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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

457 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Cold Case, Aktenzeichen Xy ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

01.02.2026 um 14:22
Zitat von ManateeManatee schrieb:Richtig, wenn man einen Targa (T-Top) meldet dann hat man wohl ein Fahrzeug mit Überrollbügel und abnehmbarem Dacheinsatz gesehen. Porsche nennt es Targa. Dieses Konzept war 1973 auch beim Fiat X1/9 und bei der Corvette C3 im Angebot.
Bei Zeugensichtungen, vor allem nachts und sofern sie tatsächlich stattfinden, bin ich eher skeptisch.

Hat der Zeuge bezüglich dieses gelben Fahrzeuges einen Sportwagen erkannt, hat man ihm vielleicht als Beispiele entsprechende Fotos zur Auswahl vorgelegt und er entschied sich dann für den Porsche Targa.

Die Kombination Gelb/Schwarz und 70er Jahre verbinde ich spontan mit der Marke Opel und da im Besonderen mit Manta, Ascona und GT.

Ein Zeuge mit guten KFZ-Kenntnissen und einem Blick für typisches Design bezüglich Marken und ihre markanten Formen würde einen Manta oder einen Ford Capri sicher nicht mit einem Porsche verwechselt haben, aber ein anderer Passant vermutlich schon.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

01.02.2026 um 15:12
Zitat von ManateeManatee schrieb:Richtig, wenn man einen Targa (T-Top) meldet dann hat man wohl ein Fahrzeug mit Überrollbügel und abnehmbarem Dacheinsatz gesehen. Porsche nennt es Targa. Dieses Konzept war 1973 auch beim Fiat X1/9 und bei der Corvette C3 im Angebot.
Die (geschützte) Benennung bei Porsche geht auf das berühmte Rennen Targa Florio zurück, das die Zuffenhausener recht häufig gewinnen konnten und heißt übersetzt Schild.
Diese Autobauart "herausnehmbarer Dacheinsatz" war und ist nicht sonderlich weit verbreitet, hauptsächlich Marken aus Deutschland, Japan und Amerika stell(t)en sie her.
Zitat von BundesferkelBundesferkel schrieb:Bei Zeugensichtungen, vor allem nachts und sofern sie tatsächlich stattfinden, bin ich eher skeptisch.
Hat der Zeuge bezüglich dieses gelben Fahrzeuges einen Sportwagen erkannt, hat man ihm vielleicht als Beispiele entsprechende Fotos zur Auswahl vorgelegt und er entschied sich dann für den Porsche Targa.
Die Kombination Gelb/Schwarz und 70er Jahre verbinde ich spontan mit der Marke Opel und da im Besonderen mit Manta, Ascona und GT.
Ein Zeuge mit guten KFZ-Kenntnissen und einem Blick für typisches Design bezüglich Marken und ihre markanten Formen würde einen Manta oder einen Ford Capri sicher nicht mit einem Porsche verwechselt haben, aber ein anderer Passant vermutlich schon.
Sehe ich ähnlich, aber der Zeuge hat den Wagen sehr genau beschrieben, scheint also relativ gute PKW-Kenntnisee gehabt zu haben. Nichtsdestotrotz bin ich nicht sicher, ob der markante Porsche jemals dort gestanden hat.
Wie ich in einem früheren Beitrag erwähnte, die Kombination gelber Targa mit 4 Extrascheinwerfern und Dachantenne vorne ist superselten. Aus mehreren Gründen wurden Verstärker- und Funkantennen in den alten Targas üblicherweise ausfahrbar in den Kotflügeln oder als Dachantenne hinten(!) verbaut. 1973 gab es etwa 5000 911 Targa aller Varianten im Bundesgebiet, mit Dachantenne vorne vielleicht ein paar Dutzend. Im Gegensatz zum normalen 911 war die Dachantenne vorne beim Targa sehr grottig und darum nur in sehr geringer Menge verbaut. Porsche empfahl selbst die anderen Einbauarten.
Die in Oberasbach beschriebene Kombo dürfte es 2-3 Mal, wenn überhaupt so oft, in ganz Bayern gegeben haben. Wie @Slaterator richtig angemerkt hat, schließt ein seltenes Auto eine Tatbeteiligung nicht aus. Aber ein so auffälliger Sportwagen, ein Traum seiner Zeit, hätte in Oberasbach/Zirndorf mehrmals auffallen müssen, wäre er nur in der Nähe des Fischerfestes gewesen.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

01.02.2026 um 16:34
Hallo @alle !


Aktenzeichen XY war schon immer ein "Spagat" zwischen Unterhaltung und Verbrechensaufklärung. Nebenbei muß man auch noch Rücksichten auf die Gefühle und Persönlichkeitsrechte von Angehörigen nehmen und einen "Kotau" vor dem Zeitgeist machen.

In der alten Aktenzeichensendung sagte die "Filmutter" zum "Filmkommisar" das ihre Tochter älter aussieht als zwölf Jahre. Ich bin aber nicht davon überzeugt das es auch zwangsläufig der Wahrheit entspricht.

Die Schilderung der beiden Automobile in Tatortnähe macht aus meiner Sicht nur "dramaturgischen" Sinn, die beiden Fahrzeuge sind von ihrer Beschreibung her so selten, die hätte man ruck - zuck finden müssen. Ich glaube da so langsam an eine Erfindung der Regie, nur kann ich da keinen tieferen Sinn drin finden, außer das man damit eine vorgegebene Filmlänge erreichen kann, wenn man sonst nichts hat.

Ich möchte jetzt nicht haarspalterisch der Frage nachgehen ob man das Pädphil nennen darf oder nicht. So wie sich die Sache für mich darstellt sucht der Täter "harten Sex" mit sehr jungen Frauen und erzwingt den Sex auch. Mir ist da der Begriff "Lolita" nach einem Roman über eine "Kindfrau" eingefallen, vieleicht trifft das besser.


Gruß, Gildonus


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

01.02.2026 um 17:07
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Was die aktuelle Folge von Aktenzeichen XY ungelöst betrifft, ist das so richtig. Es wurde weder irgendetwas über den Moped fahrenden Chris(sy), noch über die beiden Fahrzeuge am Fundort/Tatort von Marion Baier berichtet. Ich halte das für etwas irritierend. Auf mich persönlich machte darüber hinaus sowohl der Beitrag an sich, als auch das Gespräch mit den Ermittlern im Anschluss den Eindruck, als hätte man alles bereits im Vorfeld nur auf den Mordfall Sonja Hurler ausgerichtet und die Information zum Spur-Spur-Treffer wäre erst ganz kurz vor der Sendung bekannt geworden und wurde dann zusammen mit der Medaille und dem Foto der Marion Baier irgendwie noch in letzter Minute "hineingewürgt" um überhaupt noch Erwähnung zu finden.
Ich habe über den fehlenden Chrissy mit dem roten Helm und über die Nichtbeachtung der anfangs so wichtigen Fahrzeuge nachgedacht.

