Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Mordfall Tristan

25.834 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Aktenzeichen Xy, Frankfurt ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Tristan

Mordfall Tristan

23.03.2026 um 12:34
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Das verlangsamte Abspielen sollte ja die Wiedererkennung verbessern, verfremden finde ich den falschen Begriff.
Und selbst das ist, enschuldigung, völliger Schwachsinn.

Wenn ich eine Tonaufnahme verlangsamt abspiele, verändert sich die Stimme, sie wird tiefer. D. h. ich kann sie eben nicht mehr wiedererkennen.

Die ältere Generation kann sich vielleicht noch erinnern, wie es sich anhört, wenn man eine 45er Schallplatte mit 33 Umdrehungen abspielt. Oder die Batterien im Walkman fast leer sind.

Das ist kein Film, den man anhält oder langsamer ablaufen lässt, damit man bestimmte Details besser sieht. Durch langsames Abspielen wird die Stimme eben verändert und ist gerade nicht mehr erkennbar.

Wenn man das bewusst erreichen will, würde man sagen "verfremdet".

Aber sowohl das eine (langsames Abspielen) oder das andere (bewusstes Verfremden) würden genau zum Gegenteil von dem führen, was man eigentlich erreichen will, nämlich das jemand die Stimme erkennt. Es wäre also genau das Gegenteil von dem, was man eigentlich will und macht daher keinen Sinn.


melden

Mordfall Tristan

23.03.2026 um 13:46
@all
Aber die Originalaufnahme konnte man doch damals schon 99 per Telefonnummer unter einer Hotline hören.
Die Polizei erhoffte sich doch dadurch den Anrufer schneller mit Hilfe der Mitbürger identifizieren zu können.

Jahre später war die Originalaufnahme dann nicht mehr öffentlich zugänglich . Sondern nur in gekürzter Form und etwas verlangsamt.

Ich glaube sie haben für sich einfach versucht die Originalaufnahme wieder her zu stellen. So habe ich es zumindest verstanden…


1x zitiertmelden

Mordfall Tristan

23.03.2026 um 14:07
Nachtrag… @sooma du hattest ja schon die Artikel dazu geteilt. Habe ich gerade erst gesehen , also erübrigt sich mein Post …


melden

Mordfall Tristan

23.03.2026 um 14:18
@mindman
Ja, so habe ich es auch verstanden.

Unklar ist nur, wie sie herausgefunden haben wollen, dass es der Onkel sei. Nicht, dass ich ihnen in diesem Punkt glaube. Es ist halt seltsam, dass sie eben nicht erwähnen wie sie das herausgefunden haben.


melden

Mordfall Tristan

23.03.2026 um 14:43
Ich habe mir den Podcast nun auch schon zweimal angehört. Und muß sagen , dass erste Mal war ich echt etwas elektrisiert und dachte man ist das spannend. Nachdem es aner gesackt ist und ich mir den Podcast nochmal unaufgeregt anhörte , muß ich gestehen, dass es viele Dinge darin gibt, die doch sehr reißerisch sind. Und Belege gibt es meiner Meinung auch nicht , mir fehlen die Quellen , es wird nur gesagt das es unterschriebene Aussagen gibt . Es fehlt mir konkretes. Und die Polizei hat bis heute auch noch keine Stellung zu dem Podcast gemacht oder die Staatsanwaltschaft.Vielleicht liege ich ja auch falsch, aber ich bin vorsichtig. Auch mal so ne Überlegung,wenn sie so handfestes haben warum wenden sie sich nicht damit direkt an die Polizei?


1x zitiertmelden

Mordfall Tristan

23.03.2026 um 14:47
Zitat von mindmanmindman schrieb:Aber die Originalaufnahme konnte man doch damals schon 99 per Telefonnummer unter einer Hotline hören.
Die Polizei erhoffte sich doch dadurch den Anrufer schneller mit Hilfe der Mitbürger identifizieren zu können.
Nein, es wird ja gerade gesagt, die Aufnahme sei damals nur "verfremdet" bzw. "verlangsamt" veröffentlicht worden und erst die Genialität dieser beiden Podcaster hätte dazu geführt, dass den Zeugen das unveränderte Original vorgespielt wurde.

Zwischen "nur Teile abspielen" (= etwas herausschneiden) und "verlangsamen" bzw. "verfremden" ist ein Unterschied.

