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Unbekannter stürzt in Münster vom Parkhaus

Unbekannter stürzt in Münster vom Parkhaus

08.01.2013 um 19:01
Ich auch nicht, bisher.
Also kann man (zumindest für Deutschland) grob das eventuelle Herkunftsgebiet abgrenzen. Zwar nicht mit 100% Sicherheit, aber trotz allem eine Mini-Spur.

Also vielleicht doch ein Münsteraner?


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Unbekannter stürzt in Münster vom Parkhaus

09.01.2013 um 12:02
Vielleicht hat er sich die Kleidung auch vorher irgendwo besorgt .. in einem Second-Hand-Laden o.ä.?


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Unbekannter stürzt in Münster vom Parkhaus

09.01.2013 um 15:08
Naja nun, soooo alt waren die Sachen ja offenbar nicht (also, vom Verkauf her).
Ich denke schon, dass er sie selbst gekauft hat.

Ich weiß aber nicht so recht, ob sie eventuell auch im Ausland verkauft wird, ich weiß beispielsweise vom Lidl, dass man teilweise genau die gleichen Sachen im Ausland (zB. UK) bekommen kann...

Mal davon abgesehen, dass ich keine Firmenhistorie finden kann für die Marke der Jacke, Camargue ist doch eine Ecke irgendwo in Frankreich (Oder sogar eine Stadt?? Ich bin mir jetzt etwas unsicher). Wer weiß also, ob es eine reine Aldi-Marke ist, oder eben noch von anderen Firmen vertreten wird.

Vielleicht hat jemand Zeit und Ruhe zum Nachforschen, ich habe leider heute etwas Stress hier und komme immer mal zwischendurch zu einer Pause ;)


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Unbekannter stürzt in Münster vom Parkhaus

09.01.2013 um 21:45
ich glaube den schal gab es mal bei tchibo
das sind alles artikel die man überall und nirgends bekommt
also bei lidl, otto, tchibo, aldi usw


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Unbekannter stürzt in Münster vom Parkhaus

09.01.2013 um 22:25
Das war ja schon klar, allerdings gäbe es wenigstens bei den Aldi-Sachen die Möglichkeit, Süd und Nord zu unterscheiden. Immerhin ein Mini-Ansatz.


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Unbekannter stürzt in Münster vom Parkhaus

03.02.2013 um 11:45
Jetzt ist es schon genau ein Jahr her, und es gibt immer noch nichts Neues. :(


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DE_Zwo
ehemaliges Mitglied

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Unbekannter stürzt in Münster vom Parkhaus

03.02.2013 um 12:33
Hallo an alle,

ist bei diesem Fall das Ergebnis eines Isotopen-Abgleichs bekannt?

Viele Grüsse,

D.


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Unbekannter stürzt in Münster vom Parkhaus

03.02.2013 um 12:41
@DE_Zwo

Soweit ich weiß nicht. Hier wurde mal etwas über eine Isotopenanalyse geschrieben, mit Verbindung zur Schwarzwaldregion, dies stellte sich auf Nachfrage allerdings als falsch/Verwechselung heraus.


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Unbekannter stürzt in Münster vom Parkhaus

23.02.2013 um 23:44
Also ich finde das sehr traurig das man nach einem Jahr noch immer keinen Namen hat. Ich wohne jetzt seit vier Monaten in der nähe von Münster und habe das erste mal von diesem Fall gehört. Was ich allerdings weiß das ich vor einem Jahr zur Zeit des Selbstmordes im Münsterland war und in der WN die ich regelmäßig gelesen habe keinen Bericht darüber gelesen habe also selbst im Münsterland war der Fall nicht so publik. Von den anderen Medien ganz zu schweigen denke mal das es wohl auch daran liegt das er noch nicht Identifiziert werden konnte.


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Unbekannter stürzt in Münster vom Parkhaus

26.02.2013 um 22:50
cicely80 schrieb:habe keinen Bericht darüber gelesen habe also selbst im Münsterland war der Fall nicht so publik. Von den anderen Medien ganz zu schweigen denke mal das es wohl auch daran liegt das er noch nicht Identifiziert werden konnte.
Genau darin liegt das Problem. Ich hoffe daher, dass es zu diesem Fall einen Beitrag in Aktenzeichen xy geben wird. Sonst sehe ich keine Möglichkeit, den Unbekannten zu identifizieren.


