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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

505 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Drogen, Mysteriös ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

08.05.2026 um 05:08
1. Zu dem Punkt "Kabelbinder um den Hals von FP":
Für mich am logischsten klingt die Erklärung, dass daran der Schäkel und am Schäkel das Gewicht, das FP dauerhaft am Grund halten sollte, befestigt war oder befestigt werden sollte. Diese Erklärung wurde meiner Erinnerung nach bereits von einem User hier genannt, aber nicht weiter beachtet.

2. Zu dem Punkt "FP fuhr kurz vor der Acht einen Bogen":
Sollte FP nach einem oder mehreren Drogenpaketen im Meer gesucht haben, müsste er über einen Peilsender verfügt haben. Solange man nur auf der Achse in Richtung Funksignal fährt, kann man die Entfernung zum Ziel nur grob abschätzen. Wenn man diese Achse z.B. nach rechts, also Steuerbord, verlässt, wandert das angepeilte Ziel nach links, also Backbord. Man hat dann im Prinzip eine 2-Punkt- oder Mehr-Punkt-Peilung, aus der sich die Entfernung zum angepeilten Ziel errechnen oder schätzen lässt.

Diese Überlegung gilt auch, wenn nicht FP, sondern ein Passagier an Bord, den er bei dem "Fischbrötchen-Stopp" aufgenommen hatte, mit einem mitgebrachten Peilsender nach dem Drogenpaket bzw. den Drogenpaketen gesucht hat.

3. Zu dem Punkt "Peilsender":
Hier wäre interessant zu wissen, ob FP einen solchen Sender mit einer geeigneten Empfangsfrequenz in Besitz hatte. Vielleicht wurde ja auch ein solcher Sender im Speedboot gefunden. Dies könnte einer der nicht öffentlich gemachten Punkte sein, warum die EB von einer Verwicklung von FP in Drogengeschäfte ausgehen.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

08.05.2026 um 05:41
4. Zum Punkt "FP hätte sich nicht durch seine Freundin/Frau tracken lassen, wenn er Drogenpakete gesucht hätte":
Ich halte diese Annahme für falsch. Ein Handy kann ohnehin leicht geortet werden, auch wenn keine Tracking-App aktiv ist. Das erfolgt etwa durch eine sog. "Stille SMS":
Wer glaubt, dass die Polizei im Handumdrehen jedes Handy innerhalb weniger Sekunden orten kann liegt mit der Annahme zwar richtig, jedoch ist es rechtlich nicht so einfach. Auch wenn alle technischen Voraussetzungen bei der Polizei für die Handyortung gegeben sind, dürfen die Beamten nicht so einfach eine Standortabfrage des Handys auslösen. In jedem Fall muss eine rechtliche Grundlage für die Handyortung bestehen und die Anordnung eines Staatsanwalts bzw. die richterliche Anordnung, bevor die Polizisten aktiv werden und Ortungsmethoden wie das Versenden einer Stillen SMS anwenden können.
Quelle: https://www.handy-sofort-orten.de/handyortung/rechtliches-zur-ortung-von-handys/kann-die-polizei-mein-handy-orten/

(Hervorhebung durch mich.)


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

08.05.2026 um 09:00
Zu spekulativen Dingen wollte ich mich hier nicht mehr äußern ;-), aber hier geht was fachlich durcheinander:
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Sollte FP nach einem oder mehreren Drogenpaketen im Meer gesucht haben, müsste er über einen Peilsender verfügt haben.
Der PeilSENDER muss im Paket sein, der Möchtegernfinder muss einen EMPFÄNGER haben. Wenn P. einen Peilsender gehabt hätte, dann wäre ihm wohl schon die Polizei auf der Schliche gewesen ;-).

Was Du beschreibst, ist die klassische Peilsendermethode aus Analogzeiten, wie wir sie alle aus den ??? kennen (und die mit der beschriebenen Antennentechnik so nicht wirklich funktionieren würde). Heutzutage würde man einen GPS-Empfänger nehmen, der die Koordinaten (verschlüsselt) aussendet. Die Module dazu kann man sich für ein paar Dutzend Euro auf aliexpress zusammenkaufen. Das würde heute keiner mehr mit dieser Analogtechnik machen. Dann braucht man keine auffällige Antenne an Bord und muss auch keine Schlangenlinien fahren oder mit zwei bis drei Antennen triangulieren.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

08.05.2026 um 10:29
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Sollte FP nach einem oder mehreren Drogenpaketen im Meer gesucht haben, müsste er über einen Peilsender verfügt haben. Solange man nur auf der Achse in Richtung Funksignal fährt, kann man die Entfernung zum Ziel nur grob abschätzen. Wenn man diese Achse z.B. nach rechts, also Steuerbord, verlässt, wandert das angepeilte Ziel nach links, also Backbord. Man hat dann im Prinzip eine 2-Punkt- oder Mehr-Punkt-Peilung, aus der sich die Entfernung zum angepeilten Ziel errechnen oder schätzen lässt.
Ich würde dann allerdings keinen einzelnen Bogen im Fahrtverlauf erwarten, sondern aufgrund von Strömungen, denen sowohl das Boot wie auch das angepeilte Objekt unterliegen, häufige kleine Korrekturen des Fahrtweges.

Kann natürlich sein, dass es die gab und nur die Auflösung der dargestellten Route zu grob ist, so dass es nicht erkennbar und nur eine größere Kurve sichtbar ist.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

08.05.2026 um 11:29
@megavolt
Sorry, da hat die Macht der Gewohnheit bei mir zugeschlagen, vor allem, wenn man sehr früh am Morgen schreibt: "Peilsender" schreibt man halt viel leichter als "Empfänger für Peilsender-Signale". Aber danke für die Richtigstellung, auch was den Stand der Technik betrifft.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

08.05.2026 um 11:49
@Volvic
Ich schließe mich den Ausführungen von @megavolt an. Dann ist mein Erklärungsversuch für den gefahrenen Bogen falsch.

Ich gebe dir aber recht, dass man einen Maßstab für die Route bräuchte, um diese besser einschätzen zu können.


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

09.05.2026 um 11:42
Zitat von megavoltmegavolt schrieb am 16.04.2026:Passt für mich alles hinten und vorne nicht zusammen. Wenn man ihn einfach nur ertrunken gefunden hätte, wäre die Akte längst geschlossen.
Richtig. Zahlt eine Versicherung nur bei Verschwinden? Denn nach der Theorie sollte die Leiche doch nicht gefunden werden.

Beim schließen der Akte, blieb aber dann immer noch die Frage ob es ein Unfall hätte sein können. Zahlt eine Versicherung nicht eher bei einem Unfalltod?


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Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?

09.05.2026 um 14:23
Zitat von JularJular schrieb:Richtig. Zahlt eine Versicherung nur bei Verschwinden? Denn nach der Theorie sollte die Leiche doch nicht gefunden werden.
Wenn seine Leiche nicht aufgetaucht wäre, aber sein leeres Boot gefunden wurde, hätte er laut Gesetz für Verschollengehen auf See nach 6 Monaten für tot erklärt werden können -> Dann hätte eine etwaige Lebensversicherung sicherlich gezahlt.


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