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Todesdrama am Großglockner

63 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Sterbehilfe, Fahrlässige Tötung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Todesdrama am Großglockner

gestern um 13:17
Im Januar 2025 besteigt ein Paar, Kerstin (33) und ihr Freund (37,) den Großglockner. Kerstin kommt nicht lebend zurück.
Der Partner ist ein erfahrener Bergsteiger, so erfahren, dass er auch Tourguide sein könnte. Ab heute findet der Prozess gegen ihn vor dem Landesgericht Innsbruck statt. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft lautet: Fahrlässige Tötung.

Einlesen kann man sich in den unterschiedlichen Nachrichtenportalen. Hier einfach zur groben Übersicht zwei You-Tube-Quellen:

Youtube: Prozess um Bergsteiger-Drama am Großglockner: Wer trägt die Verantwortung? – Shortcut | DER SPIEGEL
Prozess um Bergsteiger-Drama am Großglockner: Wer trägt die Verantwortung? – Shortcut | DER SPIEGEL
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Youtube: Tragödie am Großglockner: Gericht will Rätsel um Bergtod junger Salzburgerin klären | BLICKWECHSEL
Tragödie am Großglockner: Gericht will Rätsel um Bergtod junger Salzburgerin klären | BLICKWECHSEL
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Was an diesem Fall so fassungslos macht, ist die Tatsache, dass der Siebenunddreißigjährige zu einem Zeitpunkt, als das Paar bereits mehrere Stunden unterwegs war, den Aufstieg auf den Gipfel nicht abgebrochen hat, als es noch möglich war, umzukehren. Es existiert wohl ein unübersehbares Hinweis-/Warnschild, auf dem ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass, wer mehr als 3 Stunden bis zu jener Stelle gebraucht hat, den Aufstieg nicht angehen sollte. Zudem ist es bereits Nachmittag und es wird früh dunkel.
Ein aufmerksamer Bergwanderer sieht auf einem Parkplatz das Auto des Freundes und zwar zu einem Zeitpunkt, an dem klar ist, dass jetzt niemand mehr hier herumwandern sollte, geschweige denn, den Gipfel besteigen. Er informiert die Bergwacht. Diese kann das kletternde Paar sogar über die Überwachungskamera orten. Es ist bereits dunkel und man sieht die beiden Stirnlampen, wie sie sich (viel zu langsam) Richtung Gipfel bewegen.
Über das Nummernschild kann man den Halter und seine Handynummer in Erfahrung bringen. Der Mann geht nicht ans Telefon.
Die Bergrettung schickt einen Rettungshubschrauber, den beide Bergsteiger komplett ignorieren. Es gibt kein Handzeichen, das ein SOS bedeuten würde noch ein Zeichen, dass signalisieren würde, dass alles in Ordnung ist. Es war dunkel, stürmisch und das Paar schon den gesamte Tag unterwegs.

Am Ende lässt der Angeklagte seine Freundin auf einem Plateau 50 m unterhalb des Gipfels zurück ohne dafür zu sorgen, dass diese in den Biwak gehüllt ist oder anderweitig gegen die Kälte geschützt wird.

Ich frage mich hier ernsthaft, ob das nicht Absicht war. Immerhin haben beide dort noch einige Stunden verbracht, bevor der Freund alleine auf den Gipfel stieg und von dort auf der anderen Seite hinab in eine Schutzhütte. Es kann einem fast so vorkommen, als hätte er so lange gewartet, bis er sicher sein konnte, dass Kerstin erfrieren würde, bevor die Bergrettung eintrifft, die er erst aus der Hütte heraus kontaktierte.
Oder handelt es sich am Ende um eine abstruse Art der Sterbehilfe?


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 14:07
@Lanigiro

Die österreichische "Kronenzeitung" berichtet in einem Liveticker vom heutigen ersten Prozesstag:
https://www.krone.at/4049197


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 14:18
Der Fall gestaltet sich wirklich eigenartig. Aus diversen Livetickern vom Prozess (auch bei derStandard oder kurier.at) kann man noch einige interessante Zusatzinfos zum Geschehen gewinnen -
wie zb.: dass die Auffindeposition der verstorbenen eine andere war, als sie der Angeklagte zurückgelassen haben will
oder dass er angeblich eine frühere Ex-Freundin bereits am Großglockner stehen gelassen hätte. Hierzu wird es wohl zu späterer Zeit noch Zeugenbefragungen geben.

