Manatee schrieb:Richtig, wenn man einen Targa (T-Top) meldet dann hat man wohl ein Fahrzeug mit Überrollbügel und abnehmbarem Dacheinsatz gesehen. Porsche nennt es Targa. Dieses Konzept war 1973 auch beim Fiat X1/9 und bei der Corvette C3 im Angebot.
Die (geschützte) Benennung bei Porsche geht auf das berühmte Rennen Targa Florio zurück, das die Zuffenhausener recht häufig gewinnen konnten und heißt übersetzt Schild.
Diese Autobauart "herausnehmbarer Dacheinsatz" war und ist nicht sonderlich weit verbreitet, hauptsächlich Marken aus Deutschland, Japan und Amerika stell(t)en sie her.
Bundesferkel schrieb:Bei Zeugensichtungen, vor allem nachts und sofern sie tatsächlich stattfinden, bin ich eher skeptisch.
Hat der Zeuge bezüglich dieses gelben Fahrzeuges einen Sportwagen erkannt, hat man ihm vielleicht als Beispiele entsprechende Fotos zur Auswahl vorgelegt und er entschied sich dann für den Porsche Targa.
Die Kombination Gelb/Schwarz und 70er Jahre verbinde ich spontan mit der Marke Opel und da im Besonderen mit Manta, Ascona und GT.
Ein Zeuge mit guten KFZ-Kenntnissen und einem Blick für typisches Design bezüglich Marken und ihre markanten Formen würde einen Manta oder einen Ford Capri sicher nicht mit einem Porsche verwechselt haben, aber ein anderer Passant vermutlich schon.
Sehe ich ähnlich, aber der Zeuge hat den Wagen sehr genau beschrieben, scheint also relativ gute PKW-Kenntnisee gehabt zu haben. Nichtsdestotrotz bin ich nicht sicher, ob der markante Porsche jemals dort gestanden hat.
Wie ich in einem früheren Beitrag erwähnte, die Kombination gelber Targa mit 4 Extrascheinwerfern und Dachantenne vorne ist superselten. Aus mehreren Gründen wurden Verstärker- und Funkantennen in den alten Targas üblicherweise ausfahrbar in den Kotflügeln oder als Dachantenne hinten(!) verbaut. 1973 gab es etwa 5000 911 Targa aller Varianten im Bundesgebiet, mit Dachantenne vorne vielleicht ein paar Dutzend. Im Gegensatz zum normalen 911 war die Dachantenne vorne beim Targa sehr grottig und darum nur in sehr geringer Menge verbaut. Porsche empfahl selbst die anderen Einbauarten.
Die in Oberasbach beschriebene Kombo dürfte es 2-3 Mal, wenn überhaupt so oft, in ganz Bayern gegeben haben. Wie
@Slaterator richtig angemerkt hat, schließt ein seltenes Auto eine Tatbeteiligung nicht aus. Aber ein so auffälliger Sportwagen, ein Traum seiner Zeit, hätte in Oberasbach/Zirndorf mehrmals auffallen müssen, wäre er nur in der Nähe des Fischerfestes gewesen.