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Georgine Krüger - Tatverdächtiger vor Gericht

1.981 Beiträge, Schlüsselwörter: BUS, 2006, Moabit, Georgine Krüger, Perleberger Str Ecke Rathenower Str

Georgine Krüger - Tatverdächtiger vor Gericht

15.10.2019 um 13:04
@Falstaff
@ThoFra
Ich meine, dass alles, was bislang an Auffälligkeiten öffentlich bekannt wurde, erst nach Georgines Verschwinden passierte. Es heißt ja (in bereits mehreren geteilten Links), dass bereits 2011 gegen ihn ermittelt wurde. Ich habe aber nichts gefunden, dass bereits vor 2006 etwas gegen ihn vorlag.


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Georgine Krüger - Tatverdächtiger vor Gericht

15.10.2019 um 13:34
Rotkäppchen schrieb:Ich habe aber nichts gefunden, dass bereits vor 2006 etwas gegen ihn vorlag.
Dann wird das wahrscheinlich auch nicht der Fall gewesen sein, oder ist grundsätzlich denkbar, dass (die Ermittler) diese Info extra nicht veröffentlichen, damit niemand sagen kann, sie hätten Ali K doch schon viel eher im Focus als Tatverdächtigen im Fall Georgine Krüger haben müssen?

Vor Gericht spätestens hätten frühere Anklagen/Vorstrafen gegen Ali K jedoch zur Sprache kommen müssen.


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Georgine Krüger - Tatverdächtiger vor Gericht

15.10.2019 um 15:11
ThoFra schrieb:Vor Gericht spätestens hätten frühere Anklagen/Vorstrafen gegen Ali K jedoch zur Sprache kommen müssen.
Vielleicht haben sie ja doch noch weitere Zeugenaussagen. Wie du vorher schon schreibst, wären da Infos vom Prozess interessant. Andererseits wird da ja auch Presse anwesend sein und ich denke, sobald etwas in der Richtung passieren sollte, wird das auch veröffentlicht, oder?

Deshalb könnte man ihm allerdings auch nicht den Mord nachweisen. Es wäre nur noch fraglicher, warum er nicht genauer unter die Lupe genommen wurde.


Dabei muss ich immer an einen Satz denken, den ich irgendwo in der Presse so in etwa gelesen habe: Ali K behauptete das Mädchen nicht zu kennen, daher habe man ihn nicht weiter unter die Lupe genommen. (Sinngemäß)
Das ist schon krass. Wenn das tatsächlich nicht so aus reiner Pressefantasie entsprungen ist, finde ich das schon recht oberflächlich.


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Georgine Krüger - Tatverdächtiger vor Gericht

15.10.2019 um 16:18
@Rotkäppchen
Gerade diese Aussage vom ihm, er würde georgine gar nicht kennen, hätte ihn verdächtig machen müssen, schließlich wohnte sie in unmittelbarer Nachbarschaft, da kennt man sich ja wohl zumindest vom Sehen.


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Georgine Krüger - Tatverdächtiger vor Gericht

15.10.2019 um 18:55
@melody46
Sie ging täglich dort vorbei. Dass ihn die Aussage verdächtig macht, will ich gar nicht mal sagen. Aber es wäre wahrscheinlich und nicht auffällig gewesen, wenn er geäußert hätte, dass er sie vom Sehen kannte. Zudem ist es mMn kein Grund gewesen, nicht gründlich überall dort zu schauen, wo sie vorbei musste.
Haben die denn erwartet, dass jemand kommt und sagt: "Schaut in meinem Keller, dort hab ich sie vergewaltigt und getötet und jetzt liegt sie im Teppich eingerollt im Müll"?


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Georgine Krüger - Tatverdächtiger vor Gericht

15.10.2019 um 19:11
Rotkäppchen schrieb:Haben die denn erwartet, dass jemand kommt und sagt: "Schaut in meinem Keller, dort hab ich sie vergewaltigt und getötet und jetzt liegt sie im Teppich eingerollt im Müll"?
Das ist auch mein Kritikpunkt: Natürlich ist es rechtlich unmöglich, einen Durchsuchungsbefehl zu erhalten der sich auf alle Wohnungen in einem Stadtviertel bezieht. Man hätte aber ohne weiteres bei den Bewohnern nachfragen können, ob sie freiwillig Zugang zu Wohn- und Kellerräumen gewähren. Diejenigen die das verweigert hätten wären immer noch nicht unmittelbar verdächtig gewesen, wären aber zumindest in die engere Auswahl gekommen. Wenn man diesen reduzierten Personenkreis näher unter die Lupe genommen hätte, wäre man ziemlich sicher auch auf den Verdächtigen gestoßen. Auch wenn der zu jenem Zeitpunkt strafrechtlich noch nicht in Erscheinung getreten wäre ist es doch sehr wahrscheinlich, dass Georgine nicht das erste Mädchen war dem er nachgestellt hat.