Ich bin gespannt, was hier noch alles zutage befördert wird.


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 14:21
Ich bin gespannt, ob die Eltern der Verstorbenen ihre Ansicht noch ändern:
11.02.2026 - 09:10
Mediale "Hexenjagd" gegen den Angeklagten?
Erfrorene Bergsteigerin am Großglockner: Mutter nimmt Lebenspartner in Schutz
Quelle: https://www.alpin.de/home/news/63353/artikel_erfrorene_bergsteigerin_am_grossglockner__mutter_nimmt_angeklagten_lebenspartner_in_schutz.html

Warum hat er seine Partnerin nicht besser vor der Kälte geschützt, bevor er sie alleine ließ? Wie lässt sich das entschuldigen?
Allein erfroren am Glockner-Gipfel: Eltern des Opfers schützen angeklagten Freund

Nach der Bergung der gefrorenen Leiche hatten die Retter im Rucksack von Kerstin G. einen Biwaksack sowie eine Rettungsfolie gefunden. Zur Frage, warum sein Mandant seine Freundin nicht darin eingehüllt hätte, bevor er sie um 2 Uhr allein unterhalb des Gipfels ließ, wollte Jelinek sich erneut nicht äußern.
Quelle: https://www.focus.de/panorama/erfroren-am-glockner-gipfel-eltern-des-opfers-schuetzen-angeklagten-freund_c954d687-2ced-45cb-afa7-f33bf5180bb4.html


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 15:06
Zitat von watnuwatnu schrieb:Ich bin gespannt, ob die Eltern der Verstorbenen ihre Ansicht noch ändern:
Ich habe das Gefühl, dass die Mutter nicht will, dass ihre Tochter als naives Opfer gesehen wird, damit könnte sie wahrscheinlich nicht leben. Auch wenn sie nicht vollkommen unerfahren und auch ehrgeizig war, ihre eigenen Entscheidungen traf - dennoch war TP erfahrener und der Mutter müsste eigentlich zumindest die Situation mit dem Hubschrauber, Handy usw auch merkwürdig vorkommen.
Zitat von watnuwatnu schrieb:Warum hat er seine Partnerin nicht besser vor der Kälte geschützt, bevor er sie alleine ließ? Wie lässt sich das entschuldigen?
MMn gar nicht, es sei denn, sie war schon tot, aber das würde seinen Aussagen widersprechen.

Ich bin sehr gespannt, was im Laufe des Prozesses rauskommen wird.


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 15:31
Zitat von watnuwatnu schrieb:Ich bin gespannt, ob die Eltern der Verstorbenen ihre Ansicht noch ändern:
Mir gibt es immer ein ungutes Gefühl wenn man sich trotz einer solchen Lage so zu einem bestimmten Menschen positioniert.
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Ich habe das Gefühl, dass die Mutter nicht will, dass ihre Tochter als naives Opfer gesehen wird, damit könnte sie wahrscheinlich nicht leben.
Ich meine selbst (extrem) erfahrene Bergsteiger sind schon unter Extrembedingungen ums Leben gekommen, jüngstes prominentes Beispiel dürfte da ja Laura Dahlmeier sein.

Ich denke oftmals steckt hinter diesem Schutz eher dass man es dem Menschen einfach nicht zutrauen kann.


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 15:33
Zitat von rattichrattich schrieb:Die österreichische "Kronenzeitung" berichtet in einem Liveticker vom heutigen ersten Prozesstag:
https://www.krone.at/4049197
danke
Zitat von watnuwatnu schrieb:Ich bin gespannt, ob die Eltern der Verstorbenen ihre Ansicht noch ändern:
11.02.2026 - 09:10
Mediale "Hexenjagd" gegen den Angeklagten?
Erfrorene Bergsteigerin am Großglockner: Mutter nimmt Lebenspartner in Schutz
Quelle:
Deshalb kam ich auf die Idee der Sterbehilfe. Wenn Kerstin G. depressive gewesen sein sollte und das der Familie bekannt war, dann würde das diese Haltung erklären.


