weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenSpieleGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryWillkommenEnglishGelöscht
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

2.893 Beiträge, Schlüsselwörter: Mordfall, Ramsey, Jonbenét Patricia Ramsey
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

25.02.2018 um 23:26
Tajna schrieb:Das sind alles Vermutungen, eine dem entsprechende offizielle Stellungnahme wirds wohl nicht geben.
Das sind keine Vermutungen. Daß Burke nicht angeklagt werden konnte, auf Grund des Alters, hab ich belegt. Daß der Colorado children's code die Indentität von minderjährigen Tätern schützt und unter Verschluß stellt, belegte ich ebenfalls. Und die Anklagepunkte der Grand Jury gegen die Ramseys sind im Netz einsehbar, auch das verlinkte ich. Aber das sind natürlich alles nur Vermutungen. :)
Tajna schrieb:Oder denkst du, dass Burke den geschrieben und gehofft hat, die Tote würde nicht gefunden?
Da Du mir gerade gestern noch vorgeworfen hast, daß meine Äußerungen darüber, daß Patsy die Ransom Note geschrieben hat, angeblich falsch sind, kann ich diese Frage von Dir jetzt nur noch als Trollerei gewerten. Sagt viel über Dich als Diskussionsteilnehmer aus, der ernst genommen werden will.

@Wozzeck

:Y: Sehr gute Zusammenfassung !


melden
Anzeige

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 00:53
@Photographer73

Was ich meinte war, dass es nicht sicher ist, dass Burke derjenige war, den die Grand Jury als Täter in Verdacht hatte.

Ich kann es doch für unwahrscheinlich halten, dass einer der Ramseys den Kidnapper-Brief geschrieben hat, das hat nichts mit Trollerei zu tun.

@Wozzeck

Zu der 1. Theorie, es handle sich um einen fremden Täter:

Ich denke auch, dass es dem Täter in erster Linie um das Sexualverbrechen an JonBenet ging.

Ich vermute, den Kidnapperbrief hatte er schon vor der Tat auf der Treppe platziert.
Er diente ihm als Absicherung, dass die Eltern nicht nach JonBenet im Haus suchen würden, falls sie sie vermissen.
Zusätzlich hatte er noch einen Fluchtweg durch ein Kellerfenster vorbereitet.

Damit sollten einige Widersprüchlichkeiten geklärt sein.

Ich nehme an, dass er fast nur Utensilien aus dem Haus der Ramseys verwendete, diente zu seiner eigenen Sicherheit, so konnte er z.B. DNA-Spuren vermeiden oder dass jemand Gegenstände aus seiner Wohnung wiedererkannte etc.
Nur die Schnur soll er mitgebracht haben.

Bei der 2. Theorie, dass einer der Ramseys für den Tod von JonBenet verantwortlich wäre, macht es für die Ramseys eigentlich wenig Sinn, einen Kidnapper-Brief zu schreiben, wenn kurz danach herauskommt, was wirklich passiert ist.

Deswegen denke ich, dass der Brief nicht von den Ramseys geschrieben wurde.


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 08:10
Tajna schrieb:Bei der 2. Theorie, dass einer der Ramseys für den Tod von JonBenet verantwortlich wäre, macht es für die Ramseys eigentlich wenig Sinn, einen Kidnapper-Brief zu schreiben, wenn kurz danach herauskommt, was wirklich passiert ist.
Ganz im Gegenteil: Die Gegenüberstellung hat klar verdeutlicht, dass es schlecht für die Rs ausgesehen hätte, wäre der Brief nicht aufgetaucht. Abends gehen alle gemeinsam ins Bett - am nächsten morgen liegt die kleine tot im Keller!

Wer hätte ohne den Brief - der, wie gezeigt für den „Entführer“ keinerlei Sinn machte - noch an etwas anderes, als einen häuslichen Täter glauben können?

