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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

2.810 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Ungelöst, Messer ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

30.03.2021 um 11:49
@JestersTear

Hartmut M. muss ja kein "klassischer" Serienmörder gewesen sein. Inwiefern er Brigitte J. beim "cruisen" mehr oder weniger zufällig entdeckt hatte ist nicht bekannt. Ebenso denkbar, dass Harmut M. hier gezielt auf der Suche war bzw. die Situation gezielt herbeigeführt hat. Bei Magdalena H. glaube ich wie du an das Ausnutzen einer sich zufällig ergebenden Gelegenheit. An der Stelle: Ist es eigentlich normal, dass man ein Messer im Auto hat das geeignet ist eine Kehle zu durchschneiden? Ich vermute mal eher nein, ich gehe da aber auch nur von mir aus.

Bzgl der Frauennmorde in Stuttgart. Da bleibt bei den unaufgeklärten Fällen nicht soviel übrig. Neben den hier diskutierten Fällen Anja, Sibylle, Brigitte J. noch Sabine Binder die aus meiner Sicht auch hier beleuchtet werden sollte. Dann noch die Anhalterin Angelika Steudle. Dann gab es in den 80ern noch den Mord an der Prostituierten Nadja B. der nicht aufgeklärt wurde. Den Mord an der 9-Jährigen aus Stuttgart- West lasse ich mal aussen vor. Das war es meines Wissens, bei Mord ist die Aufklärungsrate ja erfreulich hoch !


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

30.03.2021 um 11:52
@Pestilenz_61
Übigens hier etwas interessantes aus dem xy-Forum für diejenigen die bei Anja an das 2-Täter-Szenario glauben:
Eine Bluttat ohne Motiv. Hartmut M. war viele Jahre ein angesehener Geschäftsführer verschiedener Unternehmen mit Topverdienst. Es bedurfte zweier Prozesse und einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs, ehe Hartmut M. 2007 für die Tat in Franken verurteilt wurde – indes nur wegen Totschlags. In der Zwischenzeit hatte er sich noch als Erpresser einen Namen gemacht – er wollte vom Shell-Konzern vier Millionen Euro. Dafür gab’s zusammen zwölfeinhalb Jahre.

Für einen Mordprozess im Fall Brigitta J. scheint somit alles klar zu sein. Hartmut M. lebte 1995 in Holzgerlingen, 13 Kilometer vom Tatort entfernt – sein Auto war in der Tatnacht dort gesehen worden.

Die Sache mit dem Handwerkerauto

Allerdings gibt es an dieser Stelle ein paar Ungereimtheiten. In allen Berichten, so auch in einer XY-Sendung vom 12. Januar 1996, gedreht in Zusammenarbeit mit der damals ermittelnden Landespolizeidirektion Stuttgart I, soll der Mörder in einem auffälligen, gelben bis ockerfarbigen Handwerkerauto geflüchtet sein. Das hatten zwei US-Piloten berichtet, die mit dem Täter gesprochen hatten. Hartmut M. besaß damals aber einen dunklen Honda CRX. Ein solcher Wagen parkte ebenfalls am Tatort – und war wenig später ebenfalls verschwunden. Die Polizei vermutete einen schüchternen Zeugen.

Wie das Leben so spielt: Die Ermittler stießen wegen des Hinweises auf den Honda tatsächlich schon 1995 auf Hartmut M. – allerdings ergab sich bei der Überprüfung kein Tatverdacht. Nun jedoch stellt sich eine ganz andere Frage: Haben die damaligen Tatzeugen einen gelben Lieferwagen nicht von einem sportlichen Auto unterscheiden können – oder war hier ein zweiter Mann im Spiel?
Prozessauftakt im Herbst?

Während der jahrelangen Ermittlungen wurde nie erwähnt, dass die Kripo diesen zweiten Mann zu kennen glaubt. Er wäre wohl sogar mit einem gelben Kastenwagen in Verbindung zu bringen. Nur als Täter kommt er offenbar nicht infrage. Also ein Zeuge? Doch warum sollten die Männer ihre Fahrzeuge getauscht haben?

