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Mordfall Karen Gaucke - Täter verstorben

322 Beiträge, Schlüsselwörter: Mordfall, Juni 2006, Karen Gaucke

Mordfall Karen Gaucke - Täter verstorben

03.03.2020 um 19:15
otternase
schrieb:
(...) die Antworten würden etwas mehr über die Anatomie der Tat verraten und wären daher für uns sicher interessant!
Ja klar, für einen Hobbykriminalisten sind ohnehin alle Informationen irgendwie relevant und interessant. Allerdings stellte ich mir diese Frage deshalb, weil wir ggf. Gefahr laufen, uns über dieses Thema von möglicherweise viel relevanteren Fragestellungen abzulenken.
otternase
schrieb:
Speziell natürlich die zweite Frage, wie kam Michael P nach Braunschweig zur Autovermietung zwecks Abholung des Wagens und wie nach Rückgabe wieder zurück nach Hannover? Gab es da einen Dritten, den er eingeweiht hat, also einen Mitwisser, der ihn gefahren hat?
Genau. Das ist tatsächlich interessant. Ich schätze den Täter -nach den vorliegenden Informationen wohlgemerkt (!)- eher als wenig risikofreudig ein. Er wollte bei minimalem Risiko und Aufwand zum Maximalerfolg gelangen. Dem widerspricht der eigentliche, mutmaßlich brutal ausgeführte Tathergang in einer potenziell für den Täter unkontrollierbaren Umgebung. Diese Feststellung führte schließlich ja auch zu der Mutmaßung, dass der Täter deshalb von seinem eigentlichen Plan abgewichen sein könnte. Wenn wir jetzt in unsere Überlegungen noch eine dritte Person mit in die Tatplanung/Ausführung einführen, kann M.P. eigentlich nicht mehr der risikoscheuende Effizienzfetischist gewesen sein, wie wir ihm allgemein unterstellen. Zudem wäre ein Mitwisser auch nicht im Rahmen einer Improvisation empfehlenswert und zwingend auch verfügbar gewesen. Von daher vermute ich weniger, dass hier noch der unbekannte Dritte existiert, wenngleich man es natürlich nicht ausschließen kann.
otternase
schrieb:
Michael P hat sich einen Ort ausgesucht, wo er Karen und Clara verschwinden lassen will. Er hat sich irgendwie ein Fahrzeug beschafft, dass weder vermisst noch mit ihm in Verbindung gebracht wird, eine alte Schrottkarre. Mit dem Wagen fährt er zu Karen. Er tötet Karen und Clara, verlädt sie und fährt die mit der Schrottkarre weg. Dann lässt er Karen und Clara mitsamt der Schrottkarre verschwinden, versenkt sie zB in einem See, auch seine blutverschmierte Kleidung entsorgt er dort. Das ist möglicherweise ein sehr abgelegener Ort und damit er von dort auch nachts schnell und ungesehen wegkommen kann, nachdem er die Schrottkarre versenkt hat, hat er in der Nähe den Mietwagen mitsamt frischer Kleidung abgestellt, den er nun nimmt, um wieder zum nächsten Alibitermin rechtzeitig zurück zu sein...
Sein Fehler war, dass er eine kleine Anhaftung Blut in den Mietwagen getragen hat.
Eine interessante Theorie. Nur leuchtet mir dann noch nicht so recht ein, warum er dann überhaupt einen Mietwagen nahm. Als Spurenträger nach dem Leichentransport hätte in dieser Theorie ja die "Schrottkarre" hergehalten, die mitentsorgt worden wäre. Zudem mußte er jene auch ersteinmal haben. Wenn sein ursprünglicher Plan NICHT vorsah, die Opfer in deren Wohnung, sondern vielmehr an einem abgelegen Ort zu töten und dort auch zu entsorgen, brauchte M.P. weder Schrottkarre, noch Mietwagen. Oder wenn (z.B. weil es ein Kombi sein mußte), nur den Mietwagen. Aber Mietwagen und Schrottkarre ? Das ist mMn doppelt gemoppelt richtig ?


