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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

419 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Cold Case, Aktenzeichen Xy ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

21.01.2026 um 23:54
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Immerhin wird in der Zusammenfassung noch erwähnt, dass man sehr viele Hinweise, sogar Namen zu den Fällen Hurler/Baier bekommen hat und die Leitungen überlastet sind. Das weckt Hoffnung.
Und sogar wurden Hinweise zu Personen gegeben (mit Namen), die Bezüge zu Kempten und Fürth gehabt haben sollen. Das klingt für mich doch relativ vielversprechend.
Zuschauer meldeten sich mit Namen von Personen, die damals Verbindungen nicht nur nach Kempten, sondern auch zu einem ähnlich gelagerten Fall im Jahr 1973 in Fürth gehabt haben sollen.
Quelle: https://www.zdfheute.de/panorama/kriminalitaet/aktenzeichen-xy-21-januar-2026-erste-ergebnisse-100.html


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

22.01.2026 um 01:16
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Insgesamt fällt mein Fazit zum Beitrag in der heutigen Ausgabe von Aktenzeichen XY ungelöst sehr ernüchtert aus. Der Fall Marion Bayer wurde fast nur beiläufig erwähnt, die Parallelen beschränkten sich zunächst nur auf das jeweils erste Wochenende im Juli, der Spur-Spur-Treffer der DNA wurde sogar erst in der Zusammenfassung am Ende erwähnt. Wirklich neues gab es also nicht. Nachdem alles so im Vorfeld beworben worden war, finde ich das eher schwach und hätte mehr erwartet.

Immerhin wird in der Zusammenfassung noch erwähnt, dass man sehr viele Hinweise, sogar Namen zu den Fällen Hurler/Baier bekommen hat und die Leitungen überlastet sind. Das weckt Hoffnung.

Interessant auch der Bezug zum Schaustellermilieu, welches ja @Rick_Blaine hier schon eingebracht hatte.
Das geht mir auch so. Ich habe mir mehr von dem Filmfall versprochen, aber Marion Baier wurde nur unter ferner Liefen erwähnt. Die übereinstimmende DNA ist eindeutig. Das erste Wochenende im Juli kann Zufall sein. Der Zusammenhang zum Schaustellermilieu könnte gegeben sein. Aber die Feste in den jeweiligen Gemeinden sind eigentlich Jahr für Jahr in der gleichen Zeit. Die beiden Fälle liegen aber 250 km auseinander. Ich weiß nicht, wie ich das einordnen soll.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

22.01.2026 um 14:52
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Aber die Feste in den jeweiligen Gemeinden sind eigentlich Jahr für Jahr in der gleichen Zeit. Die beiden Fälle liegen aber 250 km auseinander. Ich weiß nicht, wie ich das einordnen soll.
Der Täter könnte doch aus beruflichen Gründen, oder der Liebe wegen dorthin gezogen sein. Was ich mir aber weniger vorstellen kann ist, das er in diesen acht Jahren keine weitere Straftat begangen hat.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

22.01.2026 um 17:52
@Slaterator :

Vielen Dank für den Hinweis auf diesen mir bisher auch unbekannten Fall. Nachdem ich mir den thread durchgelesen habe, möchte ich auch ein paar Gedanken zu den mittlerweile zwei über die DNS-Spuren in Verbindung gebrachten Fälle anmerken.
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Die übereinstimmende DNA ist eindeutig. Das erste Wochenende im Juli kann Zufall sein. Der Zusammenhang zum Schaustellermilieu könnte gegeben sein. Aber die Feste in den jeweiligen Gemeinden sind eigentlich Jahr für Jahr in der gleichen Zeit. Die beiden Fälle liegen aber 250 km auseinander. Ich weiß nicht, wie ich das einordnen soll.
Die beiden Fälle liegen aber auch acht Jahre ( 1973-1981 ) auseinander. Wobei teilweise auch von 1983 geschrieben wird, das wären dann schon zehn Jahre. Auf jeden Fall genug Zeit, um 250 km zurückzulegen.

Obwohl das mit der Zeit und den Festen Zufälle sein können stellt sich der Gedanke vom Serientäter ein.
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Was ich mir aber weniger vorstellen kann ist, das er in diesen acht Jahren keine weitere Straftat begangen hat.
Der zitierte Beitrag von Mantua wurde gelöscht. Begründung: Umgehung der Bezahlschranke
Wie weit ist da wohl der Begriff "Altfall" gefasst? Werden nur Morde untersucht oder auch andere Taten/Auffälligkeiten im Zusammenhang mit dem Szenario "Feste im Sommer"?

Geht man von dem Gedanken aus, dass das Ausgangsmotiv des Täters, sich jungen Mädchen zu nähern, sexueller Natur war, an welchem Punkt schlug das um?
Sucht man auch nach Meldungen von Belästigungen, ( versuchten ) Vergewaltigungen? Oder Annäherungen, die ggfs. von anderen Festbesuchern unterbunden wurden? Ich mag mir gar keine Dunkelziffer vorstellen.

Das Szenario "Fest im Sommer" ist doch aus Sicht eines solchen Täters geradezu ideal. Gemischte Altersgruppen, schönes Wetter, lange Abende, leichte Bekleidung, lockere Stimmung, erste Erfahrungen mit Alkohol...

