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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

143 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Essen, Cold Case ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

31.07.2026 um 11:01
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Oder auch, um den Verdacht in eine bestimmte Richtung zu lenken. Aber das setzt natürlich voraus, dass der Täter von der Existenz der Bücher wusste. Und ein Gelegenheitseinbrecher hätte das ja nicht gewusst - oder zumindest nicht gewusst, was da genau drin steht.
Es ging meiner Meinung sehr gezielt um diese Notizbücher. Sie waren nicht im Haus, sondern im Auto auf dem Grundstück laut Burgaltendorfer Blatt. Das musste erst erfragt werden. Bei dieser Gelegenheit hätte man auch die Safekombination erfragen können.


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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

31.07.2026 um 11:57
Zitat von DancingfoolDancingfool schrieb:Das musste erst erfragt werden. Bei dieser Gelegenheit hätte man auch die Safekombination erfragen können.
Stimmt. Wobei das aber auch nicht so zwingend ist: Es könnte sein, dass die Notizbücher immer in der Handtasche waren, und die nun zufällig auf dem Beifahrersitz lag, was der Täter sehen konnte (durchs Fenster). Wenn das Auto aber abgeschlossen war, könnte er ins Haus gegangen sein, um die Schlüssel zu holen (weil er die Scheibe nicht einschlagen wollt). Und dann wurde er vom Opfer erwischt.

Aber auch in diesem (hypohtetischen!) Szenario wären die Notizbücher ganz gezielt und bewusst geholt worden.


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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

31.07.2026 um 12:45
Zitat von AnGeAnGe schrieb:Setsam finde ich auch, dass bei einer derartigen Gesamtsituation (immenser Wohlstand und hohes Alter) die Bekannte und Beschenkte nicht die Polizei ruft, sondern mit einem Nachbarn, den sie ja auch erstmal anpsrechen und holen muss, einbricht, als sie einiges seltsam findet (Brennendes Licht, kein Kontakt, Schlüssel steckt von innen). Rettungswagen und/oder Polizei schien keine Option.
Wie immer man das Verhalten bewertet, eine Folgerung ist unbestreitbar: Die Bekannte befand sich vor der Polizei am Tatort.


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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

31.07.2026 um 18:09
Ich habe den XY-Beitrag nochmal angesehen,. Es wird gesagt, dass die Adoption zwei Monate vor der Tat stattfand. Ich weiss nicht, ob das hier schon jemand erwähnt hat, habe es jetzt beim Durchschauen nicht gefunden. Frau Hohlmann kannte den späteren Adoptivsohn laut Christa P. im XY-Beitrag angeblich seit 30 Jahren, sie wusste aber den Ursprung des pöersönlichen Bezugs nicht - was wiederum verwundert, wenn sich beide Frauen auch 30 Jahre kannten und nahestanden.

Die zeitliche Nähe - Adoption 2 Monate vor der Tat - finde ich auffällig. Das kann eine Rolle gespielt haben auf vielfältge Weise, eine davon kann Neid und Wut, sein.

Die WAZ benennt allerdings 6 Monate (was immer noch eine zeitliche Nähe darstellt):
Die mehrfache Millionärin Lieselotte Hohlmann adoptierte knapp sechs Monate vor ihrem gewaltsamen Tod Axel B., den damals 31-jährigen Sohn eines befreundeten Ehepaares
Quelle: https://www.waz.de/staedte/essen/article1709554/alles-wegen-der-steuer.html

In dem Artikel ist auch die Rede von einer langjährigen Beziehung und von den Unstimmigkeiten, die es wohl gab:
Vor und nach der Adoption sollen Axel B.'s Eltern gegenüber der 78-Jährigen angeblich falsche Angaben zum beruflichen Werdegang ihres Sohnes gemacht haben. "Sie haben der Millionärin erzählt, dass er ein erfolgreiches Jurastudium absolviere, doch das Gegenteil war wohl der Fall", sagt Pieper. Er habe sein Studium nicht beendet und ein Leben geführt, das der Seniorin bestimmt nicht gefallen hätte, fügt Pieper hinzu. "Nach übereinstimmenden Zeugenaussagen wollte Lieselotte Hohlmann in der Mord-Woche ihr Testament ändern. Doch dazu kam es nicht mehr, sie wurde vorher ermordet", sagt Vogt.

