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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

1.065 Beiträge, Schlüsselwörter: Erschlagen, Südtirol, Streetparade, Fiattipo, Ulrike Reistenhofer, Ehrenburg
Ludwig_01
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

13.07.2013 um 22:10
Hallo zusammen,

auch von meiner Seite noch einige ergänzende Gedanken zu diesem mysteriösem Mordfall, der sicherlich zu den Höhepunkten der "Nach-Zimmermann-Ära" in der XY-Geschichte gehört:

Je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr gewinne ich die Überzeugung, dass das tatauslösende Zusammentreffen von Ulrike und ihrem Mörder in Ehrenburg/Kiens erfolgt ist, und zwar nach dem Kauf der Kekse.
Das gesamte vorhergehende Geschehen, wie der Grund für den verpassten Anschlusszug in Innsbruck, das Vorhandensein italienischer Währung zum Kauf der Kekse etc. erhöhen zwar die Rätselhaftigkeit des Falles, dürften aber mit der eigentlichen Tat nicht in einem Kausalzusammenhang stehen. Was mich allerdings etwas wundert ist der Umstand, dass, soweit bekannt, nicht genau geklärt werden konnte, wie Ulrike nach Ehrenburg gekommen ist. Wie oben schon mehrfach erwähnt, dürften so viele Zugverbindungen nicht in Frage kommen, und nachdem zwischen allen Halten die Fahrkarten kontrolliert werden, müssten sich die jeweiligen Kontrolleure an das doch recht auffällige Mädchen erinnern können, immer vorausgesetzt, sie sind halbwegs zeitnah zum Verbrechen befragt worden - was ich persönlich allerdings bezweifle.
Nun zu meiner eigentlichen Argumentation: hätte der Täter Ulrike schon vor dem Kauf der Kekse getroffen und ein Verbrechen beabsichtigt, so hätte er ihr wohl kaum noch einmal die Gelegenheit gegeben zu entkommen. Vielmehr glaube ich, dass ihm Ulrike auf ihrem Weg zurück zum Bahnhof aufgefallen ist; mit ihrem Rucksack als Touristin o.ä. und als bei Dunkelheit allein Reisende als leichtes Opfer erkennbar. Der Rest ist zunächst unschwer vorzustellen: eine Mitfahrgelegenheit wird angeboten, doch schon nach kurzer Fahrtstrecke kommt der Täter zu seinem eigentlichen Anliegen.
Wobei ich eine neue These in den Raum stellen möchte: die linke hintere Beifahrertür des Tipo stand offen, was dafür sprechen könnte, dass Ulrike hinten saß weil z.B. beide Vordersitze belegt waren, wir es also auch mit zwei Tätern zu tun haben könnten.
Den/die Täter würde ich auch als im weitesten Sinne ortsansässig verorten, d.h. für mich, sie dürften aus der Region Pustertal zwischen Brixen und Bruneck stammen. Hierbei stellt sich natürlich die Frage, inwieweit die blauen Fiat Tipos aus dieser Gegend überprüft worden sind. So ganz werde ich auch den Verdacht nicht los, dass die polizeilichen Ermittlungen zumindest zu Anfang nur suboptimal geführt wurden.
Warum allerdings das Auto fast drei Stunden in dieser Haltepunkt stand, dafür ist wirklich kaum eine befriedigende Erklärung denkbar.

Viele Grüße
Ludwig


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

13.07.2013 um 23:21
@Faxe1212 schrieb:
Faxe1212 schrieb:Es geht also nicht in meinem Kopf, warum da ein Fahrzeug (ob Täterfahrzeug oder irgendein Anderes) 3 Stunden mit der offenen Tür steht. Ich finde dafür einfach keine Erklärung.

Die einzige Erklärung, die mir hierzu einfällt: der (oder die) Täter könnte(n) unter Drogeneinfluss gestanden haben.


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Marianne48
ehemaliges Mitglied

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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

14.07.2013 um 00:48
@ZenCat1
Ja genau, dieser geistig Behinderte würde mich auch interessieren....
Und ebenso dieser Lockführer von den ital. Staatsbahnen, der angeblich von der Ulrike gebissen wurde. Das wäre ja eigentlich der einzige Zeuge der bestätigen würde, dass die Ulrike überhaupt in diesem Zug Richtung Südtirol gesessen hat, oder? Jedenfalls konnte ich keinen anderen ausmachen bisher.

Und danke für die Hinweise bezüglich Zollformalitäten. Mir ist das nämlich auch mal kurz durch den Kopf gegangen, wie denn damals im Zug die Zollabfertigung gehandhabt wurde.
Somit hätte sich doch eigentlich der Zollbeamte an die Ulrike erinnern sollen.

