Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

539 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Drogen, Mysteriös ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

08.05.2026 um 05:08
1. Zu dem Punkt "Kabelbinder um den Hals von FP":
Für mich am logischsten klingt die Erklärung, dass daran der Schäkel und am Schäkel das Gewicht, das FP dauerhaft am Grund halten sollte, befestigt war oder befestigt werden sollte. Diese Erklärung wurde meiner Erinnerung nach bereits von einem User hier genannt, aber nicht weiter beachtet.

2. Zu dem Punkt "FP fuhr kurz vor der Acht einen Bogen":
Sollte FP nach einem oder mehreren Drogenpaketen im Meer gesucht haben, müsste er über einen Peilsender verfügt haben. Solange man nur auf der Achse in Richtung Funksignal fährt, kann man die Entfernung zum Ziel nur grob abschätzen. Wenn man diese Achse z.B. nach rechts, also Steuerbord, verlässt, wandert das angepeilte Ziel nach links, also Backbord. Man hat dann im Prinzip eine 2-Punkt- oder Mehr-Punkt-Peilung, aus der sich die Entfernung zum angepeilten Ziel errechnen oder schätzen lässt.

Diese Überlegung gilt auch, wenn nicht FP, sondern ein Passagier an Bord, den er bei dem "Fischbrötchen-Stopp" aufgenommen hatte, mit einem mitgebrachten Peilsender nach dem Drogenpaket bzw. den Drogenpaketen gesucht hat.

3. Zu dem Punkt "Peilsender":
Hier wäre interessant zu wissen, ob FP einen solchen Sender mit einer geeigneten Empfangsfrequenz in Besitz hatte. Vielleicht wurde ja auch ein solcher Sender im Speedboot gefunden. Dies könnte einer der nicht öffentlich gemachten Punkte sein, warum die EB von einer Verwicklung von FP in Drogengeschäfte ausgehen.


2x zitiertmelden

Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

08.05.2026 um 05:41
4. Zum Punkt "FP hätte sich nicht durch seine Freundin/Frau tracken lassen, wenn er Drogenpakete gesucht hätte":
Ich halte diese Annahme für falsch. Ein Handy kann ohnehin leicht geortet werden, auch wenn keine Tracking-App aktiv ist. Das erfolgt etwa durch eine sog. "Stille SMS":
Wer glaubt, dass die Polizei im Handumdrehen jedes Handy innerhalb weniger Sekunden orten kann liegt mit der Annahme zwar richtig, jedoch ist es rechtlich nicht so einfach. Auch wenn alle technischen Voraussetzungen bei der Polizei für die Handyortung gegeben sind, dürfen die Beamten nicht so einfach eine Standortabfrage des Handys auslösen. In jedem Fall muss eine rechtliche Grundlage für die Handyortung bestehen und die Anordnung eines Staatsanwalts bzw. die richterliche Anordnung, bevor die Polizisten aktiv werden und Ortungsmethoden wie das Versenden einer Stillen SMS anwenden können.
Quelle: https://www.handy-sofort-orten.de/handyortung/rechtliches-zur-ortung-von-handys/kann-die-polizei-mein-handy-orten/

(Hervorhebung durch mich.)


melden

Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

08.05.2026 um 09:00
Zu spekulativen Dingen wollte ich mich hier nicht mehr äußern ;-), aber hier geht was fachlich durcheinander:
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Sollte FP nach einem oder mehreren Drogenpaketen im Meer gesucht haben, müsste er über einen Peilsender verfügt haben.
Der PeilSENDER muss im Paket sein, der Möchtegernfinder muss einen EMPFÄNGER haben. Wenn P. einen Peilsender gehabt hätte, dann wäre ihm wohl schon die Polizei auf der Schliche gewesen ;-).

