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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

360 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Cold Case, Aktenzeichen Xy ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

20.01.2026 um 23:29
Also mit oder ohne Gebastel: ich finde es schon komisch, daß der Zeuge all diese Details erkannt haben will, und das in der Nacht und dazu noch das Paar, das anscheinend kämpfte. Und da kam er nicht auf die Idee, mal kurz anzuhalten und zumindest auf die Hupe zu drücken, um auf sich aufmerksam zu machen? Dann hätte der “Kampf” vielleicht geendet. Was macht ihn sicher, daß es ein Kampf war und nicht einfach ein Liebespaar in Aktion?
Ich könnte ja noch verstehen, wenn er sich die Details gemerkt hat, eben weil ihm der Kampf im Auto komisch vorkam, und er dachte “Man weiß ja nie…” aber hätte er sich dann nicht besser das Kennzeichen gemerkt, anstelle wo die Antenne war?


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

21.01.2026 um 06:49
Es gibt neue Informationen vorab der XY-Sendung, der Artikel ist aus den Nürnberger Nachrichten:
Wie nun enthüllt wird, gelang es 2025 im Rahmen einer neuerlichen Untersuchung nach modernen Analysemethoden, eine DNA-Spur an Marions asservierter Bekleidung zu sichern. Eine Überprüfung ergab: Diese DNA war auch am Tatort des ebenfalls ungeklärten Mordfalls Sonja Hurler in Kempten gefunden worden.
Quelle: https://www.nn.de/fuerth/polizei-luftet-ratsel-eine-dna-spur-verbindet-die-morde-an-marion-baier-und-sonja-hurler-1.14976646


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

21.01.2026 um 08:29
Danke @Mantua für den Link, das Rätsel ist nun gelüftet - Eine DNA-Spur verbindet die Morde an Marion Baier und Sonja Hurler! 👏🏼

Im Fall Sonja Hurler
hatte sich die Polizei in Kempten im Februar 2025 mit der Frage an die Bevölkerung gewandt, wer 1981 ein Schul-Sommerfest besucht hatte, das Fest an der heutigen Tom-Mutters-Schule im Stadtteil Thingers, unweit des mutmaßlichen Tatorts. Dazu zeigte sie ein Foto von der Veranstaltung, darauf zu sehen sind unter anderem eine Musikkapelle und zwei große Zelte. Eines davon hatte den Angaben zufolge die Bundeswehr, das andere der Malteser Hilfsdienst aufgestellt.
und im Fall Marion Baier kann man sogar über ein Upload-Portal ganz bequem Fotos an die Polizei übermitteln.
Zudem besteht weiter die Möglichkeit, Beweismaterial wie etwa Fotos vom Fischerfest am 1. Juli 1973 über ein Upload-Portal zu übermitteln: MediaFile Uploader.
.

Ob der Täter durch den Abgleich von Fotos beider Sommerfeste überführt werden kann?


Quelle:
https://www.nn.de/fuerth/polizei-luftet-ratsel-eine-dna-spur-verbindet-die-morde-an-marion-baier-und-sonja-hurler-1.14976646


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

21.01.2026 um 10:06
@Slaterator
Vielen Dank für das Erstellen dieses Threads!

Vor einigen Jahren hatte ich versucht, irgendetwas über den Mordfall an dem Mädchen in Erfahrung zu bringen, weil sich diese Tat damals in Nähe meines jetzigen Wohnortes ereignet hatte und der Hainberg eine Laufstrecke von mir ist.

Kein Mensch in meiner Umgebung erinnerte sich an irgendetwas dazu; der Name des Opfers war mir damals nicht geläufig und so kam ich nicht weiter.

Es gibt tragische Fälle, die einfach in der Versenkung verschwinden und scheinbar vergessen werden; darum freut es mich, dass es im Fall Marion Baier endlich wieder Bewegung gibt.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

21.01.2026 um 10:18
Der Hainberg war laut Google KI übrigens zum Tatzeitpunkt Übungsplatz der Amerikaner und der Bundeswehr.

