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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

143 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Essen, Cold Case ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

02.08.2026 um 23:26
Zitat von LackyLuke77LackyLuke77 schrieb:Soll das ein Scherz sein? Der Einbrecher hätte es wohl kaum zugelassen, dass Lieselotte Hohlmann später der Polizei eine detaillierte Beschreibung über ihn zukommen lässt. Der Mord passt absolut zu einem eskalierten Einbruch.
Wenn alle Einbrecher oder Betrüger so denken würden, müssten wir Zehntausende umgebrachte ältere Frauen haben. In meiner Familie wurde eine ältere Frau gleich zweimal von Trickbetrügern und Dieben um Geld erleichtert. Die haben auch beide Male ihr Gesicht gezeigt und vom Auftreten her zuvorkommend. Gerade ältere Leute können sich ja oft auch nicht Gesichter merken.
Zitat von LackyLuke77LackyLuke77 schrieb:Das stimmt, der Punkt spricht eher gegen das Auskundschaften. Warum sich diese Person in auffälliger Weise nach der Adresse von Frau Hohlmann erkundigt hat, ist mir ein Rätsel. Welche Erklärungsansätze hast Du dafür?
Es wäre sicher als Polizei interessant, ob die Adresse öffentlich zugänglich war in den Gelben Seiten, Telefonbüchern usw. ... Wenn ja, dann macht es noch weniger Sinn.

Wenn es kein Einbrecher wäre, könnte es vielleicht eine Art von Geschäftspartner gewesen sein. Oder wirklich jemand, der sie von früher kannte. Das mit dem "geheimen Sohn", der ankommt und wo es dann eskaliert, ist vielleicht ein bisschen melodramatisch. Aber wenn es wirklich ein alter Bekannter gewesen war, würde es erklären, warum sie die Tür aufgemacht hat.


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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

02.08.2026 um 23:35
Zitat von baphbaph schrieb:Die haben auch beide Male ihr Gesicht gezeigt und vom Auftreten her zuvorkommend. Gerade ältere Leute können sich ja oft auch nicht Gesichter merken.
Möglich wäre aber, dass das Opfer den Einbrecher erkannt hat. Das muss nicht heißen, dass sie seinen Namen kannte, aber es wäre ja möglich, dass sie sowas gesagt hat wie: "Sie kenne ich doch, Sie arbeiten doch da unten an der Tankstelle!" oder so etwas.


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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

03.08.2026 um 08:28
Zitat von baphbaph schrieb:Wenn alle Einbrecher oder Betrüger so denken würden, müssten wir Zehntausende umgebrachte ältere Frauen haben.
Kommt sicherlich auf die konkrete Situation an.

Wenn der Einbrecher sich vorerst im Keller versteckt hätte, weil er aus seinem Auskundschaften das Wissen hatte, dass Frau Hohlmann unter der Woche am späten Vormittag die Villa verlässt (fiktive Annahme), könnte es ihn in Panik versetzt haben als er sie dann im Eingangsbereich wider Erwarten traf. Vielleicht rief sie bei seinem Anblick sogar um Hilfe, was von der Nachbarin gehört wurde. Überfordert mit der Situation schlug er mit jedem Gegenstand, der in seiner Reichweite war nach ihr um sie ruhig zu bekommen. Ich finde das nicht so unplausibel.
Zitat von baphbaph schrieb:Wenn es kein Einbrecher wäre, könnte es vielleicht eine Art von Geschäftspartner gewesen sein. Oder wirklich jemand, der sie von früher kannte. Das mit dem "geheimen Sohn", der ankommt und wo es dann eskaliert, ist vielleicht ein bisschen melodramatisch. Aber wenn es wirklich ein alter Bekannter gewesen war, würde es erklären, warum sie die Tür aufgemacht hat.
Aber passt die Häufigkeit der Besuche zu einem Geschäftspartner oder alten Bekannten? Gesehen wurde das Auto am Sonntag und Dienstag - selbst wenn er erst am Sonntag die Adresse durch Rumfragen herausbekam und er von Frau Hohlmann aufgrund einer fehlenden vorherigen Ankündigung nicht hereingelassen wurde, hätte es ja dann noch den Dienstag, also den Tag vor der Tat, gegeben.


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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

03.08.2026 um 08:44
Es hieß ja, dass der Gehstock das mutmaßliche Tatwerkzeug gewesen ist und dieser ist verschwunden.
Es wurde aber auch gesagt, dass sie mit weitere Gegenstände verletzt wurde.
Interessant, dass man an denen keine Fingerabdrücke finden konnte.