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Lovi
ehemaliges Mitglied

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Unbekannter stürzt in Münster vom Parkhaus

27.02.2013 um 07:55
Es fehlt hier sehr an Einzelheiten. Man hat auf dem Foto keinen Gesamteindruck des Kopfes. Es wäre gut gewesen, das Gesicht incl. Haarschopf, Ohren, Brille per Zeichenstift zu rekonstruieren. Auch das Brillengestell hätte man detailierter zeigen sollen, ein Vergleichsmodel o.ä..


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Unbekannter stürzt in Münster vom Parkhaus

27.02.2013 um 10:51
Ja das stimmt finde es halt nur traurig er war ja noch jung


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Unbekannter stürzt in Münster vom Parkhaus

27.02.2013 um 13:50
Jetzt schaut euch mal diese Seite an (aber nur die, die es verkraften können!)

http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/unbekannte_tote.html

Diese Leichen konnten zum Teil noch viel länger nicht identifiziert werden, als unser Toter hier aus Münster. Es scheint wirklich nicht ungewöhnlich zu sein. Bei den nicht identifizierten Leichen auf dieser Seite sind aber auch, wie es aussieht, Obdachlose dabei. Dass diese nicht erkannt werden, kann ich noch verstehen. Aber bei allen anderen bleibt es ein Rätsel.


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Unbekannter stürzt in Münster vom Parkhaus

27.02.2013 um 18:29
@Swanheart

Dies ist nur eine Seite von vielen, leider gibt es jede Menge "Unbekannte Tote". Ich frage mich bei der "Fülle" auch, haben die alle keine Angehörige,Freunde, Kollegen, Nachbarn ect......Im Obdachlosenmillieu und "Menschen auf Wanderschaft", da verstehe ich noch, das es "mal was dauert" bis man jemanden vermisst, weil der stetige Kontakt einfach nicht da ist.

Dieser junge Mann hier macht einen gepflegten Eindruck und ich denke nicht, das er der Obdachlosenszene zuzuordnen ist. Ich vermute, das er aus dem Ausland ist und möglicherweise seine Angehörigen ihn nicht in Deutschland vermuten.

Sehr,sehr traurig, nun schon über ein Jahr ohne Identität.......


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Unbekannter stürzt in Münster vom Parkhaus

03.04.2013 um 14:41
Hier noch ein Zeitungsbericht von vergangener Woche zum Thema.

http://www.badische-zeitung.de/deutschland-1/ein-toter-den-keiner-kennt--70338781.html
Ein Toter, den keiner kennt

Vom Verschwinden eines Menschen in der vernetzten Gesellschaft: Vor einem Jahr stürzt ein junger Mann von einem Dach in Münster – und niemand vermisst ihn.

Er lebte noch, als ihn eine Passantin neben dem Parkhaus fand, von dem er sich herabgestürzt hatte, zehn Meter tief. Er trug keinen Ausweis bei sich, kein Handy, nicht mal einen Einkaufsbon. Doch die Polizei war sicher, dass sich schon bald jemand melden würde, der ihn vermisst. Er war ja noch jung, höchstens 25 Jahre. In einer Universitätsstadt wie Münster musste es doch auffallen, wenn so einer nicht nach Hause kam. Ein überquellender Briefkasten, Kommilitonen, die sich fragten, warum er nicht ans Handy ging. Eltern, die sich sorgten. Doch es kam anders. Dies ist die Geschichte eines Mannes, den keiner vermisst.

Es war der 3. Februar 2012, eine klirrend kalte Karnevalsnacht, in den Kneipen in Münsters Innenstadt wurde ausgelassen gefeiert. Auch im "Besitos", einer Tapas-Bar im Erdgeschoss eines Parkhauses mit Lüftungsschlitzen, die an Schießscharten erinnern. Nur eine gläserne Fassade trennt die rustikal möblierte Stube mit Kuschelecke vorm Kamin vom Trottoir draußen. An diesem Freitag hallte Italo-Pop durch die Bar, die Stimmung war bestens. Die Kellner kamen mit ihren Mojitos kaum hinterher. Niemand will bemerkt haben, dass gegen 23.15 Uhr plötzlich ein Schatten an der Fensterfront vorbeiglitt. Servicechefin Nina Hahn sagt, was genau passiert sei, habe sie erst am nächsten Tag erfahren. Da stand die Kriminalpolizei vor der Tür. Ob sie etwas gesehen hatte?

