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6fach Mord von Stade

383 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Jugendamt, Stade ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

6fach Mord von Stade

30.06.2026 um 19:59
Am Montag, den 29.06.26 wurden 6 Menschen in Stade getötet in einer Jugendhilfeeinrichtung, die wohl Mitarbeitende in einem Sorgerechtsverfahren aus Hannover waren.

Am Dienstag nachmittag wurde Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Täter (TV) erlassen:
Das Amtsgericht Stade hat am Dienstagnachmittag einen Haftbefehl gegen den 45-Jährigen erlassen, wie die Staatsanwaltschaft am Abend mitteilte. Der Mann wurde demnach in eine JVA gebracht. Der mutmaßliche Täter kommt aus der Region Hannover und hatte in der Einrichtung einen Termin mit Mitarbeitenden des Jugendamtes der Region Hannover und der Einrichtung. Dabei ging es nach NDR Informationen um das Sorgerecht für seine drei Monate alte Tochter, die zusammen mit der Mutter in der Stader Einrichtung untergebracht war.
Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/toedliche-schuesse-in-stade-neue-details-zur-vorgeschichte-bekannt,stade-150.html

Hintergrund ist wohl dieser:
Nach Informationen von "Süddeutscher Zeitung" (SZ), NDR und WDR war der zu dem Zeitpunkt etwa fünf Wochen alte Säugling von den Eltern als Notfall in eine Klinik in Hannover gebracht worden. Dort soll ein behandelnder Arzt den Verdacht geäußert haben, das Kind leide unter den Folgen eines Schütteltraumas, einer potenziell lebensgefährlichen Hirnverletzung, die durch gewaltsames Schütteln des Babys entstehen kann. Dem sollen die Eltern widersprochen haben. Im Zuge der mehrwöchigen Behandlung des Kindes soll es unterschiedliche Auffassungen zwischen Eltern und Ärzten gegeben haben
Quelle: Wie oben

Danach soll der Sachverhalt wie folgt sein:
Nach der Entlassung aus der Klinik in Hannover am 15. Mai soll den Informationen zufolge das Jugendamt die Inobhutnahme des wenige Wochen alten Mädchens eingeleitet haben, das zunächst von beiden Elternteilen gegen deren Widerspruch getrennt worden sei. Ein Familiengericht habe schließlich angeordnet, dass der Säugling wieder mit der Mutter zusammengeführt werden müsse - so seien Mutter und Kind am 26. Mai in der darauf spezialisierten Einrichtung in Stade untergebracht worden.
Quelle: ebenfalls obiger NDR Artikel

Die Fahrerin des Fluchtautos soll die Patentante des Kindes sein:
Die 65-jährige Frau, die den mutmaßlichen Täter zur Jugendhilfeeinrichtung gefahren hat, soll die Patentante des Babys sein und aus Bremen kommen.
Quelle: Wie oben

Das zu ständige Jugendamt Hannover begab sich extra zu dritt auf den Weg nach Stade:
Die Jugendamtsmitarbeiter, zwei Frauen und ein Mann, sollen für ein Gespräch mit dem mutmaßlichen Schützen aus Garbsen in der Region Hannover ins knapp 200 Kilometer entfernte Stade gefahren sein - nach NDR Informationen extra zu dritt, weil sie Ärger bei dem Termin erwartet hatten.
Quelle: Wie oben

Einfach ein furchtbares Verbrechen.

Ich bringe als Quelle jetzt bewusst nur diesen einen Artikel, weil dieser mMn die bisherigen offenen Fragen gut beantwortet und aus einer Gemeinsamsrecherche von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung basiert.


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6fach Mord von Stade

30.06.2026 um 20:44
Eine unfassbare Tat, die zeigt, wie weit es eskalieren kann, wenn ein Amt durch Inobhutnahme eines 3-monatigen Kindes sich kümmert und versucht, zum Wohl des Kindes zu regeln und dem Kindsvater das so nicht passt.

Da werden dann sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendhilfeeinrichtung und des Jugendamtes erschossen.

Mein Beileid den Angehörigen.


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6fach Mord von Stade

30.06.2026 um 23:10
Die Patentante soll sich vor der Tat noch an die Presse gewandt haben:
Es ging unter anderem an die Redaktion der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. In dem Schreiben berichtet die Patentante über den Sorgerechtsstreit, den Fatih G. und seine Frau mit den Behörden in der Region Hannover führen. Gegen den 45-Jährigen laufen Ermittlungen „wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen“, bestätigte der Erste Staatsanwalt Oliver Eisenhauer von der Staatsanwaltschaft Hannover gegenüber BILD.

