Kielius schrieb:Mein Punkt war, dass ich mich wundere und mir nicht erklären kann, warum die Behörden aus der Art des gefundenen Knochens ein so großes Geheimnis machen und diese Information in der Öffentlichkeitsfahndung bewusst zurückgehalten wird.
Okay verstehe. Ich habe das Gefühl, dass eben dieser Knochen verschleppt wurde und nicht der Rest ist, der übrig blieb. Also umgekehrt. Die Leiche lag nicht am Fundort unter dem Fels sondern woanders. Nur dieser Knochen wurde zu dessen Fundort verschleppt. Von wem oder was und warum auch immer. Wenn dem so wäre, dann würde das klar gegen die Suizidtheorie sprechen. Das abzuklären ist deshalb jetzt auch das vorrangige Ziel der Ermittler mittels möglichem Einsatz von Bodenradar und Sonden.
cambio schrieb:Wer Unfall noch in Betracht zieht, sollte auch die Art des Unfalls benennen. Man kann da normal nicht ausrutschen und abstürzen.
Na ja, also ich habe ein Jahrzehnt ehrenamtlich im regulären Rettungsdienst gearbeitet. Da habe ich die unmöglichsten Unfälle an den unmöglichsten Stellen gesehen. Ausschließen kann man da definitiv mal nichts. Aber natürlich kann man sich Gedanken über die Wahrscheinlichkeit eines solchen Unfalls machen. Ich weiß jetzt nicht wie gesichert diese Kante ist. Aber da wo du das Foto geschossen hast könnte man theoretisch auch ausrutschen. Ich sage nicht das es so war. Aber es ist möglich.
cambio schrieb:Wenn die Polizei noch Drohnen aufsteigen lassen will, ist sie sich ja nicht sicher, ob es vielleicht doch in einer der vielen Felsspalten noch Hinweise auf CN geben könnte.
Es geht vorrangig sicher darum zu schauen, ob noch irgendwo irgendwas von CN gefunden werden kann oder der Knochen ein "Einzelstück" ist. Denn wenn sie den Fels hinabstürzte oder ohne Sturz dort unten starb, müsste sich eigentlich mehr als "nur" ein einzelner Knochen finden lassen. Selbiges gilt auch, wenn sie dorthin verbracht wurde.
cambio schrieb:Einen geplanten „Quicki“ bei dem Mistwetter und dem knappen Zeitbudget erscheint mir nach wie vor nicht logisch
Also das sie an jenem Moregen einen "Quickie" ausgerechnet dort gesucht oder dazu verabredet gewesen sein könnte, verbuche ich mal in der Kategorie "wilde Spekulationen". darauf gibt es mMn keinen Hinweis und das finde ich auch unlogisch. Polyamorie bedeutet ja nicht, sich jeden Tag mit möglichst vielen Sexualpartnern zu treffen oder möglichst viel Sex zu haben. Was aber nicht bedeutet, dass sie nicht mit einem ihrer Partner dort oder in der Umgebung verabredet gewesen sein kann. Zu was auch immer. Das war aber dann mMn kein Sextreffen.
brigittsche schrieb:Es ist also grundsätzlich nicht ungewöhnlich, dass nicht jedes Detail so genau mitgeteilt wird.
Da hast du Recht. Das nicht alles en detail veröffentlicht wird, muss nicht heißen, dass es deshalb auch ganz bewusst zurückgehalten wird. Es ist vielleicht einfach nicht relevant genug.
Ich vermute (!) dass eine genauere Mitteilung über die Art des Knochens Rückschlüsse zulassen würde, was da abgelaufen ist. Und dass man das aber noch offenhalten will, damit nicht eventuelle Zeugen sagen "Ach so, ja dann kann das, was ich da gesehen habe, ja nichts mit dem Fall zu tun haben, wenn die Frau ganz woanders umgebracht worden ist und man nur den einen Knochen da abgelegt hat...."
Das ist zwar von der Logik her durchaus denkbar, jedoch wüsste ich jetzt nicht wie man aus dem Wissen, welcher Knochen gefunden wurde, auf den Geschehnisablauf schließen kann. Kannst du das auf diesen Fall bezogen vielleicht etwas konkretisieren?
Gerade schriebst du dazu:
brigittsche schrieb:(...) wenn dann ferner eindeutig erkennbar wäre (!), dass das Opfer nicht dort, an dieser Stelle umgekommen ist, sondern der Beckenknochen dort abgelegt wurde, dann ist die Wahrscheinlichkeit schon mal sehr groß, dass sie eben nicht dort heruntergefallen/gesprungen ist, sondern a) an einem anderen Ort umgebracht wurde und b) jemand den Knochen dort bewusst (warum auch immer) abgelegt hat.
Okay. Na gut, jemand mit Wissen zu diesem Thema könnte solche Rückschlüsse ziehen und sich den Gang zur Polizei sparen. Aber ich halte das für weniger wahrscheinlich. Wir, die sich mit dieser Materie oft beschäftigen, denken natürlich sofort so. Andere, die sich damit nie beschäftigt haben, eher nicht oder? Oma Kasulke die was beobachtet hat denkt nicht soweit. Die hat was gesehen, wird erinnert und macht eine Aussage oder nicht. Die wird sich eher nicht überlegen, ob ihre Beobachtung zu diesem Fall gewesen und relevant/irrelevant sein könnte.
Edna schrieb:Vielleicht zitierst du mich daher lieber komplett und nicht einen halben Satz, der aus dem Zusammenhang gerissen wurde?
Kann ich machen. Habe ich aber nicht, weil es an meiner Antwort nichts ändert. Auch wenn sie für gewöhnlich erreichbar war und umgehend antwortete schließt diese Tatsache die Andere nicht aus. Auch ich bin theoretisch immer erreichbar und reagiere auch zeitnah. Trotzdem schaue ich vor dem Einstecken nicht zwingend auf mein Handy ob es eingeschaltet ist oder etwas in "Abwesenheit" passiert ist. Das hätte ich gehört, da das Gerät immer im selben Raum liegt. Das Handy spielt eben keine lebensbestimmende, zentrale Rolle in meinem Leben. Ich könnte auch problemlos ohne, auch wenn man es mir nicht anmerkt. Man kann sein Handy durchaus quasi immer aktiv haben und erreichbar sein. Aber das heißt nicht das sie da alle paar Minuten draufschaut.