LackyLuke77 schrieb am 12.08.2026:...so als ob der Täter nur den Inhalt der Handtasche mitgenommen hätte. Wenn die Handtasche fehlen würde, hätte man es auch anders formulieren können (z.B. "Zudem entwendete der Täter nach Erkenntnissen der Polizei die Handtasche seines Opfers, in der sich rund 10.000 D-Mark Bargeld, Goldschmuck und zwei Notizbücher befanden").
Ich hatte mir gestern die MordOrte-Doku angeschaut und an einer Stelle in dieser scheint die echte Handtasche tatsächlich gezeigt zu werden. Sie ist also wahrscheinlich nicht mitgenommen worden.
LarsAttacks schrieb am 12.08.2026:Ein geplanter Besuch einer bekannten Person zur Tatzeit schließt sich meiner Meinung nach aus. Diesen wird sie nicht im Morgenrock empfangen haben. Ich kenne das von meiner Mutter und Großmutter. Die hätte sich vorher immer vollständig angezogen.
Das ist mir zu sicher. Ja, diese Generationen legten schon mehr Wert auf ihr öffentliches Auftreten, aber das ist ja nur eine generelle Tendenz, nicht absolut. Auch nicht, dass sie unter keinen Umständen Leuten spontan aufgemacht hätte. Jeder von uns hat Verhaltensmuster im Alltag, von denen man aber immer mal abweichen kann, weil z. B. etwas Unvorhergesehenes passiert. Gerade dass sie von allen Ecken ihrer 20-Zimmer-Villa ausgerechnet im Eingangsbereich tot aufgefunden wurde, macht laut Polizei ein Türöffnen wahrscheinlicher.
Und was du sagst: Über Hecken und Zäune klettern können auch nicht nur Einbrecher, sondern auch Bekannte, Erben oder Angestellte, wenn sie etwas Böses im Schilde führen oder auch nur ein Gespräch erzwingen wollen, das dann eskaliert. Wenn man sich die MordOrte-Doku ansieht, muss man da nicht extrem sportlich sein.
Insgesamt sehr interessant, dass sich die MordOrte-Doku stärker auf die Einbruchsthese fokussiert. Wobei der Polizist da ja zurückhaltender war und die Theorie besonders von dem befreundeten Nachbarn der Hauserbin bestärkt wurde. Es dürfte allgemein angenehmer im Leben für die Erben sein, dass es noch die Einbruchtstheorie als Alternative gibt, als das stattdessen einer von ihnen der Mörder ist. Wenn die Nachbarn und Bekannten jahrelang über einen spekulieren, ob man nun Mörder ist oder nicht, stelle ich mir sehr kräftezehrend vor. Gerade wenn man eben nicht der Täter ist. Die Hauserbin scheint ja auch die Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt und außerdem die Dreharbeiten auf ihrem Grundstück erlaubt zu haben.
Aber es fällt schon auf, dass je nach Berichterstattung andere Schwerpunkte gesetzt werden, ob es nun Ermittlungstaktik oder einfach nur die Entscheidung der Medienmacher ist.