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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

685 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Cold Case, Aktenzeichen Xy ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

12.05.2026 um 02:07
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Vielleicht kann man sich ja einfach darauf einigen, dass der aktuelle Wortlaut eine veränderte Fahndungsrichtung, eine veränderte Schwerpunktsetzung hinsichtlich des Falles zum Ausdruck bringen kann (nicht notwendigerweise muss)(...)Vielleicht zielen spätere Fragen ja weniger auf Individuen ab, dafür mehr auf Ereignisse (hier: Veranstaltungen und Feste), an die sich Menschen nach Jahrzehnten vielleicht eher erinnern können. Das wäre mein Gedanke hierzu.
Wie sind doch alle daran interessiert, dass der Doppelfall Baier/Hurler aufgeklärt wird. Die Polizei ist an der Sache dran, und wenn man damals gesuchte Personen heute noch ermitteln kann, um so besser.
Zumindest als Zeugen wären diese Personen auch heute noch wertvoll.
Hallo @sallomaeander! Das klingt als Ausgleichsposition gut. Aufgrund der vergangenen Zeit können sich andere Schwerpunkte allein wegen der Erinnerungen und neuer "Spielsachen" ergeben, es negiert aber nicht bereits gewonnene Erkenntnisse. Das ging teilweise schon etwas unter.
Zitat von 321meins321meins schrieb:Dass der Täter Marion bekannt war vermute ich ebenfalls, aber ich glaube in dem Moment als er an der Wohnung von Marion vorbeifuhr war die Tat geplant, soll heissen es ging nicht mehr um ein bischen quatschen , das ist aber nur meine persönliche Meinung
Hallo @321meins! Da stimmen wir überein, daß ein Täter aus dem näheren oder weiteren Bekanntenkreis Marions deutlich wahrscheinlicher ist als ein wildfremder Mister X. Es istgut möglich, daß der Täter nach dem Vorbeifahren an Marions Zuhause die Tat bereits plante.
Da es in nicht allzu weiter Entfernung allerdings "bessere", ungestörtere Plätze für eine solche Tat gab, tnediere ich zu der Annahme, daß der Plan erst nach der Ankunft reifte.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

12.05.2026 um 12:24
Zitat von 321meins321meins schrieb:Wäre es so gewesen und er hätte dann Marion nach 20 Uhr angeboten sie nach Hause zu fahren(hätte er dies schon zwischen 19 und 20 Uhr gemacht wäre sie meiner Meinung nach nicht mehr auf dem Fest gesehen worden) hätte Marion als er an ihrem Zuhause nicht angehalten hat vermutlich geahnt dass etwas nicht stimmt, es könnte zu Gegenwehr geführt haben. Dies wäre für ich eine Erklärung warum der Täter nicht noch weiter weg gefahren ist, sollte er die Baustelle gekannt haben wäre das für mich ein plausibler Grund dort angehalten zu haben.
Dann muss meiner Meinung nach die Gegenwehr von Marion Baier vom Zeitpunkt als als Sie ahnte das etwas nicht Stimmt ( an ihrem Zuhause nicht angehalten ) ziemlich heftig gewesen sein gewesen sein, sonst wäre meiner Meinung nach der Täter etwas weiter gefahren um einen ungestörteren besseren Platz für das Verbrechen zu finden.

Wenn die vorbeifahrt an Ihren zuhause aber nicht abgestimmt war hatte der Täter schon von Anfang an etwas geplant .


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

12.05.2026 um 13:11
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Es wäre mMn sowieso vermessen anzunehmen, dass wir als "Hobbyermittler" ohne behördliche Ermittlungskompetenzen und Möglichkeiten hier eine Halterfeststellung oder Verbleib eines Fahrzeuges aufklären könnten. Schon gar nicht nach so langer Zeit.
Volle Zustimmung!
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Aber vielleicht kann man verschiedene Möglichkeiten diskutieren und darüber Wahrscheinlichkeiten abschätzen, was mMn immerhin eine Annäherung darstellt.
Nochmals volle Zustimmung! Und hier haben wir eben den EB im XY-Film von 1974, der sagt: "Wie wir aus den Vernehmungen der Freundinnen wissen, hat sich Marion in letzter Zeit öfter mit einem jungen Mann getroffen, den sie Chris oder Chrissy nannte."

Er formuliert den Satz zweifelsohne so, dass es für ihn sicher ist, dass es auch so war. Er sagt zum Beispiel nicht, dass sie sich mit dem Jungen "getroffen haben soll", oder ähnliches. Somit, wenn der EB es als Fakt formuliert, gibt es für mich keinen erkennbaren Grund, warum ich es in Zweifel ziehen sollte. Auch Ede sagt hier ohne jeden Zweifel: "Er wurde sehr oft mit einem schwarzen Moped gesehen und trug dazu immer einen roten Sturzhelm." Er äußert hier also auch weder eine Vermutung, noch nutzt er die Wahrscheinlichkeitsform.

Natürlich hat Deine Überlegung, Marion könnte dem ganzen mehr Bedeutung hinzu erfunden haben als da war, etwas für sich. Wenn es jedoch nicht gesichert ist, dass sich Marion mit diesem Jungen getroffen hat, weshalb formuliert es der EB dann so?

Und meine persönlich Meinung hierzu ist, dass die Freundinnen von Marion (oder zumindest eine) den Jungen auch mal sprechen gehört hat. Ich habe mir überlegt: Wenn eine 12-jährige einen Freund "erfindet", dann würde sie ihn aller Wahrscheinlichkeit nach doch als besonders toll oder cool darstellen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie ihn ihren Freundinnen so verkaufen würde, dass er lispelt und würde ihn dann auch noch Chrissy nennen... Heute wissen wir, dass es falsch ist, aber zur damaligen Zeit hätte sie damit Hohn und Spott doch die Türen sperrangelweit geöffnet.

Somit - und da hast Du vollkommen Recht - ist es umso bemerkenswerter, dass dieser junge Mann niemals identifiziert werden konnte, bzw. dass er sich bis zum heutigen Tag niemals bei der Polizei gemeldet hat.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Was das Kennzeichen angeht, so habe ich mit Bild 5 und Bild 6 in der threadzugehörigen Bildergalerie seiner Zeit zwei Beispielkennzeichen gepostet, die seinerzeit von der US-Army in Deutschland genutzt wurden. Diese unterscheiden sich mehr als deutlich von den DIN-Kennzeichen, welche in Deutschland zu dieser Zeit ausgegeben wurden. Das betrifft sowohl die Proportionen, als auch die Farbgebung und den Aufbau sowie Schriftsatz. Das war meiner persönlichen Meinung nach selbst bei Dämmerung/Zwielicht selbst von einem Laien gut zu unterscheiden.
Und dennoch sagt Ede hier, dass es sich "wahrscheinlich" um ein amerikanisches Kennzeichen handelte... ;)

Bevor ich jetzt aber ganz an diesem Thema hängen bleibe, oder Du Dich zu sehr über mich ärgerst ;)
sei gesagt, dass auch ich nicht glaube, dass dieser Junge irgendwas mit dem Mord an Marion zu tun hat. Und ich glaube - da gebe ich Dir wiederum Recht - der Schlüssel ist eines der beiden Fahrzeuge, die hier gesichtet wurden. Beide Fahrzeuge können eigentlich aufgrund der Zeitspanne, die zwischen den beiden Sichtungen lag gar nicht tatrelevant sein.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

12.05.2026 um 18:24
Zitat von Harald111Harald111 schrieb:Über den Ort der Tat denke ich viel nach und bin irgendwie unschlüssig und verwundert vom Platz des Geschehens.
Wenn Marion Baier nicht freiwillig mit dem Täter zur Baustelle gefahren ist und ein Verbrechen vom Täter von vornherein geplant war, ergibt der Tatort für mich so eigentlich überhaupt keinen Sinn.
Da stimme ich überein. Das der Täter keine Tat geplant hatte und dann aus unerklärlichen Gründen erst an der Wohnadresse Marions vorbeifuhr, sich dann aber erst an der Baustelle spontan zur Tat entschied, ist für mich persönlich schlecht nachvollziehbar und wenig plausibel. Ebenso wenig die Möglichkeit, dass Marion ihn freiwillig zur Baustelle begleitete um mit ihm dort "Dinge" zu tun und die Situation dann spontan eskalierte. Es war später Abend von Sonntag auf Montag, Marion hatte früh Schule und eine Baustelle ist ein per se ungemütlicher Ort und deshalb für die meisten "Dinge" ungeeignet. Zu dem auch recht ungeschützt.

Ich vermute deshalb, dass der Täter sich bereits zur Tat entschlossen hatte, als er Marion -wo auch immer genau- antraf und begleitete.

Möglichkeit 1: Marion kam zunächst freiwillig mit, realisierte aber erst das etwas nicht stimmt, als er sie nicht daheim ablieferte, sondern vorbei gefahren ist. In dem Fall könnte sie dann auf Höhe der Baustelle plötzlich Gegenwehr geleistet haben, weswegen es zu einem Fluchtversuch/Kampf kam in dessen Folge Marion ihr junges Leben verlor.

Möglichkeit 2: Marion wurde durch den Täter zunächst an einen anderen Ort (Zwischenstation) gelockt/entführt, dort gab es einen Missbrauch oder den Versuch dessen und anschließend wurde sie mit dem Versprechen transportiert, sie daheim gehen zu lassen. Als dies nicht geschah (Vorbeifahrt) ist der weitere Verlauf wie bei Möglichkeit 1. Diese Möglichkeit könnte dann wegen der fortgeschrittenen Zeit mit der Porschesichtung oder der des VW übereinstimmen.

Vielleicht ist das auch -nochmal zur Erklärung- der Punkt, der für mich unter vielem Anderen gegen Chris(sy) spricht. Marion war in meiner Vermutung/Theorie scheinbar erst einmal nur mit ihrer Freundin auf dem Fischerfest verabredet. Sie wollte danach ihre Großmutter besuchen und von dort dann mutmaßlich heimgehen. Gegen eine geplante Übernachtung bei der Großmutter spricht, dass sie weder Wechselkleidung, noch Schulzeug, noch sonst irgendetwas mitnahm und zuerst das Fest und nicht die Großmutter aufsuchte.

Eine zweite geheime Verabredung auf dem Fest z.B. mit jenem Chris(sy) erscheint mir auch nicht plausibel. Denn erst auf dem Fest die Freundin zu treffen, dann zur Oma zu gehen, dann wieder zu später Stunde zurück auf das Fest, dann mit Chris(sy) noch zur Baustelle, dann irgendwann mitten in der Nacht auf Montag zurück nach Hause, dass leuchtet mit nicht ein. Sie war 12 und keine 16 oder 18. Das wäre ja völlig bescheuerte Planung und dazu noch der reinste Stress.
Zitat von Harald111Harald111 schrieb:Musste Sie das ?
Wir kennen die internen Familien Verhältnisse nicht .
Klar, es gab auch schon Anfang der 70er Familienverhältnisse wo Kinder auch schon mit 12 bis "in die Puppen" wegbleiben konnten und es niemanden gestört hat. Das hat es (leider) wohl schon immer gegeben. Allerdings gibt es ja auch nicht ohne Grund Jugendschutzgesetze. Also in meinem damaligen Umfeld gab es (mit Ausnahme von Ferienzeiten, Silvester oder im Urlaub/auf Reise/Klassenfahrt) eigentlich nie die Situation oder Erlaubnis so lang wach und von daheim abwesend zu sein. Das hätte in jedem Fall Ärger/Gardinenpredigt gegeben. Wir kennen die Verhältnisse in diesem Fall nicht. Das ist richtig. Da aber diese fragwürdigen Verhältnisse mMn wohl eher die Ausnahme als die Regel waren und es auch in diesem Fall keine konkreten Hinweise dazu gibt, gehe ich erst einmal von der Normalität aus.
Zitat von DewDew schrieb:Es werden keine der damaligen Erkenntnisse und Fragen zurückgenommen, nur weil zusätzlich neue Erkenntnisse aufgetaucht sind.
Muss auch nicht. Sie verlieren nur ihre Aktualität. Der Fokus liegt jetzt offensichtlich auf anderen Schwerpunkten. Es ist mir auch klar warum. Ich hatte ja schon erläutert, dass dieser ominöse Chris(sy) nie identifiziert werden konnte. Ziemlich merkwürdig, wenn er so auffällig ist und ach so oft gesehen und wahrgenommen wird. Da stellt sich doch zwangsläufig die Frage, ob diese angeblichen Treffen zwischem ihm und Marion tatsächlich so oft stattgefunden haben können und warum nie jemand dabei war, der Chris(sy) UND Marion kennt und mehr darüber sagen kann. Darüber hinaus stellt sich die Frage, warum niemand weiß, wie und wo sich Marion und Chris(sy) kennenlernten, wo sich sich trafen und zu welchem Zweck. Wir wissen ja noch nicht einmal, ob Marion von ihm schwärmte! Reine Mutmaßung. Gesagt wurde das nicht.