Und immer, wenn man denkt, noch irrer wird´s nicht, kommt sowas raus:
wie im September 1980 in der Süddeutschen Zeitung zu lesen war: Ein damals 21-Jähriger hatte demnach auf einem Zettel notiert, eine Zwölfjährige aus Nürnberg und eine 15-Jährige aus der Region Köln getötet zu haben – den Zettel fanden Polizisten zufällig, als sie seine Wohnung wegen Betrugsvorwürfen durchsuchten. Nach seiner Festnahme bestritt der junge Mann die Tat, er kam frei.
Wie kommt einer darauf, sowas auf einen Zettel zu schreiben? Damit er den Überblick nicht verliert?

MfG

Dew


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

22.01.2026 um 18:27
Zitat von DewDew schrieb:Wie kommt einer darauf, sowas auf einen Zettel zu schreiben? Damit er den Überblick nicht verliert?
Das finde ich auch merkwürdig, könnte mir eventuell vorstellen dass dieser Typ falls er tatsächlich die Taten begangen hätte im Falle seines Ablebens (im Alter von 21 erstmal unwarscheinlich aber z.B. durch einen Autounfall) möchte dass man erfährt dass er für die beiden Taten verantwortlich ist. Aber ein Zusammenhang dieser Person mit der Tat an Marion ist ja vermutlich durch DNA ausgeschlossen.
Beim AZ-Update hat mich erstaunt dass sich bereits Personen gemeldet haben die wiederum Personen namentlich zu kennen scheinen die Bezüge sowohl nach Fürth als auch Kempten haben
Zuschauer meldeten sich mit Namen von Personen, die damals Verbindungen nicht nur nach Kempten, sondern auch zu einem ähnlich gelagerten Fall im Jahr 1973 in Fürth gehabt haben sollen.
Quelle: https://www.zdfheute.de/panorama/kriminalitaet/aktenzeichen-xy-21-januar-2026-erste-ergebnisse-100.html
Das würde für mich dafür sprechen dass es eventuell eine Einrichtung/Organisation/Firma oder anderes 1973 in Fürth und 1981 in Kempten gab. Daher fand ich dieses ebenfalls weiterhin interessant
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:Der Hainberg war laut Google KI übrigens zum Tatzeitpunkt Übungsplatz der Amerikaner und der Bundeswehr.
sollten Armee-oder Bundeswehrstandorte umgezogen sein wäre das etwas an das man sich vermutlich erinnern würde.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

22.01.2026 um 19:50
Zitat von 321meins321meins schrieb:Aber ein Zusammenhang dieser Person mit der Tat an Marion ist ja vermutlich durch DNA ausgeschlossen.
Ne, ich denke, wenn die erst im Oktober eine DNA-Spur gefunden hatten, dann ist das einzige heutige Ergebnis was die DNA-Vergleichstechnisch ermittelt haben, der erwähnte Spur-Spur-Treffer

(und ich freue mich darauf und bin stolz auf unsere BRD, weil wieder mal Hundertausende oder gar Millionen in die Aufklärung dieser beiden ColdCases gesteckt werden. "Wir lassen niemanden zurück")

---

Mir war bei der Einschätzung zur Wahrscheinlichkeit welches gesichtete Fahrzeug denn eher als Täterfahrzeug in Frage kommt etwas eingefallen....:

Wenn dieser Schlüsselanhänger von Marion bereits im Auto abgerissen war, zum Beispiel beim Versuch den Schlüssel aus dem Zündschloss zu ziehen (ggfs. sogar um das Fahrzeug so zum Stehen zu bekommen), dann hatte sich der gesichtete Porschefahrer, wohl mit einer anderen Frau gestritten,

denn in einem Porsche ist das Zündschloss links von der Lenksäule angebracht und von daher vom Beifahrersitz eher nicht so einfach zu erreichen.

Und damit wäre dann in dieser Annahme mit dem "Schlüsselraub durch Marion" eher der VW 1500/1600 als Täterfahrzeug anzunehmen.

Mir passt auch die Uhrzeit der Sichtung des VW einfach vom zeitlich denkbaren Ablaufs des Abends einer 12-Jährigen besser zu verstehen bzw. nachzuvollziehen.

In ihren "Flunkerplan" war sicher eingebaut, mindestens recht unauffällig wieder zuhause oder bei Oma zu sein und wenn man Marion sich im Porsche um 0230 Uhr vorstellt, dann müsste ja eigentlich, sagen wir 0215 Uhr, noch alles (wie geplant) in Ordnung gewesen sein und das möchte ich irgendwie nicht glauben, dass Marion geplant bzw. dazu bereit war, bis spät in die Nacht, fast schon bis in den frühen Morgen "unbemerkt abgängig" zu sein.

Auf diesen "Uhrzeitgedanken" komme ich, da es zwar 1973 auch keine allgemeine "Ausgangssperre" für Kinder und Jugendliche gab, allerdings war für 12 Jährige auch ein Festzelt oder Gaststätte ohne begleitende Aufsichtsperson ab 23 Uhr gesetzlich verboten und von daher ...
würde die Annahme des VW als Täterfahrzeug in diesen Zeitrahmen fallen.

Marion wird sich bewusst gewesen sein, dass sie auch mal von Polizei oder Bürgermeister oder so, hätte nach 23 Uhr angesprochen werden können und von daher sehe ich den VW als wahrscheinlichstes Täterfahrzeug.
(auch ganz ohne "Schlüsselraubthese")


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

22.01.2026 um 20:42
Christopherus Anhänger:

Ich hatte als Jugendliche auch einen.
Hier (Bayern) war es in meiner Jugend sehr üblich, einen derartigen Anhänger zur Kommunion oder zur Firmung zu bekommen.