Das Rätsel des zweiten Mannes: Er soll das Opfer gekannt und auch Verbindungen zu Hartmut M. gehabt haben. Es wird also spannend für das Gericht und die 19. Strafkammer von Richter Winkelmann. Der will im August entscheiden, ob die Anklage zugelassen wird. Mit einem Prozessauftakt wäre dann Ende September oder Anfang Oktober zu rechnen.
Quelle: http://azxy.communityhost.de/t287547046f354157108-FF-Kripo-Stuttgart-Mysterioeser-Mord-auf-offener-Strasse-Mordfall-Brigitta-J-GEKLaeRT.html


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

30.03.2021 um 11:55
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Inwiefern er Brigitte J. beim "cruisen" mehr oder weniger zufällig entdeckt hatte ist nicht bekannt
War der nicht einfach nur auf Rückkehr von einer Kneipe? Wobei sich ein Freund/Kollege,bewusst oder unbewusst, in der Zeit vertan und M. damit, freiwillig oder unfreiwillig, zunächst ein falsches Alibi verschaffte ?


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

30.03.2021 um 12:05
@JestersTear
Genaus so war es nach aktuellem Kenntnisstand. Allerdings ist mir kein Biergarten bekannt von dem aus man in die Tilsiter Strasse fährt um nach Holgerlingen zu kommen. Ich kann mir auch nur schwer vorstellen, dass es den 1995 gab. Hier wäre es schön wenn sich Sindelfinger oder Menschen mit genauen Ortskenntnissen aus dieser Zeit melden.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

30.03.2021 um 14:19
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Das war es meines Wissens, bei Mord ist die Aufklärungsrate ja erfreulich hoch !
Deswegen hatte ich ja nach den AUFGEKLÄRTEN Fällen gefragt. Davon dürfte es einige gegeben haben. Nimmt man anschließend die Gesamtzahl 'Aufgeklärt /Unaufgeklärt", wird in den Jahren 83-95 durchaus was zusammengekommen sein,woraus ersichtlich werden würde, dass ein Täter von 95 nicht automatisch der von 83 gewesen sein muss,eben weil es zuviele "Brüder im Geiste" gab.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

30.03.2021 um 14:42
ah sorry , zu schnell gelesen. Hab gerade geschaut in Stuttgart gab es im 10Jahres Durchschnitt vor 2020 7 Morde einschließlich Mordversuche pro Jahr. Ca. die Hälfte gegen Frauen. Und davon wiederum der Großteil Beziehungstaten - letzteres dürfte auch der Grund für die hohen Aufklärungsquoten sein.

M.a.W. solche Taten wie die gegen Sibylle, Anja, Brigitte oder Sabine B. sind zum Glück etwas sehr seltenes. Und solche Menschen wie Hartmut M. glücklicherweise auch.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

30.03.2021 um 16:32
Zitat von aliM.aliM. schrieb:ah sorry , zu schnell gelesen. Hab gerade geschaut in Stuttgart gab es im 10Jahres Durchschnitt vor 2020 7 Morde einschließlich Mordversuche pro Jahr. Ca. die Hälfte gegen Frauen. Und davon wiederum der Großteil Beziehungstaten - letzteres dürfte auch der Grund für die hohen Aufklärungsquoten sein.
Ich glaube, diese Statisken beziehen sich nur auf die Jahre vor 2020. in den 60ern bis 90ern wird es mehr Tötungsdelikte,insbesondere an Frauen gegeben haben. Die Statistiken werden auch deswegen rückläufig sein, weil es Risikofaktoren wie Trampen oder Lover´s Lanes gar nicht mehr gibt.

Im " Königsplatz Augsburg" - Thread hat damals jemand netterweise eine Statistik des BKA gepostet, daß das Risiko im Jahr 1980 , einer "Körperletzung mit Todesfolge" zum Opfer zu fallen , alleine in den alten Bundesländern zweieinhalb mal so hoch war wir heutzutage in Gesamtdeutschland. ...