@Aggie
Mir fällt dazu noch eine andere Erklärung ein. Die Italiener fahren ja oft mit ganz gehörigen Klapperkisten rum, zumindest bis vor paar Jahren war das so. Wenn man eine Türe zugeknallt hat, dann sind die anderen drei aufgegangen :-)
Jedenfalls meinte ich, dass dem Täter das wohl nicht bewusst war, dass die Türe seines Autos offen steht, sonst hätte er das nicht 3 Stunden lang so sein lassen.

Interessant ist doch auch, was der @Ludwig_01 rausgefunden hat, dass es die linke HINTERE Türe war, die offen stand....!?!?


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

14.07.2013 um 04:40
Irgendwie ist es schon komisch, dass man nicht die blauen Fiats überprüft hat. So schwer kann's ja nicht sein, oder? Jedoch könnte es auch sein, dass das Auto doch nichts mit dem Mord zu tun hat. Manchmal sind Menschen verpeilt und machen die unlogischsten Sachen. Vllt. war es das Auto eines Pärchens, das sich am Fluss vergnügen wollte und man war so miteinander beschäftigt, dass man es nicht bemerkt hat. Oder es war echt eine Klapperkiste.


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blaomat
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

14.07.2013 um 07:43
@ZenCat1 danke für die Infos zu der Verabredung in Graz und der neuen Wohnung, das lässt sich schlecht mit dem geplanten Besuch einer weiteren Party in Verbindung bringen. Da werde ich noch mal am Scenario basteln.

Die geöffnete Tür am Auto ist für mich die Handschrift verpeilter Insassen. Wenn die hintere Tür offenstand waren wahrscheinlich mindestens 3 Leute im Auto . Wäre aber auch denkbar, daß eine Tür nicht richtig schließt, sich erst etwas später wieder öffnet und somit unentdeckt bleibt. Jedenfalls scheint dieser Fiat ein Knackpunkt in diesem Fall zu sein.

Insgesamt denke ich auch, daß UR den Anschlusszug in Insbruck (17.24h) nicht nehmen wollte und bewusst nach Italien gefahren ist. Wenn sie dann mit dem Zug bis Ehrenburg gefahren wäre, warum steigt sie dann dort aus? Hätte sie die Kekse direkt am Bahnhof Eb gekauft wär das noch nachvollziehbar, raus aus dem Zug - Kekse kaufen - wieder rein in den Zug und weiterreisen. Aber so wie das lief spricht mMn dafür, daß sie in Ehrenburg nicht mit dem Zug ankam. Wenn sie nicht mit dem Zug kam, war sie in Ehrenburg nicht alleine und das macht eine Verschleppung durch einen Täter aus Ehrenburg aus meiner Sicht unwahrscheinlich. Wenn sie sich in Ehrenburg ablegen wollte wärs aber möglich. Das Gebiet soll ja auch für Wanderungen und Fahrradtouren genutzt werden.


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ZenCat1
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

14.07.2013 um 12:18
Mit der Annahme, Ulrike wäre nicht schon in Franzensfeste ausgestiegen, hab ich mich geirrt - offenbar ist sie wirklich dort ausgestiegen und wurde wohl gesehen:

http://www.zuschauerreaktionen.de/pages/tatorte/1999_juli_ehrenburg/album/index.html

Das ist mE aber noch ein Hinweis mehr, dass sie wirklich bewusst von Innsbruck dorthin gefahren ist: Von Franzensfeste aus geht die Pustertalbahn Richtung Bruneck, das ja gleich nach Ehrenburg liegt. Von Bruneck wiederum ist es nicht mehr schwierig, nach Lienz zu gelangen, nicht mal Sonntag abend/nacht. Diese Info - also das Umsteigen in Franzensfeste - kann sie ohne weiteres schon am Innsbrucker Bahnhof erhalten haben.

Deshalb gehe ich davon aus, dass sie ihren Mörder entweder schon im Zug oder am Bahnhof Franzensfeste getroffen hat. Er kann schon im Zug gewesen sein, entweder schon von Innsbruck kommend oder irgendwo am Weg zugestiegen sein (Haltestellen wären nach Innsbruck noch Brenner, Gossensass und Sterzing). Da kann man sich im Abteil getroffen haben, oder am Bahnhof Franzensfeste. Ich hab bislang leider noch keine Fahrpläne gefunden, wann an einem Sonntagabend die letzte Fahrt der Pustertalbahn von Franzenfeste aus stattfindet. Nachdem Ulrike aber um 22 Uhr schon in Ehrenburg war, kann sie so spät nicht in Franzensfeste gewesen sein, da ist sicher noch ein Zug Richtung Pustertal gefahren. Aber vielleicht hätte sie wieder auf den warten müssen und hat deshalb das Angebot des Mitreisenden, sie Richtung Bruneck mitzunehmen, angenommen? Vielleicht hat sie auch von sich aus jemanden am Bahnhofsvorplatz Franzensfeste gefragt, ob er in diese Richtung fährt un sie mitnimmt.

