sooma schrieb:Vielleicht war das für Corina auch zuerst ok. Wenn sich dann an Erwartungen, Hoffnungen, Gefühlen einseitig etwas ändert, kann das natürlich auch zu Konflikten führen.
Ja, wobei (wir hatten das, glaube ich, weiter oben schon mal), die Frage ist, wie heftig dieser Konflikt ausfällt. Und da macht es schon einen Unterschied, ob von vorneherein etwas (in diesem Fall: "Ich werde Dich heiraten!") vorgetäuscht wurde, jemand (=Corina) also erkennen muss, dass sie von vorneherein über einen längeren Zeitraum betrogen wurde, oder ob man nachträglich die bestehende Übereinkunft ändern will.
Und bei einer nachträglichen Änderung muss man (=Corina) dann damit rechnen, dass das Gegenüber sagt: "Nein, das mache ich nicht, das war so nicht vereinbart."
Das war das, was ich mit schwarz-weiß meinte: Es ist eben nicht so, dass die Geschichte sich einfach als "Der böse "Simon" hat die arme Corina ausgenutzt und ihr falsche Versprechungen gemacht so dass sie am Boden zerstört war, als sie das gemerkt hat." zusammenfassen lässt.
Sondern zumindest über einen längeren Zeitraum war sie ganz offenbar mit diesem Arrangement durchaus einverstanden und hat sich auch ihrerseits (=Treffen mit anderen Männern) danach gerichtet.
Und damit war sie nicht in der Position, ihm gegenüber nach dem Motto aufzutreten "Du hast mich von Anfang an betrogen und belogen, das werde ich nun Deiner Frau erzählen!"- sondern das hätte er kontern mit: "Was willst Du denn? Es war von vorneherein vollkommen klar, dass sowas nicht in Frage kommt, und da brauchst Du jetzt nicht so zu tun, als hättest Du das nicht gewusst - schließlich hast Du Dich ja auch mit anderen Männern getroffen!"
Und deshalb wäre es interessant zu wissen, wann diese Idee mit der Scheidung das erste Mal aufkam und von wem das ausging. Also ob "Simon" diesen Wunsch nach Heirat von vorneherein deutlich zurückgewiesen hat oder ob er das offen gelassen oder sogar erst einmal zugesagt hat.
Denn erst ab diesem Zeitpunkt sehe ich das Konfliktpotential.