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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

496 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Drogen, Mysteriös ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

gestern um 12:39
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Aber diese RIB-Boote wären ja groß genug, dass sich hinter einer der Sitzreihen ein Mitfahrer unter einer Plane verbirgt, und den Bootsführer bedroht.

Vielleicht nicht als Überraschungsangriff, aber immerhin so, dass der ungewollte Mitfahrer nicht vom Ufer aus sichtbar ist. Es gibt ja offenbar bislang keine Zeugen für die Abfahrt des Bootes.
Halte ich für völlig ausgeschlossen. Erstens wo überhaupt verstecken. Wer schonmal in einem kleinen Boot bei schneller Fahrt gefahren ist, kann glaube ich nachvollziehen, dass man da nicht wirklich auf dem Boden liegen kann mit einer Plane darüber. Wer fährt in einem Boot los, wo plötzlich etwas Großes unter einer Plane liegt, die ja sicher in solchen Booten nicht einfach herumliegt, wozu auch. Auch eine Kiste in der passenden Größe müsste erstmal an Bord sein.
Dann kann ich mir nicht vorstellen, wie jemand P. meinetwegen mit einer Waffe bedrohen und ihn dann zwingen soll, sich selbst einen Kabelbinder anzulegen, die Schwimmweste aufzuschneiden, einen Schäkel und ein Gewicht anzubinden und dann über Bord zu springen. Das würde wohl niemand tun. Und der Täter würde es mit Pistole in einer Hand auch nicht schaffen, weil man für praktisch alle dieser Handlungen zwei Hände braucht und dann auch noch sich einem Nahkampfrisiko aussetzt, in dem Moment ist der Vorteil der Schusswaffe erheblich reduziert. Der Täter hätte ihn dann erschiessen müssen.

Man kann natürlich auch vermuten, dass ihn erst ein blinder Passagier in Schach hielt und dann weitere Täter dazubeordert wurden. Um ihn dann eben zu versenken. Nur: macht das alles Sinn? Wozu der Aufwand? Glaube, wir sind uns einig, dass P. auf Nimmerwiedersehen verschwinden sollte. Dann kann man ihn aber auch direkt erschiessen und anschließend versenken, das wäre auch alleine gegangen. Eine Leiche, die nie auftauchen soll, kann auch eine Kugel im Kopf haben. Wenn man keine Kugel im Kopf will, um es wie einen Unfall aussehen zu lassen, darf man aber auch keinen Kabelbinder benutzen und auch keinen Schäkel.

Alle Mordtheorien kranken m.E. an Unplausibilitäten. Schaut man nur auf die Statistik, stehen erstmal ca. 10000 Suiziden ca. 250-300 Morden pro Jahr in Deutschland gegenüber und die Zahl tödlicher Bootsunfälle liegt bei um die 10 mit starken Schwankungen.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

gestern um 13:08
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Wer fährt in einem Boot los, wo plötzlich etwas Großes unter einer Plane liegt, die ja sicher in solchen Booten nicht einfach herumliegt, wozu auch. Auch eine Kiste in der passenden Größe müsste erstmal an Bord sein.
Da bin ich bei dir. Bei hoher Geschwindigkeit oder Wind fliegt die Plane weg und F. P. wird gerade nicht als ein Hasardeur beschrieben, der das einfach in Kauf nehmen würde.
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Glaube, wir sind uns einig, dass P. auf Nimmerwiedersehen verschwinden sollte.
Nicht unbedingt. Theoretisch denkbar ist auch, dass es dem/den Tätern egal war ob die Leiche für immer verschwindet oder nicht.

Es wäre auch möglich, dass P. umgebracht wurde und zum Verwischen von Spuren ins Meer geworfen wurde. Ab da könnte es den Tätern auch egal gewesen sein, was weiter passiert.

Schon oft sind Wasserleichen wieder aufgetaucht und wenn jemand wirklich verschwinden soll muss das gut organisiert sein.
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Dann kann man ihn aber auch direkt erschiessen und anschließend versenken, das wäre auch alleine gegangen. Eine Leiche, die nie auftauchen soll, kann auch eine Kugel im Kopf haben.
Wissen wir, dass er das nicht hatte? Vielleicht ist es so und wurde nicht öffentlich kommuniziert.

