Letztlich sind viele Bergsteiger der Meinung, dass man in der Situation, unter den Bedingungen, in der der Partner da um zwei Uhr nachts war, nicht erwarten kann, dass jemand noch rational handeln kann.
Es gibt ein Video mit Interview mit Reinhold Messner zu dem Fall von "Welt Nachrichten". Er sagt, er ist froh, dass er zu so einem Fall nicht urteilen muss.
Man kenne die psychologischen Hintergründe nicht, es war niemand dabei außer dem Überlebenden. Und er kenne die Beziehung der beiden nicht.
Streusel schrieb:Ging er von der Situation so wie sie der Angeklagte schilderte, aus, also davon, dass sie auf diesem Plateau war, oder aber von der Auffindeposition?
Da man ja wiederholt beim Prozess die Fotos der Auffindesituation gezeigt hat, und Hr. Würtl erst recht zum Schluss zum Wort kam, würde ich annehmen, dass er diese Position berücksichtigte.
(ich würde das mal gerne selbst sehen, um eine Idee zu bekommen. Auf den Videos wo man sie abtransportiert, ist mir letztlich wieder nicht klar, welcher der ominöse exponierte Fels unterm Gipfel jetzt wirklich war).
Ich nehem an, sie hat eine Erkältung gehabt und dann nimmt man präventiv schon mal etwas Entzündungs-Hemmendes ein. - Aber dass dann a) die Kälte und b) in der Höhe der Sauerstoffmangel die Situation verschlechtert haben, ist naheliegend. Deshalb auch wieder die Frage, ob das mit dem plötzlichen Leistungseinbruch nicht doch seine Wahrheit hatte, weil die Lungenentzündung hervorbrach und sie Höhen-krank wurde auf 4000m. Die nachfolgende Lungenentzündung ist doch meist dann etwas Bakterielles. Da kann man eine Herzmuskelentzündung auch von bekommen.