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 15:37
Ich bin gerade dabei den Ticker zu lesen und muss sagen, dass ich ihm nicht glaube.
Der Richter befragt den Angeklagten nun nach diversen Chat-Nachrichten und Anrufen, die Kerstin G. während der Tour geschrieben bzw. getätigt habe. Etwa habe sie um 17.20 Uhr die Nummer 149 gewählt. „Weil es diese Nummer aber nicht gibt, könnte sie 140 – den Alpinnotruf – gewählt haben. Die Ziffern liegen nebeneinander“, erläutert Norbert Hofer. Der Angeklagte daraufhin: „Ich habe davon nichts mitbekommen.“
Irgendeinen Grund wird es für diesen Anruf ja gegeben haben und dass sie evtl 0 anstatt 9 wählen wollte, klingt schlüssig.
Als der Polizei-Hubschrauber kam, habe das Paar diesen wahrgenommen. „Ich habe Kerstin gefragt, ob sie einen Notruf abgesetzt hat – das hat sie verneint. Sie hat auch betont, dass es ihr gut gehe“, so ihr Freund.

Der Richter: „Mir wäre es logisch erschienen, dass ich in dieser Situation mein Handy herausnehme, aktiv die 140 anrufe, mitteile, dass alles in Ordnung ist, und ich keine Hilfe benötige. Warum haben Sie das nicht gemacht?“ Der Angeklagte: „Kerstin ging es gut, deswegen habe ich nicht auf das Handy geschaut.“
Was hat das Eine mit dem anderen zu tun? Wenn sie ok war, wäre es doch erst recht logisch gewesen dies zu signalisieren oder telefonisch durchzugeben.
Ich habe mit ihr ausgemacht, dass ich Hilfe hole. Denn wir haben gewusst, dass sich die ganze Nacht hier heroben nicht ausgeht. Ich habe in dieser Situation auch nicht mehr an den Biwaksack von Kerstin gedacht. Ich habe mich zu ihr dazugelegt und sie hat dann lautstark geschrien: ,Geh, jetzt, geh!‘ Damit hat sie mir das Leben gerettet“, erinnert sich der Alpinist.
Er denkt nicht daran sie zu wärmen, obwohl er erfahren war? Dass man niemanden in dieser Lage ungeschützt lässt, obwohl Biwaksack und Wärmedecke vorhanden waren, weiß doch sogar ein völliger Laie.



https://www.krone.at/4049197#liveticker-entries-anchor-4049196


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 16:08
rein vom Gefühl her - wäre ich Ermittler würde ich den Körper nach einer Schwangerschaft untersuchen.

Bei einer "normalen" Gefährtin, also nicht einer Ehefrau, könnte man sich ja normal trennen, wenn man nicht mehr zusammen sein wollen würde.

Für mich macht das sich taub stellen gegenüber dem Hubschrauber einen ganz unschlanken Fuss, denn diese Leute riskieren ihr eigenes Leben.


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 16:10
Zitat von returntosenderreturntosender schrieb:Bei einer "normalen" Gefährtin, also nicht einer Ehefrau, könnte man sich ja normal trennen, wenn man nicht mehr zusammen sein wollen würde.
Deshalb gibt es auch so viele Femizide an Nicht-Ehefrauen ... das ist doch Unsinn.


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 16:16
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Mir gibt es immer ein ungutes Gefühl wenn man sich trotz einer solchen Lage so zu einem bestimmten Menschen positioniert.
Das sehe ich auch so.
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Ich meine selbst (extrem) erfahrene Bergsteiger sind schon unter Extrembedingungen ums Leben gekommen, jüngstes prominentes Beispiel dürfte da ja Laura Dahlmeier sein.
Natürlich, Ausnahmesituation, Blackout, all das kann ich mir bis zu einem gewissen Punkt auch vorstellen. Aber darüber hinaus?