Und: es gab keine Einbruchspuren! Das weißt Du auch, schließlich hast Du noch vor wenigen Tagen als Fluchtweg eine unverschlossene Haustür behauptet, für die es ebensowenig ein Indiz gibt wie für das Kellerfenster als Fluchtweg (durch das Smit sich wohl kaum tv-öffentlich gezwängt hätte, wäre bekannt gewesen, dass oben eine Tür aufgestanden haben soll!).
Tajna schrieb:Zusätzlich hatte er noch einen Fluchtweg durch ein Kellerfenster vorbereitet.
Wenn Du nur halb so gut informiert bist, wie es den Anschein hat, dann weißt Du sehr gut, dass das nicht stimmt! Weder hat „Dein Einbrecher“ einen Fluchtweg vorbereitet, noch hat er das Kellerfenster benutzt, um das Haus zu verlassen. Das sind alles längst widerlegte Behauptungen aus dem Szenario, das der 2010 verstorbene Lou Smit medienwirksam in die Welt gesetzt hat. Den Schaden an dem Fenster haben die Rs lange vor der Tat selbst verursacht; ein Tatortvideo vom Tattag verdeutlicht, durch dieses Fenster war min. für lange Zeit niemand gestiegen.


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 08:29
Für mich steht nur eins fest:

Wenn die Tat innerhalb der Familie geschehen ist (und so sieht es aus), war ab der Entdeckung des schwer verletzten oder vermeintlich toten- oder des toten Mädchens die Hölle los im Haus.
Da muss die Panik getobt haben.
Und da ist doch die Frage, wer war denn gefühlsmäßig für tobende Panik aufgestellt?
Mir fällt nur die Mutter ein.
Dass sie ein Gefühlsmensch war, mit kurzer Lunte, folgere ich aus den Videos.

Es gibt Menschen, die ihren Schmerz so laut nach draußen ausleben, dass daneben alle verstummen und ihr eigenes Schmerzgefühl abstellen.

Der Sohn- ob nun schuldig oder nicht- oder an der Tat beteiligt oder nicht, hat sich wahrscheinlich ins Bett gelegt, Decke über den Kopf-und abgewartet, bis der Mutter-Sturm vorüber ist.
Instruktionen von seinen Eltern wird er klaglos ausgeführt haben.
"Wenn die Polizei kommt und dich das und das fragt, sagst u blablabla..."

Was ich weiterhin denke:

Wer war noch im Haus?
Ach ja, der Ehemann/Vater.
Der kannte seine Gattin, wusste wenn seine Frau auf Palme 7 hockt, braucht sie so und so lange, wieder runterzukommen. Also lass sie machen.
Unter Schock dürfte er selber gestanden haben.
Auf seine Einwände, das wusste er, hört sie nicht, wenn sie so aufgeregt ist. Also überließ er ihr die Regie.

Und die Mutter als reines Nerven- und Chaosbündel hat gemacht, was ihr kurzfristig einfiel.
Einen Tag später hätte sie z.B. einen viel kürzere Notiz dagelassen. Eine Nachricht, die von draußen ins Haus gekommen ist.
Aber so schnell gab es eben nichts von draußen.
Logisch. Im Haus ist nur, was im Haus ist.
Darum hat sie schnell die Entführer-Nachricht auf einen Block geschrieben, der rumlag und einen eigenen Kugelschreiber verwendet.

Und unter der Anspannung kam sie in einen Schreibfluss.

Mir sieht das aus, wie eine Vertuschungsaktion von jemandem, der unheimlich unter Druck ist und Panik schiebt.
Da arbeitet das Gehirn leider sehr schlecht.
Es sei denn eine Person ist sehr abgebrüht.
Aber das war Patsy nicht.


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 08:34
frauzimt schrieb:Also überließ er ihr die Regie.

Und die Mutter als reines Nerven- und Chaosbündel hat gemacht, was ihr kurzfristig einfiel.
Einen Tag später hätte sie z.B. einen viel kürzeren Notiz dagelassen. Eine Nachricht, die von draußen ins Haus gekommen ist.
Aber so schnell gab es eben nichts von draußen.
Logisch. Im Haus ist nur, was im Haus ist.
Darum hat sie schnell die Entführer-Nachricht auf einen Block geschrieben, der rumlag und einen eigenen Kugelschreiber verwendet.
Genauso würde ich mir die merkwürdige Form des Erpresserschreibens auch erklären! Plus: Sie ist so lang, weil sie unbedingt glaubhaft sein sollte, nicht weil es zum Zweck der vermeintlichen Entführung notwendig oder auch nur sinnvoll gewesen wäre!