Ich könnte mir auch vorstellen, dass sie die Testamentsänderung immer mal wieder angedeutet hat, evtl sogar thematisiert hat.

Evtl hat sich jemand in ihr Haus begeben, um in den Notizbüchern nachzulesen, wie das Testament geändert werden sollte. Das könnte ja auch eine Person gewesen sein, welche ihr zwar nahe stand, aber bisher nicht bedacht wurde und sich Hoffnungen machte.
Da sie den Notizen nach aber wieder nicht bedacht werden sollte, beschließt sie, mit der Seniorin zu reden, was dann eskalierte.


Noch ein Punkt, welcher mir aufgefallen ist: der Todeszeitpunkt wird auf in etwa 11 Uhr festgelegt. Da war sie noch mit einem Morgenmantel bekleidet.
Wir kennen ihre Gewohnheiten nicht, aber ich schätze diese Generation so ein, dass sie aufstehen und sich anziehen. Selbst wenn sich ein Einbrecher im Keller versteckt hätte, hätte sie sich ja in der Zeit anziehen können.
Evtl lag aber auch an diesem Morgen ein Problem vor und sei es nur, dass sie einen steifen Nacken hatte und sich daher nicht selbst anziehen konnte und um Hilfe gebeten hat.
Seltsam ist es jedenfalls, denn der Verband war ja bereits gewechselt.


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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

03.08.2026 um 11:04
Zitat von ichhierichhier schrieb:hieß ja, dass der Gehstock das mutmaßliche Tatwerkzeug gewesen ist und dieser ist verschwunden.
Es wurde aber auch gesagt, dass sie mit weitere Gegenstände verletzt wurde.
Interessant, dass man an denen keine Fingerabdrücke finden konnte.
Meinst Du, dass der Täter während der Tatdurchführung Handschuhe getragen hatte?
Zitat von ichhierichhier schrieb:Noch ein Punkt, welcher mir aufgefallen ist: der Todeszeitpunkt wird auf in etwa 11 Uhr festgelegt. Da war sie noch mit einem Morgenmantel bekleidet.
Wir kennen ihre Gewohnheiten nicht, aber ich schätze diese Generation so ein, dass sie aufstehen und sich anziehen. Selbst wenn sich ein Einbrecher im Keller versteckt hätte, hätte sie sich ja in der Zeit anziehen können.
Dass sie noch ihren Morgenmantel trug, finde ich auch seltsam und bekomme ich noch nicht richtig eingeordnet. Spricht für mich erstmal dafür, dass sie keinen Besuch erwartete und vom Täter überrascht worden sein dürfte.

Deine Erklärung, dass sie sich möglicherweise an jenem Morgen nicht selbst umkleiden konnte, finde ich gut. Wobei mir die Verbindung zur Tat noch fehlt - wenn sie um Hilfe gebeten hätte, wäre da vermutlich eine Person aus ihrem nahen Umfeld in Frage gekommen und wohl eher auch eine Frau, so würde ich vermuten. Passt aber nicht mit der DNA-Spur zusammen.


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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

03.08.2026 um 11:28
Zitat von LackyLuke77LackyLuke77 schrieb:Aber passt die Häufigkeit der Besuche zu einem Geschäftspartner oder alten Bekannten?
Ein Geschätfspartner wäre vermutlich eher in der Lage gewesen, die Adresse herauszubekommen bzw. mit ihr Kontakt aufzunehmen - er hätte ja z. B. einen Brief im Geschäft abgeben können.

Und bei einem alten Bekannten: Der hätte dann schon ein sehr alter Bekannter gewesen sein müssen, dass er ihre Adresse nicht (mehr) kennt. Sie hat doch offenbar schon sehr lange dort gewohnt.

Aber irgendwie finde ich es etwas seltsam, dass man als ein "alter Bekannter" einfach so vor der Tür stehen will. Denn das war ja wohl der Plan, wenn die Geschichte stimmt.

Sicher, eine "Überraschung" kann ja ganz witzig sein, aber gerade bei einer älteren Dame könnte ich mir vorstellen, dass man da leicht zur "Unzeit" kommt, z. B. weil sie noch im Morgenmantel ist oder generell lieber etwas vorbereitet hätte. Wobei es natürlich auch wieder eine Typfrage ist: Manche Leute sind da "schmerzfrei" und stehen zu allen möglichen oder unmöglichen Zeiten vor der Tür.

Also irgendwie kann ich persönlich mir weder einen Geschäftspartner noch einen "alten Bekannten" so wirklich vorstellen. Andererseits: Wäre ein Einbrecher/Auftragsmörder wirklich so dumm, in der Gegend rumzufragen?