Allerdings wäre dann die Frage nach dem Sinn des Kabelbinders. Wozu? Um das Opfer zu quälen?
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Alle Mordtheorien kranken m.E. an Unplausibilitäten. Schaut man nur auf die Statistik, stehen erstmal ca. 10000 Suiziden ca. 250-300 Morden pro Jahr in Deutschland gegenüber und die Zahl tödlicher Bootsunfälle liegt bei um die 10 mit starken Schwankungen.
Ein Bootsunfall krankt tatsächlich an der Plausibilität, weil Kabelbinder, zerschnittene Weste und Schäkel dagegen sprechen.

Die reinen Fallzahlen Mord/Suizid können aber keine Wahrscheinlichkeit in einem konkreten Fall begründen. Weil die Verdachtsmomente hier ja doch recht stark eine Fremdeinwirkung vermuten lassen.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

gestern um 14:03
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Die reinen Fallzahlen Mord/Suizid können aber keine Wahrscheinlichkeit in einem konkreten Fall begründen. Weil die Verdachtsmomente hier ja doch recht stark eine Fremdeinwirkung vermuten lassen.
Wenn jemand erhängt im Wald aufgefunden wird, ist Suizid trotzdem wahrscheinlicher als Mord, einfach aufgrund der Statistik. Trotzdem muss ein Fremdverschulden ausgeschlossen werden, weil es sonst für Mörder zu einfach wäre, jemanden einfach im Wald zu erhängen. Wenn es keine Hinweise für Fremdverschulden gibt, wird man davon ausgehen, dass es ein Suizid war.
Letztlich ist das im Fall P. genauso. Alles was vorgefunden wurde, kann auch selbst angelegt worden sein. Die Tatsache, dass es sich um einen ungewöhnlichen Tod handelt, schließt einen Suizid nicht aus. Kiezvergangenheit ist ein sehr vages Indiz für Fremdverschulden, schließt aber auch einen Suizid nicht aus. Das Thema Suizid nahm ungewöhnlich viel Raum ein, von der Szene in der Rechtsmedizin bis zum Schluss. Cerne wirkte wenig beteiligt, als es im Studio hiess, es seien möglicherweise wichtige Hinweise eingetroffen ("hmmmh, hmmm", Blättern in Unterlagen, etc.).

Ich denke, dass man letztlich entweder einen Suizid für wahrscheinlich halten wird oder gar nichts mehr hört.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

gestern um 14:43
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Cerne wirkte wenig beteiligt, als es im Studio hiess, es seien möglicherweise wichtige Hinweise eingetroffen ("hmmmh, hmmm", Blättern in Unterlagen, etc.).
Wenn dem so war, kommt mir noch der Gedanke, ob es vielleicht gar nicht die Polizei bzw. StA war, die die Behandlung des Falles initiiert hat, sondern jemand aus dem Kreis der Angehörigen eine Behandlung des Falles im Rahmen der Sendung über einen Anwalt erwirkt hat.

Ich hatte mich schon im Fall Ameis dazu ausgelassen, dass so etwas schon in einem anderen Fall vorgekommen ist. Normalerweise wird ein Fall ja auf Initiative der Staatsanwaltschaft bzw. Polizei bei XY behandelt.

Vielleicht hatten die Ermittlungsbehörden den Fall schon intern als Suzid abgelegt, aber Angehörige wollen bzw. können das nicht glauben. Mir kommt dieser Gedanke, da die Möglichkeit eines Suizids sowohl in der Sendung, als auch hier in der Forumsdiskussion, doch einen relativ großen Raum einnimmt.