Das finde ich jetzt äußerst interessant im Zusammenhang mit dem gesichtetem amerikanischen Kennzeichen am VW 1500 oder wie der Fahrzeugtyp eingegrenzt wurde.

Die militärische Nutzung wurde erst 1994 dort eingestellt.

https://share.google/aimode/tKithYlDleXAm1GSt


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

21.01.2026 um 14:09
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 17.01.2026:Am Fundort/Tatort konnte die Polizei einige Spuren sichern, welche sie dem Täter zuordnet. Dabei handelt es sich um …… ein Medaillon welches ein Abbild des Hl. Christophorus (Schutzpatron der Reisenden und Autofahrer) zeigt
Mir ist diese Geschichte um den Heiligen Christophorus überhaupt nicht bekannt.

Deswegen habe ich mal recherchiert.

Das Gesicht hinter Christophorus soll das Jesus-Kind sein. Und es fällt auf, dass es immer darum geht, dass der Christusträger im Wasser geht und einen Stock zum Festhalten benutzt.


IMG 8902

Quelle: Wikipedia: Christophorus

Vielleicht hat der Täter bei anderen Autofahrern dieses Medaillon gesehen und fand es toll, weil er auch gerne im Wasser läuft und zurechtgeschnittene Äste dann und wann als Stock benutzt. Und vielleicht fühlte er das Gewicht von Christus auf seinem Rücken bei gewissen Gelegenheiten. Auch so eine Deutung wäre möglich.

Im Farbbild fällt sofort dieses rote Tuch auf. Aber das ist wohl nebensächlich, wenn es um die Verbreitung des Christophorus durch Silbermedaillons ging.

Festzuhalten ist: Auch auf den Medaillons ist das Wasser angedeutet und der Stecken fehlt nie.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

21.01.2026 um 16:06
@camelot @Turmfalke23 @Bundesferkel @Füchschen

Herzlich willkommen in diesem Thread! Ich freue mich das ihr dabei seid.
Zitat von MickelangeloMickelangelo schrieb:Also mit oder ohne Gebastel: ich finde es schon komisch, daß der Zeuge all diese Details erkannt haben will, und das in der Nacht und dazu noch das Paar, das anscheinend kämpfte. Und da kam er nicht auf die Idee, mal kurz anzuhalten und zumindest auf die Hupe zu drücken, um auf sich aufmerksam zu machen? Dann hätte der “Kampf” vielleicht geendet. Was macht ihn sicher, daß es ein Kampf war und nicht einfach ein Liebespaar in Aktion?
Ich könnte ja noch verstehen, wenn er sich die Details gemerkt hat, eben weil ihm der Kampf im Auto komisch vorkam, und er dachte “Man weiß ja nie…” aber hätte er sich dann nicht besser das Kennzeichen gemerkt, anstelle wo die Antenne war?
Ich persönlich war von jeher von Autos begeistert (außer von E-Autos ;) ) und kann deshalb schon verstehen, dass einem an einem seltenen "Traumwagen" solche seltenen Details sofort auffallen und einprägen. Besonders dann, wenn einem dann auch noch etwas komisch vorkommt. Das er sich das Kennzeichen nicht vollständig eingeprägt hat, mag daran gelegen haben, dass die Kennzeichenbeleuchtung teilw. defekt war und er das Kennzeichen nur in seinem Rückspiegel während der Fahrt gesehen hat.

Warum er allerdings nicht angehalten hat um ggf. einzugreifen oder zumindest Präsenz zu zeigen, erschließt sich mir auch nicht. Als angehöriger der Bundeswehr unterstelle ich ihm durchaus einen gewissen Grad an Fitness, so das ihn körperlich nichts davon abgehalten haben sollte. Den XY-Preis würde er dafür eher nicht bekommen. Aber immerhin hat er sich dafür so viele Details wie ihm möglich gemerkt.

