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6fach Mord von Stade

206 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Jugendamt, Stade ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

6fach Mord von Stade

gestern um 20:46
@Cassandra71
Warum das heiß diskutiert wird?
Wie kann ein in der Türkei wegen Kindesmissbrauch gesuchter und in Deutschland geborener 6 facher Mörder hier jahrelang unbehligt leben und anscheinend ohne Probleme z.B. teure Autos besitzen. Da sollte diese Frage eigentlich erlaubt sein oder nicht?


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6fach Mord von Stade

gestern um 20:56
Zitat von Cassandra71Cassandra71 schrieb:Da dieses Thema hier gerade hieß diskutiert wird: Kann mir mal jemand erklären, warum das so interessant/wichtig ist?
Nun ja. Der Mörder von Stade ist nachweislich aus der türkischen Haft geflohen und irgendwie nach Deutschland eingereist. Irgendwann nach 2022.
Als entflohener Häftling schon ungewöhnlich unbehelligt über die Grenzkontrollen zu gelangen.

Hier hat er eine neue Familie gegründet. Die Herkunft und die Finanzierung der teuren Waffe und des Luxusautos spielen eine wichtige Rolle um zu klären, inwieweit es Verbindungen ins kriminelle Milieu gibt.
Die Morde in Stade scheinen zwar persönliche Gründe zu haben, jedoch geht es hier auch darum zu klären, inwieweit Unterstützung durch Hintermänner bestand und ob die " Patentante" davon gewusst hat.

Und diese ungeklärten Fragen stellen ein massives Problem dar. Dieser furchtbaren Amoklauf hat nebenbei ein eklatantes Sicherheitsrisiko aufgedeckt mMn


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6fach Mord von Stade

gestern um 21:18
Auch bin ich gespannt ob es Verbindungen zum türkischen Geheimdienst oder deutschen gibt. Sind schon echt sehr spezielle Informationen die hier jeden Tag aufs Neue bekannt werden. Ob Gefängnisausbruch, verlassen der Türkei obwohl man gesucht wird, mehrere sexuelle missbrauchsfälle, Verbindungen zur deutschen hoch Politik, patentante die bis in die Millionen Höhe an Euro gefördert bekommt.

Du kannst auch ne Knarre nicht einfach so ohne Kontakte in Berlin am Görlitzer Park kaufen


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6fach Mord von Stade

gestern um 21:32
Zitat von MabuhayMabuhay schrieb:Wie kann ein in der Türkei wegen Kindesmissbrauch gesuchter und in Deutschland geborener 6 facher Mörder hier jahrelang unbehligt leben und anscheinend ohne Probleme z.B. teure Autos besitzen. Da sollte diese Frage eigentlich erlaubt sein oder nicht?
Gibt die Türkei solche Infos weiter?


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6fach Mord von Stade

gestern um 21:47
Zitat von Sonne90210Sonne90210 schrieb:Auch bin ich gespannt ob es Verbindungen zum türkischen Geheimdienst oder deutschen gibt
Ist jetzt nicht nötig, hier mit Verschwörungstheorien um die Ecke zu kommen.
Bis jetzt deutet gar nichts auf Geheimdi3nstverbindungen, was soll der Quatsch
Zitat von Sonne90210Sonne90210 schrieb:Verbindungen zur deutschen hoch Politik,
Wo hat der Mörder Verbindungen zur "Hochpolitik""
Die "Patentante ist Schwiegermutter eines Lokalpolitikers. Der hat über seinen Anwalt mitteilen lassen, dass er den Mörder nicht kennt.
Wo ist also die Verbindung?
Was kann der Politiker für seine offenbar zwielichtige Schwiegermutter. Es ist nicht mal bekannt, ob die überhaupt (nennenswerten) Kontakt haben.
Zitat von Sonne90210Sonne90210 schrieb:patentante die bis in die Millionen Höhe an Euro gefördert bekommt.
Du wirfst einiges durcheinander
Die "Patentante" wird nicht mit Millionen gefördert. Sie arbeiter für einen Verein, der eine bestimmte Zielgruppe betät und unterstützt, der Verein bekommt eine Förderung. So wie fast alle Beratungsstellen. Die Mitarbeiter:innen und die Mieten müssen bezahlt werden. Viel mehr ist das nicht. Wenn es korrekt läuft.
Die gesamte soziale Arbeit wird aus Steuermitteln finanziert
Es ist völlig albern, die Zuwendungen für eine Beratungsstelle zu skandalisieren, nur weil eine einzelne Mitarbeiterin einen Kontakt zu einem Mehrfachmörder pflegte ubd ihn möglicherweise bei seiner Tat unterstützte.