Meinen hatte ich sehr viele Jahre im Münzfach meiner Geldbörse - das haben übrigens einige Freundinnen und Kumpels genauso gehandhabt, weil man es nicht gerade um den Hals bzw. sichtbar tragen wollte (uncool), aber weil es ein Geschenk war, auch nicht wegwerfen oder in der Schublade verstauben lassen.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

22.01.2026 um 21:10
Die gestrige Ausstrahlung des Falles bei XY war ja nicht gerade der Hammer, eine Erwähnung nur am Rande.
Schwerpunktmäßig wurde in der TV-Sendung das Verbrechen an Hurler geschildert, dabei aber die Verbindung zu dem Fall Baier erläutert.
Auch zu dem Schmuckstück gab es Zuschauerhinweise. Allein die Kripo in Kempten habe durch die Sendung mehr als 30 Anrufe erhalten, sagte der Polizeisprecher.
Es seien Hinweise zu beiden Mordfällen eingegangen. Diese würden nun von der Kripo geprüft. Details nannte der Polizeisprecher nicht, um die Ermittlungen nicht zu gefährden.
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Der Fundort Marion Baiers Leiche in Oberasbach sieht heute so aus.


Quelle:
https://www.sueddeutsche.de/bayern/mittelfranken-cold-case-marion-baier-oberasbach-sonja-hurler-aktenzeichen-xy-ungeloest-li453


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

22.01.2026 um 21:58
Für alle Interessierten - die Sendung XY vom 21.01.2026 mit dem Filmfall "Morde an Sonja H. und Marion B."

Beamte im Studio:
Oberstaatsanwalt Thomas Hörmann
1. Kriminalhauptkommissar Norbert Bernhard
Zum Inhalt des Filmbeitrages:
Sonja H. (13 Jahre) wuchs unter anderem bei ihrer Großmutter auf, welche nun im Krankenhaus im Sterben liegt; Wohnt zusammen mit Mutter bei Stiefvater, einem Polizisten; Beide Erwachsenen trinken größere Mengen Alkohol, regelmäßig Streit; Mutter bricht mit Sonja auf um bei Großmutter im Haus im Stadtteil Heiligkreuz zu übernachten; Es finden mehrere Feste in der Stadt statt; Legen Stopp in Gaststätte ein und Mutter trinkt mit Barkeeper zusammen; Sonja möchte schlafen und macht sich nach Mitternacht zu Fuß alleine auf den fünf Kilometer langen Weg nach Heiligkreuz; Dort jedoch nie angekommen, es wird vermutet, dass sie aufgrund der schwierigen Verhältnisse abgehauen ist; Einen Monat später wird unbekleideter Leichnam unter Heuschober wenige hundert Meter von der Großmutter entfernt aufgefunden; Mehrere Verdächtige für das Sexualdelikt unter anderem der Stiefvater, der widersprüchliche Angaben zur Tatnacht macht; Tatverdacht lässt sich nicht erhärten;
Fast ein Jahr später: Anwohner des auf dem Nachhauseweg gelegenen Stadtteil Thingers melden Beobachtung; In Tatnacht zogen einige Jugendliche ein dem Opfer ähnelndes Mädchen durch die Straße; Insgesamt hörten 15! Anwohner die Hilfeschreie, keiner rief Polizei
Besonderheiten:
Es wird angenommen das zwischen diesem Fall und dem Fischerfest-Mord 1973 an Marion B. in Oberasbach (Lkr. Fürth), welcher als FF 1 der Sendung vom 13.12.1974 ausgestrahlt wurde, ein Zusammenhang besteht, weshalb auch dieser erwähnt wird. Die Ausstrahlung des Falles Marion B. in XY wird aber nicht erwähnt. Es konnten mittlerweile zwei DNA-Spuren in Kempten gesichert werden, eine davon findet sich auch an Marion B. wieder. Parallelen: Beides Morde nach Festen an 1. Juliwochenende
Erste Ergebnisse:
Die mit Abstand meisten Anrufe gingen allerdings zum Fall Sonja H. ein. Das 13-jährige Mädchen wurde 1981 in Kempten brutal ermordet. Zuschauer meldeten sich jetzt mit Namen von Personen, die damals Verbindungen nicht nur nach Kempten, sondern auch nach Fürth gehabt haben sollen. Denn dort hatte sich bereits 1973 ein ähnlich gelagertes Verbrechen ereignet. Auch kamen Hinweise zur Christophorus-Medaille, die dem Täter wohl gehört hat und die am Fundort im Fall Marion B. gefunden worden war. Die Polizei prüft die neuen Spuren in den nächsten Tagen und Wochen.
Quelle:
https://www.wikixy.de/Sendung_vom_21.01.2026





Nachzuschauen in der letzten XY-Sendung ab ca. 03:00 min

📺
https://www.zdf.de/play/magazine/aktenzeichen-xy-ungeloest-110/aktenzeichen-xy-ungeloest-vom-21-januar-2026-100