Wenn man die Aussagen im Prozess liest, kann man sich eigentlich nur an den Kopf packen. Ua hatten sie, lt. Angeklagtem, nur Gummibärchen zum essen dabei. Ich kann mir das fast gar nicht vorstellen, das wäre vollkommener Irrsinn bei einer solchen Tour. Dazu das Handy, was lautlos gestellt war, selbst bei seinem Abstieg, ihre Auffindeposition, die nicht seinen Schilderungen entsprach - das wirkt alles nicht sehr gut.
Angesprochen wird auch, dass die GoPro-Kamera des Salzburgers „nicht mehr aufgetaucht“ sei.
Was für ein Zufall, ausgerechnet die Cam...
Nun wird Richter Norbert Hofer konkreter, was die angeblichen Streitigkeiten zwischen dem Angeklagten und seiner Ex-Freundin betreffen. Es gäbe einen Schriftverkehr – darin zum Beispiel der Vorwurf, dass der Alpinist seine Ex-Freundin „in einer Notlage zurückgelassen“ habe. Der Bruder betont daraufhin, dass er selbst nie derartige Probleme mit dem Angeklagten gehabt habe.
Sollte dem so gewesen sein, wirft das zumindest mal kein gutes Licht auf den Angeklagten.




https://www.krone.at/4049197#liveticker-entries-anchor-4049196


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 16:17
wobei die meisten Femizide "aus der Rage heraus" oder eben zur Vermeidung von AliMenten ..... finde nicht das der Gedanke ein Unsinn ist.

So eine Bergtour braucht aber viel Vorbereitung, daher würde ich es nicht als die "Typische Ausgangslage zum Femizid" ansehen.


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 16:43
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Ich habe das Gefühl, dass die Mutter nicht will, dass ihre Tochter als naives Opfer gesehen wird
Das war sie sicherlich auch, als sie noch bei Kräften war – und nicht in hilfloser Lage in Eiseskälte und sauerstoffärmerer Luft.

Die Mutter im Interview:
"Unsere Familie arbeitet noch daran, dieses Unglück zu begreifen und dann zu verarbeiten. Wir vermissen unseren Bergfex."


Vielleicht ist es unter dem Schock für die Eltern leichter, hinzunehmen, dass die Tochter aufgrund höherer Gewalt gestorben ist. Der Gedanke, dass sie vermutlich noch gerettet werden gekonnt hätte, ist grausam.
- - -
2 Bergführer werden im 1. Absatz zitiert:
"Eine Umkehr wäre die einzig verantwortungsvolle Entscheidung gewesen", befand auch Hansers Kärntner Kollege Peter Suntinger aus Heiligenblut. Suntinger hatte schon kurz nach der Tragödie gesagt, dass die Entscheidung, seine Freundin allein um 2 Uhr bei Minus 10 Grad im stürmischen Wind zurückzulassen, "im Grunde ihr Todesurteil war".
(…)
Besonders schwer nachvollziehbar scheint mit Blick auf das Zurücklassen der erschöpften Freundin im eisigen Sturm, der durch den Windchilleffekt die Kälte wesentlich gefährlicher macht, warum Thomas P. sein Handy wie schon zuvor ständig auf lautlos gestellt hatte und so eingehende Anrufe und Nachrichten nicht hören konnte.

Unerklärlich erscheint darüber hinaus die Tatsache, dass der Angeklagte weder die Bergrettung noch die Alpinpolizei darüber unterrichtete, seine erschöpfte Freundin ohne Schutz und übrig gebliebene warme Getränke um 2 Uhr allein am Gipfel zurückzulassen. Auch zur Frage, warum sein Mandant den Klingelton des Handys nicht eingeschaltet gelassen habe, um für seine Freundin beim Abstieg erreichbar zu sein und ihr in dieser ernsten Notlage zumindest moralisch beistehen zu können, wollte sich Jelinek vor dem Prozessauftakt nicht äußern.
Quelle für alle o. g. Zitate: https://www.focus.de/panorama/erfroren-am-glockner-gipfel-eltern-des-opfers-schuetzen-angeklagten-freund_c954d687-2ced-45cb-afa7-f33bf5180bb4.html


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 16:53
P. S.: O. g. sollte heißen, ... war sie sicherlich auch nicht.
Zitat von watnuwatnu schrieb:Das war sie sicherlich auch,
Sie war sicherlich eine selbstbestimmte Frau. Aber im Ausnahmezustand kann der/die stärkste Persönlichkeit auf Hilfe angewiesen sein.


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 16:54
Danke für den Thread! Hatte mich schon gewundert, dass es dazu hier noch nichts gab.