Total irritierend ist auch für mich der Ort Ehrenburg: Bruneck ist nur mehr ein paar Minuten entfernt und eine größere Stadt, während Ehrenburg ja völlig im Nichts liegt. Die Tatsache, dass sie dort die Kekse gekauft hat, weist doch darauf hin, dass sie sich zu dem Zeitpunkt noch keiner Gefahr bewusst war. Wenn sie aber Hunger hatte, hätte sie sich ein paar Minuten später in Bruneck etwas kaufen können, nicht Kekse in einem Gasthaus in der Pampa. Und wenn die Fahrt nach Bruneck vom Fahrer unterbrochen worden wäre, dann hätte sie in dem Gasthaus etwas gesagt oder zumindest verängstigt oder irritiert gewirkt.

@Ludwig_01 's Theorie scheint da gar nicht mehr so abwegig. Eigentlich ist es absolut auszuschließen, dass sie mit dem Zug nach Ehrenburg gefahren ist, sie wollte heim und wäre bis Bruneck gefahren - oder gar weiter. Also kam sie mit dem Auto - vielleicht ist ihre Mitfahrgelegenheit nur bis dorthin gefahren, sie hat sich dann die Kekse gekauft, weil sie sich noch auf eine längere Weiterreise per Anhalter oder sonstwie gefasst gemacht hatte, und wäre dann dort erst, in Ehrenburg, zum Mörder oder den Mördern ins Auto gestiegen.

Aber warum sollte sie jemand nur bis Ehrenburg mitnehmen? Die paar Minuten nach Bruneck hätte sie jeder weiter gebracht, und nicht alleine im Nirgendwo stehen lassen. Das passt einfach nicht zusammen und ich kann mir keinen Reim darauf machen.

@Ludwig_01
Ist es denn bestätigt, dass die hintere Tür offen stand, nicht die Beifahrertür? Dann müssen wir wirklich zwingend von mindestens 2 weiteren im Auto ausgehen - wenn es denn das Mörder-Fahrzeug war.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

14.07.2013 um 14:21
Warum wurde denn der Zugführer gebissen? Falls hierüber schon diskutiert wurde hab ich es leider überlesen.

Reine Spekulation hierzu:

Ulrike hatte ja möglicherweise so ein Pauschalbahnticket für Österreich. Sie entschied sich aber für die Strecke über Südtirol. Benötigt also nun ein zusätzliches Ticket bis sie in Osttirol wieder österreichischen Boden erreicht.

In Innsbruck hat sie ja 100 Schilling abgehoben. Vielleicht haben diese umgerechnet 7 Euro zwar bis zum Umsteigen in die Pustertalbahn nach Franzensfeste gereicht, aber eben nicht mehr bis zur österreichischen Grenze. Möglicherweise hatte Ulrike ja nicht mehr Geld am Konto und ansonsten nur noch die paar Lire von früher. Demnach hätte sie ab Franzensfeste "schwarz fahren" müssen in der Hoffnung, dass sie nicht kontrolliert wird.
Das ist aber dann natürlich doch passiert und der Schaffner/Zugführer will sie am nächsten Halt nach der Kontrolle (in diesem Fall Ehrenburg) aus dem Zug werfen, da sie ja auch kein Geld zum Nachlösen bzw. bezahlen der Strafe hat. Daraus entwickelt sich ein Streit mit dem Bahnmitarbeiter in Folge dessen Ulrike ihn aus Verzweiflung beisst, da sie ja nun gar nicht mehr weis wie sie nach Hause kommen soll.

Alles nur persönliche Vermutungen. Aber dies würde zwei Dinge erklären:

1. Warum sie in dem "Kaff" Eherenburg ausgestiegen ist. @ZenCat1 stellt sich ja auch die Frage warum sie denn nicht zumindest bis Bruneck weitergefahren ist, wenn sie zu dem Zeitpunkt noch mit der Bahn unterwegs war.

2. Warum sie sich doch auf das Angebot einer Mitfahrgelegenheit eingelassen hat. In diesem Szenario wäre sie in der Nacht in einem kleinen Ort im Ausland praktisch ohne Geld, also auch ohne Geld für eine Übernachtung, oder sonstigen "sicheren" Möglichkeiten nach Hause zu kommen dagestanden. In solch einer Verzweiflung tut man dann vielleicht tatsächlich Dinge, welche man sonst nie machen würde. Sie stieg also in das Auto eines oder mehrerer Fremden und dann nahm das Schicksal leider seinen Lauf.
____________

Nochmal zur Sache mehrere Stunden offene Tür am Fahrzeug:

Es wurde ja nun hier angesprochen, dass dies einfach mit "Verpeilung" zu tun hätte. Aus welchen Gründen auch immer (@Aggie zeigt die Möglichkeit Drogen auf). Wenn man wieder spekuliert, dass der besagte geistig Behinderte doch was mit Ulrike`s Tod zu tun hat, dann könnte die Verpeilung ja von dieser Behinderung stammen. Allerdings frag ich mich dann weshalb der Mann einen Führerschein und Fahrzeug hatte. Dann wäre er meiner Meinung nach allgemein nicht für den Straßenverkehr geeignet.


