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Todesdrama am Großglockner

1.017 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Sterbehilfe, Fahrlässige Tötung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Todesdrama am Großglockner

um 17:20
Zitat von Emil26Emil26 schrieb:Also, belanglos fand ich diesen Beitrag nicht.
Nöö, nicht belanglos, ich wollte Dir auch nicht zu nahe treten, aber erste Hand im Wortsinn gibt's halt nicht.
Der Standard hat da schon sehr ausführlich und ich glaube, auch am detailreichsten berichtet.


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Todesdrama am Großglockner

um 17:29
Zitat von m_mucm_muc schrieb:aber erste Hand im Wortsinn gibt's halt nicht.
Wenn wir ein Protokoll (Mitschrift im Wortlaut) des Verfahrens hätten, würde ich das schon als eine Art Primärquelle für den Prozessverlauf bezeichnen.
Zitat von m_mucm_muc schrieb:ch wollte Dir auch nicht zu nahe treten,
Es war nicht mein Beitrag, ich weiß nicht mehr, wer das angesprochen hatte. Ich hatte es auch mehr als Selbstreflexion oder Selbstkundgabe verstanden und fand das gut.


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Todesdrama am Großglockner

um 17:33
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Wir kennen ja die Details nicht, worüber die konkret gestritten hatten (es ging anscheined um verschiedene Wege nach Umkehr beim Abstieg, wo er sich angeblich durchgesetzt hat) .
Die Ex Freundin war überfordert und er hat sie alleine gelassen. Der Anwalt von TP hat die Darstellung nicht bestritten.


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Todesdrama am Großglockner

um 17:42
Zitat von sunrise2008sunrise2008 schrieb: (…) Ich finde, hier machen sich manche Vermutungen etwas selbständig. Thomas P. wird jetzt von manchen in eine Art Schublade gesteckt, nach dem Motto "der war IMMER nur mit Frauen am Berg und NUR mit Unterlegenen. "

Das lässt sich aber doch überhaupt nicht belegen mit den paar Informationen, die wir haben.
Danke, o. g. klaue ich mir jetzt mal, weil es generell passt. Und man kann noch so oft die belegten Infos wiederholen …
(Irren oder etwas verwechseln und vergessen können wir alle, das meine ich nicht.)
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Zitat von parabolparabol schrieb:Ich würde den Aussagen von TP nicht zu viel Gewicht beimessen. Die meisten seiner Aussagen haben sich als falsch erwiesen oder sind zumindest umstritten.
Und warum pickst du dir dann gerade die Aussage von TP raus? Darum ging es nicht. Die Kernaussage meines Posts war:
In der Verhandlung wurde wohl nicht geäußert, dass am Handschuh etwas verdächtig ist.
Nach den spärlichen Informationen, die wir zum Thema Handschuh haben, kann ich nichts besonders Verdächtiges erkennen. O. g. Aussage von TP war eines der spärlichen Beispiele, die ich zusammenfasste, weil Handschuhe erwähnt wurden.
Beitrag von watnu (Seite 49)