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 08:42
Wozzeck schrieb:Genauso würde ich mir die merkwürdige Form des Erpresserschreibens auch erklären! Plus: Sie ist so lang, weil sie unbedingt glaubhaft sein sollte, nicht weil es zum Zweck der vermeintlichen Entführung notwendig oder auch nur sinnvoll gewesen wäre!
Ganz genau.
Sie stand so unter Schock, dass sie nur dachte:

Wir müssen klar machen, das war ein Fremder. Ein Fremder war hier. Ein Mörder.
Und jetzt schreiben. Irgendwas schreiben. Entführung. Erpressung.
Was schreib ich nur...?


Und dann kam der Schreibfluss. Sie musste aufpassen, dass sie nicht das Falsche schreibt. Z.B. ihre Trauer über den Tod des Kindes einfließen lässt.
Das war in dem Moment wahrscheinlich fast unmöglich
Aber sie hat es geschafft.
Dafür sind ihr andere Schnitzer passiert.

Ihr Mann wird nur grau und stumm im Hintergrund gestanden haben.
Vermutlich hat er gar nicht gewagt gegenüber der Polizei reinen Tisch zu machen.
Seine Frau wollte es so und sie hat ihm versichert, dass sie nur so die Familie retten können.

Aber das war ein Irrtum. Ich glaube nicht, dass sie den richtigen Weg gegangen ist.
Aber menschlich nachvollziehbar ist es.


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 08:53
frauzimt schrieb:Mir sieht das aus, wie eine Vertuschungsaktion von jemandem, der unheimlich unter Druck ist und Panik schiebt.
Da arbeitet das Gehirn leider sehr schlecht.
Es sei denn eine Person ist sehr abgebrüht.
Aber das war Patsy nicht.
Den Eindruck macht es auf mich ebenfalls. Deswegen fiel der Erpresserbrief so bizarr lang aus und wurde ohne Fingerabdrücke gefunden. Lauter unlogische Handlungen, wie sie unter Panik und Schock passieren.

Danke für die ausführliche Zusammenfassung, @Wozzeck . Das macht für mich einiges klarer. Also gab es tatsächlich nirgends sonst im Haus Spuren der Tat, das finde ich äußerst merkwürdig.

Was ich an dem Szenario immer noch nicht verstehe: wenn der Schlag auf den Kopf irgendwo anders im Haus erfolgte, dann muss jemand JonBénet noch lebend in den Keller getragen haben. Oder? Zumindest spricht dafür, dass der Pinsel im Keller gefunden wurde.

Das kann doch aber unmöglich Burke getan haben? Und wenn der Vater/die Mutter sie runter getragen hätten, dann hätten sie das Kind getötet, das passt aber nicht zu einer Vertuschung. Oder JB wurde in den Keller „gelockt“ und dort erst begann die eigentliche Tat.

Also anders gesagt, wenn der Schlag auf den Kopf nicht im Keller passierte, aber die Erdrosselung und der Missbrauch schon, dann kann es Burke eigentlich nicht gewesen sein. Wenn aber alles im Keller passierte, dann muss JB selbst dort runter gegangen sein. Beides schwer vorstellbar, aber ein Erpresser oder Sexualtäter von außen ist noch viel unwahrscheinlicher aufgrund der ganzen Ungereimtheiten.


