Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenSpieleGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryWillkommenEnglishGelöscht
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

2.893 Beiträge, Schlüsselwörter: Mordfall, Jonbenét Patricia Ramsey, Ramsey
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 21:10
Wozzeck schrieb:Ebenso verhält es sich mit der Knebelung mittels eines aus dem Haushalt stammenden Stück Klebebands.
Das ist für mich auch immer noch ein sehr belastendes Indiz, sogar eines der wichtigsten. Wie kamen die Fasern von Patsys eleganter Jacke, die sie auf der Feier der Whites getragen hatte, in den Behälter der Malutensilien und noch viel mehr - wie kamen Fasern dieser Jacke auf die INNENSEITE des Klebebandes, das sich auf dem Mund der Kleinen befand ? Die Innenseite eines Bandes legt man normaler Weise aber erst dann frei, wenn man das Klebeband benutzen will. Wie sollen also die Fasern an die Klebefläche geraten sein, vorher ?

Wozzeck schrieb:Zwar erklären Experten, dass eine entsprechende Hirnverletzung nicht stark bluten müsse, dennoch wäre evtl. eine kleinere Menge Bluts zu erwarten. Wieso wurde es nicht gefunden? Weder im Raum noch an einer Tatwaffe für den Schlag. Hat der Täter Letztere (wieder) mitgenommen, wo er seine übrigen Tatwerkzeuge allesamt im Haushalt vorgefunden und zurückgelassen hat? Oder hatte er sich die zusätzliche Zeit genommen, die Spuren zu beseitigen und das Tatwerkzeug zu reinigen?
Da kommt die Taschenlampe ins Spiel. In der Küche wurde eine große und schwere Taschenlampe auf dem Tisch/Küchentresen gefunden. Sie könnte für den Schlag genutzt worden sein. Es befanden sich keinerlei Fingerabdrücke darauf, sogar die Batterien innen wurden abgewischt und von Fingerabdrücken befreit. Auch das wirkt wieder wie eine panische Reaktion, um zu verschleiern, wer die Lampe zuletzt in der Hand hatte. Dabei wurde übersehen, daß eine Reinigung des Batteriefaches erst recht verdächtig wirkt.
Wozzeck schrieb:Nun bezogen auf den Ablegezeitpunkt des Erpresserschreibens: Wann immer im Tatverlauf er es geschrieben hatte, er konnte es nicht schon vor der eigentlichen Tat, etwa während das Kind bewusstlos im Keller lag, auf der Treppe unterhalb des Elternschlafzimmers abgelegt haben. Denn in diesem Fall hätte er riskiert, dass das Schreiben gefunden würde, noch bevor er, mit oder ohne Kind, das Haus verlassen konnte. Er hätte befürchten müssen, dass ein Notruf der Ramseys (oder eine andere Reaktion) erfolgte, noch während er im Keller zugange war. Daher könnte er das Schreiben wohl erst im letzten Moment, bevor er das Haus verließ, auf der Treppe abgelegt haben – und das wohlwissend, dass es nun nicht mehr dazu dienen konnte, eine Entführung vorzutäuschen!?

