Bundesferkel schrieb:Die Hainbergstraße mit dem Truppenübungsplatz auf der einen Seite und dem bis dahin unbebauten Brachland auf der anderen Seite bot 1973 (vor allem nachts und trotz Straßenbeleuchtung) eine Möglichkeit, relativ unauffällig seinen kleineren oder größeren Geheimnissen nachzugehen, eben auch sexuellen Abenteuern.
Natürlich ist eine etwas "einsam" also unbebaute Straße durchaus ein Platz, an dem sich ein Pärchen miteinander in einem Fahrzeug verlustieren kann. Keine Frage. Allerdings vermute ich absolut nicht, dass sowas in der Nacht von Sonntag auf Montag besonders häufig an diesem Ort vorgekommen ist und die Autos dabei entgegen der Fahrtrichtung, auf der Gegenspur und nicht am Rand geparkt, in voller "Festbeleuchtung" (also mindestens Zündung, wahrscheinlich auch laufendem Motor) abgestellt wurden an zufällig genau dieser einen Stelle, in deren Nähe dann auch Marions sterbliche Überreste gefunden wurden. Wir sprechen hier nicht von einem bekannten "Pendler-Parkplatz" an der Autobahn oder Straßenstrich. Wir sprechen über das Jahr 1973 und ein Neubaugebiet.
Mir erscheint deshalb auch völlig abwegig, dass Marion zu Fuß bzw. auf einem Krad dort hingelangt ist. Das war eben kein Platz, der außerhalb eines Fahrzeuges den nötigen Mindestkomfort und Privatsphäre bietet, der mMn für ein intimes Zusammenkommen von Nöten gewesen wäre. Marion -das habe ich schonmal in einem Beitrag von mir näher ausgeführt- hätte sich doch mit 12 Jahren und wahrscheinlich zero Erfahrung niemals mit einem ziemlich neuen Freund freiwillig an diesen sandigen, steinigen Platz auf einer Brachfläche (Großbaustelle) begeben, um mit ihm dort intim zu werden. Das hätte dieser Freund auch wissen müssen. Sie war deshalb auch mMn. nicht freiwillig dort.
Bundesferkel schrieb:Der von einem Zeugen beschriebene Porsche hatte möglicherweise seine Lichtanlage nur deshalb angeschaltet, um Turbulenzen im Fahrzeuginneren weniger gut erkennbar zu machen.
Nein, die Blendwirkung war -wenn- nur nach vorn, nicht zur Seite oder hinten am Fahrzeug. Nutzt also nicht wirklich etwas. Dazu die Innenbeleuchtung, die lt. Zeuge ja auch eingeschaltet war. Warum sollte man die Innenbeleuchtung einschalten, wenn man nicht gesehen werden will? Außerdem war von einer Auseinandersetzung, genauer "Rauferei" die Rede, nicht von GV. Meiner Meinung nach kann man das von außen sehr wohl unterscheiden.
Bundesferkel schrieb:Und der VW 1500 mit amerikanischem Kennzeichen war vielleicht auch durch ein Pärchen besetzt.
Der Zeuge welcher im Xy-Beitrag von 1974 gezeigt wird, sah das Fahrzeug unbesetzt, also leer.
Dew schrieb:Du unterliegst mit dem Versuch, die Fahrzeuge unbedingt in das Mordgeschehen "einbauen" zu wollen, m. E. einem logischen Fehler. Nur, weil jemand zufällig irgendwo rumsteht, hat er nicht zwingend was mit einem dort höchstwahrscheinlich deutlich vorher stattgefundenen Ereignis zu tun.
Du hast mich da falsch verstanden. Ich will
nicht unbedingt irgendetwas einbauen. Aber die Beobachtung/Zeugenaussage bzgl. des Porsche steht nun einmal im Raum. Das war mMn sicher keine Einbildung, keine Trugspur und auch kein Paar beim Liebesakt. Das kann man nicht wegdiskutieren, nur weil ein halbstarker Krad-Casanova nicht zu einem sich körperlich auseinandersetzenden Paar im Porsche passt. Dazu kommt die Wahrscheinlichkeitsrechnung. Das war sicher nicht der Normalzustand, dass sich an genau jener Stelle wahrscheinlich an jedem Abend Pärchen im Porsche verlustiert haben und der Zeuge dann auch noch GV für eine Rauferei gehalten hat. Das ist einfach zu viel, als das man es einfach beiseite schieben sollte.
Dew schrieb:Überhaupt muss nichts mit nichts zu tun haben.
Richtig. Zum Beispiel muss Chris(sy) überhaupt nichts mit Marion zu tun haben. Es gibt nämlich keinen Beleg dafür, dass Marion und Chris(sy) eine Beziehung hatten, leiert waren. Auch nicht dafür das sie ihn an dem Tag getroffen hat, noch dafür das er überhaupt auf oder am Fest war. Es gibt scheinbar nur die Aussage einer einzigen Freundin, dass sie diesen Chris(sy) überhaupt irgendwann getroffen hat. Wie die Treffen abliefen, ist auch nicht überliefert. Von daher ist er für mich zumindest nach aktuellem Informationsstand nicht besonders verdächtig.
Höhenburg schrieb:Der amerikanische Wagen muß überhaupt kein Amerikaner gewesen sein, denn die Qualität einer Sichtung in der Nacht hängt auch vom Autowissen des Zeugen ab.
Das ist mMn jetzt absolut nicht nachvollziehbar.
Der User
@Bundesferkel sagt dazu:
Bundesferkel schrieb:Zeige mir bitte jenen Fiat, der mit einem VW 1500 Bj 1970 mit Stufenheck hätte verwechselt werden können.
@sallomaeander ergänzt:
sallomaeander schrieb:Die amerikanischen Kennzeichen waren erstens kleiner als zweizeilige deutsche Kennzeichen, und zweitens grün.
Dem schließe ich mich an. Verwechslung halte ich auch für ausgeschlossen.