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otternase
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Mordfall Karen Gaucke - Täter verstorben

03.03.2020 um 19:35
Slaterator
schrieb:
Ja klar, für einen Hobbykriminalisten sind ohnehin alle Informationen irgendwie relevant und interessant.
jo, und da wir ja hier in einem Forum für solche Hobbykriminalisten sind, wir sind ja keine Ermittler, passt das schon---
Slaterator
schrieb:
Nur leuchtet mir dann noch nicht so recht ein, warum er dann überhaupt einen Mietwagen nahm.
möglicherweise betrachtete er das Risiko, einen Mietwagen als "get-away-Fahrzeug" von dem Ablageort zu benutzen noch immer geringer ein, als sein eigenes Fahrzeug an diesem Ort abzustellen / bereitzustellen!
Slaterator
schrieb:
Wenn sein ursprünglicher Plan NICHT vorsah, die Opfer in deren Wohnung, sondern vielmehr an einem abgelegen Ort zu töten und dort auch zu entsorgen, brauchte M.P. weder Schrottkarre, noch Mietwagen.
richtig, deshalb schrieb ich ja "ganz andere Theorie". Diese Theorie mit der Schrottkarre als "Sarg" lässt sich mit meiner Theorie zuvor, dass sein Plan der was, dass er Karen und Clara noch lebend mit dem Kombi zu dem Tötungsort fahren würde, sie quasi in eine Falle locken wollte, und nur durch irgendeinen äusseren Umstand davon Abstand nehmen musste und daher abweichend von seinem Plan die beiden in der Wohnung getötet hat, nicht vereinen lassen.


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Mordfall Karen Gaucke - Täter verstorben

05.03.2020 um 20:48
otternase
schrieb:
richtig, deshalb schrieb ich ja "ganz andere Theorie". Diese Theorie mit der Schrottkarre als "Sarg" lässt sich mit meiner Theorie zuvor, dass sein Plan der was, dass er Karen und Clara noch lebend mit dem Kombi zu dem Tötungsort fahren würde, sie quasi in eine Falle locken wollte, und nur durch irgendeinen äusseren Umstand davon Abstand nehmen musste und daher abweichend von seinem Plan die beiden in der Wohnung getötet hat, nicht vereinen lassen.
Gut, verstanden. Wenn es so war, dann wäre er auch nicht mehr zwingend von einem Ursprungsplan abgewichen. Dann wäre der Mord in der Wohnung des Opfers Bestandteil der Planung. Meinst Du, wir haben den Täter bisher falsch eingeschätzt ? Denn Risikominimierung ist bei dieser Fortgehensweise ja nicht die Maxime.


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otternase
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Mordfall Karen Gaucke - Täter verstorben

05.03.2020 um 20:59
@Slaterator
richtig, dann wäre der Mord in der Wohnung Teil des Ursprungsplans gewesen. Aber unter Umständen nicht so, wie er dann abgelaufen ist, vielleicht hatte er den Mord unblutig geplant (er hat sich ja nach Tötungsmethoden informiert, wie die Untersuchung der Suchanfragen auf seinem Computer ergab), er könnte zB. geplant haben, sie zu erwürgen, hatte aber nicht mit der Stärke der Gegenwehr gerechnet und griff dann "notgedrungen" zum Messer, um zu verhindern, dass sie nach Hilfe ruft oder gar flüchtet...

Ich hatte es schonmal geschrieben, mein Eindruck von Michael P ist der, dass er in Theorie besser als in Praxis war. Also möglicherweise einen perfekten Mordplan erdenken konnte, aber Probleme hatte, den so wie geplant umzusetzen...


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Mordfall Karen Gaucke - Täter verstorben

05.03.2020 um 21:23
otternase
schrieb:
Ich hatte es schonmal geschrieben, mein Eindruck von Michael P ist der, dass er in Theorie besser als in Praxis war. Also möglicherweise einen perfekten Mordplan erdenken konnte, aber Probleme hatte, den so wie geplant umzusetzen...
Wie heißt es so schön ? Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Den perfekt en detail geplanten Mord gibt es nicht, da es immer Widrigkeiten geben wird, die man nicht berücksichtigt hat oder überhaupt berücksichtigen konnte. Egal wie planerisch gut dieser Täter auch gewesen sein mag, Zufälle oder unerwartete Dinge sind eben nicht planbar. Was in der Theorie funktioniert ist schließlich oft genug in der Praxis nicht exakt umsetzbar.