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 09:08
@InMemoriam... Danke für das Lesen (ist ja bisschen episch geworden) und das Feedback.
InMemoriam schrieb:Das kann doch aber unmöglich Burke getan haben
Ich weiß es nicht! Um ehrlich zu sein, ich bin sehr zurückhaltend was die konkrete Ausgestaltung des so genannten zweiten Szenarios (s.o.) betrifft. Prinzipiell halte ich es aber für möglich, dass der Bruder seine kleine Schwester, die ja sehr leicht gewesen war, über kurze Strecken trug. Aber ich habe wirklich keine Ahnung, wie sich der häusliche Vorfall, den ich als Erklärung für die Tat favorisiere, im Detail zugetragen haben könnte.

Möglich wäre ja durchaus, dass ein Teil der Tat von einer Person, ein anderer Teil von einer oder mehreren anderen Person durchgeführt wurde. So in etwa stellt es ja die Rekonstruktion da, die den Bruder in das Zentrum stellt.

In der Gegenüberstellung ging es mir aber hauptsächlich darum, mir das Szenario der so genannten Ramsey-Verteidiger genauer anzusehen und mir selbst darüber klar zu werden, wieso ich es so vehement ablehne. Das ist mir, in meinem Fall, auch gelungen. Alle bekannten Fakten machen ein Dzenario, das von einem Außenstehenden als Täter ausgeht, keinen Sinn!

Wie es nach innen hin aussieht, was also tatsächlich geschehen ist, das wurde mE tatsächlich sehr erfolgreich verschleiert. Allerdings gibt es einerseits die genannte Rekonstruktion, die zT sehr gute Argumente vorträgt und gegen die der Bruder eine Multi-Millionen Dollar-Klage eingereicht hat sowie andererseits eine Grand Jury, von der @Photographer73 detailliert zu berichten weiß, da er viele Dokumente kennt, und die ein Verfahren gegen die Rs empfahl.


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 10:13
InMemoriam schrieb:Was ich an dem Szenario immer noch nicht verstehe: wenn der Schlag auf den Kopf irgendwo anders im Haus erfolgte, dann muss jemand JonBénet noch lebend in den Keller getragen haben. Oder? Zumindest spricht dafür, dass der Pinsel im Keller gefunden wurde.
InMemoriam schrieb:Das kann doch aber unmöglich Burke getan haben? Und wenn der Vater/die Mutter sie runter getragen hätten, dann hätten sie das Kind getötet, das passt aber nicht zu einer Vertuschung. Oder JB wurde in den Keller „gelockt“ und dort erst begann die eigentliche Tat.
InMemoriam schrieb:Also anders gesagt, wenn der Schlag auf den Kopf nicht im Keller passierte, aber die Erdrosselung und der Missbrauch schon, dann kann es Burke eigentlich nicht gewesen sein.
Ich bin 100% einverstanden.

Es koennte sein, dass Burke den Schlag auf Kopf gemacht hat (z.B. Streit um Ananas), er hat es angeblich schon mal vorher auch mit Golfschläger gemacht

Dann kam er zum Elternschlafzimmer und sagte: Ich habe sie umgebracht.

Dann vortauschte ein Elternteil ein Sexualverbrechen und Erdrosselung (ohne zu wissen dass die kleine noch lebt) und versteckte die Leiche und das andere Elternteil schreibt Brief fuer Kidnapping-Story.
Wegen Panik, Angst, haben sie nicht genau geprueft ob sie lebt und haben 2 Motive gemischt, die nicht zusammen passen.(siehe sehr gute Zusammenfassung von @Wozzeck)

Später sollten manche Behauptungen von Patsy dazu dienen, dass sicher ein Fremder im Haus war - ich kenne die Ananasdose nicht, ich habe sie nicht gekauft, und weitere Gegenstände aus dem Haus hat sie angeblich auch nicht gekauft

Der "Täter" hat sich sehr gut im Haus orientiert
und kennt auch die Summe was der Vater bekommen hat
keine Einbrechen-Spueren, offenes Fenster auch ohne Spueren
kein Alarm (angeblich nicht eingeschaltet)
angeblich (oder doch sicher?) war die kleine länger missbraucht, also es war nicht ein einmaliger fremder Täter..sondern jemand aus dem Haus, oder jemand der oefter zum Besuch kam, und dort eventuell auch uebernachte
Und ausser Famieinmitglied werden die Ramseys doch niemanden anderen schuetzen denke ich - kein Nachbar, Personal, usw...