oder

📺
https://www.dailymotion.com/video/x9y90cm


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

22.01.2026 um 22:40
@Dew @-Dandelion-

Herzlich willkommen in dieser Diskussion! Schön das ihr mitschreibt. :Y:
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Ich bin der gleichen Meinung wie @Slaterator, sehr enttäuschend, man hätte den Fall Marion Baier viel besser in der heutigen XY-Sendung präsentieren müssen! Wo war Kriminalhauptkommissar Jan Frühwald vom Ermittlerteam "Hainberg" der Kripo Fürth - ausgeladen?
Für mich ging der hier vorliegende Fall extrem unter. Der als "Durchbruch" von der Presse gefeierte DNA Spur-Spur-Treffer wurde erst in den ersten Reaktionen am Schluss der Sendung erwähnt, Ermittler aus dem Fall Marion Baier waren nicht im Studio anwesend, wichtige Hinweise auf einen möglichen Täter (Schuhabdrücke, mögliches Tatfahrzeug) wurden komplett unterschlagen. Was ich persönlich aber noch katastrophaler finde ist, dass sich die EB im Fall Sonja Hurler noch immer an die These der Jugendlichen hält, die ein Mädchen (möglicherweise S.H.) durch die Straßen zerrten. Denn wenn wir es hier mit ein und demselben Täter zu tun hätten -was die DNA-Spur ja sehr nahe legt-, dann können jene Jugendlichen nicht als Täter in Frage kommen. Sie wären 1973 noch kleine Kinder gewesen. Für mich ist das nicht nachvollziehbar.
Zitat von MickelangeloMickelangelo schrieb:Ich finde es etwas schade, daß man hierzulande bei Kapitalverbrechen noch nicht die Ancestry DNA Methoden anwendet. Gerade bei Altfällen kann das mit etwas Glück eine Hilfe sein.
Diese Methode wäre in der Tat hilfreich. Allerdings sind die Erfolgschancen zumindest im Moment noch relativ überschaubar, da gerade in Europa nicht so viele Daten in der Sammlung sind. Das ist in den USA weit mehr der Fall. Von daher würde ich mir da in diesem Fall nicht allzu viel davon versprechen.
Zitat von MantuaMantua schrieb:Das wären vermutlich einfach zu viele Infos auf einmal gewesen, und das Risiko war vielleicht zu groß, dass die Zuschauer dann gar nicht mehr zwischen beiden Fällen differenzieren könnten und mental abschalten oder überfordert sind und die Fälle durcheinander bringen.
Man sollte den geneigten Zuschauer aber auch nicht unterschätzen. Es wäre mMn schon sinnvoll und wichtig gewesen, alle Parallelen deutlich aufzuzeigen und den Mordfall der Marion Baier zumindest grob zu umreißen. Das fand nicht statt. Genau dieser Umstand sorgt mMn eher für Verwirrung. Das Bild der Marion Baier wurde auch nur im Hintergrund gezeigt usw. Ich denke da hätte man dem Zuschauer durchaus mehr zutrauen können als letzten Endes gezeigt wurde.
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Ich habe mir mehr von dem Filmfall versprochen, aber Marion Baier wurde nur unter ferner Liefen erwähnt. Die übereinstimmende DNA ist eindeutig. Das erste Wochenende im Juli kann Zufall sein. Der Zusammenhang zum Schaustellermilieu könnte gegeben sein.
Ja die Meinung teile ich. Wenn man schon einen Spur-Spur-Treffer hat, dann sollte man das auch deutlich machen, in dem man beide Verbrechen ausreichend darstellt. Wer erinnert sich schließlich noch an den Filmfall Marion Baier von 1974? Da hätten etwas mehr Informationen sicher nicht geschadet.

Was das Schaustellermilieu angeht, sollte man sich mMn mal Gedanken machen. Wenn es -so wie in den ersten Ergebnissen innerhalb der Sendung gesagt- sogar konkrete Hinweise darauf gibt, dann ist die Distanz von 250 Km und die Tatsache das beide Opfer vor dem Mord auf einem Fest waren erklärbar. Ich würde allerdings kein Fahrgeschäft vermuten. Das war -vermute ich- auf keinem der beiden Feste vorhanden. Eher so etwas wie ein Grill/Imbiss/Ausschank/Zuckerwatte etc.
Zitat von DewDew schrieb:Obwohl das mit der Zeit und den Festen Zufälle sein können stellt sich der Gedanke vom Serientäter ein.
Genauso geht es mir auch. Ich denke nicht das die gefundene DNA-Spur eine Verunreinigung sein könnte. Es waren ja zwei völlig unterschiedliche EB zuständig. Von daher gehe ich derzeit und nach aktuellem Kenntnisstand schon davon aus, dass der Täter mit recht hoher Wahrscheinlichkeit beide Delikte begangen hat.
Zitat von DewDew schrieb:Geht man von dem Gedanken aus, dass das Ausgangsmotiv des Täters, sich jungen Mädchen zu nähern, sexueller Natur war, an welchem Punkt schlug das um?
Sucht man auch nach Meldungen von Belästigungen, ( versuchten ) Vergewaltigungen? Oder Annäherungen, die ggfs. von anderen Festbesuchern unterbunden wurden? Ich mag mir gar keine Dunkelziffer vorstellen.
Das ist in der Tat eine ziemlich gruselige Vorstellung. Wenn es sich um einen Serientäter handelt, würde ich von weiteren, entweder ungeklärten oder nie aufgeklärten Taten unbekannten Umfangs ausgehen. Das ein solcher Täter nur zwei Taten begeht und dann nie wieder zur Tat schreitet, kann ich mir nicht wirklich vorstellen.
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:Wenn dieser Schlüsselanhänger von Marion bereits im Auto abgerissen war, zum Beispiel beim Versuch den Schlüssel aus dem Zündschloss zu ziehen (ggfs. sogar um das Fahrzeug so zum Stehen zu bekommen), dann hatte sich der gesichtete Porschefahrer, wohl mit einer anderen Frau gestritten,