Das sagt die Patentante
In dem Dokument widerspricht die Patentante den Darstellungen, stellt Fatih G. als hilflosen Vater dar, der vergeblich gegen die Behörden kämpft, die ihm zu Unrecht sein Kind wegnahmen. Gedroht wird in dem Schreiben jedoch nicht. Es soll die Sicht der Familie schildern – eine Art Hilferuf. Die Aussagen der Patentante sind nicht verifiziert, die Darstellung einseitig. Die Behörden und zuständigen Einrichtungen halten sich unter anderem aus Datenschutzgründen bedeckt.
Quelle: https://m.bild.de/regional/niedersachsen/drei-tage-vor-schuessen-in-stade-schickte-die-patentante-einen-hilferuf-6a43ea6fc04ea97a4e5030bd


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6fach Mord von Stade

30.06.2026 um 23:50
Der NDR wurde wohl selbst auch von der Patentante kontaktiert:
Patentante spricht von "Widersprüchen und Ungereimtheiten"
Eine ganz andere Sichtweise der Vorgeschichte hat die Patentante in einem Schreiben dargelegt, das sie per E-Mail an den NDR und weitere Medienhäuser geschickt hat - drei Tage vor dem Gesprächstermin in der Stader Einrichtung, zu dem sie den 45--Jährigen gefahren haben soll. Sie spricht mit Blick auf den Aufenthalt im Krankenhaus vielmehr von "Widersprüchen, Ungereimtheiten und unzulänglichen Dokumentationen des medizinischen Personals". Unter anderem sei dem "Jugendamt die Darstellung der Eltern des Unfallhergangs offenbar nicht vollständig bekannt" gewesen. Demnach habe das Kind die Verletzungen nicht durch Schütteln erlitten, sondern durch einen "unbeabsichtigten (...) kräftigen Zusammenstoß zwischen seiner Stirn und der rechten Kopfseite der Tochter" im Elternbett, wo der Säugling mit den Eltern geschlafen habe
Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/toedliche-schuesse-in-stade-45-jaehriger-ist-in-u-haft,stade-150.html

Nach dem BILD Bericht soll das Schreiben 20 Seiten beinhalten:
Drei Tage vor der Tat verschickte die Patentante ein 20-seitiges Dokument, offenbar an mehrere Medien
Quelle: https://m.bild.de/regional/niedersachsen/drei-tage-vor-schuessen-in-stade-schickte-die-patentante-einen-hilferuf-6a43ea6fc04ea97a4e5030bd


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6fach Mord von Stade

30.06.2026 um 23:57
Wichtig noch, dass sowohl Mutter als auch Patentante aus dem "Gewahrsam" entlassen wurden:
In Bezug auf die Mutter des Kindes und die 65-Jährige hat die Staatsanwaltschaft keinen Antrag auf Untersuchungshaft gestellt. Sie seien aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen worden.
Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/toedliche-schuesse-in-stade-45-jaehriger-ist-in-u-haft,stade-150.html


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6fach Mord von Stade

01.07.2026 um 10:05
Zitat von LanzaLanza schrieb:Wichtig noch, dass sowohl Mutter als auch Patentante aus dem "Gewahrsam" entlassen wurden:
Wobei unklar bleibt, ob eine von ihnen oder beide trotzdem als Beschuldigte geführt werden oder nicht.
Die Rolle der sogenannten Patentante ist mir völlig unklar.
Im Vorfeld war sie offenbar stark involviert, siehe das 20 (!) seitige Pamphlet. Was war ihr Kenntnisstand, als sie mit dem mutmaßl Täter zu der Einrichtung fuhr? Sah sie sich nur als emotionalen Beistand?
Oder wußte sie, dass er eine Waffe dabei hatte?
Warum fuhr sie nach der Tat mit ihm davon? Wollte sie mit ihm flüchten oder hst er sie bedroht und gezwungen zu fahren?
Noch viele Fragen offen.


