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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

702 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wald, Jäger, Radfahrer ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

15.06.2026 um 23:05
Zitat von rattichrattich schrieb:Anfangs wird er vermutlich auch von einem möglicherweise verunfallten bzw. verletzten Radfahrer ausgegangen sein. Vielleicht fand er bei dieser Suche tatsächlich den Toten und entschied sich dann zu schweigen?
Du meinst, er fürchtete um Gesundheit oder Leben des Radfahrers und entschied sich, selbst erstmal zu gucken, ohne das Wild zu beunruhigen. Die Wahrscheinlichkeit, jemanden in einem so riesigen Gebiet zu finden, dürfte gegen Null gehen, erst recht, wenn man alleine sucht, selbst als Ortskundiger. Das wird dem Jäger auch klar sein. Wenn er sich wirklich ersthafte Sorgen gemacht hätte, hätte er die Bergwacht informieren können. Wenn er so etwas wie einen normalen ethisch-moralischen Kompass gehabt hätte, hätte er den Leichenfund gemeldet, damit der arme Kerl nicht unter freiem Himmel verrotten muss.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

15.06.2026 um 23:11
Zitat von TotaleinfallTotaleinfall schrieb:es gibt auch Einheimische, die alleine leben.
Aber, wie ja richtig bemerkt wurde: In kleineren Orten kennt man sich und es fällt auf, wenn jemand plötzlich verschwunden ist. Selbst bei einem "Außenseiter" der wenig Kontakte hat.
Und wenn jemand weg ist, fällt gerade bei einem Einfamilienhaus auf, wenn da plötzlich alles zugewuchert ist. Und irgendeine neugierige Oma, die sich dann mit ihrer Nachbarin das Maul darüber zerreißt, dass der X seinen Garten auch mal wieder in Ordnung bringen könnte, ist ja ein richtiger Schandfleck, gibt es auch immer.

Wenn es so einen Hintergrund geben würde, dann könnte man sich das höchstens vorstellen, dass es für die Leute eine vermeintliche Erklärung gibt, warum der X plötzlich weg ist. Also z. B. "Ich hab gehört, der hätte eine Freundin in der Stadt. Dann ist er bestimmt zu der gezogen..."

Aber auch dann würde ich denken, dass man nach der Meldung über den Leichenfund ins Nachdenken kommt, ob das nicht vielleicht doch der X ist, den sie da gefunden haben.
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Wenn er so etwas wie einen normalen ethisch-moralischen Kompass gehabt hätte, hätte er den Leichenfund gemeldet, damit der arme Kerl nicht unter freiem Himmel verrotten muss.
Wahrscheinlich bringt es kaum etwas, über den Typen weiter nachzudenken. Der scheint ein ganz eigenes Wertesystem zu haben dass man als normaldenkender Mensch nicht nachvollziehen kann.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

15.06.2026 um 23:23
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Diese vorgeschobene Jagdethik kann man doch eigentlich nicht glauben. Auch wenn das hinterstes Österreich ist, es ist christliches Mitteleuropa und da ist es seit Ewigkeiten guter Brauch, auch einen unbekannten Menschen einer anständigen Beerdigung zuzuführen, wenn man ihn tot findet. Wir sind hier nicht in Tibet, wo es erstrebenswert ist, offen in der Natur zu liegen, damit sich die Geier bedienen können.
Und das muss eigentlich auch bei Jägern gelten.
Der Fall wird auch von Jägern scharf kritisiert
Auch die Jagdpresse distanziert sich
Bemerkenswert ist, wie deutlich die Kritik aus den eigenen Reihen ausfällt. Der Chefredakteur des deutschen JÄGER-Magazins, Christian Schätze, kommentierte den Fall mit ungewöhnlicher Schärfe und kam zum Schluss, der Mann sei alles, nur kein Jäger.
Quelle: https://wildbeimwild.com/jaeger-verschwieg-leiche-zehn-jahre-jagd/

Grad gesehen, der Original Artikel wurde schon verlinkt


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

15.06.2026 um 23:30
Wirklich ein sehr mysteriöser Fall...

Vielleicht mal Zeit, alle Merkwürdigkeiten zusammenzutragen und zu versuchen, daraus irgendetwas zu schließen. K.A. - ich weiß selbst noch nicht was.

Merkwürdigkeiten der Auffindesituation:

1. Dass er überhaupt in dieser Einsamkeit unterwegs war
2. Dass der Kopf samt möglicherweise daran befestigtem Helm verschwunden ist.
3. Dass kein weiteres Gepäck gefunden wurde.
4. Dass das Rad so weit weg von der Leiche gefunden wurde
5. Dass er in gerade dieser Kleidung aufgefunden wurde.