Das die Behörden weiterhin offen für die Identifizierung und weitere Hinweise ist, stellt niemand in Frage. Es wäre dumm, wenn eine EB diesbezüglich nicht offen und ansprechbar bleibt. Es hat im Moment einfach nur eine untergeordnete Priorität.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:(Abspielen von "Stehender Applaus.mp3" Bravo und danke (...)
Einspruch, Schleimerei! :melden:
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Ich kann es nicht wirklich begreifen, wie einige Leute heutzutage schon am Aufbau einfachster Logikketten scheitern können.
Nun mal langsam bitte. Diese Person mit schwarzem Moped und rotem Helm wurde gesehen. Okay. Wobei? Mit wem?Warum konnte niemand auch nur irgendetwas über ihn sagen oder aufklären, wenn er doch so omnipräsent war? Wer sagt denn, dass dieser Typ abgetaucht ist? Alles reine Mutmaßung und keine Logik. Ja, er ist ein wichtiger Zeuge, sofern er mit Marion etwas zu tun hatte. Aber niemand weiß, was genau er überhaupt mit ihr zu tun hatte, in welcher Beziehung er -wenn überhaupt- zu ihr stand. Da ist nichts bekannt. Alles scheinbar Hörensagen aus zweiter Hand von Marion selbst gegenüber ihren Freundinnen. Es gibt keinerlei gemeinsame Bekannte. Das reicht nicht, um jemanden als hauptverdächtig anzusehen. Bei aller Liebe nicht.
Zitat von HöhenburgHöhenburg schrieb:Noch schräger der Gedankengang, der zugrundeliegen muß, mit dem einige Diskutanten Chris ins Reich der Fabel verbannen wollen und dabei Ede und den damaligen Ermittler als Märchenerzähler abkanzeln.
Niemand hat die Absicht Eduard Zimmermann abzukanzeln. Ich bitte dich. Ich sage auch nicht, dass es keine Person gibt, die damals mit schwarzem Moped und rotem Helm durch die Gegend fuhr und schonmal irgendwo gesehen wurde. Aber ich halte es persönlich eher für fahrlässig, sich auf eine Person zu versteifen, deren Identität oder auch nur Beziehung zu Marion annähernd geklärt ist und von der wir überhaupt nichts wissen. Auch nicht ob sie überhaupt abgetaucht ist. Stattdessen aber Zeugenaussagen wie die des Soldaten bei der Porschesichtung in Frage zu stellen oder zu mutmaßen, dass der Zeuge welcher den VW sah nicht den Unterschied zwischen einem deutschen DIN-Kennzeichen und einem US-Army Kennzeichen erkennen konnte.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Vielleicht kann man sich ja einfach darauf einigen, dass der aktuelle Wortlaut eine veränderte Fahndungsrichtung, eine veränderte Schwerpunktsetzung hinsichtlich des Falles zum Ausdruck bringen kann (nicht notwendigerweise muss).
Ja natürlich. Das habe ich ja auch schon weiter oben geschrieben. Aktualitäten und Schwerpunkte verändern sich im Laufe der Zeit. Im Moment sind -vor allem ja auch wegen der gemeinsamen DNA-Spuren mit dem Fall Sonja Hurler- die Prioritäten wo anders.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Zumindest als Zeugen wären diese Personen auch heute noch wertvoll.
Sofern sie noch leben und eine Aussage machen können auf jeden Fall.
Zitat von 321meins321meins schrieb:Dass der Täter Marion bekannt war vermute ich ebenfalls, aber ich glaube in dem Moment als er an der Wohnung von Marion vorbeifuhr war die Tat geplant, soll heissen es ging nicht mehr um ein bischen quatschen , das ist aber nur meine persönliche Meinung
Ja, sehe ich auch so. Ich denke nicht, Marion wäre freiwillig zum quatschen auf eine Baustelle mitgekommen. Nicht an dem Tag und nicht zu dieser Uhrzeit, auch nicht ohne besonderen Grund.
Zitat von Harald111Harald111 schrieb:Dann muss meiner Meinung nach die Gegenwehr von Marion Baier vom Zeitpunkt als als Sie ahnte das etwas nicht Stimmt ( an ihrem Zuhause nicht angehalten ) ziemlich heftig gewesen sein gewesen sein, sonst wäre meiner Meinung nach der Täter etwas weiter gefahren um einen ungestörteren besseren Platz für das Verbrechen zu finden.
Ja, dafür sprechen ja auch die Kampfspuren am Mordort und das/der scheinbar abgerissene Medaillon/Anhänger.
Zitat von Der_SchwabeDer_Schwabe schrieb:Er formuliert den Satz zweifelsohne so, dass es für ihn sicher ist, dass es auch so war. Er sagt zum Beispiel nicht, dass sie sich mit dem Jungen "getroffen haben soll", oder ähnliches. Somit, wenn der EB es als Fakt formuliert, gibt es für mich keinen erkennbaren Grund, warum ich es in Zweifel ziehen sollte.
Ganz so einfach ist es mMn nicht. Wenn man formuliert: "Wie wir aus den Vernehmungen der Freundinnen wissen", heißt das nicht, dass es eindeutig bewiesen ist, dass es auch so war. Man zweifelt die Aussage vielleicht aufgrund der Glaubwürdigkeit der Zeugen nur nicht an, dennoch ist das NICHT Fakt. Wenn also z.B. zwei Zeugen erzählen, Marion hätte ihnen gegenüber erzählt, einen Typen namens Chris(sy) getroffen zu haben. Warum sollte man das als Ermittler als Lüge abtun? Das ist ein wichtiger Hinweis. Also nehme ich das ernst und sage, wir wissen aus der Vernehmung, Marion hat.... Aber ist das tatsächlich so? Gibt es einen Beweis, außer das der Zeuge Marion geglaubt hat? Nein. Gibt es nicht.

Nochmal, wir dürfen nicht vergessen: Die Zeugen und das Opfer waren um die 12 Jahre alt. Nur mal nebenbei...


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

12.05.2026 um 18:41
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Beispiele wären da ein Kollege des Vaters oder jemand aus dem Bekanntenkreis der Eltern, ein Nachbar, der hiesige Versicherungsvertreter, ein Lehrer, der Postbote, ein Polizist, der Bankdirektor, ein Uniformträger usw.
Das sind alles gute Beispiele aus welchem Bereich der Täter kommen könnte. Allerdings etliche von ihnen vermutlich mit größerem Freundeskreis, Familie, Arbeitskollegen etc., ich würde mich fragen ob da niemand einen Zusammenhang mit dem Adidas-Schuh, wegen der blauen Fasern denkt man ja an blaue Jeans, und das Christophorus-Medaillon und der Person gesehen hätte. Wie sicher aber ist es eigentlich dass der Schuhabdruck vom Täter stammt? Das Medaillon tatsächlich vom Täter stammt und die Jeanshose keine Hose sondern ein Jeanshemd oder Jeansjacke war?
Ich könnte mir vorstellen dass mögliche Zeugen sich sehr (vielleicht völlig zu Recht, wie gesagt ich weiss nicht wie sicher die Sachen dem Täter zuzuordnen sind) auf diese Dinge konzentrieren und sollte als rein fiktives Beispiel der Postbote auch auf diesem Fest gewesen sein, in brauner Cordhose und Jeanshemd, Turnschuhe trägt er nie, würde er unter Bekannten wohl als nicht verdächtig gelten.
Zu den Schuhen habe ich auch immer mal den Abdruck der Schuhsohle angesehen siehe Galerie Bild 48. Das Modell Adidas Campus sowie auch Adidas Superstar würden meiner Meinung nach ebenfalls passen, bin aber nicht sicher ob ich das richtig sehe. Man kann es durch die Einkerbungen wie V sehen, davon gibt es bei Bild 48 20 für mich sichtbare komplette V, links geht es länger wieder runter, rechts kürzer. Campus und Superstar haben in der Sohle einen Bereich von ca 15 solcher V, das heisst die weitere Markierung/Linien der Sohle die diese beiden Schuhe haben müsste man nicht zwangsläufig sehen.
Zu den Schuhen steht hier
Das führte schließlich zum adidas Superstar, der nach seinem Debüt 1970 die Welt des Sports und der Mode für immer vereinen sollte. 1973 trugen schätzungsweise 75 % der Basketballspieler in den amerikanischen Profiligen den Superstar – zusammen mit dem Supergrip und dem Pro Model. Mit zunehmender Beliebtheit überwand der adidas Superstar kulturelle Grenzen und wurde zu einer weltweiten Ikone.

Weil dieser Shell-Toe-Schuh so populär war, wurden im Lauf des Jahrzehnts weitere Basketballschuhe auf den Markt gebracht, darunter der Americana, der Nizza, der Top Ten und der Tournament, der heute als adidas Campus bekannt ist.
Quelle: https://www.adidas.de/blog/966200-adidas-basketball-im-lauf-der-geschichte-die-ursprunge-der-2023-collection
Ob allerdings das Profil der Sohlen von Schuhen von 1970 beider Marken sich im Laufe der Jahre geändert hat habe ich bisher nicht herausgefunden
Zitat von Harald111Harald111 schrieb:Dann muss meiner Meinung nach die Gegenwehr von Marion Baier vom Zeitpunkt als als Sie ahnte das etwas nicht Stimmt ( an ihrem Zuhause nicht angehalten ) ziemlich heftig gewesen sein gewesen sein
Menschen reagieren in solch einer Situation vermutlich sehr unterschiedlich, wie das bei diesem Beispiel gewesen wäre kann ich nicht beurteilen


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

12.05.2026 um 18:50
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Ganz so einfach ist es mMn nicht. Wenn man formuliert: "Wie wir aus den Vernehmungen der Freundinnen wissen", heißt das nicht, dass es eindeutig bewiesen ist, dass es auch so war. Man zweifelt die Aussage vielleicht aufgrund der Glaubwürdigkeit der Zeugen nur nicht an, dennoch ist das NICHT Fakt. Wenn also z.B. zwei Zeugen erzählen, Marion hätte ihnen gegenüber erzählt, einen Typen namens Chris(sy) getroffen zu haben. Warum sollte man das als Ermittler als Lüge abtun? Das ist ein wichtiger Hinweis. Also nehme ich das ernst und sage, wir wissen aus der Vernehmung, Marion hat.... Aber ist das tatsächlich so? Gibt es einen Beweis, außer das der Zeuge Marion geglaubt hat? Nein. Gibt es nicht.

Nochmal, wir dürfen nicht vergessen: Die Zeugen und das Opfer waren um die 12 Jahre alt. Nur mal nebenbei...
Naja, dann muss ich aber auch alle anderen Zeugenaussagen anzweifeln. Genauso gut könnte man dann annehmen, dass die gesehenen Fahrzeuge gar kein VW und kein Porsche waren. Und vielleicht war der VW ja gar nicht grün sondern blau. Die mutmaßlichen Zeugen waren vielleicht übermüdet und konnten das gar nicht mehr so genau erkennen. Ich frage mich aber, was dann hier noch zu diskutieren bleibt...

Dass die Zeuginnen um die 12 Jahre waren ist ja richtig, aber in diesem Alter geht man in der Regel in die 6. oder 7. Klasse. Da ist man sich des Ernstes im Leben durchaus schon bewusst. So kindlich und realitätsfremd ist man da auch nicht mehr, vor allem wenn gerade eine Freundin, bzw. Klassenkameradin auf so grausame Weise ums Leben kam.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

12.05.2026 um 19:37
@Slaterator :

O.k., setzen wir von da nochmal an.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:Ich persönlich vermute nicht, dass Marion überhaupt jemals bei der Oma ankam.
Das sehe ich ganz genauso.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:Sie hatte es vor, sie war auf dem Weg, doch sie erreichte nicht ihr Ziel.
Sie hat daheim behauptet, sie hätte das vor. Das kann auch tatsächlich das geplante Endziel ihrer Route gewesen sein. Ob sie Zwischenziele geplant hatte und wie viele, wissen wir nicht.

