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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

601 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wald, Jäger, Radfahrer ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

21.06.2026 um 17:32
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:Du hast Recht, ich habe mich falsch ausgedrückt. Die Vorrichtung für Cleats sind vorhanden, aber stimmst Du mir zu, dass die Pedale reine Klickpedale sind? Ist das dann nicht ziemlich unsicher vom Halt, es so zu fahren?
Nein, das sind jedenfalls keine reinen Pedale rein für die MTB Cleats, das könnte man erkennen.
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Bin zwar nicht angesprochen, aber für mich sind das normale Bärentatzenpedale. Auch ein Hinweis, dass das Rad mit verschiedenen Schuhen, vermutlich auch im Alltag ganz normal als Verkehrsmittel, genutzt wurde.
Ja stimm ich zu.
Das sind entweder ganz normale flat pedals "Bärentatzenpedale" oder solche flat pedals, wo man auf einer Seite die Möglichkeit hat einzuklicken, aber dazu müsste man jetzt das Pedal genau sehen.

Jedenfalls Pedale mit denen man ohne Cleats ganz normal fahren kann.
Ich sehe das auch als Alltagsrad und eben für sportliche Freizeitausfahrten. Auf so einer Ausfahrt ist dann wohl irgendwas vorgefallen.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

21.06.2026 um 19:50
@gusti
@megavolt
Das mit den Pedalen sehe ich komplett anders. Bärentatzen haben doch in der Regel umlaufende Zacken aus Metall oder Plastik, teilweise sogar mit Reflektoren dran und man steht nicht auf dem glatten Metallbügel, oder?
Ich bleibe dabei, dass das reine Klickpedale sind, aber das Bild ist wirklich nicht sehr gut, die Ermittler werden es aber wissen.

Wie ihr jedoch auf die Idee kommt, dass der Radfahrer mit den Schuhen eine 3km Strecke gelaufen sein soll, frage ich mich. Habt ihr das mal selbst in diesen steifen Radschuhen gemacht und zu welchem Zweck? Das halte ich für ziemlich weit hergeholt.

Dann müsste eine Bedrohungssituation entstanden sein, die ihn zwang, das Rad stehen zu lassen, um Hilfe zu suchen? Sturz, Gewitter, Wassermangel schließe ich aus, das wäre auch alles mit Rad machbar gewesen. Es sei denn, er war nach einem Sturz orientierungslos. Eher glaube ich da, man hat Rad und Radfahrer bewusst getrennt, um ein Verbrechen zu verschleiern. Sinnbildlich wurde der Radfahrer hinter die Waldgrenze gebracht, aus dem Wald raus, weg vom Bretsteingraben.(siehe Foto 9).

Hier nochmal das Pedal in Nahaufnahme...könnte so ähnlich sein wie das Beispielpedal.

Fahrrad aus Fall:
Screenshot 20260621 193418 Google2

Beispiel: Beispielpedal

Screenshot 20260621 193550 Kleinanzeigen

Bärentatzenpedale:

Screenshot 20260621 195410 Chrome


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

21.06.2026 um 20:27
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:Wie ihr jedoch auf die Idee kommt, dass der Radfahrer mit den Schuhen eine 3km Strecke gelaufen sein soll, frage ich mich. Habt ihr das mal selbst in diesen steifen Radschuhen gemacht und zu welchem Zweck? Das halte ich für ziemlich weit hergeholt.
Für mich sieht das nach einer normalen Pedale ohne Reflektor aus.

Ja man kann mit diesen Schuhen auch ein Stück laufen. Da gibt es unterschiedliche. Jeder Jeck ist anders, die einen bevorzugen Klickpedale, die anderen benutzen solche Schuhe ohne Klickpedale und kombinieren Radfahren und Laufen. Rückschlüsse ob jemand Radfahren als Hobby betrieben hat oder nur gelegentlich eine Ausfahrt macht, kann man meiner Meinung nach nicht schließen.
Denke aber ein Gelegenheitsradler,in diesem etwas abgelegenen Gebiet mit den Höhenmetern, ist für mich nicht schlüssig.