Was die Antenne angeht, so gehe ich wie @Turmfalke23 ebenfalls von einer Radioantenne mit Signalverstärker aus, sofern die Abbildung korrekt ist. Möglicherweise war der Fahrer öfter im Gebirge unterwegs, wo Radioempfang nicht überall optimal war. Da konnte eine Verstärkerantenne an erhöhter Position ggf. helfen, den Empfang zu verbessern.
Zitat von MantuaMantua schrieb:Es gibt neue Informationen vorab der XY-Sendung, der Artikel ist aus den Nürnberger Nachrichten
Vielen Dank für die Info! Also doch eine DNA-Spur! Ich hatte damit heute eher nicht mehr gerechnet. Da freut es mich umso mehr das es so ist! Gleichzeitig wissen wir ja schon, dass es keinen Treffer in der DNA-Datenbank gibt. So beruht all die Hoffnung natürlich allein auf neuen Zeugen, mögl. Mitwissern und ggf. Bildmaterial. Nach so langer Zeit sicher nicht einfach. Aber es gibt eine Chance und die wird nun genutzt.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Ob der Täter durch den Abgleich von Fotos beider Sommerfeste überführt werden kann?
Zunächst müsste er dafür erst einmal identifiziert werden, sofern er denn überhaupt auf beiden Festen fotografiert wurde. Wenn er dann eher zufällig im Hintergrund erscheint und nicht bewusst fotografiert wurde eine Herausforderung. Aber möglich.
Zitat von BundesferkelBundesferkel schrieb:Es gibt tragische Fälle, die einfach in der Versenkung verschwinden und scheinbar vergessen werden; darum freut es mich, dass es im Fall Marion Baier endlich wieder Bewegung gibt.
Da schließe ich mich dir voll und ganz an. Es ist wichtiger denn je, dass EB die modernen technischen/forensischen Methoden verstärkt anwenden, um bisher ungelöste Altfälle neu aufzurollen. In dem Zusammenhang sei darauf mal verwiesen, wie wichtig auch die Aufbewahrung von Asservaten ist und deshalb die entsprechenden Räumlichkeiten nicht -wie in der Vergangenheit schonmal berichtet-zu "Rumpelkammern" verkommen und Asservate ungeklärt verloren gehen.
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:Das finde ich jetzt äußerst interessant im Zusammenhang mit dem gesichtetem amerikanischen Kennzeichen am VW 1500 oder wie der Fahrzeugtyp eingegrenzt wurde.
Fahrzeuge mit amerikanischen Kennzeichen waren dort damals nicht ungewöhnlich. Die USA waren als Besatzungsmacht in diesem Gebiet stationiert. Die Soldaten meldeten ihre Autos dann normalerweise auch in den USA an. Deshalb kommt natürlich auch ein Armeeangehöriger als Täter in Frage. Dieser müsste dann allerdings schon recht lange in Deutschland stationiert gewesen sein, weil beide Taten ja recht weit auseinander liegen. In meinem Wohnraum waren britische Streitkräfte stationiert. Diejenigen welche über lange Zeit dort eingesetzt/stationiert waren, hatten für gewöhnlich Wohnungen/Immobilien außerhalb der Kaserne und es handelte sich meistens um Offiziere.
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb:Mir ist diese Geschichte um den Heiligen Christophorus überhaupt nicht bekannt.
In den 70-90 Jahren waren diese Christopherus-Plaketten sehr verbreitet. Sie waren in Autos auf dem Armaturenbrett angebracht, hingen am Innenspiegel oder Autoschlüssel. Das mir das daher sehr geläufig ist, mag aber auch daran liegen, dass ich in einem sehr katholisch geprägten Teil des Landes aufgewachsen bin. Möglicherweise war es deshalb besonders verbreitet.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

21.01.2026 um 16:14
Auch Spiegel online berichtet.
Neue DNA-Analysen in zwei Mordfällen aus den Siebziger- und Achtzigerjahren legen nahe: Beide Opfer könnten vom selben Sexualstraftäter umgebracht worden sein. Die Polizei hofft auf Zeugenhinweise, auch nach einer TV-Sendung.
Quelle: https://www.spiegel.de/panorama/justiz/fuerth-und-kempten-ermittler-in-bayern-vermuten-zusammenhang-bei-zwei-cold-case-faellen-a-43123992-f464-4c48-bf53-4e8786f60d26