- Auch das sind Widersprüchlichkeiten, die sich nur im ersten der beiden Szenarien stellen. Weder hätten die Ramseys zu irgendeinem Zeitpunkt befürchten müssen, dass das Schreiben zu früh entdeckt wird, noch ist es in ihrem Fall vollkommen sinnlos, das Schreiben überhaupt zu deponieren.
So ist es. Es macht keinerlei Sinn, daß ein Fremdtäter das Schreiben hinterlegt und sich dann mit dem Kind weiterhin im Haus aufhält, wo er damit rechnen müßte, daß jemand wach wird, die Ransom Note findet und Alarm schlägt. Und ebenso wenig macht es Sinn, die Ransom Note erst nach der Tat zu hinterlegen.
Wozzeck schrieb:Prinzipiell halte ich es aber für möglich, dass der Bruder seine kleine Schwester, die ja sehr leicht gewesen war, über kurze Strecken trug. Aber ich habe wirklich keine Ahnung, wie sich der häusliche Vorfall, den ich als Erklärung für die Tat favorisiere, im Detail zugetragen haben könnte.
Der genaue Ablauf ist mir auch schleierhaft, es gab allerdings auch Theorien darüber, daß die Garotte genutzt wurde, um die Kleine zu ziehen und zu transportieren. Ausgehend von dieser Theorie deutet das auch wieder auf jemanden, der JB nicht einfach auf den Arm nehmen konnte, weil die Kraft dafür fehlte, wie es bei Burke der Fall war. Man sollte auch nicht vergessen, daß BR ein Scout war, er war bei den Pfadfindern und dort gibt es eben auch praktische Unterweisungen für Transporte im freien. Ist zwar nur eine Spekulation, aber die Idee, daß die Garotte nicht gebaut wurde um damit zu strangulieren, sondern das Ganze als eine Art Griff genutzt wurde, ist mMn, ganz interessant.
Tajna schrieb:Es ist auch nicht gerechtfertigt, einen Einstieg durch die Kellerfenster auszuschließen, nur weil sich im mittleren Fenster eine unbeschädigte Spinnwebe und abgefallene Blätter befanden.
Man hätte nämlich durch das schon vorhandene Loch in der Fensterscheibe auch ein danebenliegendes Fenster öffnen können und einsteigen können ohne sich schmutzig zu machen.
Nö. Es gab dieses eingeschlagene Fenster unten, JR gab an, daß er dieses Fenster früher selbst einmal eingeschlagen hätte, um ins Haus zu gelangen, als er sich ausgesperrt hatte oder den Schlüssel vergessen hatte... Erstaunlicher Weise konnte sich anscheinend niemand mehr daran erinnern, ob es danach irgendwann repariert wurde oder nicht. Somit wäre klar gewesen, daß es ein evt. Täter auch hätte zum einsteigen nutzen können, entweder weil es sowieso noch offen gewesen ist oder es der Täter eben neu eingeschlagen hätte, lt. der Ramseys. Allerdings gab es da ein intaktes Spinnennetz und das hätte dort nicht sein dürfen, wenn ein Täter dort eingedrungen wäre. Und dieses Spinnennetz bedeckte einen Rost, der herausgenommen werden mußte, um an die Fenster zu gelanden. Wurde er aber nicht, da das Netz intakt war.


Es wurde auch die Spinnenart identifiziert, die diese Netze spinnt, von B. Opell, Professor für Biologie am Virginia Polytechnic Institute und an der State University in Blacksbury, Virginia. Laut Prof. Opell sind diese Spinnen nur max. bis November aktiv. Durch dieses Fenster ist seit langer Zeit niemand ein-oder ausgestiegen.
Tajna schrieb: den DNA-Spuren einer Vielzahl von Besuchern.
Wie überraschend. Es gab vorher Partys in diesem Haus, die letzte am 23.12. Daß sich da eine ganze Menge DNA Spuren fanden, liegt wohl auf der Hand.


melden
Anzeige

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 21:23
Photographer73 schrieb:es gab allerdings auch Theorien darüber, daß die Garotte genutzt wurde, um die Kleine zu ziehen und zu transportieren. Ausgehend von dieser Theorie deutet das auch wieder auf jemanden, der JB nicht einfach auf den Arm nehmen konnte, weil die Kraft dafür fehlte, wie es bei Burke der Fall war.
Das könnte ich mir unter folgenden Umständen vorstellen:
der Bruder hat die Schwester niedergeschlagen. Zu seinem Erschrecken stand sie nicht mehr auf.
Der Bruder wusste, dass er "etwas Schlimmes" getan hat.
Er hat versucht, die Schwester von dem Ort weg zu ziehen, an dem sie lag: Küche, Flur etc.
Er hat versucht, sie in ihr Zimmer zu ziehen. Der einzig logische Ort wäre für ihn, ihr Bett gewesen.
Dort sollte sie liegen. Die Eltern würden nicht merken, dass etwas mit dem Kind nicht stimmt und er hoffte, seine Schwester würde am nächsten Morgen in ihrem Bett aufwachen und alles wäre gut.