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Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Deshalb war meine Assoziation 10m Seillänge gewesen.
Dann verstehst du nun evtl. auch, warum ich dich wiederholt danach fragte, woher die Angabe "10 m Seil" stammt, worauf du wiederholt geschwiegen hast.
Bevor das jemand aufschnappt die/der nur sporadisch liest: Inzwischen ist klar, dass das ein Fehler war.
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Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Vielleicht hatte ich früher etwas missverstanden in der Vermischung der Begriffe Fixierung und Blockade
Unten hast du auch etwas missverstanden und den unvollständigen Satz aus dem Kontext gerissen:
Das Original beinhaltet nichts anderes als das, was schon seit der Verhandlung bekannt ist: Der Richter glaubte TP die Version nicht, dass er K. oben am Felsen fixierte. Das hat überhaupt nichts damit zu tun, was du daraus gemacht hast: Dass K. es nach oben geschafft haben könnte:
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:
Der Richter geht davon aus, dass er seine geschwächte Freundin nicht im oberen Bereich nach dem Ausstieg des Stüdlgrats gesichert hat
Mädel, warum stürzt du da oben noch nachdem du's geschafft hast!
Es ist so zum Heulen.
Langform:
Was den Auffindungsort von Kerstin G. angeht, so glaubt Hofer nicht, dass es sich so zugetragen hat, wie Thomas P. es geschildert hat. „Ich nehme ein Szenario an, das für Sie vielleicht schwer erträglich zu verantworten ist, bei dem es theoretisch andere Möglichkeiten gibt, die für mich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auszuschließen sind.“ Der Richter geht davon aus, dass er seine geschwächte Freundin nicht im oberen Bereich nach dem Ausstieg des Stüdlgrats gesichert hat, bevor er sich aufmachte, um Hilfe zu holen, sondern dass sie entweder blockiert war oder wieder abgestürzt ist, „und Sie nicht in der Lage waren, sie zu bergen und sie sie zurücklassen haben müssen“.
Quelle: Wikipedia: Diskussion:Tod einer Bergsteigerin am Großglockner im Jänner 2025
Zitat noch länger: Beitrag von Emil26 (Seite 46)
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Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Das ist völlig unlogisch in ihrem erschöpften Zustand.
Wenn du das jetzt erkannt hast, wird nun auch klar sein, dass sie es wohl nicht auf den Gipfel geschafft hätte, um dann mit dem Splitboard zur Adlerruhe abzufahren. Bisher hast du nämlich ausgeblendet, was schon im Thread steht und sich auf dein unten angenommenes Szenario übertragen lässt.
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Vielleicht war sie gar nicht zu erschöpft um noch zur Adlerhütte abzufahren.
Alles ist möglich.
Im Standard-Zitat wird der Erschöpfungszustand in Bezug auf TPs Version angesprochen, also ob K. noch in der Lage war, sich dort, wo TP sie fixiert haben will, aufzurappeln, um allein weiterzugehen. Und ob es dann zu einem Absturz gekommen sein könnte, was quasi ausgeschlossen wurde. Somit hätte sie es sicherlich auch nicht zum Gipfel geschafft:
"Ich tu mir unglaublich hart, Ihre Variante, mit dieser Situation in Einklang zu bringen", (…)
"Ist es möglich, dass, wenn man entkräftet ist, nochmal alles gibt, was möglich ist", fragt der Verteidiger des Angeklagten – praktisch in einem letzten Schub. Die Sachverständige bekräftigt: Sie hält das für unwahrscheinlich.
Quelle: https://www.derstandard.de/jetzt/livebericht/3000000308718/grossglockner-prozess-gegen-37-jaehrigen-wegen-grob-fahrlaessiger-toetung-startet


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Todesdrama am Großglockner

um 17:48
Zitat von watnuwatnu schrieb:Und warum pickst du dir dann gerade die Aussage von TP raus? Darum ging es nicht. Die Kernaussage meines Posts war:
In der Verhandlung wurde wohl nicht geäußert, dass am Handschuh etwas verdächtig ist.
Sehe ich anders, aber ich kenne auch nicht die Originalaussage der Polizei. Und aus der Darstellung im Liveticker wird nicht klar, ob die Polizei sich sicher ist, ob das ihr Handschuh ist und wo der sich genau befindet und was mit dem anderen Handschuh ist


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Todesdrama am Großglockner

um 18:07
Was ich mich gerade frage: Wie oft war TP zuvor im Winter auf dem Großglockner?
Zitat von m_mucm_muc schrieb:Ich schreibe gerade nochmal
Vielleicht steht die AW im Ticker?


