@Slaterator :
O.k., setzen wir von da nochmal an.
Slaterator schrieb am 08.05.2026:Ich persönlich vermute nicht, dass Marion überhaupt jemals bei der Oma ankam.
Das sehe ich ganz genauso.
Slaterator schrieb am 08.05.2026:Sie hatte es vor, sie war auf dem Weg, doch sie erreichte nicht ihr Ziel.
Sie hat daheim
behauptet, sie hätte das vor. Das kann auch tatsächlich das geplante Endziel ihrer Route gewesen sein. Ob sie Zwischenziele geplant hatte und wie viele, wissen wir nicht.
Wir wissen nur, dass sie das
angegebene ( End- ) Ziel nicht erreichte.
Slaterator schrieb am 08.05.2026:Meine persönliche Vermutung/Spekulation dazu ist derzeit, dass sie auf jemanden -uns unbekannten- traf, der sie von ihrem Ursprungsplan abbrachte....
Grundsätzlich gibt´s doch hier überschaubar viele Möglichkeiten. Fangen wir mit ihrem ersten bezeugten Auftritt auf dem Fest an.
a.) Sie hatte vor, zur Oma zu gehen und kam spontan davon ab, weil sie zufällig auf jemanden traf.
b.) Sie hatte schon von vornherein vor, auf das Fest zu gehen und anschließend zur Oma,
ohne dort jemand bestimmten treffen zu wollen.
c.)Sie hatte schon von vornherein vor, auf das Fest zu gehen und anschließend zur Oma, um auf dem Fest jemand bestimmten zu suchen und zu treffen,
ohne mit dieser Person verabredet zu sein.
d.)Sie hatte schon von vornherein vor, auf das Fest zu gehen und anschließend zur Oma, um auf dem Fest jemand bestimmten zu zu treffen, war mit der Person oder den Personen verabredet.
Die erste gezeigte Festphase verbrachte sie mit einer Freundin. Die kann
erstmal für a.), b.), c.) oder d.) in Frage kommen. Daraus ergibt sich die Frage, warum M.B. das Fest ( -zelt ) nicht mit ihr verließ und dann zur Oma ging, sondern wieder zurückkam.
Dieses Zurückkommen legt zumindest nahe, dass diese Freundin
nicht die Person war,
wegen der M.B. das Fest ( -zelt ) aufsuchte. Weiterhin legt das Zurückkommen nahe, dass M.B.
nicht spontan dort hinging, sondern das geplant hatte. Nur vergessen, zu Hause zu erwähnen...
Slaterator schrieb am 08.05.2026:...und vielleicht sogar dafür sorgte das sie auf das Fest nochmal allein zurückkehrte.
Dafür sorgte oder der Grund dafür war.
Und das wiederum legt nahe, dass M.B. die Person kannte.
Slaterator schrieb am 08.05.2026:Das sich Marion spontan auf dem Weg zur Oma oder zu ihrem Zuhause dazu entschied, doch nochmal auf das Fest zurückzukehren, halte ich für unwahrscheinlich.
Sehe ich auch so.
Slaterator schrieb am 08.05.2026:Das sie von vorn herein noch eine zweite Verabredung auf dem Fest hatte ebenso. Das ergibt für mich so in der Abfolge einfach derzeit keinen Sinn.
Nur eine Verabredung oder "Treffenswunschperson", das hatte in der ersten Festphase nicht geklappt. Nur vor dem gedachten Hintergrund ergibt das Zurückkommen Sinn.
Slaterator schrieb am 08.05.2026:Ich finde ihre alleinige(!) Rückkehr auf das Fest ziemlich merkwürdig.
Unter der gerade hergeleiteten Vorgabe wäre das nicht merkwürdig, sondern folgerichtig.
Slaterator schrieb am 08.05.2026:Ich vermute bekanntermaßen nicht, dass sie dort von vorn herein eine zweite Verabredung hatte. Schon gar nicht mit einem Chris(sy), der nie gesehen und/oder identifiziert wurde,...