Nach seiner kindlichen Vorstellung, stellt man einen umgefallenen Spielstein wieder "auf Anfang".
Für ihn war das Bett "der Anfang", denn dort wacht man morgens auf.
Bei diesem scheiternden Versuch (der nicht töten, sondern bewegen sollte), ist J.B. gestorben.


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 21:30
Tajna schrieb:Tatsächlich fand die Polizei am Morgen nach der Tat 7 offene Fenster und eine offene Tür.
ZITAT:
"at least seven windows and one door were found "open" on the morning of December 26, 1997. (SMF P 126; PSMF P 126.)" (Carnes 2003:86)
Und die können nicht die Ramseys selber geöffnet haben um einen Einbruch vorzutäuschen?
Tajna schrieb:Das kann man so nicht sagen.
Möglicherweise hat Patsy ja die vielen Freunde eingeladen, damit unauffällig auch ein paar Polizisten kommen konnten?
Der Entführer drohte damit JB umzubringen. Außer die Polizei würde keine normale Mutter noch so viele andere Leute einladen und somit das Risiko mehr und mehr zu erhöhen, dass der Entführer mitkriegt, wie viele Leute schon Bescheid wissen. Das macht man so diskret und unauffällig wie möglich. Und nicht auszudenken die Spuren die durch diese vielen Leute verwischt wurden.

@frauzimt

Deine Ausführungen zum Brief finde ich sehr interessant z. B. mit dem Schreibfluss. Hab ich aus dem Blickwinkel noch nie betrachtet. Ich denke auch, dass die Länge des Briefs absolut nicht zu einem Kidnapper passt. Sich kurz zu halten macht in dem Fall viel mehr Sinn. Warum noch ewig rumfaseln?

@Photographer73

Das mit der Spinne, die das Netz gespannt hat und nur bis Max. November aktiv ist, finde ich sehr interessant. Da liegt es doch auf der Hand, dass ein Einbrecher durch dieses Fenster nicht gekommen sein kann. Aber das sind ja alles nur Vermutungen 😉


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 21:33
Photographer73 schrieb:daß die Garotte genutzt wurde, um die Kleine zu ziehen und zu transportieren.
Das ist ein sehr interessanter Gedanke. Das erinnert mich an einen Artikel, den ich einmal online gelesen habe, und der sich detailliert mit der Garotte und den dazugehörigen Knoten beschäftigt. Ich weiß natürlich, dass sich viele Experten dazu geäußert haben. Dieser Aufsatz allerdings ist etwas anders, da er recht glaubhaft zu schildern vermag, dass es sich bei den gemachten Knoten keineswegs um komplexe Gebilde handelt und dass es sich bei der Strangulationsvorrichtung keineswegs um eine vollständige so genannte Garotte handele, da diese an beiden Seiten eine Art ‚Griff’ besitzen müsse, um so dass zuziehen auf eine bestimmte Art zu ermöglichen (I‘m not an expert ;)). Das Gebilde im Jb-Fsll hatte aber auf einer Seite eine Art Öse, sodass man das Holzteil durch diese hindurchführen und z.B. etwas damit ziehen konnte.

In dem Artikel bezeichnet der Autor das Gerät deshalb eher als eine Art Scheingarotte, die dazu gemacht sei, den Eindruck einer Garotte zu erwecken und damit auf in Sexualverbrechen hinzudeuten.