Merkwürdige Begleitumstände und -befunde:

A. Die Tatsache, dass er anscheinend nirgendwo als abgängig befunden wurde.
B. Der unbehandelte Schlüsselbeinbruch
C. Das Verhalten und die Angaben des Jägers - und damit bestehen Zweifel, dass das Gesamtbild, was wir erhalten, überhaupt stimmt.

Jetzt können wir zu C schon mal einige Mutmaßungen anstellen, die das ganze aber nicht leichter machen. Freilich kann es sein, dass der Jäger nicht die ganze Wahrheit gesagt hat, ob dieses Verhalten nun darauf basiert, dass er keine noch größeren Schwierigkeiten bekommen will und/oder auch nichts gegenüber der Polizei zugeben möchte, was er seiner Familie ebenfalls verheimlicht hat, und/oder es selber einfach nicht mehr so recht auf die Reihe bringt, weil in seinem fortgeschrittenen Alter natürlich auch Demenz oder ähnliches hereinspielen könnte - und der Ermittler auch nicht so recht weiß, was man als bare Münze nehmen kann. Unter dieser Voraussetzung sind sowohl Zweifel anzumelden
- an dem Zeitpunkt des Fundes (stimmt es in etwa, können wir den Todeszeitpunkt ja recht eng eingrenzen aufgrund des Reifens und dem Fundzeitpunkt des Rades),
- an der Auffindesituation des Rades (vielleicht war es ja doch viel näher der Leiche? - was einige Abläufe plausibler machen würde, z.B. einen gesundheitlichen Notfall nach Bergfahrt)
-... und vielleicht mag er ja auch andere Funde aus Scham verschwiegen haben, wie z.B. persönliche Gegenstände in einem Rucksack o.ä., die er hat wegkommen lassen (womit dann absichtliches Verschwindenlassen durch tatbeteiligte Dritte oder durch ihn selbst zur Verschleierung seiner Identität ausschließen würden - und warum sollte dies so geschehen, wenn zugleich das Rad so offen-verdächtig stehen bleibt?)

Damit wären also ganz viele Möglichkeiten offen. Relativ wahrscheinlich können wir aber folgendes festhalten:

zu 5.: Es wird wohl Sauwetter oder mindestens sehr kühl gewesen sein! Sonst latscht oder fährst du nicht ausgerechnet in Regenjacke da hoch, sondern lässt sie beim Rad respektive beim restlichen Gepäck. Das ließe sich zu einer Einengung des Zeitraums heranziehen, soweit man der Zeitangabe des Jägers vertrauen kann (und dem Herstellungsdatum des Reifens). Aber warum läufst du bei Sauwetter da hoch? Außerdem würdest du einen Helm vermutlich beim Rad oder im sonstigen Gepäck lassen.

zu A und B: Ein einigermaßen gesellschaftlich und in das mitteleuropäische Sozialsystem integrierter ambitionierter Freizeitsportler, der sich zwischen 2003 und 2007 ein recht teures Rad leistet und an Spinningkursen teilnimmt, wird doch nicht einen Schlüsselbeinbruch unbehandelt lassen? Und dann nicht in der Vermisstenkartei auftauchen? Das spricht dann doch eher für eine Herkunft von 'Ganzwoanders', ein Zusammenkaufen der Gegenstände '2nd Hand' und ein eher nomadisches Leben.

zu 1.: Warum auch immer er dort oben hingekommen ist: Er muss schon zuvor einen längeren Weg zurückgelegt haben, oder z.B. mit Zelt und Schlafsack übernachtet haben, oder eben in einer ortsnahen Unterkunft gewesen sein. Und das dürften wirklich nicht viele sein. Schaut man auf der Map seines Vertrauens: Die Zahl der Ferienwohnungnen, Hütten etc. ist in der Gegend wirklich sehr überschaubar. Da könnte sich auch noch jemand erinnern, oder auch Aufzeichnungen haben. Vermutlich ist dem aber nicht so, was leider gar nichts beweist.

zu 2.: Wirklich seltsam. In einem Fuchsbau verschwunden oder ähnliches ist aber genauso möglich wie absichtliches Vergraben oder so.

zu 3.: Absichtliches Verschwindenlassen und Verschweigen dieser Tatsache ist eben von mindestens vier Seiten möglich: Von Tätern, vom Toten selbst, vom Jäger und schließlich von anderen Findern, inkl. möglicher Übernachtungsgastgebern (und was hätte ein Fundbüro in 2014 mit einem solchen Überbleibsel gemacht? Und gäbe es dazu noch Aufzeichnungen?). Schließlich noch ein Bahnhofsschließfach o.ä. (gäbe es da noch Aufzeichnungen über aufgefundene Sachen in 2014?)

