Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

81 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Essen, Cold Case ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

um 09:28
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Ja, an die musste ich auch denken.
Wobei sie ihr Geschäft besser im Griff hatte als CB.
Zwei Frauen mit Geld, was Begehrlichkeiten weckt.
Im Film wurde sie schon exzentrisch dargestellt und so ein tolles Händchen hatte sie nicht, zumindest beim Personal, sie war mit der Leistung des Geschäftsführers ja sehr unglücklich und hat das nicht gerade diplomatisch gelöst. Aus derartigen Konflikten kann sich durchaus auch ein Motiv ergeben.


melden

Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

um 13:29
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Zwei Frauen mit Geld, was Begehrlichkeiten weckt.
Und zwei Frauen die dieses Geld durchaus auch als, sagen wir mal: Lockmittel eingesetzt haben könnten. Im Sinne von: "Wenn Du immer brav machst, was ich sage, erbst Du was!"

Damit möchte ich den Opfern keine Mitschuld geben, aber ich glaube, dass so eine Konstellation problematisch wird, wenn die "Gegenseite" irgendwann erfährt, dass sie zwar jahrelang "geknechtet" wurde, nun aber möglicherweise die Belohnung dafür abhanden kommt.

Und: Sie zieht vermutlich auch einen bestimmten Charakter an, der das mit sich machen lässt anstatt irgendwann rechtzeitig mal zu sagen: "Nö, weißt Du was, behalte Dein Geld! Ich bin nicht Dein Diener....." und sich was Eigenes aufzubauen, so dass er auf das Geld nicht mehr angewiesen ist.

Wohlgemerkt: Ich will nicht behaupten, dass das in diesem Fall so war, aber es ist eine Konstellation, die es vemutlich öfter gibt.


melden

Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

um 15:54
Zu den Notizbüchern, wurde die gesamte Handtasche gestohlen? Wenn ja, waren die Notizbücher nur Beifang. Wenn nein, dann war es beabsichtigt.

Es war bekannt, dass die reich ist. Das zieht Kreise. Das spricht sich rum. Irgendeiner wittert seine Chance. Auch die Info mit dem Notizbuch. Google Maps und Street View gab es noch nicht, du musstest persönlich vor Ort ausspionieren. Die Gefahr, dass die Millionärin ins Notizbuch schreibt: Unbekannter vorm Haus, braune Lederjacke amtliches Kennzeichen XY 1234 ist gegeben,malso nimmt der Täter es mit. Also nimmt der aus dem Bekanntenkreis es mit genauso wie ein Töter von ausserhalb mitnimmt. Ich glaube wie im JOGTZE Fall, das Notizbuch ist unbedeutend, es sei denn es wird als Beweismittel beim Täter gefunden.

Von daher vermute ich den Täter ausserhalb, allein die DNA spricht dafür. Verwandschaftlich kann man so eine DNA ja auch eingrenzen? Hat man nicht, also ist der Täter nicht aus der Verwandschaft.


1x zitiertmelden

Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

um 16:50
Zitat von C4ISRC4ISR schrieb: Die Gefahr, dass die Millionärin ins Notizbuch schreibt: Unbekannter vorm Haus, braune Lederjacke amtliches Kennzeichen XY 1234 ist gegeben,malso nimmt der Täter es mit.
Das glaube ich wiederum nicht. Ich denke schon, dass es eine Beziehung zwischen Täter und Opfer gab und der Täter Angst hatte, in dem Buch zu stehen. Zudem glaube ich, dass der Täter eventuell gar nicht in Tötungsabsicht kam, sonst hätte er doch eine Tatwaffe mitgebracht. Vielleicht gab es da eine Aussprache und dann eine Auseinandersetzung, die tödlich endete.


melden

Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

um 16:54
In dem in der Diskussion bereits verlinkten MordOrte-Video heißt es, dass das Auto des unbekannten Mannes am Sonntag und Dienstag aufgefallen sein soll - die Tat geschah am Mittwoch. Ich halte es für plausibel, dass hierbei das Anwesen ausgekundschaftet wurde und der Täter infolgedessen Kenntnis über Lieselotte Hohlmanns Angewohnheit hatte den Verband in der Mülltonne zu entsorgen. Am Tattag nutzte er diesen Umstand aus und gelangte durch die offene Tür in die Villa.