Wir wissen nur, dass sie das angegebene ( End- ) Ziel nicht erreichte.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:Meine persönliche Vermutung/Spekulation dazu ist derzeit, dass sie auf jemanden -uns unbekannten- traf, der sie von ihrem Ursprungsplan abbrachte....
Grundsätzlich gibt´s doch hier überschaubar viele Möglichkeiten. Fangen wir mit ihrem ersten bezeugten Auftritt auf dem Fest an.

a.) Sie hatte vor, zur Oma zu gehen und kam spontan davon ab, weil sie zufällig auf jemanden traf.
b.) Sie hatte schon von vornherein vor, auf das Fest zu gehen und anschließend zur Oma, ohne dort jemand bestimmten treffen zu wollen.
c.)Sie hatte schon von vornherein vor, auf das Fest zu gehen und anschließend zur Oma, um auf dem Fest jemand bestimmten zu suchen und zu treffen, ohne mit dieser Person verabredet zu sein.
d.)Sie hatte schon von vornherein vor, auf das Fest zu gehen und anschließend zur Oma, um auf dem Fest jemand bestimmten zu zu treffen, war mit der Person oder den Personen verabredet.

Die erste gezeigte Festphase verbrachte sie mit einer Freundin. Die kann erstmal für a.), b.), c.) oder d.) in Frage kommen. Daraus ergibt sich die Frage, warum M.B. das Fest ( -zelt ) nicht mit ihr verließ und dann zur Oma ging, sondern wieder zurückkam.

Dieses Zurückkommen legt zumindest nahe, dass diese Freundin nicht die Person war, wegen der M.B. das Fest ( -zelt ) aufsuchte. Weiterhin legt das Zurückkommen nahe, dass M.B. nicht spontan dort hinging, sondern das geplant hatte. Nur vergessen, zu Hause zu erwähnen...
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:...und vielleicht sogar dafür sorgte das sie auf das Fest nochmal allein zurückkehrte.
Dafür sorgte oder der Grund dafür war.

Und das wiederum legt nahe, dass M.B. die Person kannte.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:Das sich Marion spontan auf dem Weg zur Oma oder zu ihrem Zuhause dazu entschied, doch nochmal auf das Fest zurückzukehren, halte ich für unwahrscheinlich.
Sehe ich auch so.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:Das sie von vorn herein noch eine zweite Verabredung auf dem Fest hatte ebenso. Das ergibt für mich so in der Abfolge einfach derzeit keinen Sinn.
Nur eine Verabredung oder "Treffenswunschperson", das hatte in der ersten Festphase nicht geklappt. Nur vor dem gedachten Hintergrund ergibt das Zurückkommen Sinn.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:Ich finde ihre alleinige(!) Rückkehr auf das Fest ziemlich merkwürdig.
Unter der gerade hergeleiteten Vorgabe wäre das nicht merkwürdig, sondern folgerichtig.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:Ich vermute bekanntermaßen nicht, dass sie dort von vorn herein eine zweite Verabredung hatte. Schon gar nicht mit einem Chris(sy), der nie gesehen und/oder identifiziert wurde,...
Schon klar, nur eine Zielperson auf dem Fest. Bis dahin bleibst Du nah an den Fakten.

Mit dem kategorischen Ausschluss von "Chrissy" entfernst Du Dich aber völlig willkürlich von den bis zur detaillierten Personenbeschreibung veröffentlichen Informationen bis hin zur Falschbehauptung "nie gesehen und/oder identifiziert".
Laut E. Zimmermann und EB wurde er vor der Tat oft gesehen und von den Freundinnen, die ihn sahen, anhand der genannten Merkmale als "Chrissy" identifiziert.
Deine Begründungen für diesen Ausschluss der Person, die sich "Chrissy" nannte oder so genannt wurde, aus Deinen Überlegungen mögen generell nicht falsch sein, im vorliegenden Fall aber laufen sie völlig entgegen den zur Situation kommunizierten Ermittlungsergebnissen.

Dass Du den Aussagen von Kindern/Jugendlichen misstraust ist eine Meinung, ein Standpunkt aber das hier:
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:Alles Aussagen aus zweiter Hand...
ist schlichtweg eine Falschbehauptung, diametral zu den Aussagen von E. Zimmermann und dem bei der Ausstrahlung anwesenden Beamten. Und oft genug zitiert sind die worden. Und damals misstraute man den Aussagen von Kindern mit Sicherheit noch mehr.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:für mich erst einmal ohne viel Substanz.
Genau das ist es. Eine Meinung entgegen der Faktenbasis, die von Dir "dünner" interpretiert wird, als sie ist.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:Egal wie viel Plural da auch in der XY-Ungelöst Sendung verwendet wurde.
Das sind so die Äußerungen, die mich staunen lassen.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:Faktisch ist das für mich persönlich nicht anders zu interpretieren.
Das ist dann aber wirklich sehr persönlich.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:Das sie ihre ursprüngliche Verabredung auf dem Fest treffen wollte ist zwar möglich, aber erscheint mir irgendwie komisch, denn nach der Verabschiedung sollte sie (die wohl auch allein auf dem Fest war) dann ja wahrscheinlich zeitnah ebenfalls gegangen sein.
Wenn sie mit der Freundin verabredet gewesen wäre, dann träfe das zu.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:Aus meiner Sicht stand also nicht zu erwarten, dass Marion sie (ihre Freundin) dort noch antreffen konnte.
Dass sie später noch zurückkam weist doch klar in die Richtung, dass ihre Verabredung eine andere war. Das Treffen mit der Freundin vor oder auf dem Fest war der Zufall.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:Zunächst sollten wir da einfach bei den Fakten bleiben.
Ich habe mich von diesen nie entfernt und nie eine Interpretation bis hin zu klaren Falschbehauptungen verdreht.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:Fakt ist, niemand sagt dass beide gemeinsam eine Beziehung hatten.
Zitat von Der_SchwabeDer_Schwabe schrieb:Und hier haben wir eben den EB im XY-Film von 1974, der sagt: "Wie wir aus den Vernehmungen der Freundinnen wissen, hat sich Marion in letzter Zeit öfter mit einem jungen Mann getroffen, den sie Chris oder Chrissy nannte."
Genau. Und Niemand hat Polyphem sein Auge ausgestochen. Das ist die Realität. Da gibt es keinen Interpretationsspielraum.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:Nicht einmal das Opfer selbst.
Ist ja auch noch nie vorgekommen, dass Kinder/Jugendliche ihren Eltern gegenüber Dinge zu erwähnen "vergessen", von denen sie annehmen, die Erwähnung könnte zu Irritationen führen.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:Keiner behauptet, Marion oft mit ihm zusammen oft gesehen zu haben.

Wenn ich nicht von Deiner unbedingten Objektivität überzeugt wäre, würde ich das als "Rückzug in Spitzfindigkeiten" bezeichnen.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:Wie viele Freundinnen das in Aussagen bestätigt haben ist auch unklar.
Wieso sollte das unklar sein? Es waren alle Freundinnen. Sagt der EB doch ganz klar. Das wird eine überschaubare Anzahl gewesen sein die waren sich aber wohl einig genug, dass die damaligen Ermittler ihnen das abnahmen.

Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:Wir haben also nur eine Person, die von Marion gegenüber einer/mehrerer Freundinnen beschrieben wurde und die Marion mehrfach getroffen haben will.
Faktisch falsch.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:Ob sie "nur" von ihm schwärmte, sie vielleicht gar nichts von ihm wollte und ihn eher als Kumpel gewinnen wollte oder es eine amouröse Beziehung gewesen sein soll, ist ebenfalls komplett unklar.
Da hast Du nach derzeitiger Informationslage recht aber genau das sind Punkte, die geklärt werden müssen, um eine Fallrelevanz der Person "Chrissy" beurteilen zu können. Ich bin davon überzeugt, dass die Ermittler mehr wissen.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:Auch ob sie sich diese Treffen nur ausgedacht hat oder selbige tatsächlich stattfanden.
Faktisch falsch. Fanden laut EB statt.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:Es ist anscheinend auch nicht klar wo und für wie lange.
Uns stehen diese Informationen nicht zur Verfügung. Wenn der EB sagt "in letzter Zeit", dann wird den Ermittlern ein Zeitrahmen bekannt sein. Dasselbe gilt für den oder die Orte.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:Auch nicht ob allein oder in einer Gruppe. Da ist gar nichts klar.
Auch das haben die Ermittler die Freundinnen ( alle ) gefragt, wenn man ihnen nicht völlige Inkompetenz unterstellen möchte.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:Diese Beschreibung passt scheinbar zumindest was Moped und Helm angeht auf eine Person, die dann auch mehrfach von Freundin(en) gesehen wurde.
Konkret genug für die Ermittler. Konkret genug für eine Personenbeschreibung mit mehr Details als nur Moped und Helm. Und nicht "scheinbar".
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:Es erinnert sich aber keiner daran wer er war, woher er kam, mit wem er sich noch traf und was er sonst machte.
Etwas präziser: es hat sich bislang niemand mit diesbezüglichen Informationen gemeldet, soweit wir wissen.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:Nicht einmal die eigene Familie oder Freunde/Bekannte/Kollegen/Lehrer/Nachbarn/Kumpel/Vereinskammeraden und ich erspare mir den Rest.
Naja, wenn in M.B.´s Umfeld nur ihre Freundinnen von "Chrissy" wussten, dann kann umgekehrt M.B. auch in dessen Umfeld weitgehend unbekannt gewesen sein. Und schon gibt es keinen greifbaren Zusammenhang.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:Und dann soll der Kerl komplett untertauchen? Das ist doch ein Witz. Wenn er noch nicht volljährig gewesen sein sollte ist das ein Kunststück, was sonst nur Profis mit fremder Hilfe dauerhaft schaffen. Das ist in meinen Augen absolut nicht realistisch.
Das ist sicher bemerkenswert und erscheint schwierig, ist aber nicht unmöglich und muss bei Umfeldern mit wenig oder keiner Überschneidung nicht mystifiziert oder ins Lächerliche gezogen werden.

Es stellt ja umgekehrt auch niemand in Frage, dass nach dem DNS-Treffer der Täter im Fall M.B. und im Fall S.H. derselbe war und daher mindestens einen Ortswechsel vorgenommen haben muss.
Je nach dem, wann und unter welchen Umständen dieser Ortswechsel ( oder mehrere ) stattfand ( en ), kann schon dadurch ein Verschwinden von der Bildfläche bedingt gewesen sein.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:Die Ermittlungsergebnisse beschränken sich hier auf Aussagen von Minderjährigen um die 12 Jahre, die teilweise aus zweiter Hand berichtet haben dürften.
Weitgehend haltlose Annahme, teilweise faktisch falsch und widerlegt.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:Fahrzeugsichtungen am Ort des Geschehens sind da -zumindest für mich- wesentlich interessanter und auch zielführender. Zumal sogar in einem Fall Kampfhandlungen beobachtet wurden.
Das ist völlig in Ordnung. Um Deinen persönlichen Schwerpunkt zu begründen halte ich es nur für völlig unnötig und nicht nachvollziehbar, Fakten wortreich zu ignorieren oder zu verdrehen bis hin zur Leugnung.

@sallomaeander
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Vielleicht kann man sich ja einfach darauf einigen, dass der aktuelle Wortlaut eine veränderte Fahndungsrichtung, eine veränderte Schwerpunktsetzung hinsichtlich des Falles zum Ausdruck bringen kann (nicht notwendigerweise muss).

Bei vielen Fällen, die von Aktenzeichen zum zweiten oder wiederholten Male aufgegriffen werden, fehlen jeweils Teile der Geschichte, die in einem älteren Filmfall eine herausragende Rolle gespielt haben.

Bei Fragen an die Öffentlichkeit entdeckt man im Laufe der Zeit auch unterschiedliche Detailfragen und Formulierungen, einige fehlen beim nächsten Mal ganz.

Neben der Schwerpunktsetzung mag auch die jeweils verstrichene Zeit eine Rolle spielen. Vielleicht zielen spätere Fragen ja weniger auf Individuen ab, dafür mehr auf Ereignisse (hier: Veranstaltungen und Feste), an die sich Menschen nach Jahrzehnten vielleicht eher erinnern können. Das wäre mein Gedanke hierzu.