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Georgine Krüger - Tatverdächtiger vor Gericht

15.10.2019 um 19:14
@Falstaff
Richtig. Ich stimme dir in allen Punkten zu.
So stand die Suche in Hinsicht auf Erfolg unter keinem guten Stern und war nicht wirklich erfolgversprechend. Es sei denn, die Hunde hätten eine konkrete Spur gefunden oder man habe andere konkrete Hinweise erhalten.


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Georgine Krüger - Tatverdächtiger vor Gericht

15.10.2019 um 20:42
Ich habe mal nachgelesen, z.B. hier

https://m.bild.de/regional/berlin/berlin-aktuell/der-fall-georgine-ali-k-soll-noch-mehr-maedchen-belaestigt-haben-589894...

Vor 2006 fand ich keine Angaben zu Ali K.

2006 verschwand Georgine
    Ali K. wird, wie viele andere Nachbarnroutinemässig befragt. Die Namen der befragten Nachbarn werden nicht ins PolizeiInformationssystem eingegeben.


2009 belästigt Ali K. zwei Mädchen im Alter von 11 und 13
    eine Verbindung zu Georgine wird nicht erkannt. Der Sachverhalt wurde als strafrechtlich nicht relevant betrachtet.


2011 versucht Ali K. eine 17jährige zu vergewaltigen nachdem er sie in seinen Keller gelockt hat
    "2012 wurde Ali K. wegen sexueller Belästigung verurteilt, bekam ein Jahr und acht Monate Haft – auf Bewährung, weil unter anderem seine Sozialprognose gut war, wie das Amtsgericht damals befand." Zitat aus obiger Quelle.


2014 belästigt Ali K. ein 14jähriges Mädchen aus der Nachbarschaft und greift es an
    "Aber wieder passierte nichts. Die Erklärung der Ermittler in der Stellungnahme vom Mittwoch: Nach damaligem Sexualstrafrecht lag keine Straftat vor. Außerdem führe eine Abfrage der Person im polizeilichen Informationssystem auch nicht unweigerlich zur Feststellung einer einschlägigen Vorstrafe." Zitat aus obiger Quelle.


2017 die Ermittler erkennen einen Tatverdacht gegen Ali K.
    verdeckte Ermittlungsmaßnahmen weden eingeleitet. Diese führen zum Erlass eines Haftbefehls wegen Mordes und zur Festnahme von Ali K.


Ist jetzt alles von dieser Quelle. Vielleicht sollte man ein Wiki anlegen.


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Georgine Krüger - Tatverdächtiger vor Gericht

17.10.2019 um 16:00
Falstaff schrieb:Man hätte aber ohne weiteres bei den Bewohnern nachfragen können, ob sie freiwillig Zugang zu Wohn- und Kellerräumen gewähren. Diejenigen die das verweigert hätten wären immer noch nicht unmittelbar verdächtig gewesen, wären aber zumindest in die engere Auswahl gekommen.
Hierzu wäre es interessant, wie die Absuche damals überhaupt abgelaufen ist. Sollte es zu einer reinen Betretung der Mehrfamilienhäuser und des darin befindlichen frei zugänglichen Bereiches gekommen sein, so hätten sie die Anwohner erst gar nicht groß hinsichtlich der Betretung fragen müssen. Anders sieht es dann erst aus, wenn man bei dieser Suche auf ein Kellerabteil aufmerksam geworden wäre und dessen Eigentümer um eine Nachschau gebeten hätte. Ich vermute aber mal, dass dies nicht der Fall war, da man dann wohl mit mehr Nachdruck gearbeitet hätte.


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Georgine Krüger - Tatverdächtiger vor Gericht

17.10.2019 um 17:33
Fritz_D1 schrieb:2011 versucht Ali K. eine 17jährige zu vergewaltigen nachdem er sie in seinen Keller gelockt hat
"2012 wurde Ali K. wegen sexueller Belästigung verurteilt, bekam ein Jahr und acht Monate Haft – auf Bewährung, weil unter anderem seine Sozialprognose gut war, wie das Amtsgericht damals befand." Zitat aus obiger Quelle.