Dies würde auch erklären, warum sie noch ihren Morgenmantel trug - sie hätte in diesem Szenario keinen Besuch gehabt / erwartet und war dementsprechend noch nicht umgezogen.

Warum der Täter die Notizbücher mitnahm, bleibt derweil unklar. Vielleicht unterschied er vor Ort auch einfach nicht zwischen den Gegenständen in der Handtasche und nahm den gesamten Inhalt mit.

Unterm Strich lässt sich das Szenario des eskalierten Einbruchs mit den vorhandenen Informationen besser in Einklang bringen als die Tat durch einen Bekannten bzw. den durch einen Bekannten in Auftrag gegebenen Mord.


3x zitiertmelden

Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

um 17:20
Zitat von LackyLuke77LackyLuke77 schrieb:Unterm Strich lässt sich das Szenario des eskalierten Einbruchs mit den vorhandenen Informationen besser in Einklang bringen als die Tat durch einen Bekannten bzw. den durch einen Bekannten in Auftrag gegebenen Mord.
Weiß nicht, ob ich bei der letzten Beurteilung zustimmen würde. Die Formulierung des Ermittlers mit "durchaus auch denkbar" in der WA klingt dahingehend auch eher so, dass sie die Einbrecher-Theorie für nicht ganz unwahrscheinlich halten, es aber auch nicht ihre erste Vermutung ist. Dass es im direkten zeitlichen Umfeld einer millionenschweren Testamentsänderung zum Mord kommt, ist schon an sich ein ziemlicher Zufall.

Wenn der Einbrecher so professionell und so gut vorbereitet war, dass er selbst ihre Angewohnheit auskundschaften konnte, täglich ihren Verband in der Mülltonne zu entsorgen, und dann in diesen 1-2 Minuten hereinflitzen konnte, stellen sich mir zwei Fragen:

Warum sich auffällig über Tage unmittelbar vor Tat durch die Siedlung fragen, wo die Frau wohnt. Ein Riesengeheimnis wird es vielleicht gar nicht gewesen sein. Gäbe es da nicht auch Methoden, die für einen Profi subtiler wären?

Warum der sehr Mord mit Übertötung, bei dem offenbar alle möglichen Gegenstände ihr über den Kopf geschlagen wurden? Ein Einbrecher, der sie ruhig und gewissenhaft wie ein Profi ausgekundschaftet hätte, müsste im Normalfall so gut vorbereitet sein, dass er mit einer gehbehinderten alten Frau auf eine Art und Weise fertig wird, ohne sie auf sehr emotionale und brutale Weise zu ermorden (und sein potenzielles Strafmaß damit zu vervielfachen). Dass das Notizbuch fehlt und auch das Einbruchspotenzial des Hauses kaum ausgeschöpft würde, sind auch zwei Punkte.

Sicher halte ich es nicht für unmöglich, und meine zwei Fragen schließen es auch nicht aus (Ausnahmen oder plötzliche Zwischenfälle gibt es immer), aber glatt wirkt auf mich auch das Einbruchszenario nicht.

Interessant wäre, mehr zu wissen, auf welche Weise die Spuren der zwei engeren Bekannten "berechtigt" am Tatort waren. Könnte es nur bedeuten, dass man ihnen als häufigen Gästen des Hauses allein wegen der Spuren nichts unterstellen kann?


3x zitiertmelden

Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

um 17:21
Zitat von LackyLuke77LackyLuke77 schrieb:Warum der Täter die Notizbücher mitnahm, bleibt derweil unklar. Vielleicht unterschied er vor Ort auch einfach nicht zwischen den Gegenständen in der Handtasche und nahm den gesamten Inhalt mit.
Wobei es ja durchaus, je nach Grad des Auskundschaftens, auch möglich wäre, dass ein "normaler" Einbrecher von der Gewohnheit erfahren hat, dass sie alles mögliche aufschreibt. Andererseits: Wäre jemand, der so genau auskundschaftet, nicht doch vorher auch noch anders aufgefallen?


melden

Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

um 17:30
Zitat von baphbaph schrieb:Interessant wäre, mehr zu wissen, auf welche Weise die Spuren der zwei engeren Bekannten "berechtigt" am Tatort waren. Könnte es nur bedeuten, dass man ihnen als häufigen Gästen des Hauses allein wegen der Spuren nichts unterstellen kann?
Die Spuren werden zumindest ja nicht so eindeutig mit der Tat zusammenhängen, dass klar ist, dass die Leute den Mord begangen haben.