Der Adoptivsohn habe nach dem Mord mehrere Millionen Mark und Christa Pieper das Haus bekommen. "Doch ich wusste nicht, dass man einen Unterschied zwischen Haus und Inventar macht. Denn bei der Hausübergabe durch die Polizei standen der Adoptivsohn samt Eltern mit einem Umzugswagen da und räumten alle wertvollen Gegenstände aus", erinnert sich die 65-Jährige. Natürlich geriet auch Axel B. unter Tatverdacht, doch der Adoptivsohn hatte zur Tatzeit ein Alibi: "Er war mit seinen Eltern zusammen", sagt Vogt.
Quelle: ebd.

In einem späteren Artikel bezieht der Adoptivsohn Axel B. Stellung dazu:
Behauptungen von Christa Pieper über den Lebenswandel seines Sohnes entbehren jeglicher Grundlage", sagt Vater B.. "Sie hat mir sogar das Fläschchen gegeben", fügt der 42-Jährige hinzu. Daher habe die Witwe früh auf eine Adoption gedrängt. Doch der "Papierkram" habe zwei Jahre gedauert. "Es fiel uns nicht leicht, unseren Sohn zur Adoption freizugeben, doch er blieb ja unser Sohn", sagt Axels Vater.
Doch Axel B. will die Gelegenheit nutzen, um kursierende Vorurteile auszuräumen: Er habe nie Jura, sondern BWL studiert und bei der Übergabe der Villa keinen Umzugswagen, sondern einen Kleintransporter benutzt, um einige Erinnerungsstücke mitzunehmen, obwohl der gesamte Hausrat ihm zustand.
Quelle: https://www.waz.de/staedte/essen/article1764777/sie-hat-mir-sogar-das-flaeschchen-gegeben.html

Das Verfahren der Adoption habe 2 Jahre gedauert.

Die nahestehendsten Personen Christa P. und Axel B. sind sich offenbar uneinig.

Desweiteren fiel mir in dem XY-Beitrag auf, dass Lieselotte Hohlmann die Haustür abschloss, nachdem sie Christa P. einliess, den Schlüssel abzog und mitnahm in ein anderes Zimmer und auf einem Glastisch ablegte. Das ist audiovisuell bewusst so inszeniert und würde dafür sprechen, dass der Täter (oder jemand, der vor der Polizei am Tatort war) den Schlüssel von innen ins Schloss gesteckt hat. Und da schliesst sich die Frage an, gibt es Zeugen für das vergebliche Versuchen Christa P.s, die Tür aufzuschließen? Der Polizei wird das bekannt sein.

Und was mir auffällt: Axel B. ist in den Artikeln stets mit seinen Eltern verquickt, auch beim Alibi und auch beim "Abholen einiger Sachen" aus dem Haus.
Das ist ein erwachsener Mann Anfang 30. Ist er allein fähig zu sprechen und zu handeln - ist jetzt so die Frage, die sich mir aufrängt. Was herrschen in der Familie für Struktueren und Dynamiken? Und dann ist es ja auch ungewöhnlich, dass ein erwachsener Mann mit existierender Familie eine Adoption eingeht. Sowas gibt es ab und an, ist aber immer speziell. Und da spielen emotionale und wirtschaftliche Aspekte vermischt mit.

Wäre interessant, ob es das Geschäft noch gibt, ob Axel B. weiter in dem Kontext tätig ist, ob er etwas aus dem Erbe veräußert hat usw.


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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

31.07.2026 um 19:14
Ich finde so eine Adoption auch immer sehr speziell. Er hätte doch auch ohne Adoption erben können.

