HolzaugeSHK schrieb:Was mich mal interessieren würde, ist das am Tatort gefundene Christopherus-Medaillon wirklich vom Täter?
Und weiter:
HolzaugeSHK schrieb:Jetzt nach Vorliegen der Täter-DNA wäre es doch eine Leichtigkeit nochmals den Anhänger aus der Asservatenkammer zu holen und in einem Labor die DNA-Spuren abzugleichen.
Richtig, die Fragestellung ist ja auch nicht neu im Thread. Wir hatten ja schonmal früher diese Frage aufgeworfen und nein, es gibt da keine absolute Sicherheit. Die gäbe es -wie du schon schreibst- nur dann, wenn an diesem Medaillon die gleiche DNA gefunden wurde, wie an den beiden Opfern. Ob das der Fall ist, entzieht sich unserer Kenntnis. Ich wage allerdings mal stark zu bezweifeln, dass man daran noch etwas verwendbares vom Täter finden kann, wenn das original Fundstück damals in der Sendung gezeigt wurde. Denn da war es gänzlich ungeschützt und ging bestimmt durch "viele Hände". Da kann ich mir nicht vorstellen, dass da noch etwas verwertbares dran war.
321meins schrieb:(...) ich könnte mir weiterhin vorstellen dass die Möglichkeit besteht dass der Anhänger nicht vom Täter stammt sowie ich mir auch vorstellen könnte dass die Schuhabdrücke nicht vom Täter stammen, beim Tatort handelt es sich ja um ein frei zugängliches Gebiet. es klingt für mich persönlich in den Meldungen auch nicht als gesichert
Bei den Spuren ist evtl. interessant zu wissen, ob unter dem Opfer welche vorhanden waren und ob sich die Spuren zahlreich um das Opfer konzentrierten, respektive am Opfer endeten und von dort nicht weiterführten. Das würde dann mMn schon dafür sprechen, dass die Spuren dem Täter zuzuordnen sind, wenn nicht eine unbekannte Person das Opfer später gefunden haben und dann abgehauen sein sollte ohne sich zu melden, was ich persönlich allerdings für extrem unwahrscheinlich halte. Die nächste Frage ist, ob Spuren nicht durch Polizeibeamte vernichtet/überdeckt wurden, als sie dort eintrafen und sich der Leiche näherten. Schließlich musste ja festgestellt werden, ob das Opfer ggf. noch lebt. Dafür musste sich mindestens eine Person nähern und die Vitalfunktionen überprüfen. Gleiches gilt auch für den Finder der Leiche. Klar konnte man deren Spuren dann feststellen und ausschließen. Aber das Spurenbild könnte dadurch beeinträchtigt worden sein.
Der_Schwabe schrieb:Das frage ich mich ehrlich gesagt auch schon seit längerem, wieso die Polizei dieses Medaillon so zielstrebig den Täter zuordnet. Ob es hierfür eine Begründung gibt, die wir nicht kennen? Aber wie könnte diese aussehen?
Mir fällt -ehrlich gesagt- keine 100% sichere Begründung ein, außer wenn nachträglich DNA des Täters festgestellt werden konnte oder aber das Medaillon bewusst auf dem Opfer platziert worden wäre. Ob etwas davon der Fall war, wissen wir derzeit leider nicht. Erinnere ich mich richtig, dass es im Filmfall 74 hieß, man hätte das Medaillon nicht am, sondern in der Nähe gefunden? Ich weiß es gerade nicht mehr.
HolzaugeSHK schrieb: Wäre das vielleicht nicht ein guter Ort für Mensch oder Hund, sich kurz zu erleichtern?
Theoretisch schon. Ich verstehe gerade nur nicht genau wie du das meinst. Das da vorher der VW Fahrer war und nachher dann Marion Baier an zufällig genau diesem Ort erschlagen wurde? Also wenn jemand mit dem Hund dort war, dann hätte man ja eigentlich auch die Spuren des Hundes im Sand finden müssen. Davon war jetzt keine Rede, was aber nichts heißen muss.
HolzaugeSHK schrieb:Wo war der VW-Fahrer eigentlich in dieser Nacht, lässt sein unbeleuchtetes Fahrzeug einfach am Straßenrand im Nirgendwo stehen?
Das kann wohl nur er selbst erklären, falls er es nicht schon zwischenzeitlich erklärt haben sollte. Die Frage ist dann nur, warum die EB sich dann mit den neuen Ermittlungen neuerlich an die US Army gewandt haben. Dem zufolge scheint da noch Klärungsbedarf zu bestehen.
Höhenburg schrieb:Ich verstehe nicht den Ansatz, bestehende Erkenntnisse unbedingt negieren zu wollen, wie Du und @Slaterator das tun! Die Person "Chris" gab es, sie hat sich häufig mit Marion getroffen und ist unmittelbar nach dem Mord abgetaucht. Das geht ganz klar aus dem XY-Film von 74 hervor. Neue Erkenntnisse machen alte NICHT überflüssig!