Was Du beschreibst, ist die klassische Peilsendermethode aus Analogzeiten, wie wir sie alle aus den ??? kennen (und die mit der beschriebenen Antennentechnik so nicht wirklich funktionieren würde). Heutzutage würde man einen GPS-Empfänger nehmen, der die Koordinaten (verschlüsselt) aussendet. Die Module dazu kann man sich für ein paar Dutzend Euro auf aliexpress zusammenkaufen. Das würde heute keiner mehr mit dieser Analogtechnik machen. Dann braucht man keine auffällige Antenne an Bord und muss auch keine Schlangenlinien fahren oder mit zwei bis drei Antennen triangulieren.


melden

Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

08.05.2026 um 10:29
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Sollte FP nach einem oder mehreren Drogenpaketen im Meer gesucht haben, müsste er über einen Peilsender verfügt haben. Solange man nur auf der Achse in Richtung Funksignal fährt, kann man die Entfernung zum Ziel nur grob abschätzen. Wenn man diese Achse z.B. nach rechts, also Steuerbord, verlässt, wandert das angepeilte Ziel nach links, also Backbord. Man hat dann im Prinzip eine 2-Punkt- oder Mehr-Punkt-Peilung, aus der sich die Entfernung zum angepeilten Ziel errechnen oder schätzen lässt.
Ich würde dann allerdings keinen einzelnen Bogen im Fahrtverlauf erwarten, sondern aufgrund von Strömungen, denen sowohl das Boot wie auch das angepeilte Objekt unterliegen, häufige kleine Korrekturen des Fahrtweges.

Kann natürlich sein, dass es die gab und nur die Auflösung der dargestellten Route zu grob ist, so dass es nicht erkennbar und nur eine größere Kurve sichtbar ist.


melden

Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

08.05.2026 um 11:29
@megavolt
Sorry, da hat die Macht der Gewohnheit bei mir zugeschlagen, vor allem, wenn man sehr früh am Morgen schreibt: "Peilsender" schreibt man halt viel leichter als "Empfänger für Peilsender-Signale". Aber danke für die Richtigstellung, auch was den Stand der Technik betrifft.


melden

Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

08.05.2026 um 11:49
@Volvic
Ich schließe mich den Ausführungen von @megavolt an. Dann ist mein Erklärungsversuch für den gefahrenen Bogen falsch.

Ich gebe dir aber recht, dass man einen Maßstab für die Route bräuchte, um diese besser einschätzen zu können.


melden

Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

09.05.2026 um 11:42
Zitat von megavoltmegavolt schrieb am 16.04.2026:Passt für mich alles hinten und vorne nicht zusammen. Wenn man ihn einfach nur ertrunken gefunden hätte, wäre die Akte längst geschlossen.
Richtig. Zahlt eine Versicherung nur bei Verschwinden? Denn nach der Theorie sollte die Leiche doch nicht gefunden werden.

Beim schließen der Akte, blieb aber dann immer noch die Frage ob es ein Unfall hätte sein können. Zahlt eine Versicherung nicht eher bei einem Unfalltod?


1x zitiertmelden

Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

09.05.2026 um 14:23
Zitat von JularJular schrieb:Richtig. Zahlt eine Versicherung nur bei Verschwinden? Denn nach der Theorie sollte die Leiche doch nicht gefunden werden.
Wenn seine Leiche nicht aufgetaucht wäre, aber sein leeres Boot gefunden wurde, hätte er laut Gesetz für Verschollengehen auf See nach 6 Monaten für tot erklärt werden können -> Dann hätte eine etwaige Lebensversicherung sicherlich gezahlt.


melden

Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

01.06.2026 um 20:55
schade...ich gehe davon aus, dieser Fall wird nie geklärt werden. Hier waren vermutlich Profis am Werk


melden

Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

07.06.2026 um 14:47
Ich denke immernoch das es Suizid war. Für die Drogetheorie gibt es überhaupt keine Hinweise. Er wollte nicht gefunden werden.


melden

Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

07.06.2026 um 15:29
@J.Doe
ich glaube nichtt das es ein Suizid war. Hätte der Mann sich leichter tun können,er war doch soviel ich mich erinnere bei der Bundeswehr gewesen?