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6fach Mord von Stade

01.07.2026 um 10:45
Ich habe meine Schwierigkeiten damit, mir vorzustellen, wie die Stirn eines Erwachsenen die Seite eines Säuglings während des Schlafens so stark treffen kann, dass es notwendig ist, ihn im Krankenhaus über einen längeren Zeitraum behandeln zu lassen


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6fach Mord von Stade

01.07.2026 um 10:51
In dem Dokument widerspricht die Patentante den Darstellungen, stellt Fatih G. als hilflosen Vater dar, der vergeblich gegen die Behörden kämpft, die ihm zu Unrecht sein Kind wegnahmen. Gedroht wird in dem Schreiben jedoch nicht. Es soll die Sicht der Familie schildern – eine Art Hilferuf
Quelle:
https://m.bild.de/regional/niedersachsen/drei-tage-vor-schuessen-in-stade-schickte-die-patentante-einen-hilferuf-6a43ea6fc04ea97a4e5030bd

Auch die Darstellung "hilfloser Vater kämpft vergeblich gegen die Behörden, die ihm zu Unrecht sein Kind wegnahmen" rechtfertigt keinen 6-fachen Mord. War es denn ein "Hilferuf" oder eher eine "Warnung" an die Behörden? Eine Warnung muss nicht unbedingt eine Drohung beinhalten. Die Waffe wurde allerdings bewusst mitgeführt. Daher wäre die Antwort auf die Frage
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Was war ihr Kenntnisstand, als sie mit dem mutmaßl Täter zu der Einrichtung fuhr? Sah sie sich nur als emotionalen Beistand?
Oder wußte sie, dass er eine Waffe dabei hatte?
durchaus interessant.


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6fach Mord von Stade

01.07.2026 um 11:05
Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft GEW hat auf ihrer Homepage auf die Bluttat reagiert. Kann man mal drüberlesen. Bei mir hinterlässt es einiges an Fragen. Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Gefordert wird:
Konkret verlangt die GEW:

Deeskalationstrainings
Doppelbesetzungen bei kritischen Terminen
Bauliche Schutzmaßnahmen – etwa Räume mit freiem Fluchtweg zur Tür
Die Installation von Stillen Alarmen an den Arbeitsplätzen
Eine systematische Erfassung und Weitergabe von Informationen über gewaltbereite Klienten innerhalb der Behörden, um Teams im Vorfeld warnen zu können.
Meine persönliche Meinung dazu: lieber erstmal mit einer Reaktion warten und dann was Überlegtes von sich geben. Oder klarer strukturieren, was man generell wünschenswert findet und was speziell hier zu dieser Tat zu schließen wäre.

Prinzipiell kennt man solchen Taten auch aus anderen Kontexten, die aber so unterschiedlich nicht sind. Teils Amokläufe, teils erweiterte Suizide oder irgendwas dazwischen.

Was mir spontan einfällt, ist der Amoklauf im Amtsgericht Euskirchen 1994, bei dem es auch um häusliche Gewalt ging: Wikipedia Amoklauf Euskirchen. Folge 6 Tote, viele Verletzte (den Täter zähle ich nicht mit).

Desweiteren Werner Pinzner, der 1986 im Rahmen einer Vernehmung einen Staatsanwalt erschoss, seine Frau, sich selbst. Wikipedia St. Paul Killer. Das gab aus verschiedenen Gründen einen größeren Skandal, u.a. hatte seine Anwältin die Schusswaffe eingeschmuggelt und der Ehefrau gegeben, die sie an P. im Termin dann weitergab. Ich kann mich an die wiederkehrende Berichterstattung damals noch ganz gut erinnern. Wie hat man versucht, eine Wiederholung zu verhindern?
Um Vorfälle wie den am 29. Juli 1986 zu verhindern, wurden Sicherheitsschleusen an den Eingängen des Polizeipräsidiums installiert, die noch immer bestehen.[42] Die zunächst gegen alle Strafverteidiger gerichtete generelle Kontrolle der Hamburger Justizbehörden nach der Ermordung Bistrys stieß auf erheblichen Widerstand der Hamburger Rechtsanwaltskammer, der Arbeitsgemeinschaft Hamburger Strafverteidiger und des Republikanischen Anwaltsvereins.[43]
Quelle: Zitat aus dem genannten Wikipedia-Artikel.