zu 4.: Ich lasse bei Sauwetter mein Fahrrad offen am Wegesrand stehen und gehe drei km mit Regenklamotten in den Wald? Wozu? In suizidaler Absicht und mit dem Wunsch nicht identifiziert zu werden, würde ich das Fahrrad wohl eher verstecken. (kann ja auch so gewesen sein). Bei Sauwetter ohne suizidale Absicht würde ich eher talabwärts rollen lassen, bis ich irgendwo bin, wo ich unterschlüpfen kann. Zum Pilzesammeln muss ich wahrscheinlich gar nicht so weit laufen. Auch mit einer zweiten Person involved erscheint es nur wenig sinnvoll. Wenn es der Jäger gewesen wäre: Er hätte die Leiche besser verschwinden lassen können und das Fahrrad auch. Eine andere Person, die ihn begleitet hat? Dann begab man sich zu zweit da hin, geriet in tödlichen Streit. Sehr seltsam dann ebenso, das Rad so offen stehen zu lassen!

Helfen diese ganzen Überlegungen weiter? Nö, oder?


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

15.06.2026 um 23:54
Zitat von teqteq schrieb:wird doch nicht einen Schlüsselbeinbruch unbehandelt lassen? Und dann nicht in der Vermisstenkartei auftauchen?
Solche Brüche sind übrigens typisch bei Radunfällen. Werden auch heute nicht alle operativ versorgt, wenns nicht verschoben ist, lasst mans gerne auch so heilen, kann dann zu einem sichtbaren "Knubbel" mit Kallusbildung führen oder aber doch schief zusammenwachsen, dann würde mans heutzutage doch operieren.
Aber vor vl 30-40 Jahren kann ich mir vorstellen, dass es einfach konservativ ohne OP versucht wurde mit dem Ergebnis. Würde ich nicht weiter auffällig finden, aber schon ein Hinweis, dass die Person im Radsport aktiv war.

Dass ein Mensch so lange wirklich niemanden abgeht, ist jedenfalls kaum nachzuvollziehen und das ganze wirklich eine Verkettung ungünstiger Umstände.

Ich denke, man müsste sich die Umgebung vor Ort mal genauer anschauen, als es in dem TV Beitrag erklärt wurde, um hier genauere Schlüsse ziehen zu können. Laut dem Beitrag führt ein 2,5 km langer Steig vom Rad Fundort zu einer Wildfütterstelle, danach nochmal 300m weiter durch einen Wald wäre die Leiche gelegen.
Sollte man das Szenario eines Gewaltverbrechens in Betracht ziehen, stellt sich insbesondere die Frage wo der Tatort gewesen wäre, ob der Leichenfundort bzw die Fütterstelle mit einem PKW erreichbar ist, ob man die Stelle mit diesem Fahrrad (eher Cross als MTB!) erreichen konnte.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

16.06.2026 um 00:21
Zitat von gustigusti schrieb:Ich denke, man müsste sich die Umgebung vor Ort mal genauer anschauen, als es in dem TV Beitrag erklärt wurde, um hier genauere Schlüsse ziehen zu können. Laut dem Beitrag führt ein 2,5 km langer Steig vom Rad Fundort zu einer Wildfütterstelle, danach nochmal 300m weiter durch einen Wald wäre die Leiche gelegen.
Sollte man das Szenario
Vielleicht macht man einen Fehler, wenn man davon ausgeht, Abstellplatz des Fahrrads bis Auffindeort Leiche war ein Hinweg. Vielleicht wars auch auf dem Rückweg, als ihm etwas passiert ist. Sprich z.B. man geht einen bekannten Weg zu einem bekannten Ziel hoch (hier vielleicht ein Aussichtspunkt), entscheidet sich aber auf dem Rückweg, mal was anderes zu nehmen, aus Neugier, oder weil es schon spät ist, und man denkt, man könnte so schneller sein. Dann landet man in Gelände, das man nicht kennt, und alles dauert doch länger als geplant, es wird dunkel, es wird kalt, und irgendwann ist der Ofen aus. Nichts dabei, keine Taschenlampe, keine wärmeren Klamotten, kein Biwaksack, kein Handy, keine Signalpfeife, nix. Solche Fehler passieren auch Erfahrenenen. Und in der Höhe kann es in den Übergangszeiten auch schnell lebensfeindlich werden.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

16.06.2026 um 00:22
Zitat von gustigusti schrieb:Sollte man das Szenario eines Gewaltverbrechens in Betracht ziehen, stellt sich insbesondere die Frage wo der Tatort gewesen wäre, ob der Leichenfundort bzw die Fütterstelle mit einem PKW erreichbar ist, ob man die Stelle mit diesem Fahrrad (eher Cross als MTB!) erreichen konnte.
Zur Wildfütterung kann man wohl mit einem (Gelände-)KFZ zufahren, der Weg zweigt kurz vor der Schwabergeralm in südlicher Richtung ab. Auf dem AMAP-Orthofoto sieht man die Gegend übrigens schärfer als auf Google Earth. Mit einem Mountainbike wird man vermutlich auch hinfahren können, das wird aber ganz sicher verboten sein.

