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Todesdrama am Großglockner

54 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Sterbehilfe, Fahrlässige Tötung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Todesdrama am Großglockner

um 18:15
Ebenfalls am Glockner, ebenfalls im Winter:
Beim Prozess in Innsbruck wurde am Mittag der Bruder des Angeklagten befragt. Dabei wurde auch ein Brief verlesen, den dieser von der Ex-Freundin von Thomas P. erhalten haben soll. Darin schreibt sie, Thomas P. habe „sie in einer Notlage zurückgelassen“. Der Richter fragte: „Wussten Sie, dass Ihr Bruder einen heftigen Streit mit seiner Ex-Freundin hatte, als er mit ihr ebenfalls am Glockner unterwegs war im Winter?“
Quelle: https://m.bild.de/news/ausland/frau-am-grossglockner-erfroren-bergsteiger-soll-auch-ex-freundin-zurueckgelassen-haben-699720f920e745047f84b44c


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Todesdrama am Großglockner

um 18:18
Zitat von CurlySue_CurlySue_ schrieb:Danke für den Thread! Hatte mich schon gewundert, dass es dazu hier noch nichts gab.

Empfehlen möchte ich noch diese zweiteilige Podcast-Episode von „Inside Austria“ zu dem Fall: „Tod am Großglockner“
Danke für das Einstellen der beiden Teile des Podcasts.

Habe mir beide komplett angehört.

Es stehen ja insgesamt 9 Fehler im Raum, die nachweislich und nachvollziehbar passiert sein sollten und die Basis für die heutige Verhandlung sind.

Das diese 9 Fehler viele? zu viele Fehler? wären ist glaube ich ziemlich klar.

Was mich aber die ganze Zeit beschäftigt:

Wenn die beiden um 6:40 Uhr morgens gestartet sind und der erste Anruf bei der Rettung um ca 2:30 Uhr in der Nacht erfolgt ist, sprechen wir über einen Zeitraum von fast 20 Stunden.

Das bedeutet, wenn die Tour geklappt hätte wären die beiden nach rund 30 Stunden Fußmarsch wieder am Auto gewesen.

Oder anders ausgedrückt:

Nach 18 Stunden ca hätten sie den Gipfel erreicht.

Laut einiger Berichte dauert der Aufstieg vom Parkplatz zum Gipfel zwischen 5 und maximal 8 Stunden und wird als Tagestour ohne Übernachtung nur für sehr geübte Alpinisten empfohlen.

Was ich damit sagen möchte:

Irgendwas kann mit der Dauer absolut nicht stimmen. Man kann bei schlechtem Wetter oder schlechter Kondition durchaus zwei Stunden länger brauchen, aber 18 Stunden???? für den Aufstieg kann unmöglich so geplant sein.

Da muss irgendwas anderes passiert sein, zumal man ja nicht um 6:40 Uhr startet um dann die ganze Nacht durch zu klettern.

Ich habe auch noch nie in irgendeinem Bericht von irgendwelchen Alpinisten von einer 30 Stunden langen non Stop Tour gehört.

Entweder alles üblicherweise in diesem Fall auf zwei Tage aufgeteilt mit Übernachtung in einer Hütte, oder fünf Stunden Aufstieg und etwa die gleiche Zeit als Abstieg plus Pausen.

Da reden wir immer von maximal über 12 Stunden für die komplette Tour (Kletterei).

Wie ich oben beschrieben habe und wie es von der Staatsanwaltschaft anhand der SmartWatches dokumentiert wurde, waren die beiden aber selbst nach zehn Stunden - also mitten in der Nacht im tiefsten Winter - immer noch beim Aufstieg!


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Todesdrama am Großglockner

um 18:23
Zitat von ForesterForester schrieb:Wie ich oben beschrieben habe und wie es von der Staatsanwaltschaft anhand der SmartWatches dokumentiert wurde, waren die beiden aber selbst nach zehn Stunden - also mitten in der Nacht im tiefsten Winter - immer noch beim Aufstieg!
Diese Hartnäckigkeit gepaart mit völliger Ingnorierung der Rettungskräfte wurde bis jetzt imo noch nicht thematisiert im Prozess, ist aber mMn der Schlüssel zur Ursache dessen was dort passiert ist.


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Todesdrama am Großglockner

um 18:26
Sorry, habe eben gesehen das ich mich um letzten Satz verschrieben habe.