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 21:47
@Wozzeck

Es ist interessant Details bezüglich der Garotte zu lesen. Was für mich aber immer noch entscheidend ist: Sie stammt aus dem Haushalt der Ramseys und wurde dort vor Ort zusammengebastelt. Selbst wenn es eine schief gegangene Entführung gewesen sein soll, bediene ich mich doch nicht an den Gegenständen im Haus. Und dann geht auch noch Zeit drauf, das Ding zusammenzubasteln. Es hätte dann andere Wege gegeben sie zu töten - oder ich bereite mich besser vor und bringe schon was mit um kein Risiko einzugehen. Bei all den Details, die auch wichtig sind und dafür ist ein Forum ja auch da, um über diese zu diskutieren, ist für mich in diesem Fall einfach auch der gesunde und logische Menschenverstand wichtig und den Fall ganz nüchtern zu betrachten. Dahingehend, dass es unwahrscheinlich ist, dass ein Kidnapper in ein Haus eindringt, während die ganze Familie anwesend ist und dann noch einen langen Brief schreibt (der mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht davor geschrieben wurde, all diese Theorien dahingehend machen für mich keinen Sinn). Allein das reicht für mich schon aus. Aber dann gibt es ja noch viele andere Punkte, die nur begünstigend und noch klarer die Theorie einer Vertuschung unterstützen.


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 21:48
Die Gedanken zu der Garotte finde ich auch interessant, gerade dieser Punkt passt ansonsten auch so gar nicht in irgendein mögliches Szenario, so würde sich das evtl. erklären. Interessant auch, dass Burke ein Scout war.

Ich habe heute lange Zeit auf dieser Internetseite zugebracht (ist hier sicherlich hinlänglich bekannt und wurde auch schon verlinkt):

http://jonbenetramsey.pbworks.com/w/page/11682477/FrontPage

Mir raucht der Kopf, und besonders eine Sache geht mir nicht aus selbigem, nämlich was es mit dem „Secret Santa Visit“ auf sich hatte.

Eine Nachbarin und Mutter einer Spielkameradin von JB hat anscheinend ausgesagt, dass JB von einem „geheimen Besuch von Santa Claus“ gesprochen haben soll. Santa Claus werde nach Weihnachten nochmal zu ihr zu Besuch kommen, und es sei ein Geheimnis. (sinngemäß)

Hier wird es erwähnt (unter dem Punkt „neighbours“):

„Secret Santa Visit
Carnes Account. "On December 25, 1996, while playing at the home of a neighborhood friend, JonBenet told her friend's mother that "Santa Claus" was going to pay her a "special" visit after Christmas and that it was a secret. (SMF P 124; PSMF P 124.) The person who may have said this to JonBenet has never been identified. (SMF P 125; PSMF P 125.)" (Carnes 2003:101).
PMPT Account. "Barbara Kostanick was the mother of a playmate of JBR's. She asserted: "The day before Christmas, JonBenet was at our house playing with Megan. The kids were talking about Santa, getting all excited. I asked JonBenet if she had visited Santa Claus yet. She said, “Oh, Santa was at our Christmas party the other night.” Megan had seen Santa at the Pearl Street Mall, so we talked about that. Then JonBenet said, “Santa Claus promised that he would make a secret visit after Christmas.” I thought she was confused. “Christmas is tonight,” I told her. “And Santa will be coming tonight.” “No, no” JonBenet insisted. “He said this would be after Christmas. And it’s a secret” (Schiller 1999:38-39).
Rocky Mountain News Account. Reportedly, "Patsy Ramsey has said she never heard JonBenet make the statement about Santa."

Weiß jemand Näheres darüber, ist das hier im Thread schon diskutiert worden? Wie glaubwürdig ist diese Zeugenaussage, hat das für den Fall eine Bedeutung, was meint ihr dazu?


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 21:49
Sonnenblume91 schrieb:Es ist interessant Details bezüglich der Garotte zu lesen. Was für mich aber immer noch entscheidend ist: Sie stammt aus dem Haushalt der Ramseys und wurde dort vor Ort zusammengebastelt. Selbst wenn es eine schief gegangene Entführung gewesen sein soll, bediene ich mich doch nicht an den Gegenständen im Haus. Und dann geht auch noch Zeit drauf, das Ding zusammenzubasteln. Es hätte dann andere Wege gegeben sie zu töten - oder ich bereite mich besser vor und bringe schon was mit um kein Risiko einzugehen.
Dem schließe ich mich zu 100% an!