2014 belästigt Ali K. ein 14jähriges Mädchen aus der Nachbarschaft und greift es an
"Aber wieder passierte nichts. Die Erklärung der Ermittler in der Stellungnahme vom Mittwoch: Nach damaligem Sexualstrafrecht lag keine Straftat vor. Außerdem führe eine Abfrage der Person im polizeilichen Informationssystem auch nicht unweigerlich zur Feststellung einer einschlägigen Vorstrafe." Zitat aus obiger Quelle.
Das passt nicht zusammen. Wenn er 2011 verurteilt wurde, dann war er vorbestraft - auch wenn es sich nur um eine Bewährungsstrafe handelte. Das jetzt auf das "polizeiliche Informationssystem" zu schieben, ist schwach. Das klingt so, als hätte eine Datenbank nicht richtig funktioniert. In Wirklichkeit hat es aber wahrscheinlich eher daran gelegen dass die Daten nicht eingegeben oder nicht abgefragt wurden - also an menschlichem Versagen.
Das wesentlich größere Versäumnis ist aber, dass im Jahre 2011 keiner, weder Ermittler noch Richter darauf gekommen sind dass vor 5 Jahren in unmittelbarer Nachbarschaft des Täters ein Mädchen verschwunden ist, dass genau dem Beuteschema des Mannes entsprach.

Gut möglich dass der Mann zwischenzeitlich noch wesentlich mehr Taten begangen hat, die aber nie angezeigt oder nicht verknüpft wurden. Unverständlich ist mir auch, warum eine Strafe von 1,8 Monaten zur Bewährung ausgesetzt wird. Wie günstig kann die Sozialprognose von einem Mann sein, der zum damaligen Zeitpunkt womöglich schon arbeitslos war ?


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Georgine Krüger - Tatverdächtiger vor Gericht

17.10.2019 um 19:01
Falstaff schrieb:In Wirklichkeit hat es aber wahrscheinlich eher daran gelegen dass die Daten nicht eingegeben oder nicht abgefragt wurden - also an menschlichem Versagen.
Das wesentlich größere Versäumnis ist aber, dass im Jahre 2011 keiner, weder Ermittler noch Richter darauf gekommen sind dass vor 5 Jahren in unmittelbarer Nachbarschaft des Täters ein Mädchen verschwunden ist, dass genau dem Beuteschema des Mannes entsprach.
Genau, so sehe ich das auch. Möglicherweise waren inzwischen auch die Zuständigkeiten neu verteilt und man hat einfach nicht mehr rückblickend geschaut. Es muss ja auch gar nicht sein, dass er die Taten, wenn es noch mehrere gab, von denen wir nichts wissen, alle in seinem häuslichen Umfeld passierten. Er wird ja auch das Haus verlassen haben und könnte ganz woanders noch Mädchen angelockt und ihnen was angetan haben, wo bislang noch der Zusammenhang fehlt.


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Georgine Krüger - Tatverdächtiger vor Gericht

17.10.2019 um 19:04
Falstaff schrieb:Gut möglich dass der Mann zwischenzeitlich noch wesentlich mehr Taten begangen hat, die aber nie angezeigt oder nicht verknüpft wurden. Unverständlich ist mir auch, warum eine Strafe von 1,8 Monaten zur Bewährung ausgesetzt wird. Wie günstig kann die Sozialprognose von einem Mann sein, der zum damaligen Zeitpunkt womöglich schon arbeitslos wa
Das muss natürlich "eine Strafe von 1,8 Jahren" heißen.

Ich dachte immer, dass nur Strafen unter einem Jahr zur Bewährung ausgesetzt werden können. Ist das in Berlin anders, war das damals anders, oder bin ich falsch informiert?


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Georgine Krüger - Tatverdächtiger vor Gericht

17.10.2019 um 19:10
@Falstaff
In der genannten Quelle wurde das Vorkormnis von 2011 nach dem von 2014 aufgeführt. Ich habe es hier in die richtige Reihenfolge gebracht.
Es wird schon der Eindruck erweckt, das es Versäumnisse der EB gab. Wobei es ja nur eine Quelle ist und ich den Eindruck habe, das sie genau darauf abzielt.


