Ich frage mich, ob ein (rechtzeitiger) Rettungseinsatz für den Verurteilten eine Art Niederlage gewesen wäre.
Weiß jemand, wann die SMS/WhApp an Ks. Mutter gesendet wurde? Ich glaube, es war etwa eine halbe o. dreiviertel Stunde nach dem möglicherweise versuchten Notruf. Welchen anderen Grund hätte die Ziffernfolge 049 haben sollen? Es kam schon nach dem Frühstücksplatzl zu ersten Schwierigkeiten.
Ob es ihr da (049) schon so schlecht gegangen sein könnte, dass sie den Notruf nicht mehr richtig absetzen konnte? Z. B. weil sie die Nummer falsch erinnerte o. motorisch nicht mehr in der Lage war, z. B. weil die Hände steif von der Kälte waren o. weil sie entkräftet war/Kreislaufprobleme hatte?
Warum vermutlich bald danach die SMS/WhApp an die Mutter? Die Annahme der Eltern, dass sie sie beruhigen wollte, habe ich gelesen. Aber warum zu dem frühen Zeitpunkt, wenn sie erst um 21.00 Uhr auf dem Gipfel sein wollten?
Chronologie erstellt aus Infos des u. g. SN-Artikels und den 3-Prozess-Tickern :6.45 Uhr: Start beim Lucknerhaus, geplant ist, den Gipfel über den Stüdlgrat um ca. 21:00 Uhr zu erreichen.
Vorwurf d. StA: Start 2 Stunden zu spät
10.30 Uhr: am Einstieg des Stüdlgrats
13.30 Uhr: Frühstücksplatzl auf 3550 Metern. Es ist kein lauschiger Rastplatz. Das Schild, das dort an der sehr steilen Felswand hängt, wurde schon beschrieben.
20 Min. Pause lt. Standard
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Ab dem Frühstücksplatzl habe man "a bissl länger gebraucht, als angenommen", sagt der Angeklagte. Es sei auch eine Seilblockade aufgetreten, ansonsten habe es keine gröberen Probleme gegeben. Dementsprechende Aktenvermerke könne er sich nicht erklären.“
Jetzt gehts genauer um die Seilblockade, die sei aufgetreten, weil die Verstorbene etwas weiter links hätte klettern müssen. Dabei sei das Seil "zwölf bis 13 Meter" ausgelassen gewesen. Der Richter hinterfragt das überrascht, normalerweise würde man nur am gespannten Seil "umklettern" (also die Richung korrigieren), ansonsten drohe, dass die gesicherte Person ins gelockerte Seil zurückfalle.Standard-Ticker 19.2.2026, 10:47
17.00 Uhr: Notruf "149" oder "140" mit Ks. Handy?
?? 17.30/18.00 Uhr:
„Wir haben ausgemacht, dass sie sich meldet, wenn sie oben ist.“ Ihre Tochter hat sich dann von unterwegs einmal gemeldet – mit den Worten: „Wir sind gut unterwegs.“ Dann gab es noch eine zweite Nachricht am Abend des 18. Jänner. Die 33-Jährige schrieb „unten“ an ihre Mutter, sie könne sich das aber nicht erklären. „Offenkundig entsprach das nicht der Wahrheit“, sagt auch der Richter.SN-TickerKerstin hat ihrer Mutter am späteren Nachmittag eine Nachricht geschrieben, mit dem Inhalt, dass sie wieder „gut unten“ sei – obwohl das laut Protokoll zu diesem Zeitpunkt nicht so gewesen sei. „Ich dachte, dass sie und ihr Freund aus der Gefahrenzone heraußen seien“, sagt die Mutter und ergänzt dann: „Vermutlich wollte sie mich mit dieser Nachricht beruhigen.“
Krone-Ticker@sunrise2008 , weißt du noch, woher du die ca. 18.00 Uhr hast
18.00 Uhr: Eintritt der Dunkelheit im Januar (laut SV in der Verhandlung)
20.30 Uhr: Andere Bergsteiger alarmieren die Alpinpolizei, die daraufhin mit ersten Ermittlungen beginnt. Durch das Kfz-Kennzeichen des Angeklagten (einziges Kfz auf Parkplatz) ermitteln die Beamten seine Handynummer. Sie rufen ihn mehrmals erfolglos an.
Über die Webcam hatte man die beiden bzw. ihre Stirnlampen im Blick.
20.50 Uhr: Laut Staatsanwaltschaft sei das Paar ab jetzt „de facto nicht mehr weitergekommen“
21.00 Uhr: Keine Bewegung mehr, was am Stirnlampen-Licht erkennbar ist
22.50 Uhr: Hubschrauber-Einsatz. Das Paar gibt kein Notsignal ab. Hubschrauber dreht ab.
00.35 Uhr: Erstes (umstrittenes) Telefonat mit der Alpinpolizei. Aus Sicht des Verurteilten soll es ein Notruf gewesen sein.
2 .00 Uhr: Er lässt Sie vor Kälte ungeschützt zurück (lt. Anklage 50 m unterhalb des Gipfels).
3.30 Uhr: Er telefoniert mit den Rettungskräften. Er ist jetzt auf der Adlersruhe. Nun spricht er erkennbar von einem Notfall. Rettungskette wird in Gang gesetzt. Aufgrund des starken Winds ist der Einsatz des Hubschraubers nicht möglich.
10.00 Uhr: Die Retter finden K. tod auf.
Quellen:
https://www.sn.at/panorama/oesterreich/tod-am-grossglockner-die-chronologie-einer-ungluecksnacht-art-636122https://www.sn.at/panorama/oesterreich/gehen-um-jeden-preis-so-begruendet-der-richter-den-schuldspruch-im-glockner-prozess-art-636343https://www.krone.at/4049197#liveticker-entries-anchor-4049196https://www.derstandard.at/jetzt/livebericht/3000000308718/grossglockner-prozess-gegen-37-jaehrigen-wegen-grob-fahrlaessiger-toetung-startet