Es kommt ja nicht nur darauf an, dass es Spuren gibt, sondern auch wo und wie.

Also: Spuren z. B. an den Türgriffen, Möbeln usw. im Wohnbereich sind mal raus, weil sie bei jedem Besuch dort zu Stande gekommen sein könnten.

Spuren in Räumen, die man normalerweise als Besucher nicht betritt, lassen sich aber oft irgendwie erklären. Also z. B. "Ja klar, dass Sie meine Spuren im Keller gefunden haben ist kein Wunder, sie hatte mich mal gebeten, noch eine Flasche Wein hochzuholen, sie konnte ja nicht mehr so gut die Treppe laufen, ja, und die Heizung habe ich auch mal eingeschaltet als es kühler wurde im Herbst....Ach, und in der Waschküche war ich auch, weil ich mal gucken sollte, ob die Wäsche schon trocken ist...."

Etwas anderes wären dann Spuren, die eindeutig mit dem Mord zusammenhängen, also z. B. an der Tatwaffe im Blut des Opfers.

Nur: So eindeutig ist das vermutlich nicht.


1x zitiertmelden

Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

um 17:51
Zitat von baphbaph schrieb:Warum der sehr Mord mit Übertötung, bei dem offenbar alle möglichen Gegenstände ihr über den Kopf geschlagen wurden? Ein Einbrecher, der sie ruhig und gewissenhaft wie ein Profi ausgekundschaftet hätte, müsste im Normalfall so gut vorbereitet sein, dass er mit einer gehbehinderten alten Frau auf eine Art und Weise fertig wird, ohne sie auf sehr emotionale und brutale Weise zu ermorde
Ich gehe davon aus, dass ein Einbrecher am liebsten den Hausbesitzer während einer Tat gar nicht begegnen möchte. Es wird ja vermutet, dass der Täter sich im Keller versteckt haben könnte.
Möglicherweise ging er direkt in den Keller, wo sich hinter Regalen ein Safe befand. Um jedes Geräusch wahrzunehmen, könnte er Kühlschränke und Truhen ausgeschaltet haben. Vielleicht hörte Lieselotte Hohlmann doch etwas. Ging die Treppe hinunter. Traf im Eingangsbereich auf den Täter. Dort kam es zum Angriff. "Ist auch durchaus denkbar", sagt Ermittler Dustin Wisnewski.
Wer tötete die Millionärin in Essen? (WDR)

Vielleicht wollte er abwarten bis Frau Hohlmann die Villa verlässt - als dies nicht geschah, begab er sich nach oben und es kam zum verhängnisvollen Zusammentreffen. Überfordert mit der Situation schlug er wie von Sinnen auf das Opfer ein - so könnte ich mir die Übertötung erklären.
Zitat von baphbaph schrieb:Interessant wäre, mehr zu wissen, auf welche Weise die Spuren der zwei engeren Bekannten "berechtigt" am Tatort waren. Könnte es nur bedeuten, dass man ihnen als häufigen Gästen des Hauses allein wegen der Spuren nichts unterstellen kann?
Wurde das so gesagt, dass die Spur von engeren Bekannten war? Im MordOrte-Beitrag äußert sich der Cold-Case-Ermittler zu den drei DNA-Spuren und ich habe es so verstanden, dass die zwei zugeordneten Spuren von damals am Tatort arbeitenden Kriminaltechnikern gelegt wurden.
Zitat von baphbaph schrieb:Warum sich auffällig über Tage unmittelbar vor Tat durch die Siedlung fragen, wo die Frau wohnt. Ein Riesengeheimnis wird es vielleicht gar nicht gewesen sein. Gäbe es da nicht auch Methoden, die für einen Profi subtiler wären?
Das stimmt, der Punkt spricht eher gegen das Auskundschaften. Warum sich diese Person in auffälliger Weise nach der Adresse von Frau Hohlmann erkundigt hat, ist mir ein Rätsel. Welche Erklärungsansätze hast Du dafür?