Das LKA Bayern nutzt Palantir, das Werkzeug von Gründer Alex Karp.

https://www.stern.de/digital/technik/zuschlag-fuer-umstrittenen-us-konzern--lka-setzt-auf-palantir-31699996.html

Vielleicht war es Palantir, das das Christophorus-Medallion für zielführend gehalten hat - und nicht den Chrissy oder die Fahrzeuge.

Interessant ist ja auch, dass sich so viele Zuschauer nach der Aktenzeichen xy-Sendung gemeldet haben, darunter Kripo-Kollegen aus NRW, Baden-Württemberg und Bayern.

Federführend ist Bayern bei diesem Serienmörder, der ja gemäß Kripo Fürth, Jan Frühwald, auch bundesweit unterwegs gewesen sein könnte. NRW hat nicht Palantir, nur Hessen hat sich noch getraut, dieses Werkzeug einzusetzen.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

01.02.2026 um 17:45
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Die Schilderung der beiden Automobile in Tatortnähe macht aus meiner Sicht nur "dramaturgischen" Sinn, die beiden Fahrzeuge sind von ihrer Beschreibung her so selten, die hätte man ruck - zuck finden müssen.
Wenn man von einer Tatzeit um 22:00 - 22:30 ausgeht, dann wäre das eine Fahrzeug, der VW, wichtig. Der Porsche fällt aus dem Zeitrahmen.
Die Frage ist auch, wo war MB zwischen 20:00 und 22:00? Auf dem Fest und auch außerhalb wurde sie in der Zeit nicht gesehen. Da wäre es naheliegend, daß sie sich in einem Auto aufgehalten hat.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

01.02.2026 um 17:53
Dank des Berichtes bei FRANKENFERNSEHEN.TV können wir uns jetzt auch noch ein besseres Bild über die Örtlichkeiten machen.


Youtube: Cold Case Marion Baier: Kriminalpolizei prüft Hinweise der Bevölkerung
Cold Case Marion Baier: Kriminalpolizei prüft Hinweise der Bevölkerung
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⚫ Zirndorfer Fischerfest - Park/Straßenname?

🔵 Wohnort Marion - Oberasbach-Altenberg, vermutlich Erlanger Straße 5

🔴 Tatort/Leichenfundort - Hainberger Straße, Baugrube Neubaugebiet


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

01.02.2026 um 18:02
Hallo @Dancingfool , hallo @alle !


Um jetzt mal zu spekulieren !

Möglicherweise hat man die beiden Fahrzeuge auch nur deshalb in die Handlung eingefügt, um damit in "implizierter Form" auf den Tatzeitraum hinzuweisen. Das ergibt für mich keinen gesteigerten Sinn, aber als Spekulation ist das zulässig.

Das erste Fahrzeug wurde um 23 Uhr gesichtet, das Zweite um 2Uhr. Das ergibt eine gemittlerte Uhrzeit von 0.30 Uhr.

Die Folgefrage lautet dann aber weshalb man so eine "Kasperei" veranstaltet, es wäre einfacher gewesen die Tatzeit direkt zu nennen.
Die "Folgespekulation" lauft darauf hinaus, das Marion Baier erst 12 Jahre alt war, und der "Moral - Michel" von 1973 sich fürchterlich aufgeregt hätte.


Gruß, Gildonus


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

01.02.2026 um 19:44
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Das sie in einem Auto zum Tatort kam, erscheint mir auch wahrscheinlicher als zu Fuß und weshalb hätte sie dann zu einem Baggerloch "gehen" sollen.
Das denke ich auch. Vor allem deshalb, weil Marion ja an ihrer mutmaßlichen Wohnadresse bewusst vorbei gegangen wäre. Das hätte sie ja nicht freiwillig getan, wenn sie nur heim wollte und kein Austausch von Zärtlichkeiten von ihr vorgesehen war. Abgesehen davon war auch die finale Örtlichkeit in dieser Großbaustelle kein geeigneter Ort, den man für romantische Zweisamkeit aufgesucht hätte. Der Sand, ölige Baumaschinen, keine vernünftigen Sitzgelegenheiten, Steine, eine Brachfläche. Da ist für mich nur sehr schwer vorstellbar, dass sie diesen Ort freiwillig zu fuß mit dem Täter ansteuerte. Auch ein Moped fällt für mich da raus. Ein Auto hingegen kommt sehr wohl in Frage und scheint mir auch äußerst wahrscheinlich.
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Bei einer "braven" 12 Jährigen, die am nächsten Tag zur Schule soll, erwarte ich eigendlich das sie spätestens um 22 Uhr zuhause ist und dann hat sie schon großzügige Eltern. Ein solches Mädchen weiss auch, das man nicht zu fremden Männern ins Auto steigt.
Das sehe ich auch so. Ich hätte -als Eltern in der Situation- der 12 Jährigen Marion schon nicht erlaubt, völlig unbegleitet ohne eine erwachsene Vertrauensperson länger als bis 18-19 Uhr dort zu sein. Sie hatte am nächsten Tag eben Schule und war erst 12. Da spielt es für mich persönlich keine Rolle ob sie älter wirkt oder wie reif sie ist. Da braucht sie ein vernünftiges Abendbrot, ausreichend Schlaf und die Hausaufgaben müssen erledigt und der Ranzen gepackt sein. Von daher kann ich mir auch nicht wirklich vorstellen, dass die Eltern ihr erlaubt hätten bis 22 Uhr oder länger unterwegs zu sein. Die gingen einfach davon aus, dass Marion brav bei der Oma war und spontan dort übernachtet hat.

Aus diesem Grund kann Marion mMn eigentlich schon ab kurz nach 20 Uhr nicht mehr wirklich freiwillig unterwegs gewesen sein. Wahrscheinlich hätte sie schon um diese Zeit Ärger bekommen, wenn sie nach Hause gekommen wäre. Das sie dann noch bis nach 22 Uhr oder sogar nach Mitternacht mit einem "Freund" freiwillig unterwegs war, glaube ich nicht. Das hätte ihr wahrscheinlich ohne eine sehr, sehr gute Begründung eine mächtige Ansage und sicherlich ein halbes Jahr Hausarrest eingebracht.
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Die Folgefrage lautet doch wo sie sich nach 20 Uhr, als sie das letzte mal gesehen wurde, aufgehalten hat. Das man sie als einen der letzten Gäste aus dem Bierzelt herausgekehrt hatte, glaube ich aus verschiedenen Gründen nicht
So ist es. Wenn sie mit dem Täter unterwegs war, kann er spätestens als er sie eben nicht daheim absetzte nur unter Zwang weiter transportiert haben. Da Marion später mit einem Stein erschlagen wurde deutet für mich darauf hin, dass der Täter keine Waffe dabei hatte, um das Mädchen einzuschüchtern/gefügig zu machen.