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Todesdrama am Großglockner

um 18:07
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Das glaube ich, ja. Das Ende der Schlüsselstelle Steilwand liegt etwas niedriger und westlicher als der Gipfel. Das entspricht den Webcam Aufnahmen mit den über 40min. lang sichtbaren Bergrettern.
@Silberstreif. Danke.
Zitat von svenskensvensken schrieb:Wenn die Helikopterbesatzung das genauso wie der Richter beurteilt hätte, hätte sie dann nicht von sich aus einen Rettungseinsatz anfordern können? Oder ist das ohne explizite Zustimmung der sich noch bewegenden Personen am Fels rechtlich nicht möglich?
Dh. wenn diese Besatzung sieht, dass die Frau quasi nicht mehr weiterkommt, und ja auch weiss, wie kalt es ist und wie lange sie bis zur Huette noch durchhalten muesste und zum Schluss kommt, dass hier Lebensgefahr besteht?
@svensken. Bei Rettungsschwimmern wäre es ja so, wenn Anzeichen für Lebensgefahr - Ertrinken - vorhanden sind, gehen sie in den Einsatz. Aber das ist schwer zu vergleichen, denn die Gefahr des Ertrinkens ist durch Körpersprache (Armerudern) viel eindeutiger zu erkennen.

Im konkreten Fall hat man es ja nicht als Notsituation eingeordnet, da T.P. und K.G. noch voran kamen. Der Hubschrauber kreiste sechs Runden und die Piloten hatten immer nur für kurze Zeit Sicht.

Ich finde es schon nachvollziehbar, dass man bei der Bergrettung auf eindeutige Signale wartet, zumindest in einer Situation, in der sich beide Personen noch bewegen.

Rechtlich wäre es sicher möglich eine Rettungsmannschaft auch ohne explizite Zustimmung loszuschicken, aber die Einsätze müssen ja auch gezahlt werden. Auch die terrestrischen, oder?

Und wenn die Hilfe dann nicht angenommen wird bzw. sich darauf berufen wird, wir haben euch ja nicht gerufen (wenn alles gut geht), dann entstehen immense Kosten und menschliche Ressourcen werden gebunden, die dann für andere Einsätze nicht mehr zur Verfügung stehen. Und die Risiken für die Bergretter bestehen ja auch, so dass man wohl nicht "auf Verdacht" in einen Rettungseinsatz geht.

Ich finde es grundsätzlich schon nachvollziehbar, dass eindeutige Signale gegeben werden müssen, sofern dies möglich ist. Vielleicht konnte K.G. dies nicht, wenn sie so langsam vorangekommen ist. Möglicherweise hätte ein anderes Piloten-Team eine andere Entscheidung getroffen? Da kenne ich nicht zu wenig aus.


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Todesdrama am Großglockner

um 18:26
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Da wo der grüne Pfeil ist, wo die Bergretter mind. 40min. lang am Vormittag dann gesehen wurden. Bis dorthin ca. ist sie gekommen, irgendwo drunter hing sie fest. Sie hat von 20-22 Uhr kaum Höhenmeter geschafft (deshalb kam dann der Heli nachschauen), aber dann kam sie wieder weiter hoch.
Vielen Dank. Meinst du, das ist das Plateau, von wo aus sie dann darunter geborgen werden konnte?


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Todesdrama am Großglockner

um 18:36
„Alpine Divorce”
War mir zuvor auch kein Begriff. In dieses Bild würde aber auch der gefrorene Tee und die Gummibärchen passen, vielleicht auch eine Challenge, vielleicht bewusst so ausgeführt.

Kerstin könnte davon ausgegangen sein, dass er den Proviant mit hat und sie Biwak und Isolierdecke. Warum sonst sollte er einen Rucksack mitführen, wenn er nichts dabei hat. Das mit dem gefrorenen Tee verstehe ich so oder so nicht ganz. Die KI sagt, dass heißer Tee so schnell nicht gefriert, es sei denn, die Flasche ist nur halb befüllt oder dauerhaft -20 Grad oder er stand längere Zeit in Ruhe. Immerhin bewegt sich der Körper beim Bergsteigen und Klettern ja, das Getränk müsste somit doch etwas Bewegung durch Hin- und Herwippen erfahren oder von abgestrahlter Köperwärme profitieren. Vielleicht hatte er ja auch nur Schnee eingefüllt und gehofft, dass sich dieser verflüssigt zum Trinken.