denn in einem Porsche ist das Zündschloss links von der Lenksäule angebracht und von daher vom Beifahrersitz eher nicht so einfach zu erreichen.
Dafür müsste der Anhänger aber am Fahrzeugschlüssel gehangen haben. Er kann jedoch genauso gut auch am Innenspiegel oder einer Halskette gehangen haben. Vielleicht hat ihn der Täter auch nur als Glückbringer lose dabei gehabt und er fiel ihm im Zuge das Kampfes aus der Tasche. Den Anhänger also als Indiz für ein bestimmtes Täterfahrzeug heranzuziehen finde ich daher etwas dünn.
Zitat von Ahn-DungAhn-Dung schrieb:Mir passt auch die Uhrzeit der Sichtung des VW einfach vom zeitlich denkbaren Ablaufs des Abends einer 12-Jährigen besser zu verstehen bzw. nachzuvollziehen.
Da gebe ich dir allerdings Recht. Die Uhrzeit der Porsche-Sichtung liegt sehr früh am Morgen, quasi mitten in der Nacht. Die Frage die sich stellt ist, wo Täter und Opfer vorher waren. Das sie bis kurz zuvor auf dem Fest waren würde ich aus mehreren Gründen ausschließen. Das sie noch in der Gegend herumfuhren ist auch nicht plausibel. Die Frage ist eben, wann die Freiwilligkeit des Opfers endete und ob er sie schon zuvor irgendwohin verbracht hatte.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Für alle Interessierten - die Sendung XY vom 21.01.2026 mit dem Filmfall "Morde an Sonja H. und Marion B."
Vielen Dank für die Links! :Y:


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

22.01.2026 um 22:58
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Was das Schaustellermilieu angeht, sollte man sich mMn mal Gedanken machen. Wenn es -so wie in den ersten Ergebnissen innerhalb der Sendung gesagt- sogar konkrete Hinweise darauf gibt, dann ist die Distanz von 250 Km und die Tatsache das beide Opfer vor dem Mord auf einem Fest waren erklärbar. Ich würde allerdings kein Fahrgeschäft vermuten. Das war -vermute ich- auf keinem der beiden Feste vorhanden. Eher so etwas wie ein Grill/Imbiss/Ausschank/Zuckerwatte etc.
Ich schreibe eigentlich "drüben" bei dem Fall von Sonja Hurler mit, weil ich dort wohne.
Aber ich möchte deine Anmerkung kommentieren.
Du hast recht, klassische Schausteller im Sinne von Fahrgeschäften gab es weder früher noch heute beim Kemptener Stadtfest.

Musikkapelle jedoch würde ich in den Fokus nehmen.
Entweder, dass befreundete Kapellen gegenseitig bei Festivitäten gespielt haben .... oder dass jemand, der in einer Musikkapelle gespielt hat, entsprechend umgezogen ist und vorher wie nachher in einer gespielt hat?

Selbiges für Freiwillige Feuerwehr.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

23.01.2026 um 10:53
Wer sich wie ich mich gefragt hat, wonach nun die Altfälle aus ganz Deutschland untersucht werden, ob es sich um weitere Taten desselben Täters handeln könnte, InFranken hat die Antwort darauf:
Profiler - also Fallanalytiker - aus München schauen sich die beiden Mordfälle nach Angaben von Konrad ebenfalls genau an und vergleichen diese mit anderen Fällen aus den Datenbanken. Dabei untersuchen sie unter anderem, wie der Täter bei den Morden vorging und wie er seine Opfer auswählte. Möglicherweise gibt es Überschneidungen mit weiteren Taten, sagte Konrad.
(Sprecher Michael Konrad vom Polizeipräsidium Mittelfranken)

Quelle: https://www.infranken.de/lk/fuerth/blaulicht/cold-case-marion-baier-12-dna-spur-sexualmord-oberasbach-allgaeu-neue-hinweise-nach-aktenzeichen-xy-zdf-art-6311035

Also muss es schon eine Art digitale Datenbank für Cold Cases für die EB geben, das ist sehr beruhigend. Oft liest man ja, dass Akten in manchen Fällen noch ausschließlich analog vorliegen.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

23.01.2026 um 11:30
@Slaterator :
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Herzlich willkommen in dieser Diskussion!
Danke.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Ich denke nicht das die gefundene DNA-Spur eine Verunreinigung sein könnte. Es waren ja zwei völlig unterschiedliche EB zuständig.
Dazu kommt der zeitliche Abstand. Beide Faktoren zusammen machen eine Verunreinigung extrem unwahrscheinlich. Trotzdem hoffe ich, dass man diese Möglichkeit auch untersucht und tatsächlich aktiv ausgeschlossen hat.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Von daher gehe ich derzeit und nach aktuellem Kenntnisstand schon davon aus, dass der Täter mit recht hoher Wahrscheinlichkeit beide Delikte begangen hat.
Sehe ich auch so.

Davon ausgehend stellen sich hierzu Fragen:

Aus @HolzaugeSHK `s Zusammenfassungen ( Danke! )
S.H.-Fall, 1981:
Fast ein Jahr später: Anwohner des auf dem Nachhauseweg gelegenen Stadtteil Thingers melden Beobachtung; In Tatnacht zogen einige Jugendliche ein dem Opfer ähnelndes Mädchen durch die Straße; Insgesamt hörten 15! Anwohner die Hilfeschreie, keiner rief Polizei
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Denn wenn wir es hier mit ein und demselben Täter zu tun hätten -was die DNA-Spur ja sehr nahe legt-, dann können jene Jugendlichen nicht als Täter in Frage kommen. Sie wären 1973 noch kleine Kinder gewesen. Für mich ist das nicht nachvollziehbar.
Absolut. Der Gedankengang funktioniert nur in eine Richtung. Ein jugendlicher "Chrissy", 1973 im Mopedalter, käme in beiden Fällen in Frage. Wie ist "einige Jugendliche" zu verstehen? Würde da ein junger Mann, 24-25 Jahre, noch reinpassen? Vielleicht noch gerade so.