Die Ermittler gehen von einem ambitionierten Radfahrer aus, wird ja seine Gründe haben.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

21.06.2026 um 20:57
Mir ist gerade ein Rätsel warum der Mann ohne Gepäck unterwegs war. Selbst wenn er vorhatte sich umzubringen, muss er doch dafür irgendwas mitnehmen.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

21.06.2026 um 22:03
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:Wie ihr jedoch auf die Idee kommt, dass der Radfahrer mit den Schuhen eine 3km Strecke gelaufen sein soll, frage ich mich. Habt ihr das mal selbst in diesen steifen Radschuhen gemacht und zu welchem Zweck? Das halte ich für ziemlich weit hergeholt.
Ich habe nicht die gleichen Schuhe, aber welche von Shimano mit gleichem Konzept, mit denen kann man ohne Probleme auch wandern gehen. Ich würde mir in den Dingern 10 km, notfalls auch mehr zutrauen. Es sind Wanderschuhe mit steifer Sohle und der Möglichkeit, Cleats anzuschrauben. Das war auch kein wirklich schweres Gelände, wo er hin ist. Kürzeste Wegstrecke wären ca. 3 km, evtl. sogar etwas weniger, Höhenmeter jetzt auch nicht so wild, das müsste in 60, allerhöchstens 90 min zu schaffen sein. Auch in diesen Schuhen. Trotzdem natürlich relativ, abhängig vom Trainingszustand.
Aber wenn ich eine längere Strecke Rad und eine kürzere zu Fuß zurücklegen wollte und nur ein Paar Schuhe mitnehmen könnte, würde ich solche nehmen.
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:Bärentatzen haben doch in der Regel umlaufende Zacken aus Metall oder Plastik, teilweise sogar mit Reflektoren dran und man steht nicht auf dem glatten Metallbügel, oder?
Doch, im Prinzip steht man auf dem umlaufenden Stahl- bzw. Alubügel, in der Mitte ist die Achse. Die Kombipedale, die ich im Kopf habe, sind auf der Klickseite klein und konkav, damit man besser reinkommt, das sehe ich hier nicht. Für mich sind das zwei flache Seiten.

Für mich sind das Relevantere die Schuhe, ich denke, die kauft eher jemand, der häufig ein MTB als Tourenrad fährt und dabei auch zu Fuß gut klarkommen will. Für die Nutzung als Tourenrad sprechen m.E. auch die Reifen bzw. deren Profil. Das sind keine typischen Crosscountry MTB-Reifen, wie oben schonmal ausführlicher beschrieben.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

21.06.2026 um 22:03
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:wie das Beispielpedal.
Das Beispielpedal ist ein flat pedal - da ist nix zum einklicken.
Ich glaube, du hast sowas noch nie gesehen. Verstehe ich, aber dann google es bitte genau.

Das hier ist ein MTB SPD Pedal mit dem man eigentlich nur mit Cleats fahren kann, wie du siehst ist das miniklein:

images

Und das ist eines von denen, mit denen beides geht (hybrid flat/pd):

2026 EH510 pedals-2Original anzeigen (1,0 MB)


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

21.06.2026 um 22:24
Vielleicht wars ein Suizid, ich kann mir aber auch einen Unfall vorstellen von der Sorte "ich mach mal ne kurze Tour, zum Mittagessen bin ich spätestens zurück". Dann liefs anders als geplant. Dass er 3 km vom Rad entfernt war, heißt nicht, dass er nicht mehr zurückgelegt hat und sich möglicherweise verlaufen hat.
Beispielszenario: Herbsttag, Inversionswetterlage, im Tal neblig, oben soll die Sonne scheinen, "das schau ich mir mal an". Auf dem Rückweg verlaufen, vielleicht hat er den Pfad verloren bzw. bei Nebel nicht mehr gesehen und hat sich dann entschieden, den Hang querfeldein ins Tal zu folgen, dann ist irgendwas passiert und er ist verstorben (internistische Ursachen gibts ja auch) oder verletzt nachts erfroren.
Finde einiges wahrscheinlicher als dort ermordet zu werden.
Wenn ihn ein Jäger aus Versehen erschossen hätte, hätte der ihn nicht jahrelang liegenlassen müssen. Glaube nicht, dass man für einen Jagdunfall in so einer Gegend in Österreich richtig schwere Konsequenzen zu befürchten hätte.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

21.06.2026 um 22:49
Finde es wichtig zu unterscheiden, was harte nachprüfbare Fakten sind und was nur auf Zeugenaussagen beruht.

Beispiel: Dass das Fahrrad 3 km von der Leiche entfernt gefunden wurde, dafür gibt's nach allem was ich gelesen habe nur die Aussage des Jägers. Das kann stimmen oder eine Schutzbehauptung dafür sein, warum er sich das Fahrrad angeeignet, untergestellt und gelegentlich benutzt hat.