Die Frage die sich stellt ist, wie lange ihm das in einem Fahrzeug während der Fahrt gelang. Es ist aus meiner Sicht daher denkbar, dass der Täter einen "Zwischenstopp" eingelegt hat. Sollte medizinisch nachgewiesen worden sein, dass Marion Baier tatsächlich vergewaltigt wurde, könnte diese Tat theoretisch auch an einem anderen Ort erfolgt sein. Nach der Tat verbrachte sie der Täter dann an den Tatort des Mordes, wo er sie dann letzten Endes erschlug. Ich halte das Szenario deshalb für durchaus plausibel, weil der Mord wahrscheinlich nicht schon zwischen 20 und 23 Uhr, sondern sehr wahrscheinlich später stattfand. Das der Täter erst nach 22 Uhr mit Marion das Fest verließ, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Das er mit ihr stundenlang im Auto gegen deren Willen durch die Gegend fuhr auch. Insofern könnte Marion auch in der Wohnung/dem Haus oder sonst einem geeigneten Objekt zu dem der Täter Zugang hatte und ungestört war vergewaltigt worden sein.
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Eine abendliche Spritztur mit dem Auto bietet einen Erklärungsansatz wo sie geblieben sein könnte und weshalb die Geschicht am Baggerloch endete. Wie du selber schreibst ist es etwas sonderbar, das sie nicht auf dem Heimweg gesehen wurde.
Das Marion nicht auf dem Heimweg gesehen wurde spricht in meinen Augen klar für einen Transport in einem Fahrzeug und zwar ab der direkten Umgebung zum Festplatz. Da waren mit Sicherheit viele Menschen unterwegs. Auch solche, die Marion Baier zumindest vom sehen her kannten. Das sie ab 20 Uhr komplett von der Bildfläche verschwand, halte ich für ein Indiz, dass der Täter Marion bereits zu dieser Zeit in seiner Gewalt gehabt haben könnte.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Marion muß, nach allem was wir wissen, für ihr Alter (12, fast 13) geistig relativ, ich sage relativ. erwachsen gewesen sein, denn sie wurde durch die Bank von Außenstehenden für 16-17 gehalten. Das kann nicht nur am Aussehen gelegen haben.
Das erkenne ich so in den vorliegenden Quellen nicht. Das sie rein äußerlich älter wirkte, ist wohl unbestritten. Wie reif ihre geistige Entwicklung respektive Persönlichkeit war, ist allerdings unbekannt und eine Bewertung dessen daher reine Spekulation. Das sich Mädchen in diesem Bereich für gewöhnlich schneller als gleichaltrige(!) Jungs entwickeln heißt nicht automatisch, dass sie da bereits mit 16-20 Jahre alten Jungs/Männern auf Augenhöhe war. Insofern lege ich mich was diesen Bereich angeht auch nicht fest, wenngleich ich es für nicht sehr wahrscheinlich halte, dass Marion mit 12 schon so weit gewesen sein könnte.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Wenn "Chris", wie ich spekuliere, der Täter wäre, dann hätte er sicherlich pädophile Neigungen, denn wie @Gildonus ja auch erwähnt hat, war Sonja Hurler ebenfalls erst 13.
Da verweise ich auf die werten Beiträge des Users @sooma . Pädophilie liegt aufgrund der mutmaßlich überdurchschnittlichen, körperlichen Entwicklung Marions in Bezug auf deren Lebensalter hier wohl nicht vor. Das der Täter aber sehr junge, vorzugsweise minderjährige Mädels bevorzugte, ist schon recht klar erkennbar.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Ich habe die Theorie, daß die arme Marion das erste Opfer, die Initialzündung, war und der Täter deswegen viel näher und über einen längeren Zeitraum an ihr "drangeblieben"ist. Dafür spräche auch die plötzliche Eskalation. Wie erwähnt, denke ich, der Täter wollte dann nach einiger Zeit mehr als nur Knutschen und Fummeln und als Marion nicht wollte, hat er sie umgebracht.
Möglicherweise war Marion sein erstes Opfer. Möglicherweise wurde der Täter aber auch schon vorher verhaltensauffällig oder versuchte/beging sogar strafbare Handlungen, die nicht zur Anzeige gebracht wurden oder für die er nicht als Täter ins Visier der EB geriet. Schwer zu sagen. Es ist ja auch unbekannt, wie er zu Marion tatsächlich gestanden hat. Was haben die beiden gemacht, wie weit ging das Ganze, für wie lange schon? Das ist alles auch sehr spekulativ.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Der Punkt ist folgender: Dieser auffällige Porsche hätte Autofans rund ums Fischerfest ins Auge fallen müssen, daß war ein absoluter Traumwagen seiner Zeit.
Ja es war ein recht seltener Traumwagen zu dieser Zeit und mit den Anbauten auch sehr individuell und auffällig. Keine Frage. Trotzdem muss der Wagen ja nicht unmittelbar am Festgelände in exponierter Position gestanden haben. Er kann auch zufällig zwischen zwei Transportern/LKW gestanden haben oder in einer schlecht einsehbaren Ecke, hinter Gebüsch etc., weshalb er nicht gut zu sehen war. Das er nicht gesehen wurde heißt nicht, dass er nicht dort war.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Ein dermaßen ausgefallenes Fahrzeug war selbst mit den Mitteln der 70er zu finden, denn die Polizei mußte sich nicht durch zehntausende gleichartige Autos durchbuddeln. Ich glaube, die Ermittler haben relativ rasch herausfinden können, wer einen solchen Porsche im Raum Nürnberg sein eigen nannte, selbst wenn sie nur nach gelben Targas gesucht hätten, wären das auch nicht dermaßen viel mehr "Hausbesuche" gewesen. Ebenso glaube ich, daß die Polizei inzwischen weiß, ob damals tatsächlich ein Targa mit streitender Besatzung am Hainweg gestanden hat oder ob es nur eine erfundene Geschichte war.
Das ein Fahrzeug wie dieses nicht in Massen vorhanden war, erklärt sich von selbst. Von daher bin ich auch erstaunt, dass man das Fahrzeug offensichtlich nicht sehr zeitnah ausfindig gemacht hat und bei XY danach fahnden musste. Vielleicht lag es am Kennzeichen, vielleicht daran, dass der Nutzer des Fahrzeuges dort nur kurze Zeit zugegen war und dann in seinen Wohnort irgendwo anders in Deutschland oder Ausland zurückkehrte. Das die RB das Fahrzeug als Spur ausschließen konnte wurde nie verlautbart. So lange das nicht der Fall ist, gehe ich davon aus, dass es noch eine tatsächliche Spur ist.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Namentliche Bekanntheit ist völlig belanglos, solange wir nicht sicher sagen können, ob "Chris" die Kurzform seines wirklichen Namens war oder nur ein Spitzname. Verbleib in den Stunden zuvor war in den 70er Jahren viel schwieriger genau zu rekonstruieren als heute.
Selbst wenn sie erkannt hätten, daß der Melder "Chris" wäre und kein gutes Alibi verweisen könnte, müßten sie ihm die Tat oder Tatbeteiligung erst nachweisen.
Der Name ist völlig egal. Aber der Rest der Beschreibung inkl. Sprachfehler etc. hätte ihn doch direkt als "Chris(sy) identifiziert. Auch wenn er im wahren Leben z.B. Bernhard oder Manfred heißt. Wäre das der Fall gewesen und man hätte ihm nur die Tat nicht nachweisen können, dann hätte man doch nicht nach dem "Chris(sy)" in der Sendung fahnden brauchen. Die EB hätten ihn ja dann schon identifiziert. Von daher kann in meinen Augen Chris(sy) nicht der BW-Soldat sein.
Zitat von MickelangeloMickelangelo schrieb:Vielleicht hatte er von daher sogar auch ein geringeres Selbstvertrauen / Unsicherheiten und war in Bezug auf gleichaltrige Mädels eher schüchtern, da kam ein jüngeres Mädchen doch gerade recht, das ihn schon aufgrund seines Alters bewundert hat.
Ja das mag sein. Allerdings verwundert mich dann der weitere Verlauf des Abends. Das der Täter Marion per pedes oder mit dem Moped zum Tatort verbrachte bzw. über Stunden auf freiwilliger Basis seitens des späteren Opfers irgendwo mit ihr unterwegs war, kann ich mir aus weiter oben im Beitrag genannten Gründen nicht vorstellen. Ich vermute deshalb derzeit einen erwachsenen Täter. Keinen Teen.
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:(...) Von daher gehe ich in die Annahme, dass spätestens ab einer Vorbeifahrt an der Merkurstraße die Marion in Panik geraten war, weil nun für sie ersichtlich war, dass der Täter sie nicht nach Hause bringen wollte und die Fahrt ins Dunkle ging und dann hat sie etwa weitere 130 Meter Fahrt gebraucht, um auf die Idee zu kommen, einfach den Zündschlüssel abzuziehen, um so den Wagen zum Stehen zu bringen und ist dann aus dem Wagen geflohen.
Also das sie den Zündschlüssel abzog ist erstmal reine Spekulation, denn es gibt dafür kein sicheres Indiz, außer das die Medaille an jenem Schlüssel gehangen haben könnte. Doch auch da bin ich skeptisch. Der obere Ring am Anhänger ist nicht gedehnt/verbogen, was gegen ein gewaltsamen Abreißen z.B. von einem Schlüsselring spricht. Man hätte den Schlüssel auch vor dem Abziehen nach hinten drehen müssen. Sonst lässt er sich normalerweise nicht abziehen. Wenn man das macht, würde dann auch bei Bewegung des Lenkers das Lenkradschloss einrasten. Das Auto wäre dann bis zu dessen Stillstand nicht mehr steuerbar. Ist es da -aus Sicht der Marion- nicht viel einfacher, erfolgversprechender und nahliegender die Handbremse zu ziehen oder zu versuchen die Seitenscheibe herunterzukurbeln und auf sich aufmerksam zu machen?