Ein VW-GI oder ein Porschefahrer von 1973 wären 1981 Minimum Ende 20, Anfang 30 gewesen. Weiß übrigens jemand, was aus dem Porsche geworden ist? Dass der so lange unbenutzt rumgestanden haben soll, finde ich seltsam.
Wie dem auch sei und abgesehen davon, dass ein GI wahrscheinlich schon längst wieder in den USA gewesen wäre, in "einige Jugendliche" hätten die nicht reingepasst.

Dass niemand die Polizei gerufen hat, finde ich im Zusammenhang mit einem örtlichen Fest damals nicht unbedingt verwunderlich. Ein bisschen Gegröhl, ein bisschen Gekreisch, halt eine Art "Fangerles-Spiel" von etwas größeren Kindern, ggfs. mit etwas vorangegangenem Alkoholkonsum auf dem Fest. Musste man nicht zwingend ernst nehmen und ob ein Zusammenhang mit dem Mord an S.H. besteht, ist weiterhin fraglich.

Was mir weiterhin auffiel:

Wenn ich mir das Bild von M.B. ansehe, sehe ich eine Sattelnase, sodass ich mich frage, ob das ein Bild vor oder nach der angesprochenen Nasen-OP ist. Ich tippe auf "vor".
https://flexikon.doccheck.com/de/Sattelnase

Wenn man sich die Ursachen für so einen Defekt ansieht, fallen zwei Ursachen auf, die im Gesamtbild interessant sein könnten.

Eine angeborene Form unter mehreren:
Folge einer konnatalen Lues
Quelle: s. o. flexikon.doccheck
Erworbene Formen beruhen auf

- einer traumatischen Schädigung des Nasenbeins (Nasenbeinfraktur)
-.....
Quelle: s. o.
Bei beiden Opfern fällt weiterhin auf:

Fall S.H.:
Sonja H. (13 Jahre) wuchs unter anderem bei ihrer Großmutter auf, welche nun im Krankenhaus im Sterben liegt; Wohnt zusammen mit Mutter bei Stiefvater, einem Polizisten; Beide Erwachsenen trinken größere Mengen Alkohol, regelmäßig Streit; Mutter bricht mit Sonja auf um bei Großmutter im Haus im Stadtteil Heiligkreuz zu übernachten;
Fall M.B.:
Familienfrühstück, älteste Tochter (12 Jahre) fehlt, wird bei Oma vermutet.
Wieder S.H.:
Legen Stopp in Gaststätte ein und Mutter trinkt mit Barkeeper zusammen; Sonja möchte schlafen und macht sich nach Mitternacht zu Fuß alleine auf den fünf Kilometer langen Weg nach Heiligkreuz; Dort jedoch nie angekommen, es wird vermutet, dass sie aufgrund der schwierigen Verhältnisse abgehauen ist;
Zufälle?

Weiter S.H.:
Mehrere Verdächtige für das Sexualdelikt unter anderem der Stiefvater, der widersprüchliche Angaben zur Tatnacht macht; Tatverdacht lässt sich nicht erhärten;
Wo und wie alt waren die 1973?

MfG

Dew


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

23.01.2026 um 12:49
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Füchschen

Herzlich willkommen in diesem Thread!
Vielen Dank für die freundliche Begrüßung!

Ich danke Dir für die Einstellung dieses Threads!
Zitat von -Dandelion--Dandelion- schrieb:Hier (Bayern) war es in meiner Jugend sehr üblich, einen derartigen Anhänger zur Kommunion oder zur Firmung zu bekommen.

Meinen hatte ich sehr viele Jahre im Münzfach meiner Geldbörse - das haben übrigens einige Freundinnen und Kumpels genauso gehandhabt, weil man es nicht gerade um den Hals bzw. sichtbar tragen wollte (uncool), aber weil es ein Geschenk war, auch nicht wegwerfen
Dass der Mörder den Christophorus-Anhänger beim
Kampf aus seiner Geldbörse verliert, halte ich für unwahrscheinlich.

Er wird ihn um den Hals getragen haben, damit der Schutz - „Gott schütze dich!“ immer wirkt. Dafür ist so ein Anhänger schließlich gedacht.

Aber der Träger ist auf Außenwirksamkeit bedacht. Passanten oder Freunde und Bekannte sollen den Anhänger am Körper des Beschützten sehen.

Vielleicht kommt der noch junge Täter gar nicht aus Bayern, hat diese Anhänger dort aber gesehen, vielleicht am Autospiegel, denn viele Bayern wollten so einen Anhänger gerade nicht am Hals tragen, weil es uncool war, sich den Anhänger um den Hals zu hängen.

Heute nennt sich so etwas kulturelle Aneignung. An Details kann man erkennen, dass es nicht die echte Kultur ist, sondern angeeignet.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

23.01.2026 um 14:38
@Füchschen :

Die Polizei ordnete den Christophorus-Anhänger dem Täter zu. Dafür wird sie Gründe haben.

Jetzt kommt @-Dandelion- mit Beobachtungen zum Thema aus der Zeit und Gegend.
Zitat von -Dandelion--Dandelion- schrieb:Christopherus Anhänger:

Ich hatte als Jugendliche auch einen.
Hier (Bayern) war es in meiner Jugend sehr üblich, einen derartigen Anhänger zur Kommunion oder zur Firmung zu bekommen.