Der angebliche Fundort des Mountainbikes an der Forststraße erscheint mir ein wenig suspekt, dort wo gemäß Servus-TV der Markierungspunkt ist, zweigt eigentlich kein Weg ab soweit ich das erkennen kann, sondern eben erst ein Stück weiter Richtung Schwabergeralm. Würde ein Radler nicht das Rad eher bei einer Abzweigung stehen lassen, bevor er zu Fuß bergwärts geht?


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

16.06.2026 um 00:29
Zitat von AAndreaAAndrea schrieb:Würde ein Radler nicht das Rad eher bei einer Abzweigung stehen lassen, bevor er zu Fuß bergwärts geht?
Das ist schon alles etwas merkwürdig, aber wahrscheinlch würde jeder mit diesem Grundgedanken - erst auf der Straße hinbiken, dann zu Fuß den Berg hoch - die Prioritäten anders setzen. Ich wäre die Serpentinen soweit hochgefahren wie es geht und hätte das Fahrrad dann weiter oben abgestellt, alleine deswegen, da ich auf Forstweg so schneller bin, viel schneller zurück bin und das Rad weiter oben wohl noch etwas diebstahlsgeschützter steht als unten an der Straße.
Ich glaube, man kann sich da nicht wirklich reindenken, was die Rationale hinter dieser Tour war.


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

16.06.2026 um 00:46
Wegen der komischen, erklärungsbedürftigen Auffindesituation des Fahrrades in Bezug zur Leiche, könnte vielleicht doch ein Verbrechen besser passen.

Tatablauf: Der Biker wird da ermordet, wo er liegt. Um vom Tatort so schnell wie möglich wegzukommen, benutzt der Täter das MTB, aber auch nur dafür. Er stellt es kurz vor der etwas belebteren Straße ab, damit er nicht mit der Tat nicht in Verbindung gebracht werden kann…


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

16.06.2026 um 01:18
Zitat von AAndreaAAndrea schrieb:Zur Wildfütterung kann man wohl mit einem (Gelände-)KFZ zufahren, der Weg zweigt kurz vor der Schwabergeralm in südlicher Richtung ab. Auf dem AMAP-Orthofoto sieht man die Gegend übrigens schärfer als auf Google Earth. Mit einem Mountainbike wird man vermutlich auch hinfahren können, das wird aber ganz sicher verboten sein.

Der angebliche Fundort des Mountainbikes an der Forststraße erscheint mir ein wenig suspekt, dort wo gemäß Servus-TV der Markierungspunkt ist, zweigt eigentlich kein Weg ab soweit ich das erkennen kann, sondern eben erst ein Stück weiter Richtung Schwabergeralm. Würde ein Radler nicht das Rad eher bei einer Abzweigung stehen lassen, bevor er zu Fuß bergwärts geht?
Danke für die Info. Hab es mir auf dem AMAP Foto angesehen. Die Fütterungsstelle weist definitiv Fahrspuren auf!

Ja, der Fundort ist merkwürdig. Laut dem TV Beitrag würde von dort eben der Fußweg bzw. Steig hoch zu dieser Wildfütterungsstelle abzweigen.
Eventuell ist das auf der Karte nicht exakt, wurde aber so gesagt.
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Ich wäre die Serpentinen soweit hochgefahren wie es geht und hätte das Fahrrad dann weiter oben abgestellt, alleine deswegen, da ich auf Forstweg so schneller bin, viel schneller zurück bin und das Rad weiter oben wohl noch etwas diebstahlsgeschützter steht als unten an der Straße.
Da ist natürlich die große Frage, warum jemand im Radoutfit ausgerechnet dort hochgehen würde. Außer Pilze schauen fällt mir nichts ein.
Das Rad lag auf ca. 1400 m, Leiche auf ca 1600 m, der nächste Gipfel wäre auf 2002 m gewesen. In diesen Schuhen sind schon 200 - 300 Höhenmeter eher unangenehm, geschweige denn der Gipfel mit 600Hm, zudem ohne Rucksack, Trinkflaschen - ich zumindest würde das so niemals machen. Am Rad hätte er kurz zuvor (bei der Gamperhütte) links abbiegen können und einen Forstweg hochfahren können.
Oder eben den Weg bei der Schwabergeralm.