Ich kann auch Teile einer Aufnahme im Original (aber eben nur Teile) abspielen ohne sie zu verändern indem ich sie schneller ablaufen lasse.

Wenn ich aber etwas abspiele, egal ob Teile oder das ganze, und die Geschwindigkeit verändere, dann kann man die Stimme nicht mehr erkennen.


1x zitiertmelden

Mordfall Tristan

23.03.2026 um 15:38
Was den Anruf betrifft, könnte ich mir vorstellen, dass die Polizei damals zuerst im Umfeld von Tristan ermittelt und nachgefragt hat und sich erst dann dazu entschieden hat, an die Öffentlichkeit zu gehen, als niemand aus Familie und Umfeld die Stimme erkannt hat. Und selbst wenn nicht, ich finde, die Stimme und Aussprache haben echt Wiedererkennungswert. Wenn es der Onkel war, müsste das doch auch bei verändertem Tempo jemandem aufgefallen sein.


1x zitiertmelden

Mordfall Tristan

23.03.2026 um 15:54
@brigittsche
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Nein, es wird ja gerade gesagt, die Aufnahme sei damals nur "verfremdet" bzw. "verlangsamt" veröffentlicht worden und erst die Genialität dieser beiden Podcaster hätte dazu geführt, dass den Zeugen das unveränderte Original vorgespielt wurde.
Nicht ganz.
Im podcast wird eigentlich nur auf die Veröffentlichung in xy 2008 eingegangen und auf die einige Zeit später im hessenischen Rundfunk.
2008 sei die Stimme verlangsamt vorgespielt worden. Auf die Veröffentlichungen vorher wird überhaupt nicht eingegangen, vllt waren diese den Podcastmachern auch unbekannt. So oder so, ist das nicht seriös: wenn sie die Veröffentlichung nicht kannten, kennen sie den Fall wohl doch nicht so gut. Wenn sie die Veröffentlichung vor 2008 kannten, finde ich es seltsam diese völlig unter den Tisch fallen zu lassen. Die beiden tun so, als sei 2008 der Anruf das allererste mal veröffentlicht worden und dann auch noch verfremdet. Das ist eine (bewusste) Verdrehung der Tatsachen.


melden

Mordfall Tristan

23.03.2026 um 16:12
Dafür, dass einer der bekanntesten Fälle der deutschen Nachkriegsgeschichte mal eben nach fast 30 Jahren angeblich von anonymen (!) Hobbyermittlern "gelöst" wurde, halten sich Presse, Polizei etc aber vornehm zurück. Selbst bei den üblichen Verdächtigen in Sachen True Crime Podcasts, bei der Boulevardpresse etc ist Schweigen im Walde.
Im Normalfall wäre zumindest die Frankfurter Lokalpresse doch hellhörig und hätte längst reagiert - die Podcaster interviewt etc
Das neueste von 2026 dürfte das hier sein
alle Spuren verlaufen im Sand!

Uwe Fey ist heute in Pension, seine Kollegen aus der Cold-Case-Einheit gehen aber auch heute noch jedem Hinweis nach. „Ich hätte den Fall gerne gelöst, aber manchmal reicht es einfach nicht”, sagt Fey im Podcast. Er gebe die Hoffnung nicht auf. Doch auch er weiß, dass es immer schwerer ist, den Fall nach all den Jahren zu lösen.
Quelle: https://www.rtl.de/news/mordfall-tristan-bruebach-13-trotz-aktenzeichen-yx-ungeloest-das-war-das-phantombild-des-moerders-id30231516.html


1x zitiertmelden

Mordfall Tristan

23.03.2026 um 16:26
Zitat von abberlineabberline schrieb:Dafür, dass einer der bekanntesten Fälle der deutschen Nachkriegsgeschichte mal eben nach fast 30 Jahren angeblich von anonymen (!) Hobbyermittlern "gelöst" wurde, halten sich Presse, Polizei etc aber vornehm zurück. Selbst bei den üblichen Verdächtigen in Sachen True Crime Podcasts, bei der Boulevardpresse etc ist Schweigen im Walde.
Ich bin ja auch sehr skeptisch gegenüber diesem Podcast - aber da würde ich doch im Zweifelsfalle im Moment noch für den "Angeklagten" sprechen.

Sollte das alles so zutreffend sein, wäre das ja schon eine Sensation - aber eine unglaubliche Blamage, wenn man selbst als Boulevardpresse darauf hereinfällt. Und daher vermute ich, dass das selbst den üblichen Verdächtigen zu heiß ist und sie doch erst einmal nachfragen wollen, was es denn genau damit auf sich hat.