Ein Krankenwagen, das ist alles, woran sich Hahn, eine blonde Mittzwanzigerin, erinnern konnte. An eine Menschentraube, die sich vor dem Fenster bildete. Das war gegen 23.30 Uhr. Der Notarzt leistete Erste Hilfe an Ort und Stelle. Vergebens: Etwas mehr als eine halbe Stunde später stirbt der junge Mann, ohne das Bewusstsein wiedererlangt zu haben. Er erlitt zahlreiche Knochenbrüche, eine Schädelfraktur, Risse in der Milz und Leber. Tod durch innere Verblutungen, wird die Rechtsmedizin als Todesursache ermitteln.

Franz Richter hat den Bericht samt den dazugehörigen Fotos in der Akte KTU-Nummer 738/12 abgeheftet. Titel: unbekannte Leiche. Richter, 53, ist Kriminalhauptkommissar und im Polizeipräsidium Münster für Mord, Totschlag und Vermisste zuständig. Ein westfälischer Dickschädel mit müden Augen hinter einer randlosen Brille. Sie haben in den vergangenen 16 Jahren schon mehr gesehen, als durchschnittlich sensible Menschen ertragen können. Kinder, die von ihrem Vater umgebracht wurden. Alleinstehende, die erst nach Wochen tot in ihrer Wohnung gefunden wurden.

An den Gesichtsausdruck des Toten aus dem Parkhaus will sich Richter nicht mehr erinnern. Nur an dessen "fahle Blässe". Die Obduktion folgte am 7. Februar 2012, er war dabei. Wie zum Beweis schiebt er in einem Konferenzraum des Präsidiums Fotos über den Tisch. Sie zeigen einen Mann mit einem klassisch-schönen Profil und einem musikalischen Hinterkopf, lange dunkle Wimpern, ein ausgeprägter Bartwuchs. Er sieht aus wie ein Südländer.

Die Aufnahmen sind schwarz-weiß, aber deutlich aussagekräftiger als das Foto, das die Polizei eine Woche nach dem Fund des Parkhaus-Toten mit einem Aufruf verbreitete: "Wer kennt diesen Mann?" In Münster erschien es in der örtlichen Presse, aber auch im Internet wurde es verbreitet. Es bietet einen gruseligen Anblick. Die Polizei hatte die Bekleidung des Toten einer Puppe angezogen und ein Foto seines Gesichtes in die Umrisse des Puppenkopfes kopiert. Man sieht ein Gesicht, das unter einer schwarzen Wollmütze von Tchibo verschwand, eher weich als kantig, blaue Augen hinter einer randlosen Brille, der Mund leicht schief. Wie man eben so aussieht, wenn man schon drei Tage tot ist und die Muskulatur erschlafft ist.

Franz Richter nimmt die Brille ab und reibt sich die Augen. Er sagt, die Rechtsmediziner hätten nichts, aber auch gar nichts gefunden, was bei der Identifizierung hätte helfen können. Der Mann war 1,85 Meter groß, er wog 70 Kilo. Er hatte weder Operationsnarben noch Tattoos, auch das Gebiss war auffällig unauffällig. Er trug billige Kleidung aus dem Discounter, auch die schwarze Armbanduhr war von Tchibo. Er machte aber einen gepflegten Eindruck. Es gab keine Hinweise darauf, dass er auf der Straße gelebt oder Drogen genommen hätte. Auch der Polizei war er nicht bekannt. Seine Fingerabdrücke waren nirgendwo erfasst.

Richter sagt, zu diesem Zeitpunkt hätte er noch mit einem Routinefall gerechnet. "Ich war mir absolut sicher, dass sich ganz schnell jemand melden würde, der ihn vermisst." Die Mutter, Kommilitonen – oder ein Vermieter. Doch der Kommissar wartete vergeblich. Aus dem gesamten Bundesgebiet gingen bis heute nur zwei Dutzend Hinweise auf den Toten ein, den keiner kennt. Mal will ihn eine Supermarktkassiererin in einem Vorort von Münster gesehen haben. Mal fühlte sich eine Frau an einen Ex-Kommilitonen erinnert, mit dem sie 2005 in Münster studiert habe. Sogar seinen Namen weiß sie. Doch der Mann, der so heißt, lebt. Es ist die heißeste Spur in diesem Fall. Auch sie verläuft im Sande.

Die Kriminalpolizei legt den Fall zu den Akten, noch bevor sie alle ihre Instrumente ausgeschöpft hat. Hätte es Hinweise darauf gegeben, dass der Mann einem Verbrechen zum Opfer gefallen wäre, hätte sie zum Beispiel anhand von Abstrichen aus der Nasenhöhle analysieren können, ob es sein kann, was Franz Richter zunächst vermutet hatte, nämlich dass der Mann gar nicht aus Münster stammt, sondern zufällig hier gestrandet ist, ein Bustourist aus Spanien oder der Ukraine.