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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

03.08.2026 um 11:44
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Andererseits: Wäre ein Einbrecher/Auftragsmörder wirklich so dumm, in der Gegend rumzufragen?
Vielleicht war dieses Vorgehen alternativlos. So vorsichtig wie Lieselotte Hohlmann beschrieben wird, würde es mich nicht wundern, wenn sie nicht im Telefonbuch stand und von außen (z.B. fehlende Beschriftung der Klingel / des Briefkastens) nicht sichtbar war, dass sie die Villa bewohnte.

In der Theorie hätte noch die Möglichkeit bestanden sie an ihrem Geschäft abzupassen und ihr dann zu folgen. Aber auch das wäre nicht ohne Risiko gewesen.


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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

03.08.2026 um 11:54
Zitat von LackyLuke77LackyLuke77 schrieb:Meinst Du, dass der Täter während der Tatdurchführung Handschuhe getragen hatte?
Das wäre ein Möglichkeit. Allerdings würde ich es seltsam finden, dass jemand so gut vorbereitet ist, dass er Handschuhe trägt, aber so schlecht, dass er herumstehende Gegenstände als Tatwaffe nutzt. Passt irgendwie nicht.

Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass man einen Auftragsmörder beauftragt, ihm aber nicht die Adresse nennt. Ich könnte mir da eher einen Vertreter vorstellen, der sie zuhause besuchen wollte.


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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

03.08.2026 um 12:29
Zitat von LackyLuke77LackyLuke77 schrieb:So vorsichtig wie Lieselotte Hohlmann beschrieben wird, würde es mich nicht wundern, wenn sie nicht im Telefonbuch stand und von außen (z.B. fehlende Beschriftung der Klingel / des Briefkastens) nicht sichtbar war, dass sie die Villa bewohnte.
Das kann schon sein, aber wenn man keine unlauteren Absichten hat, kann man das auch beim Einwohnermeldeamt erfragen. Das wäre zumindest zeitsparender als in der Gegend rumzulaufen und Leute anzuquatschen.

Andererseits:
Zitat von ichhierichhier schrieb:Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass man einen Auftragsmörder beauftragt, ihm aber nicht die Adresse nennt.
was ich genauso sehe: Ein Täter aus dem engeren Umfeld hätte die Adresse gekannt. Und ein Auftragsmörder hätte sie von seinem Auftraggeber erhalten.

Und bei einem "normalen" Einbrecher ohne Mordabsichten weiß ich nicht so recht, warum der wiederum nach Frau Hohlmann fragen sollte. Solche Leute suchen ihr Ziel doch meist nach dem äußeren Anschein aus, und da wäre diese Villa in Frage gekommen, egal ob da nun Frau Hohlmann, Frau Müller oder Frau Meier wohnt.

Und wenn man unterstellt, dass der Einbrecher ganz gezielt zu ihr wollte weil er eine bestimmte Sache aus der Villa holen wolle, dann passt das auch wieder nicht: Wer weiß, dass es in der Villa Hohlmann einen echten Picasso aus dem Frühwerk gibt (fiktives Beispiel!), der weiß doch auch, wo die Villa steht.

Irgendwie passt es hinten und vorne nicht, wobei ich eher dazu tendieren würde, dass der Mann der nach der Adresse fragte, nichts mit dem Mord zu tun hat.


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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

03.08.2026 um 13:37
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Und bei einem "normalen" Einbrecher ohne Mordabsichten weiß ich nicht so recht, warum der wiederum nach Frau Hohlmann fragen sollte.
Das kommt drauf an, wie der Einbrecher auf Lieselotte Hohlmann aufmerksam geworden ist.

Vor der Tat gab es bei Lieselotte Hohlmann sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich Spannungen. Vielleicht hatte sich eine Person, die mit Frau Hohlmann in einem Konflikt steckte, darüber im eigenen Umfeld Luft verschafft - hierbei könnten unbeabsichtigt Informationen zum Familienstand und dem Vermögen gestreut worden sein, wodurch der Plan reifte bei ihr einzubrechen.

Das würde jedenfalls erklären, warum ein Einbrecher sich gezielt für Lieselotte Hohlmanns Anschrift interessiert hatte.