Bleibt immernoch das große Fragezeichen zum Ablageort. Wenn er denn ein "unregistriertes" Drittfahrzeug einsetzte, war der Radius ähnlich dem des beim Mietwagen festgestellten, da er diesen ja wahrscheinlich in der Nähe des Ablageortes geparkt hätte und auch das Zeitfenster recht knapp war. Wenn wir weiter dieser Theorie folgen wissen wir, dass der Ort geeignet sein mußte, ein ganzes Fahrzeug verschwinden zu lassen. Das grenzt die Möglichkeiten auch weiter ein. Wurden eigentlich die diversen Gewässer innerhalb des Radius jemals gecheckt ? Oder hatte er -wie im Film- einen Freund mit Schrottplatz und Presse ? Es ist ja auch nicht sooo einfach, ein ganzes Auto sicher zu entsorgen...


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otternase
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Mordfall Karen Gaucke - Täter verstorben

05.03.2020 um 21:39
Slaterator
schrieb:
Wurden eigentlich die diversen Gewässer innerhalb des Radius jemals gecheckt ?
es wurden mehrere Gewässer in der Umgebung geprüft und dabei in einem Teich sogar ein Auto (ein alter Kadett C) mit einer Leiche drin entdeckt! Aber eben nicht der Leiche von Karen, sondern der Leiche eines jungen Mannes, der 1991 vermutlich Selbstmord begangen hatte! Und im Mittellandkanal wurde die Leiche eines weiteren Selbstmörders gefunden im Rahmen der Suche nach Karen.
Slaterator
schrieb:
Egal wie planerisch gut dieser Täter auch gewesen sein mag, Zufälle oder unerwartete Dinge sind eben nicht planbar. Was in der Theorie funktioniert ist schließlich oft genug in der Praxis nicht exakt umsetzbar.
ganz richtig. Und dies gilt umso mehr, sofern die Handlungen Dritter erforderlich sind bzw. Einfluss nehmen. Also zB., wenn Karen die Einladung auf einen Spaziergang im Wald ablehnte (bei meiner erster Theorie) oder wenn Karen unerwartet viel Gegenwehr leistete (bei meiner zweiten Theorie)...


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Mordfall Karen Gaucke - Täter verstorben

06.03.2020 um 16:28
otternase
schrieb:
es wurden mehrere Gewässer in der Umgebung geprüft (...)
Würde bedeuten, entweder hat man die falschen Gewässer gecheckt oder das Auto wurde anders entsorgt. Ich überlege gerade welche Möglichkeiten es da gibt. Er hatte nicht viel Zeit. Also vergraben fällt aus. Verbrennen ist Quatsch, da hätte man irgendwann etwas gefunden. Also wie könnte man in so kurzer Zeit ein ganzes Fahrzeug nebst Leichen dauerhaft entsorgen ? Ich vermute, dieser Ansatz war so nicht wirklich umsetzbar. Der Täter hatte auch ohne ein zu entsorgendes Fahrzeug genug Herausforderung mit den Leichen...


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Mordfall Karen Gaucke - Täter verstorben

07.03.2020 um 21:21
@Slaterator

von welchem verschwundenen Auto sprichst du denn?



eine andere Frage...was glaubt ihr, hat er mit Klara gemacht?
auch umgebracht?
wenn ja, wo sind ihre sterblichen Überreste? Bei denen ihrer Mutter?

oder hat er den Mord an seinem Kind vielleicht nicht übers Herz gebracht und Klara irgendwie "vermittelt"...

was glaubt ihr?