Wäre es vorstellbar, dass Kerstin am Ende vielleicht freiwillig gesprungen oder über eine Kante abgerutscht ist? Wenn er sie zurückgelassen hat wie seine Freundin zuvor und sie den nahenden Erfrierungstot quasi vor Augen hatte, hätte sie mit einem freiwilligen Abrutschen zumindest ihrer Nachwelt gezeigt: Seht her, hier ist etwas faul, schaut genau hin!


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Todesdrama am Großglockner

um 18:42
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:Wäre es vorstellbar, dass Kerstin am Ende vielleicht freiwillig gesprungen oder über eine Kante abgerutscht ist? Wenn er sie zurückgelassen hat wie seine Freundin zuvor und sie den nahenden Erfrierungstot quasi vor Augen hatte, hätte sie mit einem freiwilligen Abrutschen zumindest ihrer Nachwelt gezeigt: Seht her, hier ist etwas faul, schaut genau hin!
Ich glaube, du denkst zu kompliziert. Oft sind die naheliegendsten Dinge die Lösung. Und ob man kurz vor dem Erfrieren noch rationale Entscheidungen treffen kann, wenn man eh schon am Limit ist?


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Todesdrama am Großglockner

um 18:51
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:vielleicht freiwillig gesprungen
Dann hätte sie das Seil gelöst.

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Kann sich jemand erinnern, was die Gerichtsmedizinerin o. a. über Verletzungen sagten?
Ich kann mich nicht erinnern, dass Verletzungen erwähnt wurden, die auf einen Sturz aus größerer Höhe deuten. Bisher habe ich nur die Angabe von TP gefunden.
Zitat von Kuno426Kuno426 schrieb am 21.02.2026:
Der Angeklagte erklärt, die Verzögerung durch den Seilverhänger habe etwa eineinhalb Stunden Zeitverlust gebracht. Nach 30 Minuten kam man zur "Schlüsselstelle", so Thomas P. Dort habe seine Freundin einen Seilpendler gehabt, nachdem sie ausgerutscht war. Dabei hat sie sich an der Hüfte und an einer Hand verletzt.
Quelle: https://kurier.at/chronik/tirol/grossglockner-prozess-landesgericht-innsbruck-urteil/403132538#google_vignette (10.59 Uhr)
EDIT: O. g. ist der Seilverhänger nach dem Frühstücksplatzl


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Todesdrama am Großglockner

um 19:02
P. S.: Im Focus wurde entweder aus der Hüftverletzung eine Rippenverletzung, oder die Rippenverletzung fehlt im o. g. Ticker.
Da TP wusste, dass Obduktionsergebnisse vorliegen, gehe ich davon aus, dass seine Angaben stimmen.
Zitat von watnuwatnu schrieb:
Dabei hatte sich Kerstin G. schon zwei Stunden vorher bei einem Pendelsturz an einer Hand und an den Rippen verletzt. Bemerkenswert: Der Angeklagte blieb bis zum Prozess bei seiner Behauptung, es sei zu dem Zeitpunkt noch "alles in Ordnung" gewesen. Erst danach sei es zu einem "unerklärlichen Leistungseinbruch" gekommen.
Quelle: Focus
Pendler um 20.30 lt. Focus (s. o.)
In anderen Quellen: Hüfte verletzt, hier Rippen