2x zitiertmelden

Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

um 18:03
Zitat von LackyLuke77LackyLuke77 schrieb:Vielleicht wollte er abwarten bis Frau Hohlmann die Villa verlässt - als dies nicht geschah, begab er sich nach oben und es kam zum verhängnisvollen Zusammentreffen. Überfordert mit der Situation schlug er wie von Sinnen auf das Opfer ein - so könnte ich mir die Übertötung erklären.
Was ich seltsam finde in dem von Dir zitierten Beitrag ist dieses
Um jedes Geräusch wahrzunehmen, könnte er Kühlschränke und Truhen ausgeschaltet haben.
Quelle: https://www1.wdr.de/nrw/essen/essen-mord-millionaerin-aktenzeichen-xy-100.html#-4387261444824698900

Wie soll man das verstehen "könnte ausgeschaltet haben" - waren die Dinger abgeschaltet, als das Opfer gefunden wurde? Da wäre es doch sehr unwahrscheinlich, dass das Opfer das selbst getan hat, sofern noch Sachen drin waren, die eigentlich gekühlt werden müssten.

Oder spekuliert man das nur, weil sie angeschaltet waren als man das Opfer fand? Aber worauf gründet sich dann diese Spekulation?


melden

Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

um 18:09
Youtube: Täter klaut Tagebücher des Opfers | WDR Lokalzeit MordOrte
Täter klaut Tagebücher des Opfers | WDR Lokalzeit MordOrte
Externer Inhalt
Durch das Abspielen werden Daten an Youtube übermittelt und ggf. Cookies gesetzt.


Ja, die Kühlgeräte im Keller waren abgeschaltet. Wird im Video beim Zeitstempel 08 Minuten 40 Sekunden thematisiert.


1x zitiertmelden

Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

um 18:13
Zitat von LackyLuke77LackyLuke77 schrieb:Ja, die Kühlgeräte im Keller waren abgeschaltet. Wird im Video beim Zeitstempel 08 Minuten 40 Sekunden thematisiert.
Ah, danke, das hatte ich irgendwie nicht mitbekommen.

Das würde dann aber doch sehr für einen Einbruch sprechen - klar, könnte natürlich auch jemand gemacht haben, um einen Einbruch vorzutäuschen, aber würde man dann nicht mehr und eindeutige Dinge machen?


1x zitiertmelden

Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

um 19:29
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:as würde dann aber doch sehr für einen Einbruch sprechen - klar, könnte natürlich auch jemand gemacht haben, um einen Einbruch vorzutäuschen, aber würde man dann nicht mehr und eindeutige Dinge machen?
Das Bedürfnis, genau hören zu können, kann jeder potenzielle Täter gehabt haben, auch ein Mensch, der den Haushalt kannte und die Geräuschkulisse der Geräte und der im Keller aus irgendwelchen Gründen ausgeharrt hat und dabei möglichst viel Hörkontrolle anstrebte.


1x zitiertmelden

Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

um 19:40
Zitat von LackyLuke77LackyLuke77 schrieb:Unterm Strich lässt sich das Szenario des eskalierten Einbruchs mit den vorhandenen Informationen besser in Einklang bringen als die Tat durch einen Bekannten bzw. den durch einen Bekannten in Auftrag gegebenen Mord.
Nein, das denke ich nicht. Dazu passt schon mal nicht die Übertötung - oder der Mord überhaupt. Da hätte es doch vollkommen ausgereicht, ihr die Handtasche zu entreißen. Also keine Motivlage für einen Mord.

Und der "Zufall", dass ein Notartermin am Mord-Tag (!) nur deshalb nicht stattfinden konnte, weil der Mord dazwischen kam, ist schon ziemlich auffällig. Die Dame wird sicher nicht täglich Notar-Termine gehabt haben. Sicher, das konnte der Täter auch genutzt haben, um den Verdacht auf den Adoptivsohn zu lenken, keine Frage.