Interessant finde ich auch: die Familie kennt die Seniorin schon lange, aber die Adoption erfolgt sehr spät. Da gilt es ja nicht mehr z B ein Kleinkind abzusichern, sondern es geht um einen erwachsenen Mann.

Wieso hat sie ihn denn überhaupt noch adoptiert, wenn schon kurz vor der Adoption Zweifel an seinem Lebenswandel aufgekommen sind und sie bereits kurz danach überlegte, das Testament umzuschreiben?

Ich finde solche Arrangements haben auf jeden Fall ein „Geschmäckle“.


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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

31.07.2026 um 19:25
Zitat von AnGeAnGe schrieb:Und dann ist es ja auch ungewöhnlich, dass ein erwachsener Mann mit existierender Familie eine Adoption eingeht. Sowas gibt es ab und an, ist aber immer speziell. Und da spielen emotionale und wirtschaftliche Aspekte vermischt mit.
Ich hatte aus dem XY-Bericht herausgehört, dass die Witwe dem jungen Mann das Geschäft übergeben wollte und dass ihr wichtig war, dass der Name (der ja nach wie vor am Geschäftshaus angebracht ist) bleibt. Vermutlich wurde der junge Mann deshalb adoptiert, um ihn den 'richtigen' Namen zu geben.
Das ist schon recht eingenwillig.

Hier laufen alteingesessene Betriebe oft unter dem Namen des vorherigen Besitzers weiter, aber vielleicht war das damals noch nicht so üblich.
Aber die Witwe hätte dies doch sicherlich zur Auflage machen können.
Zitat von ichhierichhier schrieb:Wieso hat sie ihn denn überhaupt noch adoptiert, wenn schon kurz vor der Adoption Zweifel an seinem Lebenswandel aufgekommen sind und sie bereits kurz danach überlegte, das Testament umzuschreiben?
Hatte die Witwe Zweifel?
Ich habe es so verstanden, dass die Freundin (also Frau Pieper) Zweifel an dem (damals) jungen Mann hatte (und vermutlich noch hat).

Es gab ja einiges zu vererben, vielleicht war es keine so große Änderung.
Es wäre auch interessant zu wissen, wie oft es solche Testamentsänderungen gab.
...und bei der Übergabe der Villa keinen Umzugswagen, sondern einen Kleintransporter benutzt, um einige Erinnerungsstücke mitzunehmen, obwohl der gesamte Hausrat ihm zustand.
Quelle: https://www.waz.de/staedte/essen/article1764777/sie-hat-mir-sogar-das-flaeschchen-gegeben.html

Im Film klang es doch so, als sollte 'alles so bleiben, wie es ist' in der Villa. Vermutlich war Frau Pieper erstaunt, dass das Interieur der Villa dann nicht klar ihr zufiel.


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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

31.07.2026 um 19:31
Zitat von ichhierichhier schrieb:Ich finde so eine Adoption auch immer sehr speziell. Er hätte doch auch ohne Adoption erben können.
Ich könnte mir vorstellen, dass das steuerliche Gründe hatte. Bei Kindern gelten andere Freibeträge als bei nicht verwandten Personen. Und umgekehrt sind Kinder ggf. zum Unterhalt ihre Eltern verpflichtet.

Aber es gibt sicher User die da besser Bescheid wissen.


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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

31.07.2026 um 19:35
Zitat von ichhierichhier schrieb:Ich finde so eine Adoption auch immer sehr speziell. Er hätte doch auch ohne Adoption erben können.
Ja, aber sie wollten den Firmennamen erhalten und steuerlich gibt es auch interessante Freibeträge.
Zitat von ichhierichhier schrieb:Interessant finde ich auch: die Familie kennt die Seniorin schon lange, aber die Adoption erfolgt sehr spät. Da gilt es ja nicht mehr z B ein Kleinkind abzusichern, sondern es geht um einen erwachsenen Mann.
Ja, etwas strange, v.a., weil sie ja sehr lange Zeit gehabt hätte, ihn zu unterstützen.
Zitat von ichhierichhier schrieb:Wieso hat sie ihn denn überhaupt noch adoptiert, wenn schon kurz vor der Adoption Zweifel an seinem Lebenswandel aufgekommen sind und sie bereits kurz danach überlegte, das Testament umzuschreiben?
Sie schien da kein gutes Händchen gehabt zu haben, siehe auch der Geschäftsführer, mit dem sie nicht zufrieden war.


