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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

601 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wald, Jäger, Radfahrer ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

21.06.2026 um 23:52
Der Bretsteingraben darf grundsätzlich schon befahren werden!
Hab mir das nun mal auf Strava angesehen:
Offensichtlich fahren die Leute da auch gerne mit dem Rennrad/Gravel rein, wie weit es asphaltiert ist, konnte ich noch nicht genau herausfinden, aber man kann auf der Strava Heatmap sehen, dass hier durchaus nicht wenige fahren dürften.
Gibt auch Segmente fast bis zum Ende des Grabens (zur Kneissl Hütte), wobei es jedoch vereinzelt wohl Infos gab, dass man an irgendeiner Hütte am weiterfahren gehindert wurde. Das müsste man vor Ort beurteilen.

Was man jedoch (sehr wahrscheinlich) nicht darf ist die Forststraßen befahren - also die Straßen die da seitlich serpentinenartig in den Wald raufgehen, wo der Tote gefunden wurde.

Die Straße in den Graben rein darf man aber schon fahren- bis zu einem gewissen Punkt zumindest.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

gestern um 00:01
Zitat von gustigusti schrieb:Die Straße in den Graben rein darf man aber schon fahren- bis zu einem gewissen Punkt zumindest.
Ja. Aber die Waldwege sind dann nur erlaubt, wenn es explizit erlaubt ist, sonst halt verboten, oder? Von der Rechtslage her muss der Großgrundbesitzer dort eigentlich gar keine Schilder an den Waldeingängen aufstellen.

Bei Komoot sehe ich zwei Gattersymbole, einmal praktisch direkt am angeblichen Fahrradabstellplatz und dann nochmal im Bereich Schwabergalmhütte, deren Besitzer es angeblich auch nicht mag, wenn man weiterradelt. Die Schwabergalmhütte hat aber anscheinend sogar einen Parkplatz, so dass man da irgendwie mit dem Auto hinkommen kann.

Wenn Du Dich mal in die Gegend wagen solltest, würden mich Fotos sehr interessieren :-D


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

gestern um 00:16
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Nur: Wo ist das Gepäck. Wenn er irgendwo übernachtet hat und nicht wiederkam, hätten doch die Wirtsleute Alarm geschlagen. Wenn er es irgendwo im Wald versteckt hat, wären doch in den letzten zehn Jahren irgendwelche Pilz-, Beerensammler etc. drübergestolpert.
Was macht man denn, wenn man im Wald über irgendwas stolpert, was da jahrelang irgendwo versteckt liegt? Ich würd mich kurz ärgern das jemand da seinen Kram entsorgt hat und das war’s dann auch. Kein Grund sich darüber weiter Gedanken zu machen.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

gestern um 00:36
Zitat von Dr.EdelfroschDr.Edelfrosch schrieb:Was macht man denn, wenn man im Wald über irgendwas stolpert, was da jahrelang irgendwo versteckt liegt?
Das stimmt, vor allem wenn man zu dem Zeitpunkt überhaupt nichts von einem Toten weiß, der irgendwo im Wald liegt. Oder, im Nachhinein, nicht auf die Idee kommt, dass die Sachen die man vor Jahren mal irgendwo gefunden hat, etwas mit dem Toten zu tun haben.

Wer denkt denn schon, dass ausgerechnet er die Sachen eines Toten findet...


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

gestern um 08:24
Ich habe hier noch einen Blogartikel gefunden, wonach die Zufahrt zur Schwabergalm nicht ganzjährig möglich ist:
Dort folgen wir der Beschilderung in Richtung Pusterwald und Bretstein, nach wenigen Kilometern geht es für uns gerade aus in den Bretsteingraben. Von der Abzweigung in Möderbrugg, bis zu unserem Parkplatz bei der Gamperhütte, sind es etwas mehr als 19!! Kilometer. Die Straße präsentiert sich in einem sehr guten Zustand, die meisten Kilometer sind asphaltiert, nur am Ende gibt es paar Minuten Schotterpiste. Im Sommer gäbe es auch die Möglichkeit bis zur Schwabergeralm zu fahren und sich somit gute 100 Höhenmeter zu sparen – bei uns war das Tor allerdings noch versperrt.
Quelle: https://bergfexmartin.at/kreuzkogel/