Wie sind doch alle daran interessiert, dass der Doppelfall Baier/Hurler aufgeklärt wird. Die Polizei ist an der Sache dran, und wenn man damals gesuchte Personen heute noch ermitteln kann, um so besser.

Zumindest als Zeugen wären diese Personen auch heute noch wertvoll.
Volle Zustimmung.

Es ist doch völlig klar, dass nach dem DNS-Treffer nicht mehr nur getrennt nach einem Individuum gesucht werden musste sondern dass man jetzt nach Überschneidungen von Gruppen an beiden Orten sucht. Man konnte sozusagen den Focus erweitern.

@Der_Schwabe
Zitat von Der_SchwabeDer_Schwabe schrieb:Naja, dann muss ich aber auch alle anderen Zeugenaussagen anzweifeln. Genauso gut könnte man dann annehmen, dass die gesehenen Fahrzeuge gar kein VW und kein Porsche waren. Und vielleicht war der VW ja gar nicht grün sondern blau. Die mutmaßlichen Zeugen waren vielleicht übermüdet und konnten das gar nicht mehr so genau erkennen. Ich frage mich aber, was dann hier noch zu diskutieren bleibt...

Dass die Zeuginnen um die 12 Jahre waren ist ja richtig, aber in diesem Alter geht man in der Regel in die 6. oder 7. Klasse. Da ist man sich des Ernstes im Leben durchaus schon bewusst. So kindlich und realitätsfremd ist man da auch nicht mehr, vor allem wenn gerade eine Freundin, bzw. Klassenkameradin auf so grausame Weise ums Leben kam.
Volle Zustimmung.

MfG

Dew


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

13.05.2026 um 03:25
Zitat von 321meins321meins schrieb:ich würde mich fragen ob da niemand einen Zusammenhang mit dem Adidas-Schuh, wegen der blauen Fasern denkt man ja an blaue Jeans, und das Christophorus-Medaillon und der Person gesehen hätte. Wie sicher aber ist es eigentlich dass der Schuhabdruck vom Täter stammt? Das Medaillon tatsächlich vom Täter stammt und die Jeanshose keine Hose sondern ein Jeanshemd oder Jeansjacke war?
Das ist mal ein hoch interessanter Ansatz! Warum ist eigentlich sicher, dass jene Medaille tatsächlich vom Täter stammt? Wenn jemand zum Beispiel unbewusst ein Feuerzeug aus der Jackentasche verliert und dann ein paar Stunden später ausgerechnet dort ein Mord geschieht, ist ja auch klar, dass jenes Feuerzeug nicht zwingend vom Täter stammen muss, nur weil es dort gefunden wurde. Diese Aussage ist ähnlich schwammig, wie der angenommene Missbrauch aufgrund der Fundsituation (also scheinbar keine medizinische/pathologische Feststellung). Oder eben auch die angenommenen Treffen zwischen Marion und jenem Chris(sy), die mutmaßlich nur aufgrund der Aussage von Marions Freundinnen angenommen werden, die hier von einigen Usern aber als Fakt betrachtet werden, weil Eduard Zimmermann keinen Konjunktiv benutzte.
Zitat von Der_SchwabeDer_Schwabe schrieb:Naja, dann muss ich aber auch alle anderen Zeugenaussagen anzweifeln. Genauso gut könnte man dann annehmen, dass die gesehenen Fahrzeuge gar kein VW und kein Porsche waren. Und vielleicht war der VW ja gar nicht grün sondern blau. Die mutmaßlichen Zeugen waren vielleicht übermüdet und konnten das gar nicht mehr so genau erkennen.
Nun, der Schreinermeister und auch der Soldat waren nicht nur erwachsen, sie fühlten sich von der Beobachtung die sie an diesem Abend gemacht hatten genötigt, sich freiwillig bei der Polizei zu melden und eine Aussage zu machen. Ich gehe davon aus, ihre Aussage wurde auf Plausibilität geprüft, ihre Anwesenheit am Ort ebenfalls nachvollzogen und für plausibel empfunden und alles ordnungsgemäß protokolliert, die Identität zweifelsfrei festgestellt. Daher ist das alles zumindest für mich persönlich erst einmal formaljuristisch korrekt.

Eine Übermüdung oder Sinnestäuschung ist möglich. Vielleicht war die Farbe anders. Bei Dunkelheit sind alle Katzen grau, da kann der VW auch blau gewesen sein. Nicht schlimm. Denn das Kennzeichen der US-Army war deutlich anders. Das war mMn deutlich erkennbar. Ebenso die Silhouette des Porsche 911. Den kennt jedes Kind. Also ich persönlich denke, wenn es Abweichungen gab, dann eher im Detail, aber nicht in Großen und Ganzen. Insofern zweifele ich die Zeugenaussagen an sich gar nicht an. Details können allerdings in der Realität abgewichen sein.
Zitat von Der_SchwabeDer_Schwabe schrieb:Dass die Zeuginnen um die 12 Jahre waren ist ja richtig, aber in diesem Alter geht man in der Regel in die 6. oder 7. Klasse. Da ist man sich des Ernstes im Leben durchaus schon bewusst. So kindlich und realitätsfremd ist man da auch nicht mehr, vor allem wenn gerade eine Freundin, bzw. Klassenkameradin auf so grausame Weise ums Leben kam.
Ich möchte die Aussagen von Minderjährigen hier nicht per se in Frage stellen. Ja, Kinder in diesem Alter sind selbstverständlich in der Lage, ihre Umwelt korrekt zu erfassen. Aber sie sind eben nicht so erfahren, haben viel Phantasie, träumen und spielen. Wenn da mal die Phantasie einer Freundin durchgeht oder etwas überzeugend von der besten Freundin erzählt wird, sollten das Kinder in diesem Alter den Sachverhalt mMn eher weniger qualifiziert hinterfragen können. Sie glauben es einfach. Sie sind davon überzeugt, weil die beste Freundin das gesagt hat. Das ist der Punkt.
Zitat von DewDew schrieb:O.k., setzen wir von da nochmal an.
Wenn es denn sein muss....Okay.
Zitat von DewDew schrieb:Sie hat daheim behauptet, sie hätte das vor. Das kann auch tatsächlich das geplante Endziel ihrer Route gewesen sein. Ob sie Zwischenziele geplant hatte und wie viele, wissen wir nicht.
Hier hakt es schon. Sie (Marion) hat -so mein Stand der Information- ihren Eltern angekündigt, die Oma zu besuchen. Tatsächlich traf sie sich allerdings zunächst mit einer Freundin auf dem Fest. Dies spricht mMn eindeutig dafür, dass sie dort auch mit ihr primär verabredet war und anschließend der Besuch bei der Oma stattfinden sollte. So konnte auch der Festbesuch erfolgreich vor den Eltern vertuscht werden. Das Endziel wird dann deutlich, als sie sich von dieser Freundin verabschiedet. Sie will zur Oma. Die ihr ja letzten Endes auch das "Alibi" für diesen wahrscheinlich nicht erlaubten Festbesuch verschaffen soll. Warum sollte sie da Zwischenziele mit ständigem Hin- und Her planen? Das erschließt sich mir nicht. Zumal ja auch Sonntag war....
Zitat von DewDew schrieb:Wir wissen nur, dass sie das angegebene ( End- ) Ziel nicht erreichte.
Sie erreichte ihr Endziel nicht. Korrekt. Weder die Oma, noch ihre Wohnadresse. Es erscheint mir allerdings wenig plausibel, dass diese "Zielverfehlung" bewusst von ihr geplant war. Ich denke vielmehr, sie lief dem Täter quasi in die Arme, er nutzte sie Situation und das war es dann.
Zitat von DewDew schrieb:d.)Sie hatte schon von vornherein vor, auf das Fest zu gehen und anschließend zur Oma, um auf dem Fest jemand bestimmten zu zu treffen, war mit der Person oder den Personen verabredet.
Ja korrekt, davon gehe ich ja auch aus. Aber die Verabredung war mit ihrer Freundin. Die hat sie dort getroffen und Zeit mit ihr dort verbracht, bis sie sich dann auf den Weg zur Oma machte und sich von ihr verabschiedete.
Zitat von DewDew schrieb:Die erste gezeigte Festphase verbrachte sie mit einer Freundin. Die kann erstmal für a.), b.), c.) oder d.) in Frage kommen. Daraus ergibt sich die Frage, warum M.B. das Fest ( -zelt ) nicht mit ihr verließ und dann zur Oma ging, sondern wieder zurückkam.
Also für mich gibt es bisher hier keine überzeugenden Argumente die gegen eine Verabredung mit dieser Freundin sprechen. Sie wollte sie mutmaßlich treffen, hat sie getroffen, war mit ihr auf dem Fest unterwegs, verabschiedete sie und machte sich dann auf zur Oma. Warum sie zurück kam ist tatsächlich merkwürdig. Was ist denn eigentlich wenn sie etwas verloren hat? Den Schlüssel zum Beispiel oder irgendetwas für sie wertvolles? Das könnte auch ein Grund zur Rückkehr sein. Sie merkte es spät, kehrte um und ging in das Festzelt um das verlorene Stück zu suchen. Nur mal als Idee...
Zitat von DewDew schrieb:Dieses Zurückkommen legt zumindest nahe, dass diese Freundin nicht die Person war, wegen der M.B. das Fest ( -zelt ) aufsuchte. Weiterhin legt das Zurückkommen nahe, dass M.B. nicht spontan dort hinging, sondern das geplant hatte. Nur vergessen, zu Hause zu erwähnen...
Das sehe ich anders. Vielleicht hatte sie etwas verloren oder so. Ja, es IST rätselhaft. Aber vielleicht auch leicht erklärbar.
Zitat von DewDew schrieb:Mit dem kategorischen Ausschluss von "Chrissy" entfernst Du Dich aber völlig willkürlich von den bis zur detaillierten Personenbeschreibung veröffentlichen Informationen bis hin zur Falschbehauptung "nie gesehen und/oder identifiziert".
Laut E. Zimmermann und EB wurde er vor der Tat oft gesehen und von den Freundinnen, die ihn sahen, anhand der genannten Merkmale als "Chrissy" identifiziert.
Nein, ich entferne mich nicht willkürlich. Mir eine Falschbehauptung zu unterstellen ist -mit Verlaub- eine Frechheit. Nur weil irgendwelche Freundinnen von Marion angeblich irgendeine Person mit schwarzem Moped und rotem Helm irgendwo gesehen haben, ist nicht bewiesen, dass es sich um ein und dieselbe Person handelt, die angeblich mit Marion zusammengetroffen ist und identifiziert ist ist bis heute nicht. Auch das Verhältnis zu Marion ist nicht geklärt.

Ich strebe doch selbst nach der Lösung des Falles. Da käme mir ja generell ein Hauptverdächtiger eher mal recht oder? Ich betrachte die Sache nur scheinbar anders als du. Für mich ist dieser Chris(sy) weder aktuell noch sonst eine besonders verdächtige Person. Maximal ein wichtiger Zeuge. Mehr erst einmal nicht. Doch er ist nie identifiziert worden, niemand weiß irgendwas außerhalb seiner Personenbeschreibung. Bis heute.

Die anderen Zeugen meldeten sich bei der Polizei, machten konkrete Angaben zu möglicherweise verdächtigen Beobachtungen. Diese in Frage zu stellen finde ich persönlich unverständlich. Wie wahrscheinlich ist es denn, dass auf einer einsamen Straße durch ein Neubaugebiet (Großbaustelle) in Gegenrichtung ein so auffälliger Porsche 911 neben oder nahe einer Kinderleiche zum stehen kommt und ein Mann mit einer Frau/Mädel im Fahrzeug kämpft, aber das alles nur Zufall ist und nicht mit dem Mord zusammenhängt? Und warum haben sich diese beobachteten Personen nicht gemeldet?

Sind die nicht abgetaucht so wie angeblich jener Chris(sy)? Sind die weniger verdächtig?
Zitat von DewDew schrieb:ist schlichtweg eine Falschbehauptung, diametral zu den Aussagen von E. Zimmermann und dem bei der Ausstrahlung anwesenden Beamten.
Falschbehauptung? Quatsch. Es gibt nur Aussagen aus Vernehmungen mit Freundinnen. Mehr nicht. Richtig? Wo ist da bitte ein Beweis? Gibt es Videos/Fotos, Aussagen von Eltern, gemeinsamen Freunden, dem Opfer selbst oder Chris(sy)? Nein. Gibt es nicht. Die Freundinnen waren -für mich- offensichtlich nie bei einem der angeblichen Treffen dabei. Es gibt keine gemeinsamen Bekannten. Marion hat etwas erzählt, die EB hat das als Spur erfasst und bei XY gesendet. Mehr nicht. Einige bewerten das mMn ziemlich deutlich über.

