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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

5.619 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Juni, Studentin ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

gestern um 12:37
Zitat von Rigel92Rigel92 schrieb:dass das Ergebnis einstimmig für einen Freispruch gewesen wäre
Wieso? Wenn Fragen ungeklärt bleiben und die Geschworenen alle im Zweifel abstimmen kann es trotzdem einstimmig sein. Das sagt wohl das überhaupt nicht aus, was du suggerieren willst. Ich will dir grundsätzlich nicht widersprechen, es ist nur nicht so dass die Geschworenen bei einem größerem Zweifel dann 7:1 usw. abstimmen. Jeder stimmt für sich. ...


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

gestern um 12:39
Zitat von Rigel92Rigel92 schrieb:Dass sie sich ausgerechnet diese Telefonzelle ausgesucht hat, ist dem Zufall geschuldet
Widerspricht aber dann dass genau diese Telefonzelle weder auf dem Heimweg noch in der Nähe von Lokalen ist ...


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

gestern um 13:12
Muß sagen bin da eher auch bei @Rigel92 mit seiner Milieu Theorie mit Verwechslung.

Würde auch eher drauf zutreffen warum es noch immer nichts aufgeklärt ist und sie es gut vertuschen konnten damals und keine Spuren hinterließen.

Auch dieser Hocine mit seinem Post- klingt schon so wie wenn es da schon auch Machtkämpfe - Drogen usw gegeben hat.

Und auch die Polizei wird auch besser wissen wie es dort damals zuging. Heißt ja nicht das man das als normaler Mitbekommt oder nie und nimmer durch den Rapoldipark gehen konnte- das sicher nicht.

Aber es ist doch okay wenn jeder seine eigene Meinung dazu hat

Den genaueres was passiert ist und wer tatsächlich der Mörder war wissen wir alle nicht.

Das wichtigste: Wir alle haben Daniela nicht vergessen und versuchen hier Theorie zu gestalten die nahe daran hin kommen.

Und vielleicht war egal wer schon mal ganz richtig mit seiner Theorie nur wissen wir es nicht


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

gestern um 14:45
@Rigel92
Ich diskreditiere hier niemanden. Ich stelle Fragen und Überlegungen. Dass der Ticker bestimmte Dinge verkürzt darstellt, das wurde in meinem Post und auch nahezu jedem anderen Post mehrfach betont. Der ehemalige Angeklagte braucht auch keine Unterstützung von mir aus dem Forum, er wurde in einem Prozess freigesprochen. Das zählt unzählig mehr.

Mir geht es hier auch nicht darum, dass das ein Wettkampf wird, wer hier am meisten Recht hat und die meisten Ideen der anderen zerpflücken kann. Mir helfen die Beiträge der anderen Forenschreiber, dass ich über den Fall nachdenke.
Das ist wie bei der Diskussion mit dem Messer. Jeder hat Recht auf seine Erklärung, keiner weiß es und hier ist kein Gericht.

@Nismo hat das perfekt gesagt. Es geht darum, dass man das nicht vergisst und es ist ok, dass jeder seine Meinung hat.