Es sollte heißen:

Wie ich oben beschrieben habe und wie es von der Staatsanwaltschaft anhand der SmartWatches dokumentiert wurde, waren die beiden aber selbst nach achtzehn!!! Stunden - also mitten in der Nacht im tiefsten Winter - immer noch beim Aufstieg!


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Todesdrama am Großglockner

um 18:43
Zitat von ForesterForester schrieb:Irgendwas kann mit der Dauer absolut nicht stimmen. Man kann bei schlechtem Wetter oder schlechter Kondition durchaus zwei Stunden länger brauchen, aber 18 Stunden???? für den Aufstieg kann unmöglich so geplant sein.
Das paßt alles hinten und Vorne nicht zusammen. Auch das ausgerechnet seine Kamera fehlt, ist mMn sehr aussagekräftig. Vll gab es Streit, wie auch mit seiner Ex.


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Todesdrama am Großglockner

um 18:49
Aus meiner Sicht eine sehr sachliche und informative Berichterstattung des ZDF (da freut sich der Gebührenunterworfene) mit einem ausführlichen Interview mit der beeindruckenden Extrem-Bergsteigerin Anja Blacha:

https://www.youtube.com/live/bfxwZx6cMEY?si=wQjeCq6gRz1SpHCg


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Todesdrama am Großglockner

um 18:54
„Er hat sich während der Touren schon immer gut um mich gekümmert. Wenn es zu Schwierigkeiten gekommen ist, dann war das nicht immer so“, lässt die Ex-Freundin aufhorchen, „ich habe manchmal Angst gehabt. In diesen Situationen neigte er dazu, dass er grantig wurde“. Und weiter: „Bei einer hochalpinen Tour am Glockner war die Stimmung schlecht. Ich war am Ende meiner Kräfte, mir war schwindlig, meine Stirnlampe war aus, ich habe geweint und geschrien. Ich habe ihm das auch signalisiert. Dann war er plötzlich weg, er ist vorausgegangen, hat mich hinten gelassen.“
Die Ex-Freundin habe immer gewusst, was sie erwarte. „Vielleicht nicht immer ganz, aber mir war schon überwiegend bewusst, worauf ich mich eingelassen habe“, gibt sie an. Es habe Personen in ihrem Umfeld gegeben, die gewusst haben, dass es bei den gemeinsamen Touren Probleme gegeben habe. „Sie haben mir auch geraten, zur Polizei zu gehen – das habe ich aber nicht gemacht“, sagt die Ex-Freundin
Extrem fahrlässig und egoistisch. Die Ex kann froh sein, dass ihr nichts passiert ist.


https://www.krone.at/4049197#liveticker-entries-anchor-4049196


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Todesdrama am Großglockner

um 19:10
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Selbst Menschen mit schweren bis mittelschweren Depressionen liegen nicht alle nur den ganzen Tag im Bett und haben keine Energie.
Manche haben quasi eine Maske an und können sich prima verstellen in Gegenwart anderer Menschen.
Das weiß ich aus der Erfahrung von Freunden und Bekannten und aus meiner eigenen.
Es gibt Leute die sich gerade für eine Sache aufraffen.
@Herbstkind
Im Tal einer Depression fehlt die Energie. Wenn es wieder aufwärts geht, ist die Kraft für den Suizid da.
Das "es geht mir besser", ist die gefährliche Phase.
Damit wurden schon Ärzte getäuscht. Der Patiet spielt "gesund" hat aber innerlich abgeschlossen.
Aber so eine Tour? Nein, ich glaube nie und nimmer, dass die Frau mit dem Ziel losgegangen ist,
sich zu töten
. Das ist in meinen Augen komplett unwahrscheinlich.
Bei einer weniger strapaziösen Wanderung, würde es mich nicht wundern.


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Todesdrama am Großglockner

um 20:09
Zitat von frauZimtfrauZimt schrieb:Das ist in meinen Augen komplett unwahrscheinlich.
Noch mehr: Abwegig.

Zumal es wesentlich einfachere und leichtere Möglichkeiten gibt, sich selbst zu töten. Bequem in Salzburg. Sterbehilfe wäre zudem ethisch absolut unvertretbar, wenn - wie in den meisten Fällen psychiatrisch induzierter Suizidalität - in einer professionellen Einrichtung effektiv geholfen werden könnte.

Das Rätsel des Zurücklassens und der unterlassenen Hilfe löst das nicht. Abwegig halt.