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 22:03
@frauzimt

Daß er sie, falls an dieser Theorie was dran sein sollte, ins Bett legen wollte... hmhm, ich weiß nicht. Deine Gedanken kann ich teilen, so denken viele kleinere Kinder, aber dazu hätte er sie die Stufen nach oben ziehen müssen. Das wäre schon sehr schwierig geworden. Aber vielleicht auch genau deshalb der "Griff". Vielleicht wollte er sie aber auch einfach nur verstecken, Kinder denken da ja nicht unbedingt logisch. Fakt ist für mich auf jeden Fall, daß die Kinder nachts zusammen im Haus unterwegs waren, siehe auch Ananasschüssel.
Sonnenblume91 schrieb:Da liegt es doch auf der Hand, dass ein Einbrecher durch dieses Fenster nicht gekommen sein kann
Richtig, dieses Fenster ist auf jeden Fall raus.
Sonnenblume91 schrieb:Was für mich aber immer noch entscheidend ist: Sie stammt aus dem Haushalt der Ramseys und wurde dort vor Ort zusammengebastelt. Selbst wenn es eine schief gegangene Entführung gewesen sein soll, bediene ich mich doch nicht an den Gegenständen im Haus. Und dann geht auch noch Zeit drauf, das Ding zusammenzubasteln. Es hätte dann andere Wege gegeben sie zu töten - oder ich bereite mich besser vor und bringe schon was mit um kein Risiko einzugehen.
Eben. Das müßte schon ein sehr merkwürdiger Täter sein, der so völlig unvorbereitet ins Haus geht.... Ich will nen Erpresserbrief schreiben, das mach ich einfach da, da hab ich ja alles zur Verfügung und auch massig Ruhe... ich will das Kind mißbrauchen und quälen.. aber hey, warum soll ich dafür Utensilien mitnehmen, ist doch viel zu aufwändig, da find ich schon was im Haus, auch wenn ich dafür erstmal suchen muß... Really ? Das ist so absurd, daß man es eigentlich nur völlig überspitzt darstellen kann. So agiert kein Mensch. Das einzige, was der Fremdtäter dabei hatte, war wohl die Ananas. Denn da behauptete Patsy ja, daß sie keine im Haus gehabt hätten. ;)


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 22:04
InMemoriam schrieb:Weiß jemand Näheres darüber, ist das hier im Thread schon diskutiert worden? Wie glaubwürdig ist diese Zeugenaussage, hat das für den Fall eine Bedeutung, was meint ihr dazu?
Falls das stimmen sollte, so könnte man es als einen versteckten Hinweis auf wiederholten Missbrauch deuten. Santa Claus ist ja niemand anders als ein verkleideter Mann - mit der Betonung auf ‚verkleidet‘! Es könnte also jeder sein... Und ‚Geheimnisse’ sind im Zusammenhang mit Missbrauchsfällen leider ein gängiger Euphemismus, hinter dem sich die Täter verbergen.

Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich, hier im Thread - mal auf einen Film rekurrieren würde: Aber vielleicht kennt ihr von David Lynch „Fire Walk with me“? In diesem Film geht es um ein Mädchen, dass von dem wiederkehrenden Alptraum verfolgt wird, dass sie nachts ein Monster in ihrem Zimmer aufsucht und sie missbraucht - am Ende des Films hat sich ihre psychische Auseinandersetzung mit diesem Traum so weit entwickelt, dass sie erkennt, dass das Monster, dass sie ihm Traum sieht, in Wirklichkeit ihr Vater ist, der sie tatsächlich regelmäßig in der Nacht mit einer Maske aufsucht, um sich an ihr zu vergehen. Lynch erzählt den Film als eine Geschichte über die Psyche junger Missbrauchsopfer, die die schreckliche Tat als Traumgestalt verarbeiten.

Daran hat mich die Santa-Claus-Geschichte erinnert.