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otternase
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Mordfall Karen Gaucke - Täter verstorben

07.03.2020 um 21:58
Ventil
schrieb:
von welchem verschwundenen Auto sprichst du denn?
das war eine "Erfindung" von mir:
- da in dem Mietwagen nur eine winzige Spur gefunden wurde, die leicht hineingetragen worden sein kann, ohne dass Karen je in dem Auto war und da im eigenen Wagen von Michael P offenbar gar keine Spuren in Verbindung mit Karen gefunden wurden (zumindest wurde sowas nie gesagt), jedoch die Spuren in der Wohnung auf einen extrem blutigen Verlauf schliessen lassen, bei dem sehr wahrscheinlich zu vermuten wäre, dass daraus auch bei Verbringung der Leiche in dem dabei benutzten Fahrzeug trotz größter Vorsicht mit Abdeckplanen usw. mehr Spuren als in dem Mietwagen zu erwarten wären, zumindest solche, die bei einer Untersuchung durch die Kriminaltechnik gefunden würden,
- darüberhinaus da Michael P ja spätestens seit dem Vorgang der Anmietung wusste, dass seine Daten und sogar Fotos von ihm mit dem Mietwagen verknüpft waren und ich ihn so einschätze, dass er vorsichtig genug war, angesichts dessen den Mietwagen nicht mehr unmittelbar für die Tat einzusetzen
daher habe ich spekuliert, dass es ein drittes Auto gegeben haben könnte, mit welchem Karens Leiche verbracht wurde. Und dass dieses dritte Auto mit Karens Leiche darin zusammen entsorgt wurde, zB. in einem Teich oder einem Fluss versenkt wurde.
Slaterator
schrieb:
Würde bedeuten, entweder hat man die falschen Gewässer gecheckt oder das Auto wurde anders entsorgt. Ich überlege gerade welche Möglichkeiten es da gibt. Er hatte nicht viel Zeit.
das Auffinden eines Autos in Gewässern ist nicht einfach. Das Versenken kann recht schnell vonstatten gehen. Für den Täter ist das Hauptproblem, einen geeigneten Ort zu finden und nicht dabei beobachtet zu werden, zudem am Ufer keine Spuren zu hinterlassen.

Ich erinnere mal an den Mordfall Rupp. Dort haben die Täter sogar in einem ersten Geständnis angegeben, das Opfer in seinem Wagen versenkt zu haben und haben einen Ort benannt, der nur 300m vom späteren Fundort entfernt lag, aber die Polizei hat damals nichts gefunden, worauf dann die unsägliche Geschichte mit dem Urteil auf einem falschen, eingeimpften Geständnis kam...

wer mehr dazu lesen will: https://www.donaukurier.de/nachrichten/aktuellesthema/Neuburg-Leiche-aus-Autowrack-soll-Mordopfer-Rudolf-Rupp-sein%3Bart... :
Das erste – später widerrufene – Geständnis des 24-jährigen Haupttäters hat sich wohl als richtig erwiesen: Man habe den toten Landwirt in seinen Mercedes auf den Beifahrersitz geladen, nachts weggefahren und in einem Gewässer versenkt. Über 20 Tauchtage absolvierten die Ermittler im Frühjahr 2004 in und an den Gewässern zwischen Neuburg, Bergheim und Irgertsheim. Im April 2004 suchten Polizeitaucher direkt an der Schleusentreppe Bergheim – und fanden nichts, obwohl der Mercedes vermutlich greifbar nahe lag. Kurz darauf legte sich die Sonderkommission fest: "Im Wasser ist er nicht." Erst die modernen Echolote der E.ON- Leute brachten nun die Wahrheit ans Licht.
Ventil
schrieb:
eine andere Frage...was glaubt ihr, hat er mit Klara gemacht?
auch umgebracht?
halte ich für das mit Abstand Wahrscheinlichste. Wenn obige Überlegung mit dem Versenken eines Autos stimmen sollte, dann hätte er dafür nicht einmal Klara anfassen müssen, hätte sie einfach mit dem Wagen mit untergehen lassen können...
Ventil
schrieb:
oder hat er den Mord an seinem Kind vielleicht nicht übers Herz gebracht und Klara irgendwie "vermittelt"...
nun, mit einer ganz geringen Wahrscheinlichkeit halte ich es ja auch für möglich, dass Klara nicht sein Kind war (Argumentation dazu siehe Beitrag von otternase, Seite 12 letzte zwei Absätze), in diesem Fall könnte es sein, dass Klara zu ihrem leiblichen Vater (und dessen Frau) gekommen ist. Das würde dann wahrscheinlich nie rauskommen. Halte ich aber für vergleichsweise sehr unwahrscheinlich.