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

21.01.2026 um 16:15
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:In den 70-90 Jahren waren diese Christopherus-Plaketten sehr verbreitet. Sie waren in Autos auf dem Armaturenbrett angebracht, hingen am Innenspiegel oder Autoschlüssel. Das mir das daher sehr geläufig ist, mag aber auch daran liegen, dass ich in einem sehr katholisch geprägten Teil des Landes aufgewachsen bin. Möglicherweise war es deshalb besonders verbreitet.
Ja, ist bei uns (Bayern/München bzw. familiär gesehen ehemals Mähren und Niederbayern) auch so.
Allerdings hat man sich für gewöhnlich die Medaillen, Anhänger oder Magnete nicht selbst gekauft, sondern wurden einem geschenkt. Meist von Eltern, Großeltern oder dem/der Taufpatin.

Allerdings sind die Christopherus-Medaillen damals wirklich sehr verbreitet gewesen, gerade eben in katholischen Gebieten. Die wurden zu Massen hergestellt und vertrieben, auch in Echtsilber (darf gar nicht auf meinen “Medaillenschatz” schauen).

Dass man damals eine solche Medaille hatte, sagt wenig bis gar nichts über den Träger aus. Weder, dass er besonders christlich/katholisch war/ist, noch, dass er sich eingehend mit der Geschichte des Hl. Christopherus beschäftigt hätte (unabhängig vom Religionsunterricht).


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

21.01.2026 um 16:28
Als „Molekulare Uhren“ werden Molekülmodifikationen bezeichnet, die mit zunehmendem Lebensalter akkumulieren und deren Ausprägung eng mit dem Lebensalter korreliert. Solche Modifikationen wurden insbesondere für Proteine (Eiweiße) und DNA beschrieben. Aus der Sicht der Altersforschung ergeben sich daraus interessante Fragen zur genauen Bedeutung dieser molekularen Modifikationen für Alterungsprozesse und zu ihrem Beitrag zum biologischen Alter eines Individuums. Aus Perspektive der forensischen Wissenschaften ist interessant, dass einige dieser Modifikationen einen so engen Zusammenhang mit dem chronologischen Lebensalter zeigen, dass sie dafür genutzt werden können das Alter einer (z.B. unbekannten) Person zu schätzen.
https://www.uniklinik-duesseldorf.de/patienten-besucher/klinikeninstitutezentren/institut-fuer-rechtsmedizin/forschung/molekulare-lebensaltersschaetzung


Diese Schätzung des Lebensalter anhand der Proben wäre für die beiden Fälle höchst interessant. Im Fall Sonja Hurler müsste auf Basis der DNA-Probe diese um ca. acht Jahr gealtert sein im Vergleich zur Probe im Mordfall Marion Baier. Aber vermutlich ist dafür zu wenig DNA-Material vorhanden und wahrscheinlich ist auch die Genauigkeit der Schätzung nicht exakt genug.
Ich hoffe mal, dass die DNA-Probe nicht von der Christophorus Medaille stammt, die ging bestimmt zuvor ungeschützt durch viele Hände, u.a. die von Eduard Zimmermann.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

21.01.2026 um 16:30
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Diese Schätzung des Lebensalter anhand der Proben wäre für die beiden Fälle höchst interessant. Im Fall Sonja Hurler müsste auf Basis der DNA-Probe diese um ca. acht Jahr gealtert sein im Vergleich zur Probe im Mordfall Marion Baier. Aber vermutlich ist dafür zu wenig DNA-Material vorhanden und wahrscheinlich ist auch die Genauigkeit der Schätzung nicht exakt genug.
Ich hoffe mal, dass die DNA-Probe nicht von der Christophorus Medaille stammt, die ging bestimmt zuvor ungeschützt durch viele Hände, u.a. die von Eduard Zimmermann.
Ich denke für die biologische Schätzung sind die Proben zu alt. Außerdem muss in Betracht gezogen werden, dass sie von Kriminalbeamten oder Labormitarbeitern stammen, die damals in beide Fälle involviert- und damit in Kontakt waren.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