Nochmal, sollte dieser Chris(sy) oder die anderen beobachteten Personen noch leben, diesen Beitrag lesen und sich melden, wäre das großartig! Das sind super wichtige Zeugen. Aber ich glaube, es wird wohl nicht passieren.
Zitat von DewDew schrieb:Wieso sollte das unklar sein? Es waren alle Freundinnen. Sagt der EB doch ganz klar. Das wird eine überschaubare Anzahl gewesen sein die waren sich aber wohl einig genug, dass die damaligen Ermittler ihnen das abnahmen.
Das ist jetzt nur in den Raum gestellt. Niemand weiß, wer alles dazu vernommen wurde und wer tatsächlich und wirklich befreundet war. Da zu behaupten, es wären ALLE vernommen worden ist reine Spekulation.
Zitat von DewDew schrieb:
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:Wir haben also nur eine Person, die von Marion gegenüber einer/mehrerer Freundinnen beschrieben wurde und die Marion mehrfach getroffen haben will.
Faktisch falsch
Nein. Das ist es nicht. Faktisch gibt es keine Beweise oder Aussagen der Betroffenen (Marion/Chris(sy) ) selbst für diese Treffen, keine Videos/Fotos oder Aussagen von Personen die dabei waren. Nur Aussagen von Hörensagen. Diese können durchaus glaubhaft sein. Bewiesen ist es deshalb aber nicht. Objektiv gibt es meines Wissens keine direkten Zeugen.
Zitat von DewDew schrieb:Da hast Du nach derzeitiger Informationslage recht aber genau das sind Punkte, die geklärt werden müssen, um eine Fallrelevanz der Person "Chrissy" beurteilen zu können.
Ja korrekt. Ich habe da Recht und es ist unstrittig, dass man ohne Klärung nicht vom Gegenteil ausgehen kann.
Zitat von DewDew schrieb:Faktisch falsch. Fanden laut EB statt.
Nein. Laut EB gibt es Aussagen von Freundinnen, dass diese Treffen stattgefunden haben. Aber (siehe oben) eine/mehrere Aussage(n) ist/sind mMn noch kein Beweis. Diese Zeuginnen waren mMn höchstwahrscheinlich nicht bei Treffen dabei. Demzufolge ist es eine Information, die mutmaßlich nur auf Aussagen des Opfers selbst beruht, die wiederum durch Freundinnen an die EB weitergetragen wurden. Diese mögen ja glaubhaft sein. Doch wenn das Opfer bei den Erzählungen gegenüber der Freundinnen selbst nicht ganz bei der Wahrheit geblieben ist, dann würde diese Information faktisch nicht korrekt sein. Also diese Information als Fakt hinzunehmen, finde ich gewagt. Zumal wir es hier mit minderjährigen Kindern zu tun haben.
Zitat von DewDew schrieb:Uns stehen diese Informationen nicht zur Verfügung. Wenn der EB sagt "in letzter Zeit", dann wird den Ermittlern ein Zeitrahmen bekannt sein. Dasselbe gilt für den oder die Orte.
Das ist eine Mutmaßung. "In letzter Zeit" ist absolut dehnbar und es steht die Frage im Raum, in welchem Rahmen solche Treffen stattgefunden haben sollen und mit welcher Intention. Es wird hier angenommen, nur weil es sich und Mädchen und Junge handelt, wären sie von amouröser Natur. Das ist doch völlig unklar. Also selbst wenn wir Treffen annehmen, heißt das mal gar nichts. Ich habe auch früher öfter mal Leute/Mädels an der Tanke getroffen. Das war aber nicht immer amourös oder auch nur freundschaftlich. Einfach nur gegrüßt, gequatscht und fertig. Wir haben hier absolut "0" Information, welcher Natur diese Treffen waren, sofern sie überhaupt stattgefunden haben. Sehr dünn für meinen Geschmack.
Zitat von DewDew schrieb:
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:Diese Beschreibung passt scheinbar zumindest was Moped und Helm angeht auf eine Person, die dann auch mehrfach von Freundin(en) gesehen wurde.
Konkret genug für die Ermittler. Konkret genug für eine Personenbeschreibung mit mehr Details als nur Moped und Helm. Und nicht "scheinbar".
Da ist doch gar nicht klar, von wem hier welche Details kamen. Wenn z.B. Marion ihren Freundinnen erzählt hätte, dass jener Chris(sy) lispelt und blond und soundso groß ist, ein schwarzes Moped und einen roten Helm hat, dann wird jede Freundin annehmen Chris(sy) mit allen Eigenschafften zu sehen, wenn jemand mit schwarzem Moped und rotem Helm an ihr vorbei fährt. Weißt du was ich meine? Es geht hier darum, was quasi durch Erzählungen des Opfers gegenüber den Freundinnen induziert wurde und was sie wirklich selbst unabhängig davon beobachtet haben.
Zitat von DewDew schrieb:
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 08.05.2026:Die Ermittlungsergebnisse beschränken sich hier auf Aussagen von Minderjährigen um die 12 Jahre, die teilweise aus zweiter Hand berichtet haben dürften.
Weitgehend haltlose Annahme, teilweise faktisch falsch und widerlegt.
Da brauche ich jetzt mal bitte eine Erklärung. Ich sehe nicht wo das falsch und widerlegt sein sollte. Zweifelst du an, dass die Freundinnen von Marion Baier in ähnlichem Alter waren? Verstehe ich gerade nicht.
Zitat von DewDew schrieb:Um Deinen persönlichen Schwerpunkt zu begründen halte ich es nur für völlig unnötig und nicht nachvollziehbar, Fakten wortreich zu ignorieren oder zu verdrehen bis hin zur Leugnung.
Das wiederum ist jetzt einfach mal eine -wie ich es empfinde- schon recht freche Unterstellung, mir hier vorzuwerfen etwas zu leugnen oder zu verdrehen. Das sehe ich hier abolut nicht als gegeben an. Zumal hier schonmal behauptet wurde, der Zeuge der Porschesichtung wäre unglaubwürdig. DAS ist Verdrehung von Tatsachen und Verleugnung von Tatsachen meiner Meinung nach.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

13.05.2026 um 15:33
@Slaterator
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Nun, der Schreinermeister und auch der Soldat waren nicht nur erwachsen, sie fühlten sich von der Beobachtung die sie an diesem Abend gemacht hatten genötigt, sich freiwillig bei der Polizei zu melden und eine Aussage zu machen. Ich gehe davon aus, ihre Aussage wurde auf Plausibilität geprüft, ihre Anwesenheit am Ort ebenfalls nachvollzogen und für plausibel empfunden und alles ordnungsgemäß protokolliert, die Identität zweifelsfrei festgestellt. Daher ist das alles zumindest für mich persönlich erst einmal formaljuristisch korrekt.
Ja, so stelle ich mir das auch vor. Polizeiarbeit, wie man sie sich als Laie vorstellt und wünscht. Da wir beide nicht dabei waren, mutmaßen wir das natürlich nur, nehmen es aber in der Falldiskussion als Tatsache an. Denn sonst:
Zitat von Der_SchwabeDer_Schwabe schrieb:Naja, dann muss ich aber auch alle anderen Zeugenaussagen anzweifeln. Genauso gut könnte man dann annehmen, dass die gesehenen Fahrzeuge gar kein VW und kein Porsche waren. Und vielleicht war der VW ja gar nicht grün sondern blau. Die mutmaßlichen Zeugen waren vielleicht übermüdet und konnten das gar nicht mehr so genau erkennen. Ich frage mich aber, was dann hier noch zu diskutieren bleibt...
Ich gehe davon aus, dass auch deren Aussagen auf Plausibilität geprüft wurden, die angegebenen Umstände ( Orte, Zeiten, Zeiträume ) ebenfalls nachvollzogen, für plausibel empfunden, ordnungsgemäß protokolliert worden sind.
Ich gehe sogar davon aus, dass man die Aussagen der Freundinnen miteinander verglich und auf Übereinstimmungen und Abweichungen abklopfte. Eine Möglichkeit, die man bei Einzelzeugen in dem Maße nicht hat.
Ich gehe ebenfalls davon aus, dass die Ermittler keine Praktikanten waren, sondern entsprechend ausgebildet und erfahren, um die Besonderheiten von Aussagen von Kindern/Jugendlichen zu kennen und zu berücksichtigen. Hier konnte man sogar noch Eltern und Lehrer fragen, ob die Mädchen zu überbordender Fantasie neigten.

Auch hier waren wir nicht dabei und müssen uns darauf verlassen, dass das, was uns als bisheriges Ergebnis bekanntgegeben wurde, den Tatsachen entspricht oder zumindest von den Ermittlern als Tatsachen angesehen wird. Das gilt.
Mehr haben wir nicht und erst wenn wir im weiteren Verlauf der Ermittlungen mehr, genauere oder gegenteilige Informationen erhalten, können wir die in unsere Gedankengebäude integrieren.

Also frage ich mich, wie Du dazu kommst, den wahrscheinlich selben Polizisten durch die Hintertür zu unterstellen, sie hätten bei der Einvernahme der Freundinnen von M.B. nicht genau dieselbe Sorgfalt an den Tag gelegt wie bei dem Schreinermeister und dem Soldaten und diese Ergebnisse in Zweifel zu ziehen. Also das Extrakt nach Abzug aller Einschränkungen, die man gegenüber jedewedem Zeugen haben kann. Für mich lautet die Antwort schlicht: Kraft Deiner Wassersuppe. Und die ist mir zu dünn.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Oder eben auch die angenommenen Treffen zwischen Marion und jenem Chris(sy), die mutmaßlich nur aufgrund der Aussage von Marions Freundinnen angenommen werden, die hier von einigen Usern aber als Fakt betrachtet werden, weil Eduard Zimmermann keinen Konjunktiv benutzte.
Und der benutzte keinen Konjunktiv, weil die präsentierten Informationen als Fakten angesehen wurden. Und solange keine anderslautende offizielle Information rauskommt, bleibt´s dabei.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:
Zitat von DewDew schrieb:Sie hat daheim behauptet, sie hätte das vor. Das kann auch tatsächlich das geplante Endziel ihrer Route gewesen sein. Ob sie Zwischenziele geplant hatte und wie viele, wissen wir nicht.
Hier hakt es schon. Sie (Marion) hat -so mein Stand der Information- ihren Eltern angekündigt, die Oma zu besuchen.
Sachlich hakt ( bis ) da gar nichts. Du drückst die bekannten Fakten nur anders aus.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Tatsächlich traf sie sich allerdings zunächst mit einer Freundin auf dem Fest.
Sachlich scheinbar korrekt, Du beginnst allerdings hier schon, die Fakten zu interpretieren, möglicherweise ohne es zu merken.
Du sagst, sie traf sich mit der Freundin. Das impliziert eine Verabredung mit der Freundin. Das ist möglich, schränkt aber die neutrale Sicht ein.
Es kann ja auch sein, dass sie dort nur auf die Freundin traf, während sie eigentlich mit jemand anderem verabredet war.
Und es kann sein, dass sie zuerst mit der Freundin verabredet war und unabhängig davon oder für später noch mit jemand anderem.
Das wären zwei naheliegende Erklärungen für ihre Rückkehr, nachdem die Freundin gegangen war.
Gerade diese Rückkehr macht die Möglichkeit, dass sie spontan auf das Fest ging, also ursprünglich nur zur Oma wollte, und die Möglichkeit, dass sie nur mit der Freundin verabredet war meiner Meinung nach ( Achtung: Interpretation! ) weniger wahrscheinlich aber nicht unmöglich.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Dies spricht mMn eindeutig dafür, dass sie dort auch mit ihr primär verabredet war und anschließend der Besuch bei der Oma stattfinden sollte.
Das ist Deine Meinung, das ist eine Möglichkeit, eindeutig ist da gar nichts. Kann man so sehen.
Du schränkst Dich nur in der Betrachtung darauf ein. Die anderen von mir aufgezeigten Möglichkeiten werden in keinster Weise widerlegt.
Je früher man sich in der Betrachtung solcher Vorgänge festlegt, desto mehr gerät man in einen Tunnel.