2x zitiertmelden

Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

07.06.2026 um 18:47
Zitat von quaerere1quaerere1 schrieb:hätte der Mann sich leichter tun können,er war doch soviel ich mich erinnere bei der Bundeswehr gewesen?
Wie hätte er das denn leichter tun können, wenn er nicht gefunden werden wollte?

Und inwiefern könnten ihm Erfahrungen bei der Bundeswehr dabei geholfen haben?


1x zitiertmelden

Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

07.06.2026 um 19:29
Kommt ja auf seine Versicherungspolice etc. an. Eigentlich auch ein schlauer Suizidplan, aber die Polizei scheint ja davon nicht auszugehen, vermutlich wissen sie mehr. Aber spurlos verschwinden, so Lord Duncan mäßig, hat etwas, statt schnöde aufgefunden zu werden.


melden

Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

07.06.2026 um 23:03
Zitat von KieliusKielius schrieb:Wie hätte er das denn leichter tun können, wenn er nicht gefunden werden wollte?
Dass er nicht gefunden werden wollte ist, neben dem Gedankenabsatz „Suizid“, eine weitere unbewiesene Vermutung…


1x zitiertmelden

Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

07.06.2026 um 23:28
Zitat von VolvicVolvic schrieb:eine weitere unbewiesene Vermutung…
Das ist richtig. Unbewiesene Vermutungen sind hier allerdings alle geäußerten Theorien, inklusive der Mordtheorie - selbst wenn es so ist, dass die Kripo ein Tötungsdelikt für wahrscheinlich hält.

Als bewiesen ansehen können wir nur, dass das Opfer am letzten Tag seines Lebens mit seinem Boot aufs Wasser der Elbe ging, nie mehr zurückkehrte und später als Wasserleiche mit einem Kabelbinder um den Hals auf einer Sandbank hinter St.-Peter-Ording gefunden wurde.

Ich wollte @quaerere1 vor allem gern die Gelegenheit geben, seine letzte Einlassung etwas näher zu erlâutern:
Zitat von quaerere1quaerere1 schrieb:Hätte der Mann sich leichter tun können,er war doch soviel ich mich erinnere bei der Bundeswehr gewesen?
Denn auch wenn es einfachere Möglichkeiten gegeben hätte, kann sich ein lebensmüder Mensch ja trotzdem für eine aufwändigere Suizidmethode entscheiden. Sonst müssten sich ja alle Selbstmörder auf die einfachste Weise umbringen, was aber nicht der Fall ist.
Und was haben eventuelle Erfahrungen bei der Bundeswehr mit einem Suizid zu tun?

Ich denke, manchmal macht es Sinn, ein paar Sätze mehr zu spendieren, um einen Idee, die man gerade im Kopf hat, anderen Usern verstândlich zu machen.


1x zitiertmelden

Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

07.06.2026 um 23:54
Zitat von KieliusKielius schrieb:Sonst müssten sich ja alle Selbstmörder auf die einfachste Weise umbringen, was aber nicht der Fall ist.
Der Denkansatz „einfach/komplex“ ist bei einem Suizid IMHO ein Irrweg, im Hinblick auf die Auswahl der Methode.

Es gibt ja nicht immer alle Möglichkeiten (keine Gleise in der Nähe: man kann sich nicht auf die Schienen legen. Kein hohes Gebäude in der Nähe: kein Sprung in die Tiefe. Keine Schußwaffe verfügbar: kein Erschießen möglich…).

Manche Menschen wollen sich so umbringen, dass es einen Strafcharakter für Dritte hat.

Nicht jede Suizidart passt zu jedem Menschen, Männer wählen häufiger „harte“ Methoden, Frauen statistisch öfter „weiche“ Methoden. Manche Menschen wollen es vor allem sicher, schmerzfrei und/oder schnell gestalten.