21.01.2026 um 16:40
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Ich hoffe mal, dass die DNA-Probe nicht von der Christophorus Medaille stammt, die ging bestimmt zuvor ungeschützt durch viele Hände, u.a. die von Eduard Zimmermann.
Die Kleidung hatte er nicht in den Fingern.
Zitat von MantuaMantua schrieb:
Wie nun enthüllt wird, gelang es 2025 im Rahmen einer neuerlichen Untersuchung nach modernen Analysemethoden, eine DNA-Spur an Marions asservierter Bekleidung zu sichern. Eine Überprüfung ergab: Diese DNA war auch am Tatort des ebenfalls ungeklärten Mordfalls Sonja Hurler in Kempten gefunden worden.
Quelle: https://www.nn.de/fuerth/polizei-luftet-ratsel-eine-dna-spur-verbindet-die-morde-an-marion-baier-und-sonja-hurler-1.14976646



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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

21.01.2026 um 18:19
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Zunächst müsste er dafür erst einmal identifiziert werden, sofern er denn überhaupt auf beiden Festen fotografiert wurde. Wenn er dann eher zufällig im Hintergrund erscheint und nicht bewusst fotografiert wurde eine Herausforderung. Aber möglich.
Genau, es wäre vielleicht wie ein Sechser im Lotto wenn der Täter die Kette auf dem Fischerfest getragen hätte. Vielleicht kann da der Prof. Labudde mit seiner KI helfen, er hat ja erst kürzlich als Gutachter im Prozess um die Sichtbarkeit der Kette mit dem Davidstern von Gil Ofarim mitgewirkt.
Labudde hat mit dem Einsatz von KI-Technologien bereits dazu beigetragen, den vermeintlichen Antisemitismus-Skandal um Gil Ofarim aufzuklären. Auch bei den Untersuchungen zum Münzraub im Bode-Museum in Berlin war Labudde involviert.
KI-Systeme nutzt er am liebsten als eine Art Sparringspartner. Immer wenn es nicht weitergeht, kann die KI Hinweise geben, wo man weitersuchen kann. Wie eine Art Einwechselspieler, der nochmal völlig neue Impulse bringt.

Labudde bringt ein weiteres Beispiel: Am Tatort gibt es einen Schuhabdruck, man kennt die Größe und das Modell des Schuhs. Nun müsste man sich auf die Suche nach dem Besitzer machen. Eine mühsame und langwierige Arbeit. "Aber vielleicht gibt es stattdessen andere lose Enden, die man aufgreifen könnte?", so der Forensiker. Auf diese losen Enden macht vielleicht erst die KI aufmerksam. Das könne zum Beispiel ein Phantombild sein, das einer Aufnahme aus einer öffentlichen Kamera ähnelt. "Es geht also um einen Perspektivwechsel", so Labudde.
Quelle:
https://web.de/magazine/panorama/revolution-verbrechensbekaempfung-ki-hilft-cold-cases-loesen-41150332


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

21.01.2026 um 19:16
Zitat von MickelangeloMickelangelo schrieb:Also mit oder ohne Gebastel: ich finde es schon komisch, daß der Zeuge all diese Details erkannt haben will
Also was man beim Militär lernt, ist Beobachtungen detailliert zu schildern bzw. zu melden. Und dann, da ist doch kaum was gemeldet worden, vom Porsche.
Und das wenn jemand geblendet wird, dann die Anzahl der Scheinwerfer angeben kann, halte ich nicht für besonders selten.
Zum Porsche Modell kommt man auch recht schnell, da 1973 noch alle Caprios von Porsche TARGA hießen.
Von daher ist die einzige Besonderheit, die dem Bundeswehrsoldaten an dem Porsche zusätzlich aufgefallen war, dass da eine Extra-Antenne angebracht war

Was mich an der Porschemeldung aber trotzdem so irritiert, ist, dass die Marion ganze 6,5 Stunden ohne weitere Sichtung durch den Abend/die Nacht gekommen sein muss, wenn sie da um 0230 Uhr auf dem Beifahrersitzt des Porsche gesessen hätte.
Und das halte ich für eher unwahrscheinlich und sehe diese Porschesichtung als eher zufälliges Geschehen.