Dio Christopherusmedaille sieht für mich so aus, als wäre sie einfach nur lose als Talisman mitgeführt, am Innenspiegel an einem Stoff- oder Lederband aufgehangen oder als Kette am hals getragen worden. An eine besonders feste Verbindung z.B. Schlüsselring, dicke Gliederkette etc. denke ich nicht. Dann wäre der Befestigungsring verbogen/gerissen.
Zitat von BundesferkelBundesferkel schrieb:Möglicherweise hat sie auf dem Fischerfest in Zirndorf ihren Unmut über den Heimweg ausgedrückt und jemand hat ihr daraufhin angeboten, sie im Auto mitzunehmen, weil er vielleicht auch in diese Richtung musste. Zu diesem Zeitpunkt muss es noch keinen zwingenden Vorsatz zu einem Verbrechen gegeben haben. Manchmal ergibt eines das andere, da kann sich in wenigen Minuten viel entwickeln.
Ja das halte ich aktuell für die wahrscheinlichste Variante.
Zitat von GildonusGildonus schrieb:So wie sich die Sache für mich darstellt sucht der Täter "harten Sex" mit sehr jungen Frauen und erzwingt den Sex auch. Mir ist da der Begriff "Lolita" nach einem Roman über eine "Kindfrau" eingefallen, vieleicht trifft das besser.
Ach bitte. Das driftet jetzt in einen ziemlich unschönen Bereich ab. Welche Vorlieben oder Phantasien der Täter gehabt haben könnte und was er tatsächlich mit dem Opfer versucht oder gemacht hat, ist reine Spekulation und wird ohne Kenntnis des Obduktionsberichtes und/oder Ermittlungsakte bzw. bewusste Mitteilung durch die EB auch nicht publik werden. Solange das der Fall ist, sollten wir da aus Respekt vor dem Opfer auch nicht über sowas spekulieren.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Dank des Berichtes bei FRANKENFERNSEHEN.TV können wir uns jetzt auch noch ein besseres Bild über die Örtlichkeiten machen.
Vielen Dank für deine Recherche! Bislang war ja der Wohnort nur eine ungesicherte Spekulation aus einer ungesicherten/unerwünschten Quelle. Hier ist es schon recht deutlich und offiziell. Danke dafür!
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Möglicherweise hat man die beiden Fahrzeuge auch nur deshalb in die Handlung eingefügt, um damit in "implizierter Form" auf den Tatzeitraum hinzuweisen. Das ergibt für mich keinen gesteigerten Sinn, aber als Spekulation ist das zulässig.
Das glaube ich nicht. Erstens weil es -wie du selbst sagst- absolut keinen Sinn hat, da man den Zeitraum auch ohne Fahrzeuge einfach benennen könnte, wenn er dann z.B. durch das Obduktionsergebnis bekannt ist. Zweitens weil die Fahrzeuge dafür auch zu spezifisch sind. Einen gelben Porsche 911 Targa mit 4 Zusatzscheinwerfern und Antenne, sowie einen VW 1500 mit US-Kennzeichen denkt sich doch keiner aus, nur um Zeit im Beitrag zu füllen. Mal davon abgesehen würde damit auch der Sinn und Zweck der Sendung verfehlt. Es geht ja darum Zeugen/Mitwisser der Tat zu akquirieren, nicht Zeugen auf den Plan zu rufen, die Aussagen zu fiktiven Fahrzeugen machen. Das wäre absolut kontraproduktiv und mMn völlig sinnfrei.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

01.02.2026 um 20:35
Hallo @Slaterator , hallo @alle !
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Zweitens weil die Fahrzeuge dafür auch zu spezifisch sind. Einen gelben Porsche 911 Targa mit 4 Zusatzscheinwerfern und Antenne, sowie einen VW 1500 mit US-Kennzeichen denkt sich doch keiner aus, nur um Zeit im Beitrag zu füllen
Das macht schon Sinn in dem ganzen Unsinn.