Sollte der Filmfall anwaltlich erwirkt worden sein, darf man sich natürliich im FF auf keine der beiden Alternativen festlegen.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

gestern um 15:16
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Wenn dem so war, kommt mir noch der Gedanke, ob es vielleicht gar nicht die Polizei bzw. StA war, die die Behandlung des Falles initiiert hat, sondern jemand aus dem Kreis der Angehörigen eine Behandlung des Falles im Rahmen der Sendung über einen Anwalt erwirkt hat.
Der Staatsanwalt kam mir dagegen ungewöhnlich engagiert vor, als würde er an ein großes Attentat aus der Hamburger Unterwelt glauben. Ich glaube schon, dass das Interesse der Ermittler darin lag, zusätzliche Hinweise zu bekommen und die Anregung eher von dort kam. Es geht ja nicht nur um evtl. Wurzeln im Bereich der Organisierten Kriminalität (glaube, da dürfte von Fernsehzuschauern eh wenig zu erwarten sein). Auch Hinweise zu den Schäkeln dürften interessant sein (" ich hatte immer zwei von den Dingern, nachdem P. mal zu Besuch da war, fiel mir auf, dass einer fehlte, aber ich wollte ihn nicht darauf ansprechen, es war eigentlich nur Altmetallschrott, und ich dachte, ich hätte wohl einen verlegt" oder andere Anektoden aus dem Bekanntenkreis "wir haben mal in der Kneipe diskutiert über einen Selbstmörder, den die Frau, nachdem sie mit der Freundin zwei Wochen in Urlaub war, aufgedunsen im Heizungskeller gefunden hat, und da hat P. geäußert, wenn man sich schon umbringen will, dann sollte man es wenigstens so machen, dass die Leiche nicht von den eigenen Anhörigen gefunden wird, das sei ja eine Zumutung" etc.
Ich denke, gerade das Gewicht überhaupt auf dem Thema Suizid sollte auch Hinweise aus dieser Richtung ergeben.

Im Bereich der Organisierten Kriminalität wird man eher Erfolg mit V-Leuten und Überwachung etc. haben, aber doch nicht mit Otto-Normal-Zuschauern, die mit einer Flasche Bier in der Hand XY gucken.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

gestern um 15:44
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Das Thema Suizid nahm ungewöhnlich viel Raum ein
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Ich denke, gerade das Gewicht überhaupt auf dem Thema Suizid sollte auch Hinweise aus dieser Richtung ergeben.
Nur hier im Thread (vorwiegend durch einen User), das Thema Suizid war in Aktenzeichen allenfalls eine Randnotiz. So machte der StA deutlich, dass er weitere Hinweise auf ein Verbrechen hat, aus ermittlungstaktischen Gründen diese aber nicht auf den Tisch legen kann.

Man kann es auch umdrehen: Ginge es aller Wahrscheinlichkeit nach um Suizid, wäre es kein Thema für Aktenzeichen. Der Fall wurde gleich zu Beginn zur Primetime um 20:15 ausgestrahlt und vorher nicht über Pressemitteilung angekündigt. Man kann sich ziemlich sicher sein, die Ermittler gehen von einem Verbrechen aus.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

gestern um 16:47
Zitat von sören42sören42 schrieb:Thema Suizid war in Aktenzeichen allenfalls eine Randnotiz
Da haben wir wohl unterschiedliche Versionen dieser XY-Sendung gesehen.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

gestern um 21:44
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Da haben wir wohl unterschiedliche Versionen dieser XY-Sendung gesehen.
Oder du hast nicht berücksichtigt, was genau zum Thema Suizid in der Sendung gesagt wurde.

Wenn man den Gedanken mal weiter entwickelt, hätte FP ja annehmen müssen, dass wenn er unter unklaren Umständen verschwindet (angenommen, er das Meer hätte ihn nicht an Land gespült), man ermittlerseitig in seiner Kiez-Vergangenheit herumstochern wird. Er kam ja nicht auf der Biersuppe daher geschwommen. Daran konnte ihm mit Rücksicht auf seine junge Familie aber wohl kaum gelegen sein.

Der so ziemlich der einzige Grund, der vorstellbar wäre, dass er nämlich der Familie den Anblick eines suizidierten FP ersparen wollte, indem er einen Suizid so umständlich gestaltete, fällt damit auch flach. Denn bei einem eindeutigen Suizid hätten die Behörden das schnell abgehakt, Kiez-Vergangenheit hin oder her.

