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Todesdrama am Großglockner

242 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Sterbehilfe, Fahrlässige Tötung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Todesdrama am Großglockner

um 20:14
Es könnte auch einfach eine Ausrede sein. Denn der Richter bezweifelte ja, dass ihr Leistungsabfall so schnell eintrat, wie er behauptete. @behind_eyes
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Las sich sich so, als ob es anfänglich so geplant war.
Das stand schon in meinem ersten Zitat, aber Andere haben es wohl auch überlesen.


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Todesdrama am Großglockner

um 20:17
@watnu
Got it, danke dir.

Bei mir bleibt hängen das hier nicht wirklich jeder Widerspruch hartnäckig verfolgt wurde. Der Fall hinterlässt mehrere Fragezeichen die im Prozess nicht geklärt wurden und es wird nicht klar warum das so unvollständig abgehandelt wurde.


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Todesdrama am Großglockner

um 20:24
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Der Fall hinterlässt mehrere Fragezeichen die im Prozess nicht geklärt wurden und es wird nicht klar warum das so unvollständig abgehandelt wurde.
Ich denke, manches würde sich einfach nicht beweisen lassen. Ich meine damit, man könnte ihm nichts gegenteiliges beweisen. Und ohne hochalpine Erfahrung kann ich mir das vermutlich auch gar nicht richtig vorstellen. Deshalb habe ich das hier eingestellt, was mir seltsam vorkommt.

Z. B. mal zu seinen Gunsten gedacht, wie der Richter das z. T. ja auch gemacht hat: Vielleicht hat er bei seinem umstrittenen 1. Anruf, von dem er behauptet, das sei ein Notruf gewesen, durch den starken Wind wirklich manches falsch verstanden?


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Todesdrama am Großglockner

um 20:29
Zitat von watnuwatnu schrieb:22.50 Uhr: Hubschrauber-Einsatz. Das Paar gibt kein Notsignal ab. Hubschrauber dreht ab.
Es gab ja 2 mal einen Hubschraubereinsatz, um 22.50, da wollten die beiden keine Hilfe, und um 7 Uhr morgens, da war es zu windig.
Ob es die ganze Zeit vor 7 Uhr auch zu windig war, ist unklar.
At 7.10am webcam footage captured a helicopter soaring over the mountain, but the rescue mission had to be aborted due to strong winds
https://www.dailymail.co.uk/news/article-15573567/Climber-left-girlfriend-freeze-death-Austrian-mountain-insists-told-denies-manslaughter.html

Und dann gabs noch die Bergretter zu Fuß, die erst um 3 Uhr 30 informiert wurden und bis 10 Uhr brauchten. Vielleicht wären die schneller da, wenn man sie schon um 22 Uhr 50 informiert hätte.ren.
l


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Todesdrama am Großglockner

um 20:40
Zitat von watnuwatnu schrieb:Z. B. mal zu seinen Gunsten gedacht, wie der Richter das z. T. ja auch gemacht hat: Vielleicht hat er bei seinem umstrittenen 1. Anruf, von dem er behauptet, das sei ein Notruf gewesen, durch den starken Wind wirklich manches falsch verstanden?
Da denke ich mir aber, wenn er davon ausgeht das dies ein Notruf war und jetzt die Rettung kommt, warum entfernt er sich von ihr? Wozu Hilfe holen (offizielles Motiv warum er gegangen ist) wenn man überzeugt ist Hilfe kommt?
Sowas wurde einfach nicht ausdiskutiert.