Das ist kein Ansatz. Hier wird auch nicht negiert. Es wurde nur in Frage gestellt, wie diese Personenbeschreibung und das angebliche Verhältnis zwischen Marion Baier und diesem Chris(sy) zu bewerten ist. Diese Fragestellung habe ich in meinen vergangenen Beiträgen ausführlich behandelt, habe argumentiert, begründet und dargelegt, weshalb ich diese Person "Chris(sy)" derzeit nicht als besonders verdächtig bewerte. Das ist alles. Du bist frei, diesen Sachverhalt anders zu bewerten und die vorgebrachten Argumente zu ignorieren bzw. nicht anzuerkennen. Ich habe damit absolut kein Problem. Aber ich werde jetzt nicht wieder von vorn beginnen und alles bereits vorgebrachte dazu wiederholen. Das bläht nur den Thread unnötig auf.
Höhenburg schrieb:Marion hätte NIEMALS flunkern müssen, um sich Sonntags nachmittags auf dem Stadtfest mit einer Freundin zu treffen, (besonders nicht da Marion recht viele Freiheiten für ihr Alter hatte) daß kann ich sogar mit Sicherheit sagen! Nicht hier in Süddeutschland im Jahr 1973 oder auch 1986, um einmal persönliche Erfahrungen einzubringen.
Das ist nur DEIN persönlicher Eindruck und keinesfalls Fakt. Du kannst tatsächlich überhaupt nicht bewerten, ob sie hätte flunkern müssen oder nicht, weil du weder sie, noch ihre Familie oder Umfeld kennst und keine Kenntnis hast was sie durfte oder auch nicht. Da kannst du mal rein gar nichts dazu sagen. Schon überhaupt nicht mit Sicherheit. Das ist reine Spekulation deinerseits ohne jede Grundlage. Das basiert allein auf deiner persönlichen Erfahrung in deinem Umfeld und ist deshalb auch nicht universal auf andere Personen/Familien übertragbar.
Dagegen IST Fakt, dass sich Marion ohne Wissen der Eltern auf dem Stadtfest mit ihrer Freundin traf und das Fest dann vorerst verließ, ohne das dort andere Personen von ihr bewusst getroffen wurden. Hätte sie also die Freiheit gehabt, sich allein auf dem Fischerfest mit ihrer Freundin zu treffen, hätte sie nicht nur angegeben die Großmutter zu besuchen aber den Festbesuch unterschlagen. Das ergibt keinen Sinn. Zumal ja bei einem genehmigten Festbesuch evtl. ja auch noch eine Mark für eine Fanta von den Eltern drin gewesen wäre. Hier einfach quasi zu unterstellen, dass sie nicht mit der Freundin, sondern in Wahrheit mit "Chris(sy)" verabredet war und die Freundin nur zufällig dort traf, "Chris(sy)" aber trotz Verabredung -zunächst zumindest- nicht, ist doch unlogisch.
Höhenburg schrieb:Das ist der Unterschied! Immer und immer wieder behauptest Du Dinge über die Zeugenaussagen zu Chirs, die so nicht stimmen.
Nochmal, ich habe alles ausführlich in den vergangenen Beiträgen dargelegt. Ich behaupte auch keine Dinge die nicht stimmen. Aber wenn du das anders siehst, dann ist das so. Ich werde mich jetzt nicht darauf einlassen, alles immer und immer wieder zu wiederholen, nur weil du meine Argumente nicht akzeptierst und stattdessen nur gebetsmühlenartig deinen Standpunkt wiederholst. Da drehen wir uns schlicht im Kreis. Daran habe ich kein Interesse und keinen Bedarf. Tut mir Leid.
Höhenburg schrieb:Das ist faktisch Quatsch, weder Du noch wir wissen Genaues über die Art und Anzahl Zeugenaussagen. Du weißt nicht, ob eine Freundin nicht doch bei einem Treffen dabei war. Trotzdem stellst du die Behauptung auf, die Zeugen hätten nur Hörensagenaussagen gemacht.
Auch auf diese Fragestellung habe bereits ausführlich reagiert, argumentiert und begründet. Da gibt es keine Behauptung. Wenn du mir da nicht folgen willst oder kannst, ist das völlig okay für mich. Dann bleibe eben dabei und halte "Chris(sy)" für den wahrscheinlichen Täter. Du bist ein freier User in einem freien Land. Alles gut. Aber mehr als argumentieren und begründen kann ich nicht und bereits getätigte Aussagen zu diesem Thema wiederholen werde ich an dieser Stelle nicht mehr. Dann schaue dir meine vorherigen Beiträge an.
Höhenburg schrieb:Der Ermittler und Ede haben in XY keine Zweifel daran gelassen, daß das die Aussagen zu Chris glaubwürdig sind und viel genauer als du annimmst.