Vielleicht ein Tourist, zufällig hier gestrandet?

Doch solche Analysen sind teuer. "Und ein Toter, den keiner vermisst, rechtfertigt den Aufwand nicht", sagt Adolf Gallwitz, Psychologe und Profiler an der Polizeihochschule Villingen-Schwenningen. Er sagt: "Das ist keine Entscheidung gegen die Menschenwürde." Hier höre die Verantwortung der Polizei eben auf, hier fange die persönliche Tragik an. Dabei ist der Parkhaus-Tote kein Einzelfall. Laut Bundeskriminalamt sind allein 2012 in Deutschland 46 Menschen tot aufgefunden worden, deren Identität und Todesursache unbekannt sind. Allerdings waren die Leichname meist schon verwest.

Doch auch in diese Schublade passt der Mann mit der Nummer 738/12 nicht hinein. Erstens steht die Todesursache in seinem Fall fest. Es war Suizid, da ist sich Franz Richter sicher. Der Körper sei einige Schritte von der Parkhausmauer entfernt aufgeschlagen. Für einen Unfall spreche das nicht. "Der Mann muss sich abgestoßen haben." Und zweitens, sagt Adolf Gallwitz, habe der Mann noch gelebt, als man ihn fand, wenn auch nur noch für 42 Minuten. Dass ihn trotzdem keiner vermisst, hinterlässt ihn fassungslos. Er sagt, vielleicht müsse man sich diesen Menschen wie einen Außerirdischen vorstellen. "Offenbar hatte er keine Wurzeln auf dem Planeten, auf dem er gefunden wurde."

Dieser Eindruck drängt sich tatsächlich auf, wenn man den Toten ohne Namen an seiner letzten Ruhestätte besucht, auf dem Waldfriedhof Lauheide vor den Toren Münsters. Marietta Sandfort von der Friedhofsverwaltung schlägt die Signatur des Grabes vorher in einem Ordner nach, bevor sie in Anorak und Pudelmütze schlüpft und die Reporterin zu seinem Grab führt. Es ist eine leere Rasenfläche, kein Stein, kein Kreuz, keine Blumen, kein Grablicht. Sogar das kleine Schild mit der Grabnummer ist in der Erde versunken: XV3/163 RG. Der Mann ging, wie er kam. Inkognito. Nein, sagt Marietta Sandfort, er sei nicht der einzige Namenlose unter den 43 000 Toten auf diesem Friedhof. Sie deutet mit der Hand auf einen Gedenkstein hinterm Eingang. "Da liegen noch etliche Kriegstote aus dem Zweiten Weltkrieg."

Am Morgen des 29. Februar 2012 wurde der unbekannte junge Mann beerdigt. Es nieselte, aber nicht nur deshalb hatten es die Friedhofsgärtner eilig, den Kiefernsarg herabzulassen. Es war ja niemand da, um Abschied zu nehmen. Kein Angehöriger, kein Freund, nicht einmal ein Pfarrer. Es gab keine Kränze oder Blumen. Das hätte den Rahmen der "ordnungsbehördlichen Bestattung" gesprengt, heißt es bei der Stadt. Kosten: 1679 Euro. Getragen hat sie die Stadt Münster, knapp 300 000 Einwohner, niedrige Kriminalitätsrate.

Es ist mehr als 350 Jahre her, dass im Historischen Rathaus der Westfälische Friede geschlossen wurde, der den Dreißigjährigen Krieg beendete. Jetzt geht dort Bürgermeister Markus Lewe (CDU) in seinem Büro auf und ab und sucht nach einer Erklärung dafür, wie ein junger Mann ausgerechnet in einer Stadt verschwinden konnte, die für den Gemeinsinn ihrer Bürger bekannt ist und gerade auf einer Liste der beliebtesten deutschen Städte auf Platz zwei gelandet ist, hinter München, vor Stuttgart. Lewe, 47, ist Vater von fünf Kindern. Doch, sagt er, er kenne die Geschichte des Parkhaus-Toten aus der Münsterschen Lokalzeitung.

Er redet jetzt, wie ein Trauerredner geredet hätte, wenn die Stadt noch ein paar Euro mehr für die Beerdigung draufgelegt hätte. Er sagt, so ein Suizid sei schon schlimm genug. Aber dass es Menschen gebe, deren Verschwinden und deshalb womöglich auch deren Existenz offenbar von niemandem wahrgenommen werde, das mache ihn fassungslos. "Wie soll man denn da Abschied nehmen?"