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

30.03.2021 um 17:08
Ja das ist richtig, die Straftaten gegen das Leben sind in Deutschland seit Mitter der 90er Jahre stark rückläufig (bezogen auf Straftaten pro 100.000 Einwohner) , sie haben um fast 50% abgenommen. Bzgl. den Frauenmorden in Stuttgart würde das bedeuten, dass es jährlich statt ca 4. Morden incl. Mordversuchen damals ca. 8 waren - von denen wiederum 80% Beziehungstaten waren. D.h. es bleibt dabei, dass solche Taten auchdamals etwas extrem seltenes waren und es daher auch sehr wenige solcher Täter gibt.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

30.03.2021 um 17:30
Rechne mal 12 fuer die Zeit von 1983-1995 und du kommst auf 96 Morde bzw Mordversuche an Frauen alleine im Stuttgarter Stadtgebiet,den Speckgürtel noch gar nicht drin. Das empfinde ich nicht als wenig. Und vermute sowieso eine Beziehungstat hinter dem Mord an Sibylle


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

30.03.2021 um 19:21
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb am 06.01.2021:JestersTear schrieb am 09.03.2020:
Die OFA sagt nicht,daß sie zwingend den Täter gekannt haben muß, sondern daß dieser "positiv besetzt" gewesen sei.
Er hätte auch für das,was er aufgrund seines Amts darstellte, positiv besetzt sein und Anja ein Gefühl der Sicherheit vermitteln können,wie z.B. ein Polizist, Feuerwehrmann, Personenschützer, Arzt, Sanitäter,Lehrer oder Kirchenmann.
@JestersTear
ich sehe ich bin auch in diesem Punkt deiner Meinung, ich hatte das lediglich um "seriöser Geschäftsmann" erweitert.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

30.03.2021 um 19:55
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Rechne mal 12 fuer die Zeit von 1983-1995 und du kommst auf 96 Morde bzw Mordversuche an Frauen alleine im Stuttgarter Stadtgebiet,den Speckgürtel noch gar nicht drin. Das empfinde ich nicht als wenig. Und vermute sowieso eine Beziehungstat hinter dem Mord an Sibylle
So nochmal nachgeschaut. Das Verhältnis Mordversuch zu Mord ist ca. 3 zu 1. Dann kommst du also auf 24 Morde in 12 Jahren bzw. 2 pro Jahr. Wenn ich davon noch die abziehe in denen der Lebenspartner der Täter ist werden wir wohl unter 1 landen. Werde mich morgen Mal um Statistik kümmern.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

30.03.2021 um 21:18
Zitat von aliM.aliM. schrieb:JestersTear schrieb am 06.01.2021:
JestersTear schrieb am 09.03.2020:
Die OFA sagt nicht,daß sie zwingend den Täter gekannt haben muß, sondern daß dieser "positiv besetzt" gewesen sei.
Er hätte auch für das,was er aufgrund seines Amts darstellte, positiv besetzt sein und Anja ein Gefühl der Sicherheit vermitteln können,wie z.B. ein Polizist, Feuerwehrmann, Personenschützer, Arzt, Sanitäter,Lehrer oder Kirchenmann.

@JestersTear
ich sehe ich bin auch in diesem Punkt deiner Meinung, ich hatte das lediglich um "seriöser Geschäftsmann" erweitert.
Das wiederum wäre genau das Klientel, vor dem mich (wenn auch m) meine Eltern als Kind gewarnt haben ;-)

Ist müßig, darüber nachzudenken, weil M.´s DNA nicht zu passen scheint.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

30.03.2021 um 23:24
Auffällig finde ich die Häufung der Morde an Nähschülerinnen rund um Stuttgart.

1979 Gabriele Mendel aus Backnang, das ist ja auch nicht so weit von Stuttgart entfernt
1986 Angelika Steudle
1995 Brigitte Jacobi


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

31.03.2021 um 13:25
Zitat von blaomatblaomat schrieb:Auffällig finde ich die Häufung der Morde an Nähschülerinnen rund um Stuttgart.

