Moped unterwegs waren, warum fahren die für den möglichen Austausch von Zärtlichkeiten ausgerechnet auf eine sandige, steinige Baustelle? Wären sie in einen Neubau gegangen, hätte ich das ja noch verstanden. Aber draußen auf der Brachfläche? Nicht gerade ein geeigneter, "romantischer" Ort oder? Da setzt man sich doch nicht in die Baugrube?! Das passt für mich nicht.
Zitat von PescaPesca schrieb:Grundsätzlich würde ich schon vermuten, dass jemand, der gewaltbereit in der einen Situation reagiert hat (und damit unentdeckt durchkam), auch erneut wenig Skrupel hat gewalttätig zu sein.
Die Polizei sagt ja in dem oben von Fürth aktuell verlinkten Video
Absolut. Wenn erst einmal "rote Linien" überschritten sind, fallen in anderen, späteren Situationen schneller die Hemmungen den Willen mit Gewalt durchzusetzen. Es können deshalb durchaus auch noch andere Straftaten losgelöst von Sexualdelikten gefolgt sein.
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:War es denn nicht möglich über die KFZ-Zulassung herauszufinden, ob so ein Porsche im fränkischen Raum angemeldet war.
Ist ja doch eher selten dieses Fahrzeug.
Doch, das ist sicherlich möglich gewesen und vermutlich auch getan worden. Nur sollte man nicht unterschätzen, wie viele solche Fahrzeuge es im Grossraum Nürnberg gegeben hat, das werden schon einige gewesen sein.
Ja natürlich kann man vieles über die Zulassung herausfinden. Aber das Problem ist ja, ob und wenn ja wie eine mögliche Suche dann gestaltet wurde. Wurde nur im Raum Nürnberg gesucht? Weitete man die Suche auf das gesamte Bundesland oder sogar auf das gesamte Westdeutschland aus? Sollte sich der Zeuge mit dem Kennzeichen geirrt haben, hätte da schnell etwas übersehen werden können. Was die Menge der Fahrzeuge angeht, gehe ich jetzt nicht von allzu großen Stückzahlen aus. Die Polizei fahndet ja nach Typ und kennt auch die Farbe. Ein gelber 911 Targa war da sicher kein Brot und Butter Auto, welches an jeder zweiten Straßenecke steht. Ich denke, es war überschaubar.
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:Und Chris...s und Mopeds wird es auch einige tausende gegeben haben. Das ist das Problem, die bisher bekannten Spuren sind zu vage.
Mopeds gab es zu Tausenden. Personen deren Vornamen sich auf "Chris(sy)" abkürzen lassen sicher auch. Aber da gab es ja noch Körpergröße, mutmaßliches Alter, Haarfarbe, Frisur UND noch den Sprachfehler. Also ich finde schon das diese Beschreibung recht genau ist. Wer ihn kennt, sollte wissen wer gemeint ist. Sollte er nicht aus der Großstadt sondern der unmittelbaren, (ländlichen) Umgebung gekommen sein, dann erst recht. Schon komisch, dass er nicht gefunden wurde.
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:Beide Taten wurden im Zusammenhang mit Volksfesten begangen. Und da findet sich immer auch ein Rummelplatz mit fahrenden Schaustellern...
Klar, ist natürlich auch eine Möglichkeit. Kein schlechter Ansatz.
Zitat von MantuaMantua schrieb:sie wird als Medaille au der Zeit des 2. WK beschrieben, in dem Zusammenhang wird auch Schwabach und das Sudetenland genannt. Vielleicht von einem Händler, der früher im Sudetenland und später in Schwabach tätig war?
Sehr interessant! Es könnte sogar sein, dass der Täter die Medaille als Glücksbringer z.B. von seinem Opa bekam, weil sie diesen den WKII überleben ließ bzw. als Glücksbringer gedient hatte.
Zitat von kalekokaleko schrieb:Dazu hatte ich auch überlegt, wie ein Mädchen 1973 ältere Männer kennenlernen konnte, natürlich ältere Mitschüler aber auch Lehrer.
Er könnte wegen des Porsche und fescher, eher jugendlicher Kleidung jünger und dynamischer auf Marion gewirkt haben, als er war. Zudem könnte Marion dem Täter z.B. wegen seines gepflegten Auftrittes, seinem Geld und des ihr entgegen gebrachten Interesses vertraut haben und von seiner Seriosität überzeugt gewesen sein. Sie fühlte sich vielleicht geschmeichelt und so ging sie auf sein Angebot ein, in sein Auto zu steigen. Für mich durchaus vorstellbar.
Zitat von kalekokaleko schrieb:Interessant auch, dass Chris einen roten Helm gehabt haben soll, weil die Helmpflicht gab es erst ab 1976
Ja durchaus. Aber heute tragen auch viele Erwachsene einen Fahrradhelm, obwohl keine Pflicht für erwachsene Bürger besteht. Einfach weil es absolut vernünftig ist, nicht auf diesen elementaren Schutz zu verzichten. Die Frage ist, wie viele dachten damals so und trugen ihn freiwillig?
Zitat von PescaPesca schrieb:
Zitat von DancingfoolDancingfool schrieb:Vielleicht wollte sie nach der Operation, viel hübscher, einfach schauen wie sie ankommt in der Männerwelt.
Ich würde mal stark annehmen, dass wenn eine 12-jährige Heranwachsende in den 70er Jahren eine Nasen-OP hatte, das im Medizinischen begründet liegt. Also, dass es z.B. Atemprobleme o.ä. gab.
Davon gehe ich auch aus. Ich denke nicht, dass sie mit 12 Jahren allein in das Festzelt zurückkehrte um hemmungslos zu flirten. Das sie jemanden zufällig kennenlernte der sie ansprach, ist für mich absolut vorstellbar. Aber das sie bewusst auf der Suche nach einem "Freund" war und von sich aus dort irgendwelche Typen ansprach vermute ich nicht.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