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 22:07
Wozzeck schrieb:Falls das stimmen sollte, so könnte man es als einen versteckten Hinweis auf wiederholten Missbrauch deuten. Santa Claus ist ja niemand anders als ein verkleideter Mann - mit der Betonung auf ‚verkleidet‘! Es könnte also jeder sein... Und ‚Geheimnisse’ sind im Zusammenhang mit Missbrauchsfällen leider ein gängiger Euphemismus, hinter dem sich die Täter verbergen.
Das waren auch meine Gedanken dabei. Aber ich kann die Glaubwürdigkeit des Gesagten nicht einschätzen. Auf der Internetseite sind immer jeweils „evidence for“ und „evidence against“ dargestellt, schlussfolgern muss man dann selber...


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 22:09
Photographer73 schrieb:hmhm, ich weiß nicht. Deine Gedanken kann ich teilen, so denken viele kleinere Kinder, aber dazu hätte er sie die Stufen nach oben ziehen müssen.
Kinder können ihre Kräfte noch nicht einschätzen.
Ich halte für möglich, dass ihm nicht klar war, wie fest er mit der Taschenlampe zu schlug (wenn er es tat)- und ebenso könnte er gedacht haben, er schafft es, die Schwester in ihr Zimmer zu ziehen.
Wenn es so war, hat er ja nicht abgeschätzt: Hm, das müsste ich in einer Stunde schaffen können...

Er dachte nur: Ich MUSS es schaffen.

In einer Art Verzweiflung hat er sich abgemüht, weil die Eltern auf keinen Fall sehen durften, was er getan hat.

Wenn es so war.
Andererseits sind schon jüngere Kinder (sogar Hunde) fähig, den Notruf zu wählen.
Allerdings haben die dann keine massiven Schuldgefühle


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 22:14
InMemoriam schrieb:Das waren auch meine Gedanken dabei. Aber ich kann die Glaubwürdigkeit des Gesagten nicht einschätzen. Auf der Internetseite sind immer jeweils „evidence for“ und „evidence against“ dargestellt, schlussfolgern muss man dann selber...
Ich kenne die Seite auch. Sie ist eine echte Fundgrube. So ziemlich jede denkbare Quelle wurde da verwurstet; sehr interessant und informativ.

In "Casting Jonbenét Ramsey" wurde die Santa-Claus-Geschichte auch kurz aufgegriffen und - so weit ich mich erinnere - nicht Ernst genommen. Aber hier wohl in dem Kontext, ein Außenstehender könnte Santa-Claus gewesen sein. Das würde ich auch nicht glauben. Eingewendet wurde etwa, dass jemand in einem solchen Kostüm im Umfeld des Hauses niemals unbemerkt geblieben wäre. Außerdem würde ein entsprechendes Kostüm wohl Spuren hinterlassen haben?


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 22:17
Okay...ja das ist ein Argument. Und wenn das Kostüm sich im Haus befunden hätte (bspw. weil es dem Vater gehörte...), dann wäre es sicherlich gefunden worden. Hmmm...


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 22:27
InMemoriam schrieb:Okay...ja das ist ein Argument. Und wenn das Kostüm sich im Haus befunden hätte (bspw. weil es dem Vater gehörte...), dann wäre es sicherlich gefunden worden. Hmmm..
Mit dem Verweis auf den Film wollte ich auch etwas von dem Kostüm wegleiten: Santa Claus muss kein Kostüm getragen haben, damit Jb ihn so bezeichnet. Welche situative Verknüpfung in ihrem Bewusstsein dazu geführt haben könnte, dass sie glaubte, es sei der Weihnachtsmann, mit dem sie eine geheime Verabredung hat, ist schwer zu sagen. Ich denke aber, und darauf wollte wohl auch Lynch hinaus, Täter kennen solche Mechanismen der Psyche und machen sie sich zunutze, in dem sie versuchen, solche Assoziationen auszulösen, die - auch falls das Kind reden sollte - das Gesagte unglaubwürdig erscheinen lassen. (Sorrry für den kurzen Ausflug in die Küchenpsychologie ;))