Ich sage, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Verabredung bei der Gesamtbetrachtung steigt, beschränke mich aber nicht auf die Freundin oder darauf, dass es nur eine Verabredung gab. Damit halte ich alle Möglichkeiten im Blick und muss keine Zusatzannahmen erfinden, für die es keine Hinweise gibt.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:So konnte auch der Festbesuch erfolgreich vor den Eltern vertuscht werden.
Das halte ich in der Gesamtbetrachtung auch für sehr wahrscheinlich. Ich erinnere mich aus meiner Kindheit an Diskussionen bezüglich erlaubter und nicht erlaubter Dinge. Wenn meine Eltern etwas nicht erlauben wollten, hieß es mitunter, dass die Nachbarskinder das schließlich auch nicht dürften oder täten. Das wäre o. k. gewesen, wenn nicht nicht bei anderen Anlässen etwas verboten wurde, was diese durften. Ich habe diese Argumentationsschiene gehasst. Das war so beliebig und immer zu meinem ( empfundenen ) Nachteil, obwohl sich meine Eltern bestimmt was dabei dachten.
Bei der Festbesuchsfrage stelle ich mir eine ähnliche Situation vor. Das Argument, die Freundin dürfe auch alleine dort hin, hätte vermutlich nicht geholfen.

Ich finde es übrigens interessant und bemerkenswert, dass Du an dieser Stelle eine Vertuschung auch für plausibel hältst. Gleichzeitig blockst Du den "Chrissy" vehement ab, obwohl man da auch von Verheimlichung ausgehen kann, ja sogar muss, wenn M.B.´s Freundinnen ihn in Person kannten und die Eltern nichts von ihm wussten.

Die Festbesuchsfrage mit dem Zusatz, dort einen den Eltern unbekannten Jungen ( jungen Mann ) treffen zu wollen, hätte vermutlich zu Hausarrest geführt.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Das Endziel wird dann deutlich, als sie sich von dieser Freundin verabschiedet. Sie will zur Oma. Die ihr ja letzten Endes auch das "Alibi" für diesen wahrscheinlich nicht erlaubten Festbesuch verschaffen soll.
Das sehe ich ganz genauso, wie schon angesprochen.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Warum sollte sie da Zwischenziele mit ständigem Hin- und Her planen? Das erschließt sich mir nicht. Zumal ja auch Sonntag war....
Von ständigem Hin und Her war doch in der Betrachtung der Planung keine Rede und ich weiß nicht, wo Du das hernimmst. Der Plan für den Sonntagnachmittag sah doch, soweit ich Dich verstehe, so aus: Start zu Hause, verheimlichtes Zwischenziel Freundin auf dem Fest treffen, Ziel ( -angabe ) Oma.

Für mich kann der Plan von vornherein so ausgesehen haben:
Zu Hause - Fest ( erst verheimlichte Freundin, später noch verheimlichterer X ) - unbekannter Ort? - Oma

Das Hin und Her war m. E. nicht geplant, das entstand aus der Situation.

Es entstand folgendes Bild:
Zu Hause - Fest ( verheimlichte Freundin) - unbekannter Ort - Fest ( warum? wegen oder mit wem? ) - unbekannter Ort? - Tatort/Fundort

Ist das mit den Zwischenzielen so verständlicher?
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:
Zitat von DewDew schrieb:Wir wissen nur, dass sie das angegebene ( End- ) Ziel nicht erreichte.
Sie erreichte ihr Endziel nicht. Korrekt. Weder die Oma, noch ihre Wohnadresse. Es erscheint mir allerdings wenig plausibel, dass diese "Zielverfehlung" bewusst von ihr geplant war.
Was soll denn jetzt auf einmal hier die Wohnadresse, also zu Hause? Das ergibt doch selbst in Deinem eigenen Szenario vom verschleierten Festbesuch kaum Sinn.
Wenn die Oma als Alibi für´s Fest herhalten sollte und unter der Vorgabe, dass es für die Familie nicht ungewöhnlich war, dass M.B. bei der Oma übernachtete, dann war doch der Witz an der Sache, nach dem Festbesuch bei der Oma zu bleiben und wegen der späten Rückkehr zu Hause keinen Abriss zu kriegen.
Eine Tour Fest - Oma - nach Hause wäre ja nur noch später geworden und hätte genau diesen provoziert.

Natürlich war die Verfehlung des Endziels "Oma" nicht geplant.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Ich denke vielmehr, sie lief dem Täter quasi in die Arme, er nutzte sie Situation und das war es dann.
Meinst Du jetzt einen reinen Gelegenheitstäter ohne vorherigen Bezug zum Opfer? Das kann selbstverständlich sein. Sogar unter allen vorher angesprochenen Möglichkeiten kann es darauf hinausgelaufen sein.

Will sagen, sie kann nur mit der Freundin auf dem Fest verabredet gewesen sein und später auf dem Weg zur Oma ihren Mörder getroffen haben.

Dann ergibt aber die Rückkehr zum Fest, nachdem die Freundin weg war, ein großes Fragezeichen.

Sie kann mit der Freundin und einem Unbekannten verabredet gewesen sein, diesen auch nach der Rückkehr zum Fest getroffen und eine gute Zeit gehabt haben. Später, auf dem Weg zur Oma, traf sie ihren Mörder.

Sie kann mit der Freundin und einem Unbekannten verabredet gewesen sein, diesen auch nach der Rückkehr zum Fest getroffen und eine gute Zeit gehabt haben. Später, auf dem Weg zur Oma, brachte der sie um.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:
Zitat von DewDew schrieb:d.)Sie hatte schon von vornherein vor, auf das Fest zu gehen und anschließend zur Oma, um auf dem Fest jemand bestimmten zu zu treffen, war mit der Person oder den Personen verabredet.
Ja korrekt, davon gehe ich ja auch aus. Aber die Verabredung war mit ihrer Freundin. Die hat sie dort getroffen und Zeit mit ihr dort verbracht, bis sie sich dann auf den Weg zur Oma machte und sich von ihr verabschiedete.
Hierbei ergibt die Rückkehr zum Fest das große Fragezeichen, wie schon gesagt.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Warum sie zurück kam ist tatsächlich merkwürdig. Was ist denn eigentlich wenn sie etwas verloren hat? Den Schlüssel zum Beispiel oder irgendetwas für sie wertvolles? Das könnte auch ein Grund zur Rückkehr sein. Sie merkte es spät, kehrte um und ging in das Festzelt um das verlorene Stück zu suchen. Nur mal als Idee...
Das ist sicher eine theoretisch mögliche Erklärung aber darauf gibt es meines Wissens keine Hinweise. Weder habe ich bisher von irgendeinem fehlenden Gegenstand gehört, noch hat sie z.B. die später getroffene Freundin, die mit ihren Eltern da war, daraufhin angesprochen. Es wäre naheliegend gewesen, sie um Hilfe beim Suchen zu bitten. Das bleibt also reine Spekulation zum im Hinterkopf behalten.

Wenn Du schon über verschwundene Dinge spekulierst:
Ich weiß, dass Dich das jetzt ärgern wird, aber der einzige Part aus ihrem Umfeld, von dem wir wissen und der nach der Tat weg war, ist der "Chrissy". Den muss ich mir nicht dazuerfinden, um ein ansonsten schwer erklärbares Verhalten leichter zu erklären.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:
Zitat von DewDew schrieb:Mit dem kategorischen Ausschluss von "Chrissy" entfernst Du Dich aber völlig willkürlich von den bis zur detaillierten Personenbeschreibung veröffentlichen Informationen bis hin zur Falschbehauptung "nie gesehen und/oder identifiziert".
Laut E. Zimmermann und EB wurde er vor der Tat oft gesehen und von den Freundinnen, die ihn sahen, anhand der genannten Merkmale als "Chrissy" identifiziert.
Nein, ich entferne mich nicht willkürlich. Mir eine Falschbehauptung zu unterstellen ist -mit Verlaub- eine Frechheit. Nur weil irgendwelche Freundinnen von Marion angeblich irgendeine Person mit schwarzem Moped und rotem Helm irgendwo gesehen haben, ist nicht bewiesen, dass es sich um ein und dieselbe Person handelt, die angeblich mit Marion zusammengetroffen ist und identifiziert ist ist bis heute nicht. Auch das Verhältnis zu Marion ist nicht geklärt.
Ich möchte nicht frech sein und ich halte Dir die unchristliche Zeit, zu der Du das geschrieben hast zugute, aber diese künstliche Aufregung steht Dir wirklich nicht.

Wie soll ich es denn nennen, wenn Du mit schon absurder Sturheit in Zweifel ziehst und das Gegenteil von dem behauptest, was den Ermittlern als Ergebnis ihrer Ermittlungen plausibel und für die Öffentlichkeitsfahndung wichtig und erwähnenswert erschien? Pathologisch auffällig?
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Die anderen Zeugen meldeten sich bei der Polizei, machten konkrete Angaben zu möglicherweise verdächtigen Beobachtungen. Diese in Frage zu stellen finde ich persönlich unverständlich. Wie wahrscheinlich ist es denn, dass auf einer einsamen Straße durch ein Neubaugebiet (Großbaustelle) in Gegenrichtung ein so auffälliger Porsche 911 neben oder nahe einer Kinderleiche zum stehen kommt und ein Mann mit einer Frau/Mädel im Fahrzeug kämpft, aber das alles nur Zufall ist und nicht mit dem Mord zusammenhängt? Und warum haben sich diese beobachteten Personen nicht gemeldet?

Sind die nicht abgetaucht so wie angeblich jener Chris(sy)? Sind die weniger verdächtig?
Ich wüsste jetzt nicht, wo ich diese Zeugenaussagen in Zweifel gezogen hätte, dass Du ausgerechnet mir damit ständig kommst. Die Beobachtungen stehen. Ich bezweifle höchstens den Bezug der beobachteten Tatbestände zum Fall und habe diese Zweifel auch jeweils begründet.

Völlig abgesehen davon vergleichst Du hier Äpfel mit Birnen.
Im Gegensatz zu "Chrissy" sind nämlich die genannten Personen, also der Typ mit dem auffälligen Porsche, den es mitten in der Nacht auf die falsche Straßenseite verschlagen hatte und der ( deswegen? ) einen bewegten Disput mit seiner Begleitung hatte, oder der unbekannte GI zu keinem Zeitpunkt vor der Tat irgendwie als in M.B.´s Umgebung befindlich erwähnt worden. Dafür hat vermutlich die Phantasie ihre Freundinnen nicht gereicht...
Oder habe ich was übersehen? Ich lasse mich da gerne korrigieren, wenn´s doch so war.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:
Zitat von DewDew schrieb:Um Deinen persönlichen Schwerpunkt zu begründen halte ich es nur für völlig unnötig und nicht nachvollziehbar, Fakten wortreich zu ignorieren oder zu verdrehen bis hin zur Leugnung.
Das wiederum ist jetzt einfach mal eine -wie ich es empfinde- schon recht freche Unterstellung, mir hier vorzuwerfen etwas zu leugnen oder zu verdrehen. Das sehe ich hier abolut nicht als gegeben an. Zumal hier schonmal behauptet wurde, der Zeuge der Porschesichtung wäre unglaubwürdig. DAS ist Verdrehung von Tatsachen und Verleugnung von Tatsachen meiner Meinung nach.
Das ist schon keine Sackgasse mehr, in der Du da steckst, das ist ein Sackloch mit einem bündig abgerissenen Bolzen, mindestens M10.

Schönes Wochenende.