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6fach Mord von Stade

gestern um 21:56
Zitat von KTGKTG schrieb:Gibt die Türkei solche Infos weiter?
Offenbar ja nicht. Was ich allerdings ziemlich skandalös finde, vor allem.ö angesichts der doch sehr hohen Zahl an Personen, die sich zwischen beiden Ländern bewegen bzw der sehr hohen Zahl deutscher Eiwohner mit türkischen Wurzeln bzw familiären Bezügen in die Türkei und umgekehrt.
Da liegt ja auf der Hand, dass Kriminelle sich von einem ins andere Land absetzen, wenn's brenzelig wird, weil nach ihnen gefahndet wird.


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6fach Mord von Stade

gestern um 22:41
Zitat von emzemz schrieb:Vielleicht ist man einfach froh, wenn so einer aus dem eigenen Land raus ist?
Zumal das mit einer Auslieferung dann auch nicht so einfach läuft.
Ich habe inzwischen immerhin einen türkischen Artikel eines regionalen Mediums aus Gaziantep gefunden, wo er wohl einsaß, in dem diese Frage auch gestellt wurde, anscheinend in Unkenntnis der tatsächlichen Gegebenheiten zwischen TR und DE.
Ansonsten berief der Artikel sich aber hauptsächlich auf Erkenntnisse von BILD. Ich verlinke ihn hier nicht, weil der volle Name genannt wird.
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Was ich allerdings ziemlich skandalös finde, vor allem.ö angesichts der doch sehr hohen Zahl an Personen, die sich zwischen beiden Ländern bewegen bzw der sehr hohen Zahl deutscher Eiwohner mit türkischen Wurzeln bzw familiären Bezügen in die Türkei und umgekehrt.
Da liegt ja auf der Hand, dass Kriminelle sich von einem ins andere Land absetzen, wenn's brenzelig wird, weil nach ihnen gefahndet wird.
Yepp, genau meine Gedanken. Keine Ahnung, wie sich sowas heutzutage noch rechtfertigen lässt.
Ich hoffe, dass sich da auf politischer Ebene was tun wird.


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6fach Mord von Stade

gestern um 23:09
Das eigentlich Skandalöse ist m.E. etwas anderes.
Dass man nämlich - hier in dem Fall - als Jugendamt praktisch überhaupt keine Vorinformationen hat, außer dem, was einem die Familien erzählen und was man von einem Kindergarten, Schule oder Krankenhaus bekommt. Das Jugendamt hat sonst auf nichts Zugriff. Weder auf Vorstrafen in anderen Ländern noch auf Zulassungsdaten von Fahrzeugen noch wie die Leute ihr Geld verdienen noch auf Behandlungsdaten von Therapeuten, Krankenkasse etc. Teilweise wäre es auch völlig irrelevant (welches Auto fährt er und ist es selbst bezahlt?), teilweise nicht (gibt es eine Vorgeschichte gewalttätigen Verhaltens?). Es ist völlig sinnlos m.E., das zu diskutieren. Weil der Gegenentwurf ein Staat wäre, in dem alle Daten beliebig erhoben und beliebig zwischen Behörden zu beliebigen Zwecken ausgetauscht werden und der Betroffene darüber auch nichts erfahren darf, sonst verfehlt es ja den Zweck. Einen solchen Staat wollen die allermeisten nicht und deswegen wird sich daran auch nichts ändern, egal, ob es solche Typen wie in Stade angeht oder Leute. die in Weihnachtsmärkte fahren oder Kindergartenkinder auf offener Straße oder Bahnreisende im Zug abstechen. Das gleiche Thema haben wir auch bei Wiederholungstätern mit Sexualstraftraten.

Das ist aber gar nicht der Skandal, auf den ich eigentlich hinaus will.