Aber auch den Notartermin wird sicherlich nicht jeder gekannt haben - das sind eben schon Dinge, die auf einen "Inner Circle" weisen.
Zitat von baphbaph schrieb:Warum der sehr Mord mit Übertötung, bei dem offenbar alle möglichen Gegenstände ihr über den Kopf geschlagen wurden? Ein Einbrecher, der sie ruhig und gewissenhaft wie ein Profi ausgekundschaftet hätte, müsste im Normalfall so gut vorbereitet sein, dass er mit einer gehbehinderten alten Frau auf eine Art und Weise fertig wird, ohne sie auf sehr emotionale und brutale Weise zu ermorden (und sein potenzielles Strafmaß damit zu vervielfachen). Dass das Notizbuch fehlt und auch das Einbruchspotenzial des Hauses kaum ausgeschöpft würde, sind auch zwei Punkte.
Eben, die Übertötung kommt noch hinzu:
„Der Täter hat offenbar in rasender Wut alles, was er im Flur finden konnte, auf ihrem Kopf zerschlagen“, sagt Vogt später. Unter den mutmaßlichen Tatwaffen war auch ein dreiteiliger verzierter Spazierstock.
Quelle: https://www.waz.de/staedte/essen/article4710292/zwei-mordfaelle-lassen-polizeibeamten-in-essen-keine-ruhe.html
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Die Spuren werden zumindest ja nicht so eindeutig mit der Tat zusammenhängen, dass klar ist, dass die Leute den Mord begangen haben.

Es kommt ja nicht nur darauf an, dass es Spuren gibt, sondern auch wo und wie.
Ganz genau. Auf jeden Fall sind die Spuren der Bekannten und des zu Hilfe geholten Nachbarn sicherlich überall da im Haus - als Beispiel.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Man weiss ja nicht, was sie anderen wollte.
Ich habe nicht den Eindruck, dass es ein größeres Zerwuerfnis zwischen ihr und dem jungen Mann gab.
Das wurde im XY-Film nicht thematisiert, aber die Zeitung weiß es genauer:
Deshalb richtet sich der Verdacht gegen die Menschen, die von Lieselotte Hohlmanns Tod profitieren. Zu ihnen zählt Axel B., damals 31 und seit sechs Monaten rechtskräftig Adoptivsohn von Lieselotte Hohlmann. „Natürlich stand ich als Erbe unter Tatverdacht“, sagte B. 2008 der WAZ. Er sei am 26. August mit seinen Eltern in Paderborn gewesen: „Dafür gibt’s Zeugen.“ Am Mordtag habe er für Lieselotte Hohlmann „geschäftliche Dinge“ erledigt.

Ein Verdacht bleibt. Frank Vogt hörte Zeugen, die wissen wollen, Lieselotte Hohlmann habe Anstoß genommen am Lebenswandel des Adoptivsohns. „Die Gründe für solche Behauptungen sind Neid und Missgunst“, sagt dazu Axel B.’s Vater. Fest steht wohl: Unmittelbar vor ihrem Tod hat Lieselotte Hohlmann ihren Notar zu sich bestellt: „Sie wollte Dinge ändern“, sagt Frank Vogt. Ihr Testament? Die Antwort steht wohl in den verschwundenen Tagebüchern.
Quelle: https://www.waz.de/staedte/essen/article4710292/zwei-mordfaelle-lassen-polizeibeamten-in-essen-keine-ruhe.html

Und weiter:
Vor und nach der Adoption sollen Axel B.'s Eltern gegenüber der 78-Jährigen angeblich falsche Angaben zum beruflichen Werdegang ihres Sohnes gemacht haben. "Sie haben der Millionärin erzählt, dass er ein erfolgreiches Jurastudium absolviere, doch das Gegenteil war wohl der Fall", sagt Pieper. Er habe sein Studium nicht beendet und ein Leben geführt, das der Seniorin bestimmt nicht gefallen hätte, fügt Pieper hinzu. "Nach übereinstimmenden Zeugenaussagen wollte Lieselotte Hohlmann in der Mord-Woche ihr Testament ändern. Doch dazu kam es nicht mehr, sie wurde vorher ermordet", sagt Vogt.