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GreteLenz
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Mordfall Karen Gaucke - Täter verstorben

08.03.2020 um 07:22
@otternase
Die Möglichkeit, daß Klara zu einem ominösen Dritten als "leiblichen Vater" gekommen ist, halte ich nicht nur für unwahrscheinlich, sondern für völlig unmöglich. Dann hätte ja der leibliche Vater im Einvernehmen mit dem Täter sein müssen.

Spätestens als der Fall durch die Medien ging, wäre dem leiblichen Vater klar geworden, dass er die Überlebende einer schrecklichen Straftat bei sich hat und er hätte sich mit Sicherheit bei der Polizei gemeldet.

Der leibliche Vater hätte wohl kaum eine Möglichkeit gehabt, das Kind unauffällig für Kindergarten und Schule anzumelden.

Es gibt keinen Hinweis darauf, dass es einen Dritten als "leiblichen Vater" gegeben hat. Leiblicher Vater von Klara war Michael P.


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otternase
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Mordfall Karen Gaucke - Täter verstorben

08.03.2020 um 08:38
GreteLenz
schrieb:
Es gibt keinen Hinweis darauf, dass es einen Dritten als "leiblichen Vater" gegeben hat. Leiblicher Vater von Klara war Michael P.
mit solcher absoluter Sicherheit würde ich das nicht sagen. Warum das möglich ist und warum das für Michael P ein Mordmotiv gewesen sein könnte, hatte ich ausführlich erläutert an dieser Stelle:

Beitrag von otternase, Seite 12

Aber es stimmt natürlich, was Du insoweit sagst, dass die Folge davon wäre, dass es dann einen Mitwisser geben müsste, der bis heute dichthält! Warum auch immer...

Also ist es nicht wahrscheinlich, aber eben auch nicht unmöglich!


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Mordfall Karen Gaucke - Täter verstorben

10.03.2020 um 01:49
Ventil
schrieb:
eine andere Frage...was glaubt ihr, hat er mit Klara gemacht?
auch umgebracht?
wenn ja, wo sind ihre sterblichen Überreste? Bei denen ihrer Mutter?
Kurze Antwort: Zweimal "ja". MMn hat er mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit beide getötet und auch gemeinsam "entsorgt".
otternase
schrieb:
das Auffinden eines Autos in Gewässern ist nicht einfach. Das Versenken kann recht schnell vonstatten gehen. Für den Täter ist das Hauptproblem, einen geeigneten Ort zu finden und nicht dabei beobachtet zu werden, zudem am Ufer keine Spuren zu hinterlassen.
Das mit dem Auffinden ist mehr eine Frage der Intensität der Suche. Ein Fzg. kann nur in der Nähe des Gewässerrandes (Ufer/Kaimauer) versenkt werden, sofern es nicht von einem Schiff oder von einer Brücke in das Gewässer eingebracht wird, was hier eher nicht der Fall sein dürfte. Nur bei starker Strömung z.B. bei einem Fluss, kann das Fzg. von der Ufernähe weggespült werden. Da es mitunter sehr lange dauert, bis das Fahrzeug von Sedimenten vollständig verdeckt/umschlossen wird, sollte eine Ortung durch einfache Ultraschallgeräte/Sonar gut möglich sein. Wer also alle ufernahen Bereiche abdeckt, hat schonmal sehr große Chancen, fündig zu werden. Nur bei stark fließenden Gewässern wird es komplizierter und schwierig, ein Fahrzeug auf dem Grund zu orten. Richtig ist, der Ort des Versenkens und Unauffäligkeit waren -neben der Zeit- die größte Herausforderung.
GreteLenz
schrieb:
Die Möglichkeit, daß Klara zu einem ominösen Dritten als "leiblichen Vater" gekommen ist, halte ich nicht nur für unwahrscheinlich, sondern für völlig unmöglich. Dann hätte ja der leibliche Vater im Einvernehmen mit dem Täter sein müssen.
Solche Konstellationen sollen tatsächlich vorgekommen sein. Aber ich schließe mich ebenfalls an, dass diese Möglichkeit wohl zu vernachlässigen ist, weil zu weit hergeholt. Auch wenn man es nicht 100% ausschließen kann.


