Isolde Becker (13), seit 1973 vermisst in Windeck/Sieg
gestern um 19:49Das muss nicht unbedingt sein. Man könnte ihn einiges Versprochen haben.FritzPhantom schrieb:Dann hätte sie doch ein paar Sachen eingepackt, wenn sie das geplant hätte.
Das muss nicht unbedingt sein. Man könnte ihn einiges Versprochen haben.FritzPhantom schrieb:Dann hätte sie doch ein paar Sachen eingepackt, wenn sie das geplant hätte.
Vor allem setzt das ja dann wieder voraus, dass "die Schausteller" alle miteinander drin stecken und bis heute (!) dicht halten. Wie soll denn einer von denen ein Mädchen, ohne dass es auffällt, angesprochen, zum mitfahren überredet und dann auch noch mitgenommen haben ohne dass es irgendwer gemerkt hat?FritzPhantom schrieb:Das mit dem Abhauen oder mit den Schaustellern mitziehen, das glaube ich nicht.
Ja, das ist die große Frage. Im Wasser wohl nicht mehr. Wenn er sie irgendwo im Wald rausgeworfen hat und bis jetzt kein Pilzsucher darübergestolpert ist, dann wohl auch nicht. Obwohl, man weiß ja nie.AnMA schrieb:Ob man wohl dann noch Leichenteile finden wird? Alles unklar! Nach so langer Zeit.
brigittsche schrieb:Das mit den Schaustellern wird doch in der Diskussion nur hochgekocht, weil die Ermittler danach fragen.
Ganz genau.brigittsche schrieb:Das ist doch alles so dermaßen vage, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass man ernsthaft eine Spur in diese Richtung hat die "wärmer" ist als alles andere. Sondern es sieht, leider, danach aus, dass praktisch alles noch offen ist.
Obwohl es möglich ist, daß den Ermittlern eine etwas wärmere Spur bekannt ist, tendiere ich dazu, dir recht zu geben.brigittsche schrieb:Sie fragen aber genauso auch nach anderen Leuten, die Isolde gekannt haben und selbst nach ihren Schulkameradinnen. Das ist doch alles so dermaßen vage, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass man ernsthaft eine Spur in diese Richtung hat die "wärmer" ist als alles andere. Sondern es sieht, leider, danach aus, dass praktisch alles noch offen ist.
Ich frage mich auch, ob sie wirklich aufgefallen ist. Teenager laufen nunmal durch die Gegend und niemand findet das auffällig.Höhenburg schrieb:Es ist sehr wenig bekannt, sowohl damals wie heute. Isolde ist nach einer Zeit an den Autoscootern um etwa 13.30 Uhr zuletzt gesehen worden, danach puff, weg war sie. Damals scheint auch extrem wenig Rückmeldung zur Polizei gekommen sein. Wo soll man da ansetzen? Es ist von Mord, Unfall, Weggelaufen, Entführung alles drin, zumindest aus userer Forensicht heraus.
Ich glaube, die Ermittler versuchen so viel als möglich noch über den Verschwindetag herauszufinden. Es bleibt wenig mehr als das.
Da wäre es interessant zu wissen - und die "Ortskundigen" können dazu vielleicht etwas sagen - wie "familiär" der Ort damals war.ichhier schrieb:Ich frage mich auch, ob sie wirklich aufgefallen ist. Teenager laufen nunmal durch die Gegend und niemand findet das auffällig.
...Nur wenn der Teenager am nächsten Tag nicht mehr da ist und wir nicht von einer (Groß-)stadt, sondern einem eher beschaulichen Örtchen mit ca. 3500 Einwohnern im August 1969 (wurde anlässlich der Gemeindereform erfasst) sprechen, ist für mich die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass, falls sie auf Bekannte getroffen wäre, diese Isolde auch bewusst wahrgenommen hätten..(ginge mir zumindest so, dass ich mich an Bekannte erinnere, die ich sehe)...ichhier schrieb:Ich frage mich auch, ob sie wirklich aufgefallen ist. Teenager laufen nunmal durch die Gegend und niemand findet das auffällig.
3500 Einwohner als vormalige Gemeinde Dattenfeld, also mit weiteren Ortschaften drumherum...nach der Gemeindereform 1969 gab es dann nur noch die Ortschaft Dattenfeld als Teil der Gemeinde Windeck ...2019 wurde die Einwohnerzahl für die Ortschaft Dattenfeld mit knapp 2300 angegeben...Prinzregent schrieb:3500 Einwohnern im August 1969 (wurde anlässlich der Gemeindereform erfasst
Ich möchte noch etwas ergänzen, nachdem ich die Verwaltung angeschrieben und die Erlaubnis erhalten habe, ausnahmsweise etwas von Facebook zu posten.Rotkäppchen schrieb:Ganz genau.