Jedenfalls ist ein Suizid so oder so komplett abwegig.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

gestern um 22:16
Zitat von sören42sören42 schrieb:Daran konnte ihm mit Rücksicht auf seine junge Familie aber wohl kaum gelegen sein.
Diese Argumentation setzt voraus:
- dass Suizidenten grundsätzlich alle Nachteile für ihre Angehörigen abwägen, bevor sie einen solchen Schritt gehen, und ihn eben nicht gehen, wenn ihren Familien irgendwelche Nachteile dadurch entstehen. Es liegt auf der Hand, dass das mehrheitlich nicht der Fall ist. Familien werden durch Suizide praktisch immer ins Unglück gestürzt. In der Mehrheit der Fälle handelt es sich um die Folgen einer psychischen Erkrankung, in der Menschen zu solchen Überlegungen i.d.R. gar nicht in der Lage sind oder es handelt sich um egozentrische Motive, in denen das keine Rolle spielt.
- zweitens funktioniert Deine Argumentation sowieso nur, wenn die Kiezvergangenheit ein wohlbehütetes Geheimnis war und nur den Ermittlern bekannt. Wo in der XY-Sendung wurde das denn so formuliert?

Abgesehen davon, was soll denn der Nachteil gewesen sein, wenn die Polizei in der Kiezvergangenheit "rumschnüffelt", mal angenommen, es war ein Suizid? Entweder sie finden nichts - dann ist er diesbezüglich entlastet, es schließt einen Mord durch jemand anderen ja trotzdem nicht aus - oder sie finden etwas, und man wird es eher nicht für einen Suizid halten. Vielleicht wird sogar ein (unschuldiger) Feind in die Mangel genommen, das kann ihm dann doch nur recht sein. Egal wie, er verliert doch (posthum) nichts dabei, wenn die Polizei da rumschnüffelt. Wenn sie ihm hätten etwas Altes nachweisen können, dann wäre der Anlass eines Suizids sicher nicht dafür nötig gewesen - entweder sie hätten ihn schon längst einkassiert oder es spielt keine Rolle mehr nach seinem Tod. Es geht doch nur um die Abklärung eines möglichen Tatmotivs. Ich gehe davon aus, dass sowieso jeder weiß, dass er sein Geld früher auf dem Kiez verdient hat. Kiezgrößen kennt im Kiez jeder und einen solchen Ruf wird man doch nicht los, nur weil man sein Geld plötzlich in Schlauchbooten macht.

Es ist Dir ja unbenommen, einen Suizid für Dich auszuschließen. Aber die Ermittlungsbehörden haben einen Suizid eben nicht ausgeschlossen. Bis dato halten sie ihn nur für unwahrscheinlich und klären Richtung Mord. Da bleibt ihnen aktuell erstmal gar nichts anderes übrig.
Ich bin auf Deine Argumentation gespannt, wenn die Ermittler doch Richtung Suizid schwenken sollten. Der Fall bleibt also auch hier spannend :-). Ich mache es mir einfach: noch halte ich beides für möglich.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

gestern um 22:23
Wir wissen durch den XY Beitrag schon, dass Ausgaben und offizielle Einnahmen bei FP nicht zusammen passten. Das deutet darauf hin, dass es nicht allein um die Vergangenheit geht, sondern auch um aktuelle Aktivitäten. Natürlich hatte FP ein Interesse, seine Familie zu schützen, das denke ich ganz sicher.

Natürlich gibt es immer wieder user in Mystery- und True Crime Foren, die meinen, mehr zu wissen und es vor allem besser zu wissen als die Polizei und Staatsanwaltschaft, denen natürlich wesentlich mehr Informationen bekannt sind als die, die sie mit der Öffentlichkeit teilen.

Wenn der Staatsanwalt sagt, er hat noch Einiges mehr, was für ein Gewaltverbrechen spricht, was er aber gerade nicht öffentlich sagen kann, um die Ermittlungen nicht zu gefährden, dann halte ich das für eine ziemlich klare Stellungnahme, die nun wirklich nicht geeignet ist, die Suizid-These irgendwie zu stützen. Deshalb halte ich einen Suizid hier für abwegig. Ausgeschlossen haben ihn die Ermittler offiziell nicht, womöglich hätten sie das sogar können, interessieren sich aber dafür, wer im Dunstkreis des Opfers vehement die Suzid-Theorie vertritt und weshalb. Würde mich durchaus nicht wundern.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

gestern um 22:28
Zitat von sören42sören42 schrieb:Deshalb halte ich einen Suizid hier für abwegig.
Absolut!