ich denke Burke war noch zu klein alles alleine organisieren, nach dem Tag und Weihnachtsparty muesste er auch als 9 jähriger sehr muede sein, ich traue ihm maximal den Schlag zu

Was Pinsel als Missbrauchgegenstand eingeht - ich denke die Sexualtat koennte nicht ausgeuebt werden - auch darum denke ich nicht an fremder Sexualtäter, und sehe die Fesselung und Missbrauch mit Pinsel nur als Muehe ein Sexualverbrechen von Kidnapper zu vortauschen


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 10:52
Dass die Eltern nicht gemerkt haben sollen, dass JB noch am Leben war und sie dann quasi „aus Versehen“ beim Vertuschen selbst getötet haben, ist allerdings ein Punkt, den ich mir überhaupt nicht vorstellen kann. Noch dazu langsam mit einer Garotte! Da war doch quälerische Absicht im Spiel?

Daran hakt dieses Szenario aus meiner Sicht.

Auch finde ich es schwer vorstellbar, dass ein neunjähriger Junge die nur drei Jahre jüngere Schwester lautlos durchs ganze Haus in den Keller getragen haben soll. Aber vielleicht unterschätze ich die Kräfte von Kindern in dem Alter? Ich weiß es nicht.

Und was die Eltern auch vertuschen wollten (davon gehe ich nach wie vor aus), sie waren sich dabei sehr einig und haben bis zum Schluss zusammengehalten. Das wiederum schließt einen Kindesmissbrauch (auch vielleicht schon vorher) nur durch den Vater eigentlich auch aus, die Mutter müsste mindestens davon gewusst haben, eher noch ebenfalls daran beteiligt gewesen sein.

Ich weiß, es gibt nichts was es nichts gibt, aber egal wie ich es in meinem Kopf drehe und wende, hier bleiben immer Widersprüche.

Am wahrscheinlichsten erscheint mir immer noch eine Vertuschung zugunsten von Burke. Aber dennoch kann ich mir einen möglichen Ablauf einfach nicht schlüssig erklären.


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 11:02
InMemoriam schrieb:Dass die Eltern nicht gemerkt haben sollen, dass JB noch am Leben war und sie dann quasi „aus Versehen“ beim Vertuschen selbst getötet haben, ist allerdings ein Punkt, den ich mir überhaupt nicht vorstellen kann
Der berühmte forensische Pathologe Spitz ist der Auffassung, dass der Schlag auf den Kopf bereits zu einem Hirntod geführt habe. In diesem Fall wäre es sehr gut möglich, dass die Eltern ihr Kind bereits für tot hielten, als sie die Strangulation - gemäß diesem Szenario - zum Zweck der Vortäuschung einer anderen Straftat an Jb vorgenommen haben.


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 11:06
Okay...Danke, @Wozzeck , das wusste ich nicht. Dann wäre es zwar immer noch aus menschlicher Sicht sehr schwer vorstellbar, aber das ist das Ganze ja so oder so. Vom Ablauf her könnte es jedenfalls dann doch so gewesen sein, wie @Jane_Marple es beschrieben hat.


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 11:11
Wozzeck schrieb:Der berühmte forensische Pathologe Spitz ist der Auffassung, dass der Schlag auf den Kopf bereits zu einem Hirntod geführt habe. In diesem Fall wäre es sehr gut möglich, dass die Eltern ihr Kind bereits für tot hielten,
Das Thema Hirntod hatten wir hier schon in einem anderen Zusammenhang.
Hirntod bedeutet, dass eine künstliche Beatmung notwendig ist. Der Mensch atmet nicht mehr.

Die Atmung würde man doch als erstes überprüfen, wenn man fit ist auch Pupillenraktion.
Den Puls kann man vielleicht in der Panik nicht finden, fühlen.

Was ich nicht verstehe:
Wenn ich einen bewusstlosen Angehörigen/Freund finde, hoffe ich mit aller Kraft, dass er noch lebt, bzw. dass er gerettet werden kann, wenn schnell professionelle Hilfe kommt.