Ich denke, dass es eher darum geht, eventuell irgendwas an Infos, möglicherweise auch von Schaustellern, zu bekommen.
Isolde Becker kehrte am 20.05.1973 nicht nach Hause zurück. Am 21.05.1973 wurde sie von Angehörigen auf einer Polizeiwache des Rhein-Sieg-Kreises vermisst gemeldet. Seither fehlt von ihr jede Spur - bis heute ist von der Vermissten kein weiteres Lebenszeichen bekannt.https://www.facebook.com/share/p/1awR8kfCNG/
Die Cold-Case-Einheit der Bonner Polizei hat daher aktuell die Ermittlungen zu dem Fall noch einmal aufgenommen. Aufgrund der Gesamtumstände gehen die Fahnder davon aus, dass Isolde Becker nicht mehr lebt und möglicherweise einem Kapitalverbrechen zum Opfer gefallen ist.
Nachdem erste Ermittlungen im früheren Umfeld der damals 13-Jährigen keine weiteren Anhaltspunkte für die Konkretisierung der Geschehnisse am 20.05.1973 ergeben hatten, wenden sich die Fahnder nunmehr mit folgenden Fragestellungen an die Öffentlichkeit:
Wer kann sich an Isolde Becker, insbesondere mit Blick auf das Jahr 1973 erinnern? Wer war damals mit der 13-Jährigen befreundet oder ging mit ihr zur Schule?
Wer hat Erinnerungen oder Fotoaufnahmen zu den Tagen der Maikirmes vom 19. bis 21. Mai 1973? Hierbei wären Fotoaufnahmen rund um den aufgebauten Autoscooter von besonderem Interesse.
Wer aus dem Schaustellergewerbe hat noch Erinnerungen oder Unterlagen zu der genannten Maikirmes oder zu der später stattfindenden Sommerkirmes 1973 in Windeck-Dattenfeld?
Die Bonner Polizei bittet mögliche Zeugen, sich unter der Rufnummer 0228 15-0 oder per E-Mail an KK11.Bonn@polizei.nrw.de mit dem Kriminalkommissariat 11 in Verbindung zu setzen. Fotos von Isolde Becker sind im Fahndungsportal der Polizei Nordrhein-Westfalen unter https://polizei.nrw/fahndung/197089 abrufbar.
Prinzregent schrieb:Nur
Das steht da allerdings nicht.Höhenburg schrieb:Isolde ist nach einer Zeit an den Autoscootern um etwa 13.30 Uhr zuletzt gesehen worden, danach puff, weg war sie.
Die Frage ist, inwieweit man tatsächlich auf sie achtete. Und jeder wird sie vielleicht nicht gekannt haben. Vielleicht hat auch nicht sofort jeder von dem Verschwinden mitbekommen und vielleicht hatte auch nicht jeder Lust, Kontakt zur Polizei zu bekommen.Rotkäppchen schrieb:Ich mache mir gerade ziemlich viele Gedanken.
Was ist, wenn sie zwar gesehen, aber nicht wahrgenommen wurde? Das ist mMn ein Unterschied.
Das wird jeder für sich anders bewerten...da man ein Zeitgenster von...bis nennt, scheint sie ja zweimal (am Anfang und am Ende des Zeitfensters), mindestens aber einmal (am Ende des Zeitfensters) bemerkt worden zu sein.. die 10.30 Uhr könnten natürlich auch anhand der Angaben bspw. der Eltern rekonstruiert worden sein...sie ging dann und dann von zu Hause los...Rotkäppchen schrieb:Die Frage ist, inwieweit man tatsächlich auf sie achtete.
brigittsche schrieb:Damit meine ich: Wie groß mag die Wahrscheinlichkeit sein,
...aus den dargelegten Gründen...aber eben nur meine Sicht der Dinge..Prinzregent schrieb:ist für mich die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass, falls sie auf Bekannte getroffen wäre, diese Isolde auch bewusst wahrgenommen hätten.
Da bin ich bei dir. Es wäre interessant zu wissen, wo und ggf. mit wem/bei was sie das letzte mal gesehen wurde gegen ca. 13.30 Uhr.Rotkäppchen schrieb:Da steht zwischen 10:30 und 13:30.
Wie ich schon kurz zuvor schrieb, finde ich das etwas schwammig.