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Todesdrama am Großglockner

um 20:40
Zitat von parabolparabol schrieb:Ob es die ganze Zeit vor 7 Uhr auch zu windig war, ist unklar.
Unten wird der Windchill-Effekt erwähnt (Hervorhebung durch mich). Wenn ich es richtig erinnere, was in der Servus-Doku gesagt wurde, die @emz verlinkt hat, sprachen die von -24 C durch Windchill, anstatt u. g. gemessenen -10 C. (Ich habe aber kein gutes Zahlengedächtnis)
Edit: Und Wind zwischen 80 u 100 km/h wurden in der Servus-Doku erwähnt, wenn mich mein schlechtes Z.gedächtnis nicht täuscht.
Der Wind bläst kontinuierlich die Körperwärme weg. (Deshalb auch gefühlte und gemessene Temperaturangaben auf wetter.de usw.)
Zitat von watnuwatnu schrieb:2 Bergführer werden im 1. Absatz zitiert:
"Eine Umkehr wäre die einzig verantwortungsvolle Entscheidung gewesen", befand auch Hansers Kärntner Kollege Peter Suntinger aus Heiligenblut. Suntinger hatte schon kurz nach der Tragödie gesagt, dass die Entscheidung, seine Freundin allein um 2 Uhr bei Minus 10 Grad im stürmischen Wind zurückzulassen, "im Grunde ihr Todesurteil war".
(…)
Besonders schwer nachvollziehbar scheint mit Blick auf das Zurücklassen der erschöpften Freundin im eisigen Sturm, der durch den Windchilleffekt die Kälte wesentlich gefährlicher macht, warum Thomas P. sein Handy wie schon zuvor ständig auf lautlos gestellt hatte und so eingehende Anrufe und Nachrichten nicht hören konnte.

Unerklärlich erscheint darüber hinaus die Tatsache, dass der Angeklagte weder die Bergrettung noch die Alpinpolizei darüber unterrichtete, seine erschöpfte Freundin ohne Schutz und übrig gebliebene warme Getränke um 2 Uhr allein am Gipfel zurückzulassen. Auch zur Frage, warum sein Mandant den Klingelton des Handys nicht eingeschaltet gelassen habe, um für seine Freundin beim Abstieg erreichbar zu sein und ihr in dieser ernsten Notlage zumindest moralisch beistehen zu können, wollte sich Jelinek vor dem Prozessauftakt nicht äußern.
Quelle für alle o. g. Zitate: https://www.focus.de/panorama/erfroren-am-glockner-gipfel-eltern-des-opfers-schuetzen-angeklagten-freund_c954d687-2ced-45cb-afa7-f33bf5180bb4.html



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Todesdrama am Großglockner

um 20:48
Im Verlauf der Tour habe man nämlich in Erwägung gezogen, aus der Eintagestour eine Zweitagestour zu machen.
Quelle: https://www.sn.at/panorama/oesterreich/gehen-um-jeden-preis-so-begruendet-der-richter-den-schuldspruch-im-glockner-prozess-art-636343

...Es wäre ihnen ganz einfach nichts anderes übriggeblieben, weil sie doch viel zu erschöpft war, als dass sie nachher noch komplett absteigen hätten können. Die Adlerhütte liegt auf der Abstiegs- Normalroute eine Stunde unterm Gipfel (Österreichs höchste Berghütte). Der zweite Tag war übrigens ohnehin schon angebrochen, wenn man nach der Uhrzeit (null Uhr) geht.
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:wenn er davon ausgeht das dies ein Notruf war und jetzt die Rettung kommt, warum entfernt er sich von ihr?
Weil der Hubschrauber wegen Windes nicht mehr fliegen konnte, das hat man man ihm definitv bei dem Telefonat gesagt.
Und die nächste theoretische Möglichkeit Menschen zu finden, die zu ihr steigen hätten können, war diese Adlerhütte - etwas mehr als eine Stunde dürfte er dorthin vom Gipfel gebraucht haben. Also deutlich weniger als wenn die Bergrettung auf der Normalroute 5h aufsteigt.
- Abgesehen davon, dass er in dieser Situation auf Grund der diversen Umstände wahrscheinlich nicht mehr rational entscheiden konnte.