Empfehlen möchte ich noch diese zweiteilige Podcast-Episode von „Inside Austria“ zu dem Fall: „Tod am Großglockner“

https://open.spotify.com/episode/2ks1azUvm90SQvIFXsqhHq?si=cMu1wZi4RRqgZj93-rH4Yg


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 17:26
Hier ist ebenfalls ein Live-Ticker für heute - inkl. Diskussionen dazu:
https://www.derstandard.at/jetzt/livebericht/3000000308718/grossglockner-prozess-gegen-37-jaehrigen-wegen-grob-fahrlaessiger-toetung-startet


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 17:36
Zitat von LanigiroLanigiro schrieb:Deshalb kam ich auf die Idee der Sterbehilfe. Wenn Kerstin G. depressive gewesen sein sollte und das der Familie bekannt war, dann würde das diese Haltung erklären.
@Lanigiro
Das kann nicht sein.
Wer depressiv ist, kann so eine Tour überhaupt nicht unternehmen.
Das geht nicht, weil die Energie nicht da ist.
Wer nur eine depressive Verstimmung hat (wie wir alle mal) und sportlich in die Gänge kommt,
fühlt sich wieder fit und möchte sicher nicht sterben.


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 17:49
Zitat von LanigiroLanigiro schrieb:Deshalb kam ich auf die Idee der Sterbehilfe. Wenn Kerstin G. depressive gewesen sein sollte und das der Familie bekannt war, dann würde das diese Haltung erklären.
Wäre das dann aber nicht genauso bekannt dass die mit einer Depression zu kämpfen hatte?
Zitat von frauZimtfrauZimt schrieb:Das kann nicht sein.
Wer depressiv ist, kann so eine Tour überhaupt nicht unternehmen.
Das geht nicht, weil die Energie nicht da ist.
Wer nur eine depressive Verstimmung hat (wie wir alle mal) und sportlich in die Gänge kommt,
fühlt sich wieder fit und möchte sicher nicht sterben.
Das ist ein Trugschluss, nicht jede Depression ist gleich und verläuft linear.

Selbst Menschen mit schweren bis mittelschweren Depressionen liegen nicht alle nur den ganzen Tag im Bett und haben keine Energie.

Manche haben quasi eine Maske an und können sich prima verstellen in Gegenwart anderer Menschen.
Das weiß ich aus der Erfahrung von Freunden und Bekannten und aus meiner eigenen.

Es gibt Leute die sich gerade für eine Sache aufraffen.

Auch so einige Menschen, die beschlossen haben ihrem Leben ein Ende zu setzen, haben oft plötzlich extreme Energieschübe und gute Laune.

Dennoch halte ich es für so gut wie ausgeschlossen in diesem Fall.


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 17:56
Zitat von returntosenderreturntosender schrieb:Für mich macht das sich taub stellen gegenüber dem Hubschrauber einen ganz unschlanken Fuss, denn diese Leute riskieren ihr eigenes Leben.
Absolut. Das war zwar in dieser Situation nicht der Fall, aber warum es keine Äußerungen der Hubschrauberbesatzung gegenüber gab, verstehe ich überhaupt nicht.
Zitat von watnuwatnu schrieb:Sie war sicherlich eine selbstbestimmte Frau. Aber im Ausnahmezustand kann der/die stärkste Persönlichkeit auf Hilfe angewiesen sein.
Sie war anscheinend auch ehrgeizig. Selbstüberschätzung kann durchaus mit eine Rolle gespielt haben, bei beiden. Aber wie du es auch sagst, letztendlich war sie auf seine Hilfe angewiesen.
Zitat von frauZimtfrauZimt schrieb:Das kann nicht sein.
Wer depressiv ist, kann so eine Tour überhaupt nicht unternehmen.
Das geht nicht, weil die Energie nicht da ist.
Wer nur eine depressive Verstimmung hat (wie wir alle mal) und sportlich in die Gänge kommt,
fühlt sich wieder fit und möchte sicher nicht sterben
So pauschal kann man das nicht sagen. Es gibt auch hochfunktionale Depressionen.
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Wäre das dann aber nicht genauso bekannt dass die mit einer Depression zu kämpfen hatte?
Das glaube ich auch.


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Todesdrama am Großglockner

gestern um 18:13
darin zum Beispiel der Vorwurf, dass der Alpinist seine Ex-Freundin „in einer Notlage zurückgelassen“
Das wird leider interessant - ich glaube nicht mehr an Unglück.


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