20.01.2026 um 14:48
Zitat von MantuaMantua schrieb:Das exakt gleiche Medaillon wurde übrigens hier im Internet zum Verkauf angeboten:
Das ist optisch das gleiche hat aber laut Aufdruck 835 Silber.
Zitat von MantuaMantua schrieb:Darüber hinaus habe ich eventuell die Vorgängerversion dieser Medaille ausfindig gemacht
Die finde ich auf jeden Fall sehr interessant da die Vorderseite tatsächlich so wie ich es sehe identisch ist.
Zitat von DancingfoolDancingfool schrieb:Er ist schon einzigartig, denn genau denselben hat man nicht gefunden
Ich finde ihn auch zumindest bisher einzigartig und habe weiter die Hoffnung dass man dadurch zumindest einen Bereich abgrenzen kann aus dem der Täter kommt. Das Medaillon ist ja etwas hochwertiger mit 925er Silber, meiner Meinung nach müsste es mit der Aufschrift von einer kirchlichen Einrichtung übergeben worden sein. Man sieht ja auf dem Medaillon(Bild Nr.3)rechts ein kleines Gebäude was wie eine Kirche wirkt, die Frage ist ob es sich um eine real existierende Kirche handelt? Ich könnte mir aber generell gut vorstellen dass in Bezug auf dieses Medaillon aus dem Bereich Kirche oder Münz-bzw Schmuckhändler noch gute Hinweise nach Ausstrahlung von AZ kommen
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Ein gelber 911 Targa war da sicher kein Brot und Butter Auto, welches an jeder zweiten Straßenecke steht. Ich denke, es war überschaubar.
Das würde ich auch vermuten, hier gibts ein paar Zahlen dazu
Ab dem Modelljahr 1969 gab es eine fest montierte und aus beheizbarem Sicherheitsglas gefertigte Schutzscheibe im Heck. Bis 1973 entstanden auf Basis des „Urelfers“ insgesamt 23.358 911 Targa und 2.562 Porsche 912 Targa, die zu Grundpreisen zwischen 22.380 DM (911 Targa, 1967) und 34.700 DM (911 S Targa, 1973) verkauft wurden.[6]
Quelle: Wikipedia: Porsche Targa#Weiterführende Informationen