Möglicherweise lag das anders als behauptet ursprünglich relativ nahe dem Leichenfundort. Das würde dann wieder eher eine Geschichte mit einem fatalen Sturz oder einem medizinisches Problem nahelegen.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

21.06.2026 um 23:00
Der Jäger hätte nie sicher wissen können, dass sich zum Toten niemand als Vermisstenfall meldet. Es kann also sein, dass er zuerst einfach nur abgewartet hat.

Das der Tote zur Brunftzeit bzw. zu deren Beginn von ihm dort entdeckt wurde, wird ihn gestört haben, wahrscheinlich in der "Gollum-Art", wie man es den Jägern dort nachsagt.
Die Brunftzeit im Gebirge ist ein faszinierendes Naturschauspiel. Die Paarungszeiten variieren je nach Wildart: Rotwild röhrt ab September/Oktober, Gamswild treibt im November und Steinwild folgt im Winter. In dieser Zeit sind die Tiere besonders aktiv, laut und oftmals weniger scheu als gewohnt.
Quelle: https://www.xn--gipfeltrume-s8a.at/brunftzeit-tragzeit-setzzeit-zahnformeln-altersklassen-schusszeiten-trophaen/

Was hält aber einen Jäger ab sich nach der Bruftzeit nicht doch wegen des Fundes des Toten nicht bei der Polizei zu melden?

Und einiges weiteres hätte man beim Toten ja finden müssen.
Am Ende hat sogar der Kopf gefehlt.
Während das MTB beim Jäger landete...

Persönlich glaube ich auch nicht an einen Jägertäter.
Aber irgendwas ist da schräg.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

21.06.2026 um 23:00
Zitat von K-JettieK-Jettie schrieb:Möglicherweise lag das anders als behauptet ursprünglich relativ nahe dem Leichenfundort.
Das kann gut sein. Aber ich glaube fast, dass von vorneherein ein kurzer Fußmarsch angedacht war, es kam halt anders, als geplant - der Klassiker eigentlich bei Freizeitunfällen.
Indizien dafür (für mich):
- Radfahren im Wald ist eh verboten
- bergauf ist die Geschwindigkeit Rad/Wandern gar nicht so weit voneinander entfernt. Dann kann man das Rad auch stehenlassen und ist letzlich weniger behindert auf der Tour
- das Rad mit den Reifen, den Pedalen sieht für mich nicht danach aus, als würde das jemand primär für Fahren in den Bergen vorgehalten haben. Mich persönlich würden schon die Felgenbremsen für so etwas abturnen. Ich hab einmal versucht, mit nassen Felgen eine längere Steilstrecke hinabzufahren und das mach ich nicht nochmal, da bremst nix mehr, aber zugegebenermaßen meine persönliche Meinung. Mit so einem Typ von Rad hat letztlich die Alpencrossergeschichte in den 90ern angefangen. Geht schon, Frage nur, wie zuverlässig und sinnvoll.
Ich glaube, das Rad hatte hier eher Funktion, zügig zum Startpunkt der kurzen Wanderung zu kommen.
Wie gesagt wundert mich aber, warum er das Rad nicht an der nicht mehr weit entfernten Hütte abgestellt hat.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

21.06.2026 um 23:09
Zitat von K-JettieK-Jettie schrieb:Beispiel: Dass das Fahrrad 3 km von der Leiche entfernt gefunden wurde, dafür gibt's nach allem was ich gelesen habe nur die Aussage des Jägers. Das kann stimmen oder eine Schutzbehauptung dafür sein, warum er sich das Fahrrad angeeignet, untergestellt und gelegentlich benutzt hat.
Das kann natürlich sein, aber andererseits: Was hätte der davon, wenn er jetzt, nach dem Fund des Toten, noch lügt?

Die wirklich unangenehme Tatsache für ihn ist doch, dass er einen Toten über Jahre hinweg in seinem Revier liegen hatte, davon wusste und das nicht gemeldet hat.

Dass er sich das Fahrrad angeeignet hat, ist ja nun auch bekannt. Ob das nun nahe bei dem Toten war oder 3km entfernt - "geklaut" ist es so oder so. Und sein Ruf in der normaldenkenden Öffentlichkeit ist nun ruiniert, egal wie.