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Todesdrama am Großglockner

um 19:37
Warum stellt T.P. das Ende anders da - ein Gedanke kommt mir dazu noch, der eventuell das Naheliegendste ist: Weil er ein schlechtes Gewisssen hat, dass er sie auf der Schlüsselstelle des Berges nicht selbst gesichert hat, sondern das Seilende um einen Felskopf legte - abgesehen von dem Trauma bei dem Anblick und anscheinend vergeblichen Versuchen sie aus dieser Lage zu befreien. Wenn er selbst sie gesichert hätte, konzentriert bei einem festen Stand, hätte sie kaum weit fallen können. (Ich hab mal eine Freundin verloren, weil sie auf dem Zebrastreifen von einem Auto abgeschossen wurde. Ich war momentan ein Stück zurückgeblieben. Sogar da fragt man sich dann momentan: wenn ich mehr bei ihr gewesen wäre, dann hätte ich es wohl verhindern können...).

Zu den offenen Boots fällt mir noch etwas ein: Richtige Kletterschuhe haben gar keinen Schaft, sind sogar Knöchel-frei! Das liegt daran dass die Füße in alle Richtungen sehr beweglich sein sollen beim Felswand- Klettern, vor alle wenn eine Wand steiler ist, dann knickt der Fuß stark nach vorne (dorsalreflektieren). Wenn nun ihre Boots praktisch Stiefel waren mit einem höheren, festeren Schaft, dann blockiert einen das, wenn man über eine Felswand hochklettern muss. Vielleicht hat sie ganz einfach deshalb auf dieser Schlüsselstelle die Boots geöffnet (was immer öffnen genau heißt)?


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Todesdrama am Großglockner

um 19:39
Nachdem es zu diesem Fall in den nächsten Wochen oder Monaten vermutlich keine neuen Informationen gibt (was nicht heißt, dass es nicht äußerst sinnvoll und lobenswert ist, die journalistischen Ticker zum Prozess zusammenzustellen und auszuwerten):

Bitte keine haltlosen Spekulationen auf Grundlage einiger Ausdrücke (wie "spannend") oder irgendwelcher Annahmen (Handschuhe).

Der Fall ist aktuell da, wo ihn das LG Innsbruck mit richterlicher Überzeugung sachlich und rechtlich eingeordnet hat. Ich habe an der Einschätzung des Gerichts nichts auszusetzen. Das Urteil und seine Begründung sind erst mal zu respektieren.

Der Richter hatte den "Akt" intensiv studiert, und er hat die Verhandlung in einem Tag durchgezogen, weil er von Beginn an sehr genau wusste, was er von den Zeugen wissen wollte. Und er hat dem Angeklagten in die Augen gesehen und ihn menschlich eingeschätzt. Richter, die wohl Hunderte oder mehr Angeklagte vor sich sitzen hatten, sind zumeist nicht leicht zu täuschen. Die kennen ihre Pappenheimer. Der Richter wird schon gewusst haben, ob der Angeklagte ein gefährlicher Psychopath oder ein dilettantischer Alpinist war, der nichts Böses wollte, sondern sich schlicht überschätzt und die Situation ohne kriminelle Energie vergeigt hat. Vor der "Schlüsselstelle". Und danach.

Damit verabschiede ich mich jetzt erst mal aus diesem Thread. :-)