Ob das Kind nun Puls hatte oder nicht, sichtbar geatmet hat-oder nicht- hoffen Eltern nicht wenigstens, dass es nur bewusstlos ist?

Ein Merkmal, das für mich auf Tod hinweisen würde wäre die Körpertemperatur. Wenn ein Körper eiskalt ist, wär mir schockartig klar, dass der Mensch tot ist.
Ich würde mich aber auch dann nicht abfinden.

Das ist, was an diesem Fall so verstört.

Aber Menschen sind und reagieren verschieden.


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 13:08
Ich möchte noch einmal den Erpresserbrief (ransom note) ins Spiel bringen.

1. In den letzten Zeilen wird John 3 mal angesprochen: "versau es nicht, John", "versuch nicht klüger zu sein als ich, John". Als hätte Patsy beim Schreiben unbewusst an John appeliert.

2. Es steht explizit drin, dass die Ramseys und die Behörden überwacht werden und dass das Kind bei jeder Zuwiderhandlung stirbt. KEINE Mutter wird es riskieren die Polizei anzurufen! Und wenn überhaupt würde sie sicher gehen, dass alles diskret und unauffällig abläuft... all das hat Patsy nicht.

3. Die "Erpresser" wollten am kommenden Morgen anrufen... das verstehe ich nicht. Wollte Patsy unter Zeugen auf den Anruf warten, den sie ja aber selbst nicht mehr inszinieren konnte?


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 13:19
Alminu schrieb:3. Die "Erpresser" wollten am kommenden Morgen anrufen... das verstehe ich nicht. Wollte Patsy unter Zeugen auf den Anruf warten, den sie ja aber selbst nicht mehr inszinieren konnte?
Zeit gewinnen um die Leiche aus dem Haus beseitigen?


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 13:35
Alminu schrieb:Und wenn überhaupt würde sie sicher gehen, dass alles diskret und unauffällig abläuft... all das hat Patsy nicht.
Die Verständigung der Polizei kann ich noch nachvollziehen, wenn ich vom Szenario Fremdtäter ausgehe. Aber dass ich volle Hütte habe in so einer Lage und die gefundene Kinderleiche vor versammelter Mannschaft ins Wohnzimmer bringe und mich nicht darum schere, dass die vielen Leute Spuren verwischen oder gar ein Komplize darunter sein könnte, der Meldung an den Täter macht,... das ist schwer verständlich.

Die Szenarien "jemand aus der Famile war's" haben durchaus Lücken und Widersprüche. Die entsprechenden Beiträge der letzten Seiten haben das sehr gut aufgezeigt. Aber viel schwerwiegender sind, zumindest für mich, immer die Lücken und Widersprüche, die bei der Annahme eines Fremdtäters entstehen.


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 13:45
Alminu schrieb:3. Die "Erpresser" wollten am kommenden Morgen anrufen... das verstehe ich nicht. Wollte Patsy unter Zeugen auf den Anruf warten, den sie ja aber selbst nicht mehr inszinieren konnte?
Entweder das oder sie hat Versatzstücke verwendet, wie man es aus Krimis und Zeitungsartikeln kennt. Zu einer Entführung gehört auch, dass sich die Entführer nochmal melden und weitere Anweisungen geben.
Wenn die Rs so einen Anruf nicht hätten fingieren können oder wollen, dann hätte es immer noch so ausgesehen, dass die Entführer eben ihr Wort gebrochen haben und sich nicht gemeldet haben. Das wäre sogar geschickt für die Rs gewesen (wenn man davon ausgeht, dass sie involviert sind und wenn die Leiche nicht entdeckt worden wäre). Sie hätten die Leiche irgendwie verschwinden lassen können und hätte man die Leiche jemals wieder gefunden, dann wäre doch eine Option gewesen, dass die Entführer die Tötung begangen haben und sie wären aus der Sache raus gewesen.