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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

31.07.2026 um 19:44
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Ja, etwas strange, v.a., weil sie ja sehr lange Zeit gehabt hätte, ihn zu unterstützen.
Da war sie aber selbst eben auch noch 30 Jahre jünger. Ich vermute mal, sie hat aufgrund ihres Alters und Gesundheitszustands dann beschlossen, nun endlich Nägel mit Köpfen zu machen - manch einer hat sowas schon zu lange vor sich her geschoben und plötzlich war es zu spät.

Ich will jetzt nicht Charlotte Böhringer als Vergleichsbeispiel bemühen - aber es kann ja durchaus sein, dass Frau Hohlmann erst einmal gucken wollte, ob sich der potentielle Erbe/Adoptivsohn auch beruflich und persönlich so entwickelt wie sie es für richtig hielt.


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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

01.08.2026 um 18:43
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:aber es kann ja durchaus sein, dass Frau Hohlmann erst einmal gucken wollte, ob sich der potentielle Erbe/Adoptivsohn auch beruflich und persönlich so entwickelt wie sie es für richtig hielt.
Was dann offenbar nicht der Fall war gemäß dem zitierten Zeitungsartikel. So dass sie das Testament ändern wollte - offenbar in der Mord-Woche:
Nach übereinstimmenden Zeugenaussagen wollte Lieselotte Hohlmann in der Mord-Woche ihr Testament ändern. Doch dazu kam es nicht mehr, sie wurde vorher ermordet", sagt Vogt.
Quelle: https://www.waz.de/staedte/essen/article1709554/alles-wegen-der-steuer.html

Und zwar zulasten des Adoptivsohns und zugunsten der Nichte. Das sind aber ziemliche Zufälle, die dem Adoptivsohn hier noch gerade so ein Millionenerbe bescheren.

Allerdings:
doch der Adoptivsohn hatte zur Tatzeit ein Alibi: "Er war mit seinen Eltern zusammen
Sowas wie Partnerin/Eltern usw. ist natürlich immer ein "Super-Alibi" :troll:

Nun ist es allerdings nicht so, dass andere Personen des Inner Circle um Frau H. kein Motiv hätten:

Durch die Schenkung des Wohnhauses an die Bekannte von Frau H. (mit lebenslangem Nießbrauchrecht durch Frau H.) konnte diese erst mit dem Ableben über ihr Geschenk verfügen.

Dem Geschäftsführer des Ladens drohte womöglich die Entlassung, auf jeden Fall gab es Zerwürfnisse. Und schließlich gab es noch einen Konflikt mit dem Gärtner, die Bekannte von Frau H. erwähnt es im Gespräch in der nachgestellten Szene im Filmbeitrag am Rande.

Dann soll sich noch jemand in einer pastellfarbenen Limousine nach Frau H. erkundigt haben.

Jede Menge Möglichkeiten.


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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

01.08.2026 um 19:18
Für mich ist die entscheidende Frage: Wer wusste von den Notizbüchern?

In dem zu Anfang verlinkten WAZ Artikel ist zu lesen, dass in den Notizbüchern jeder Gedankengang notiert wurde. Ich denke, dass der Inhalt der Notizbücher sehr aufschlussreich ist.

Ich könnte mir auch vorstellen, dass eine Person heimlich die Notizen las und sich daraus dann ein Motiv ergab.