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20.01.2026 um 15:24
Zitat von DancingfoolDancingfool schrieb:Es ist übrigens am Anfang des Originalbeitrages davon die Rede, daß MB eine Nasenoperation hatte. Ich denke, das vorliegende Foto ist vor der Operation. Vielleicht wollte sie nach der Operation, viel hübscher, einfach schauen wie sie ankommt in der Männerwelt.
Eine Nasen OP wird in dem XY Beitrag von 1974 erwähnt. Die Mutter gibt dies an, als sie von der Polizei nach besonderen Merkmalen gefragt wird.

"(Die Nase) ist ziemlich breit. Die ist nämlich operiert worden."

Sie wie es sich anhört, ist die OP noch nicht so lange her und die Nase noch nicht verheilt.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Der Porsche hatte gleich mehrere Merkmale die sehr auffällig waren. Zunächst ist ein gelber 911 Targa in der damaligen Zeit natürlich besonders. Die charakteristische Form, der breite, silberne Targabügel (B-Säule). Dann gleich 4(!) Zusatzscheinwerfer und die ungewöhnliche Dachantenne. Das war natürlich sehr auffällig. Zudem stand das Fahrzeug entgegen der Fahrtrichtung, weswegen der Zeuge geblendet wurde und ausweichen musste.
Umso bemerkenswerter, dass der Zeuge trotz Blendung in der Nacht all diese Details erinnert. Vor allem die Farbe stelle ich mir schwierig vor.

Aber gut, auch bemerkenswert, dass er sich eher die Details des Wagens gemerkt und weniger auf die (vielleicht sogar mit dem Leben kämpfenden) Insassen geachtet hat.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

20.01.2026 um 16:09
Was die Details des Wagens betrifft, der Porsche 911 hatte die Radioantenne im linken vorderen Kotflügel. Eine Antenne vorne am Dach deutet auf eine Funkantenne hin (Amateurfunk). Diese Antennen wurden meist mittig vorne am Dach montiert, weil dort die beste Massefläche und Reichweite gegeben war.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

20.01.2026 um 16:36
Zitat von camelotcamelot schrieb:der Porsche 911 hatte die Radioantenne im linken vorderen Kotflügel. Eine Antenne vorne am Dach deutet auf eine Funkantenne hin (Amateurfunk). Diese Antennen wurden meist mittig vorne am Dach montiert, weil dort die beste Massefläche und Reichweite gegeben war.
Stelle ich mir bei einem Porsche Targa durchaus schwierig vor. Der Windschutzscheibenrahmen hat keinen Kabelkanal. Und mit dem Abnehmen des Dachs gäbe es dann wohl auch ein Problem. Und das Kabel außen am Rahmen festkleben? Wirkt auf mich eher wie eine provisorische Bastellösung, was ich bei einem Porsche eher ungewöhnlich fände.


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20.01.2026 um 16:47
@inkaspesbach

Schwierig oder nicht, wenn die Darstellung am Foto stimmt, war die Antenne vorne am Dach.


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20.01.2026 um 19:03
Zitat von inkaspesbachinkaspesbach schrieb:"(Die Nase) ist ziemlich breit. Die ist nämlich operiert worden."

Sie wie es sich anhört, ist die OP noch nicht so lange her und die Nase noch nicht verheilt.
Ich hatte es so aufgefaßt, daß die breite, atembehindernde Nase in eine normale Nase operiert worden ist.
Vielleicht gibt es in der Sendung andere Fotos.


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