Aber, wenn einer der beiden gesichteten Wagen vom Täter war, dann muss es doch ein Angebot gegeben haben, dass man sie nach Hause fährt.

Und dazu war mir in der xySendung von 1974 aufgefallen, dass Marion kurz vom Fischerfest weg war, bevor sie gegen 20 Uhr von einer Schulfreundin und ihren Eltern wieder vorm Zelt getroffen war. (in xy sprechen die beiden Mädels kurz miteinander)

Dieses Zeitfenster könnte zu einem Treffen und Verabredung mit dem späterem Täter geführt haben.
Doch ein Treffen mit Heimfahrt und dann erst 6,5 Stunden später in einem Porsche gesichtet, halte ich für unwahrscheinlich.

Von daher ziehe ich von den Autosichtungen eher den VW 1500/1600 als Täterfahrzeug in Betracht.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

21.01.2026 um 20:01
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Diese Schätzung des Lebensalter anhand der Proben wäre für die beiden Fälle höchst interessant. Im Fall Sonja Hurler müsste auf Basis der DNA-Probe diese um ca. acht Jahr gealtert sein im Vergleich zur Probe im Mordfall Marion Baier. Aber vermutlich ist dafür zu wenig DNA-Material vorhanden und wahrscheinlich ist auch die Genauigkeit der Schätzung nicht exakt genug.
Auch andere Merkmale könnte man aus der DNA herauslesen, falls genug Material vorhanden wäre und einige Auswertungen sind in Deutschland mittlerweile ja auch zulässig, wie Augen-, Haar- und Hautfarbe.

https://www.gesetze-im-internet.de/stpo/__81e.html


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

21.01.2026 um 22:04
@redsherlock @CaiaLia @GrafOskar

Herzlich willkommen im Thread!
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Genau, es wäre vielleicht wie ein Sechser im Lotto wenn der Täter die Kette auf dem Fischerfest getragen hätte. Vielleicht kann da der Prof. Labudde mit seiner KI helfen, er hat ja erst kürzlich als Gutachter im Prozess um die Sichtbarkeit der Kette mit dem Davidstern von Gil Ofarim mitgewirkt.
Ja warum nicht? Man sollte mMn jede Methode einsetzen um den Täter zu ermitteln. Insofern kame es da mal auf einen Versuch an.
Zitat von CaiaLiaCaiaLia schrieb:Ja, ist bei uns (Bayern/München bzw. familiär gesehen ehemals Mähren und Niederbayern) auch so.
Allerdings hat man sich für gewöhnlich die Medaillen, Anhänger oder Magnete nicht selbst gekauft, sondern wurden einem geschenkt. Meist von Eltern, Großeltern oder dem/der Taufpatin.
Es stimmt, dass solche Medaillen/Plaketten gerne verschenkt wurden. Allerdings kann ich mich erinnern, so etwas sogar in Geschäften für Autozubehör damals gesehen zu haben. Dabei wird es sich aber wohl eher nicht um Silber gehandelt haben.
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Diese Schätzung des Lebensalter anhand der Proben wäre für die beiden Fälle höchst interessant. Im Fall Sonja Hurler müsste auf Basis der DNA-Probe diese um ca. acht Jahr gealtert sein im Vergleich zur Probe im Mordfall Marion Baier. Aber vermutlich ist dafür zu wenig DNA-Material vorhanden und wahrscheinlich ist auch die Genauigkeit der Schätzung nicht exakt genug.
Das ist in der Tat meine Befürchtung. Das Material könnte schlicht nicht ausreichend sein, um anhand dessen so spezifische Informationen herauszufiltern.

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Insgesamt fällt mein Fazit zum Beitrag in der heutigen Ausgabe von Aktenzeichen XY ungelöst sehr ernüchtert aus. Der Fall Marion Bayer wurde fast nur beiläufig erwähnt, die Parallelen beschränkten sich zunächst nur auf das jeweils erste Wochenende im Juli, der Spur-Spur-Treffer der DNA wurde sogar erst in der Zusammenfassung am Ende erwähnt. Wirklich neues gab es also nicht. Nachdem alles so im Vorfeld beworben worden war, finde ich das eher schwach und hätte mehr erwartet.