Verboten wird es vermutlich sein - nehme an dort stehen bzw standen die entsprechenden Schilder "Forststrasse -Radfahren verboten".


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16.06.2026 um 08:17
Zitat von gustigusti schrieb:Eventuell schaffe ich es in den nächsten Wochen mal, dort eine Wanderung zu planen und schaue mir das Gebiet an.
Das wäre natürlich höchst spannend! Schon alleine, weil man dann ein besseres Bild von den Gegebenheiten und der Umgebung dort bekommen würde.


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16.06.2026 um 10:00
Zitat von KrawalllbruderKrawalllbruder schrieb am 12.06.2026:Warum geht er keinem ab seit so langer Zeit?
Familie, Arbeit, Freunde...hatte er nichts?
Ggf ein Gesellschaftsliches Phänomen?

Wenig/keine Freunde? Kontakt zur Familie nicht vorhanden. Auf Arbeit macht eh jeder seins?

Das Menschen lange gar nicht vermisst werden ist heute keine absolute Seltenheit mehr
Zitat von kf1801kf1801 schrieb am 12.06.2026:Woher weißt Du denn das?
Ich weiß nicht, ich spekuliere.

Das Rad lag nicht bei Ihm! Somit ist anzunehmen das der Körper oder das Rad bewegt wurde. Eine These meinerseits.
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb am 12.06.2026:Ja, wobei die Frage ist, was ich bei einem Fahrradfahrer rauben möchte. Das Fahrrad ja anscheinend nicht
Naja, ggf war ein Raub die Intention und dann kam Panik auf und man ließ nach dem evtl Mord davon ab? Man weiß ja nicht ob das Rad oder der Körper bewegt wurde, oder gibt es neue Hinweise?
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb am 12.06.2026:Alternative: Der Jäger hat das Fahrrad gar nicht am Wegesrand drei Kilometer entfernt gefunden, sondern direkt bei der Leiche und einfach mitgenommen. In diesem Szenario war die Aussage, dass er das Fahrrad am Wegesrand gefunden hat, eine reine Schutzbehauptung um zu verschleiern, dass er dem Toten auch noch das Fahrrad genommen hat.
Das halte ich auch für möglich, denn der Jäger sagte ja, er wusste um den Toten und wollte es nicht melden. GGf wollte er keine Stress oder allg Leute/Behörden im Wald?
Zitat von jeangreenjeangreen schrieb am 12.06.2026:Wer sportmäßig Radfahren betreibt, schleppt auf einer Tour nur das Nötigste mit und eben keine Geldbörse, Ausweis, dicken Rucksack o.ä
Aber das kommt doch auf die Tour an die man fahren will? Ausschließen würde ich das nicht. Wenn ich lange Touren fahren so ab 40km, nehme ich Geld mit, weil ich/wir dann auch mal ne Pause machen inkl Radler oder Snacks kaufen.


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16.06.2026 um 10:22
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Aber das kommt doch auf die Tour an die man fahren will? Ausschließen würde ich das nicht. Wenn ich lange Touren fahren so ab 40km, nehme ich Geld mit, weil ich/wir dann auch mal ne Pause machen inkl Radler oder Snacks kaufen.
Ich denke Geld ist die eine Sache, interessanter ist doch aber der fehlende Schlüssel. Außer Im Falle eines Suizids wollte der Unbekannte ja im Anschluss wieder in seine Wohnung/ Hotelzimmer/ etc Wie wollte er da wieder reinkommen?

Ja, es gibt natürlich Möglichkeiten wie etwa Schlüssel unter die Matte legen. Eine andere Variante wäre, dass der Schlüssel bisher noch nicht gefunden wurde trotz Suche. Ich weiß zum Beispiel nicht ob mit Metallsuchgeräten gesucht wurde.


Btw: einen ähnlichen Fall wird hier diskutiert: Leichenfund in Wiesbaden Naurod

Dabei handelte es sich um einen unbekannten Toten im Sportdress (aber kein Fahrraddress), der vor ein paar Jahren ebenfalls ohne persönliche Gegenstände in Deutschland bei Wiesbaden gefunden wurde und bis heute nicht identifiziert ist.