1979 Gabriele Mendel aus Backnang, das ist ja auch nicht so weit von Stuttgart entfernt
1986 Angelika Steudle
1995 Brigitte Jacobi
Frau Jabobi war m.W. schon Mitte 30, hat sie evtl. eine Umschulung gemacht ? Aber wie dem auch sei, du hast recht, ich finde auch, daß in der Region schon zu einer auffälligen Zahl von Morden kam, insbesondere auch , wenn man zu den 96 hochgerechneten Morden/Mordversuchen an Frauen im Stadtgebiet über eine Spanne von ca. 12 Jahren noch den Speckgürtel dazu nimmt, wie Jacobi/Sindelfingen oder Mendel/Backnang, auch wenn dieser Mord bereits in den späten 70s geschah. Ich halte es allerdings für unrealistisch, die Mehrzahl davon einem Täter zuzuordnen .
Zitat von aliM.aliM. schrieb:ich sehe ich bin auch in diesem Punkt deiner Meinung, ich hatte das lediglich um "seriöser Geschäftsmann" erweitert.
Ich würde eure Überlegungen bzgl. eines bestimmten Täters , @aliM. und @GonzoX , gerne einmalig mitspinnen und mich freuen, wenn die User mit Ortskenntnis in S-Münster korrigieren :

Hier die ansteigende Jagststrasse nach der Haltestelle " Münster Rathaus" :

https://www.google.com/maps/@48.820631,9.2261392,3a,75y,258.56h,89.77t/data=!3m6!1e1!3m4!1sQmzf13YJ1tyqqX7GxEW38g!2e0!7i13312!8i6656

Wenn ich das richtig beurteile, ist das ein reines Wohngebiet. Der einzigen mir vorstellbaren Gründe, sich dort an einem Sonntagabend um 22:30 Uhr dort aufzuhalten, sind dort zu wohnen, jemanden besucht zu haben , der dort wohnt, oder was mit diesem Pflegeheim in der Schussengsse zu tun gehabt zu haben, vorausgesetzt, daß es dieses damals überhaupt schon gab.

Ausnahme: diese Diskothek " La Gatsch" in der Nähe der Haltestelle " Münster Rathaus", die aber zumindest an diesem Abend für Sibylle so uninteressant war, daß sie spontan den viel längeren Weg Richtung Innenstadt in Kauf genommen hat.

Welches Publikum verkehrte im " La Gatsch" ? Jüngere Leute oder wurden dort eher Ü30/Ü40-Partys gefeiert, die man unter diesem Namen natürlich noch nicht kannte?

Ich frage das jetzt vollkommen wertfrei, ohne mich über wen oder was lustig machen zu wollen: ist es realistisch, daß ein " seriöser Geschäftsmann bzw. Schlipsträger" (so wurde er hier tituliert) zu dieser Zeit "nackenlange Haare" (Täterbeschreibung) hatte und an diesem Abend für einen Besuch im La Gatsch so Lindenberg/Sonderzug nach Pankow-esque " Ey Honi, di ziehst dir bestimmt auch gerne mal die Lederjacke an" ( Täterbeschreibung) in Leder gekleidet war?

Weitere Fragen: Hatte das La Gatsch eigene Parkplätze, oder mußten die Besucher in den umliegenden Straßen parken ?

Kann es sein, daß der von euch in Gespräch gebrachte mögliche Täter in unmittelbarer Tatort-Nähe geparkt hatte , vor dem Einstieg ins Auto noch eben zu Ende rauchen wollte (analysierte Zigarettenkippen) und dann eine junge Frau die Jagststraße hochkommen sah , die "Gunst der Stunde" für eine "Anmache" oder einen "Thrill-Kill" nutzte ? Und anschließend natürlich nicht mehr ins Auto steigen konnte, nachdem Anwohner aufmerksam wurden, stattdessen die Schussengasse runterlief. Wie realistisch ist es, daß die Polizei noch am späten Tatabend alle umstehenden Auto gesichtet und zugeordnet hat? Laut "Die verlorene Tochter" wurden die La Gatsch-Gäste gecheckt : ist es denkbar, daß eine sehr markante Figur wie M. ( Augenringe, laut Zeugenbescheibungen im Jacobi-Fall " schiefe Zähne") da durchgerutscht und niemandem aufgefallen wäre?

Andere Theorie: im Artikel ist von " Zigarettenkippen" ( hört sich für mich nach Plural an) die Rede. Wenn tatsächlich mehr als eine Kippe dort gelegen hätte: könnte es sein, daß dort zwei (oder noch mehr?) Männer standen? Das Mädchen vorbeikommt, einer der Typen eine " Anmache" startet und dabei einen Spruch gedrückt bekommt, von dem er sich vor seinen Kumpanen bloßgestellt fühlt und ausrastet? Die anderen, erschreckt über den spontanen Gewaltausbruch, sofort weglaufen , als in den umliegenden Häusern Lichter angehen und Türen gehört werden, so daß die Zeugen nur noch den eigentlichen Messerstecher weglaufen sehen? Dann gäbe es (wenigstens einen) Mitwisser, die ziemlich lange dicht gehalten hätten - realistisch?