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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

01.08.2026 um 19:32
Zitat von ichhierichhier schrieb:Für mich ist die entscheidende Frage: Wer wusste von den Notizbüchern?
Ich würde denken, dass vermutlich recht viele Leute davon wussten. Wenn sie so viel darin notiert hat, wird das sicher auch einmal in der Gegenwart anderer Leute geschehen sein.

Und umgekehrt wird sie das notierte Wissen sicher auch mal ausgenutzt haben - also wenn z. B. jemand gesagt hat: "Nein, das haben wir doch nicht so vereinbart!", dann könnte sie ihr Notizbuch herausgezogen, aufgeschlagen und gesagt haben: "Oh doch mein Freund, siehst Du hier am soundsovielten um soundsoviel Uhr haben wir das ausgemacht, da steht es!"


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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

01.08.2026 um 19:43
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ich würde denken, dass vermutlich recht viele Leute davon wussten. Wenn sie so viel darin notiert hat, wird das sicher auch einmal in der Gegenwart anderer Leute geschehen sein.
Da schließe ich mich an.

Und Personen, die diese Angewohnheit mit eigenen Augen gesehen hatten bzw. darüber von Lieselotte Hohlmann in Kenntnis gesetzt wurden, können wiederum darüber im eigenen Bekanntenkreis gesprochen haben. Im Grunde wahrscheinlich ein offenes Geheimnis.


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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

01.08.2026 um 21:47
Zitat von LackyLuke77LackyLuke77 schrieb:Und Personen, die diese Angewohnheit mit eigenen Augen gesehen hatten bzw. darüber von Lieselotte Hohlmann in Kenntnis gesetzt wurden, können wiederum darüber im eigenen Bekanntenkreis gesprochen haben.
Das schon. Aber dennoch war das Notizbuch für komplett Außenstehende, sagen wir mal, einen beliebigen Räuber, dessen Tat eskalierte, der zufällig vorbeikam und sich dachte "in dieser tollen Villa wird sicher Einiges zu holen sein" sicherlich a) weder bekannt, noch b) interessant, dieses mitzunehmen. Denn wenn er damit aufgegriffen würde, wäre es ein schöner Beweis, und das wüsste er womöglich auch. Abgesehen davon passt die Übertötung schlecht zu diesem Szenario.

Nicht für jeden im Bekanntenkreis war das Notizbuch auch interessant. Ich denke, der Mörder stand im Notizbuch! Und das gleich mehrfach...


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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

01.08.2026 um 21:59
Zitat von sören42sören42 schrieb:Ich denke, der Mörder stand im Notizbuch! Und das gleich mehrfach...
Davon würde ich auch ausgehen. Nur: Da sie dummerweise ja den Berichten nach "alles" aufgeschrieben hat, kann das so ziemlich jeder sein, mit dem sie mal zu tun hatte.

Angefangen von dem engsten Umfeld über Angestellte bis hin zu einem Handwerker, der mal die Klospülung repariert hat.


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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

01.08.2026 um 22:12
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Angefangen von dem engsten Umfeld über Angestellte bis hin zu einem Handwerker, der mal die Klospülung repariert hat.
Gut, aber nicht jede(r), der oder die im Buch stand, hatte auch ein Motiv.
Zitat von AnGeAnGe schrieb:Setsam finde ich auch, dass bei einer derartigen Gesamtsituation (immenser Wohlstand und hohes Alter) die Bekannte und Beschenkte nicht die Polizei ruft, sondern mit einem Nachbarn, den sie ja auch erstmal anpsrechen und holen muss, einbricht, als sie einiges seltsam findet (Brennendes Licht, kein Kontakt, Schlüssel steckt von innen). Rettungswagen und/oder Polizei schien keine Option.
Ja, das ist schon etwas skurril. Damit wurde natürlich auch die Spurenlage im Haus verändert. Das muss nicht einmal wissentlich geschehen sein. Aber war halt so, das macht die Ermittlungen nicht gerade einfacher.