MfG

Dew


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

13.05.2026 um 15:40
Zitat von DewDew schrieb:Schönes Wochenende.
Kannst Dir gerne Zeit lassen.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

13.05.2026 um 20:32
Zitat von DewDew schrieb:Ich gehe sogar davon aus, dass man die Aussagen der Freundinnen miteinander verglich und auf Übereinstimmungen und Abweichungen abklopfte. Eine Möglichkeit, die man bei Einzelzeugen in dem Maße nicht hat.
Was soll man da groß verglichen haben? Wann der Mopedcasanova mit dem roten Helm an denen vorbeigeknattert ist? Was den Freundinnen (wir wissen nicht um welche Anzahl es sich handelt, vielleicht auch nur 2) von Marion Baier erzählt wurde? Da gibt es meiner Auffassung nach keine Überprüfung die mir einfallen würde, welche deren Aussage glaubhafter macht, als die der anderen Zeugen, welche den Porsche bzw. den VW sahen.
Zitat von DewDew schrieb:Hier konnte man sogar noch Eltern und Lehrer fragen, ob die Mädchen zu überbordender Fantasie neigten.
Ernsthaft? Glaubst du wirklich, die Ermittler haben ausgerechnet die Klassenlehrer dazu befragt, ob die Zeuginnen zu Phantasiegeschichten neigen? Wohl kaum. Und selbst wenn man sie befragt hätte -was ich absolut nicht glaube-, wäre das Ergebnis ja wohl nur sehr subjektiv und würde mMn absolut nicht zu einer Bewertung der Zeugenaussage taugen. Selbst die Eltern haben da nur geringfügig mehr Kenntnis. Schließlich glaubten die ja auch, Marion würde die Oma und nicht das Fischerfest besuchen. Soviel dazu.
Zitat von DewDew schrieb:Also frage ich mich, wie Du dazu kommst, den wahrscheinlich selben Polizisten durch die Hintertür zu unterstellen, sie hätten bei der Einvernahme der Freundinnen von M.B. nicht genau dieselbe Sorgfalt an den Tag gelegt wie bei dem Schreinermeister und dem Soldaten und diese Ergebnisse in Zweifel zu ziehen.
Ich unterstelle hier mal gar nichts durch die Hintertür. Abgesehen davon wurden die Aussagen der Zeugen (Porschesichtung & VW Sichtung) hier nie von mir angezweifelt. Im Gegenteil. Die halte ich für glaubhaft. Die Frage nach der Sorgfalt der Ermittler stellt sich hier im Übrigen nicht. Denn wenn man die gleiche Sorgfalt voraussetzt -was ich mache- bleibt ein Kind eben ein Kind. Es gibt gute Gründe, warum es Altersgrenzen gibt. Das ist nicht wertend gemeint. Aber die Aussage eines Kindes ist eben nicht mit dem gleichem Maß zu bewerten wie die eines Erwachsenen. Fakt ist, die Freundinnen glaubten ihrer Freundin. Die Ermittler wiederum den Freundinnen. Das ist aber kein Beweis für irgendetwas. Das sind Aussagen aus zweiter Hand. Punkt.
Zitat von DewDew schrieb:
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Oder eben auch die angenommenen Treffen zwischen Marion und jenem Chris(sy), die mutmaßlich nur aufgrund der Aussage von Marions Freundinnen angenommen werden, die hier von einigen Usern aber als Fakt betrachtet werden, weil Eduard Zimmermann keinen Konjunktiv benutzte.
Und der benutzte keinen Konjunktiv, weil die präsentierten Informationen als Fakten angesehen wurden. Und solange keine anderslautende offizielle Information rauskommt, bleibt´s dabei.
Wenn ich jetzt auch keinen Konjunktiv benutze, ist dann meine Aussage Fakt, bis ich das Gegenteil behaupte? Was ist das denn jetzt für eine Logik? Das muss man sich jetzt mal auf der Zunge zergehen lassen. Bei allem Respekt, ich persönlich finde, dies ist eine ziemlich wilde Aussage. Also wann immer Eduard Zimmermann oder einer seiner Nachfolger keinen Konjunktiv benutzt wird nur über konkret bewiesene Tatsachen berichtet die absolut als wahr und Fakt angenommen werden können, solange es keine anderslautende Stellungnahme gibt. So richtig?

Oha. Ich habe ja schon viel gehört und gelesen. Aber das toppt alles. Kein weiterer Kommentar.
Zitat von DewDew schrieb:Es kann ja auch sein, dass sie dort nur auf die Freundin traf, während sie eigentlich mit jemand anderem verabredet war.
Und es kann sein, dass sie zuerst mit der Freundin verabredet war und unabhängig davon oder für später noch mit jemand anderem.
Das wären zwei naheliegende Erklärungen für ihre Rückkehr, nachdem die Freundin gegangen war.
Das Marion bei ihrem ersten Besuch die Freundin zufällig traf aber ihre eigentliche Verabredung nicht, halte ich persönlich für unwahrscheinlich. Denn das sie dann -quasi auf Verdacht- nochmal zurückkehrte um doch nochmal nach dieser Person zu suchen, ergibt keinen wirklichen Sinn. Sie war ja nie bei ihrer Großmutter. Warum hätte sie also das Fest verlassen sollen, wenn sie nicht die Großmutter besucht? Für mich komplett unlogisch. Und wenn, wo war sie dann zwischenzeitlich?

Warum zwei Verabredungen für mich unlogisch erscheinen, habe ich im letzten Beitrag schon erläutert.
Zitat von DewDew schrieb:Für mich kann der Plan von vornherein so ausgesehen haben:
Zu Hause - Fest ( erst verheimlichte Freundin, später noch verheimlichterer X ) - unbekannter Ort? - Oma
Tatsächlich aber erfolgte die Vorgehensweise Zuhause -> Fest -> Oma (Ziel nicht erreicht) -> Fest -> Baustelle -> Mord

Dem zufolge ist für mich die Verabredung mit der Freundin auf dem Fest entscheidend und ergibt auch planerisch absolut Sinn. Danach dann Oma und keine weitere Rückkehr zum Fest. Auf dem Weg zu ihrer Oma erfolgte dann eine Einflussnahme, die jegliche Planung spontan veränderte.
Zitat von DewDew schrieb:Meinst Du jetzt einen reinen Gelegenheitstäter ohne vorherigen Bezug zum Opfer? Das kann selbstverständlich sein.
Ja den meine ich.
Zitat von DewDew schrieb:Dann ergibt aber die Rückkehr zum Fest, nachdem die Freundin weg war, ein großes Fragezeichen.
Richtig.
Zitat von DewDew schrieb:Das ist sicher eine theoretisch mögliche Erklärung aber darauf gibt es meines Wissens keine Hinweise. Weder habe ich bisher von irgendeinem fehlenden Gegenstand gehört, noch hat sie z.B. die später getroffene Freundin, die mit ihren Eltern da war, daraufhin angesprochen. Es wäre naheliegend gewesen, sie um Hilfe beim Suchen zu bitten. Das bleibt also reine Spekulation zum im Hinterkopf behalten.
Ja, es ist einfach mal eine Idee dazu. Es gibt oft eine einfache Erklärung zu scheinbar komplexen Sachverhalten.

Der Rest wurde von mir schon hinreichend erklärt oder ist mir zu polemisch. Ich wünsche dir @Dew ein schönes und SEHR langes Wochenende.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

14.05.2026 um 14:16
Also mittlerweile könnte ich mir vorstellen dass diese Angabe
Das erkennbare Sohlenprofil in der Größe 43 gehörte nach polizeilichen Erkenntnissen zu Turnschuhen der Marke Adidas und fand bei den damaligen Modellen „Olympia“ (Typ 3010), „Italia“ (Typ 302), „Gazelle blau“ (Typ 3100) oder „Allround“ (Typ 3070) Verwendung.
Quelle: https://www.polizei.bayern.de/aktuelles/pressemitteilungen/096844/index.html nicht richtig war.
Hier am Anfang wurde der Schuhabdruck ja auch thematisiert
Zitat von soomasooma schrieb am 18.01.2026:Ja, schau mal hier, da ist auch die Sohle abgebildet:
https://de.pinterest.com/pin/78813062225170768/
allerdings ist auf dem Foto ein Modell "Olympiade" zu sehen, nicht "Olympia" die Sohle würde allerdings meiner Meinung nach zum Abdruck passen.
Zu dem Modell "Olympia" habe ich Hinweise gelesen dass dieser Schuh in Jugoslawien produziert wurde
Adidas Olympia. Made in Yugoslavia.
Quelle: https://de.pinterest.com/pin/52565520629153606/
ob auch in Deutschland und ab wann überhaupt, dazu habe ich bisher keine Informationen gefunden.
Allerdings ein anderes Modell dessen Sohle ebenfalls zum Abdruck passen könnte

Adidas Rom Sneakers.webp
das sind laut Beschreibung Schuhe der Marke Rom, Made in Norway. Weitere für mich zum Abdruck passende Schumodelle wären weiter für mich Modell Campus und Superstar (auf der Adidas-Webseite kann man sehr gut die Sohlen ansehen). Vermutlich ist es aktuell nicht von Relevanz oder es gibt bei den Sohlenabdrücken vom Tatort doch irgendetwas was auf das Modell Olympia 3010 hindeutet? Vielleicht könntet ihr @Slaterator und @Dew Eure Energie nochmal kurz in das Schuhthema stecken und Eure werte Meinung dazu mitteilen? Das können natürlich alle anderen ebenfalls gerne machen.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

14.05.2026 um 20:42
Hier noch mal einige Infos zu dem Sohlenabdruck, ich dachte erst diese Art von Profil gäbe es nur bei Adidas-Schuhen, es ist aber auch bei anderen Marken vorhanden. Das Profil nennt sich Fischgrätensohle, auch unter dem Begriff "Espiga" oder Clay-Sohle zu finden. Es wird offenbar auch bei Tennisschuhen verwendet
Sandplatzschuhe unterscheiden sich von anderen Tennisschuhen hinsichtlich verschiedener Merkmale, die für bessere Traktion, Stabilität und Langlebigkeit auf dem Untergrund sorgen. Die Außensohle ist mit einem Fischgrätenprofil ausgestattet, das für optimalen Grip sorgt und kontrolliertes Gleiten ermöglicht.
Außerdem kann sich der Sand nicht so gut an der Sohle festsetzen und dadurch den Grip beeinträchtigen.
Quelle: https://www.tennis-point.de/blog/ratgeber/tennisschuhe-belag/
Aus diesem Grund kommt auch bei Rasenschuhen häufig das sogenannte Fischgrätenprofil oder ein ähnlich griffiges Profilmuster zum Einsatz.
Quelle: Wikipedia: Tennisschuh

Offenbar hat der Schuh ja seinen Zweck am Tatort erfüllt da der Sand nicht in der Sohle hängenblieb sondern dieser Abdruck entstand. Mittlerweile wage ich zu bezweifeln ob man damals tatsächlich gesichert von dem Schuh "Olympia Modell 3010" ausgehen konnte.
Ich habe auch überlegt ob man von dem Abdruck der Sohle auf den Zustand des Bodens auf dem der Täter lief schliessen kann bzw. auf die Uhrzeit wann dies gewesen sein könnte. Sollte es über den Tag eher warm und trocken gewesen sein dürfte der Boden auf der Baustelle ohne Bäume ja auch eher trocken gewesen sein, bei ganz trockenem Sand hätte sich aber meiner persönlichen Meinung nach nicht so ein klarer Abdruck gebildet, dies könnte dann rein spekulativ darauf hindeuten dass der Träger der Schuhe, ob nun Täter oder nicht, eher in der Nacht als der Boden feucht geworden war dort gelaufen ist. Hier sind Wetterdaten, allerdings von Nürnberg
https://de.weatherspark.com/h/m/70544/1973/7/Historisches-Wetter-im-Juli-1973-in-N%C3%BCrnberg-Bayern-Deutschland#Figures-Temperature


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

15.05.2026 um 20:21
Einen schönen Guten Tag an @alle!

Ich habe mir jetzt nochmals etwas Zeit genommen und erneut alle Quellen durchgeschaut bzw. gehört auf der Suche nach Hinweisen zu Chris(sy) oder anderen möglichen Tätern.

Im Podcast "Das zweite Mädchen – der Fall Sonja Hurler" vom 10.04.2026 erläutert Kommissar Norbert Bernhard von der Kripo Kempten welche Personen bisher überprüft wurden und in welchem Personenkreis im Moment noch gesucht wird...

x der verstorbene Lebensgefährte Sonja Hurlers Mutter wurde durch Abgleich der DNA mit dem leiblichen Sohn entlastet

x die Gruppe der jetzt 60-65 Jahre alten Motorradrocker aus Kempten wurde komplett gespeichelt

x alle damaligen 14-18 Jahre alten Jugendlichen aus Thingers (250 (253) Personen) gespeichelt

- gesucht werden Personen die in den 1970er- und 1980er-Jahren sowohl familiäre oder/und berufliche Beziehungen nach Mittelfranken (Zirndorf/Oberasbach) als auch ins Allgäu bzw. nach Kempten hatten

- Bundeswehrangehörige

- Angehörige der US-Armee (Anfrage ist gestellt)

- Auswärtige Gruppen von Sportvereinen, Schützenvereinen, Schulen, Motorradclubs, Firmen, Polizei

- Personen aus dem Umfeld der damaligen Veranstaltungen wie des Fischerfestes in Zirndorf oder Teilnehmer eines Grill- bzw. Sommerfestes nahe Kempten

- Überprüfung von Sexualstraftätern

- Prüfung zu Verbindungen mit Anhaltermorden, Serienmördern


(x) Spur erledigt

Im Podcast werden auch der VW und der Porsche, die Turnschuhe und der Anhänger angesprochen. Der Name Chris(sy) wurde NICHT erwähnt!