Deshalb muss es trotzdem legitim sein, solche Fragen zu stellen. Das sind fundamentale Widersprüche. Der Ticker verkürzt und hat andere Probleme (du hast gut die Gründe erklärt), aber auch direktere Prozessbeobachter sprechen von fundamentalen Widersprüchen. Und damit das nicht erneut falsch interpretiert wird. Ich meine ausschließlich Widersprüche mit Bezug auf die Zeugenaussagen. Betreffen tun diese Widersprüche alle damals, gegenwärtig und zukünftig Beteiligten.
Meine Fragen sind keine Fragen, die auf etwas spekulieren wollen.
Zum Prozess sagten der Beobachter, dass es ein Prozess war, der sich fundamental um DNA Spuren gedreht hat. Diese haben das Pendel damals Richtung Anklage schwingen lassen. Sie waren die tragende Säule. Die Tatsache, dass diese Spuren auf verschiedene Weisen entstehen konnten, führte dann völlig richtig zum Freispruch. Aber das war der absolute Fokus.
@mitleseramrand hat das treffend gesagt. Jeder stimmt für sich. Ich habe mich selbst gefragt, wie ich gestimmt hätte und nach Aussage der Gerichtsmedizinerin hätte ich auch nur für Freispruch stimmen können. Gerade auch, weil die anderen Fragen wohl zu wenig geklärt werden konnten. Es ging beim Prozess um viele Menschenleben. Das vom ehemaligen Angeklagten, seiner Familie, seines Kindes, das von Daniela, ihrer Familie, etc.
Es ändert aber nichts dran, dass ich trotzdem nicht mit 100%er Sicherheit gestimmt hätte. Auch nicht mit 90%. Sondern mit im Zweifel für

Für den weiteren Verlauf der möglichen Ermittlungen und für diese Diskussion sind aber die Widersprüche der Zeugenaussagen wichtig.

Auch habe ich durchaus berücksichtigt, dass man bei nicht aufgeklärten Fällen deutlich höhere Quoten an Zufallsopfern hat. Habe es nur nicht explizit erwähnt. Auch das, die Statistik ist unumstößlich, es gibt unzählige hierzu. Die eigenen vier Wände, etc. Aber wenn ich danach gehe und deshalb zu meinem Schluss komme, dann stehe ich hier.

Vielleicht kam das aus meinem Post nicht heraus, für mich gibt es in diesem Fall eine Nuance. So eine verschwimmende Grenze zwischen Zufall/ und im weiteren Sinn einer Beziehungstat. Hier würde ich nicht in zwei sondern in drei Gruppen denken.

Es gibt die Zufallstat, weitestgehend ungeplant, plötzliche und nahezu motivlose Eskalation (bzw. Motiv kann nur aus dem Innenleben des Täters heraus beantwortet werden). Dabei könnte es jeden treffen (auch wenn ein Täter/ Geistesgestörter/etc. eine bestimmte Opferpräferenz haben kann). Weil man keine Zigarette gibt, falsch schaut, tausende andere Gründe.

Dann gibt es die Beziehungstat, die Motive sind tiefemotionale Gefühle und andere Dinge. Und hier will ich nochmals betonen, für mich kommen mehrere Leute für eine Beziehungstat in Frage, keinesfalls nur eine Person.

Und drittens gibt es die geplante (Zufalls)Tat, bei der ein Opfer aufgrund eines klaren Motivs (Verschleierung von Geheimnissen, Schutz von kriminellen Tätigkeiten) stirbt. Das Opfer kennt den Täter vielleicht gar nicht, im schlimmsten Fall wird es vielleicht sogar verwechselt.
Wie Nismo kann ich mir diese dritte Szenario in diesem Fall gut vorstellen. Ich halte es sogar mit leichter Tendenz für noch wahrscheinlicher als eine Beziehungstat.
Deshalb sind diese Zeugen wichtig und deshalb habe ich mich über die Aussagen im Prozess gewundert. Nicht weil ich den ehemaligen Angeklagten hier trotz Freispruch diskreditieren will, sondern weil herausgearbeitete Widersprüche in den Aussagen der Zeugen (Daniela ohne Rat) und des Zeugen (ehem. Angeklagter in der Früh aufgewühlt, bereits bei Polizei) zwei Dinge tun:
Sie stärken die Richtigkeit des Urteils enorm. Und noch entscheidender, sie erhöhen die Wahrscheinlichkeit für die anderen beiden Tatarten enorm.
Wobei für mich diese Option 1, der absolut zufälligen Zufallstat am unwahrscheinlichsten ist. Sicher auch weil ich nicht neutral bin, sondern weil ich von Herzen hoffe, dass dieser Fall für alle Beteiligten aufgeklärt werden kann


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

gestern um 15:04
Ich kann mit der Verwechslungs-Theorie wenig anfangen. Auch bei dieser Theorie wäre es ein absoluter Zufall gewesen, dass ausgerechnet um diese Uhrzeit jemand bei den Telefonzellen vorbeigekommen wäre, der mit einer blonden Polizistin oder einer blonden Drogenabhängigen ein Problem hatte.
Und wenn, dann würde ich eher nicht davon ausgehen, dass es zu einem derartigen Gewaltexzess gekommen wäre.