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blaomat
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

14.07.2013 um 23:43
Auf welchem Streckenabschnitt wurde der Zugführer oder Schaffner denn gebissen, das müsste doch eigentlich bekannt sein, habe aber nichts gefunden.


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Ludwig_01
ehemaliges Mitglied

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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

14.07.2013 um 23:49
Hallo zusammen!

Für mich ist Ulrike in Innsbruck aus Versehen in den falschen Zug eingestiegen. Ihre Übermüdung würde einen Irrtum durchaus begünstigen, und ob dies die Verhältnisse vor Ort (Gleise, Durchsagen etc.) auch taten, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber ein gewichtiges Indiz spricht für meine These: dass sie nur 100 Schilling, einen lächerlich geringen Betrag, am Bankomat abgehoben hat. Das beweist für mich zum einen, dass sie vorher praktisch keine Barmittel mehr besessen hat, denn hätte sie z.B. noch 500 Schilling im Portemonnaie gehabt, wären diese 100 Schilling keine substantielle Verbesserung ihrer finanziellen Lage gewesen, hatte sie aber gar nichts mehr, dann schon: immerhin hätte es noch für einen kleinen Imbiss unterwegs bis Graz gereicht. Andererseits: hätte sie sich zu einem Umweg aus welchen Gründen auch immer entschlossen, hätte sie mit Sicherheit einen deutlich größeren Betrag abgehoben, da sie spätestens in Sterzing ein neues Ticket hätte kaufen müssen.
In diesem Zusammenhang wäre es auch wichtig zu wissen, wo genau und aus welchem Grund die Auseinandersetzung mit dem Zugführer stattgefunden hat. Da ist die Vermutung, sie hat sozusagen aufgrund fehlender Mittel schwarz fahren müssen, gar nicht so abwegig. Verzweifelt genug wird sie auch so gewesen sein: faktisch pleite, übermüdet, verirrt in einer fremden Umgebung bei hereinbrechender Dunkelheit.
Jedenfalls gehe ich davon aus, dass sie bis Franzensfeste mit dem Zug gefahren ist. Von da aus ist es aber wirklich offen, wie sie bis Ehrenburg gekommen ist, wobei es auch hier schwer ist, eine plausible These aufzustellen. Denn hätte sie ein Autofahrer bis Kiens/Ehrenburg mitgenommen, dann hätte dies ja ein Ortsansässiger mit eben diesem Endziel sein müssen (der ihr aus Mitleid noch ein paar tausend Lire zum Abschied in die Hand gedrückt hat). Und der hätte sich ermitteln lassen müssen. Denn ein anderer hätte sie bestimmt bis nach Bruneck mitgenommen. Andererseits: wäre sie, wie evtl. vorher schon, ohne gültigen Fahrausweis Zug gefahren und hätte in Ehrenburg deswegen aussteigen müssen, so hätte dies auch problemlos verifiziert werden können. Ein freiwilliges Aussteigen jedenfalls ist vollkommen unlogisch, denn wenige Kilometer weiter wäre sie in Bruneck gewesen. Allerdings will ich dies nicht ganz ausschließen, denn vielleicht war ihr dies gar nicht bewusst, und außerdem ist es gut vorstellbar, dass nicht jeder ihrer Entschlüsse aus unserer heutigen Sicht rational nachvollziehbar ist. Warum Ulrikes Weg bis Ehrenburg nicht genauer nachvollzogen werden konnte, ist mir etwas unverständlich, vermutlich ist erst sehr spät in dieser Richtung ermittelt worden.

@ZenCat1 : Die Aussage mit der linken hinteren Beifahrertür stammt von dem Kriminalbeamten, der bei Peter Nidetzky im Studio den Fall nachbearbeitet und Fragen an die Zuschauer der XY-Sendung gestellt hat. Dieser Umstand ist mir aber auch erst beim letztmaligen Ansehen der Sendung bewusst geworden. Da ist für mich also sozusagen der gesicherte Ermittlungsstand der Polizei in diesem Detail bekannt gegeben worden.