Rest in Peace FP.

Youtube: RIB Piraten in Hamburg
RIB Piraten in Hamburg
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Zitat von megavoltmegavolt schrieb am 18.04.2026:Diese Einschätzungen haben null Beweiskraft.
Niemand spricht von Beweisen.
Nenn es Indizien oder Hinweise.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

gestern um 22:38
Zitat von sören42sören42 schrieb:Natürlich gibt es immer wieder user in Mystery- und True Crime Foren, die meinen, mehr zu wissen und es vor allem besser zu wissen als die Polizei und Staatsanwaltschaft, denen natürlich wesentlich mehr Informationen bekannt sind als die, die sie mit der Öffentlichkeit teilen.
Ich glaube nicht, dass ich mehr weiß. Ich versuche halt flexibel zu denken auf Basis der mir bekannten Fakten. Das möchte ich mir nicht vorwerfen lassen. Ein reines Wiederkauforum für XY-Inhalte wäre mir ehrlichgesagt auch zu langweilig. Jeder Thread braucht verschiedene Sichtweisen. Auch die, die nur in eine Richtung denken und alles andere halt nicht gelten lassen mögen. Der YOGTZE Thread ist da doch ein gutes Beispiel für. Da sind die paar Leute, die eine psychische Erkrankung diskutiert haben - ja, ich war da auch dabei - , auch meist ausgebuht worden.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Natürlich hatte FP ein Interesse, seine Familie zu schützen, das denke ich ganz sicher.
Auch das Argument funktioniert nicht wirklich. Meinst Du, die 10000 Suizidenten jedes Jahr hätten alle gar keine Familie gehabt oder hätten alle diese schädigen wollen?


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

gestern um 22:44
Zitat von __gans.ehrlich__gans.ehrlich schrieb:Niemand spricht von Beweisen.
Nenn es Indizien oder Hinweise.
Richtig. Es gibt bisher nur Indizien. Die beweisen weder das eine noch das andere. Sie beweisen keinen Mord und sie schließen einen Suizid nicht aus.
Wenn die Ermittlungsbehörden schon alles wüssten in dem Fall, hätten sie XY nicht gebraucht.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

gestern um 23:43
Zitat von sören42sören42 schrieb:das Thema Suizid war in Aktenzeichen allenfalls eine Randnotiz. So machte der StA deutlich, dass er weitere Hinweise auf ein Verbrechen hat, aus ermittlungstaktischen Gründen diese aber nicht auf den Tisch legen kann.
🎯 Genau das.

Die hier sehr ausführliche Diskussion um Suizid geht insofern fehl als in XY doch lang und breit dargelegt wurde, warum man eben NICHT von einem Suizid ausgeht.

Dass das Thema im Film überhaupt eine Rolle spielte beruhte doch nur darauf, dass man die genauen Todesumstände nicht kennt und insofern „in alle Richtungen ermittelt“, aber speziell die Suizid-Theorie für sehr unwahrscheinlich hält.

Wie kann man denn aus einem „diese Variante war es sehr wahrscheinlich NICHT“ (um zu verhindern, dass jeder 2. Anrufer fragt, ob es nicht ein Suizid gewesen sein könnte) machen: „das war ein Thema im Film, also muss das eine heiße Möglichkeit sein“?
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Aber die Ermittlungsbehörden haben einen Suizid eben nicht ausgeschlossen.
Sie haben auch nicht ausgeschlossen, dass ein Seeungeheuer angegriffen hat. Weil sie es nicht ausschließen können solange die tatsächliche Ursache nicht zweifelsfrei geklärt ist. Nicht-Ausschließen heißt aber nicht: Es wurde von einem Seeungeheuer gesprochen, das könnte es also gewesen sein.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

um 02:07
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Theoretisch denkbar ist auch, dass es dem/den Tätern egal war ob die Leiche für immer verschwindet oder nicht.
Da hast du Recht. Das ist nichts weiter als eine theoretische Überlegung.
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Schon oft sind Wasserleichen wieder aufgetaucht und wenn jemand wirklich verschwinden soll muss das gut organisiert sein.
Falls du unter "guter Organisation" bereits verstehst, wenn ein menschlicher Körper hinreichend beschwert wird, bevor man ihn von einem Boot aus im Meer versenkt, dann stimme ich dir zu.
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Wissen wir, dass er das nicht hatte? Vielleicht ist es so und wurde nicht öffentlich kommuniziert.