Allerdings konnten oder wollten sie die Leiche nicht "verschwinden" lassen. Vlt. haben sie ja diese Idee ansatzweise verfolgt, während das Schreiben verfasst wurde und haben dann erkannt, dass sie das so in der Art nicht umsetzen können (oder wollen).


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 14:15
Es wäre empfehlenswert manche Behauptungen mit der

JonBenét Ramsey Case Encyclopedia
http://jonbenetramsey.pbworks.com/w/page/11682468/Evidence%20of%20an%20Intruder

zu vergleichen.
Wozzeck schrieb:Und: es gab keine Einbruchspuren!
Tatsächlich fand die Polizei am Morgen nach der Tat 7 offene Fenster und eine offene Tür.
ZITAT:
"at least seven windows and one door were found "open" on the morning of December 26, 1997. (SMF P 126; PSMF P 126.)" (Carnes 2003:86)


Es ist auch nicht gerechtfertigt, einen Einstieg durch die Kellerfenster auszuschließen, nur weil sich im mittleren Fenster eine unbeschädigte Spinnwebe und abgefallene Blätter befanden.
Man hätte nämlich durch das schon vorhandene Loch in der Fensterscheibe auch ein danebenliegendes Fenster öffnen können und einsteigen können ohne sich schmutzig zu machen.
Jane_Marple schrieb:Dann vortauschte ein Elternteil ein Sexualverbrechen und Erdrosselung (ohne zu wissen dass die kleine noch lebt) und versteckte die Leiche und das andere Elternteil schreibt Brief fuer Kidnapping-Story.
Es wäre doch total hirnrissig gewesen, wenn die Eltern soetwas gemacht hätten, eine Kopfwunde, die auch von einem Sturz hätte stammen können, durch einen Sexualmord zu ersetzen.

Woher hatten sie überhaupt die Erfahrung mit einer Garotte, mit einem komplizierten Knoten, der speziell dafür geeignet war, jemanden langsam zu töten?

Wieso sollten sie auf die Idee gekommen sein, ein Kidnapping zu inszenieren, das mit einem Sexualmord endet?
Jane_Marple schrieb:angeblich (oder doch sicher?) war die kleine länger missbraucht, ...
Dafür gibt es keine Belege und das hätte auch nichts mit einem sadistischen Sexualmord zu tun, wie er hier vorgefunden wurde.
Alminu schrieb:2. Es steht explizit drin, dass die Ramseys und die Behörden überwacht werden und dass das Kind bei jeder Zuwiderhandlung stirbt. KEINE Mutter wird es riskieren die Polizei anzurufen! Und wenn überhaupt würde sie sicher gehen, dass alles diskret und unauffällig abläuft... all das hat Patsy nicht.
Das kann man so nicht sagen.
Möglicherweise hat Patsy ja die vielen Freunde eingeladen, damit unauffällig auch ein paar Polizisten kommen konnten?
Jane_Marple schrieb:Zeit gewinnen um die Leiche aus dem Haus beseitigen?
Dafür wäre es zu spät gewesen, nachdem sie die Polizei angerufen hatte.
Das kann also nicht sein.


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 14:24
@Tajna
Du zitierst Carnes (2003) von http://jonbenetramsey.pbworks.com/w/page/11682468/Evidence%20of%20an%20Intruder

Wieso zitierst Du von der gleichen Seite nicht auch Folgendes:

"Judge Carnes' opinion is dismissed by some on grounds that she did not have access to police files, but instead merely catalogued evidenced favorable to the Ramseys."


melden
Anzeige

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 14:30
@Wozzeck

Weil ich mich auf das Wesentliche konzentrieren will und nicht durch das Anführen einer Vielzahl von mehr oder weniger belegten Behauptungen, den letzten Rest von Klarheit beseitigen will.

Das Wesentliche ist hier, ein Eindringling von außen konnte problemlos in das Haus der Ramseys gelangen.


melden
110 Mitglieder anwesend
Konto erstellen
Allmystery Newsletter
Alle zwei Wochen
die beliebtesten
Diskussionen per E-Mail.

Themenverwandt
Anzeigen ausblenden