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Mordfall Karen Gaucke - Täter verstorben

25.05.2020 um 14:44
Ich habe den Fall von Anfang an mitverfolgt und wohne selbst in Hannover. Ich gehe auch davon aus, dass der Richtige verurteilt worden ist. Wohin er die beiden hat verschwinden lassen, ist natürlich bis heute ein großes Fragezeichen. Wie einige andere hier schon beschrieben haben, war und ist die Parkplatzsituation im Volgersweg bescheiden. Der Umstand, dass an jenem Abend ein Fußballspiel übertragen wurde, erklärt vielleicht auch, dass nicht unbedingt jemand aus dem Fenster schaute und hier und da sicherlich auch die Fernseher lauter liefen oder die Straßen leerer waren, als sonst.

Ich gehe davon aus, dass er auch den Mietwagen schon vorher entsprechend mit Folie o. ä. präpariert hatte, so dass später nicht viele Spuren gefunden werden konnten. Aus seiner Herrenrunde, mit denen er Fußball geschaut hatte, sagte jemand aus, er hätte seinen Audi später noch einmal an einer Ampel gesehen und sich gewundert, weil P. in eine ganz andere Richtung fuhr, als zu sich nach Hause. Das Opfer war schlank und zierlich. Wäre es möglich, dass er beide Leichen in einer Reisetasche transportiert hat bis zum Auto? Scheint nicht besonders auffällig... ob zu der Zeit eine Messe war, weiß ich leider nicht. Sein Zitat, er habe beide in einem See bei Peine versenkt, halte ich gar nicht für so abwegig... liegt ohnehin auf dem Weg nach Braunschweig, wo er den Mietwagen wieder zurückbringen musste. Vielleicht hat er sie auch irgendwo im Moor versenkt, da gibt es doch hier in der Nähe unzählige Möglichkeiten.


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Mordfall Karen Gaucke - Täter verstorben

27.05.2020 um 21:20
insight-2015
schrieb:
Ich habe den Fall von Anfang an mitverfolgt und wohne selbst in Hannover. Ich gehe auch davon aus, dass der Richtige verurteilt worden ist.
Daran habe ich auch keinerlei Zweifel.
insight-2015
schrieb:
Der Umstand, dass an jenem Abend ein Fußballspiel übertragen wurde, erklärt vielleicht auch, dass nicht unbedingt jemand aus dem Fenster schaute und hier und da sicherlich auch die Fernseher lauter liefen oder die Straßen leerer waren, als sonst.
Die Übertragung war ein Vorteil, schützen konnte sie ihn nicht. Es gibt viele Menschen, die viel Zeit am Fenster verbringen. In diesem Fall scheint der Vorteil gewirkt zu haben. Es gibt keine bekannten Zeugen.
insight-2015
schrieb:
Ich gehe davon aus, dass er auch den Mietwagen schon vorher entsprechend mit Folie o. ä. präpariert hatte, so dass später nicht viele Spuren gefunden werden konnten.
Das ist nicht so einfach, wie es scheint. Schon eine minimale Unachtsamkeit, schon werden forensisch verwertbare Spuren gelegt.
insight-2015
schrieb:
Das Opfer war schlank und zierlich. Wäre es möglich, dass er beide Leichen in einer Reisetasche transportiert hat bis zum Auto? Scheint nicht besonders auffällig
Ja klar. Ebenso sind viele andere Behältnisse möglich. Man muß sie nur zur Verfügung haben. In Mafiafilmen wurde oft ein Teppich benutzt. Echte Kriminalfälle zeigen eine weit größere Bandbreite. Die Frage ist also: Benutzte er etwas aus der Wohnung der Opfer, oder brachte er etwas dafür mit ? Diese Frage lässt sich mMn nicht klar beantworten, weil es keine Informationen gibt, ob etwas aus der Tatwohnung fehlt, was sich dafür eignet.
insight-2015
schrieb:
Sein Zitat, er habe beide in einem See bei Peine versenkt, halte ich gar nicht für so abwegig... liegt ohnehin auf dem Weg nach Braunschweig, wo er den Mietwagen wieder zurückbringen musste. Vielleicht hat er sie auch irgendwo im Moor versenkt, da gibt es doch hier in der Nähe unzählige Möglichkeiten.
Abwegig ist davon nichts. Es gibt leider nur unendlich viele Möglichkeiten. Und den tatsächlichen Verbringungsort hat man leider (noch) nicht gefunden.