Allerdings wäre dann die Frage nach dem Sinn des Kabelbinders. Wozu? Um das Opfer zu quälen?
Das ist mir zu beliebig.
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Ich denke, dass man letztlich entweder einen Suizid für wahrscheinlich halten wird oder gar nichts mehr hört.
Und falls man am Ende gar nichts mehr hören sollte, würde das letztlich auch nicht viel anderes heißen, als dass man wohl von einem Suizid ausgehen muss.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Man kann sich ziemlich sicher sein, die Ermittler gehen von einem Verbrechen aus.
Man kann sich allenfalls sicher sein, dass die Ermittler ein Verbrechen nicht ausschließen können, also für möglich halten und jetzt alles daran setzen, diese Frage zu klären.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Jedenfalls ist ein Suizid so oder so komplett abwegig.
Diese Aussage ist abwegig, denn Suizid ist möglich, genauso wie ein Verbrechen möglich ist. Keines von beiden kann ausgeschlossen werden und wurde es auch nicht bei der jüngsten TV-Fahndung in Aktenzeichen XY.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Natürlich gibt es immer wieder user in Mystery- und True Crime Foren, die meinen, mehr zu wissen und es vor allem besser zu wissen als die Polizei und Staatsanwaltschaft, denen natürlich wesentlich mehr Informationen bekannt sind als die, die sie mit der Öffentlichkeit teilen.
Schon gemerkt? Mit deiner Behauptung, ein Suizid sei abwegig, outest du dich selbst als jemand, der meint mehr zu wissen als die Behörden...
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Die hier sehr ausführliche Diskussion um Suizid geht insofern fehl als in XY doch lang und breit dargelegt wurde, warum man eben NICHT von einem Suizid ausgeht.
Es wurde in XY nur gesagt, dass ein Suizid keinesfalls sicher ist und man auch ein Verbrechen für gut möglich hält, weil man entsprechende Hinweise hätte.
Zitat von VolvicVolvic schrieb:aber speziell die Suizid-Theorie für sehr unwahrscheinlich hält.
Du selbst hältst ein Suizidgeschehen offenbar für sehr unwahrscheinlich. Die Ermittler haben sich so nicht ausgedrückt.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

um 03:00
Zitat von KieliusKielius schrieb:wurde in XY nur gesagt, dass ein Suizid keinesfalls sicher ist und man auch ein Verbrechen für gut möglich hält, weil man entsprechende Hinweise hätte.
Es wurde gesagt, dass ein Suizid sehr unwahrscheinlich sei...
Ein Suizid wird als sehr unwahrscheinlich eingestuft, wie der ermittelnde Flensburger Staatsanwalt Roman Mulke in der Sendung sagte.

Wahrscheinlicher und plausibler sei, dass der Mann in Drogengeschäfte verwickelt war und Drogen in der Nordsee eingesammelt habe. Es könne aber sein, dass der Geschäftsmann zufällig in eine solche Drogenabholung geraten und die Situation dann eskaliert sei und er getötet wurde, sagte der Staatsanwalt weiter.
Hamburger Unternehmer starb auf Nordsee: „Aktenzeichen XY” sorgt für neue Hinweise (MOPO)


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

um 11:02
Zitat von KieliusKielius schrieb:
Zitat von sören42sören42 schrieb:Jedenfalls ist ein Suizid so oder so komplett abwegig.
Diese Aussage ist abwegig, denn Suizid ist möglich, genauso wie ein Verbrechen möglich ist. Keines von beiden kann ausgeschlossen werden und wurde es auch nicht bei der jüngsten TV-Fahndung in Aktenzeichen XY.
Selten so einen Quatsch gelesen, ich halte die Suizid-These für genau so abwegig wie die Ermittler. Da passt kein Blatt zwischen, da kannst du dir die Zähne dran ausbeißen. Du bist insbesondere bekannt dafür, allzu gerne die Suizid-These in Fällen zu vertreten, wo dies keineswegs immer naheliegend ist. Deshalb überrascht mich das jetzt nicht so sehr.