Der Skandal ist, dass offensichtlich bei Behörden (Meldeamt, Zulassungsstelle, anscheinend auch Konsulaten bzw. Justiz im Ausland) Leute sitzen, die Zeitungen mutmaßlich gegen Geld Informationen zustechen, die die neugierige Öffentlichkeit dann lesen darf. Das ist Korruption. Und der Witz ist, dass diese Informationen, die gegen ein paar Euro abgegeben werden, von den Leuten, denen es aber möglicherweise zur Risikoeinschätzung genutzt hätte, niemals auf legalem Wege erlangt hätten können. Eine Zeitung holt sie sich. Beteiligte oder Betroffene haben keinen Zugriff drauf. Macht das so Sinn?

In dem Zusammenhang zitiere ich mal aus der Studie des Deutschen Beamtenbundes (hatte ich oben schonmal verlinkt), in dem auch dieser fehlende Informationsaustausch bemängelt wird:
1.5. Täter und besonders gefahrenträchtige Situationen
Über die übereinstimmend geschilderten besonders gefahrenträchtigen Situationen der
Zwangsräumungen, Inobhutnahmen von Kindern und Stromsperrungen hinaus wurde
auch auf Probleme bei der Durchsetzung von Verfügungen nach dem Gewaltschutzgesetz
hingewiesen.
Darüber hinaus wird ein besonderer „Tätertyp“ nicht ausgemacht. Allerdings sind aggres-
sive und gewalttätige Täter und Täterinnen fast immer Wiederholungstäter, zumindest
als besonders aggressiv und gewaltbereit bekannt. Das wisse man aber nur durch eigene
Erfahrung oder durch Zufall, ein Informationssystem existiere weder behördenintern
noch erhalte man Auskünfte durch die Polizei. Allenfalls bestätige die Polizei Gefahren-
momente, wenn man selbst um Begleitung und eine Gefahreneinschätzung bitte. Eine Be-
sonderheit stellen hier die von allen thematisierten Reichsbürger dar.
Grundsätzlich werden eher bestimmte Situationen als gefahrenträchtig beschrieben und
bestimmte Persönlichkeitsausprägungen (impulsiv, aggressiv, respektlos) sowie negativ
verstärkende Umstände wie Alkohol- oder Drogenmissbrauch hervorgehoben. Migranten
seien nicht per se problematischer, es gebe aber Fälle, in denen kulturelle Unterschiede
eskalierend seien. So akzeptierten Muslime häufig Frauen als Vollstreckungsorgan grund-
sätzlich nicht. Die Situation von Großfamilien oder zahlreichen Unterstützern, die schnell herbeitelefoniert würden, wenn die Vollstreckung anstehe, sei problematisch, weil derar-
tige Konflikte dann nur noch mit der Polizei gelöst werden können. Hier fallen aber Fami-
lien mit und ohne Migrationshintergrund auf.
Bei Migranten werden häufiger Osteuropäer als besonders unangenehm beschrieben. Sie
akzeptierten die Entscheidungen nicht und hätten ein anderes Rechtsverständnis. Mit
Migranten treten aber häufig besondere Verständnis- und Sprachprobleme auf.
Quelle: https://www.dbb-hessen.de/fileadmin/user_upload/www_dbb-hessen_de/PDF/2021/Studie_2021_Prof._Dr._Bannenberg_Gerichtsvollzieher__Arbeitsagenturen.pdf


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6fach Mord von Stade

um 02:05
Zitat von megavoltmegavolt schrieb:Es ist völlig sinnlos m.E., das zu diskutieren. Weil der Gegenentwurf ein Staat wäre, in dem alle Daten beliebig erhoben und beliebig zwischen Behörden zu beliebigen Zwecken ausgetauscht werden und der Betroffene darüber auch nichts erfahren darf, sonst verfehlt es ja den Zweck.
Es gibt ja nicht nur schwarz oder weiß. Es gibt durchaus Nachbarländer, in denen ein vernünftiges Grundvertrauen in den Staat herrscht und wo es Konsens ist, dass dieser gewisse Information über seine Bürger erheben und verwenden darf.

Die Angst vor einem übermächtigen, allwissenden Staat wäre ja nachvollziehbarer, wenn nicht zugleich große Teile der Mitmenschen den Techgiganten nahezu alles über ihre Lebensverhâltnisse durch Handy, PC und Internet, Social Media usw. frei Haus liefern würden.

Wenn man Taten wie in Stade verhindern will, müsste man auch eine neue Balance zwischen Datenschutz einerseits und innerer Sicherheit andererseits anstreben.


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