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16.06.2026 um 10:26
Zitat von gustigusti schrieb:In diesen Schuhen sind schon 200 - 300 Höhenmeter eher unangenehm, geschweige denn der Gipfel mit 600Hm, zudem ohne Rucksack, Trinkflaschen - ich zumindest würde das so niemals machen.
Ich schätze Deine Einschätzung. Aber Leute gehen soetwas ja unterschiedlich an und es ist auch kein steiles alpines Gelände, von der Wegbarkeit könnte das auch deutsches etwas steileres Mittelgebirge sein... manche kraxeln sowas in Flip-Flops und Turnschuhen hoch, manche nehmen Alpintreter. Manche sind minimal ausgerüstet, manche haben zu viel dabei. Was ich damit sagen will: es wird ja mindestens einen Grund gegeben haben, dass er nicht lebend zurückkam, und möglicherweise waren falsche Ausrüstung, Überschätzung, falsche Zeitplanung, kein Plan B schon die wichtigsten Gründe.

Ich persönlich glaube nicht an ein Tötungsdelikt. Mir fällt kein unblutiges Tötungsdelikt ein, was in einer solchen Gegend realistisch wäre. Man wird ja auf der Alm nicht von hinten angefallen und erwürgt von jemanden, der 2 Jahre lang auf ein Opfer gewartet hat. Einen Suizid halte ich für möglich, ich persönlich hätte mich dazu aber nicht auf einen Trampelpfad gelegt. Die Stelle passt nicht recht, finde ich. Das wahrscheinlichste ist für mich ein Unfall, ein medizinischer Notfall, so etwas. Häufiges ist häufig, Seltenes ist selten. Ein Tötungsdelikt dürfte sehr, sehr unwahrscheinlich sein.


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16.06.2026 um 10:26
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb am 12.06.2026:Alternative: Der Jäger hat das Fahrrad gar nicht am Wegesrand drei Kilometer entfernt gefunden, sondern direkt bei der Leiche und einfach mitgenommen. In diesem Szenario war die Aussage, dass er das Fahrrad am Wegesrand gefunden hat, eine reine Schutzbehauptung um zu verschleiern, dass er dem Toten auch noch das Fahrrad genommen hat.
Das halte ich auch für möglich, denn der Jäger sagte ja, er wusste um den Toten und wollte es nicht melden. GGf wollte er keine Stress oder allg Leute/Behörden im Wald?
das ist in der Tat recht wesentlich. Wenn das Fahrrad dort gefunden wurde wie vom Jäger angegeben, ist für mich ein Unfall ausgeschlossen. Ja, er könnte auch gestürzt sein und in Verwirrung ohne Rad den Berg hoch, aber das halte ich für unwahrscheinlich. Nicht ausgeschlossen, aber unwahrscheinlich.
Wenn das Rad doch bei der Leiche lag, ist für mich ein Unfall die wahrscheinlichste Variante.


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16.06.2026 um 10:42
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Ich denke Geld ist die eine Sache, interessanter ist doch aber der fehlende Schlüssel. Außer Im Falle eines Suizids wollte der Unbekannte ja im Anschluss wieder in seine Wohnung/ Hotelzimmer/ etc Wie wollte er da wieder reinkommen?
Der Schlüssel ist so ein Ding, ja. ABER wenn der Körper ggf bewegt wurde, kann der Schlüssel eben sonstwo liegen....


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16.06.2026 um 12:51
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Ein Tötungsdelikt dürfte sehr, sehr unwahrscheinlich sein.
Bei einem Tötungsdelikt kann man auch nicht ausschließen, dass der Fundort nicht der Tatort ist. Ich finde es durchaus plausibel, dass ein möglicher (ortskundiger) Täter die Leiche dort abgelegt hat und das Fahrrad als Ablenkungsmanöver platzierte. Interessant wäre, ob die Seriennummer des Rades noch eingraviert ist oder entfernt ist. Vielleicht hat der Täter aber daran auch gar nicht gedacht, sondern nur entsorgt was unmittelbar Aufschluss über die Identität des Toten gegeben hätte.

Daneben sind natürlich viele weitere Szenarien möglich. Ob nun Totschlag auf andere Art und Weise, Unfall oder Suizid.


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16.06.2026 um 13:10
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Ich schätze Deine Einschätzung. Aber Leute gehen soetwas ja unterschiedlich an und es ist auch kein steiles alpines Gelände, von der Wegbarkeit könnte das auch deutsches etwas steileres Mittelgebirge sein.
Richtig, das ist kein technisches alpines Gelände sondern hat Mittelgebirge Charakter. Ein Sturz in diesem Gelände geht in aller Regel nicht tödlich aus.