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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

01.08.2026 um 22:50
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ich könnte mir vorstellen, dass das steuerliche Gründe hatte. Bei Kindern gelten andere Freibeträge als bei nicht verwandten Personen.
So ist es. Wenn du nicht verwandt bist, zahlst du bei so einer Erbschaft richtig viel Steuern. So viel, dass nicht selten das Erbe gar nicht angetreten wird, denn die Steuern sind sofort fällig, egal wann das Erbe ausbezahlt wird.
Es gibt immer wieder diese romantischen Anwandlungen von reichen Leuten, die ihre Putzfrau/Pflegekraft/gute Freundin usw. als Alleinerbin einsetzen, das ist das Dümmste, was man machen kann. Besser in bar zu Lebzeiten verschenken.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ich will jetzt nicht Charlotte Böhringer als Vergleichsbeispiel bemühen
Der Vergleich springt sofort ins Auge, finde ich auch.


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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

02.08.2026 um 00:09
Zitat von sören42sören42 schrieb:Gut, aber nicht jede(r), der oder die im Buch stand, hatte auch ein Motiv.
Nein, aber mit der Tatsache, dass diese Bücher verschwunden sind, kann man nicht eingrenzen, wer als Täter in Frage kommt.

Wenn darin (fiktiv!) nur drei Leute erwähnt wären, wären die verdächtig. Da aber so ziemlich jeder darin erwähnt sein könnte, könnte auch jeder Interesse daran haben, die Bücher verschwinden zu lassen.

Und das Motiv muss ja nicht im Bereich der Erbschaft zu finden sein. Nehmen wir mal an, Installateur Müller hätte in dem Haus die Klospülung repariert (um bei meinem Beispiel zu bleiben) und die alte Dame hätte danach die Diamantbrosche von ihrer Mutter vermisst. Dann hat sie vermutet, dass er sie geklaut hat und ihn zur Rede gestellt. Sie droht ihm, die Polizei zu informieren aber er streitet alles ab. Weil es aber seinen Ruf beschädigen würde, wenn sie das rumerzählt, geht er noch mal hin um die Sache zu klären, ein Wort gibt das andere und....

Wenn dann in dem Buch steht "Müller hat die Klospülung repariert, Mutters Brosche ist weg, Müller hat die geklaut, leugnet aber - Polizei anrufen?" dann wäre das schon dumm, wenn die Polizei nach dem Mord das Buch findet.


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02.08.2026 um 01:01
Zitat von sören42sören42 schrieb:Nicht für jeden im Bekanntenkreis war das Notizbuch auch interessant. Ich denke, der Mörder stand im Notizbuch! Und das gleich mehrfach...
Der Bekanntenkreis wird um eine DNA-Probe gebeten worden sein, um diese mit der an den Asservaten sichergestellten abgleichen zu können. Bislang gab es aber keinen Treffer. Das spricht dafür, dass die Beziehung -falls es überhaupt eine gab- zwischen Täter und Opfer eher lose gewesen sein dürfte.


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02.08.2026 um 08:31
Zitat von sören42sören42 schrieb:Was dann offenbar nicht der Fall war gemäß dem zitierten Zeitungsartikel. So dass sie das Testament ändern wollte - offenbar in der Mord-Woche:
Man weiss ja nicht, was sie anderen wollte.
Ich habe nicht den Eindruck, dass es ein größeres Zerwuerfnis zwischen ihr und dem jungen Mann gab.

Vielleicht war es eine kleinere Änderung.
Es gab ja mehrere Haeuser/Wohnungen zu vererben und irgendwelche kleinere Dinge sicherlich auch noch...
Und es gab sicherlich einige Menschen, die sie in ihrem Testament bedacht hatte.
Zitat von TritonusTritonus schrieb:
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ich will jetzt nicht Charlotte Böhringer als Vergleichsbeispiel bemühen
Der Vergleich springt sofort ins Auge, finde ich auch.
Ja, an die musste ich auch denken.
Wobei sie ihr Geschäft besser im Griff hatte als CB.
Zwei Frauen mit Geld, was Begehrlichkeiten weckt.


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