@Kuno426Zur Kleidung: Der Gedanke ist hervorragend, allerdings aus einem anderen Grund als der Kapuze. In der klassischen Disartikulationssequenz nach Haglund lösen sich zuerst der ventrale Brustkorb und die oberen Extremitäten, danach die unteren, dann die übrigen Elemente mit Ausnahme der Wirbelsäule. Der Schädel zuletzt. Er ist also ohnehin das Element, das am längsten im Verbund bleibt, unabhängig von einer Kapuze. Untersuchungen an Freilandfällen bestätigen dieses Muster: Am Schädel finden sich mit nur rund 5 Prozent selten direkte Carnivorenspuren (Fleischfresser), während kleine Elemente wie Handknochen (in 33 Prozent der Fälle) oder die Patella (in 27 Prozent der Falle) zu den am seltensten überhaupt noch aufgefundenen Knochen gehören.
Genau das stützt Deine Überlegung. Hände und Füße stehen am äußeren Rand des Bekleidungspakets, sind als erstes gelöst und winzig genug, um vollständig verschleppt oder übersehen zu werden. Sie sind die statistisch wahrscheinlichsten Einzelelemente außerhalb des Hauptzusammenhangs. Für den Transport gilt dasselbe: Ein Karpal- oder Mittelhandknochen verhält sich in einer Hangrinne wie ein Kiesel, ein Schädel wie ein Findling. Einen Schädel hätte man bei mehrtägiger Suche sowieso mit hoher Wahrscheinlichkeit gefunden.
Man muss aber im selben Atemzug auch sagen, dass kleine Handknochen von Laien fast durchweg für Tierknochen gehalten werden. Der Finder hielt das Stück aber für auffällig genug, um einen Arzt und dann die Polizei einzuschalten. Das spricht eher gegen die allerkleinsten Elemente.
Entscheiden lässt sich das aber nicht, die Polizei hält es bewusst zurück. Wahrscheinlich, weil sie der Hinweisfilterung dient und Rückschlüsse auf den Ablageort zuließe.
Zum gelben Bereich: Ja, gemeint ist das schmale Band an der Oberkante, nicht die Wand darunter. Nur ist das eine Modellfläche aus dem Höhenmodell, keine Fundortbehauptung.
Zum Luftbad: Das liegt nicht dort. Luftbadstraße 31, rund 670 Meter ostnordöstlich der Begerburg und gut 520 Meter östlich des Elefantenfelsens, also jenseits des gesamten hier diskutierten Hangabschnitts und in einem anderen Gebiert. Sein Zaun und sein Parkplatz sind für unsere Frage ohne Belang.
Zur Zufahrt allgemein: Erreichbarkeit ist eines der Kriterien des Korridors, das stimmt. Aus öffentlichen Karten lässt sich aber nicht beurteilen, wo Schranken, Poller, Privatwege oder Mauern verlaufen und wie der Zustand 2024 war. Das ist Ortsbefund und gehört zu den Ermittlern. Wir sollten hier keine Anfahrtsbeschreibung zusammentragen: Privatgrund, Flächennaturdenkmal, und jede Laienbegehung kann genau die Spuren zerstören, um die es geht.