Wenn bei Aktenzeichen des öfteren erwähnt oder erklärt wird, dass es wohl kein Suizid war, der Staatsanwalt sogar extra erwähnt es, es gebe mehr Hinweise auf Kapitalverbrechen, die er aber mit Blick auf laufende Ermittlungen nicht weiter ausführen könne, nur damit im Studio nicht so viele Anrufe mit dem Tenor: "Ich hab's, war Suizid!" eingehen, dann scheint doch bei einigen, die womöglich bierselig mit nicht mehr voller Aufmerksamkeit vor dem Fernseher saßen, als die Sendung lief, nur hängen geblieben zu sein: "Suizid, ja, was wenn es nun doch Suizid war?"

Wenn man hierzulande Hufe klappern hört, sollte man vielleicht nicht als erstes an ein Zebra denken.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

um 11:41
@sören42
Der Einleitungssatz des Staatsanwalts in der XY-Sendung war: "Also erstmal muss gesagt werden, in diesem Fall ist theoretisch alles möglich, auch ein Suizid, jedenfalls aus kriminaltechnischer Sicht, auch wenn wir das derzeitig als sehr unwahrscheinlich einstufen" ca. Min 20:30.

Da kann man für sich persönlich "ist ausgeschlossen" draus machen, aber das wurde halt nicht gesagt. "Sehr unwahrscheinlich" und "ausgeschlossen" sind erstmal zwei Dinge. Man kann wohl ausschließen, dass er erschossen worden ist oder von seiner eigenen Schraube überfahren.

Für mich persönlich ist aktuell also nichts ausgeschlossen. Theoretisch nicht einmal ein Unfall. Es gibt auch autoerotische Unfälle mit Todesfolge, die sehr bizarre Bilder ergeben können. Wenn es auch die unwahrscheinlichste Variante sein dürfte.

Außerdem fehlen uns hier naturgemäss Facts. Ist das z.B. überhaupt der Originaltrack gewesen, der in XY gezeigt wurde, oder war das etwas Vergleichbares (Täterwissen?). Ist er erstickt, stranguliert, ertrunken oder erfroren? Und wer sagt eigentlich, dass an dem Schäkel überhaupt ein Gewicht hing? Es scheint ja nach keinem Gewicht gesucht worden zu sein bzw. keines gefunden.
Für gerade mal 7000 Euro Belohnung wird sich aus einer evtl. Drogenszene wohl niemand mit Insiderwissen gefährden wollen. Da kann man schon erahnen, für wie wahrscheinlich man überhaupt einen Ermittlungserfolg hält.

Solange da nichts neues von den Ermittlern kommt, wird sich das hier in üblicher Weise im Kreis drehen mit ein paar Leuten, die sich hier als Gatekepper sehen. Ich klinke mich mal wieder ein, wenn es Neuigkeiten gibt.

Viel Spaß allen Diskutierenden noch :-).


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

um 11:54
Zitat von sören42sören42 schrieb:Wenn der Staatsanwalt sagt, er hat noch Einiges mehr, was für ein Gewaltverbrechen spricht, was er aber gerade nicht öffentlich sagen kann, um die Ermittlungen nicht zu gefährden, dann halte ich das für eine ziemlich klare Stellungnahme, die nun wirklich nicht geeignet ist, die Suizid-These irgendwie zu stützen. Deshalb halte ich einen Suizid hier für abwegig. Ausgeschlossen haben ihn die Ermittler offiziell nicht, womöglich hätten sie das sogar können, interessieren sich aber dafür, wer im Dunstkreis des Opfers vehement die Suzid-Theorie vertritt und weshalb. Würde mich durchaus nicht wundern.
@sören42
@LackyLuke77
@__gans.ehrlich
Ich denke auch, dass dies kein Selbstmord war und für meine Begriffe sich von einigen Usern zu sehr darauf konzentriert wird.
Hatte ich aber schon geschrieben.
Warum sollte er sich auch so suizidieren? Macht für mich keinen Sinn.
Und für mich gehen die Ermittler auch eher von Fremdverschulden aus.


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