Die Kripo bittet um keine Allgemeinen Hinweise mehr! Es wird mit dem Podcast versucht Personen anzusprechen welche Beobachtungen gemacht haben, welche sie bisher nicht für bedeutend gehalten haben. Kommissar Bernhard sagte auch, dass es nach 20/40 Jahren einfacher ist über Erinnerungen zu sprechen. Immer noch werden Fotos vom Fischerfest gesucht! (Wenn nur endlich mal der Upload funktionieren würde, merkt das die Kripo denn nicht!?)




Ich habe absolut keinen Überblick wieviele Menschen der Regionen Zirndorf/Kempten überhaupt die Ausstrahlung der beiden Fälle im ZDF bei XY am 13.12.1974 (MB) und 21.01.2026 (SH) und nachfolgende Beiträge in den Medien bisher verfolgt haben.

Bei allmystery gibt es momentan
- im Fall Marion Baier 49 Diskutanten, 62 Beobachter, von 645 Mitgliedern einmal gelesen
- im Fall Sonja Hurler 72 Diskutanten,104 Beobachter, von 786 Mitgliedern einmal gelesen

Etwas ernüchternd das Interesse für einen Mord an zwei jungen Mädchen und der Wahrscheinlichkeit (gleiche DNA) des selben Täters!

Deshalb auch der Appell:
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Nochmal, sollte dieser Chris(sy) oder die anderen beobachteten Personen noch leben, diesen Beitrag lesen und sich melden, wäre das großartig!

-> BITTE MELDET EUCH! <- 🙏




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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

18.05.2026 um 12:24
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:- gesucht werden Personen die in den 1970er- und 1980er-Jahren sowohl familiäre oder/und berufliche Beziehungen nach Mittelfranken (Zirndorf/Oberasbach) als auch ins Allgäu bzw. nach Kempten hatten
Ich denke, dass die Polizei gerade hier durch den XY-Beitrag vom 21.01.2026 (SH) einiges an Input bekommen hat. Daher ist es sehr wahrscheinlich, dass man sich zunächst auf diese neu entstandene Liste konzentrieren wird, zumal es sich dabei ja auch um "frische Spuren" handelt.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Etwas ernüchternd das Interesse für einen Mord an zwei jungen Mädchen und der Wahrscheinlichkeit (gleiche DNA) des selben Täters!
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 13.05.2026:Nochmal, sollte dieser Chris(sy) oder die anderen beobachteten Personen noch leben, diesen Beitrag lesen und sich melden, wäre das großartig!
@HolzaugeSHK
@Slaterator

Da kann ich Euch nur beipflichten!


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

20.05.2026 um 16:14
Zitat von 321meins321meins schrieb am 14.05.2026:Vielleicht könntet ihr @Slaterator und @Dew Eure Energie nochmal kurz in das Schuhthema stecken und Eure werte Meinung dazu mitteilen? Das können natürlich alle anderen ebenfalls gerne machen.
Sehr gerne. Was ich mal in einem früheren Beitrag von mir hier im Thread angesprochen hatte ist die Tatsache, dass Herzogenaurach (Hauptsitz des Herstellers Adidas) quasi direkt "um die Ecke" vom Tatort ist. Zwischen beiden Orten (Oberasbach und Herzogenaurach) liegen grob 25 Km. Daher könnte in Frage kommen, dass der Täter auch direkt mit Adidas zu tun gehabt haben könnte. Das würde den Bezug zum Tatort erklären und wenn man jetzt spekulativ noch so weit geht, z.B. den Porsche und die Christophorus-Medaille hinzuzuziehen, wäre es -zumindest für mich- in der Theorie vorstellbar, dass er in möglicherweise leitender Funktion viel unterwegs war und das Unternehmen repräsentiert haben könnte. Also ein Vertriebsangestellter (Vertreter). Natürlich ist das reine Spekulation. Aber es könnte ein paar Dinge erklären. Auch warum es ihn später zum zweiten Mordort nach Kempten verschlug.

Was den Schuh bzw. das Modell "an sich" angeht, bin ich absoluter Laie. Ich kenne mich da weder mit Sohlen, noch mit Design, Funktion usw. aus. Ich kaufe meine Schuhe eigentlich immer spontan, meistens aus optischen Aspekten heraus beim Schuhhändler meines Vertrauens. Kurz: Ich kenne mich bei Schuhen überhaupt nicht aus und kann deswegen auch fachlich nicht viel dazu beitragen. Leider.
Zitat von 321meins321meins schrieb am 14.05.2026:Ich habe auch überlegt ob man von dem Abdruck der Sohle auf den Zustand des Bodens auf dem der Täter lief schliessen kann bzw. auf die Uhrzeit wann dies gewesen sein könnte. Sollte es über den Tag eher warm und trocken gewesen sein dürfte der Boden auf der Baustelle ohne Bäume ja auch eher trocken gewesen sein, bei ganz trockenem Sand hätte sich aber meiner persönlichen Meinung nach nicht so ein klarer Abdruck gebildet, dies könnte dann rein spekulativ darauf hindeuten dass der Träger der Schuhe, ob nun Täter oder nicht, eher in der Nacht als der Boden feucht geworden war dort gelaufen ist.
Das ist ein sehr interessanter Gedanke, zumal man den sicherlich durch die Obduktion recht präzise festgestellten Todeszeitpunkt nie verraten hat. Vielleicht könnte man sich dadurch zumindest theoretisch grob annähern. Allerdings befürchte ich, dass es da an zu vielen Informationen fehlt. Selbst mit Wetterdaten haben wir keine präzisen Informationen über die genaue Bodenbeschaffenheit und mir fehlt auch die fachliche Expertise, anhand solcher Daten dann Rückschlüsse auf den Zeitpunkt der Spurenverursachung zu schließen. Wenn das jemand kann, dann bitte vortreten! Ich bin da raus.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb am 15.05.2026:Kommissar Bernhard sagte auch, dass es nach 20/40 Jahren einfacher ist über Erinnerungen zu sprechen.
Vermutlich ist das auch ein guter Ansatz. Man konnte ja in der Vergangenheit schon beobachten, dass Zeugen die über Jahrzehnte geschwiegen haben plötzlich den Mut fassten, eine Aussage zu machen. Selbst wenn sie noch so unwichtig erschien und deren Wichtigkeit komplett unterschätzt wurde. Von daher kann man da wirklich nur an alle Menschen appellieren sich bei den Behörden zu melden, selbst wenn sie "nur" eine -ihrer Meinung nach- unwichtige Kleinigkeit beitragen können. Oft sind genau diese vermeintlichen "Kleinigkeiten" der entscheidende Faktor oder das fehlende Mosaikstück.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

20.05.2026 um 18:56
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Sehr gerne
Vielen Dank dafür!
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Daher könnte in Frage kommen, dass der Täter auch direkt mit Adidas zu tun gehabt haben könnte
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:dass er in möglicherweise leitender Funktion viel unterwegs war und das Unternehmen repräsentiert haben könnte
Das könnte ich mir ebenfalls gut vorstellen, alternativ vielleicht ein Sohn eines Mannes in leitender Funktion, ich bin mir nicht sicher ob man sich mit 12 Jahren vielleicht eher von einem jüngeren Mann ohne Argwohn nach Hause fahren lassen würde.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Was den Schuh bzw. das Modell "an sich" angeht, bin ich absoluter Laie.
Bin ich ebenfalls, nur rein optisch würde ich nach dem was ich gesehen habe vermuten, aber auch nur vermuten dass dieser Abdruck auf Bild Nr.49 nicht nur beim Adidas Schuh Olympia Modell 3010 vorkommt was ich insofern erstaunlich finden würde da bisher immer vom Modell Olympia die Rede war.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

21.05.2026 um 08:30
Was mich mal interessieren würde, ist das am Tatort gefundene Christopherus-Medaillon wirklich vom Täter? Jetzt nach Vorliegen der Täter-DNA wäre es doch eine Leichtigkeit nochmals den Anhänger aus der Asservatenkammer zu holen und in einem Labor die DNA-Spuren abzugleichen.


Screenshot 20260511 083037 Samsung InterOriginal anzeigen (1,7 MB)

Bildquelle: XY-Sendung vom 13.12.1994

Voraussetzung ist natürlich, dass Eduard Zimmermann am 13.12.1974 nicht alle Spuren vernichtet hat und der Anhänger noch keiner Entrümpelungsaktion zum Opfer gefallen ist.


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

21.05.2026 um 09:08
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Was mich mal interessieren würde, ist das am Tatort gefundene Christopherus-Medaillon wirklich vom Täter?
Das hatte ich mich ja auch schon gefragt, ich könnte mir weiterhin vorstellen dass die Möglichkeit besteht dass der Anhänger nicht vom Täter stammt sowie ich mir auch vorstellen könnte dass die Schuhabdrücke nicht vom Täter stammen, beim Tatort handelt es sich ja um ein frei zugängliches Gebiet. es klingt für mich persönlich in den Meldungen auch nicht als gesichert
Polizeibeamte fanden in der Nähe der Leiche ein Silbermedaillon mit dem Abbild des Hl. Christophorus (Schutzpatron der Reisenden und Autofahrer), das offensichtlich dem Täter zuzuordnen ist.
Am Tatort konnte die Polizei mehrere Schuheindrücke feststellen, die mutmaßlich vom Täter gesetzt worden waren.
Quelle: https://www.polizei.bayern.de/aktuelles/pressemitteilungen/096844/index.html
Im Mordfall Marion Baier wurde am Tatort ein Christophorus Medaillon gefunden. Die Ermittler gehen davon aus, dass dies vom Täter stammte.
Quelle: https://www.polizei.bayern.de/aktuelles/pressemitteilungen/097073/index.html
Die Ermittler suchten bereits damals nach Hinweisen zu einem Silbermedaillon mit dem Heiligen Christophorus, das dem Täter gehört haben könnte
Zudem konnte die Polizei am Tatort Eindrücke von Adidas-Turnschuhen der Größe 43 feststellen.
Quelle: https://www.br.de/nachrichten/bayern/mord-an-marion-baier-wird-nach-50-jahren-neu-aufgerollt,V8RtuHx


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Marion Baier am 01. oder 02.07.1973 in Oberasbach (LK Fürth) ermordet

21.05.2026 um 10:12
Zitat von 321meins321meins schrieb:
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Was mich mal interessieren würde, ist das am Tatort gefundene Christopherus-Medaillon wirklich vom Täter?
Das hatte ich mich ja auch schon gefragt, ich könnte mir weiterhin vorstellen dass die Möglichkeit besteht dass der Anhänger nicht vom Täter stammt sowie ich mir auch vorstellen könnte dass die Schuhabdrücke nicht vom Täter stammen, beim Tatort handelt es sich ja um ein frei zugängliches Gebiet. es klingt für mich persönlich in den Meldungen auch nicht als gesichert
Das frage ich mich ehrlich gesagt auch schon seit längerem, wieso die Polizei dieses Medaillon so zielstrebig den Täter zuordnet. Ob es hierfür eine Begründung gibt, die wir nicht kennen? Aber wie könnte diese aussehen?
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Jetzt nach Vorliegen der Täter-DNA wäre es doch eine Leichtigkeit nochmals den Anhänger aus der Asservatenkammer zu holen und in einem Labor die DNA-Spuren abzugleichen.
Vielleicht sind sie ja schon dran an dieser Geschichte.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Voraussetzung ist natürlich, dass Eduard Zimmermann am 13.12.1974 nicht alle Spuren vernichtet hat
Ja richtig. Wobei man dem guten Ede aber zugute halten muss, dass er nicht gewusst hat, was er da anrichtet :D Aber Spaß beiseite: Da wurden in der Vergangenheit bestimmt viele Spuren vernichtet, denen man heute noch nachgehen könnte...


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