Glaubwürdig können sie ja sein. Das ändert aber nichts am faktischen Sachverhalt. Glaubwürdigkeit ist kein Beweis. Auch das habe ich dir jetzt schon mehrfach ausführlich in meinen Beiträgen begründet.
Höhenburg schrieb:Kinder und Jugendliche können hervorragende Beobachter sein, sie können ihre Wahrnehmungen nur nicht immer richtig einordnen, wenn sie sehr jung sind.
Eine 12 Jährige bleibt auch wenn sie wie 16 aussehen mag und ggf. frühreif ist faktisch immer noch ein Kind. Das Kinder Dinge ggf. sogar "hervorragend" beobachten können, stelle ich gar nicht in Frage. Ich habe selbst Kinder und weiß das. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass im Einzelfall mal Phantasie und/oder Wunschdenken -hier und da- die Regie übernehmen und auch etwas aus Sicht eines Kindes anders wahrgenommen oder interpretiert wird, als es tatsächlich ist. Dazu kommt auch Vertrauen und Verbundenheit. Wenn beispielsweise Kind A ihrer besten Freundin Kind B ein "Geheimnis" anvertraut und von etwas tollem, glaubhaft erzählt, dann neigen Kinder eher nicht dazu, diese Aussagen komplett zu hinterfragen und nach Glaubhaftigkeit in ihre Einzelteile zu zerlegen/ zu überprüfen. Für die ist das dann Fakt. Nach dem Motto: Wenn meine beste Freundin XY mir das sagt stimmt das.
Höhenburg schrieb:Aber 12jährige bekommen viel mehr mit als du für möglich hälst. Außer du hast nur Exemplare von heutigen Smonbies zum Vergleich, was bei dir scheinbar der Fall ist.
Ist das jetzt der klägliche Versuch mich zu diskreditieren?
:D Ach bitte.
Höhenburg schrieb:Die Darstellung des Porschezeugen, bei dem die Herkunftsregion preisgegeben wurde, was seit über einem halben Jahrhundert bei XY ein Fahnenschwenken darstellt, daß man Zweifel an der Aussage des Zeugen hat und man gerne mehr über ihn wüßte, ist etwas Anderes.
Dein "Fahnenschwenken" bedeutet mal faktisch rein gar nichts. Auch das habe ich dir schon in vorherigen Beiträgen ausführlich begründet. Ich sehe da überhaupt keinen Anlass, warum ich da an der Aussage zweifeln sollte. Im Gegenteil.
Höhenburg schrieb:Sehr richtig! Bravo und Applaus! Daumen hoch und weiter so! Genau das!
Oha. Kein Kommentar dazu. Das spricht für sich selbst.
:{
Höhenburg schrieb:Und wo wir gerade dabei sind, im Fall von Marion könnte das erklären, weshalb sie an ihrem Zuhause vorbei gelaufen/gefahren ist. Vielleicht hat sie auf dem Heimweg jemanden getroffen, der seinen Hund ausgeführt hat, mit ihm ins Gespräch gekommen ist und womöglich überredet wurde, die "Runde" einfach schnell mitzugehen. Dann wären wir allerdings 100% sicher bei einem Bekannten als Täter in diesem Szenario.
Na das ist doch mal mal wieder eine Idee. Da muss ich sagen, den Gedanken finde ich gar nicht schlecht. Im Gegenteil! Sehr gut sogar. Ein Tier weckt immer Vertrauen. Eine guter Ansatz!
HolzaugeSHK schrieb:Ich gehe davon aus, dass Marion ihren Mörder in irgendeiner Weise gekannt haben muss, eventuell durch Freizeitbeschäftigungen, Schule oder Bekanntenkreis der Eltern!
Davon gehe ich bekanntermaßen ja auch aus. Ich hatte da ja mal einige Beispiele genannt. Vom Uniformträger über den Schornsteinfeger, den hiesigen Versicherungsvertreter der einm al im Jahr bei den Eltern zum Kaffee kommt, bis hin zum Würdenträger oder Kollegen der Eltern.
Höhenburg schrieb:Wir Zwei (...) stimmen auch völlig überein, daß Marion ihren Mörder gekannt hat, welche Form diese Bekanntschaft auch angenommen haben mag.
Da sind wir schon drei. Aber spiele bitte nichts für mich ab.
Höhenburg schrieb:(...) wir wissen, daß es an beiden Mordwochenenden sehr warm bis heiß war. Sowas verschiebt Gassirunden aus nachvollziehbaren Gründen nach hinten. Ein Ausführen in den Sonnenuntergang hinein oder erst spätabends wenn es richtig heiß ist, dürfte für Hundebesitzer nichts Ungewöhnliches sein.
Das ist auch korrekt.
@HolzaugeSHK @Höhenburg Was mich dabei irritiert ist, dass keine Hundespuren genannt wurden. Die hätten dann doch auch vorhanden sein müssen oder nicht?