Hätte man statt eines VW mit amerikanischen Kennzeichen einen VW Käfer mit unbekannten Kennzeichen und statt des gelben Targa einen hellen Opel Kadett unbekannter Baureihe verwendet, hätten im Aufnahmestudio die Telefondrähte geglüht.


Gruß, Gildonus


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

01.02.2026 um 21:31
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Ist es da -aus Sicht der Marion- nicht viel einfacher, erfolgversprechender und nahliegender die Handbremse zu ziehen oder zu versuchen die Seitenscheibe herunterzukurbeln und auf sich aufmerksam zu machen?
Schau dir doch nochmal Karten/Luftbilder und Fundortfotos genauer an.
Wen hätte sie denn da auf sich aufmerksam machen sollen? Da war doch nichts.
Und 1973 mal eben die Fensterscheibe runterkurbeln? Wie lange soll so ein mädchenschändender Fahrer denn dabei einfach ruhig zuschauen?
Und in der Annahme sie saß in einem Wagen stadtauswärts, dann hat sie den erfolgversprechendsten Fluchtweg gewählt. Nach Westen und in Richtung Bebauungen.
Das hätte ihr den größten Vorsprung eingebracht, da der Fahrzeugführer erstmal ums ganze Auto rum musste, bevor er hinter ihr her sprinten konnte.
Nach Norden oder Süden hätte er doch sofort wieder an ihr dran sein können. (und wenn er doch noch den Schlüssel gehabt hätte auch einfach vorwärts oder rückwärts fahren müssen)
Und zur Handbremse.... was soll das bringen? Die nimmt der Fahrt nur ein wenig Schwung. Mehr nicht.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Also das sie den Zündschlüssel abzog ist erstmal reine Spekulation, denn es gibt dafür kein sicheres Indiz
Fischerfest 1973 gegen 23 Uhr.
Ein Fahrzeug steht auf der Hainbergstraße sozusagen mitten in der offenen Landschaft rum. Sexualstraftäter machen für gewöhnlich nicht so aufsehenerregendes Parken während des Tatablaufes.
Von daher ist das für mich schon ein sehr starkes Indiz, dass irgendetwas genau diesen Wagen gegen den Willen eines Täters zum Stehen gebracht haben müsste.
Sicher ist das natürlich nicht
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Man hätte den Schlüssel auch vor dem Abziehen nach hinten drehen müssen. Sonst lässt er sich normalerweise nicht abziehen. Wenn man das macht, würde dann auch bei Bewegung des Lenkers das Lenkradschloss einrasten. Das Auto wäre dann bis zu dessen Stillstand nicht mehr steuerbar
Gut, Marion war 12 und könnte wohl irgendwie schon vor ihrer letzten Fahrt mal mitbekommen haben, wie man die Zündung unterbricht. Also jetzt nur mE. Muss ja nicht so gewesen sein.
Und gerade die Gefahr des Einrasten des Lenkradschlosses sorgt doch dafür, dass der Fahrer noch bis kurz vorm Stillstand des Fahrzeuges mit gerade halten des Lenkrades fokussiert ist.
Aber hier baue ich in meine Annahme, dass der Anhänger am Schlüsselbund hing, mal mit ein, dass sie die Zündung zwar unterbrochen bekam, jedoch beim Versuch den Schlüssel aus dem Zündschloss zu ziehen, schon den Anhänger vom Bund gerissen hatte.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:außer das die Medaille an jenem Schlüssel gehangen haben könnte. Doch auch da bin ich skeptisch.
Bild 16 und 17. Der gefundene Anhänger weist ordentlich Kratzer auf. Auf der Rückseite sind längliche recht tiefe Kratzspuren zu erkennen. Hemdknöpfe oder Brustbehaarung ist da eher nicht zu in der Lage solche tiefe Kratzer zu verursachen.
Von daher nehme ich Schlüsselbundanhänger als Verwendung dieses Anhängers an und schließe für mich auch eine Halskettenverwendung aus.

Auf der Vorderseite ist der äußere Kranz auch recht zerkratzt. Und diese Kratzer sind in fast alle Richtungen gegeben. Ein ins Auto gehängter Anhänger, der immer irgendwo anstösst, würde immer wieder das gleiche Kratzmuster verursachen, von daher schließe ich eine Verwendung dieser Medaille als Glücksbringer im Auto baumelnd auch aus.
Da man Schlüsselbunde auch mal auf den Tisch wirft oder in der Hosentasche hat oder auch im Zündschloss stecken hat, kommt für mich was die Kratzer auf der Vorderseite der Medaille angeht, eigentlich auch nur eine Verwendung der Medaille als Schlüsselanhänger in Frage, da Schlüssel und Medaille oder auch Medaille und Ablageflächen immer wieder aneinandergeraten.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Der obere Ring am Anhänger ist nicht gedehnt/verbogen, was gegen ein gewaltsamen Abreißen z.B. von einem Schlüsselring spricht.
Da bist du in der Annahme, dass es nur das eine auf den Polizeifoto erkennbare Glied gegeben haben wird.
Aber die meisten Schlüsselanhänger haben auch erst kurze "Ketten" dran, bevor sie dann damit an den Schlüsselaufnehmenden Ring befestigt sind.

