Unbekannter toter Radfahrer in Wald in Österreich
um 10:32Ja, den Gedanken fände ich auch sehr interessant. Nach dem oben verlinkten Blog-Artikel hört es sich ja so an, als ob in diesem ganzen Tal die Besitztümer wenigen Personen gehören, die letzten Endes, wahrscheinlich mehr oder weniger voneinander abhängig, miteinander zu tun haben und miteinander verwoben sind.hpoirot schrieb:Was mich brennend interessieren würde, ist, ob der Jäger eine Zimmervermietung hat/hatte.
Eben. Die Leute sind mehrheitlich in einer psychischen Krisensituation. Da steht man vorher nicht vor dem Kleiderschrank und überlegt: "was ziehe ich jetzt eigentlich dazu an?"Sommerwiese schrieb:Anzugträger oder Arbeitsklamotten oder Freizeitsachen. Es war schon alles dabei.
Ich tendiere etwas mehr zu einem Unfall. Es ist ja das Alter, in dem man auch natürlich zu Tode kommen kann (Herzinfarkt, Hirnblutung, aus irgendeinem Grund eingeschlafen, erschöpft, nachts erfroren, dazu muss es in dem Dress gar nicht unter Null Grad gewesen sein).hpoirot schrieb:Weil hier einige von Suizid ausgehen....womit soll er sich denn suizidiert haben? Man hätte doch iwas finden müssen, oder? Messer, Strick, Trinkflasche o.ä.
Bei einem Suizid ist tatsächlich die Frage wie.
- Schusswaffe, in den Kopf geschossen: da hätte die Spurensicherung wohl Blut auf den Klamotten nachweisen müssen und das wäre dann kommuniziert worden, das hätte ja sicher auf ein Tötungsdelikt hingewiesen (gegen sich selbst, durch andere). Also unwahrscheinlich. Wobei man einen guten Kandidaten hätte, um zu erklären, warum die Waffe dann nicht mehr bei der Leiche lag: er fand nicht nur das Fahrrad der Weiterbenutzung wert, sondern auch die Kurzwaffe. Aber letztlich unwahrscheinlich.
- Gifte: Zyankali, Betäubungsmittel, Schlafmittel. Da braucht man nicht unbedingt eine Trinkflasche dafür. Evtl. liegt die auch noch im weiteren Umkreis. Nach > 10 Jahren kann sowas schwer zu finden sein
- aufgehängt: irgendwann fiel die Leiche vom Strick, der Kopf rollte weg - nur, wo ist der Baum, wo ist der Strick? Vielleicht hat den Jäger der Strick gestört in seinem Revier, beunruhigt ja auch das Wild, und hat ihn entfernt. Einen "Selbstmörder" liegenzulassen im erzkonservativen hintersten Österreich würde evtl. noch passen - allerdings hätte er dann bei der Polizei wohl erwähnt, dass derjenige sich wohl aufgehängt hätte, in der Hoffnung, sich vom Vorwurf, mit dem Tod was zu tun zu haben, zu entlasten. Der Jäger müsste ja auch damit rechnen, dass man ihm einen Jagdunfall vorwirft - wenn auch die Beweislage dürftig wäre und wie gesagt: wohl kein Blut an den Klamotten.