Ich fahre Rad (allerdings Rennrad) und wandere viel in der Steiermark.
Allein der Bretsteingraben hat eine Länge von 20km (inkl rund 4-500 Höhenmetern bergauf), das bedeutet für den Toten alleine die Fahrt im Graben mit Heimfahrt wären 40km gewesen. Selbst die fittesten Rennradfahrer, die ich kenne, fahren selten mehr als 120 km als Ausfahrt. Mit dem Rad, das hier gefunden wurde, ist man nochmal weit langsamer unterwegs, ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass man damit mehr als 100 km ausgefahren wäre.
Daher komm ich zu der Annahme, dass der Tote nicht weit weg vom Ausgang des Grabens gestartet sein kann. Denn wenn man für Hin- und Rückfahrt nochmals 25km drauflegt, sind das 50, was ergibt, dass er schon eine Ausfahrt von 90km geplant hätte. Irgendwo in dem Umkreis muss er also mMn eine Unterkunft gehabt haben und eigentlich auch abgehen. Möglicherweise hat man auch bisher gedacht, der Gast oder Mieter wäre einfach "abgehauen" - da ja vom Leichenfund oder einem Vermissten bis vor kurzem garnichts bekannt war. Möglicherweise will man sich auch nicht mehr melden, weil der Jäger durch seine verspätete "Meldung" schon so in der Kritik steht.

Wenn man nun noch dazurechnet, dass er den Gipfel zu Fuß erreichen wollte, also von 1300 auf 2000 Meter durch den Wald aufsteigen wollte, hätte er nochmals 700 Höhenmeter auf und absteigen müssen, der übliche Wanderer geht 350 Höhenmeter in der Stunde, der Aufstieg hätte also 2 Stunden gedauert, für den Abstieg kann man 1,5h veranschlagen - also 3,5 Stunden an Wanderung.
Möglich ist es, dass das Unternehmen komplett fehleingeschätzt wurde und es zu einem internistischen Notfall kam beim Aufstieg, Herzinfarkt und liegenbleiben.
Möglich auch, dass er nur kurz im Wald nach Pilzen sehen wollte.
Für möglich halte ich es aber auch, dass er eigentlich die Forststraße weiter mit dem Rad hochfuhr und dort ein Verbrechen geschah mit anschließender Ablage des Leichnams.


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16.06.2026 um 14:50
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Mir fällt kein unblutiges Tötungsdelikt ein, was in einer solchen Gegend realistisch wäre.
Nennst du bitte die Quelle für die Aussage, dass das Geschehen unblutig war? Wurde inzwischen der Schädel gefunden, mit dem der Tote z. B. auf einen Stein gefallen sein könnte etc.? Außerdem können Blutungen innerlich geschehen, wenn es keine Austrittswunde gibt. Vielleicht habe ich etwas überhört, o. es hat sich etwas geändert, seit:
Zitat von watnuwatnu schrieb:Da die Ermittler sich dazu nicht geäußert haben, kann man das nicht einfach ausschließen. Sie könnten es bewusst als mögliches Täterwissen zurückhalten.
Außerdem hatte er eine Regenjacke an, die Flüssigkeiten abweist. Blut könnte durch Regen, Schneeschmelze abgewaschen worden sein, so dass zumindest die Ausgangsmenge nicht mehr ermittelbar wäre.
O. g. war meine Antwort auf:
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Was man sicher ausschließen kann, ist irgendein blutiges Geschehen
Info der Landespolizeidirektion Steiermark:
Eine eindeutige Todesursache konnte aufgrund des Zustandes der sterblichen Überreste jedoch nicht mehr festgestellt werden, zudem der Schädel des Toten fehlt. Auch ein Fremdverschulden kann demnach bislang nicht ausgeschlossen werden. Die Ermittlungen laufen in sämtliche Richtungen.
Quelle: https://www.polizei.gv.at/stmk/start5c93.html?nwid=6941734c513477787647633d&ctrl=3734335266674d385951343d&nwo=0

Im u. g. Fall wären eventuelle Blutspuren an einem anderen Ort entstanden:
Zitat von ZaubersundZaubersund schrieb:Täter die Leiche dort abgelegt hat
Rein theoretisch: Ein Täter könnte es darauf angelegt haben, dass sich im nahen Umkreis der Futterstelle viele Tiere aufhalten, die die Überreste verschleppen oder fressen (Vgl. Thread Fabian, Online-Recherche der Angeklagten und heutige Zeugenaussage)

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Zitat von rattichrattich schrieb:Denkbar ist ja auch, dass der Jäger sich in der Gegend selbst nach einem Radfahrer umgeschaut hatte, nachdem er das abgestellte Mountainbike gesehen hatte.
Er hat fremdes Eigentum an sich genommen. Das ist in der BRD und in Österreich Diebstahl bzw. Unterschlagung (verjährt). Er hätte den Fund also melden sollen.
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Zitat von rattichrattich schrieb:Nach dem, was bis jetzt bekannt ist, ist es so doch eher nicht gewesen.
Bekannt ist uns, was der Jäger dazu gesagt hat. Bekannt ist, dass zu wenig Spuren vorhanden sind, um die Todesursache usw. festzustellen. Die Polizei hält für plausibel, was der Jäger aussagte.
Vielleicht würden die Ermittler auch die eine oder andere Annahme, die im Thread steht, für plausibel halten, solange nicht das Gegenteil bewiesen wäre.