Meinen hatte ich sehr viele Jahre im Münzfach meiner Geldbörse - das haben übrigens einige Freundinnen und Kumpels genauso gehandhabt, weil man es nicht gerade um den Hals bzw. sichtbar tragen wollte (uncool), aber weil es ein Geschenk war, auch nicht wegwerfen oder in der Schublade verstauben lassen.
Das sichtbare Tragen wurde also unter Jugendlichen als "uncool" empfunden.
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb:Dass der Mörder den Christophorus-Anhänger beim
Kampf aus seiner Geldbörse verliert, halte ich für unwahrscheinlich.
Da kann ich folgen, das kann man so annehmen.
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb:Er wird ihn um den Hals getragen haben, damit der Schutz - „Gott schütze dich!“ immer wirkt. Dafür ist so ein Anhänger schließlich gedacht.
Er wird ihn getragen haben. Ja, so weit nachvollziehbar. Um den Hals? Da wird´s etwas spekulativ. Sicher ist das Kettchen um den Hals eine häufige Trageweise für solche Anhänger. Es gab aber auch Kettchen am Handgelenk oder Lederarmbänder, an denen man solche Anhänger tragen konnte. Am Ohr hängend sicher damals seltener.
Trageweise also unbekannt, auch die unwahrscheinliche Geldbörse ist ja nicht unmöglich.

Daher halte ich das hier:
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb:Aber der Träger ist auf Außenwirksamkeit bedacht. Passanten oder Freunde und Bekannte sollen den Anhänger am Körper des Beschützten sehen.
für eine völlig haltlose Spekulation, die eine Richtung von Charakterisierung des Täters in Richtung "exaltiert, gegen den Trend" nach sich zieht, für die es keine Grundlage gibt. Wenn der Anhänger immer unter dem T-shirt-Kragen war muss ihn kaum jemand je gesehen und als solchen erkannt haben.

Hier wird´s dann "hinten höher wie vorne":
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb:Vielleicht kommt der noch junge Täter gar nicht aus Bayern, hat diese Anhänger dort aber gesehen, vielleicht am Autospiegel, denn viele Bayern wollten so einen Anhänger gerade nicht am Hals tragen, weil es uncool war, sich den Anhänger um den Hals zu hängen.

Heute nennt sich so etwas kulturelle Aneignung. An Details kann man erkennen, dass es nicht die echte Kultur ist, sondern angeeignet.
Also die Bayern finden das am Hals uncool und deshalb trägt der "Preiss" ihn extra um was zu erreichen? Als uncooler Depp erkennbar zu sein, wo man den "Preiss´n" doch ohnehin an der Sprache erkennt? "Preiss" als Sammelbegriff für alle, die nicht aus Bayern kommen.

Wobei der politische Kunst-, Gängelungs- und Kampfbegriff "kulturelle Aneignung" hier, wie auch sonst überall, völlig fehl am Platze ist.

Den Christophorus als Amulett gab und gibt es übrigens nicht nur in Bayern, den habe ich schon in ganz Deutschland an Hälsen, Handgelenken, Reissverschlussenden, Schlüsselbunden, Schaltknäufen, Armaturenbrettern, Rückspiegeln usw. gesehen.

MfG

Dew


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

23.01.2026 um 14:54
Zitat von -Dandelion--Dandelion- schrieb:Du hast recht, klassische Schausteller im Sinne von Fahrgeschäften gab es weder früher noch heute beim Kemptener Stadtfest.
Das mit den Schaustellern ist eine ganz kalte Spur ohne Schausteller. Auch beim ersten Fischerfest 1973 gab es keine Fahrgeschäfte oder von weit angereiste Essensstände. Der Fokus lag damals wie heute auf den lokalen Fischspezialitäten. Daher auch der Name "Fischerfest".


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

23.01.2026 um 15:12
Hallo allseits, ich steige hier auch mal ein, nachdem ich bisher still mitgelesen habe. Ich komme auch vom "Nachbarfall" Sonja Hurler.

Dank der guten Beschreibung habe ich den alten FF gefunden und angesehen. Und mir fiel auf, wie farblos er war. Bei Sonja gab es eine konfliktbeladene Vergangenheit und Gegenwart, vermutete Laufwege und Verdächtige.

Bei Marion hingegen haben wir eine bürgerliche Familie. Lediglich dass Marion teilweise bei der Großmutter lebte, weil "die Mutter krank war" ist auch nur halbwegs auffällig. (Das kann wirklich alles sein und sicher ist man erkrankt sehr dankbar, wenn ein Familienmitglied etwas Arbeit und Verantwortung abnimmt, da würde ich gar nichts hineindeuten.)

Auch, dass eine Zwölfjährige erste Schwärmereien hat und sich gerne mit einem Chrissy treffen wollte, ist erst mal nicht aufregend. Und Chrissy selber ist ein etwas älterer Jugendlicher mit längeren Haaren, einem Mofa, Sneakern und einem Schutzanhänger den (selbst in meiner Kindheit in den 80ern) noch gefühlt jeder zweite Motorisierte hatte.

Auch auf dem Fest bleibt sie im Hintergrund, sie ist halt da und quatscht mal mit diesen, mal mit jenen Freunden.

Nenneswert bleiben lediglich die Nasen-OP, eine "Verletzung am Fuß von letzter Woche" und die Tatsache, dass sie wohl so viel älter aussah (von pubertären 12 auf 16-17 Jahre ist schon ein Sprung).
Übrigens etwas, dass auch bei Sonja auffiel.

