rattich schrieb:Ich finde auch, dass die Umstände des Falls am ehesten zu einem Suizid passen.
Ich habe da schon einige Thesenstränge bezüglich medizinischen Notfall erachtet. Mit nem Schlaganfall oder auch nur nen Bänderriss ist eine Weiterfahrt mit dem Rad kaum hinzubekommen.
Dann würde auch ich das Fahrrad stehen lassen und ggfs. in die Richtung gehen aus der ich gekommen bin.
So in etwa hatte ich mir das vorgestellt.
Zweifel kommen mir dazu aber schon, denn ich hätte mir ja ein klein wenig Ortskenntnis vor der Tour verschafft.
Ich bzw. man hätte ja ein Ziel gehabt und wenn ich dann da erst sozusagen vom späteren Fundort schon 350 Meter tiefer und auch schon im Bretsteingraben bin und komme dort in medizinische Schwierigkeiten dann ist die nächstgelegene Hilfe mit Hütte und Telefon sicher nicht den Berg wieder rauf, sondern nur ein paar hundert Meter weiter vom späteren Fundort des Rades.
Was Bänderriss angeht müsste schon die Hand oder so verletzt sein, um das Rad stehen zu lassen. Ein Bänderriss an den Beinen, da könnte man das Fahrrad als Hilfskrücke nutzen.
Beide medizinischen Ursachen sind heute nicht mehr nachzuweisen, da das Gewebe wohl vollständig zersetzt ist. Einen Schlaganfall würde man wohl auch mit Schädel nicht mehr rausfinden.
Das mit Bänderriss oder anderer Fußverletzung möchte ich auch noch im Hinterkopf behalten, da der rechte Schuh (scheinbar) offen ist und da auch irgendwie ne Lasche rausschaut, so dass ich da nicht ganz sicher bin, ob dass nicht doch nach einer Verletzung zur Erleichterung so gewollt gewesen ist.
Trotzdem bekomme ich da meine Thesenstränge dazu nicht ganz rund, zumindest nicht mit einer Fußverletzung, weil man damit ja nun nicht gleich 350 Meter höher ins Sterben kommt.
Von daher bekomme ich auch einen Suizid nicht wirklich ausgeschlossen.