Dritte Theorie: der Täter verlässt die Disco mit einer Fluppe im Mundwinkel auf dem Weg zum Wagen oder zu Fuß nach Hause und die von der Haltestelle kommende Sibylle geht wenige Meter vor ihm her. Er holt sie an der Stelle des Tatorts ein, hat dort gar nicht wie von mir vermutet gewartet. Dann hätten wir tatsächlich einen Zufallstäter, aber eben auch nur eine Zigarettenkippe...

Gehen wir von einer eine zufälligen Begegnung aus , sähe das zusammengefasst für mich so aus: der Täter wohnte in Münster ( hält die Polizei laut Artikel für gut möglich), kam aus der Disco ( warum auch immer ist dort keinem was aufgefallen, tobte da sonntagsabends um diese Zeit so der Bär, daß der Täter unter den Radar fallen konnte ?) oder hat jemand in Münster besucht, war auf dem Rückweg. Dann müßte es in Münster jemanden geben, der seine eigenen Rückschlüsse gezogen haben muß, als er von der Tat hörte. Und bis heute geschwiegen hat.

Realistischer ist für mich eine Beziehungstat, bei der der Täter genau wußte, wo er zu warten hat, um sie abzupassen und zu entkommen.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

31.03.2021 um 14:29
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Ich würde eure Überlegungen bzgl. eines bestimmten Täters , @aliM. und @GonzoX , gerne einmalig mitspinnen und mich freuen, wenn die User mit Ortskenntnis in S-Münster korrigieren :
@JestersTear

das freut mich ;-) !
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Wenn ich das richtig beurteile, ist das ein reines Wohngebiet. Der einzigen mir vorstellbaren Gründe, sich dort an einem Sonntagabend um 22:30 Uhr dort aufzuhalten, sind dort zu wohnen, jemanden besucht zu haben , der dort wohnt, oder was mit diesem Pflegeheim in der Schussengsse zu tun gehabt zu haben, vorausgesetzt, daß es dieses damals überhaupt schon gab.
Paßt im wesentlichen. Wohngebiet aber absoluter Ortsrand. Am oberen Ende der Gasse gab es eine Gastwirtschaft "Zum Hasen" , am unteren Ende das LaGatsch
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Welches Publikum verkehrte im " La Gatsch" ? Jüngere Leute oder wurden dort eher Ü30/Ü40-Partys gefeiert, die man unter diesem Namen natürlich noch nicht kannte?
Eher Eingeborene und Leute aus den umliegenden Orten. Publikum ansonsten bunt gemischt, Jung und Alt. Übrigens an Wochenenden auch viele Leute die auf dem Heimweg aus der Innenstadt dort noch ein GuteNachGetränk zu sich nehmen wollten. Das La Gatsch war extrem klein, heut ist da drin ein kleines Weinlokal !
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Ich frage das jetzt vollkommen wertfrei, ohne mich über wen oder was lustig machen zu wollen: ist es realistisch, daß ein " seriöser Geschäftsmann bzw. Schlipsträger" (so wurde er hier tituliert) zu dieser Zeit "nackenlange Haare" (Täterbeschreibung) hatte und an diesem Abend für einen Besuch im La Gatsch so Lindenberg/Sonderzug nach Pankow-esque " Ey Honi, di ziehst dir bestimmt auch gerne mal die Lederjacke an" ( Täterbeschreibung) in Leder gekleidet war?
Obacht ;-) ! bezüglich der Kleidung wäre er weder mit Lederjacke noch mit Schlips (ok an einem Sonntagabend vielleicht doch) aufgefallen, eben weil das publikum sehr gemischt war. Aufgefallen wäre er wenn , dann als "Auswärtiger".
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Weitere Fragen: Hatte das La Gatsch eigene Parkplätze, oder mußten die Besucher in den umliegenden Straßen parken ?