Das könnte erklären warum er sein Rad nicht dort abstellte oder dort abstieg.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

gestern um 08:46
@Zaubersund
Danke, da hast Du glaube ich das entscheidende Detail gefunden, warum er von dort gestartet ist und nicht noch bis zur Schwabergalm gefahren ist, von dort wäre der Fußweg m.E. nämlich kürzer gewesen. Also m.E. denkbar, dass er vor oder nach Bewirtschaftungssaison der Schwabergalm zu seiner Tour aufgebrochen ist. Vielleicht ist dann später September oder Oktober 2014 eine brauchbare Schätzung, wenn der Jäger sich an das Jahr richtig erinnerte.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

gestern um 23:17
Screenshot 2026-06-22 at 23-15-30 bikeroOriginal anzeigen (0,9 MB)


Mir ist nochwas aufgefallen in der Routenplanung, sowohl bei komoot als auch bikerouter.de. Beide kommen auf die gleichen Ergebnisse, ich poste aber nur einen Screenshot von bikerouter, weil das Programm kostenlos ist und auf openstreetmap zugreift und es nach meiner Einschätzung lizenzmässig ok ist, einen Screenshot unter Angabe des Ursprungs zu posten.

Also lange Rede kurzer Sinn. Wenn man den Fahrradabstellort auf der Bretsteingrabenstraße als Start nimmt und den Hainzel-Wasserkogel als Ziel, dann routen einen beide Planer für eine Wanderung nicht über die Serpentine, die früher in die Berge führt, sondern über die Schwabergalmhütte fast am Ende des Tals. Ich habe noch nicht ganz raus, woran das liegt, vermute aber, dass der vorgeschlagene Weg der offiziell erlaubte Weg ist (während der andere sicher auch technisch geht, aber evtl. ist die Benutzung untersagt). Das Interessante ist nun, dass der Weg wirklich auffällig nah am Leichenfundort vorbeiführt. Als Strecke wird bis zum letzten Stück Weg kurz vorm Gipfel 4 km Strecke angegeben, ca. 420 Hm und ca. 70 min Gehzeit.

Meine Vermutung wäre, dass der unbekannte Radfahrer mit seinem Radl bis zur ersten Sperre der Bretsteingrabenstraße gebiked ist, dort das Rad abgestellt hat und als Ziel womöglich den Hainzel-Wasserkogel hatte. Vielleicht hat er dann den Fußweg über die Alm gewählt, die vermutlich geschlossen war (Vor- oder Nachsaison, wohl eher letzteres), weswegen er mit dem Rad nicht bis dorthin gefahren ist. Vielleicht war das sogar auch schon der Grund, dass er ohne Verpflegung los ist, wenn es so war, dass er damit rechnete, die Almhütte hätte noch geöffnet, was aber nicht mehr Fall war.
Auf dem Hin- oder Rückweg zum Gipfel ist er an dieser Stelle gelandet, vielleicht witterungsbedingt, aufkommende Wolken, Nebel, Dunkelheit, vielleicht Zeit verschätzt und versucht, abzukürzen, und ist dann dort zu Tode gekommen.

Ich favorisiere ein Unglücksgeschehen > Suizid >> Tötungsdelikt. Es ist natürlich rein hypothetisch, nur der Fund z.B. von zuordnenbaren Ausrüstungsteilen auf dem Weg oder evtl. doch noch ein Smartphone mit Track könnten das letztlich lösen.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

gestern um 23:39
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Das Interessante ist nun, dass der Weg wirklich auffällig nah am Leichenfundort vorbeiführt.
Ich glaube das ist der Weg, der im Winter von den Skitourengehern genutzt wird. Da kann man bis zur Schwabergeralm mit dem Auto und von dort dann auf die Gipfel. Wenn du Bretsteingraben Skitouren googelst, solltest du einige Berichte mit Fotos finden.
Ich würde behaupten das ganze ist im Winter weit mehr besucht, als im Sommer, weil es für Skitouren sehr interessant ist, aber zum Wandern eher nicht so sehr.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

um 00:12
Zitat von gustigusti schrieb:Ich würde behaupten das ganze ist im Winter weit mehr besucht, als im Sommer, weil es für Skitouren sehr interessant ist, aber zum Wandern eher nicht so sehr.
Ja, das hab ich auch schon mehrfach zu der Gegend gelesen. In der schneelosen Jahreszeit ist wenig los und im Winter ist mehr los, dann liegt eine Leiche aber unter Schnee.

Evtl. hat er versucht, den Rückweg dann zur Serpentine zu finden und dabei hat ihn das Schicksal ereilt.

Mich wundert es nicht sehr, dass der Tote dort wohl über 10 Jahre rumlag, kaum jemandem bekannt (lasse das bewusst mal offen, wer was wusste und wer nur Ahnung hatte, dass was sein könnte).


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