Der Adoptivsohn habe nach dem Mord mehrere Millionen Mark und Christa Pieper das Haus bekommen. "Doch ich wusste nicht, dass man einen Unterschied zwischen Haus und Inventar macht. Denn bei der Hausübergabe durch die Polizei standen der Adoptivsohn samt Eltern mit einem Umzugswagen da und räumten alle wertvollen Gegenstände aus", erinnert sich die 65-Jährige. Natürlich geriet auch Axel B. unter Tatverdacht, doch der Adoptivsohn hatte zur Tatzeit ein Alibi: "Er war mit seinen Eltern zusammen", sagt Vogt.
Quelle: https://www.waz.de/staedte/essen/article1709554/alles-wegen-der-steuer.html


1x zitiertmelden

Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

um 19:53
Zitat von AnGeAnGe schrieb:Das Bedürfnis, genau hören zu können, kann jeder potenzielle Täter gehabt haben, auch ein Mensch, der den Haushalt kannte und die Geräuschkulisse der Geräte und der im Keller aus irgendwelchen Gründen ausgeharrt hat und dabei möglichst viel Hörkontrolle anstrebte.
Im Keller befand sich außer den Kühlgeräten ja noch der Safe. Eventuell hatte der Täter in den Notizbüchern nach dem Code gesucht und um dies in Ruhe tun zu können die Geräte ausgeschaltet bzw. um währenddessen unerwartet auftauchende Besucher frühzeitig hören zu können.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Dazu passt schon mal nicht die Übertötung - oder der Mord überhaupt. Da hätte es doch vollkommen ausgereicht, ihr die Handtasche zu entreißen. Also keine Motivlage für einen Mord.
Soll das ein Scherz sein? Der Einbrecher hätte es wohl kaum zugelassen, dass Lieselotte Hohlmann später der Polizei eine detaillierte Beschreibung über ihn zukommen lässt. Der Mord passt absolut zu einem eskalierten Einbruch.


3x zitiertmelden

Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

um 19:55
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Es gab ja mehrere Haeuser/Wohnungen zu vererben und irgendwelche kleinere Dinge sicherlich auch noch...
Und es gab sicherlich einige Menschen, die sie in ihrem Testament bedacht hatte.
Der Adoptivsohn erbte mehrere Millionen Mark und die Bekannte das Wohnhaus - eine Villa.

Wenn es sonst maßgebliche Erben gegeben hätte, wäre dies sicherlich bekannt geworden, sei es durch Zeitungsartikel, Postcast oder eben XY. Mag schon sein, dass es weitere Erben gab, aber die wesentlichen Erben scheinen diese beiden Personen zu sein.

Alles andere ist Spekulation, deshalb sollten wir uns daran halten, was bekannt ist.
Zitat von LackyLuke77LackyLuke77 schrieb:Soll das ein Scherz sein? Der Einbrecher hätte es wohl kaum zugelassen, dass Lieselotte Hohlmann später der Polizei eine detaillierte Beschreibung über ihn zukommen lässt. Der Mord passt absolut zu einem eskalierten Einbruch.
Das passt schon allein deshalb nicht, weil es keine Einbruchsspuren gibt. Also hat LH den Täter wohl selbst ins Haus gelassen. Wenn schon wäre es ein eskalierter Raub. Und da würde man schon erwarten, dass ein Täter sich maskiert. Und weshalb sollte er alle möglichen Gegenstände auf ihr zerschlagen? Das sieht für mich nach rasender Wut aus. Aber ganz sicher nicht nach einem eskalierten Einbruch.


2x zitiertmelden

Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

um 20:02
Zitat von sören42sören42 schrieb:passt schon allein deshalb nicht, weil es keine Einbruchsspuren gibt. Also hat LH den Täter wohl selbst ins Haus gelassen.
Genau dafür gibt es eine Erklärung...
Drei Jahre vor ihrem Tod hatte Hohlmann einen schweren Unfall erlitten. Seitdem musste sie sich morgens den Fuß verbinden. Den alten Verband entsorgte sie täglich in der Mülltonne vor dem Haus.