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Todesdrama am Großglockner

um 19:57
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Hier nochmal ein Bild vom Klapfl, dem Schlüsselstück, wo es im oberen Bereich passiert sien dürfte. Hier nicht vom Osten (Adlerhütte) fotografiert, sondern mehr vom Westen. Man sieht in der Mitte ein Stück Fixseil, and dem man sich hoch hangelt.
Und wie man auf den WebCam Fotos um 10 bis 10.30 vormittags dann sah, dürften die Bergretter da oben auf dem Grat gestanden sein.
Zitat von watnuwatnu schrieb:P. S.: Im Focus wurde entweder aus der Hüftverletzung eine Rippenverletzung, oder die Rippenverletzung fehlt im o. g. Ticker.
Da TP wusste, dass Obduktionsergebnisse vorliegen, gehe ich davon aus, dass seine Angaben stimmen.
Zitat von watnuwatnu schrieb:
Dabei hatte sich Kerstin G. schon zwei Stunden vorher bei einem Pendelsturz an einer Hand und an den Rippen verletzt. Bemerkenswert: Der Angeklagte blieb bis zum Prozess bei seiner Behauptung, es sei zu dem Zeitpunkt noch "alles in Ordnung" gewesen. Erst danach sei es zu einem "unerklärlichen Leistungseinbruch" gekommen.
Quelle: Focus
Pendler um 20.30 lt. Focus (s. o.)
In anderen Quellen: Hüfte verletzt, hier Rippen
Zitat von Kuno426Kuno426 schrieb am 21.02.2026:
Der Angeklagte erklärt, die Verzögerung durch den Seilverhänger habe etwa eineinhalb Stunden Zeitverlust gebracht. Nach 30 Minuten kam man zur "Schlüsselstelle", so Thomas P. Dort habe seine Freundin einen Seilpendler gehabt, nachdem sie ausgerutscht war. Dabei hat sie sich an der Hüfte und an einer Hand verletzt.
Der Seilpendler mit der Verletzung soll doch 2 Stunden vorher (lt. Focus um 20.30 Uhr) gewesen sein und nicht an der Schlüsselstelle.

Was stimmt denn nun?
War der Seilpendler tatsächlich an der Schlüsselstelle (Klapfl, Platte mit Fixseil bei 3748 Metern / 50 Meter unterm Gipfel) ?

Widersprach sich da TP oder wurde es falsch von den Reportern verstanden, oder verstehe ich da jetzt was falsch?


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Todesdrama am Großglockner

um 20:27
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:Der Seilpendler mit der Verletzung soll doch 2 Stunden vorher (lt. Focus um 20.30 Uhr) gewesen sein und nicht an der Schlüsselstelle.

Was stimmt denn nun?
War der Seilpendler tatsächlich an der Schlüsselstelle
Es ging offensichtlich um eine andere, frühere, zweite "Schlüsselstelle". Wenn man auf Bild 14 unserer Bildergallerie schaut, die Beschreibung der Streckenabschnitte, dann sieht man dass unmittelbar nach dem Frühstücksplatzl eine Passage mit ebenfalls Schwierigkeitsgrad 4 kommt (so wie die Schlüsselstelle unterm Gipfel). Außerdem gibt es einmal Schwierigkeitsgrad 3, das war in dem Streckenabschnitt wo sie zw. 20 bis 22 Uhr nicht recht weiter hoch kamen, wo man an ihren Lichtern auf der WebCam sah, dass das der Bereich ist, wo der Grat einen Knick nach Ost und dann wieder West macht.
Im Kurier Live Ticker vom Prozess stand es so (10.59 Uhr) :
Der Angeklagte erklärt, die Verzögerung durch den Seilverhänger habe etwa eineinhalb Stunden Zeitverlust gebracht. Nach 30 Minuten kam man zur "Schlüsselstelle", so Thomas P. Dort habe seine Freundin einen Seilpendler gehabt, nachdem sie ausgerutscht war. Dabei hat sie sich an der Hüfte und an einer Hand verletzt. Sie sei dann aber "problemlos über diese Stelle gekommen".

Das sei noch gewesen, bevor der Polizeihubschrauber gekommen sei, sagt Thomas P. auf Frage des Richters. Als der Hubschrauber gekommen sei, habe er es mitbekommen



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um 20:39
P.S. Interessant zum Timing: ca. 14.30 gingen sie vom Frühstücksplatzl weg. Dann hatten sie recht bald an der ersten Schlüsselstelle den Seilverhänger, der 1,5h Zeitverlust brachte. Nach der Lösung des Seilverhängers war es also ungefähr 16.30 Uhr. Nach 30 min. dann der Seilpendler, da ist es 17 Uhr, wo sie sich an Hand und Hüfte verletzt hat. Und 17.20 war der anscheinend verunglückte Notruf-Versuch.