Kann es sein, daß der von euch in Gespräch gebrachte mögliche Täter in unmittelbarer Tatort-Nähe geparkt hatte , vor dem Einstieg ins Auto noch eben zu Ende rauchen wollte (analysierte Zigarettenkippen) und dann eine junge Frau die Jagststraße hochkommen sah , die "Gunst der Stunde" für eine "Anmache" oder einen "Thrill-Kill" nutzte ? Und anschließend natürlich nicht mehr ins Auto steigen konnte, nachdem Anwohner aufmerksam wurden, stattdessen die Schussengasse runterlief. Wie realistisch ist es, daß die Polizei noch am späten Tatabend alle umstehenden Auto gesichtet und zugeordnet hat? Laut "Die verlorene Tochter" wurden die La Gatsch-Gäste gecheckt : ist es denkbar, daß eine sehr markante Figur wie M. ( Augenringe, laut Zeugenbescheibungen im Jacobi-Fall " schiefe Zähne") da durchgerutscht und niemandem aufgefallen wäre?
keine eigenen Parkplätze, Parken in der Austrasse war eher problemlos. Szenario ist denkbar, allerdings hätte am Tatort niemand geparkt der ins LaGatsch ging, das ging geschickter. Wenn man am näher LaGatsch geparkt hat kann man aber über die Schussengasse wieder zum Parkplatz am Lagatsch flüchten. Das würde aber eher Sinn machen in deinem nächsten Szenario. Sichtung aller Fahrzeuge halte ich für unrealistisch, da Wohngebiet. Eine markante Figur wie M. hätte ins LaGatsch reingepaßt, da waren viele markante Figuren drin ;-).
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Andere Theorie: im Artikel ist von " Zigarettenkippen" ( hört sich für mich nach Plural an) die Rede. Wenn tatsächlich mehr als eine Kippe dort gelegen hätte: könnte es sein, daß dort zwei (oder noch mehr?) Männer standen? Das Mädchen vorbeikommt, einer der Typen eine " Anmache" startet und dabei einen Spruch gedrückt bekommt, von dem er sich vor seinen Kumpanen bloßgestellt fühlt und ausrastet? Die anderen, erschreckt über den spontanen Gewaltausbruch, sofort weglaufen , als in den umliegenden Häusern Lichter angehen und Türen gehört werden, so daß die Zeugen nur noch den eigentlichen Messerstecher weglaufen sehen? Dann gäbe es (wenigstens einen) Mitwisser, die ziemlich lange dicht gehalten hätten - realistisch?
Realistisch, aber über die Zeugenaussagen ist recht wenig bekannt?
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Dritte Theorie: der Täter verlässt die Disco mit einer Fluppe im Mundwinkel auf dem Weg zum Wagen oder zu Fuß nach Hause und die von der Haltestelle kommende Sibylle geht wenige Meter vor ihm her. Er holt sie an der Stelle des Tatorts ein, hat dort gar nicht wie von mir vermutet gewartet. Dann hätten wir tatsächlich einen Zufallstäter, aber eben auch nur eine Zigarettenkippe...
Realistisch, ein längeres Warten an dieser Stelle, in einem SEHR eng bebauten Wohngebiet keine 3 Meter von einem Hauseingang entfernt erscheint mir hingegen unrealistisch. Aber wenn da mehrere Kippen lagen..... .
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Gehen wir von einer eine zufälligen Begegnung aus , sähe das zusammengefasst für mich so aus: der Täter wohnte in Münster ( hält die Polizei laut Artikel für gut möglich), kam aus der Disco ( warum auch immer ist dort keinem was aufgefallen, tobte da sonntagsabends um diese Zeit so der Bär, daß der Täter unter den Radar fallen konnte ?) oder hat jemand in Münster besucht, war auf dem Rückweg. Dann müßte es in Münster jemanden geben, der seine eigenen Rückschlüsse gezogen haben muß, als er von der Tat hörte. Und bis heute geschwiegen hat.
WENN der Täter in Münster gewohnt hat und im LaGAtsch war, hätte er nicht unterm Radar bleiben können, andere Gäste hätten sich garantiert erinnert - die Disco war klein, Münster war klein und man kennt sich. Heißt ja aber nicht dass derjenige dann automatisch als Täter erkannt worden wäre. Zweite Variante ist auch denkbar.
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Realistischer ist für mich eine Beziehungstat, bei der der Täter genau wußte, wo er zu warten hat, um sie abzupassen und zu entkommen.
Jein. Woher hätte der Täter wissen können wann Sibylle kommt? Im Musicland konnte man auch Sonntags gepflegt versumpfen. Und an dieser Stelle länger zu warten halte ich wie oben geschrieben für sehr unwahrscheinlich. Aber für mich noch entscheidender: Ich glaube wenn es sich um eine Beziehungstat gehandelt hätte, wäre die Polizei erfolgreich gewesen. Da wurde jeder Stein umgedreht, man hätte das herausgefunden (wie fast immer bei Beziehungstaten) .