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Georgine Krüger - Tatverdächtiger vor Gericht

17.10.2019 um 19:13
@Falstaff


Wikipedia: Strafaussetzung_zur_Bewährung

zitat: "(...) Es können nur Freiheitsstrafen mit einer Dauer von bis zu zwei Jahren zur Bewährung ausgesetzt werden. (...)"


mfg: domlau


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Georgine Krüger - Tatverdächtiger vor Gericht

12.11.2019 um 19:23
Hier die Berichte von 2 Verhandlungstagen, 07.11. und heute, 12.11.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/fall-georgine-krueger-ehefrau-und-sohn-von-ali-k-sagen-in-mordprozess-aus/25202800.ht...
...
Der mutmaßliche Mörder der 2006 verschwundenen Georgine Krüger saß angespannt im Gerichtssaal, als seine Ehefrau und sein Sohn als Zeugen aufgerufen wurden. Sein Ältester ist bei der Polizei. Er habe seinen Vater gefragt, ob er es war, so der 22-Jährige vor dem Landgericht. Er habe ihm dabei tief in die Augen gesehen. Ali K. habe erklärt: „Nein, ich war es nicht.“ Zuvor hatte auch die Ehefrau des 44-Jährigen ausgesagt – und dabei versucht, Indizien zu entkräften.
...

https://www.tagesspiegel.de/berlin/mord-an-georgine-krueger-opfer-von-ali-k-sagt-im-prozess-aus/25218888.html

...
Als sie ein Teenager war und Ali K. kennenlernte, hielt sie den Mann für einen netten Nachbarn. Nun sagte die heute 26-jährige Frau zum zweiten Mal als Zeugin in einem Prozess gegen den 44-Jährigen aus. Er hatte sie Ende Mai 2011 in seinen Keller in Moabit gelockt, geschlagen, sexuell bedrängt.

Sie entkam. „Mein Gedanke war damals, dass er etwas mit dem Mädchen zu tun hat, das verschwunden ist“, sagt die Zeugin am Dienstag im Prozess vor dem Landgericht. Sie sieht dabei nicht zur Anklagebank. Dort sitzt mit K., der mutmaßliche Mörder der vor rund 13 Jahren spurlos verschwundenen Schülerin Georgine Krüger.
...


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Georgine Krüger - Tatverdächtiger vor Gericht

12.11.2019 um 20:08
@eldec
Danke. Jedoch sehr schlechte Berichte die der Tagesspiegel da veröffentlicht. Voller Fehler und ständig aus dem Kontext gerissen. Mir teilweise unklar, was genau der Verfasser uns mitteilen will.


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Georgine Krüger - Tatverdächtiger vor Gericht

12.11.2019 um 23:47
@xTrina
Ja, da hast du wohl Recht, Gerichtsreportagen sind nicht gerade die Spezialität dieser Zeitung. Ich habs aber trotzdem verlinkt, weil ich zufällig drauf gestoßen bin und die Artikel zumindest dokumentieren, dass der Prozess inzwischen weitergegangen ist.


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Georgine Krüger - Tatverdächtiger vor Gericht

13.11.2019 um 11:12
eldec schrieb:Mein Gedanke war damals, dass er etwas mit dem Mädchen zu tun hat, das verschwunden ist“,
Frage mich, ob die Frau (damalige Teenagerin?) damals zur Polizei gegangen ist bzw ihren Verdacht/ Gedanken bzgl Georgine dort geäußert hat.
2011 hätte diese Aussage zwar Georgine nicht mehr 'retten' können, jedoch hätte die junge Frau anderen Teenagerinnen/ jungen Mädchen vll Übergriffe/Missbrauch durch Ali K durch ihre Aussage ersparen können.

Hoffe, dass Ali K verurteilt wird und seine gerechte Strafe erhält.
Wieder lebendig wird Georgine dadurch jedoch leider auch nicht werden.


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Georgine Krüger - Tatverdächtiger vor Gericht

13.11.2019 um 18:08
ThoFra schrieb:Frage mich, ob die Frau (damalige Teenagerin?) damals zur Polizei gegangen ist bzw ihren Verdacht/ Gedanken bzgl Georgine dort geäußert hat.
Ja, das ist sie und ja, das hat sie. Nachzulesen im verlinkten Artikel. Der Angriff gegen sie führte zur ersten Verurteilung des jetzigen Angeklagten. Allerdings wurde sie bei ihrer Aussage bezüglich ihres Verdachts wegen Georgine von der Polizei dahingehend belehrt, dass sie solche Verdächtigungen nicht äußern dürfe.


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13.11.2019 um 18:57
eldec schrieb:Der Angriff gegen sie führte zur ersten Verurteilung des jetzigen Angeklagten. Allerdings wurde sie bei ihrer Aussage bezüglich ihres Verdachts wegen Georgine von der Polizei dahingehend belehrt, dass sie solche Verdächtigungen nicht äußern dürfe.
Einerseits natürlich nachvollziehbar, dass mit Verdächtigungen vorsichtig umgegangen wird, allerdings hätten die EB m E den Hinweis der jungen Frau ernst nehmen müssen, gerade auch, da Ali K für den Angriff gegen sie verurteilt wurde, hätte diesem Hinweis doch zumindest mal nachgegangen werden müssen.


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