Schon klar, nur eine Zielperson auf dem Fest. Bis dahin bleibst Du nah an den Fakten.
Mit dem kategorischen Ausschluss von "Chrissy" entfernst Du Dich aber völlig willkürlich von den bis zur detaillierten Personenbeschreibung veröffentlichen Informationen bis hin zur Falschbehauptung "nie gesehen und/oder identifiziert".
Laut E. Zimmermann und EB wurde er
vor der Tat oft gesehen und von den Freundinnen, die ihn sahen, anhand der genannten Merkmale als "Chrissy" identifiziert.
Deine Begründungen für diesen Ausschluss der Person, die sich "Chrissy" nannte oder so genannt wurde, aus Deinen Überlegungen mögen generell nicht falsch sein, im vorliegenden Fall aber laufen sie völlig entgegen den zur Situation kommunizierten Ermittlungsergebnissen.
Dass Du den Aussagen von Kindern/Jugendlichen misstraust ist eine Meinung, ein Standpunkt aber das hier:
Slaterator schrieb am 08.05.2026:Alles Aussagen aus zweiter Hand...
ist schlichtweg eine Falschbehauptung, diametral zu den Aussagen von E. Zimmermann und dem bei der Ausstrahlung anwesenden Beamten. Und oft genug zitiert sind die worden. Und damals misstraute man den Aussagen von Kindern mit Sicherheit noch mehr.
Slaterator schrieb am 08.05.2026:für mich erst einmal ohne viel Substanz.
Genau das ist es. Eine Meinung entgegen der Faktenbasis, die von Dir "dünner" interpretiert wird, als sie ist.
Slaterator schrieb am 08.05.2026:Egal wie viel Plural da auch in der XY-Ungelöst Sendung verwendet wurde.
Das sind so die Äußerungen, die mich staunen lassen.
Slaterator schrieb am 08.05.2026:Faktisch ist das für mich persönlich nicht anders zu interpretieren.
Das ist dann aber wirklich sehr persönlich.
Slaterator schrieb am 08.05.2026:Das sie ihre ursprüngliche Verabredung auf dem Fest treffen wollte ist zwar möglich, aber erscheint mir irgendwie komisch, denn nach der Verabschiedung sollte sie (die wohl auch allein auf dem Fest war) dann ja wahrscheinlich zeitnah ebenfalls gegangen sein.
Wenn sie mit der Freundin verabredet gewesen wäre, dann träfe das zu.
Slaterator schrieb am 08.05.2026:Aus meiner Sicht stand also nicht zu erwarten, dass Marion sie (ihre Freundin) dort noch antreffen konnte.
Dass sie später noch zurückkam weist doch klar in die Richtung, dass ihre Verabredung eine andere war. Das Treffen mit der Freundin vor oder auf dem Fest war der Zufall.
Slaterator schrieb am 08.05.2026:Zunächst sollten wir da einfach bei den Fakten bleiben.
Ich habe mich von diesen nie entfernt und nie eine Interpretation bis hin zu klaren Falschbehauptungen verdreht.
Slaterator schrieb am 08.05.2026:Fakt ist, niemand sagt dass beide gemeinsam eine Beziehung hatten.
Der_Schwabe schrieb:Und hier haben wir eben den EB im XY-Film von 1974, der sagt: "Wie wir aus den Vernehmungen der Freundinnen wissen, hat sich Marion in letzter Zeit öfter mit einem jungen Mann getroffen, den sie Chris oder Chrissy nannte."
Genau. Und Niemand hat Polyphem sein Auge ausgestochen. Das ist die Realität. Da gibt es keinen Interpretationsspielraum.
Slaterator schrieb am 08.05.2026:Nicht einmal das Opfer selbst.
Ist ja auch noch nie vorgekommen, dass Kinder/Jugendliche ihren Eltern gegenüber Dinge zu erwähnen "vergessen", von denen sie annehmen, die Erwähnung könnte zu Irritationen führen.
