Todesdrama am Großglockner
um 22:08TP's Version war es, dass sie am Schluss so erschöpft gewesen wäre, er mit ihr zusammen gesessen wäre auf einem Standort beim Ausstieg aus dem Stüdlgrat, das ist Ende der Schlüsselstelle unter dem Gipfel. etc. Aber wir wissen ja, dass seine Version insgesamt so nicht stimmen kann, weil das Seil wo anders fixiert war, und wie ihre Auffindeposition tatsächlich war. Was daran alles nicht stimmt, und warum er es so konstruiert, wissen wir nicht.watnu schrieb:Im Standard-Zitat wird der Erschöpfungszustand in Bezug auf TPs Version angesprochen, also ob K. noch in der Lage war, sich dort, wo TP sie fixiert haben will, aufzurappeln, um allein weiterzugehen. Und ob es dann zu einem Absturz gekommen sein könnte, was quasi ausgeschlossen wurde.
Wie erschöpft sie wirklich war, wissen wir daraus also gar nicht! Wie sie in die Auffindeposition kam, wissen wir auch nicht. Wenn es ein Abrutschen war, dann kann das mit Erschöpfung zusammenhängen, muss aber nicht unbedingt,. Man kann auch abrutschen ohne ermüdet zu sein. Sie ist nach 9h im Seil hängend erfroren gewesen. Ob sie vorher schon gefroren hat, wissen wir auch nicht.
Weil ein paar Meter weiter oben oder unten jetzt den großen Unterschied machen, wenn man ihre Leistung betrachtet?! Ich sehe das was sie geschafft hat, das ist das wesentliche, und nicht die letzten 50m vor denen sie tragischer Weise abgerutscht oder was immer ist, die ihr nicht mehr vergönnt waren.watnu schrieb:Der Richter glaubte TP die Version nicht, dass er K. oben am Felsen fixierte. Das hat überhaupt nichts damit zu tun, was du daraus gemacht hast: Dass K. es nach oben geschafft haben könnte:
Sie ist die Tour langsam angegangen, das war auch laut T. bewusste Strategie, und hat länger gebraucht. Die letzten 50m zum Gipfel dann sind, so wie es auf den Videos aussieht, relativ einfacher. Ich habe heute zum ersten Mal zu lesen bekommen, dass nicht nur sie 10m weiter unten lag als von T. der Standort angegeben wo er sie fixiert hätte, sondern dass auch das Seil ein paar Meter tiefer fixiert war als angegeben. Aber dennoch - in Relation zur Gesamtstrecke des Stüdlgrats war der Gipfel zum Greifen nahe, und daher verstehe ich Kommentare nicht wie man sie im thread fand: Sie hätte es niemals schaffen können.
Mich erinnert das an den Kommentar von R.Messner, dass Omas am Küchentisch kein Verständnis für Extrembergsteigen haben können. (Messner: "Man begibt sich bewusst in Situationen in denen man umkommen kann, mit dem Ziel nicht umzukommen"). Und der Mensch hat eine Willensfreiheit, was er/ sie in ihrem Leben versucht. Ich bin geborener Nachtmensch, und als ich noch Marathon- Trainigs gemacht habe, kam es auch mal vor, dass ich um Mitternacht von einem Training über Feldwege heim kam. Daher kann ich es nachvollziehen, dass man auch um Mitternacht noch den Gipfel erreichen möchte.
@Origines: Danke! So sehe ich das auch
Ich finde es schlimm, wie das Urteil kritisiert wird und T.P. weiterhin runtergemacht, wenn man zB in Kommentaren unter youtubes vom Prozess- Bericht der Medien liest.
Ich habe hier wieder mal gelernt, wie vorsichtig man sein sollte etwas zu interpretieren oder zu beurteilen, wenn man wenig Informationen hat und Menschen nicht kennt.