Hier ein Link zu so einem Schlüsselanhänger.

https://www.praisent.de/schluesselanhaenger-engel?srsltid=AfmBOoqy_9-xHjxJPUw8yqsYjeeTkN4pdJxOlk20CvAO7LL41gB0VI13

Diese Kettchen haben einen gewissen Sicherheitsluxus, da große Anhänger ohne mehrgliedrige Befestigung schnell am Bund verkannten und dann zum Beispiel eine Medaille bei einer Schlüsseldrehung komplett mitgedreht werden muss.
(Dabei könnten dann Türzargen zerkratzt werden oder größere Anhänger blockieren dann die Drehung ganz, entweder an der Zarge oder weil der Raum zwischen "Schlüsselloch" und Klinke für die Drehung nicht ausreichend ist)

Und zum Schluss nochmal bezüglich eines im Auto befestigten Christopherusanhängers..... da kommt mir einfach nichts, warum Täter oder Opfer den mit nach draußen genommen haben sollten.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

02.02.2026 um 03:34
Hallo @alle!
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Ich möchte jetzt nicht haarspalterisch der Frage nachgehen ob man das Pädphil nennen darf oder nicht. So wie sich die Sache für mich darstellt sucht der Täter "harten Sex" mit sehr jungen Frauen und erzwingt den Sex auch. Mir ist da der Begriff "Lolita" nach einem Roman über eine "Kindfrau" eingefallen, vieleicht trifft das besser.
@Bundesferkel hat es netterweise schon nachgesehen, Hebephilie ist der Ausdruck für "blutjung, aber keine Kinder mehr".
Zitat von GildonusGildonus schrieb:In der alten Aktenzeichensendung sagte die "Filmutter" zum "Filmkommisar" das ihre Tochter älter aussieht als zwölf Jahre. Ich bin aber nicht davon überzeugt das es auch zwangsläufig der Wahrheit entspricht.
Nach allem bisher Zugänglichen scheint es zu stimmen, daß Marion regelmäßig für älter gehalten wurde. Das sie schon relativ erwachsen für ihr Alter war, darauf deuten auch die recht vielen Freiheiten hin, die sie im Gegensatz z.B. zur Schwester hatte.
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Die Schilderung der beiden Automobile in Tatortnähe macht aus meiner Sicht nur "dramaturgischen" Sinn, die beiden Fahrzeuge sind von ihrer Beschreibung her so selten, die hätte man ruck - zuck finden müssen.
Beim Porsche gebe ich Dir recht, diese Variante ist dermaßen selten und müßte selbst mit den Mitteln der 70er gut zu finden gewesen sein. Darum habe ich auch schon spekuliert, daß diese Sichtung z.B. von Chris erfunden wurde, um von sich abzulenken.
Beim VW ist das etwas anders. Ich lebe selbst in einer Gegend mit vielen Amerikanern, als Einheimscher kann ich Dir sagen, daß US-Fahrzeuge für uns ein völlig normaler Anblick sind und wir sie selbst mit den heutigen Nummernschildern 10 Meter gegen den Wind erkennen können. :-) Der eigentliche Punkt liegt aber darin, daß mit den alten Nummernschildern selbst die Amerikaner Probleme haben konnten, Wohnadressen abzugleichen. Hier in Europa klappte es meistens, aber wenn dann eine US-Wohnadresse mitinvolviert war, konnte es besonders bei Zivilamerikanern knifflig werden.
Aber eine Anmerkung zu diesem Wagen. Da es dunkel war muß es nicht zwingend ein US-Schild gewesen sein. Damals gab es auch Autos von z.B. Fiat, deren Schilderbefestigungen nicht immer auf deutsche Abmessungen angepasst waren und man dann deutsche Schilder mit US-Maßen anbringen mußte. siehe hier https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:MHV_Fiat_125S_1969_02.jpg
Es dürfte wohl ein Auto mit US-Schildern gewesen sein, aber das ist nicht zwingend. Der Wagen des Porschemelders im Filmfall 1974 hat interessanterweise selbst ein Heckschild mit US-Abmessungen dran.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Der Name ist völlig egal. Aber der Rest der Beschreibung inkl. Sprachfehler etc. hätte ihn doch direkt als "Chris(sy) identifiziert. Auch wenn er im wahren Leben z.B. Bernhard oder Manfred heißt. Wäre das der Fall gewesen und man hätte ihm nur die Tat nicht nachweisen können, dann hätte man doch nicht nach dem "Chris(sy)" in der Sendung fahnden brauchen. Die EB hätten ihn ja dann schon identifiziert. Von daher kann in meinen Augen Chris(sy) nicht der BW-Soldat sein.
Du machst dir falsche Vorstellungen, wie damals Zeugenmeldungen aufgenommen wurden. Das war noch fast unvernetzt. Wenn "Chris" z.B. frühzeitig in Fürth auf eine Wache gegangen wäre und dort eine Aussage gemacht/Story aufgetischt hätte, hätten die ihn nicht zur Mordkommission (damals zentral in Nürnberg) geschickt, sondern Aussage aufgenommen und weitergeleitet. Zu diesem Zeitpunkt hätten allenfalls die direkten Ermittler gewußt, daß er lispelt. Und auch nur dann, wenn Marions Freunde es zu diesem Zeitpunkt bereits beschrieben hätten. Und der Aussage sieht du es nicht an, ob der Typ einen leichten Sprachfehler hatte. Später kann das dann im Zuge der Ermittlungen zwar auffallen, aber ohne Beweise könnte man ihm nicht viel wollen.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Ja es war ein recht seltener Traumwagen zu dieser Zeit und mit den Anbauten auch sehr individuell und auffällig. Keine Frage. Trotzdem muss der Wagen ja nicht unmittelbar am Festgelände in exponierter Position gestanden haben. Er kann auch zufällig zwischen zwei Transportern/LKW gestanden haben oder in einer schlecht einsehbaren Ecke, hinter Gebüsch etc., weshalb er nicht gut zu sehen war. Das er nicht gesehen wurde heißt nicht, dass er nicht dort war.
In den 70ern sind Autos dieser Kategorie nicht einfach mal so eingeparkt worden, andere Zeit. Und selbst in einer Nebengasse stehend wäre er genügend aufgefallen
Es is zwar möglich, daß der Porsche ungesehen irgendwo gestanden hat, selbiges gilt aber auch für die von dir und einigen anderen aufgrund von Nichtsichtung angezweifelte Aussage der Polzei, Marion wäre zu Fuß heimwärts aufgebrochen.
Ich persönlich bin der Ansicht, daß Marion, ob zu Fuß oder motorisiert, entweder in Begleitung eines Bekannten aufgebrochen ist oder unterwegs einen getroffen hat. Keinen Wildfremden, nicht bei dieser Kurzstrecke.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

02.02.2026 um 05:44
Was mich etwas verwundert, es wird immer nur vom Fischerfest am Sonntag, dem 01.07.1973 gesprochen. Marion hatte ihren Eltern nicht verraten, dass sie dorthin will, eigentlich nur zur Oma. Gab es da einen Grund dies zu verheimlichen? War Marion vielleicht schon am Freitag oder Samstag dort, eventuell auch mit Familie oder Freundinnen? Hat Marion an den Tagen davor Jemanden auf dem Fest zufällig kennengelernt, den sie unbedingt noch einmal am Sonntag sehen wollte?

