Todesfall Frank Procopius: Mord auf der Nordsee?
um 08:40Das Suizid Thema ist aus meiner Sicht erstmal vom Tisch. Der Staatsanwalt sagte deutlich, dass sie mehr wissen, was sie aber nicht preisgeben können, was auf Gewaltverbrechen hindeutet. Das genügt mir zunächst mal.megavolt schrieb:wie sind hier auf dem Stand, dass ein Kabelbinder anlag, mehr nicht. Wir können daraus nicht schließen, ob der auch mit (Selbst)tötungsabsicht angelegt wurde oder z.B. nur, um irgendetwas zu demonstrieren (dass ev. ein Fremdverschulden vorlag z.B.).
Die "Zielgruppe" wird von den Geschäften (nicht diesem speziellen), aber allgemein, gewusst haben. Die Akteure im Milieu kennen sich, und der Firmen-Name steht, wie erwähnt, auf dem Boot.Kielius schrieb:Denn wenn die OK eine Warnung an andere aussenden möchte, dann stellt sie sicher, dass ihre Warnung auch klar und unmissverständlich für die Zielgruppe erkennbar ist.
Dahin geht meine Vermutung. Gerade dieser Schäkel zeigt es gut. Den führt man kaum zufällig mit sich auf Booten, die im Zusammenhang mit Drop Off Geschäften Drogenpakete aufnehmen. Das wurde ausdrücklich gesagt, dass diese Art Schäkel auf dieser Art Boote nicht üblich sind. Das wird also auch so zutreffend sein.Volvic schrieb:Es passt aber zu einer Bestrafungsaktion der OK, weil denen ist egal wie professionell der Schäkel ist und wie gut das alles zusammenpasst. Da geht es nur um die Bestrafung + Tötung dieses einen und die Warnung an alle anderen
Ein Zuschauer wies überdies darauf hin, dass diese im ganz anderen Zusammenhang (Bergbau) in dieser Schäkel Kombination Verwendung finden.
Das würde ich nicht überbewerten. Ich persönlich gehe nicht davon aus, dass ein Drogengeschäft spontan eskalierte. Es erfordert schon einige Vorbereitungen, eine Ermordung an Bord durchzuführen und das Boot dann auf offener See auch wieder zu verlassen.Grillage schrieb am 12.04.2026:Das war mir tatsächlich total durchgegangen, dass das Auffischen des Drogenpaketes und die Ermordung des FP im XY-Film so konkret dargestellt wurde. Allerdings wird das ausdrücklich auch als Spekulation der Ermittler dargestellt, die über ein mögliches Tatszenario diskutieren und in deren Kopf diese Szene sozusagen abläuft.
Auch die Mitnahme der Schäkelkombination könnte auf eine geplante Tat hinweisen.
Allerdings vermute ich, dass eine Person, der FP absolut vertraut hat, ein solches Geschäft in Aussicht gestellt hat, um ihn an den Tatort zu locken. Aber für den XY Zuschauer ist dieses Detail nicht wichtig, man muss dort erstmal vermitteln, wie solche Drop Off Geschäfte überhaupt funktionieren. Denn diese Art Geschäfte dürften zumindest dem größten Teil der XY Zuschauerschaft eher fremd sein.
Nicht zuletzt: Die Täterschaft konnte davon ausgehen, dass FP nicht allzu viele Personen eingeweiht hatte, dass und vor allem zu welchem vermeintlichen Zweck er den vereinbarten Punkt in der offenen Nordsee ansteuerte.
Dies verschaffte der Täterschaft gute Gelegenheiten. Kaum jemand wird davon gewusst haben (offiziell wurde der Motor "eingefahren"), und Zeugen muss man auch keine befürchten.