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 22:31
@Wozzeck

Ich kann mich da auch noch dunkel an diverse Berichte bez. der Knoten usw. erinnern. Auch da gingen ja die Meinungen sehr auseinander. Interessant ist in diesem Kontext noch, daß Burke gerne schnitzte und auch Taschenmesser besaß. Die Haushälterin hat es ihm irgendwann mal abgenommen, weil sie es leid war überall Holzschnitze zu finden. Sie sagte aus, daß sie es versteckt hätte. Gefunden wurde das Messer dann bei der polizeilichen Hausdurchsuchung ganz woanders, und zwar ganz in der Nähe der Leiche. Ein Detektiv fand es auf einer Arbeitsplatte vor dem Weinkeller, in dem JB lag. Das Holzstück, das für die Garotte genutzt wurde, war anscheinend mit einem Messer bearbeitet worden, auch wurden die Schnüre, mit denen JB gefesselt wurde, mit einem Messer abgeschnitten.

Burke sagte sogar selbst gegenüber Detective Dan Schuler aus, daß an seinem Taschenmesser mehrere ausklappbare Dinge gewesen wären ( Säge, Korkenzieher, Schraubenzieher, Zahnstocher usw.) Und es hätte auch etwas, mit dem es einfacher wäre Knoten zu ziehen.

Der Garrotte-Knoten ist als Prusik-Hitch bekannt, ein typischer Pfadfinder oder Campingknoten. Außerdem segelte Burke sehr gerne und beschäftigte sich auch deswegen mit Knoten.


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 22:31
Wozzeck schrieb:Santa Claus muss kein Kostüm getragen haben, damit Jb ihn so bezeichnet
Da hast Du Recht.


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 22:35
Photographer73 schrieb:Der Garrotte-Knoten ist als Prusik-Hitch bekannt, ein typischer Pfadfinder oder Campingknoten. Außerdem segelte Burke sehr gerne und beschäftigte sich auch deswegen mit Knoten.
Das habe ich auch gelesen. Aber auch John war ein erfahrener Segler, und Patsy ist ebenfalls schon mit auf See gewesen, richtig? Demnach dürften im Zweifelsfall alle drei gute Kenntnisse im Knotenbinden haben - Patsy vielleicht vergleichsweise etwas weniger als die anderen beiden.


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 22:51
Photographer73 schrieb:Burke
Merkwürdigerweise zögere ich, mir darüber Gedanken zu machen, wer der erste Täter war, dessen Tat durch die anschließenden Handlungen verdeckt werden sollte. Ich erlaube mir immer nur, einen Außenstehenden auszuschließen. An Burkes Rolle im offiziellen Szenario macht aber einiges stutzig. Dazu gehören auch Aspekte, die in der CBS-Produktion, gegen die er klagte, nicht genannt werden. Zum Beispiel die beiden überhörten Schreie.

Der erste Schrei wurde von einer Nachbarin in der Nacht gehört. Die Polizei nahm den Hinweis wohl ernst genug, um einen Akustiktest durchzuführen. Es kam heraus, dass es möglich ist, dass der Schrei, falls er aus dem Keller kam, von der Nachbarin gehört wurde, von den Eltern im dritten Stock aber nicht. - Ich frage mich, wie es im ersten Stock war, wo die Kinder ihre Zimmer hatten? Aber offenbar hat Burke diesen Schrei nicht gehört.

Wenige Stunden später überhört Burke aber noch einen weiteren Schrei. Als Patsy gegen halb sechs aufwacht, sagt sie, habe sie auf der Treppe zum ersten Stock das Erpresserschreiben gefunden, gelesen und daraufhin zu schreien begonnen, sodass ihr Ehemann, der gerade duschte, sie hörte und zu ihr kam. Daraufhin las auch er, während sie die Polizei verständigt und mit Freunden telefoniert, das Schreiben. Direkt hierauf wollen beide in Burkes Kinderzimmer nachgesehen haben, wo sie ihn, wie sie aussagen, schlafend vorgefunden haben.