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03.08.2026 um 13:55
Folgende Punkte sprechen mMn auch gegen einen Einbrecher:

- es gab keine Einbruchsspuren
- es wurde keine wirklich große Beute gemacht
- das Grundstück wurde von einem Hund bewacht

Vielleicht war sie ja auch verabredet, der Besuch kam aber zu früh und sie war daher noch im Morgenmantel. Da würde ich aber meinen, dass es dann eine ihr sehr nahestehende Person gewesen ist, so dass sie trotz des Morgenmantels die Türe öffnete.


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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

03.08.2026 um 14:00
Zitat von ichhierichhier schrieb:es gab keine Einbruchsspuren
Dafür gibt es eine plausible Erklärung:
Drei Jahre vor ihrem Tod hatte Hohlmann einen schweren Unfall erlitten. Seitdem musste sie sich morgens den Fuß verbinden. Den alten Verband entsorgte sie täglich in der Mülltonne vor dem Haus.

Kurz vor der Tat war die Mülltonne von der Müllabfuhr geleert worden - der Verband war das einzige, was sich darin befand. Die Theorie: Der Täter könnte sich im Garten versteckt haben, bis die Witwe das Haus verließ, um den Müll hinauszubringen. Den Moment der offenen Haustür nutzte er, um unbemerkt ins Haus zu gelangen.

Möglicherweise ging er direkt in den Keller, wo sich hinter Regalen ein Safe befand.
Wer tötete die Millionärin in Essen? (WDR)
Zitat von ichhierichhier schrieb:es wurde keine wirklich große Beute gemacht
Sehe ich nicht so:
Zudem entwendete der Täter nach Erkenntnissen der Polizei aus der Handtasche seines Opfers rund 10.000 D-Mark Bargeld, Goldschmuck und zwei Notizbücher.
Mord an Essener Millionärin seit Jahrzehnten ungeklärt (ZDF)
Zitat von ichhierichhier schrieb:das Grundstück wurde von einem Hund bewacht
Darauf wird in den wenigsten Berichten eingegangen. Vielleicht hatte sie den zur Tatzeit auch gar nicht mehr. Oder er war in einem Zwinger eingesperrt. Der Hund scheint aber keine große Rolle zu spielen.


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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

03.08.2026 um 18:20
Zitat von LackyLuke77LackyLuke77 schrieb:
Zitat von ichhierichhier schrieb:es wurde keine wirklich große Beute gemacht
Sehe ich nicht so:
Zudem entwendete der Täter nach Erkenntnissen der Polizei aus der Handtasche seines Opfers rund 10.000 D-Mark Bargeld, Goldschmuck und zwei Notizbücher.
Ich finde, wenn man den zuvor verlinkten YouTube-Film anschaut, dass der Täter durchaus mehr hätte erbeuten können. Es werden ja einige Zimmer gezeigt und ich gehe davon aus, dass auch dort einige Sammlerstücke standen.

Auch finde ich es erstaunlich, dass nur zwei Schmuckstücke erbeutet wurden.


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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

03.08.2026 um 23:25
Interessant wäre mal, zu eruieren, von welcher Seite die Hinweise stammen, es habe sich jemand nach ihr erkundigt, der in einem pastellfarbenen Fahrzeug mit ortsfremdem (aber nicht bekannten) Kennzeichen gesehen wurde.

Es könnte sich um einen "red herring", also das gezielte Lancieren einer Falschinformation, handeln - hier mit dem Ziel, den möglichen Täterkreis zu erweitern.


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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

03.08.2026 um 23:33
Frank Vogt stößt in den alten Akten und bei seinen Ermittlungen auf eine Merkwürdigkeit wenige Tage vor dem Mord. Zeugen berichten, gleich zweimal habe in der einsamen Straße ein Daimlerfahrer nach der Villa der Witwe gefragt. Bisher aber hat diese Spur nirgendwohin geführt.
Zwei Mordfälle lassen Polizeibeamten in Essen keine Ruhe (WAZ)
Für die Ermittler ist auch folgender Umstand von Interesse: In den Tagen vor der Tat soll ein unbekannter Mann im Alter von etwa 50 bis 60 Jahren im Ortsteil Burgaltendorf mehrfach nach der Adresse von Lieselotte Hohlmann gefragt haben. Er habe angegeben, ein Bekannter der 78-Jährigen zu sein und sie besuchen zu wollen.

Der Unbekannte soll in einer silber- oder pastellfarbenen Limousine mit Stufenheck unterwegs gewesen sein, möglicherweise ein Mercedes oder ein Audi. Aber weder das Fahrzeug noch der Mann konnten identifiziert werden. Sicher sind sich Zeugen nur über eines: Das Auto hatte kein Essener Kennzeichen.
Mord an Essener Millionärin seit Jahrzehnten ungeklärt (ZDF)

Das scheint von Anwohnern so angegeben worden zu sein.