Wenn ich mich recht erinnrn konnte, war aber der Richter der Meinung dass er absteigen hätte können zur Partnerin. Mir ist nicht klar, ob er ihr in der Auffindeposition Schier und Rucksack abnehmen hätte können, und den Biwacksack und Notfalldecke auspacken. Es klingt ja so als konnte er sie 1,5h lang nicht aus der Blockade bringen.


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Todesdrama am Großglockner

um 20:53
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Weil der Hubschrauber wegen Windes nicht mehr fliegen konnte, das hat man man ihm definitv bei dem Telefonat gesagt.
Und die nächste theoretische Möglichkeit Menschen zu finden, die zu ihr steigen hätten können, war diese Adlerhütte -
Ja, also ging er davon aus das eine Rettung angelaufen war, der Hubschrauber aber nicht fliegen konnte, er aber dachte er könnte auf der Adlerhütte jemanden mit Neuigkeiten versorgen indem er ihnen dort sagte das jemand gerettet werden muss?
Das ergibt keinen Sinn für mich.


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Todesdrama am Großglockner

um 20:53
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Da denke ich mir aber, wenn er davon ausgeht das dies ein Notruf war und jetzt die Rettung kommt, warum entfernt er sich von ihr?
Sie hat ihn angeblich dazu aufgefordert, dass er geht, und hat ihm damit das Leben gerettet.
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:
Ich habe mit ihr ausgemacht, dass ich Hilfe hole. Denn wir haben gewusst, dass sich die ganze Nacht hier heroben nicht ausgeht. Ich habe in dieser Situation auch nicht mehr an den Biwaksack von Kerstin gedacht. Ich habe mich zu ihr dazugelegt und sie hat dann lautstark geschrien: ,Geh, jetzt, geh!‘ Damit hat sie mir das Leben gerettet“, erinnert sich der Alpinist.
Er denkt nicht daran sie zu wärmen, obwohl er erfahren war? Dass man niemanden in dieser Lage ungeschützt lässt, obwohl Biwaksack und Wärmedecke vorhanden waren, weiß doch sogar ein völliger Laie.



https://www.krone.at/4049197#liveticker-entries-anchor-4049196



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Todesdrama am Großglockner

um 20:54
Zitat von watnuwatnu schrieb:Sie hat ihn angeblich dazu aufgefordert, dass er geht, und hat ihm damit das Leben gerettet.
Er ist laut eigener Aussage gegangen um sie zu retten. Das sie ihn gerettet hat, sagte er erst später.


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Todesdrama am Großglockner

um 20:57
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:er aber dachte er könnte auf der Adlerhütte jemanden mit Neuigkeiten versorgen indem er ihnen dort sagte das jemand gerettet werden muss?
Ich verstehe es so, dass er gehofft hat, er findet dort andere Bergsteiger, die zu Hilfe kommen können. Die also bis dahin vom Zwischenfall nichts wussten, sondern dort ein paar Stunden nachts auf ihrer Tour pausieren wollten, - Vielleicht auch weil sie zu lange brauchten wegen Aufkommen von Sturm, und nicht rechtzeitgi umgekehrt waren.
- Keine Ahnung ob er einschätzen konnte, wie groß oder gering die Chance dafür war, dort jemand anzutreffen.


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Todesdrama am Großglockner

um 20:57
Was da gesprochen wurde lässt sich nicht mehr aufklären.
Ziemlich sicher ist, dass er bezüglich der Zurücklassposition gelogen hat. Man kann davon ausgehen, dass sie schon im Seil hing als er sie verlassen hat.