Ein Täter aus dem Milieu hätte vermutlich unmittelbar nach der Tat Innsbruck verlassen. Es gab da ja so einige Bewegungen zwischen Innsbruck und Salzburg. So ein Täter müsste aber in diesen Kreisen aufgefallen sein und Mitwisser könnten nach all den Jahren straffrei aussagen. Ob da jemals noch was kommt bleibt abzuwarten. Ob DNA-Spuren noch einmal eine Wendung bringen bleibt auch abzuwarten.

Ich denke, dass der Zimmerkollege vom Tag nach der Tat gesprochen hat. Der Freigesprochene hat die erste Nacht nach der Tat bei einem Freund übernachtet (hat er gesagt und wurde von diesem Freund bestätigt). Dann ist er vermutlich am Morgen in sein Zimmer zurückgegangen und wurde dort von seinem Zimmerkollegen mit "frischer" Bekleidung angetroffen. So würde es für mich Sinn ergeben.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

gestern um 15:16
Zitat von camelotcamelot schrieb:Ich kann mit der Verwechslungs-Theorie wenig anfangen. Auch bei dieser Theorie wäre es ein absoluter Zufall gewesen, dass ausgerechnet um diese Uhrzeit jemand bei den Telefonzellen vorbeigekommen wäre, der mit einer blonden Polizistin oder einer blonden Drogenabhängigen ein Problem hatte.
Wenn Du das als absoluten Zufall ansiehst, dann gilt dieser absolute Zufall auch für die anderen theoretischen Täter, da der letzte Autozeuge nicht gesehen hatte, dass jemandem Opfer gefolgt war. Warum gerade der Täter zu dieser zeit dort war, weiß niemand.
Zitat von camelotcamelot schrieb:Ein Täter aus dem Milieu hätte vermutlich unmittelbar nach der Tat Innsbruck verlassen. Es gab da ja so einige Bewegungen zwischen Innsbruck und Salzburg. So ein Täter müsste aber in diesen Kreisen aufgefallen sein und Mitwisser könnten nach all den Jahren straffrei aussagen. Ob da jemals noch was kommt bleibt abzuwarten. Ob DNA-Spuren noch einmal eine Wendung bringen bleibt auch abzuwarten.
Wie gesagt, so eine Milieu hält im allgemeinen dicht. Sie können natürlich straffrei aussagen, aber das schützt denjenigen nicht vor Rache aus den damaligen Kreisen. Es gab aus diesem Milieu damals durchaus anonyme Hinweise, aber mit anonymen Hinweisen kann die Polizei normalerweise nichts anfangen, wenn es keine wirklichen Spuren oder andere Zeugenaussagen gibt, welche diese unterstützen.

Theoretisch kann es daher Mitwisser geben und in dem Fall gibt es zumindest eine Person, von der bekannt ist, dass sie Innsbruck verlassen hatte und später mit abgeschnittenen Haaren aufgespürt wurde. Ob es jemanden anderen gab, der Innsbruck verlassen hatte, das wissen wir nicht. Allein, dass jemand nach der Tat Innsbruck verlässt, das reicht auch nicht um jemandem die Tat zu nachzuweisen.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

gestern um 15:51
Wenn es also ein "Verwechslung aus dem Milieu" war, warum hat der Täter dann diesen Streit mir ihr entfacht. Warum nicht still und leise anschleichen? Laut Ohrenzeugin hat er gebrüllt. Er musste doch danach trachten, dass er nicht entdeckt wird. Der Tatort war gut einsehbar, es war schon hell. Tötet das Milieu so?