Viele Grüße
Ludwig


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Marianne48
ehemaliges Mitglied

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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

15.07.2013 um 08:52
@blaomat
Auf Seite 2 dieses Threads hat User "Waldeck" am 14. 12 um 18 20 einen Link reingestellt. In dem Bericht steht geschrieben, dass ein italienischer Lockführer erzählt habe, er sei von Ulrike gebissen worden.
Guck dort mal rein. Jedoch denke ich, dass bei diesem Bericht schon eine gewisse Skepsis angebracht ist, denn da ist auf Anhieb die eine und andere Ungenauigkeit zu entdecken, beispielsweise Friedensparade in Zürich statt Streetparade, und dass die Ulrike Zuckerl eingekauft hätte, statt Kekse...

Und daher bin ich mir auch nicht sicher, ob es sich bei diesem Mann, der 2 Tage nach dem Verbrechen bei der Polizei in Mailand aufgetaucht ist, tatsächlich um einen "geistig Behinderten" handelt. Vielleicht wäre "persönlichkeitsgestört" angebrachter?
Denn auch mich dünkt das eigenartig, dass ein geistig Behinderter Auto fahren darf. Persönlichkeitsgestörte jedoch sind zu Hauf mit dem Auto unterwegs, leider!

Die Spekulation von @Faxe1212 zum gebissenen Lockführer finde ich gar nicht so abwegig.

Auf meine Nachfrage beim Verlag bezüglich des Buches von Ulrike Maly habe ich noch keine Antwort erhalten. Doch am Wochenende wird dort vermutlich halt nicht gearbeitet.


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ZenCat1
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

15.07.2013 um 09:34
So wie @Marianne48 glaube ich auch, dass man bei Aussagen, die wir nur aus einem Artikel vorliegen haben, ein bisschen skeptisch sein sollte. Ich mach mich später mal dran, zu versuchen, online Artikel aus italienischen Zeitungen zu dem Fall zu finden - kann zwar kaum die Sprache, aber vielleicht kommen wir mit Google-Übersetzer weiter, oder spricht vielleicht jemand von Euch italienisch, sollte ich was finden?

Zu @Ludwig_01 's Theorie: Wie Du schon in einem früheren Posting geschrieben hast:
Ludwig_01 schrieb:Das gesamte vorhergehende Geschehen, wie der Grund für den verpassten Anschlusszug in Innsbruck, das Vorhandensein italienischer Währung zum Kauf der Kekse etc. erhöhen zwar die Rätselhaftigkeit des Falles, dürften aber mit der eigentlichen Tat nicht in einem Kausalzusammenhang stehen.
Sicher hat jeder hier seine eigene Theorie, wieso Ulrike nicht von Innsbruck nach Graz durchgefahren ist, genaueres werden wir wahrscheinlich nie wissen. Tatsache ist, dass sie irgendwie nächtens ins Südtiroler Hinterland geraten und dort umgebracht worden ist. Sollte diese Geschichte mit dem Lokführer wirklich stimmen, dann denke ich, dass die Polizei da schon viel mehr weiß, als sie veröffentlicht haben.

Ich denk mal so: Wenn ich dieser Lokführer wäre, und ich hätte diese junge Frau mitten im Nirgendwo nachts aus dem Zug geworfen, weil sie ein paar Lire zuwenig für die Fahrkarte hatte, und diese junge Frau wäre im Anschluß daran ermordet worden: Ich könnte vor Schuldgefühlen nie wieder schlafen und würde mich hüten, auch nur ein einziges Wort zu sagen. Nachdem der Lokführer aber diese "Biss-Geschichte" öffentlich gemacht hat, muss die italienische Polizei den doch intensivst verhört haben, oder? Demzufolge müssen sie auch wissen, wo der Vorfall war und wann.

Kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass das im "großen" Zug von Innsbruck nach Bozen/Verona passiert ist: Wie sollte Ulrike da an den Lokführer dran kommen - doch nur, wenn sie in die Lok vorgeht, und warum sollte sie das tun? Bei der Pustertalbahn schaut das anders aus: Ich weiß nicht, wie groß dieser Zug ist, kann mir aber vorstellen, dass das halt eine Lok mit 2, 3 Waggons ist, nicht mehr. Vielleicht ist er gar so klein, dass der Lokführer auch die Funktion des Schaffners inne hat? Dann könnten er und Ulrike ohne weiteres aufeinander getroffen sein. Aber jemanden zu beißen... macht man das, wenn man ersucht wird, den Zug zu verlassen? Ich würde schimpfen, maulen, jammern, vielleicht heulen - aber beißen, das macht man doch nur bei einem direkten körperlichen Kontakt, einem Handgemenge? Wie kommt es bei einem Rauswurf aus dem Zug zu einem dermaßen intensiven Handgemenge? Da muss doch mehr vorgefallen sein???!