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Todesdrama am Großglockner

um 20:58
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Da denke ich mir aber, wenn er davon ausgeht das dies ein Notruf war und jetzt die Rettung kommt, warum entfernt er sich von ihr? Wozu Hilfe holen (offizielles Motiv warum er gegangen ist) wenn man überzeugt ist Hilfe kommt?
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Weil der Hubschrauber wegen Windes nicht mehr fliegen konnte, das hat man man ihm definitv bei dem Telefonat gesagt.
Und die nächste theoretische Möglichkeit Menschen zu finden, die zu ihr steigen hätten können, war diese Adlerhütte - etwas mehr als eine Stunde dürfte er dorthin vom Gipfel gebraucht haben.
Es war der Bergrettung bis 3 Uhr 30 nicht bekannt, dass die Frau bewegungsunfähig war, die gingen davon aus dass beide gemeinsam die Adlerhütte erreichen können. Rettungsmaßnahmen wurden erst seit 3 Uhr 30 eingeleitet. Da macht es natürlich Sinn die anderthalb Stunden
zur Adlerhütte zu gehen als auf dem Berggipfel auf die Rettung zu warten.


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Todesdrama am Großglockner

um 20:59
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Er ist laut eigener Aussage gegangen um sie zu retten. Das sie ihn gerettet hat, sagte er erst später.
Das ist aus dem Krone-Ticker. Ich versteht das so, dass sie angeblich, "Geh .." , schrie (trotz Schwäche), als sie unter dem Gipfel nicht mehr konnte.

Hier ist der ganze Post, aus dem ich zitiert habe:
Beitrag von Photographer73 (Seite 1)


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Todesdrama am Großglockner

um 21:00
https://www.servustv.com/natur/v/aag0d81s5v2il1en43g3/
ab Minute 37:25

Hier wird Adlersruh, der unbeheizte Notraum gezeigt.
Von dort aus wäre mögicherweise eine Rettung per Hubschrauber und Winde möglich.
Dass man dort übernachten möchte?


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Todesdrama am Großglockner

um 21:01
Zitat von watnuwatnu schrieb:Das ist aus dem Krone-Ticker. Ich versteht das so, dass sie angeblich, "Geh .." , schrie (trotz Schwäche), als sie unter dem Gipfel nicht mehr konnte.
Ich denke das ist unstrittig jedoch sagte er früh das er gegangen ist um sie zu retten und nicht weil sie ihn weggeschickt hat.


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Todesdrama am Großglockner

um 21:04
Zitat von emzemz schrieb:Dass man dort übernachten möchte?
Wenn man keine andere Wahl hat. Dort ist man wenigstens vor dem Windchill-Effekt sicher. Das sagen die 2 Bergsteiger/Bergführer dort auch. Kalt, aber windgeschützt.

Edit: Er hat ja dort überlebt.


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Todesdrama am Großglockner

um 21:05
Zitat von parabolparabol schrieb:Es war der Bergrettung bis 3 Uhr 30 nicht bekannt, dass die Frau bewegungsunfähig war, die gingen davon aus dass beide gemeinsam die Adlerhütte erreichen können. Rettungsmaßnahmen wurden erst seit 3 Uhr 30 eingeleitet.
Das widerspricht aber seiner Aussage, nämlich jener das er ab 00:30 davon ausgegangen ist das Rettung kommt. Es macht also keinen Sinn ihre Überlebenschancen so hart zu mindern wennan angeblich überzeugt ist das Rettung unterwegs ist (auch wenn man weiß das es nicht der Hubschrauber ist).


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Todesdrama am Großglockner

um 21:08
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Es macht also keinen Sinn ihre Überlebenschancen so hart zu mindern wennan angeblich überzeugt ist das Rettung unterwegs ist
Sein Weggang minderte ihre Chancen nicht, wenn man davon ausgeht, dass sie zu der Zeit schon im Seil hing.


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Todesdrama am Großglockner

um 21:12
Zitat von watnuwatnu schrieb:
Zitat von emzemz schrieb:Dass man dort übernachten möchte?
Wenn man keine andere Wahl hat. Dort ist man wenigstens vor dem Windchill-Effekt sicher. Das sagen die 2 Bergsteiger/Bergführer dort auch. Kalt, aber windgeschützt.
Was ich meinte, war, dass ich es für unwahrscheinlich halte, dass eine Übernachtung bereits anfangs so geplant gewesen sein könnte.
Und zum Frühstück waren dann Gummibärchen und gefrorener Tee geplant.


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