Kurz vor der Tat war die Mülltonne von der Müllabfuhr geleert worden - der Verband war das einzige, was sich darin befand. Die Theorie: Der Täter könnte sich im Garten versteckt haben, bis die Witwe das Haus verließ, um den Müll hinauszubringen. Den Moment der offenen Haustür nutzte er, um unbemerkt ins Haus zu gelangen.

Möglicherweise ging er direkt in den Keller, wo sich hinter Regalen ein Safe befand
Wer tötete die Millionärin in Essen? (WDR)


melden

Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

um 20:03
Zitat von LackyLuke77LackyLuke77 schrieb:nach dem Code gesucht und um dies in Ruhe tun zu können die Geräte ausgeschaltet bzw. um währenddessen unerwartet auftauchende Besucher frühzeitig hören zu können.
Das ist absolut richtig. Ich habe früher Lost Places gemacht auch nachts und da stand ich auch gerne mal iwo rum und hab genau gehorcht, ob draussen/drinnen/Etage unter/über mir, jemand ist.
Adoptivsohn hatte zur Tatzeit ein Alibi: "Er war mit seinen Eltern zusammen",
Bei paar Millionen kommt der für mich als Haupttäter in Frage.
Bei paar Millionen D-Mark konntest du damals locker einen Auftragsmörder bezahlen. Dann hätte ich mir aber ein besseres Alibi verschafft zum Beispiel zur Tatzeit besoffen randaliert und in Ausnüchterungszelle der Polizei gewesen oder wäre solch ein lupenreines Auftragsmordalibi zu offensichtlich?

Auftragsmord in dem Fall: "Schlag sie richtig tot, sie darf nicht überleben." So dass ein fremder Täter, nämlich der Auftragsmörder eben auch übertötet, um den Auftrag erfolgreich auszuführen.


1x zitiertmelden

Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

um 20:18
Zitat von C4ISRC4ISR schrieb:Auftragsmord in dem Fall: "Schlag sie richtig tot, sie darf nicht überleben." So dass ein fremder Täter, nämlich der Auftragsmörder eben auch übertötet, um den Auftrag erfolgreich auszuführen.
Gegen einen Auftragsmord spricht, dass der Täter wohl keine Tatwaffe mitgebracht hat, das wäre aber wohl zu erwarten gewesen.

Ich könnte mir vorstellen, dass jemand wusste, dass dieser Notartermin stattfand (und auch welcher Zweck dahinter stand) und der Versuch unternommen wurde, LH umzustimmen, diese Änderungen vorzunehmen - bzw. zu veranlassen, dass LH diesen Termin absagte. Als das jedoch misslang, geriet der Täter womöglich in Rage und schaffte Fakten.


1x zitiertmelden

Ermordete Millionärin, verschwundene Tagebücher: Cold Case aus Essen

um 22:08
Zitat von sören42sören42 schrieb:Gegen einen Auftragsmord spricht, dass der Täter wohl keine Tatwaffe mitgebracht hat, das wäre aber wohl zu erwarten gewesen.
Eben. Wenn man davon ausgeht, dass das ein Auftragsmörder war, dann hätte der a) eine Waffe und b) die auch benutzt, eben damit das Opfer nicht schreien kann und auch auf jeden Fall und sofort tot ist. Aber der hätte nicht mit irgendwelchen Sachen die da zufällig rumstehen und als Mordwaffe geeignet sind, gerechnet.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Wenn es sonst maßgebliche Erben gegeben hätte, wäre dies sicherlich bekannt geworden, sei es durch Zeitungsartikel, Postcast oder eben XY. Mag schon sein, dass es weitere Erben gab, aber die wesentlichen Erben scheinen diese beiden Personen zu sein.
Wie viele Erben auch immer: Sie werden, da es ja ein Testament gab, namentlich bekannt sein.

Und selbstverständlich wird man die auch überprüft haben. Und eine Pressemitteilung an die Zeitung muss natürlich nicht jede ehemalige Putzfrau auflisten, der LH eine Blumenvase aus Meißner Porzellan vermacht hat o. ä., aber die Leute, die so richtig kräftig geerbt haben, sind natürlich interessanter.


melden