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Todesdrama am Großglockner

1.241 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Sterbehilfe, Fahrlässige Tötung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Todesdrama am Großglockner

11.03.2026 um 16:53
Unwahre Aussage des TP lt. o. g. Podcast:
RA Ermacora sagte, dass TPs ursprüngliche Aussage nicht mit den Daten seiner Smartwatch übereingestimmt habe.
Laut TPs ursprünglicher Aussage seien K. und er um 13.30 Uhr am Frühstücksplatzl gewesen.
Nach den Smatwatch-Daten waren sie erst um 14:50 Uhr dort.
Einstieg laut Aussage TP um 10.45 Uhr / tatsächlich: 12.15 Uhr
Quelle: Inside-Austria, Teil 4 des, ca. 16.30

- - -
Zitat von m_mucm_muc schrieb am 07.03.2026:pathetisch ..., neue Dimensionen tuen sich da auf
Pathetisch und theatralisch?
Wenn man den u. g. Wortlaut, den der Verteidiger im Juni 2025 in TPs Namen verbreitete, mit Tps Bedauern zu Beginn der Verhandlung vergleicht, ist es sinngemäß ziemlich gleich.:
U. g.
Wortlaut Verteidiger = Wortlaut TP:
"bedauert unendlich" = "unendlich leid tut"
"dass es so gekommen ist" = "was passiert ist"
"wie es passiert ist" = "wie es so gekommen ist"
"nicht schuldig" = "nicht schuldig"

Juni 2025:
Sein Mandant sei strafrechtlich nicht schuldig: „Er bedauert unendlich, wie es so gekommen ist, und dass es so gekommen ist. (…)“
Quelle: https://salzburg.orf.at/stories/3310341/

Feb. 2026:
Zu Beginn des Prozesses hatte sich der Angeklagte mit einem emotionalen Statement an den Richter gewandt. Er wolle sagen, «dass es mir unendlich leid tut, was passiert ist, und wie es passiert ist». Er bekannte sich aber nicht schuldig.
Quelle: https://www.blick.ch/ausland/es-tut-mir-unendlich-leid-frau-33-erfriert-am-grossglockner-freund-vor-gericht-id21709755.html

- - -
U. g. Artikel ähnelt eventuell dem, was du geschrieben hast, @Lilyth_White . Wenn man über Stunden ausblenden kann, dass die Erschöpfung der Partnerin lebensgefährlich werden kann, ist man m. E. nicht nur wegen der eisigen Temperaturen kaltschnäuzig.
Der letzte Aufstieg: Über Risiko, Ego und Demut am Berg
(…)
Manfred Ruoß. Der deutsche Psychologe und Psychotherapeut hat selbst viele Berge bestiegen (…)

2014 veröffentlichte Ruoß ein Buch über die Psychologie des Bergsteigens: "Zwischen Flow und Narzissmus“. Zum aktuellen Fall möchte er nichts sagen, er kenne ihn lediglich aus den Medien. Nur so viel: "Die wahnsinnig lange Tour, der Stress, die Kälte, der Zeitdruck und dann auch noch dieser irre Wind: der raubt einem den Verstand, das Gesicht friert ein, und irgendwann kann man nicht mehr rational entscheiden."

Viele Bergsteiger würden ein Umkehren vor dem Gipfel als Eingeständnis des Versagens und als Kränkung des Egos empfinden. Es sei für sie kaum akzeptabel, sich selbst in eine Situation gebracht zu haben, aus der man sich nicht mehr befreien könne. Das mache ein Aufgeben dann oft unmöglich. "Auf dem Berg werden keine Vernunftentscheidungen gefällt", sagt Ruoß. „Sonst würde man gar nicht erst hinaufgehen. Beim Bergsteigen geht es ums Erleben. Es hat etwas Berauschendes, etwas von Lust und Ekstase. Und das suchen wir doch alle."
Quelle: https://www.derstandard.de/story/3000000307822/grossglockner-prozess-tod-am-berg

- - -
Er hatte noch genug Energie, relativ schnell zur Adlersruhe zu gelangen.
Wenn er nicht die Kraft/Technik besaß, K. hochzuziehen, hätte er nicht zu ihr hinunter klettern können und sie auf dem Felsvorsprung besser vor der Kälte schützen können?


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Todesdrama am Großglockner

11.03.2026 um 17:27
Zitat von watnuwatnu schrieb:Wenn man über Stunden ausblenden kann, dass die Erschöpfung der Partnerin lebensgefährlich werden kann, ist man m. E. nicht nur wegen der eisigen Temperaturen kaltschnäuzig.
…da gebe ich dir recht, aber mir ging es eher um die Tötungsabsicht.