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Todesdrama am Großglockner

um 20:58
Der Angeklagte war erfahrener als K.. Warum hat er zugelassen, dass schon durch ihre Ausrüstung der Aufstieg für sie anstrengender war? Der SV sagte aus, der Angeklagte hätte sie auf die unpassende Ausrüstung hinweisen müssen:
Ihre Ausrüstung war „unpassend“

Der Sachverständige hält fest: „Die Ausrüstung war für die Alpinistin, so wie sie war und was sie konnte, unpassend. Der Angeklagte hätte sie darauf hinweisen müssen.“
vor 4 Minuten;
20:47
Klare Worte: „Ist deutlich anstrengender“

Der Zustieg sei mit Softboard-Boots und Splitboard „deutlich schwieriger“, ebenso die „Kletterpassagen.“ „Man hat einfach viel weniger Stabilität“, betont der Sachverständige. Auf einem Foto sehe man, dass Kerstin im Zustieg zwar die Spur des Angeklagten verwendet habe, aber sie habe zusätzlich mit einem Ski eine Spur gemacht. „Das darf man nicht unterschätzen, das ist deutlich anstrengender.“
vor 6 Minuten;
20:45
Die Einsatzmöglichkeiten sind eingeschränkt

„Alle heute bereits genannten Touren, die das Paar gemeinsam absolviert hat, sind deutlich leichter als der winterliche Anstieg über den Stüdlgrat am Glockner. Das muss man ganz klar sagen“, betont der Sachverständige.

Und weiter: „Die Soft-Boots und das Splitboard sind für eine derartige Tour grundsätzlich geeignet, aber die Einsatzmöglichkeiten im alpinistischen Bereich sind deutlich eingeschränkt.“
vor 11 Minuten;
20:40
Gutachter: „Hier gilt sie als Anfängerin

Zusammenfassend trägt nun der alpintechnische Sachverständige sein Gutachten vor. „Der Angeklagte hat den Großglockner viele Male bestiegen“, sagt er, „hervorzuheben ist sein hohes alpinistisches und konditionelles Leistungsvermögen“. Das Opfer habe hingegen erst „2024“ mit derartigen Touren begonnen. „Sie war sehr konditionsstark und sehr motiviert, aber in Bezug auf derartige winterliche hochalpine Touren gilt sie als ,Anfängerin‘“, sagt der Sachverständige.
Quelle: https://www.krone.at/4049197#liveticker-entries-anchor-4049196


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Todesdrama am Großglockner

um 21:01
Mich macht auch die im Krone-Ticker thematisierte Auffindesituation stutzig. Der Richter fragt hier nach, aber niemand scheint sich erklären zu können, wie K in diese Position gekommen ist


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Todesdrama am Großglockner

um 21:15
@ichhier, mich macht es nicht mehr stutzig und fassungslos bin ich schon seit ich die ersten Artikel gelesen habe. Ich habe zwar keine Ahnung vom Alpinsport, aber alles klingt einfach danach, dass er sie im Stich gelassen hat.

Der Reporter des Standards, Maximilian Werner, verzichtet aus Pietätsgründen und Rücksichtnahme auf Angehörige, darauf, Details zu schildern. Ich denke, es genügt hier zur Beurteilung das zu wissen, was er schreibt. Sein neuester Post steht oben:
Maximilian Werner
"Okay" ...
... schnauft der Richter einmal durch und fragt, welche Information der Zeuge genau weitergegeben habe. "Wir haben versucht, den Ball flachzuhalten und so schnell wie möglich, den Abtransport durchzuführen."

Später – zwei Tage später, gegen 8 Uhr früh (diese Angabe wurde korrigiert) – habe der Angeklagte den Zeugen am Telefon gefragt, ob bei der Bergung die GoPro-Kamera, die der Angeklagte verloren habe, gefunden worden sei. Das verneinte der Zeuge, später sei noch explizit danach gesucht worden – ohne Erfolg.
78 Postings
Maximilian Werner
Wieder an den Zeugen:
- "Hat es Spuren gegeben, die darauf hindeuten, dass die [Verstorbene] an dieser Stelle aktiv abgeklettert ist?"
Das verneint der Zeuge.

Es seien auch keine weiteren Blutspuren – außer jene, etwas weiter oben – gefunden worden. (Die Spuren kamen vermutlich von Aufschürfungen/Verletzungen an der Hand.)