Weil immer wieder die Frage aufkommt, die Polizei hätte dieses und jenes überprüfen müssen: Wir dürfen nicht vergessen, dass es 10 Tage (!) gedauert hat, bis Ulrikes Leiche überhaupt identifiziert wurde. Wie das passieren konnte, ist mir völlig schleierhaft, damals gabs schon Internet, Südtirol ist das direkte Nachbarland von Österreich, dass da nicht schneller Vermisstenmeldungen ausgetauscht und eingesehen wurden, ist doch ein Skandal?

Tja, und 10 Tage sind halt lang... Da sind dann all die Tatort-Arbeiten weggefallen, die gleich nach Auffindung der Leiche so wichtig waren, der/die Mörder hatten so richtig viel Zeit, eventuelle Spuren unkenntlich zu machen. Und auch die Zeugenaussagen waren nach 10 Tagen (oder länger, wer weiß, wann die Carabienieri damit in die Gänge gekommen sind) doch sicher schon wesentlich ungenauer, als sie es am nächsten Tag gewesen wären. Könnt Ihr Euch noch genau erinnern, mit wem Ihr vor 2 Wochen beruflich zu tun hattet? Ich nicht... In Zügen oder Bahnhöfen, wo man ständig mit Menschen zu tun hat, kann sich nach der Zeit doch niemand mehr an eine einzelne junge Frau erinnern, zumindest an nichts genaueres?

Diese 10 Tage waren wertvolle Zeit, die verschlampt wurde. :(


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Marianne48
ehemaliges Mitglied

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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

15.07.2013 um 10:24
Es sind halt wirklich nur kleine Bruchstücke, die man über diesen Fall finden kann mit einer Menge von halbpatzigen Aussagen, die nicht weiterführend erklärt werden.
Somit bietet sich viel Raum an für unterschiedlichste Spekulationen, das macht den Fall aber eben auch spannend.

Mich würde das schon sehr wunder nehmen, warum sich denn Ulrikes Mutter auf diesen "geistig Behinderten" als Täter konzentriert.
Die Polizeistelle in Mailand hat doch hoffentlich überprüft und protokolliert, mit was für einem Auto der unterwegs war, so oder so! Auch wenn die zu jenem Zeitpunkt, als der bei ihnen aufgetaucht ist, möglicherweise noch nichts davon wussten, dass ein hellblauer Fiat in den Fall involviert ist.
Und wenn nicht, dann haben sie sicher seinen Namen und seine Adresse notiert. Denn lt. den Auesserungen der Mutter müssen sie auch heraus gefunden haben, dass dieser in der Vergangenheit bereits wegen sexueller Uebergriffe auf Frauen aufgefallen ist. Oder hat sie diese Informationen von sonst wo her?

Und Anfangs dieses Jahres wurde ja bekannt gegeben, dass aus Hautabreibungen am Opfer eine DNA-Analyse erstellt werden konnte, die mit ziemlicher Sicherheit dem Täter zuzuordnen ist. Und so denke ich, dass auch die DNA dieses "geistig Behinderten" überprüft worden ist.

Eine wirklich enorm nebulöse Geschichte ist das!


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Marianne48
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

15.07.2013 um 14:35
Das Mitglied "Waldeck" hat übrigens am 23. 02 um 11 47 noch einen weiteren Link in den Thread gestellt. Eine Stellungnahme, die mir verlässlich scheint, da sie von einem stellvertretenden Staatsanwalt Markus Mayr herausgegeben wurde.

Heute morgen habe ich mir nun die Zeit nehmen können, diesen Bericht in italienischer Sprache etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Das Kauderwelsch der Google-Uebersetzung mit meinen eigenen, aber auch nicht wirklich verlässlichen Italienischkenntnissen etwas aufzubröseln.

Ich picke einfach mal diejenigen Aussagen heraus, die mich interessant dünken, und gebe sie in etwas abgekürzter Fassung weiter.

[......] Es wurde ein Mann aus Bassano del Grappa in einem Lokal am Stadtrand von Mailand festgehalten/festgenommen. Dieser Mann beichtete/gestand (confessò) den Namen des Mörders zu kennen. Dann widerrief er diese Aussage und bezichtigte sich selber (autoaccusò) des Deliktes. Aber die Ermittler fanden heraus, dass es sich um einen zwanghaften Lügner handelte. [....]

Ob damit evtl. dieser ominöse "geistig Behinderte" gemeint sein könnte?

Des Weiteren:
[....] Die Fahnder konzentrierten sich auch auf zwei Bahnangestellte. Einer davon war insbesondere mehrfach dadurch aufgefallen, dass er sich während der Dienstzeit Mädchen angenähert hat. Ein reifer Mann, verheiratet, drei Kinder.
Eine Leidenschaft für Frauen, die er nie verborgen hatte, und die Ermittler gehen des Weiteren/ weitergreifend (a lungo) davon aus, Ulrike könnte in eine Falle geraten sein, weil sie eine Autofahrt akzeptiert hat, nachdem sie die Verbindung in Fortezza verpasst hat für den Zug, der sie nach Hause bringen sollte.