Allgemein:
Da auch in Österreich die Unschuldsvermutung gilt, dürfte die Polizei eine Person z. B. selbst dann nicht einfach der Unterlassung einer Hilfeleistung o. als Täter einer sonstigen Straftat bezichtigen/vorverurteilen, wenn Spuren vorhanden wären, die einen Anfangsverdacht begründeten.


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Ich vermute, Jede(r), der das Verhalten des Jägers für entschuldbar hält, würde das anders sehen, wenn er/sie selbst einen geliebten Menschen auf solch eine Weise verloren hätte. Allein die Frage, ob der geliebte Mensch noch gerettet werden gekonnt hätte, ist doch entsetzlich.
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Zitat von gustigusti schrieb:Ein Sturz in diesem Gelände geht in aller Regel nicht tödlich aus.
Da auch Stürze in der Ebene tödlich ausgehen, kann man das so pauschal nicht sagen. Mir fallen spontan 2 Fälle an meinem Wohnort ein – jeweils ohne Fremdverschulden, innerhalb der Ortschaft, also bei rel. geringer Geschwindigkeit.

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Zitat von 2cent2cent schrieb:Dem habe ich ja grundsätzlich zugestimmt respektive angemerkt, dass auffällige Kleidung leider auch nicht immer hilft. (…)
Es wurden bisher für mich einige zwar gut begründete Überlegungen eingebracht, ohne dass ich derzeit ein Szenario als besonders wahrscheinlich einstufen oder formulieren könnte.
So ähnlich war meine AW gemeint. (Ich wusste nicht, ob du meinen älteren Post gelesen hattest, dass ich mich nicht festlege.)


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Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich

16.06.2026 um 15:55
Zitat von watnuwatnu schrieb:Nennst du bitte die Quelle für die Aussage, dass das Geschehen unblutig war?
Es ist meine Einschätzung, dass das Geschehen unblutig war. Ich kann Dir deswegen keine Quelle dafür nennen. Die Quelle ist meine Einschätzung sozusagen.
Worauf begründet?
- es war nirgends die Rede davon, dass Blut nachweisbar war. Ich (!) gehe davon aus, dass die Ermittler dies mitgeteilt hätten und sehe da auch kein Täterwissen, da bleibt dann noch genug übrig.
- es macht aus meiner Sicht aber keinen Sinn, über Enthauptungen in voller Fahrt oder Kopfschüsse, womöglich durch Jagdwaffen, zu spekulieren, wo soll denn das Blut hingelaufen sein? Anscheinend nicht auf die Kleidung. Ich sehe da keine größeren Blutmengen. Ich gehe davon aus, dass die Ermittler jeden Quadratmillimeter der Klamotten untersucht haben. Und der Radfahrer wird nicht nackt den Berg runtergefahren sein und danach hat der Täter die Leiche wieder angezogen?
Deswegen gehe ich davon aus, dass hier kein Tötungsdelikt mit größerem Blutverlust vonstatten ging. Natürlich kann er nach innen geblutet haben. Zum Beispiel auf den Kopf fallen, Hirnblutung, Hirnödem, etc. - oder über den Lenker fliegen, Leber-, Milzruptur o.ä. Er kann auch eine Gefäßmissbildung gehabt haben, Aortenaneurysma o.ä., das ist ihm geplatzt auf der Wanderung, kann alles sein. Man kann auch erstochen werden und nach innen verbluten oder an einem Pneumothorax sterben o.ä., nur, wo soll der Einstich sein? Das funktioniert so, wie Du schilderst, nur an Bauch- oder Brusthöhle, und da war wohl Kleidung drüber.
- natürlich lässt sich ein Tötungsdelikt nicht ausschließen - daran wird sich auch definitiv nichts mehr ändern. Es lagen eine Handvoll Knochen auf dem Tisch, gezeigt in der Sendung (hatte ich weiter oben schonmal verlinkt inkl. Minutenangabe). Der absolut überwiegende Teil der Knochen, inkl. Schädel, fehlt, es sind keine Weichteile mehr vorhanden, natürlich lässt sich da ein Tötungsdelikt (Vergiften, Erwürgen etc.) nicht ausschließen. Es geht nicht um eine enthauptete Leiche, wie die Boulevardpresse formuliert hat, sondern es geht um einige wenige Knochenreste eines Menschen, von denen u.a. auch der Kopf fehlt.


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