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Mordfall Karen Gaucke - Täter verstorben

31.05.2020 um 13:23
Slaterator
schrieb am 27.05.2020:
Ebenso sind viele andere Behältnisse möglich. Man muß sie nur zur Verfügung haben. In Mafiafilmen wurde oft ein Teppich benutzt. Echte Kriminalfälle zeigen eine weit größere Bandbreite. Die Frage ist also: Benutzte er etwas aus der Wohnung der Opfer, oder brachte er etwas dafür mit? Diese Frage lässt sich mMn nicht klar beantworten, weil es keine Informationen gibt, ob etwas aus der Tatwohnung fehlt, was sich dafür eignet.
Es erscheint naheliegend, dass er das Kind in der zugehörigen Babyschale/im Maxi-Cosi aus der Wohnung transportiert hat, der ja auch verschwunden ist. Was Karen Gaucke angeht, ist, denke ich, ein mittelgroßer Schalenkoffer die praktikabelste und unauffälligste Transportmöglichkeit gewesen. Einen Teppich halte ich für ausgeschlossen...viel zu unhandlich für eine Person und auffällig. Der Täter musste im engen Holztreppenhaus jedes unnötige Rumpeln vermeiden.


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Mordfall Karen Gaucke - Täter verstorben

01.06.2020 um 22:58
KimByongsu
schrieb:
Es erscheint naheliegend, dass er das Kind in der zugehörigen Babyschale/im Maxi-Cosi aus der Wohnung transportiert hat, der ja auch verschwunden ist.
Stimmt, ist absolut denkbar, solange das Kind nicht alzu offensichtlich verletzt wurde.
KimByongsu
schrieb:
Was Karen Gaucke angeht, ist, denke ich, ein mittelgroßer Schalenkoffer die praktikabelste und unauffälligste Transportmöglichkeit gewesen. Einen Teppich halte ich für ausgeschlossen...viel zu unhandlich für eine Person und auffällig. Der Täter musste im engen Holztreppenhaus jedes unnötige Rumpeln vermeiden.
Der Teppich mußte herhalten um darzustellen, dass es eben zig Möglichkeiten gibt, nicht nur die "üblichen Verdächtigen". Ansonsten ist vieles denkbar. Auch ein Koffer.


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Mordfall Karen Gaucke - Täter verstorben

02.06.2020 um 07:08
Vielleicht hat das Kind ja auch noch gelebt.


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Mordfall Karen Gaucke - Täter verstorben

02.06.2020 um 23:00
annichen
schrieb:
Vielleicht hat das Kind ja auch noch gelebt.
Mag sein. Das es heute noch lebt wage ich aber deutlich zu bezweifeln, auch wenn ich es mir natürlich anders wünschen würde. Für den Transport in der Schale -an sich- würde dieser Punkt ohnehin nur dann eine Rolle spielen, wenn das Kind geschrien und damit potenziell Aufmerksamkeit hätte erregen können.


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Mordfall Karen Gaucke - Täter verstorben

03.06.2020 um 12:53
@Slaterator
Die Vorstellung, dass die Kleine noch lebt, irgendwo bei anderen Eltern... darauf hoffe ich so sehr.

Ich weiß, wie unrealistisch das ist. Aber das Baby konnte zu der Situation ja am allerwenigsten...


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Mordfall Karen Gaucke - Täter verstorben

03.06.2020 um 22:36
annichen
schrieb:
Ich weiß, wie unrealistisch das ist. Aber das Baby konnte zu der Situation ja am allerwenigsten...
In meinen Augen ist es leider unrealistisch. Natürlich konnte es nichts dafür, war aber der wahrscheinlich ausschlaggebende Faktor für den Mord. Ich kann mir daher nicht vorstellen, dass er es verschonte, auch wenn es ein unfassbares Verbrechen ist.


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