Immerhin wird in der Zusammenfassung noch erwähnt, dass man sehr viele Hinweise, sogar Namen zu den Fällen Hurler/Baier bekommen hat und die Leitungen überlastet sind. Das weckt Hoffnung.

Interessant auch der Bezug zum Schaustellermilieu, welches ja @Rick_Blaine hier schon eingebracht hatte.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

21.01.2026 um 22:44
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Insgesamt fällt mein Fazit zum Beitrag in der heutigen Ausgabe von Aktenzeichen XY ungelöst sehr ernüchtert aus. Der Fall Marion Bayer wurde fast nur beiläufig erwähnt
Ich bin der gleichen Meinung wie @Slaterator, sehr enttäuschend, man hätte den Fall Marion Baier viel besser in der heutigen XY-Sendung präsentieren müssen! Wo war Kriminalhauptkommissar Jan Frühwald vom Ermittlerteam "Hainberg" der Kripo Fürth - ausgeladen?


Es wurde nicht nach Hinweisen gefragt zu einem möglichen Täter der Adidas-Turnschuhe, Kette und Jeans getragen hat, zu Fahrern verschiedener Autos wie z.B. dem Porsche und was ist mit dem unbekannten Lispel-Chris mit schwarzem Moped und roten Helm?

Warum hat man nicht Ausschnitte aus der XY-Sendung vom 13.12.1974 einbauen können?

Ich bin gespannt ob es doch noch heute viele Hinweise zum Fall Marion Baier gibt.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

21.01.2026 um 22:46
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Es ist wichtiger denn je, dass EB die modernen technischen/forensischen Methoden verstärkt anwenden, um bisher ungelöste Altfälle neu aufzurollen.
Ich finde es etwas schade, daß man hierzulande bei Kapitalverbrechen noch nicht die Ancestry DNA Methoden anwendet. Gerade bei Altfällen kann das mit etwas Glück eine Hilfe sein. Wenn man da dann noch Länderübergreifend arbeite könnte, könnte man zumindest evtl. klären, ob es sich eher um eine Person aus der Region gehandelt hat oder vielleicht z.B. eher einen Angehörigen der US Armee.
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Außerdem muss in Betracht gezogen werden, dass sie von Kriminalbeamten oder Labormitarbeitern stammen, die damals in beide Fälle involviert- und damit in Kontakt waren.
Genau an so etwas hab ich auch gedacht.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

21.01.2026 um 22:51
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Es wurde nicht nach Hinweisen gefragt zu einem möglichen Täter der Adidas-Turnschuhe, Kette und Jeans getragen hat, zu Fahrern verschiedener Autos wie z.B. dem Porsche und was ist mit dem unbekannten Lispel-Chris mit schwarzem Moped und roten Helm?
Volle Zustimmung. Manchmal wundert man sich, welche Chancen man da vergibt. Den Chris würde vielleicht noch jemand erkennen nach der Beschreibung und auch wenn er nichts mit dem Mord zu tun hätte, könnte er doch ein wichtiger Zeuge sein.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

21.01.2026 um 23:54
@HolzaugeSHK @Mickelangelo Das wären vermutlich einfach zu viele Infos auf einmal gewesen, und das Risiko war vielleicht zu groß, dass die Zuschauer dann gar nicht mehr zwischen beiden Fällen differenzieren könnten und mental abschalten oder überfordert sind und die Fälle durcheinander bringen.

Zumal ein zu enges Raster (Chris, Lispeln, schwarzes Moped, roter Helm) womöglich auch Leute davon abgehalten hätte, Hinweise an die Polizei weiterzugeben. Oder dieser ominöse Chris wurde zwischenzeitlich aus dem Kreis der Verdächtigen gestrichen?

Im Falle Sonja Hurler sind nun Hinweise eingetrudelt, sogar konkrete Namen wurden genannt, zu Personen, die sowohl mit Kempten als auch Fürth zu tun hatten. Auch zu der Medaille sind Hinweise reingekommen. Es könnte sich ja tatsächlich um ein und denselben Täter handeln, daher hilft das auch den EB im Fall Marion Baier.


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