Und wenn er jetzt behauptet: "Aber woher soll ich denn wissen, dass das was mit dem Toten zu tun hatte, das war doch ein ganzes Stück entfernt!" - dann wird jeder sagen "Ach geh, da liegt ein Toter in Radfahrklamotten in Deinem Wald und Du findest ein Rad in der Nähe nach dem keiner mehr guckt und das soll ein Zufall sein? - Das kannst Du doch Deiner Großmutter erzählen, dass Du nicht 1und 1 zusammengezählt hast, stell Dich doch nicht dümmer als Du bist......"


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

21.06.2026 um 23:10
Zitat von OzzOzz schrieb:Während das MTB beim Jäger landete...
Während ich die Nichtmeldung des Leichenfundes eigentlich nicht genug geißeln könnte, finde ich das mit dem Rad nicht so krass. Er hat es an sich genommen, untergestellt und gewartet, ob sich jemand meldet. Vielleicht stands wirklich etwas weiter im Wald, da, wo man halt gerade noch fahren kann und Absteigen und Weiterwandern zu Fuß sinnvoller sind. Vielleicht hätte er gerne einem Abholer die Meinung gegeigt. Es kam aber nie jemand. Das Rad hat er benutzt als Entschädigung fürs Unterstellen. Verkauft hat er es nicht, entweder moralische Bedenken oder rein praktisch, wie wird man ein gebrauchtes Rad im hintersten Bretsteingraben überhaupt los?


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

21.06.2026 um 23:19
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Verkauft hat er es nicht, entweder moralische Bedenken oder rein praktisch, wie wird man ein gebrauchtes Rad im hintersten Bretsteingraben überhaupt los?
Na er hat es ja selbst gelegentlich benutzt. Also wird es ihm schon recht gekommen sein. Er wollte es offenbar nicht verkaufen oder sonstwie loswerden.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

21.06.2026 um 23:21
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Während ich die Nichtmeldung des Leichenfundes eigentlich nicht genug geißeln könnte, finde ich das mit dem Rad nicht so krass.
So sehe ich das auch. Mal abgesehen davon: Was macht man denn sonst so dort, in dieser eher abgelegenen Gegend mit einem Fahrrad? Gibt es da irgendwo überhaupt ein Fundbüro o. Ä.? Ruft man wegen "sowas" gleich die Polizei?

Von daher finde ich den Gedanken, das Rad erst mal mitzunehmen und unterzustellen, nicht so verwerflich. Als Inhaber des Jagdreviers wäre er vermutlich doch auch kontaktiert worden, wenn da z. B. jemand bei der Polizei meldet, dass ihm sein Rad in der fraglichen Gegend abhanden gekommen wäre. Und dann hätte er brav sagen können: "Ach, ja, da kann ich helfen, ich habe das Rad mitgenommen, weil ich dachte, wer es sucht, fragt eh' bei mir...."

(Und vielleicht hatte er die Hoffnung, dass der Besitzer dann bei ihm zu Kreuze kriechen muss, damit er das Rad wiederbekommt: "Du weißt schon, dass man da nicht fahren darf, gell? Eigentlich hätte ich große Lust gehabt, das Rad gleich in den Schrott zu tun - einer weniger, der die Wege ruiniert und das Wild scheu macht... Na, da will ich mal Gnade vor Recht ergehen lassen....")

Immer natürlich vorausgesetzt, seine Geschichte stimmt und er wusste wirklich nicht, dass Rad und Leiche (sehr wahrscheinlich) zusammengehören.


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21.06.2026 um 23:23
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Während ich die Nichtmeldung des Leichenfundes eigentlich nicht genug geißeln könnte
Das mit dem Rad war meinerseits als Kontrast gedacht.
So ähnlich wie Du kann man sich das mit dem MTB schon vorstellen.

Die Hauptfrage für mich ist, wie (frisch) der Jäger den Toten beim ersten Anblick beschrieb.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