Nochmal Zitat dazu von der GEW:
Schutzräume dürfen keine Festungen werden
Zugleich mahnte Siebernik zur Abwägung: „Einerseits müssen Arbeitgeber ihrer Fürsorgepflicht nachkommen und das Leben der Angestellten schützen. Andererseits leben soziale Arbeit und Jugendhilfe von Vertrauen und Zugänglichkeit. Werden diese Einrichtungen zu ‚Festungen‘ ausgebaut, mit Sicherheitsschleusen, mit bewachten Eingängen, kann dies die Hemmschwelle für Frauen und Hilfesuchende vergrößern, die eigentlich Unterstützung und Hilfe suchen.“
Quelle: s.o. Ich persönlich verstehe diese Logik nicht. Solche Standpunkte geraten evtl. mit der Zeit ins Wanken, wenn Taten Nachahmungstaten nach sich ziehen, was zu befürchten ist.

Wer auch regelmäßig gefährdet ist, sind Gerichtsvollzieher.
Ein prominenter Fall war der Mehrfachmord in Karlsruhe 2012, bei dem eine Zwangsräumung durchgeführt werden sollte und der bisherige Besitzer vier Menschen, u.a. den Gerichtsvollzieher und den neuen Besitzer, erschoss. Bluttat Karlsruhe 2012.
Ein aktuellerer Fall von 2025, bei dem ein Gerichtsvollzieher bei einer Zwangsräumung erstochen worden ist Mord an Gerichtsvollzieher 2025

Dito Mitarbeiter im Jobcenter. Die tägliche Gewalt gegen solche Mitarbeiter schafft es überhaupt nicht in die Medien. Eine Übersicht über Gerichtsvollzieher und Jobcentermitarbeiter gibts beim Deutschen Beamtenbund, auch mit vielen Einzelfallbeschreibungen DBB Studie Gewalt gegen Gerichtsvollzieher
Bei Gerichtsvollziehern hat der Gesetzgeber vor einigen Jahren das Einholen von Auskünften über die Leute, die man aufsuchen wird, bei z.B. der Polizei erleichtert, damit der Gerichtsvollzieher z.B. nicht alleine bei einer schon als gewaltbereit bekannten Person im wahrsten Sinn ins offene Messer läuft.

Mag jetzt auf den ersten Blick nichts mit der Tat in der Jugendhilfeeinrichtung zu tun haben. M.E. aber sehr wohl. Das sind alles Taten aus narzistischer Kränkung heraus und dem Gefühl der Täter, einer existentiellen Bedrohung hilflos ausgeliefert zu sein. Vereinfacht gesagt: "wenn ihr mich vernichten wollt, dann vernichte ich euch". Es geht nicht um die objektivierbare Bedrohung, sondern um die rein subjektive Wahrnehmung des Betroffenen bzw. Täters. Teils wird auch ganz ungeniert auf "Notwehr" plädiert.

Ich denke, man muss auch aus dem Jugendhilfebereich heraus auf benachbarte Berufsfelder schauen, wie dort auf Bedrohungen reagiert wird und was man davon übernehmen kann, auch wenn man sich selbst im pädagogischen Bereich erstmal in einem anderen Umfeld sieht. Die Psychopathologien der Täter sind im Prinzip identisch.


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6fach Mord von Stade

01.07.2026 um 14:15
Recherche: Rechtsstreit um Sorgerecht vor der Tat

Der mutmaßliche Täter kommt nach NDR Informationen aus Garbsen in der Region Hannover. Der Polizei zufolge wurde er in Deutschland geboren und ist türkischer Staatsbürger. Bei dem Gespräch in der Jugendhilfeeinrichtung in Stade ging es nach NDR Informationen um das Sorgerecht für seine drei Monate alte Tochter, die zusammen mit der Mutter in der Stader Einrichtung untergebracht war. Nach Informationen von "Süddeutscher Zeitung" (SZ), NDR und WDR war die Tochter als etwa fünf Wochen alter Säugling von den Eltern als Notfall in eine Klinik in Hannover gebracht worden. Dort soll ein behandelnder Arzt den Verdacht geäußert haben, das Kind leide unter den Folgen eines Schütteltraumas - einer potenziell lebensgefährlichen Hirnverletzung, die durch gewaltsames Schütteln des Babys entstehen kann. Dem sollen die Eltern widersprochen haben. Im Zuge der mehrwöchigen Behandlung des Kindes soll es unterschiedliche Auffassungen zwischen Eltern und Ärzten gegeben haben. So soll der Vater des Kindes die Polizei zur Verhinderung einer Notoperation eingeschaltet haben. Ärzte der Klinik haben laut Staatsanwaltschaft wiederum ihrerseits bei der Polizei Anzeige gegen den 45-Jährigen erstattet, weil sie sich unter anderem durch sein aggressives Verhalten bedroht gefühlt hätten. Das war den Recherchen zufolge am 22. April.
Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/toedliche-schuesse-in-stade-verdaechtiger-soll-waffe-eine-woche-vor-tat-gekauft-haben,stade-150.html

Unfassbar.
Alles daran ist einfach so schreiend unfassbar und unerträglich. Und wir wissen ja sehr wenig erst über dieses Verbrechen, dem viel mehr zugrunde liegt (Familienstrukturen, Narizisstisches Verhalten, Hybris gegenüber Ärzten und Gesellschaft und deren Institutionen, mangelnde Impulskontrolle, um nur einige Stichworte zu nennen).