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03.08.2026 um 23:39
Zitat von ichhierichhier schrieb:Ich finde, wenn man den zuvor verlinkten YouTube-Film anschaut, dass der Täter durchaus mehr hätte erbeuten können. Es werden ja einige Zimmer gezeigt und ich gehe davon aus, dass auch dort einige Sammlerstücke standen.
Gut möglich, aber die muss man ja auch erst mal abtransportieren und einen Käufer dafür finden. Bei Gemälden usw. eher schwierig.

Ich würde aber denken, dass es auch kleinere Sachen mit materiellem Wert gab: Schmuck, Silberbesteck.... Und dass der Täter es auf sowas abgesehen hatte. Also aus Sicht des Täters wohl nicht die Beute, die er erhofft hatte.


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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

03.08.2026 um 23:56
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ich würde aber denken, dass es auch kleinere Sachen mit materiellem Wert gab: Schmuck, Silberbesteck.... Und dass der Täter es auf sowas abgesehen hatte. Also aus Sicht des Täters wohl nicht die Beute, die er erhofft hatte.
Meine Vermutung geht eher dahin, dass hier nicht um einen Raubmord geht, sondern dieser womöglich nur vorgetäuscht wurde. Die Handtasche hätte der Täter auch ohne Mord leicht an sich bringen können.


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Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

04.08.2026 um 08:26
Zitat von sören42sören42 schrieb:Es könnte sich um einen "red herring", also das gezielte Lancieren einer Falschinformation, handeln - hier mit dem Ziel, den möglichen Täterkreis zu erweitern.
Von einem der Verdächtigen oder von der Polizei? Soweit ich weiß, ist das gezielte Legen eines Red Herrings für letztere eher nicht möglich, erst recht nicht jahrzehntelang und gegenüber einer größeren Öffentlichkeit.

Trotzdem kann die Polizei natürlich schon sehr genau einen Täter im Kopf haben und gleichzeitig in der Kommunikation nach außen hin mehrere Varianten offen lassen und nebeneinanderstellen, um den oder die mutmaßlichen Täter sicher zu wiegen und gleichzeitig ergebnisoffen zu sein. Gerade bei der Auswahl an Cold Cases, die zu Aktenzeichen XY gebracht werden, steht das zu vermuten an, und auch in diesem konkreten Fall würde es mich nicht wundern. Selten erinnert sich ein Passant rund 30 Jahre später an irgendwas, die Message richtet sich fast eher an das Umfeld von Täter oder Opfer, Neues preiszugeben. Offenbar hat sich ja auch in diesem Fall eine ehemalige Mitarbeiterin des Opfers bei der Polizei gemeldet.


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04.08.2026 um 09:30
Zitat von sören42sören42 schrieb:Meine Vermutung geht eher dahin, dass hier nicht um einen Raubmord geht, sondern dieser womöglich nur vorgetäuscht wurde. Die Handtasche hätte der Täter auch ohne Mord leicht an sich bringen können.
Das sehe ich auch so. Ich denke, dass es in erster Linie um die Bücher ging, da diese deutliche Hinweise auf den Täter lieferten. Dass dann das Geld und die Schmuckstücke noch mitgenommen wurden, lag sicherlich daran, dass die eben gerade auch greifbar waren.


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04.08.2026 um 13:30
Ich darf an die männliche DNA-Spur erinnern, die bislang nicht zugeordnet werden konnte. Das schließt Personen aus Lieselotte Hohlmann engstem Umfeld erstmal aus.

Es kann natürlich sein, dass eine Person aus ihrem nahen Umfeld einen Dritten beauftragt hat, die Tat durchzuführen. Das halte ich aber für unwahrscheinlich, denn selbst wenn man sich auf so etwas einlassen würde, würde man doch eine eigene Waffe mitbringen.

Ferner besteht noch die Möglichkeit, dass es ein Bekannter war, den die Polizei noch nicht ermitteln konnte. Aber auch das erscheint mir mehr als fraglich, denn warum sollte Frau Hohlmann diesen ihrer Bekannten oder dem Adoptivsohn gegenüber nie erwähnt haben? Zudem soll sie sehr zurückgezogen gelebt haben.

Ich denke, dass damals aufgrund der Brutalität der Tat, dem Mitnehmen der Notizbücher und den fehlenden Einbruchsspuren die erste Ermittlungsrichtung das engere Umfeld war. Aber durch das seit kurzem vorhandene DNA-Profil ist diese Theorie schwer aufrechtzuerhalten.


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