Maximilian Werner
Frage an den Angeklagten
Jetzt fragt der Richter den Angeklagten, wie er die Verstorbene genau sicherte und lässt sich exakt den Vorgang beschreiben.

Maximilian Werner
- "Wie lang sind Sie bei der alpinen Einsatzgruppe?", fragt der Richter.
- "Seit 2009", ist die Antwort.

Und jetzt zum Auffindungsort der Verstorbenen:
- "Ist für Sie erklärbar, dass ich in so eine Situation gerate, aufgrund eines Sturzes, mit den Steigeisen drauf?"
- "Na, eigentlich net."

Die Einsatzgruppe habe einen Handschuh gefunden, die Sicherungsposition sei "spannend" gewesen, die Verstorbene habe keine Handschuhe getragen.

Maximilian Werner
Jetzt beschreibt der Zeuge detailliert, in welchem Zustand er die Verstorbene aufgefunden hatte, ich verzichte auf nähere Details.
Quelle: https://www.derstandard.at/jetzt/livebericht/3000000308718/grossglockner-prozess-gegen-37-jaehrigen-wegen-grob-fahrlaessiger-toetung-startet


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Todesdrama am Großglockner

um 21:16
Zitat von ichhierichhier schrieb:Mich macht auch die im Krone-Ticker thematisierte Auffindesituation stutzig. Der Richter fragt hier nach, aber niemand scheint sich erklären zu können, wie K in diese Position gekommen ist
Das ist mir auch aufgefallen. Zumal der genaue Todeszeitpunkt nicht festgestellt werden konnte. Wurde sie nochmal bewegt, als sie schon tot war?


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Todesdrama am Großglockner

um 21:26
Vielleicht ist sie ja abgestürzt (so verstehe ich die Auffindesituation) und daraufhin ist der Angeklagte umgekehrt. Das würde erklären, wieso er sie nicht ins Biwak gepackt hat. Seltsam auch, dass sie keine Handschuhe trug.
Nur so meine Gedanken, wie es gewesen sein könnte


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Todesdrama am Großglockner

um 21:39
Beide waren wohl nicht für alle Gefahren gerüstet. Was ist das? Verdrängung? Zweckoptimismus – und wenn es dann nicht abläuft, wie der Film, den man im Kopf hat, wird er grantig und haut ab (s. Aussage der Exfreundin)?
vor 30 Minuten;
21:03
Das hat die Seilschaft ignoriert

Die Wetterprognosen im Norden seien kein zwingendes Stoppzeichen gewesen. Dennoch wurden bedenkliche Vorboten von dieser Zweier-Seilschaft „ignoriert“. Tödlich sei laut Gerichtsgutachten eine allgemeine Unterkühlung. „Aber relevant sind auch die lokalen Erfrierungen – etwa von Fingern. Man kann sich so nicht mehr festhalten. Das war alles gegeben“, betont der Sachverständige.
vor 34 Minuten;
20:59
Es geht mit klaren Aussagen weiter

„Die Ausrüstung von beiden ist als unvollständig und wenig zweckmäßig zu bezeichnen“, erläutert der Sachverständige weiter. Die Notfallausrüstung betreffend „hatten die beiden keine Lawinenausrüstung“ dabei. „Das tut zwar mit dem vorliegenden Fall nichts zur Sache, weil keine Lawine abgegangen ist, aber es zeigt, dass die beiden mit keinem Notfall gerechnet haben“, ist er überzeugt.
vor 37 Minuten;
20:56
Tourenplanung ist so „nicht zu empfehlen“

„Unbedingt bei der Planung zu berücksichtigen gewesen wäre, dass man im Jänner spätestens ab 18 Uhr Stirnlampen benötigt“, so der Sachverständige weiter. Eine derartige Planung – also die 21-Uhr-Gipfelplanung – „ist auf keinen Fall zu empfehlen“.
vor 40 Minuten;
20:53
„Diese Tour hätte man ausschließen müssen“

Der Sachverständige konstatiert ein hohes Maß an Fitness bei beiden. Über den Gesundheitszustand von Kerstin am besagten Tag könne er nichts sagen. „Dass als erste Route in diesem hochalpinen Bereich für die Alpinistin diese Tour gewählt wurde, ist fragwürdig“, sagt er. Diese Tour hätte man aufgrund aller Gegebenheiten am 18. Jänner 2025 von vornherein „ausschließen“ müssen.
Quelle: https://www.krone.at/4049197#liveticker-entries-anchor-4049196