Wie will und kann man derlei Herr werden?

Danke, @megavolt für den interessanten Beitrag. Es gibt zunehmend Jobs, die man nicht mehr machen möchte.
Auch zu den Vorgängen rund um die Inobhutnahme hat sich die Patentante in dem Brief an den NDR geäußert. So schreibt sie unter anderem, dass eine Mitarbeiterin des Jugendamts falsche Informationen an die Einrichtung weitergegeben habe. Immer wieder betont sie, dass vor allem das Klinikpersonal gegenüber Gericht und Jugendhilfeeinrichtung den Kindsvater zu unrecht als aggressiv und bedrohlich geschildert habe, so ihre Darstellung.
Quelle: ebenda

Ja, zu Unrecht als aggressiv beschrieben. Das kann alles nicht wahr sein.


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6fach Mord von Stade

01.07.2026 um 14:57
Interessant ist ja, dass die Patentante drei Tage vor der Tat viele Medien auf den Fall aufmerksam macht. Das ist ja jetzt nicht so gewöhnlich.

Wenn man aber das traurige Resultat sieht, liegt die Vermutung, dass die Ärzte im Krankenhaus und das Jugendamt mit ihrer Wahrnehmung über die Aggressivität des Vaters im Gegensatz zur Patentante richtig lagen.


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6fach Mord von Stade

01.07.2026 um 15:10
Wie geht es eigentlich dem Säugling?
Hat er nach der Krankenhausbehandlung noch Schäden zurückbehalten oder ist wieder vollständig genesen?
Zitat von AnGeAnGe schrieb:Wie will und kann man derlei Herr werden?
Letztendlich gar nicht. Man kann ja nicht für jedes derartige Gespräch ein SEK abstellen.


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6fach Mord von Stade

01.07.2026 um 15:38
Zitat von LanzaLanza schrieb:
Die 65-jährige Frau, die den mutmaßlichen Täter zur Jugendhilfeeinrichtung gefahren hat, soll die Patentante des Babys sein und aus Bremen kommen.
Quelle: Wie oben
In welchem Verhältnis die "Patentante" zum mutmaßlichen Täter steht, weiß man nicht?


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6fach Mord von Stade

01.07.2026 um 15:52
Die 65-Jährige ist offenbar stark in den Konflikt der Eltern wegen ihrer Tochter mit dem Jugendamt involviert. Wie die „HAZ“ berichtet, verschickte sie am Freitag, dem 26. Juni, ein 20-seitiges Dokument an mehrere Medien, um so den Fall öffentlich zu machen.

Das Schreiben soll den Titel „Chronologie eines Albtraums – Der Fall B.“ tragen und sei auffällig juristisch firm gewesen, schreibt die Zeitung. Das könnte auch mit dem beruflichen Hintergrund der Frau zusammenhängen: Nach Recherchen der „HAZ“ arbeitet sie für eine Lobbyorganisation, die binationale Ehepaare berät und sich selbst als „Schnittstelle von Familien-, Bildungs- und Migrationspolitik“ versteht.
Quelle: https://www.welt.de/vermischtes/article6a44ca7788b80dfa50d933f6/sechs-tote-in-stade-patentante-soll-vor-bluttat-20-seitiges-schreiben-an-medien-verschickt-haben.html

Aha. Das ist ja interessant. Und allein die Überschrift ist derart manipulativ und unsachlich.

Diese Beratungsstelle wird laut Webseite gefördert vom Bundesministerium f. Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Da sollte man mal genauer hinsehen.

Ein Alptraum ist das alles wirklich - aber anders, als die Dame offenbar suggerieren möchte.