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Todesdrama am Großglockner

21.03.2026 um 18:55
https://www.alpin.de/home/news/63450/artikel__alpine_divorce_-berichte_auf_tiktok__was_der_grossglockner-prozess_online_ausloest.html

Es ist Lesestoff, der die Problematiken beim Bergsteigen aufgreift.
Finde auch die Kommentare informativ.
Menschen berichten, wie sie von Bergpartnern zurückgelassen wurden
"Alpine Divorce" auf Social Media: Was der Großglockner-Prozess online auslöst

Ein Jahr nach dem Tod von Kerstin G. am Großglockner und wenige Wochen nach dem Prozess gegen ihren Lebensgefährten entbrennt in sozialen Medien eine breite Diskussion: Zahlreiche Frauen berichten auf TikTok von ähnlichen Situationen, in denen sie sich beim Wandern oder Bergsteigen von ihren Partnern alleingelassen fühlten. Das Phänomen wird unter dem Begriff "Alpine Divorce" diskutiert.


Tourenpartner am Berg verlassen? Offenbar keine Seltenheit

Auf der Plattform TikTok berichten immer mehr Personen, insbesondere Frauen, von eigenen Berg- oder Wander-Erfahrungen, in denen sie von (Ex-)Partnern im Gelände allein- bzw. zurückgelassen wurden. Ein Clip der Nutzerin @everafteriya etwa erreichte bisher mehr als 18,9 Millionen Aufrufe. Darin schildert sie unter Tränen, wie sie auf einer Wanderung zurückblieb, während ihr Begleiter schneller voranschritt und sie am Ende alleine den Weg finden musste.

In den Kommentaren meldeten sich zahlreiche weitere Menschen zu Wort und beschrieben eigene Erlebnisse, beispielsweise vom Verirren beim Abstieg oder von Hilfe durch Fremde. Teilweise werden dort Situationen geschildert, in denen Wanderer gerade bei schwierigen Bedingungen zurückgelassen wurden oder in Konfliktsituationen ihren eigenen Weg fortsetzen wollten.



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Todesdrama am Großglockner

21.03.2026 um 21:15
Zitat von emzemz schrieb:Finde auch die Kommentare informativ.
Was mich schockiert, dass (wenn man den Kommentaren Glauben schenkt) selbst bei Bergführern vom Alpenverein solch verantwortungsloses Verhalten vorkommt.


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Todesdrama am Großglockner

22.03.2026 um 03:21
@emz Das ist einfach nur frustrierend und ähnliche Befürchtungen hatte ich bereits. Man sollte aus diesem Drama nicht auch noch eine Seifenoper machen.


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Todesdrama am Großglockner

22.03.2026 um 06:37
@emz
Danke, ich habe mir jetzt ein paar Kommentare durchgelesen. mMn wird der Begriff "alpine Scheidung" aber falsch verwendet und die Erzählungen können nicht mit den Vorkommnissen am Glöckner verglichen werden. Dass am Berg nicht nur empathische und hilfsbereite Menschen unterwegs sind, ist klar. Aber nicht jeder rücksichtslose Unsympathler will seine Partnerin los werden.


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Todesdrama am Großglockner

22.03.2026 um 07:38
Bei "Alpine divorce" geht es um etwas anderes, das Frauen bewusst gemacht werden muss. Bei gefährlichen Touren zu zweit (Klettern, Hochtour, Skitour ...) ist die psychologische Dynamik zwischen Partnern - vor allem in einer nicht perfekten Beziehung - eine andere als zwischen Freunden. Man respektiert die Meinung des andern weniger, man widerspricht vielleicht weniger, es gibt eher ein hierarchisches Gefälle. Spannend finde ich zb, dass unabhängig von Können oder Erfahrung fast immer der Mann vorgeht.
Es ist immens wichtig, den Frauen bewusst zu machen, dass sie auch selbst sich vorher die Tour, das Topo ansehen müssen, sich mit Ausrüstung auskennen müssen, Bergrettungsnummer und alpine Notsignale kennen müssen etc ...

Ich weiss, ist offTopic hier, aber in meinen Augen immens wichtig - kenne es leider auch aus eigener Erfahrung.