Alle Fälle, keine Gewissheit.


Was mich beim 2. Teil recht eigenartig dünkt, dass zwischen Eine Leidenschaft für Frauen, die er nie verborgen hatte und und die Vermittler gehen des Weiteren davon aus.... kein Satzzeichen zu finden ist: kein Punkt, nicht einmal ein Komma... alles in einem Satz geschrieben, grad so als ob es zusammen gehören würde.

Hier zum Vergleich der Originaltext:
Una passione, quella per le donne, che non aveva mai nascosto e gli investigatori a lungo ipotizzarono che Ulrike Reistenhofer potesse essere finita in trappola per aver accettato un passaggio in auto dopo aver perso la coincidenza a Fortezza per il treno che lungo la Pusteria avrebbe dovuto riportarla a casa.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

15.07.2013 um 19:53
@Marianne48 schrieb:

Was mich beim 2. Teil recht eigenartig dünkt, dass zwischen Eine Leidenschaft für Frauen, die er nie verborgen hatte und und die Vermittler gehen des Weiteren davon aus.... kein Satzzeichen zu finden ist: kein Punkt, nicht einmal ein Komma... alles in einem Satz geschrieben, grad so als ob es zusammen gehören würde.
Verstehe ich das richtig, dass es dann sein könnte das der Bahnmitarbeiter sie im Auto mitnehmen wollte oder sogar hat? Mal vorausgesetzt dass das mit dem nicht gesetzten Komma Absicht war. Dies gibt ja ganz neue Denkansätze.

Wieder reine Spekulation:

Der Schaffner erwischt sie auch in diesem Fall ohne Fahrkarte. Bietet ihr als Ausweg an sie selbst ein Stück mitzunehmen, da er gerade Dienstende hat und in seinem Heimatort Ehrenburg aussteigt. Zu einem Bahnmitarbeiter (in diesem Fall Schaffner, Zugführer kann er dann ja nicht gewesen sein, sonst hätte der Zug ja nicht weiterfahren können) hat auch Frau wohl eher Vertrauen als jemand in einem Auto, welches einfach mal auf der Straße anhält. Alles vor dem Hintergrund, dass sie in diesem Fall ja auf eine Lösung angewiesen wäre, wenn sie tatsächlich kein Geld mehr hatte.

Der Bahnmitarbeiter steigt also mit ihr aus und holt von zu Hause sein Auto. Während dessen holt sich Ulrike in dem Cafe noch eine kleine Wegzehrung mit den noch vohandenen Lira. Und auch in diesem Szenario nimmt das Schicksal leider seinen Lauf.
Wenn nun ja hoffentlich alle Personen mit einem blauen Auto in Ehrenburg und Umgebung überprüft wurden, dieser Bahnmitarbeiter eben eines hatte und zudem Kollegen von einer Bißverletzung nach dem Tattag berichten könnte er so ja in den Kreis der Verdächtigen geraten sein.

Natürlich ist er dann sicher von der Polizei ausführlich befragt worden. Wenn aus dem Verhör oder anderen Umständen aber nicht ein gewichtiges Indiz oder gar Beweis hervorgeht ist die Polizei (wie in vielen Fällen) trotz Verdachts ziemlich machtlos und muss auch vorsichtig sein mit dem Verdacht an die Öffentlichkeit zu gehen. Vielleicht wird deshalb auch nichts Weiteres darüber veröffentlicht.

Großer Haken an dieser Theorie: wenn es tatsächlich inzwischen eine verwertbare DNA-Spur gibt ist diese mit Sicherheit mit ihm verglichen worden. Das gilt dann auch für alle anderen Verdächtigen.

Dies waren wieder nur meine persönlichen Gedanken, welche ich keinesfalls als Fakt einstelle, sondern lediglich als weiteren Diskussionsansatz.


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Marianne48
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

15.07.2013 um 21:40
@Faxe1212
Auf mich wirkt das Fehlen eines Satzzeichens wie eine Art Freud'scher Verschreiber (in Anlehnung an den Freud'schen Versprecher).

Zum Freud'schen Versprecher hat Wiki folgende Erklärung parat:
Ein Freudscher Versprecher (nach Sigmund Freud), auch Lapsus linguae genannt, ist eine sprachliche Fehlleistung, bei der ein eigentlicher Gedanke oder eine Intention des Sprechers unwillkürlich zu Tage tritt.

Es könnte also so sein, dass im Kopf des Staatsanwaltes, der diesen Bericht geschrieben hat, irgend eine Verknüpfung besteht zwischen diesem Bahnangestellten, der seine "passione" für Frauen nicht im Zaun halten konnte, und der Ulrike, die in diese für sie tödliche Falle getappt ist.
Und dass nun eben diese Gedanken, die im Kopf des Staatsanwaltes rumspukten, durch das Weglassen der Satzzeichen intuitiv zu Tage getreten sind.