Procopius wurde von seinem Umfeld dahingehend charakterisiert, dass man einen Suizid für unwahrscheinlich hält und vor allem schätzt man ihn mit großer Überzeugung so ein, dass er sich nicht langsam und qualvoll erstickt/ersäuft hätte, sondern wenn überhaupt hätte er wohl eine Schußwaffe benutzt.

Als Mann mit Kontakten in halbseidene oder kriminelle Millieus wäre es wohl auch nicht so schwer für ihn gewesen, eine Waffe zu bekommen.
Zitat von KieliusKielius schrieb:Und was haben eventuelle Erfahrungen bei der Bundeswehr mit einem Suizid zu tun?
Den Umgang mit einer Schußwaffe wird er dort, anders als ein Zivildienstleistender aus dem Krankenhaus, gelernt haben.


1x zitiertmelden

Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

08.06.2026 um 15:20
@Volvic
danke genau das ist auch mein Gedankenansatz . Ausserdem und das ist natürlich auch nur ne Spekulation, würde er doch nicht dieses teuere und neue? Boot dafür nehmen, es hätte ja kaputt oder verloren gehen können und das wäre ein Verlust gewesen für seine Frau und das Kind.
Wenn er Selbstmord begehen wollte, es aber nicht danach aussehen sollte, hätte er verschwinden können und sich dann irgendwo töten können ohne das seine Leiche so schnell gefunden wird.
Und wie gesagt seine Bekannten und Freunde glauben auch nicht daran, ebenso wie die Polizei es nicht als wahrscheinlich hält.


melden

Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

08.06.2026 um 17:30
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Als Mann mit Kontakten in halbseidene oder kriminelle Millieus wäre es wohl auch nicht so schwer für ihn gewesen, eine Waffe zu bekommen.
Auch für einen Mann mit Kontakten in solche Milieus dürfte es leichter sein, an Kabelbinder als an Schusswaffen zu kommen. Wenn er überhaupt solche Kontakte hatte. Mal eine "Kiezgröße" gewesen zu sein, heißt ja nicht, dass man später ohne Probleme und jederzeit von irgendjemandem eine Schusswaffe kaufen kann.

Wenn man in die Literatur guckt (pubmed), dann gibt es seit 2007 acht Artikel über Fallberichte und Fallserien über Selbstmord mit Kabelbindern. Da ist weiter oben von einem Mitforenten schon darauf verwiesen worden.

Man nimmt das, was leicht verfügbar ist. Und Kabelbinder, Stricke, etc. sind leichter verfügbar als Schusswaffen. Wenn man die Schusswaffe nicht eh schon hat (Sportschützen, Jäger, etc.).


1x zitiertmelden

Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

08.06.2026 um 18:07
Wenn er geplant hat, spurlos zu verschwinden (falls Suizid) ist das für einen selbst praktischer. Leute rechnen damit, dass man untergetaucht ist und wiederkommen kann, man hat praktisch "Macht" über sie, d.h. man geht z.B. keine nächste Beziehung an, wenn man glaubt, der Mensch, den man liebt, kommt wieder.

Zudem hat es vermutlich was mit dem Selbstbild zu tun. Man vermeidet Gerede in die Richtung: "Schau mal, was für ein Versager", denn man könnte sich ja mit einer Million Schwarzgeld in die Karibik abgesetzt haben.


1x zitiertmelden

Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

08.06.2026 um 23:24
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:man hat praktisch "Macht" über sie, d.h. man geht z.B. keine nächste Beziehung an, wenn man glaubt, der Mensch, den man liebt, kommt wieder.
Der Gedanke ist prägnant auf den Punkt gebracht, ich finde, das hat was! Aber man müsste natürlich mehr wissen zur psychischen Ausgangslage, ob das auch bei P. der Fall gewesen sein könnte.


melden