Slaterator schrieb am 08.05.2026:Keiner behauptet, Marion oft mit ihm zusammen oft gesehen zu haben.
Wenn ich nicht von Deiner unbedingten Objektivität überzeugt wäre, würde ich das als "Rückzug in Spitzfindigkeiten" bezeichnen.
Slaterator schrieb am 08.05.2026:Wie viele Freundinnen das in Aussagen bestätigt haben ist auch unklar.
Wieso sollte das unklar sein? Es waren
alle Freundinnen. Sagt der EB doch ganz klar. Das wird eine überschaubare Anzahl gewesen sein die waren sich aber wohl einig genug, dass die damaligen Ermittler ihnen das abnahmen.
Slaterator schrieb am 08.05.2026:Wir haben also nur eine Person, die von Marion gegenüber einer/mehrerer Freundinnen beschrieben wurde und die Marion mehrfach getroffen haben will.
Faktisch falsch.
Slaterator schrieb am 08.05.2026:Ob sie "nur" von ihm schwärmte, sie vielleicht gar nichts von ihm wollte und ihn eher als Kumpel gewinnen wollte oder es eine amouröse Beziehung gewesen sein soll, ist ebenfalls komplett unklar.
Da hast Du nach derzeitiger Informationslage recht aber genau das sind Punkte, die geklärt werden müssen, um eine Fallrelevanz der Person "Chrissy" beurteilen zu können. Ich bin davon überzeugt, dass die Ermittler mehr wissen.
Slaterator schrieb am 08.05.2026:Auch ob sie sich diese Treffen nur ausgedacht hat oder selbige tatsächlich stattfanden.
Faktisch falsch. Fanden laut EB statt.
Slaterator schrieb am 08.05.2026:Es ist anscheinend auch nicht klar wo und für wie lange.
Uns stehen diese Informationen nicht zur Verfügung. Wenn der EB sagt "in letzter Zeit", dann wird den Ermittlern ein Zeitrahmen bekannt sein. Dasselbe gilt für den oder die Orte.
Slaterator schrieb am 08.05.2026:Auch nicht ob allein oder in einer Gruppe. Da ist gar nichts klar.
Auch das haben die Ermittler die Freundinnen ( alle ) gefragt, wenn man ihnen nicht völlige Inkompetenz unterstellen möchte.
Slaterator schrieb am 08.05.2026:Diese Beschreibung passt scheinbar zumindest was Moped und Helm angeht auf eine Person, die dann auch mehrfach von Freundin(en) gesehen wurde.
Konkret genug für die Ermittler. Konkret genug für eine Personenbeschreibung mit mehr Details als nur Moped und Helm. Und nicht "scheinbar".
Slaterator schrieb am 08.05.2026:Es erinnert sich aber keiner daran wer er war, woher er kam, mit wem er sich noch traf und was er sonst machte.
Etwas präziser: es hat sich bislang niemand mit diesbezüglichen Informationen gemeldet,
soweit wir wissen.
Slaterator schrieb am 08.05.2026:Nicht einmal die eigene Familie oder Freunde/Bekannte/Kollegen/Lehrer/Nachbarn/Kumpel/Vereinskammeraden und ich erspare mir den Rest.
Naja, wenn in M.B.´s Umfeld nur ihre Freundinnen von "Chrissy" wussten, dann kann umgekehrt M.B. auch in dessen Umfeld weitgehend unbekannt gewesen sein. Und schon gibt es keinen greifbaren Zusammenhang.
Slaterator schrieb am 08.05.2026:Und dann soll der Kerl komplett untertauchen? Das ist doch ein Witz. Wenn er noch nicht volljährig gewesen sein sollte ist das ein Kunststück, was sonst nur Profis mit fremder Hilfe dauerhaft schaffen. Das ist in meinen Augen absolut nicht realistisch.
Das ist sicher bemerkenswert und erscheint schwierig, ist aber nicht unmöglich und muss bei Umfeldern mit wenig oder keiner Überschneidung nicht mystifiziert oder ins Lächerliche gezogen werden.