Es gibt für mich fast keinen Hebelpunkt. Entweder sie fiel einem Täter aus Zufall in die Hände, oder ein Date mit ihrem Schwarm lief aus dem Ruder. (Der übrigens tatsächlich nicht gefunden wurde - trotz Personenbeschreibung und Sprachfehler. Dabei fand die Tat nicht grade in einer Metropole statt.)


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

23.01.2026 um 16:03
@Nala-Nyna :

Trifft man Dich auch mal wieder, hallo.
Ich bin erst gerade auf den Fall hier und damit dann auf den "Nachbarfall" Sonja Hurler aufmerksam geworden.
Zitat von Nala-NynaNala-Nyna schrieb:Bei Marion hingegen haben wir eine bürgerliche Familie. Lediglich dass Marion teilweise bei der Großmutter lebte, weil "die Mutter krank war" ist auch nur halbwegs auffällig. (Das kann wirklich alles sein und sicher ist man erkrankt sehr dankbar, wenn ein Familienmitglied etwas Arbeit und Verantwortung abnimmt, da würde ich gar nichts hineindeuten.)
Es fehlen mir sicher noch Einzelheiten, vielleicht habe ich auch was übersehen aber das sehe ich etwas anders. Über die Gemeinsamkeit, dass in beiden Fällen die Großmutter eine Art Unterstützung ( Zuflucht? ) war, habe ich mich zuerst nicht gewundert.
Zitat von DewDew schrieb:Was mir weiterhin auffiel:

Wenn ich mir das Bild von M.B. ansehe, sehe ich eine Sattelnase, sodass ich mich frage, ob das ein Bild vor oder nach der angesprochenen Nasen-OP ist. Ich tippe auf "vor".
https://flexikon.doccheck.com/de/Sattelnase

Wenn man sich die Ursachen für so einen Defekt ansieht, fallen zwei Ursachen auf, die im Gesamtbild interessant sein könnten.

Eine angeborene Form unter mehreren:
Folge einer konnatalen Lues
Quelle: s. o. flexikon.doccheck
Erworbene Formen beruhen auf

- einer traumatischen Schädigung des Nasenbeins (Nasenbeinfraktur)
-.....
Quelle: s. o.
Zitat von DewDew schrieb:Bei beiden Opfern fällt weiterhin auf:

Fall S.H.:
Sonja H. (13 Jahre) wuchs unter anderem bei ihrer Großmutter auf, welche nun im Krankenhaus im Sterben liegt; Wohnt zusammen mit Mutter bei Stiefvater, einem Polizisten; Beide Erwachsenen trinken größere Mengen Alkohol, regelmäßig Streit; Mutter bricht mit Sonja auf um bei Großmutter im Haus im Stadtteil Heiligkreuz zu übernachten;
Fall M.B.:
Familienfrühstück, älteste Tochter (12 Jahre) fehlt, wird bei Oma vermutet.
Wieder S.H.:
Legen Stopp in Gaststätte ein und Mutter trinkt mit Barkeeper zusammen; Sonja möchte schlafen und macht sich nach Mitternacht zu Fuß alleine auf den fünf Kilometer langen Weg nach Heiligkreuz; Dort jedoch nie angekommen, es wird vermutet, dass sie aufgrund der schwierigen Verhältnisse abgehauen ist;
Zufälle?
Jetzt kommst Du noch mit einer nicht näher benannten Krankheit der Mutter und "einer Verletzung am Fuß von letzter Woche" dazu.

Das können natürlich Zufälle sein aber bei einer Anhäufung von Auffälligkeiten bei "bürgerlichen Familien" stellen sich immer meine Ohren leicht auf.
Bei den alten Filmfällen von "xy" sollte man immer auch den zur Zeit der Verfilmung gerade herrschenden Zeitgeist im Hinterkopf haben. Manche Sachverhalte wurden verklausuliert oder eben gar nicht dargestellt.

MfG

Dew


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

23.01.2026 um 16:19
Aufgrund der beiden übereinstimmenden DNA-Profile sucht die Polizei jetzt natürlich mit Hochdruck nach einem Täter der einen Bezug zu beiden Tatorten hat und da bieten sich natürlich die beide Feste an. Es gab ja sogar Anrufe nach der Sendung Aktenzeichen xy ungelöst in diese Richtung.
Trotzdem, bei Cold Cases aus den 80er Jahren und früher sind die gewonnenen DNA-Profile mit Vorsicht zu geniessen, allein schon wegen dem relativ sorglosen Umgang in diesen Jahren mit dem jeweiligen Beweismaterial. Ich denke also man kann zwei völlig unabhängige Täter noch nicht definitiv ausschliessen.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

23.01.2026 um 16:42
@Mantua :
Zitat von MantuaMantua schrieb:Also muss es schon eine Art digitale Datenbank für Cold Cases für die EB geben, das ist sehr beruhigend. Oft liest man ja, dass Akten in manchen Fällen noch ausschließlich analog vorliegen.
Eine gute Nachricht, dass in der Richtung Aktivitäten im Gange sind. Wobei ich denke, dass es da noch große Rückstände bei der Digitalisierung gibt. Das soll keine Kritik an den damit Befassten sein, die können auch nur arbeiten und aktuelle Fälle gibt´s ja schließlich leider auch genug.

@GrafOskar
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Aufgrund der beiden übereinstimmenden DNA-Profile sucht die Polizei jetzt natürlich mit Hochdruck nach einem Täter der einen Bezug zu beiden Tatorten hat und da bieten sich natürlich die beide Feste an.
Sicher ein Ansatz, ich beneide die Polizei aber nicht um die Suche, die Nadel im Heuhaufen erscheint dagegen leichter.

MfG

Dew


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