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Todesdrama am Großglockner

22.03.2026 um 10:23
Zitat von tantehildegardtantehildegard schrieb:Spannend finde ich zb, dass unabhängig von Können oder Erfahrung fast immer der Mann vorgeht.
Das habe ich auch schon beobachtet. Auf Touren, wo ich die Wege genau kenne, auch schöne Trampelpfade abseits vom markierten Weg, die ich allein schon öfters gegangen bin und deswegen logischerweise die Führung übernehme, habe ich das leichte Unbehagen meiner männlichen Begleiter wohl bemerkt. Meist reicht allerdings, das humorvoll anzusprechen.
Zitat von tantehildegardtantehildegard schrieb:Es ist immens wichtig, den Frauen bewusst zu machen, dass sie auch selbst sich vorher die Tour, das Topo ansehen müssen, sich mit Ausrüstung auskennen müssen, Bergrettungsnummer und alpine Notsignale kennen müssen etc .
Das kann man nicht genug betonen. Es kann ja auch dem erfahreneren Partner etwas zustoßen. Dann steht man im Extremfall irgendwo im Steilgelände und weiß nicht mehr weiter. Wenn man dann keine Notfallnummer hat.... .


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Todesdrama am Großglockner

22.03.2026 um 10:56
@UTAC
@tantehildegard

Was ihr da gerade ansprecht, gilt doch aber für jede Wander- und Klettergruppe. Dass JEDE/R sich mit diesen Dingen auseinandersetzen sollte. Zur eigenen und zur Sicherheit aller anderen.
Auch in reinen Frauengruppen oder reinen Männergruppen.


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Todesdrama am Großglockner

22.03.2026 um 18:44
Zitat von tantehildegardtantehildegard schrieb:Bei "Alpine divorce" geht es um etwas anderes, das Frauen bewusst gemacht werden muss. Bei gefährlichen Touren zu zweit (Klettern, Hochtour, Skitour ...) ist die psychologische Dynamik zwischen Partnern - vor allem in einer nicht perfekten Beziehung - eine andere als zwischen Freunden. Man respektiert die Meinung des andern weniger, man widerspricht vielleicht weniger, es gibt eher ein hierarchisches Gefälle. Spannend finde ich zb, dass unabhängig von Können oder Erfahrung fast immer der Mann vorgeht.
Ich finde deine Ausarbeitung hinsichtlich der Beziehungsebene sehr interessant. Die Qualität einer Beziehung kann in Notsituationen tatsächlich ein verbindendes Element sein oder auch destruktive, toxische Verhaltensweisen verstärken.
Zitat von tantehildegardtantehildegard schrieb:Es ist immens wichtig, den Frauen bewusst zu machen, dass sie auch selbst sich vorher die Tour, das Topo ansehen müssen, sich mit Ausrüstung auskennen müssen, Bergrettungsnummer und alpine Notsignale kennen müssen etc ...
Ja, das kann nicht deutlich genug betont werden! Es muss geradezu verpflichtend sein, im Vorfeld derart anspruchsvoller Aktivitäten für sich die Verantwortung und eventuelle Risiken herauszuarbeiten und sie zu verinnerlichen. Gilt letztlich aber für alle Aktivitäten und sei es, dass Wattwandern angesagt ist.


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Todesdrama am Großglockner

22.03.2026 um 19:06
Zitat von tantehildegardtantehildegard schrieb:Bei "Alpine divorce" geht es um etwas anderes, das Frauen bewusst gemacht werden muss. Bei gefährlichen Touren zu zweit (Klettern, Hochtour, Skitour ...) ist die psychologische Dynamik zwischen Partnern - vor allem in einer nicht perfekten Beziehung - eine andere als zwischen Freunden. Man respektiert die Meinung des andern weniger, man widerspricht vielleicht weniger, es gibt eher ein hierarchisches Gefälle. Spannend finde ich zb, dass unabhängig von Können oder Erfahrung fast immer der Mann vorgeht.
Es ist immens wichtig, den Frauen bewusst zu machen, dass sie auch selbst sich vorher die Tour, das Topo ansehen müssen, sich mit Ausrüstung auskennen müssen, Bergrettungsnummer und alpine Notsignale kennen müssen etc ...

Ich weiss, ist offTopic hier, aber in meinen Augen immens wichtig - kenne es leider auch aus eigener Erfahrung.
Das stimmt natürlich. Das wollte ich mit meinem vorherigen Beitrag nicht in Abrede stellen. Was du hier beschreibst, ist wirklich wichtig. Mein Einwand bezog sich lediglich darauf, dass einige immer nur "mitwandern" und sich um gar nichts kümmern. Nicht mal ein Handy mitnehmen - so war das gemeint.


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