@camelot @Turmfalke23 @Bundesferkel @Füchschen Herzlich willkommen in diesem Thread! Ich freue mich das ihr dabei seid.
Mickelangelo schrieb:Also mit oder ohne Gebastel: ich finde es schon komisch, daß der Zeuge all diese Details erkannt haben will, und das in der Nacht und dazu noch das Paar, das anscheinend kämpfte. Und da kam er nicht auf die Idee, mal kurz anzuhalten und zumindest auf die Hupe zu drücken, um auf sich aufmerksam zu machen? Dann hätte der “Kampf” vielleicht geendet. Was macht ihn sicher, daß es ein Kampf war und nicht einfach ein Liebespaar in Aktion?
Ich könnte ja noch verstehen, wenn er sich die Details gemerkt hat, eben weil ihm der Kampf im Auto komisch vorkam, und er dachte “Man weiß ja nie…” aber hätte er sich dann nicht besser das Kennzeichen gemerkt, anstelle wo die Antenne war?
Ich persönlich war von jeher von Autos begeistert (außer von E-Autos
;) ) und kann deshalb schon verstehen, dass einem an einem seltenen "Traumwagen" solche seltenen Details sofort auffallen und einprägen. Besonders dann, wenn einem dann auch noch etwas komisch vorkommt. Das er sich das Kennzeichen nicht vollständig eingeprägt hat, mag daran gelegen haben, dass die Kennzeichenbeleuchtung teilw. defekt war und er das Kennzeichen nur in seinem Rückspiegel während der Fahrt gesehen hat.
Warum er allerdings nicht angehalten hat um ggf. einzugreifen oder zumindest Präsenz zu zeigen, erschließt sich mir auch nicht. Als angehöriger der Bundeswehr unterstelle ich ihm durchaus einen gewissen Grad an Fitness, so das ihn körperlich nichts davon abgehalten haben sollte. Den XY-Preis würde er dafür eher nicht bekommen. Aber immerhin hat er sich dafür so viele Details wie ihm möglich gemerkt.
Was die Antenne angeht, so gehe ich wie
@Turmfalke23 ebenfalls von einer Radioantenne mit Signalverstärker aus, sofern die Abbildung korrekt ist. Möglicherweise war der Fahrer öfter im Gebirge unterwegs, wo Radioempfang nicht überall optimal war. Da konnte eine Verstärkerantenne an erhöhter Position ggf. helfen, den Empfang zu verbessern.
Mantua schrieb:Es gibt neue Informationen vorab der XY-Sendung, der Artikel ist aus den Nürnberger Nachrichten
Vielen Dank für die Info! Also doch eine DNA-Spur! Ich hatte damit heute eher nicht mehr gerechnet. Da freut es mich umso mehr das es so ist! Gleichzeitig wissen wir ja schon, dass es keinen Treffer in der DNA-Datenbank gibt. So beruht all die Hoffnung natürlich allein auf neuen Zeugen, mögl. Mitwissern und ggf. Bildmaterial. Nach so langer Zeit sicher nicht einfach. Aber es gibt eine Chance und die wird nun genutzt.
HolzaugeSHK schrieb:Ob der Täter durch den Abgleich von Fotos beider Sommerfeste überführt werden kann?
Zunächst müsste er dafür erst einmal identifiziert werden, sofern er denn überhaupt auf beiden Festen fotografiert wurde. Wenn er dann eher zufällig im Hintergrund erscheint und nicht bewusst fotografiert wurde eine Herausforderung. Aber möglich.
Bundesferkel schrieb:Es gibt tragische Fälle, die einfach in der Versenkung verschwinden und scheinbar vergessen werden; darum freut es mich, dass es im Fall Marion Baier endlich wieder Bewegung gibt.
Da schließe ich mich dir voll und ganz an. Es ist wichtiger denn je, dass EB die modernen technischen/forensischen Methoden verstärkt anwenden, um bisher ungelöste Altfälle neu aufzurollen. In dem Zusammenhang sei darauf mal verwiesen, wie wichtig auch die Aufbewahrung von Asservaten ist und deshalb die entsprechenden Räumlichkeiten nicht -wie in der Vergangenheit schonmal berichtet-zu "Rumpelkammern" verkommen und Asservate ungeklärt verloren gehen.
Ahn-Dung schrieb:Das finde ich jetzt äußerst interessant im Zusammenhang mit dem gesichtetem amerikanischen Kennzeichen am VW 1500 oder wie der Fahrzeugtyp eingegrenzt wurde.
Fahrzeuge mit amerikanischen Kennzeichen waren dort damals nicht ungewöhnlich. Die USA waren als Besatzungsmacht in diesem Gebiet stationiert. Die Soldaten meldeten ihre Autos dann normalerweise auch in den USA an. Deshalb kommt natürlich auch ein Armeeangehöriger als Täter in Frage. Dieser müsste dann allerdings schon recht lange in Deutschland stationiert gewesen sein, weil beide Taten ja recht weit auseinander liegen. In meinem Wohnraum waren britische Streitkräfte stationiert. Diejenigen welche über lange Zeit dort eingesetzt/stationiert waren, hatten für gewöhnlich Wohnungen/Immobilien außerhalb der Kaserne und es handelte sich meistens um Offiziere.
Füchschen schrieb:Mir ist diese Geschichte um den Heiligen Christophorus überhaupt nicht bekannt.
In den 70-90 Jahren waren diese Christopherus-Plaketten sehr verbreitet. Sie waren in Autos auf dem Armaturenbrett angebracht, hingen am Innenspiegel oder Autoschlüssel. Das mir das daher sehr geläufig ist, mag aber auch daran liegen, dass ich in einem sehr katholisch geprägten Teil des Landes aufgewachsen bin. Möglicherweise war es deshalb besonders verbreitet.