Ich meinte aber, dass der Bahnangestellte kaum der Täter war, denn den hat man doch hoffentlich genauestens überprüft. Alibimässig und auch dahingehend, was für ein Auto er besitzt. Und wenn er keinen hellblauen Fiat besass, ob er allenfalls sonst wie Zugriff hätte haben können auf einen solchen....

Meine Ueberlegungen gehen mehr in die Richtung, dass dieser Bahnangestellte die Ulrike bedrängt/begrabscht haben könnte, so dass sie sich zur Wehr setzen musste, ihn gebissen hat... und nachher bei der nächstbesten Gelegenheit fluchtartig aus dem Zug ausgestiegen ist....und somit dann eben ihrem Mörder in die Hände geraten konnte.


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Marianne48
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

15.07.2013 um 21:47
Nachtrag: Hoffentlich habe ich das jetzt nicht zu kompliziert erklärt....


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15.07.2013 um 21:47
@Marianne48

Dies kann natürlich auch ein Möglichkeit sein. Im Nachhinein finde ich meine letzte Theorie selbst als ein bischen weit hergeholt


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15.07.2013 um 21:48
@Marianne48
nein, nein. Das war nicht zu kompliziert. Hab ich schon verstanden.


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Marianne48
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

15.07.2013 um 21:50
@Faxe1212
Ich finde halt, dass eben auch weit hergeholte Theorien, man könnte dazu auch Umwege sagen, die zu Wegkreuzungen führen, wo sich dann wiederum andere Wege aufzeigen.


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ZenCat1
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

16.07.2013 um 20:03
@Marianne48
@Faxe1212

Ich finde beide Theorien von Euch hochinteressant und absolut nachvollziehbar! Beide würden auch erklären, wie Ulrike in dem unseligen Ehrenburg gelandet ist!

Dazu Dir, @Marianne48, vielen Dank fürs Übersetzen des Artikels - was da über diesen Zugbediensteten steht und vor allem, wie es geschrieben ist, da klingeln ja alle Alarmglocken!

Allerdings würde ich annehmen, wenn Ulrike in Ehrenburg ausgestiegen ist, weil sie vom Schaffner angebaggert wurde, dass sie dann in dem Lokal, in dem sie die Kekse kaufte, anders gewirkt hätte. Da wäre sie ja richtig verzweifelt gewesen, weil sie im Nirgendwo gestrandet ist, und hätte verzweifelt oder genervt gewirkt, und vermutlich hätte sie doch auch vesucht. sich dort zu erkundigen. wo sie die Nacht verbringen könnte? Eigentlich glaub ich, die Tatsache, dass sie das offenbar nicht getan hat und auch nicht auffällig gestesst wirkte, ist schon ein Hinweis darauf, dass sie sich zu dem Zeitpunkt noch keiner Gefahr bewusst war und das Unglück erst nachher seinen Lauf genommen hat.

Von dem her würde @Faxe1212 's Theorie passen - der Schaffner bietet ihr an. sie ein Stück weiter zu bringen. holt noch sein Auto und sie besorgt indessen Wegzehrung. Wäre interessant, ob dieses Lokal in Bahnhofsnähe war? Der Kiosk im Dorfbahnhof hatte um diese Zeit sicher schon geschlossen, aber durch das ganze Dorf wäre sie vermutlich auch nicht gelaufen, während sie auf diese Fahrgelegenheit wartete - da müsste das Lokal schon nahe beim Bahnhof sein.

@Marianne48
Der Typ aus Mailand scheint tatsächlich dieser "geistig behinderte" zu sein, in irgendeinem anderen Artikel stand konkret, dass er in Mailand verhaftet wurde. Also können wir uns, wie von Dir erwähnt, sicher auf "psychisch gestört" o.ä. einigen, eine geistige Behindeung würde wohl Führerschein und Auto ausschliessen.

Mit dem Fiat Tipo ist es auch so eine Sache - die Leiche wurde zwar am Tag nach dem Mord entdeckt, aber erst nach 10 Tagen identifiziert. Wer weiss, wann die Sache mit dem Fiat ausgesagt wurde und wann (oder ob) alle diese Autotypen in der Umgebung abgecheckt wurden - und wie lange der Mörder Zeit hatte, das Auto von allen Spuren zu reinigen.

Und ich will der italienischen Kripo ja beileibe nichts unterstellen, aber wenn sie auch nur annähernd so arbeiten wie ihre Kollegen hier im österreichischen Nachbarland (siehe etliche Threads hier), dann kann so vieles verschlampt, verabsäumt oder zu spät oder nicht genau genug unternommen worden sein - da ist vermutlich alles mögliche schief gegangen :(


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