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

31.03.2021 um 14:35
Hier, gegenüber von dem silbernen Mercedes ganz links , hätte der Täter gewartet (Blick in die Jagststrasse von oben). Rechts rein ist der Fluchtweg in die Schussengasse, das war damals alles noch etwas enger und finsterer.

https://goo.gl/maps/PDCX26XqfHceUUom9


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

31.03.2021 um 14:41
Die große braune Holztüre war der Eingang ins LaGatsch . Rechts zwischen Baum und Gebäude geht es zur Haltestelle. D.h wenn man so steht wie hier die GoogleKamera, sieht man jeden der aus dem LaGatsch oder von der Haltestelle kommt.

https://goo.gl/maps/14fQebJyZGEHb8xr7

Örtlichkeit ist irgendwie ähnlich wie an der oberen Ziegelei fällt mir gerade auf. Da gab es seinerzeit auch direkt an der Haltestelle ein Lokal. Kann mich aber nicht an den Namen erinnern.


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

31.03.2021 um 15:17
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Örtlichkeit ist irgendwie ähnlich wie an der oberen Ziegelei fällt mir gerade auf. Da gab es seinerzeit auch direkt an der Haltestelle ein Lokal. Kann mich aber nicht an den Namen erinnern.
Entweder "Kronenburg" oder "Hahnenburg", das wurde hier mal diskutiert. Die KollegINNen waren sich aber uneinig, ob das Lokal 1987 noch geöffnet hatte. Die Tendenz war eher "Nein"....
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Obacht ;-) ! bezüglich der Kleidung wäre er weder mit Lederjacke noch mit Schlips (ok an einem Sonntagabend vielleicht doch) aufgefallen, eben weil das publikum sehr gemischt war.
Zitat von aliM.aliM. schrieb:Realistisch, aber über die Zeugenaussagen ist recht wenig bekannt?
Der Täter trug eine Lederjacke:
. Er ist auffallend schlank, 1,70Meter groß, hat dunkle, glatte, nackenlangeHaare, er trägt eine schwarze Lederjacke.
Quelle: https://www.allmystery.de/dateien/82480,1335514740,ungeloeste_Mordfaelle.pdf

Ich weiß nicht, ob ich dich hier richtig verstehe, aber die Kombination " Lederjacke" und "Schlips" war im Frühjahr 83 mMn noch nicht realistisch: die Lederjacke als modisches Accesoire, wie sie Bohlen und der Andere in diesen gräßlichen " Modern-Talking" - Videos trugen und mit denen man in Discos ging, war eher in der zweiten Hälfte der 80er und frühen 90s angesagt. Der "modische Zeitgeist" wurde ja kürzlich tatsächlich auch schon mal angesprochen.

In den frühen 80s waren Lederjacken noch diese schweren Dinger,die junge Männer trugen, wenn sie in irgendeiner Form motorisiert waren oder besonders cool sein wollten ....


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

31.03.2021 um 15:18
Der Name von dem Lokal war Hahnenburg
Eher düstere Gestalten


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Mordfälle Anja Aichele und Sibylle G., Stuttgart 1983 / 1987

31.03.2021 um 15:18
Zitat von JestersTearJestersTear schrieb:Entweder "Kronenburg" oder "Hahnenburg", das wurde hier mal diskutiert
Zitat von SulinaSulina schrieb:Der Name von dem Lokal war Hahnenburg
Wie komme ich denn auf "Kronenburg ? : eek:


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