Da kann man nachvollziehen, dass sie die Krise hatte, weil kaum den letzten Umkehrpunkt Frühstücksplatzl verlassen, wo die erste Schwierigkeit Grad 4 kommt, sozusagen sich anfühlte wie wenn alles schief ging.


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Todesdrama am Großglockner

um 20:45
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:Der Seilpendler mit der Verletzung soll doch 2 Stunden vorher (lt. Focus um 20.30 Uhr) gewesen sein und nicht an der Schlüsselstelle.

Was stimmt denn nun?
War der Seilpendler tatsächlich an der Schlüsselstelle (Klapfl, Platte mit Fixseil bei 3748 Metern / 50 Meter unterm Gipfel) ?

Widersprach sich da TP oder wurde es falsch von den Reportern verstanden, oder verstehe ich da jetzt was falsch?
Es gab den Verhänger und den Pendler zu verschiedenen Zeiten:
Unten habe ich zusammengestellt, was ich dazu fand (Zitat o. Link anklicken). Ich fragte heute ja ob es zu den Verletzungen einen Bericht der Gutachterin gibt.

Die 1,5 Stunden brauchten sie nach dem Frühstücksplatzl. Das muss auch Kraft gekostet haben, denn der Richter sagte im Urteil:
Am Frühstücksplatzl sei es dann "eskaliert". Dort seien dann tatsächlich "markante Schwierigkeiten aufgetreten".
--
Zitat von watnuwatnu schrieb:Manche Quellen unterscheiden nicht richtig zwischen
1,5 Std. Seilverhänger/Seilblockade nach dem Frühstücksplatzl und späterem Sturz und Seilpendler
.

Im Kurier-Zitat werden sie deutlich unterschieden:
Beitrag von watnu (Seite 36)

Die Begriffe Seilpendler und Seilverhänger werden TP und der Kurier evtl. besser unterscheiden können. Danach hat er sich beim Pendler verletzt. Ob der Focus auch Hüfte mit Rippe verletzt hat, weiß ich nicht, wie schon geschrieben.
- - -
Ticker-Text Urteil:
Zitat von emzemz schrieb am 20.02.2026:Habe das Urteil und die Urteilsbegründung aus dem Live-Ticker vom Standard zitiert und der besseren Lesbarkeit halber ein bisschen neu formatiert.
Mir scheint die Zusammenfassung recht aussagekräftig.
Beitrag von emz (Seite 5)


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um 21:11
Gerade erst gesehen: Hat sich mit "50 Meter unter dem Gipfel" etwas verselbständigt wie mit dem "10 m Seil"
Sowohl Seilpendler und Seilhänger waren schon passiert, bevor der Polizei-Hubschrauber 4-6 Mal für wenige Sekunden über ihnen kreiste.
Siehe allein die Zeitangaben zu Pendler und Verhänger in meinem Post dazu. Das hatte ich auch in den Posts zum Hubschrauber erwähnt. (Liste, in welchem Zustand K. da war)

Zu "50 Meter" weiß ich nur, dass K. dort gefunden wurde.
An den Verortungsversuchen hier im Thread habe ich mich nicht beteiligt. Sehe keinen Sinn darin, genau zu wissen, wo was war.
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Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Interessant zum Timing: ca. 14.30 gingen sie vom Frühstücksplatzl weg.
Ja, das haben wir schon herausgefunden, als wir die erste Chronologie zusammengebastelt haben, dass es für eventuellen den Notrufversuch einen Grund geben könnte.


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um 21:49
P. S.: Der letzte Post wg. "50 m" bezog sich auf:
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:Was stimmt denn nun?
War der Seilpendler tatsächlich an der Schlüsselstelle (Klapfl, Platte mit Fixseil bei 3748 Metern / 50 Meter unterm Gipfel) ?



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