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

gestern um 16:34
Zitat von OzricsOzrics schrieb:Tötet das Milieu so?
... glaube ich auch nicht, vor allem nicht jemanden wo man glaubt er wäre Polizist. Von einem Polizisten ist doch eine höhere Gefahr von Gegenwehr zu erwarten ...

vorausgesetzt, die Ohrenzeugin taugt etwas, was ja auch sehr fraglich zu sein scheint ...


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

gestern um 16:37
Zitat von OzricsOzrics schrieb:Wenn es also ein "Verwechslung aus dem Milieu" war, warum hat der Täter dann diesen Streit mir ihr entfacht. Warum nicht still und leise anschleichen? Laut Ohrenzeugin hat er gebrüllt. Er musste doch danach trachten, dass er nicht entdeckt wird. Der Tatort war gut einsehbar, es war schon hell. Tötet das Milieu so?
Dieser absolute Tötungswille passt genau genommen nicht zu einem vorherigen Streit, da gebe ich Dir schon recht. Aber dieser Streit passt auch nicht zu einem Streit aus dem persönlichen Umfeld, wo der Täter mit einem absoluten Tötungsdelikten das Opfer anschließend nieder sticht.

Der Streit wirft in beiden Fällen große Fragen auf. Vielleicht hat sich die Zeugin im Tag geirrt.

Wenn nicht sollte man nicht vergessen, sie hat einen Mann mit einem ausländischen Akzent gehört. In diesem Fall kennt man den Grund des Streits nicht und auch mit wem genau der Täter das Opfer verwechselt haben könnte. Und da kann der Griff zum Telefonhörer der Täter falsch verstanden haben.

Genau genommen kann ein Täter ohne gefasst zu werden an diesem Ort nur dann eine solche Tat ausüben, wenn er in der Lage ist eine solche Tat in einer extrem kurzen Zeit auszuüben um dann direkt die Szene zu verlassen. Das sollte man nicht ignorieren, ich glaube nicht, dass dieses Täterprofil zu dem Umfeld des Opfers passt.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

gestern um 17:11
Einen Täter aus dem Umfeld des Opfers halte ich auch für abwegig.

Das "Phantom" passt zeitlich am besten ins Bild. Da er auf der linken Gehsteigseite Richtung Telefonzellen gegangen ist und Daniela auf der rechten Straßenseite mit dem Rad unterwegs war, kam es wohl zu dieser zufälligen Begegnung bei den Telefonzellen. Und wäre das "Phantom" harmlos gewesen, hätte er sich als Zeuge melden können. Wenn man annimmt, dass das "Phantom" um diese Uhrzeit auch von einer Feier oder einer Bar auf dem Heimweg gewesen sein könnte, hätte sich eventuell jemand an diesen Mann, der im Stadtteil Pradl gewohnt haben könnte, erinnern können.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

gestern um 20:55
Was glaubt ihr, wie es jetzt weitergeht?

Möglichkeit 1: Es versandet total und wir hören nie wieder was über den Fall.
Möglichkeit 2: Es wird jetzt nach einem anderen möglichen Täter gesucht. Im Vorfeld und während dieses Prozesses kamen ja noch andere Verdächtige auf - wird das die Polizei ernst nehmen und dem nachgehen? Oder wurde das alles überprüft?

Ich fürchte leider, es wird ins Nichts verlaufen. Auch wenn ich mir eine Klärung des Falles für die Angehörigen sehr wünsche. Und man muss sich ja bewusst sein, dass der Täter jederzeit wieder einmal zuschlagen könnte.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

gestern um 21:30
Zitat von camelotcamelot schrieb:war
Dein Phantom als Nachtschwärmer braucht aber noch ein Motiv und ein grosses Messer


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