@emz: Ich geb Dir schon recht, dass es recht wahrscheinlich ist, dass es bereits ein ausgehobenes Grab gab. Es geht mir nur darum, dass man es deshalb nicht als Tatsache hinstellen kann, solange andere Möglichkeiten (die vielleicht weniger wahrscheinlich sind) bestehen
Hier nochmal der Ablauf etwas ausführlicher hinsichtlich Verbringung von Maria: Freitag 25.05.2012 =
Grillabend/ Telefonat mit einem der ZeugenSamstag 26.05.2012 =
informiert Verlobter die Schwester von Maria Baumer über deren Verschwinden --> B.Baumer macht sich noch keine solchen Gedanken
Ernsthaft besorgt war Barbara Baumer am 26. Mai 2012 noch nicht, als der Verlobte ihrer Zwillingsschwester sie gegen Mittag anrief
Allerdings informiert der Verlobte auch etwas später, dass sich Maria bzgl. Auszeit gemeldet hätte.
Quelle:
https://www.regensburg-digital.de/baumer-prozess-welche-rolle-spielt-der-bruder-des-angeklagten/23072020/Theoretisch hätte hier schon B.Baumer beim Verlobten aus Sorge auftauchen können. Wobei man nicht weiß, ob sie überhaupt Zeit gehabt hätte und ob der Verlobte davon irgendwas diesbzgl. gewusst hätte. Durch die Mitteilung darüber, dass Maria sich telefonisch gemeldet hat, gab es für die Schwester keinen Grund sofort zu dem Verlobten zu fahren. Montag 28.05.2012 =
B. Baumer wartet am Bahnhof auf Maria/ außerdem Begegnung mit Verlobtem und dessen Bruder vor dem Haus (B.Baumer äußert Verwunderung darüber, dass der Bruder, der 200km entfernt wohnte, dort angetroffen wurde).
Quelle:
https://www.regensburg-digital.de/baumer-prozess-welche-rolle-spielt-der-bruder-des-angeklagten/23072020/Mittwoch 30.05.2012 =
Vermisstenanzeige (Quelle:
https://www.regensburg-digital.de/maria-baumer-eine-vermisstenanzeige-mit-vielen-ungereimtheiten/10072020/ (Archiv-Version vom 15.08.2020)), sowie
vereinbarte Computerrecherche nicht mehr möglich, weil Bruder K und Verlobter bereits Programm über PC laufen ließen
Als sie am Mittwoch nach Marias Verschwinden zu Christian F. gefahren sei, um dort wie zuvor verabredet gemeinsam an deren Computer zu recherchieren, sei der schon mit seinem Bruder K. am PC gesessen und habe ein Programm drüber laufen lassen.
Quelle:
https://www.regensburg-digital.de/baumer-prozess-welche-rolle-spielt-der-bruder-des-angeklagten/23072020/Wieviel Zeit hätte der Verlobte (Achtung alles nur Überlegungen hier, Unschuldsvermutung besteht dennoch) gehabt M.s Körper zu verbringen?-
Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hatte Christian F. sie bereits in der Nacht von 25. auf den 26. Mai 2012 mit einem Medikamentencocktail vergiftet und anschließend dort verscharrt.
Quelle:
https://www.regensburg-digital.de/baumer-prozess-welche-rolle-spielt-der-bruder-des-angeklagten/23072020/-
frühestens in Nacht 25.zu26.Mai Verbringung von Marias Körper (unter der Annahme, dass der Grillabend so stattfand)
theoretische Überlegungen: ->
vermutlich wird Maria/Marias Körper am 26.05. nicht mehr in Whg gewesen sein, weil bereits Verwandtschaft hätte auftauchen können
->
theoretisch hätte zunächst abgelegt worden sein können und dann erst vergraben (wobei der Plan ja anscheinend bereits bestand (Spatenkauf, Internetrecherche bestimmter Begriff) / theoretisch könnte andere Person mitgegraben haben (Frage wäre hier: warum würde sich eine andere Person daran beteiligen? Denn ein "Unfall" würde man wahrscheinlich eher melden. 100%ig ausschließbar ist diese Überlegung dennoch nicht.)
Fazit: Es ist eine absolut berechtigte Vermutung, dass das Grab bereits ausgehoben war (Anschlussfragen: Was tat der Verlobte in den Tagen seit dem Spatenkauf (Achtung: nur theoretische Überlegung, noch gilt Unschuldsvermutung)? Kann man diesen Fragen noch etwas näher kommen? (anscheinend nicht, denn darüber ist nichts bekannt.
Bekannt ist lediglich der Ablauf von Marias Woche.)
Es ist ebenso möglich, dass es noch kein Grab gab (obwohl Spaten gekauft, Internetrecherche etc.). -> Theoretisch kann der Körper von Maria sogar noch Tage später vergraben worden sein. (Nach Aufgabe der Vermisstenanzeige muss dem Verlobten klar gewesen sein, dass auch Überlegungen in Richtung seinem Beteiligtsein angestellt werden. Allerdings dauert es in der Regel ein Weilchen, ehe die Untersuchungen anrollen. Und zunächst hätte Maria genauso gut die Auszeit angetreten haben können (so könnte der TV gedacht haben))