Wesentlich interessanter fände ich eine Reaktion der Ermittler. Natürlich würden die noch keine Angaben machen ob sie die Behauptungen bestätigen können, aber interessant wäre zu wissen, ob die erwähnten eidesstattlichen Versicherungen gegenüber der Polizei denn tatsächlich abgegeben wurden. Das würde ja zumindest einmal für die Seriosität der Zeugen sprechen.


1x zitiertmelden

Mordfall Tristan

23.03.2026 um 16:41
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Wesentlich interessanter fände ich eine Reaktion der Ermittler. Natürlich würden die noch keine Angaben machen ob sie die Behauptungen bestätigen können, aber interessant wäre zu wissen, ob die erwähnten eidesstattlichen Versicherungen gegenüber der Polizei denn tatsächlich abgegeben wurden. Das würde ja zumindest einmal für die Seriosität der Zeugen sprechen.
Das stimmt - ich unterstelle auch nicht, dass die Angaben nicht stimmen, es ist denkbar. Und genauso ist es denkbar, dass vieles heisse Luft ist.
Seriös wäre, nicht anonym erst einmal Belege zu bringen, die eidesstattlichen Versicherungen bestätigt zu wissen und erst an die Öffentlichkeit zu gehen, wenn etwas wasserdicht ist. Das würde jede seriöse Zeitung zu machen. Vorher per Podcast und TikTok Sachen rauszuhauen ist auch arg ungeschickt.


melden

Mordfall Tristan

23.03.2026 um 17:47
Die Geschichte mit dem Unfall, den B verursacht hat und dass dieser im Prozess auf ein traumatisches Ereignis verwiesen hat, stimmt wohl.
Die Frage wäre inwiefern dies uns weiterbringt. Das B ein Trauma hat, wenn sein bester Freund auf diese Weise umgebracht wird, ist sehr nachvollziehbar. Wahrscheinlich wäre es umgekehrt seltsamer wenn er keines hätte. Aber das sagt ja weder, dass der Täter aus dem Umfeld von B stammt, noch dass er den Inhalt des Rucksacks kannte.
Insofern sind das dann auch keine spektakulären neuen Erkenntnisse, die zur Lösung des Falles beitragen.

Für mich wäre relevanter: hat B den Inhalt des Rucksacks gesehen oder kannte er nur den Inhalt. Das ist ein Unterschied. Zweiteres könnte er im Zuge der Ermittlungen durchaus mitbekommen haben. Denn auch wenn es keine Presseveröffentlichung dazu gab, könnte es dem näherem Umfeld schon mitgeteilt worden sein und das Wissen dann zu B gelangt sein.


melden

Mordfall Tristan

23.03.2026 um 20:31
Ich habe mich sogar gefragt, ob es zum Teil ki-generierte Quellen sind. Spätestens bei dem Friedhofsgärtner habe ich an Manfred Seel gedacht.
Zitat von MerricatMerricat schrieb:Wenn es der Onkel war, müsste das doch auch bei verändertem Tempo jemandem aufgefallen sein.
Hm. Hatten die im Podcast nicht gesagt, dass es der Onkel mütterlicherseits gewesen sei? Ich setzte nicht unbedingt voraus, dass der Vater jedes Familienmitglied seiner Frau gut gekannt haben muss. Falls doch wäre es naheliegend, wenn er sich bei der Polizei gemeldet hätte.


melden

Mordfall Tristan

23.03.2026 um 20:39
@WM
Genau, mütterlicherseits. Klar, es ist natürlich nicht gesagt, dass Tristans Vater den Onkel gekannt hat oder zumindest gut genug, um seine Stimme zu kennen. Er hat ja aber offensichtlich in räumlicher Nähe gelebt, daher bin ich eher davon ausgegangen, dass man sich schon gekannt hat.