Es stellt ja umgekehrt auch niemand in Frage, dass nach dem DNS-Treffer der Täter im Fall M.B. und im Fall S.H. derselbe war und daher mindestens einen Ortswechsel vorgenommen haben muss.
Je nach dem, wann und unter welchen Umständen dieser Ortswechsel ( oder mehrere ) stattfand ( en ), kann schon dadurch ein Verschwinden von der Bildfläche bedingt gewesen sein.
Slaterator schrieb am 08.05.2026:Die Ermittlungsergebnisse beschränken sich hier auf Aussagen von Minderjährigen um die 12 Jahre, die teilweise aus zweiter Hand berichtet haben dürften.
Weitgehend haltlose Annahme, teilweise faktisch falsch und widerlegt.
Slaterator schrieb am 08.05.2026:Fahrzeugsichtungen am Ort des Geschehens sind da -zumindest für mich- wesentlich interessanter und auch zielführender. Zumal sogar in einem Fall Kampfhandlungen beobachtet wurden.
Das ist völlig in Ordnung. Um Deinen persönlichen Schwerpunkt zu begründen halte ich es nur für völlig unnötig und nicht nachvollziehbar, Fakten wortreich zu ignorieren oder zu verdrehen bis hin zur Leugnung.
@sallomaeander
sallomaeander schrieb:Vielleicht kann man sich ja einfach darauf einigen, dass der aktuelle Wortlaut eine veränderte Fahndungsrichtung, eine veränderte Schwerpunktsetzung hinsichtlich des Falles zum Ausdruck bringen kann (nicht notwendigerweise muss).
Bei vielen Fällen, die von Aktenzeichen zum zweiten oder wiederholten Male aufgegriffen werden, fehlen jeweils Teile der Geschichte, die in einem älteren Filmfall eine herausragende Rolle gespielt haben.
Bei Fragen an die Öffentlichkeit entdeckt man im Laufe der Zeit auch unterschiedliche Detailfragen und Formulierungen, einige fehlen beim nächsten Mal ganz.
Neben der Schwerpunktsetzung mag auch die jeweils verstrichene Zeit eine Rolle spielen. Vielleicht zielen spätere Fragen ja weniger auf Individuen ab, dafür mehr auf Ereignisse (hier: Veranstaltungen und Feste), an die sich Menschen nach Jahrzehnten vielleicht eher erinnern können. Das wäre mein Gedanke hierzu.
Wie sind doch alle daran interessiert, dass der Doppelfall Baier/Hurler aufgeklärt wird. Die Polizei ist an der Sache dran, und wenn man damals gesuchte Personen heute noch ermitteln kann, um so besser.
Zumindest als Zeugen wären diese Personen auch heute noch wertvoll.
Volle Zustimmung.
Es ist doch völlig klar, dass nach dem DNS-Treffer nicht mehr nur getrennt nach einem Individuum gesucht werden musste sondern dass man jetzt nach Überschneidungen von Gruppen an beiden Orten sucht. Man konnte sozusagen den Focus erweitern.
@Der_Schwabe
Der_Schwabe schrieb:Naja, dann muss ich aber auch alle anderen Zeugenaussagen anzweifeln. Genauso gut könnte man dann annehmen, dass die gesehenen Fahrzeuge gar kein VW und kein Porsche waren. Und vielleicht war der VW ja gar nicht grün sondern blau. Die mutmaßlichen Zeugen waren vielleicht übermüdet und konnten das gar nicht mehr so genau erkennen. Ich frage mich aber, was dann hier noch zu diskutieren bleibt...
Dass die Zeuginnen um die 12 Jahre waren ist ja richtig, aber in diesem Alter geht man in der Regel in die 6. oder 7. Klasse. Da ist man sich des Ernstes im Leben durchaus schon bewusst. So kindlich und realitätsfremd ist man da auch nicht mehr, vor allem wenn gerade eine Freundin, bzw. Klassenkameradin auf so grausame Weise ums Leben kam.
Volle Zustimmung.
MfG
Dew