Ich habe mal nach dem Fischerfest im Jahr 2025 geschaut, allerdings jetzt an einem anderen Standort.
Das Zirndorfer Fischerfest findet im Garten des Vereinsheimes mit einer Budenstadt und Live-Musik statt. Es gibt köstliche „Zirndorfer Makrelen“ vom Holzkohlengrill, frisch geräucherte Forellen und sonstige Köstlichkeiten. Dazu darf natürlich das kühle und süffige „Zirndorfer Bier“ nicht fehlen.

Öffnungszeiten
Freitag 17 - 23 Uhr, Musik ab 18 Uhr
Samstag 14 - 23 Uhr, Musik ab 18 Uhr
Sonntag 10 - 21 Uhr, Musik ab 10 Uhr
Quelle:
https://www.frankenradar.de/events/zirndorfer-fischerfest-zirndorf


Kann ein ortsansässiger User bestätigen, ob im Jahre 1973 das 1. Zirndorfer Fischerfest am Rande des Stadtparkes auch über 3 Tage gefeiert wurde?


Die Kripo hat doch sicher schon nach damaligen Fotos und Filmaufnahmen beim Fischer-/ Heimatverein oder Stadtarchiv nachgefragt?


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

02.02.2026 um 08:14
1973 fand das Fischerfest meines Wissens nach am Eichenhain statt und dieser befindet sich am Rande des Stadtparks.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

02.02.2026 um 13:27
@Slaterator :
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Das denke ich auch. Vor allem deshalb, weil Marion ja an ihrer mutmaßlichen Wohnadresse bewusst vorbei gegangen wäre. Das hätte sie ja nicht freiwillig getan, wenn sie nur heim wollte und kein Austausch von Zärtlichkeiten von ihr vorgesehen war. Abgesehen davon war auch die finale Örtlichkeit in dieser Großbaustelle kein geeigneter Ort, den man für romantische Zweisamkeit aufgesucht hätte. Der Sand, ölige Baumaschinen, keine vernünftigen Sitzgelegenheiten, Steine, eine Brachfläche. Da ist für mich nur sehr schwer vorstellbar, dass sie diesen Ort freiwillig zu fuß mit dem Täter ansteuerte. Auch ein Moped fällt für mich da raus. Ein Auto hingegen kommt sehr wohl in Frage und scheint mir auch äußerst wahrscheinlich.
Bei intensiver Betrachtung des Bildes mit den Neubauten am Fundort entdeckt man etwas, was auf einer Großbaustelle zu erwarten war. Deshalb habe ich danach gesucht.
Zwei Bauwagen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass genau so ein Bauwagen die von Dir immer wieder argumentierte mangelnde Eignung einer Großbaustelle für romantische Zweisamkeit komplett umkehrt.
Damit entfällt das Auto als unbedingt notwendig und Moped oder Schusters Rappen rücken vor.

Die Entfernung über den Wohnort hinaus war unerheblich. Wie man auf der Karte, die @HolzaugeSHK
festgehalten hat ( Danke )
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Bei 02:05 min wird diese Karte mit Markierungen eingeblendet
sehen kann, ist die Wegstrecke zwischen Fest und zu Hause durchweg mit Häusern gesäumt. Da ging also nichts.

Geht man davon aus, dass die zwei an keinem Wohnort Zärtlichkeiten hätten austauschen können, ist im Sommer so ein Bauwagen das Paradies auf Erden.

Ich gehe mittlerweile davon aus, dass M.B. auf dem Weg dorthin freiwillig mitging oder -fuhr. Dann wollte ihr Begleiter mehr als sie. Ob sie vorher oder nachher wieder in Richtung zu Hause floh, kann ich nicht sagen. Ihr Mörder wollte das nicht zulassen.

MfG

Dew


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

02.02.2026 um 14:08
Zitat von DewDew schrieb:Zwei Bauwagen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass genau so ein Bauwagen die von Dir immer wieder argumentierte mangelnde Eignung einer Großbaustelle für romantische Zweisamkeit komplett umkehrt.
Damit entfällt das Auto als unbedingt notwendig und Moped oder Schusters Rappen rücken vor.
Aber die beiden Bauwagen werden doch verschlossen gewesen sein. Und wenn die aufgebrochen wären, dann wüssten wir das bestimmt. Was mir aber aufgefallen ist auf Bild Nr.2 das dort im Hintergrund bei der Baustelle so ein Miniwäldchen ist, was doch ideal gewesen wäre um ungestört zu sein.
Zitat von DewDew schrieb:Ich gehe mittlerweile davon aus, dass M.B. auf dem Weg dorthin freiwillig mitging oder -fuhr. Dann wollte ihr Begleiter mehr als sie. Ob sie vorher oder nachher wieder in Richtung zu Hause floh, kann ich nicht sagen. Ihr Mörder wollte das nicht zulassen
So denke ich auch. Wobei ich an ein Auto eigentlich weniger glaube. Da sitzt man schon verdammt in der Falle, und der Täter wäre mit ihr sicher woanders hingefahren. Und das sie die Handbremse zieht oder den Zündschlüssel wie hier schon vermutet, das glaube ich nicht.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

02.02.2026 um 14:44
@Retsiemfoh
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Aber die beiden Bauwagen werden doch verschlossen gewesen sein. Und wenn die aufgebrochen wären, dann wüssten wir das bestimmt.
Erstens sollte es zwar so gewesen sein aber ob das wirklich so eng gehandhabt wurde, weiß man nicht.

Zweitens muss auch ein verschlossener Bauwagen nicht zwingend aufgebrochen werden. Für einen handwerklich einigermaßen versierten Menschen stellt ein einfaches Schloss kein wirkliches Hindernis dar.

Drittens könnte der Täter einen Schlüssel gehabt haben, weil er auf dem Bau arbeitete.

Und viertens könnte selbst ein aufgebrochener Bauwagen der Polizei entgangen sein, weil das nicht gemeldet wurde oder eine solche Lappalie im Schatten des Mordes einfach "unterging".

Das sind jetzt nur die ersten vier Begründungen, wenn man weiter darüber nachdenkt, fielen bestimmt noch mehr ein.

Nachtrag:
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Was mir aber aufgefallen ist auf Bild Nr.2 das dort im Hintergrund bei der Baustelle so ein Miniwäldchen ist, was doch ideal gewesen wäre um ungestört zu sein.
Bei schönem Wetter genügt eine Decke, da hast Du natürlich auch recht.

Ein Auto wäre also nicht zwingend erforderlich gewesen.