21.06.2026 um 23:27
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:(Und vielleicht hatte er die Hoffnung, dass der Besitzer dann bei ihm zu Kreuze kriechen muss, damit er das Rad wiederbekommt: "Du weißt schon, dass man da nicht fahren darf, gell? Eigentlich hätte ich große Lust gehabt, das Rad gleich in den Schrott zu tun - einer weniger, der die Wege ruiniert und das Wild scheu macht... Na, da will ich mal Gnade vor Recht ergehen lassen....")
Genauso stelle ich mir das auch vor.
Es scheint auch ein eher bequemer Mensch zu sein und die Behörden sind dort erstmal weit weg.
Mit etwas Fürsorge hätte man auch beim ersten Antreffen eines Rads in dieser Gegend sich Gedanken machen können, ob hier jemandem was passiert sein könnte. Ist ja kein Rad, was in der Großstadt paar Wochen an einer Laterne angeschlossen ist und niemand kümmerts, wenn es nicht direkt geklaut wird. Aber er hatte vermutlich auch keine Lust, einen Finger krumm zu machen für Leute, die seiner Meinung nach dort eh nichts zu suchen haben und jede halbswegs vernünftige Suche hätte sein Wild verschreckt. "Geschieht ihm scho recht", wird er sich wohl auch beim Fund eines Toten in Radlerklamotten weit oben in seinem Revier gedacht haben.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

21.06.2026 um 23:33
Zitat von OzzOzz schrieb:Die Hauptfrage für mich ist, wie (frisch) der Jäger den Toten beim ersten Anblick beschrieb.
Für mich ist es logischer, anzunehmen, dass der Tote äußerlich unversehrt ausssah.
- wenn er einen Strick um den Hals gehabt hätte, wäre für mich logisch, dass er das der Polizei gesagt hätte, entlastet ja eher, als dass noch jemand auf die Idee Jagdunfall o.ä. käme;
- Hinweise für ein Tötungsdelikt, Messer im Rücken, Schädel eingeschlagen o.ä, hätten ihn vielleicht eher die Polizei rufen lassen, bevor man ihm ggf. noch was anhängt.

Aber ob dieser Mensch überhaupt groß gedacht hat, keine Ahnung. Jedenfalls war er zu bequem, die Knochen Jahre später einfach einzusammeln und keinen hätts geschert. Da wollte er entweder nix mit zu tun haben oder hatte doch Gewissensbisse. Vielleichts wars ein Problem, für das es aus seiner Sicht keine gute Lösung gab und so schob er das ganze jahrelang vor sich her.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

21.06.2026 um 23:35
Also hat der Jäger möglichst viel von dem was hätte den Toten leichter identizieren können entfernt, um von seinem Versäumnis abzulenken?

Was er sogar zur Tochter sagte?


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

21.06.2026 um 23:38
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Mit etwas Fürsorge hätte man auch beim ersten Antreffen eines Rads in dieser Gegend sich Gedanken machen können, ob hier jemandem was passiert sein könnte.
Da würde ich sogar vermuten, dass er das so zur Gewissensberuhigung auch pro forma getan hat: Mal links und rechts in Gebüsch geguckt, mal "Hallo!" gerufen und dann gedacht: "Na, hier ist zumindest keiner beim Pinkeln ausgerutscht und hat sich die Knochen gebrochen, also ab damit auf den Anhänger!"

(Auch das natürlich immer in der Annahme, dass seine Geschichte stimmt und das Rad eben nicht bei dem Toten lag)


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

21.06.2026 um 23:50
Nach den gesetzlichen Bestimmungen für Waldbesitzer in Österreich war der Jäger wahrscheinlich im Recht, als er das Fahrrad an sich genommen und später auch genutzt hat:

In Österreich darf ein Waldbesitzer herrenlose oder verlorene Gegenstände, die er in seinem Wald findet, grundsätzlich an sich nehmen.
Er muss den Fund unverzüglich bei der zuständigen Fundbehörde melden. Mit Zustimmung der Gemeinde kann er den Fund dann auch auf seinem eigenen Grundstück verwahren, bis der Eigentümer ermittelt ist.
Meldet sich der rechtmäßige Eigentümer innerhalb der Frist von 6 Monaten, hat der Finder Anspruch auf Finderlohn.
Holt der Eigentümer den Fund innerhalb von 6 Monaten ab der Fundanzeige nicht ab, geht das Eigentum rechtmäßig an den Finder über (§ 395 ABGB).
https://www.oesterreich.gv.at/de/themen/notfaelle_unfaelle_und_kriminalitaet/verloren_gefunden/1/Seite.627100

Wenn der Jäger also den Fund des Fahrrads ordnungsgemäß bei der Gemeinde gemeldet hat (und warum sollte er das nicht tun) und dann 6 Monate lang kein Besitzer gekommen ist, ist das Rad ganz legal in den Besitz des Jägers übergegangen. Er war dann also auch berechtigt, es selbst zu nutzen. Das erklärt auch, warum er ganz offen mit dem Rad herumgefahren ist.


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