Schließlich erinnerte sich Burke als 11-Jähriger, bei einem Psychologengespräch auch nur daran, dass er alles verschlafen habe, weil er einen sehr tiefen Schlaf habe.


melden

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 22:56
InMemoriam schrieb:Weiß jemand Näheres darüber, ist das hier im Thread schon diskutiert worden? Wie glaubwürdig ist diese Zeugenaussage, hat das für den Fall eine Bedeutung, was meint ihr dazu?
Es wurde schon mal angesprochen, versuch es mal über die Suchfunktion. Ich pers. glaube nicht wirklich, daß "Santa" etwas mit dem Mord zu tun hatte. Am 23.12. gabs ne Weihnachtsfeier im Haus der Ramseys mit 30 Gästen. Da trat auch der Nachbar und Freund McReynolds auf, verkleidet als Santa Claus. Die Ramseys haben ihn später auch in ihrem Buch verdächtigt. Er gab DNA und Handschriftenproben ab, wurde allerdings von der Polizei ausgeschlossen. Ich glaube, das was JB da erzählt hat, war eine typische Kleinkindgeschichte über ein großes Geheimnis mit Santa Claus.

@frauzimt

Burke war verhaltensauffällig, er war eifersüchtig auf JB und schien auch nach ihrem Tod nicht besonders zu trauern. Das fiel auch Dr. Suzanne Bernard, einer Kinderpsychologin auf, mit der Burke im Januar sprach. Sie fand einige seiner Aussagen außergewöhnlich bis besorgniserregend, so unter anderem ein von ihm gezeichnetes Bild der Familie, auf dem JB, nur wenige Tage nach ihrem Tod, bereits nicht mehr vorhanden war. Außerdem äußerte er, daß "sein Leben weitergehen würde". Das sind alles keine Beweise, aber ich finde es schon erstaunlich und befremdlich.

@InMemoriam

Stimmt, sie segelten alle. JR und BR kannten sich auf jeden Fall mit Knoten aus. Bei Patsy weiß ich es nicht genau.


melden
Anzeige

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

26.02.2018 um 23:09
Photographer73 schrieb:Ich pers. glaube nicht wirklich, daß "Santa" etwas mit dem Mord zu tun hatte.
Im Grunde, glaube ich auch nicht daran. Grund für mich, ist der Sparsamkeitsgedanke. Wie bereits erwähnt, ich glaube nicht an einen außenstehenden Täter. Ohne dabei zu sehr ins Detail gehen zu wollen, dreht sich mein favorisiertes Szenario aber nicht um sexuellen Missbrauch, weshalb ich die These, Jb könne zusätzlich missbraucht worden sein, lieber nicht zu integrieren versuche. Allerdings gibt es kleine und kleinste bzw. indirekte Hinweise darauf, dass Jb wiederholt missbraucht wurde:

- Einige Experten waren der Auffassung, das vaginale Verletzungbild wiese auf wiederholten Missbrauch hin.
- Außerdem wird die These vertreten, das Cover up als Sexualverbrechen, Penetration mit einem Pinsel, könne dazu gedient haben, ältere Verletzung infolge vorangegangenen Missbrauchs zu verdecken.
- die Santa-Claus-Geschichte
- das Milieu (vor allem die Schönheitswettbewerbe/Sexualisierung etc.)
- der starke Vaterbezug, der von der Mutter hergestellt wurde ("Jonbénet" ist ja ihre Neuschaffung aus den beiden Vornamen ihres Ehemanns)

Ich denke es sind u.a. diese Punkte, die die Missbrauchdebatte befeuert haben.

PS: Das sind dünne "Hinweise", die diese Bezeichnung größtenteils kaum verdienen. Aber sie haben zu einem Gesamtbild beigetragen, dass viel diskutiert wird.


melden
283 Mitglieder anwesend
Konto erstellen
Allmystery Newsletter
Alle zwei Wochen
die beliebtesten
Diskussionen per E-Mail.

Themenverwandt
Schachbrett-Mörder21 Beiträge
Anzeigen ausblenden