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6fach Mord von Stade

01.07.2026 um 15:54
Zitat von KTGKTG schrieb:Wenn man aber das traurige Resultat sieht, liegt die Vermutung, dass die Ärzte im Krankenhaus und das Jugendamt mit ihrer Wahrnehmung über die Aggressivität des Vaters im Gegensatz zur Patentante richtig lagen.
Das war auch mein Gedanke. Eine wirklich grauenvolle Tat. Die armen Opferfamilien werden darunter mit Sicherheit lange leiden. Mein Mitgefühl ist mit ihnen und selbstverständlich den Opfern, die nur ihre Jobs gemacht haben.


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01.07.2026 um 15:55
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Ich denke, man muss auch aus dem Jugendhilfebereich heraus auf benachbarte Berufsfelder schauen, wie dort auf Bedrohungen reagiert wird und was man davon übernehmen kann, auch wenn man sich selbst im pädagogischen Bereich erstmal in einem anderen Umfeld sieht. Die Psychopathologien der Täter sind im Prinzip identisch.
Zitat von emzemz schrieb:
Zitat von AnGeAnGe schrieb:Wie will und kann man derlei Herr werden?
Letztendlich gar nicht. Man kann ja nicht für jedes derartige Gespräch ein SEK abstellen.
Man könnte aber z.B. verschärfte Zugangskontrollen - wie in Gerichten bereits üblich - einrichten.


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6fach Mord von Stade

01.07.2026 um 16:43
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft GEW hat auf ihrer Homepage auf die Bluttat reagiert.
ver.di reagiert auch auf den tödlichen Angriff in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade und fordert deutlich besseren Schutz für Beschäftigte in der sozialen Arbeit. Die Gewerkschaft kritisiert fehlende Sicherheitskonzepte und Ressourcen und betont die Notwendigkeit einer umfassenden Strategie gegen Gewalt – inklusive mehr Schutzräumen, Beratung und Prävention.

https://nds-bremen.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++6dfe3548-746d-11f1-9ffa-61379d90cb1b


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6fach Mord von Stade

01.07.2026 um 16:56
Zitat von ichhierichhier schrieb:Ich habe meine Schwierigkeiten damit, mir vorzustellen, wie die Stirn eines Erwachsenen die Seite eines Säuglings während des Schlafens so stark treffen kann, dass es notwendig ist, ihn im Krankenhaus über einen längeren Zeitraum behandeln zu lassen
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es zu einer dicken Beule kommen könnte, aber zu einer Hirnblutung? Ich kaufe diese Story jedenfalls auch nicht.

Es wundert mich im Übrigen sehr, dass nirgends das Alter der Mutter erwähnt wird. Das vom Vater und von der Patentante wiederum schon.


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6fach Mord von Stade

01.07.2026 um 17:04
Die Mutter ist 34, z.B. hier: https://www.tagesschau.de/inland/stade-schuesse-faq-100.html
in manchen Beiträgen steht auch 35.
Das Kind des Verdächtigen sowie die 34 Jahre alte Mutter des drei Monate alten Mädchens waren in der Einrichtung untergebracht.
Quelle: s.o.


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6fach Mord von Stade

01.07.2026 um 17:06
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Es wundert mich im Übrigen sehr, dass nirgends das Alter der Mutter erwähnt wird. Das vom Vater und von der Patentante wiederum schon.
Die Mutter des Kindes soll 34 Jahre alt sein:
Es ging um das Sorgerecht für die drei Monate alte Tochter von G. Das Baby war mit seiner Mutter, der 34-jährigen Ö., seit Mai in der Stader Mutter-Kind-Wohngruppe untergebracht.
Quelle: https://www.kreiszeitung-wochenblatt.de/stade/c-blaulicht/bluttat-in-stade-gericht-erlaesst-haftbefehl-wegen-sechsfachen-mordes_a409987
Das Dokument der Patentante endet laut „HAZ“ Ende Mai, nachdem ein Gericht entschieden hatte, dass die 34 Jahre alte Mutter zu ihrer Tochter in die Jugendhilfeeinrichtung ziehen darf. Gut fünf Wochen später kam es dort zu dem Termin, der in der Bluttat mündete. An dem Tag sollte ein Hilfeplangespräch stattfinden, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Der Verdächtige fuhr offenbar gemeinsam mit seiner Patentante nach Stade.
Quelle: https://www.welt.de/vermischtes/article6a44ca7788b80dfa50d933f6/sechs-tote-in-stade-patentante-soll-vor-bluttat-20-seitiges-schreiben-an-medien-verschickt-haben.html


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