MfG

Dew


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

02.02.2026 um 14:59
Zitat von DewDew schrieb:Ich gehe mittlerweile davon aus, dass M.B. auf dem Weg dorthin freiwillig mitging oder -fuhr. Dann wollte ihr Begleiter mehr als sie. Ob sie vorher oder nachher wieder in Richtung zu Hause floh, kann ich nicht sagen. Ihr Mörder wollte das nicht zulassen.
Hallo @Dew, grüße dich! Schön mal wieder mit dir zu diskutieren!
Ich sehe das, wie man an meinen vorherigen Beiträgen sehen kann, sehr ähnlich. Darum halte ich auch eine Festbekanntschaft für sehr unwahrscheinlich und den Täter für einen Freund/Bekannten. Unter anderem darum auch der Mord, denn Marion hätte ihn sicher identifizieren können. Einer wildfremden Festbekanntschaft, womöglich nicht einmal aus der direkten Umgebung, hätte Marions Flucht egal sein können. Einfach ins Auto und weg, denn da wäre keine Verbindung über das Fest hinaus gewesen, 1973 war die Ermittlung eines solchen "Zufallstäters" superschwer. (Selbst heute ist das noch nicht soviel einfacher)
Sollte es sich bestätigen, daß der Mörder weitere Opfer hatte, die er leben ließ, müßten Marion und Sonja in der Lage gewesen sein, ihn zu identifizieren


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

02.02.2026 um 15:01
Zitat von DewDew schrieb:Zweitens muss auch ein verschlossener Bauwagen nicht zwingend aufgebrochen werden. Für einen handwerklich einigermaßen versierten Menschen stellt ein einfaches Schloss kein wirkliches Hindernis dar.
@Dew
Da hast du natürlich recht, hat sich ja nicht um Sichrheitsschlösser gehandelt .
Zitat von DewDew schrieb:Und viertens könnte selbst ein aufgebrochener Bauwagen der Polizei entgangen sein, weil das nicht gemeldet wurde oder eine solche Lappalie im Schatten des Mordes einfach "unterging".
Sollte zwar nicht passieren wenn dort eine Leiche gefunden wurde, aber möglich ist es.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

02.02.2026 um 16:05
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Dann wäre der Befestigungsring verbogen/gerissen.
Auf Bild 16 und noch besser 17 kann man ja sehen dass es bei dem Ring eine Unterbrechung gibt. Ich könnte mir vorstellen dass der Ring an dieser Stelle nachgegeben hat und abgerissen ist. Eigentlich dachte ich wegen der Schrammen ebenfalls wie auch hier geschrieben
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:Auf der Rückseite sind längliche recht tiefe Kratzspuren zu erkennen. Hemdknöpfe oder Brustbehaarung ist da eher nicht zu in der Lage solche tiefe Kratzer zu verursachen.
dass der Anhänger irgendwo im Auto angebracht war, aber der Ring am Anhänger ist ja wirklich klein, eine Verwendung als Anhänger an einer Kette die um den Hals getragen wurde erscheint mir doch warscheinlicher, auch dass Marion den Anhänger im Kampf von einer Halskette abreisst wirkt auf mich ebenfalls logischer als von einem Schlüsselbund oder im Auto hängend
Zitat von DewDew schrieb:Drittens könnte der Täter einen Schlüssel gehabt haben, weil er auf dem Bau arbeitete.
Das dachte ich auch schon länger, könnte für mich auch eine Verbindung der Taten erklären wenn der Täter 1973 auf dieser Baustelle tätig war und 1981 in Kempten.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

02.02.2026 um 16:33
@Höhenburg
Danke gleichfalls.
Ich sehe diesen Fall ähnlich wie Du und für mich ist der ominöse "Chrissy" noch nicht "vom Haken".

@Retsiemfoh
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Da hast du natürlich recht, hat sich ja nicht um Sichrheitsschlösser gehandelt .
Wahrscheinlich nicht, obwohl wir auch dieses Detail nicht kennen.

Es fällt, trotz zunehmenden Informationen ( was ich für einen so alten Fall für sensationell halte ) schwer, irgendwas komplett auszuschließen.

Ich halte, immer im zeitlichen Kontext gesehen, auch die familiäre Situation von M.B. für nicht so unproblematisch, wie vordergründig gezeigt.
Die Tatsache, dass M.B. viel Zeit bei der Oma verbrachte, wird mit Krankheit der Mutter erklärt. Nimmt man wörtlich das hin, hat man auf jeden Fall im Minimalfall schon dadurch eine tragisch belastete Kindheit ( im Gegensatz zu "unbeschwert" zu verstehen ).
Auf die Krankheit selbst wird im Ton der Zeit von xy nicht eingegangen und das kann alles Mögliche heißen.
Das drückt sich für mich z. B. in den Schwierigkeiten aus, die @Slaterator hier hat, mit der Elternperspektive zurechtzukommen.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Das sehe ich auch so. Ich hätte -als Eltern in der Situation- der 12 Jährigen Marion schon nicht erlaubt, völlig unbegleitet ohne eine erwachsene Vertrauensperson länger als bis 18-19 Uhr dort zu sein. Sie hatte am nächsten Tag eben Schule und war erst 12. Da spielt es für mich persönlich keine Rolle ob sie älter wirkt oder wie reif sie ist. Da braucht sie ein vernünftiges Abendbrot, ausreichend Schlaf und die Hausaufgaben müssen erledigt und der Ranzen gepackt sein. Von daher kann ich mir auch nicht wirklich vorstellen, dass die Eltern ihr erlaubt hätten bis 22 Uhr oder länger unterwegs zu sein. Die gingen einfach davon aus, dass Marion brav bei der Oma war und spontan dort übernachtet hat.
Die Eltern zeigen hier nicht wirklich Kontrolle, geschweige denn Beunruhigung. Dass die Tochter fehlte, geschweige denn wie die "Schulbesuchslogistik" unter diesen Umständen ausgesehen haben mag, schien nicht zu jucken.
Bei der Oma übernachten, o.k., konnte sie sich da waschen und frisch anziehen? Wann wäre aufzustehen gewesen, wenn man vor der Schule noch zu Hause vorbeimußte, frühstücken und das Schulzeug holen?
Ich bekomme bei solchen Fragestellungen den Eindruck, die Eltern hatten mit sich zu tun.

Im Vergleichsfall S.H. 1981 ging man mit dem Alkoholgenuss der Eltern, mit den Fluchten ins Haus der Großmutter, mit der Tatsache, dass die Tochter mitten in der Nacht noch mit der Mutter in der Kneipe hockte, etc, seitens xy etwas offener um, habe ich den Eindruck.

Das war möglicherweise und endete in beiden Fällen tragisch und ich stehe nicht an, den Stab über den Eltern zu brechen, da ich nicht weiß, wie es zu diesen Situationen kam. Ich komme aber nicht daran vorbei, diese Auffälligkeiten zu bemerken.

Kinder werden unter solchen Bedingungen zwangsläufig früher selbstständig, weil ihnen gar nichts anderes übrig bleibt.

MfG

Dew


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