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Todesdrama am Großglockner

um 21:39
Zitat von ichhierichhier schrieb:Vielleicht ist sie ja abgestürzt (so verstehe ich die Auffindesituation)
Das scheint nicht der Fall zu sein.
„Wie kommt sie in so eine Position?“, fragt der Richter. Der Ermittler, der bei der alpinen Einsatzgruppe ist, antwortet: „Das ist mir nicht erklärbar.“ Hofer: „Könnte die Verunfallte aufgrund eines Sturzes so landen?“ Der Polizist dann: „Nein, eigentlich nicht.“
„Die Alpinistin fanden wir in hängender Position auf. Sie hatte den Rucksack am Rücken, den Kopf nach hinten überstreckt. Ihre Augen waren sehr weit aufgerissen, sie trug keine Handschuhe, die Boots waren offen“, sagt er, „für uns war das ein Wunder, dass sie in dieser Position verblieben ist“. Bei noch stärkerem Wind „wäre sie über die Südwand abgestürzt“.
Quelle: https://www.krone.at/4049197#liveticker-entries-anchor-4049196

Ich hatte bei dieser Schilderung eher den Gedanken, dass der Angeklagte den Oberkörper/den Kopf der Freundin aufrichten wollte und diese bereits tot war.


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Todesdrama am Großglockner

um 21:48
Unterkühlung könnte eine Rolle gespielt haben.
Maximilian Werner vor 21 Minuten
Ein mögliches Sturzgeschehen nach der Fixierung der Verstorbenen sei "aus Sachverständigensicht als nicht schlüssig zu bewerten".

Bei einer Unterkühlung könne es aber zu unlogischem Verhalten kommen, natürlich auch bei der Verstorbenen.
Quelle: https://www.derstandard.at/jetzt/livebericht/3000000308718/grossglockner-prozess-gegen-37-jaehrigen-wegen-grob-fahrlaessiger-toetung-startet


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Todesdrama am Großglockner

um 21:49
Zitat von DasdeeeenizDasdeeeeniz schrieb:Ich hatte bei dieser Schilderung eher den Gedanken, dass der Angeklagte den Oberkörper/den Kopf der Freundin aufrichten wollte und diese bereits tot war.
Gestürzt war wohl das falsche Wort, ich stellte mir eher ein Rutschen vor. Wie sonst erklärt sich ein hängende Position?

Mit normalem Verstand lässt sich das alles nicht begreifen. Ich mag mir noch vorstellen, dass man Fehlentscheidungen trifft und auch erfahrene Bergsteiger kommen in Notsituationen.

Wieso ich nicht von einem Unglück ausgehe, mache ich an kleinen Details fest wie z B, dass keine Nahrung mitgenommen wurde. Die Auffindesituation bestätigt mein Gefühl.


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Todesdrama am Großglockner

um 21:51
Bei einem Kältetod kann man es durchaus vorkommen, dass sich Betroffene entkleiden. Daran hatte ich nicht gedacht, das könnte die fehlenden Handschuhe erklären.


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Todesdrama am Großglockner

um 21:54
Zitat von frauZimtfrauZimt schrieb:Aber so eine Tour? Nein, ich glaube nie und nimmer, dass die Frau mit dem Ziel losgegangen ist,
sich zu töten
. Das ist in meinen Augen komplett unwahrscheinlich.
Darum ging es ja auch nicht, sondern darum, dass du komplett ausschließen wolltest, dass auch depressive Menschen zu solchen Leistungen fähig wären. Dass sie sterben wollte, schließen wohl die meisten aus.
Zitat von watnuwatnu schrieb:Ich habe zwar keine Ahnung vom Alpinsport, aber alles klingt einfach danach, dass er sie im Stich gelassen hat.
Scheint bei ihm ja öfter vorzukommen. Mittlerweile könnte ich mir sogar vorstellen, dass er sauer war, weil sie nicht mehr konnte und ihm so der Gipfel verwehrt blieb und er sie fixierte und einfach abgehauen ist.

Auch seine Fragen nach der Kamera finde ich auffällig.
Zitat von ichhierichhier schrieb:Bei einem Kältetod kann man es durchaus vorkommen, dass sich Betroffene entkleiden. Daran hatte ich nicht gedacht, das könnte die fehlenden Handschuhe erklären.
Vll wurden deshalb auch die Boots geöffnet. Das muss dann aber alles noch vor den Erfrierungen der Finger passiert sein.


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