Der Polizist sucht weiter

Franz Richter hat die Hoffnung nicht aufgegeben, dass er den Fall doch noch löst. Da ist eine neue Spur, die er noch nicht verfolgt hat. Ein Mann, der glaubt, den Toten vor Jahren bei der Bundeswehr kennengelernt zu haben. Und da ist die Datei des Bundeskriminalamtes, in die er die DNA des Toten gestellt hat. Sie listet Daten sämtlicher als vermisst gemeldeter Personen in Deutschland auf. Aktuell sind es 5373. Diese Daten werden fortwährend mit neuen Vermisstenmeldungen abgeglichen, auch mit denen aus dem europäischen Ausland. Nummer 738/12 war noch nicht dabei.

War dieser unbekannte junge Mann, den niemand vermisst, ein einsamer Mensch? Wollte er womöglich gar nicht, dass man ihn ausfindig macht? Und wenn ja, warum schied er dann ausgerechnet in Münster aus dem Leben, mitten im Karneval und vor einer Tapas-Bar? Solche Fragen treiben Franz Richter um.

Er würde es nicht zugeben, aber solange er keine Antworten findet, bleibt ein mulmiges Gefühl. Alle reden ja von der durchsichtigen Gesellschaft, die ihre Mitglieder immer besser vernetzt dank Facebook, dank Smartphones. Doch wer kennt einen wirklich? Wer weiß schon, wer man ist, wenn es offenbar ausreicht, sich von Kopf bis Fuß bei Discountern und bei Tchibo einzukleiden und nach Münster zu fahren, um einfach zu verschwinden?


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Unbekannter stürzt in Münster vom Parkhaus

04.04.2013 um 18:47
Na toll - der sah also in echt ganz anders aus, als auf dem Bild?


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Unbekannter stürzt in Münster vom Parkhaus

04.04.2013 um 21:19
Und vor allem... südländisch? Ich hätte vom Bild her eher auf Norden/Osten getippt.

Wunderbar, liebe Polizei. Das perfekte Verwirrspiel.


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kopischke
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Unbekannter stürzt in Münster vom Parkhaus

06.04.2013 um 10:39
Das hier finde ich schon krass, was der Polizist da oben im Text von sich gibt:

Er sagt, vielleicht müsse man sich diesen Menschen wie einen Außerirdischen vorstellen. "Offenbar hatte er keine Wurzeln auf dem Planeten, auf dem er gefunden wurde."

Vielleicht war er kein Ausserirdischer, aber ein Zeitreisender, einer der eigentlich nicht Selbstmord machen wollte (wurde er vielleicht aber doch gestoßen) sondern zurück in seine Zeit wollte.

Es ist doch schon seltsam, das einer Selbstmord macht, der aber absolut nichts besonderes hat, an dem man ihn identifizieren könnte.

Makellos scheint er, die billigen Aldisachen passen dann auch nicht, sicher nur Tarnung zur Anpassung an unser Leben.

Haltet mich für verrückt, aber wenn der Fall nie geklärt wird, dann glaube ich an einen Zeitreisenden.

Da gab es doch schon mal einen Fall in Amerika, weiß nicht mehr wo, aber irgendwo stand aus dem Nichts doch mal ein Mann auf der Strasse und wurde direkt überfahren, er hatte sehr seltsame Bekleidung an und wurde nie identifiziert, vielleicht erinnert sich ja jemand von euch an den Fall, ist schon Jahre her.


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Unbekannter stürzt in Münster vom Parkhaus

06.04.2013 um 11:09
Ich verstehe nicht, wieso man ein Bild zur Gesichtsrekonstruktion nimmt, welches offensichtlich nicht dem tatsächlichen Aussehen entspricht. So kann man ja auch niemand finden.

Dann doch lieber ein hergerichtetes s/w-Foto vom Tatort, wo das Gesicht ja offensichtlich wesentlich näher an der Realität war.

Falls man ursprünglich hauptsächlich auf die Kleidung gesetzt hat, dürfte mittlerweile klar sein, daß das nicht gebracht hat. Da der Identität mittlerweile aber offensichtlich nicht mehr nachgegangen wird, dürfte wohl kein realitätsnaheres Phantombild mehr erwartet werden. Schade für den Toten und Angehörige, die ihn eventuell doch suchen, nur nicht erkennen.


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