teq schrieb:wird doch nicht einen Schlüsselbeinbruch unbehandelt lassen? Und dann nicht in der Vermisstenkartei auftauchen?
Solche Brüche sind übrigens typisch bei Radunfällen. Werden auch heute nicht alle operativ versorgt, wenns nicht verschoben ist, lasst mans gerne auch so heilen, kann dann zu einem sichtbaren "Knubbel" mit Kallusbildung führen oder aber doch schief zusammenwachsen, dann würde mans heutzutage doch operieren.
Aber vor vl 30-40 Jahren kann ich mir vorstellen, dass es einfach konservativ ohne OP versucht wurde mit dem Ergebnis. Würde ich nicht weiter auffällig finden, aber schon ein Hinweis, dass die Person im Radsport aktiv war.
Dass ein Mensch so lange wirklich niemanden abgeht, ist jedenfalls kaum nachzuvollziehen und das ganze wirklich eine Verkettung ungünstiger Umstände.
Ich denke, man müsste sich die Umgebung vor Ort mal genauer anschauen, als es in dem TV Beitrag erklärt wurde, um hier genauere Schlüsse ziehen zu können. Laut dem Beitrag führt ein 2,5 km langer Steig vom Rad Fundort zu einer Wildfütterstelle, danach nochmal 300m weiter durch einen Wald wäre die Leiche gelegen.
Sollte man das Szenario eines Gewaltverbrechens in Betracht ziehen, stellt sich insbesondere die Frage wo der Tatort gewesen wäre, ob der Leichenfundort bzw die Fütterstelle mit einem PKW erreichbar ist, ob man die Stelle mit diesem Fahrrad (eher Cross als MTB!) erreichen konnte.