2x zitiertmelden

Mordfall Tristan

23.03.2026 um 22:11
Zitat von MerricatMerricat schrieb:Er hat ja aber offensichtlich in räumlicher Nähe gelebt, daher bin ich eher davon ausgegangen, dass man sich schon gekannt hat.
Ich gebe zu, dass das dafür spricht. Ich meine, dass sie auch gesagt hätten, der Bruder sei zu dem Zeitpunkt obdachlos gewesen.


melden

Mordfall Tristan

23.03.2026 um 22:29
Zitat von MerricatMerricat schrieb:Klar, es ist natürlich nicht gesagt, dass Tristans Vater den Onkel gekannt hat oder zumindest gut genug, um seine Stimme zu kennen.
Aber wenn man voraussetzt, dass der Onkel aus Erschütterung über den Mord an Tristan bei der Polizei angerufen hat und auch (laut eigener Aussage in dem Anruf) bei der Beerdigung war, dürfte er doch eine engere Verbindung zu Tristan gehabt haben.

Und da halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass nur der Onkel und Tristan Kontakt hatten, aber die restliche Familie (die es außer Tristans Vater ja wohl gegeben haben wird) den Onkel nicht kannte und daher die Stimme nicht erkannt hat.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass nicht auch andere Verwandte, Freunde usw. von Tristan und seinem Vater diese Aufzeichnung angehört haben und die aber alle diesen besagten Onkel wundersamerweise nicht kannten.


melden

Mordfall Tristan

24.03.2026 um 17:27
@brigittsche
Ich unterstelle jetzt einfach mal wohlwollend, dass die podcast Macher sich nicht was ausgedacht haben. Auch wenn ich den podcast nicht für sehr seriös halte. Was ich mir vorstellen könnte:

- Die beiden haben Kontakte zu Tristans Umfeld
- sie haben diesen nochmal die Stimme vorgespielt und darauf hin wurde ihnen von ihren Kontakten gesagt, dsss die Stimme so wie Tristans Onkel klinge
- sie haben dies dann im podcast als Gewissheit geäußert
- Mit Infos wie zum Beispiel dass der Onkel im am ehemaligen Wohnort von Tristan wohne wird das untermauert. Was ja in Wirklichkeit gar nichts mit einander zu tun hat. Wo der Onkel nun wohnt oder nicht ist ja völlig unerheblich


Damit ist aus meiner Sicht noch nicht gesagt dass der Anrufer tatsächlich der Onkel war. Aber raushauen kann man es ja.


1x zitiertmelden

Mordfall Tristan

24.03.2026 um 20:44
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Damit ist aus meiner Sicht noch nicht gesagt dass der Anrufer tatsächlich der Onkel war. Aber raushauen kann man es ja.
Ja, so ungefähr stelle ich mir das auch vor. Nur eben zweifle ich wegen dieser ominösen und in sich nicht logischen Behauptung, die Stimme sei der Öffentlichkeit zuerst "langsamer" oder "verfremdet" vorgespielt worden, sehr daran, dass die Zeugen überhaupt je die richtige Stimme zu hören bekomme haben.

Weil die Stimme, wenn sie dann von den Podcastern nachbearbeitet wurde, eben nicht mehr original war. Ich kann eine Stimmenaufzeichnung, die ich bei Aktenzeichen XY klaue auch so bearbeiten, dass sie klingt wie Mickey Mouse.

Und wenn ich die dann Zeugen vorspiele, dann sagen die natürlich: "Oh, das ist doch die Stimme von Mickey Mouse!"


melden

Mordfall Tristan

24.03.2026 um 21:02
Der springende Punkt mit der Tonbandaufnahme im Podcast ist ja sogar, dass es für das präsentierte Endergebnis total irrelevant ist. Genau wie die Geschichte mit dem Daumen. Der Onkel ist ja laut den Podcastermittlern gar nicht der Verdächtige. Man präsentiert das trotzdem als Ermittlungsergebnis, um darzustellen, wie tief man angeblich nachgeforscht hat und was man dabei alles erfahren hat. Um dann den tolen Plottwist zu machen und jemand anderen ins Spiel bringt. Eine Verbindung zwischen beiden Personen scheint ja nicht zu bestehen.


3x zitiertmelden

Mordfall Tristan

24.03.2026 um 21:21
Zitat von MerricatMerricat schrieb:Der springende Punkt mit der Tonbandaufnahme im Podcast ist ja sogar, dass es für das präsentierte Endergebnis total irrelevant ist.
Das stimmt natürlich. Es wäre höchstens insofern interessant, dass man dann die Suche nach dem Anrufer einstellen könnte bzw. endgültig klar wäre, dass der Anrufer nicht der Mörder ist.

Aber die Geschichte dient in erster Linie dazu, zu zeigen wie genial die Podcaster doch sind - und wie glaubwürdig.


melden