...wobei zumindest für mich - vielleicht habe ich das überlesen - nicht klar ist, ob sie alleine auf die Kirmes ging oder in Begleitung von Angehörigen...die bspw um 10.30 Uhr zum Frühschoppen wollten und Isolde, weil zu langweilig, dann selbst loszog ....Prinzregent schrieb:die 10.30 Uhr könnten natürlich auch anhand der Angaben bspw. der Eltern rekonstruiert worden sein...sie ging dann und dann von zu Hause los...
Wer aus dem Schaustellergewerbe hat noch Erinnerungen oder Unterlagen zu der genannten Maikirmes oder zu der später stattfindenden Sommerkirmes 1973 in Windeck-Dattenfeld?Ich habe mich vor ein paar Tagen schon gefragt, wieso auch nach der Sommerkirmes gefragt wird? Was könnte da der Grund sein?
Das ist Frage, wie genau das zu verstehen ist.Prinzregent schrieb:Das wird jeder für sich anders bewerten...da man ein Zeitgenster von...bis nennt, scheint sie ja zweimal (am Anfang und am Ende des Zeitfensters), mindestens aber einmal (am Ende des Zeitfensters) bemerkt worden zu sein.. die 10.30 Uhr könnten natürlich auch anhand der Angaben bspw. der Eltern rekonstruiert worden sein...sie ging dann und dann von zu Hause los...
Ja, und dann hätte man sie eventuell erst ab 11:45 das erste Mal auf der Kirmes sehen können, je nach dem, wie lang ihr Weg von zu Hause bis dorthin war.Prinzregent schrieb:die 10.30 Uhr könnten natürlich auch anhand der Angaben bspw. der Eltern rekonstruiert worden sein...sie ging dann und dann von zu Hause los...
Ich würde auch denken, dass diese recht genauen Zeitangaben dadurch zu Stande gekommen sind, dass Zeugen sich durch andere Dinge recht genau an die Zeit erinnern konnten - eben so etwas wie "Ich weiß es noch genau, weil ich gerade gehen wollte, als ich sie gesehen habe, und gegangen bin ich um XY Uhr, weil wir noch zu meiner Schwiegermutter fahren wollten und da sind wir um Z Uhr abgefahren, damit wir pünktlich zum Kaffee bei Ihr waren." Also solche ganz subjektiven Dinge, die wir nicht kennen können, die es aber relativ sicher machen, dass es um diese Uhrzeit war.Rotkäppchen schrieb:Jemand sagte vielleicht, er habe sie gesehen, kurz nachdem er nach dem Sonntagsbraten daheim auf der Kirmes angekommen sei, oder umgekehrt, kurz bevor er hingegangen sei.
Das würde ich auch denken. Sonst wäre vermutlich etwas gefallen wie "Dann und dann trennte sie sich von ihrer Freundin und ging alleine weiter.." oder so.Rotkäppchen schrieb:Ich hab das Gefühl, dass sie alleine zur Kirmes ging. Es gibt momentan auch keine Infos, ob sie sich alleine dort aufhielt.
Wäre auch interessant zu erfahren, was sie Samstagabend machte. Vielleicht gibt es eine Vorgeschichte.Rotkäppchen schrieb:Mich würde interessieren, wo sie ungefähr wohnte.
Rotkäppchen schrieb:Vielleicht war Isolde aber auch schon samstags dort und es wäre interessant, mit wem sie sich dort aufhielt.
Ich finde die Informationen eh sehr dünn, ob sie allein am Sonntag zur Kirmes ging, ob sie sich mit Freunden traf...
Jemand sagte mir gestern, dass die Maikirmes im Gegensatz zur späteren Sommerkirmes eher klein war.abberline schrieb:Klassische Dorfkirmes - ich kann da jetzt nur von den 80ern sprechen, aber das dürfte sich nicht gross von den 70ern unterscheiden. Korrigiere mich, wenn es bei Euch anders war, da rein subjektiv.
Sonntags ging die "eigentliche" Kirmes erst gegen Mittag los, vorher gab es oft eine Messe (manchmal in der Kirche, manchmal auf dem Kirmesplatz) und evtl Darbietungen von Musikverein etc.
Die Fahrgeschäfte öffneten frühestens gegen Mittag und auch Bratwurst und Co lief dann erst einmal an.
Was vorkam, waren Frühschoppen auf dem Kirmesplatz und evtl in den Dorfkneipen.
Familien mit Kindern kamen für gewöhnlich nach den Mittagessen und es war üblich, dass zur Kirmes immer einige Verwandte kamen, da sowas damals noch ein besonderes Event war, auch evtl mit Kirchgang, besonderem Mittagessen etc